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Eine zuverlässige Zustandsüberwachung ist eine wichtige Voraussetzung für die vorausschauende Instandhaltung in industriellen Fertigungsumgebungen, doch viele Maschinenkomponenten werden nach wie vor ohne kontinuierliche Überwachung betrieben. Diese Lücke ist besonders relevant für Komponenten von Schaumdosieraggregaten, bei denen unerwartete Ausfälle die Produktion stören und eine systematische Wartungsplanung behindern können. Diese Arbeit befasst sich mit diesen Mängeln, indem sie eine durchgängige Zustandsüberwachungskette entwickelt und validiert, die Vibrationssignale zusammen mit Prozessdaten wie Druck und Temperatur erfasst, diese auf einem Edge-Gerät vorverarbeitet und für eine skalierbare cloudbasierte Analyse vorbereitet. Die Architektur integriert IEPE-Vibrationssensoren mit der strukturierten Erfassung digitaler und analoger Maschinendaten. Alle Signale werden über ein spezielles SPS-Modul zur Zustandsüberwachung erfasst, wodurch eine deterministische Vorverarbeitung, einheitliche Zeitstempel und synchronisierte Datenflüsse gewährleistet sind. Ein zentraler Beitrag ist ein modularer, einsatzunabhängiger Daten Konnektor, der REST- und MQTT-Kommunikation unterstützt und automatisch Asset- und Mapping-Identifikatoren verwaltet, wodurch eine flexible Integration in heterogene industrielle Umgebungen ermöglicht wird. Um eine systematische Bewertung unabhängig von Produktionsbeschränkungen zu ermöglichen, werden synthetische Datensätze generiert, die realistisches Betriebsverhalten, allmähliche Verschlechterungsverläufe und definierte Ausfallmerkmale nachbilden. Ein interaktives Dashboard unterstützt die Zeitreihenprüfung, die Schwellenwertkonfiguration und die automatisierte Ereigniserkennung vor Ort, während die IoT-Cloud-Plattform Senseye eine skalierbare Zeitreihenaufnahme, ein strukturiertes Anlagenmanagement und eine zentralisierte Bewertung von Zustandsentwicklungen ermöglicht. Die Ergebnisse zeigen, dass der Prototyp heterogene Zustandsüberwachungsdaten zuverlässig erfasst, synchronisiert und überträgt und so eine kohärente Informationsebene schafft, die für diagnostische Bewertungen und zukünftige Vorhersagemodelle geeignet ist. Die Architektur bildet eine technische Grundlage für die Implementierung von Zustandsbewertungen auf Komponentenebene und für die Bewertung der Kompromisse zwischen Edge- und Cloud-Computing. Insgesamt liefert die Arbeit einen übertragbaren und skalierbaren Entwurf für Unternehmen, die den Übergang von reaktiver Wartung zu datengestütztem Reliability Engineering anstreben.
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Anforderungen an ein integriertes Condition- und Energiemonitoringsystem und entwickelt auf dieser Basis eine Dashboard-Konzeption für die Cloud-Plattform des Systems ECO Adapt. Ausgehend von einer Analyse der theoretischen Grundlagen werden die Prinzipien von Condition Monitoring und Energy Monitoring dargestellt und im Kontext moderner industrieller Anwendungen erläutert. Aufbauend darauf erfolgt eine systematische Anforderungsanalyse, die sowohl technische als auch organisatorische und nutzerbezogene Aspekte berücksichtigt. Im praktischen Teil der Arbeit wird das System erstmals in Betrieb genommen und an mehreren exemplarischen Anlagen eingesetzt. Dazu gehören Laboruntersuchungen, eine vorgeschädigte Pumpenanlage, eine unauffällige Walzenanlage sowie ein Kompressorsystem für die energetische Bewertung. Die Daten aus den Leistungsaufnahmen werden anschließend in der Cloud visualisiert und bilden die Grundlage für die Bewertung der Systemfunktionalität. Die Analyse zeigt, dass ECO Adapt in der Lage ist, verlässliche Zustands- und Energiedaten zu erfassen und diese strukturiert darzustellen. Die entwickelte Dashboard-Konzeption berücksichtigt unterschiedliche Nutzergruppen und ermöglicht eine klare Trennung sowie Integration von Zustands- und Energiedaten. Die Arbeit verdeutlicht, dass die kombinierte Betrachtung von Condition- und Energiemonitoring erhebliche Potenziale für die Optimierung industrieller Prozesse bietet. Abschließend werden mögliche Weiterentwicklungen des Systems, insbesondere hinsichtlich automatisierter Diagnosefunktionen, KI-gestützter Prognosen und erweiterter Visualisierungsmöglichkeiten, diskutiert.
Die Transformation des Energiesektors ist essenziell für Österreichs Ziel, bis zum Jahr 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien erfordert einen zusätzlichen Lastenausgleich zwischen Stromverbrauch und -erzeugung, wobei Energiespeicherung, insbesondere thermische Speicherung, ein zentrales Element darstellt. Der Aquifer Thermal Energy Storage (ATES) gewinnt als Technologie zur saisonalen Speicherung großer Wärmemengen zunehmend an Bedeutung, ist jedoch in Österreich noch nicht technologisch oder markttechnisch etabliert. Diese Arbeit untersucht die Grundlagen der thermischen Energiespeicherung und der ATES-Technologie mit Schwerpunkt auf ihrer Integration in Fernwärmenetze. Sie bewertet das Potenzial von ATES in einem konkreten Anwendungsfall, anhand des Projektes ATESREF, welches die Implementierung einer solchen Speicherlösung im Raum Fürstenfeld untersucht, unter Verwendung der Modellierungssprache Modelica und der Simulationsumgebung Dymola. Die Arbeit umfasst die Erstellung eines Basismodells des Fernwärmenetzes mit integriertem ATES. Die übergeordneten Ziele des Projektes sind die Bewertung der Machbarkeit der ATES‑Integration, die Ermittlung optimaler Betriebsstrategien sowie die Bewertung der Auswirkungen auf die Effizienz und Nachhaltigkeit des Netzes. Die Ergebnisse der Simulation liefern Erkenntnisse über das thermische Verhalten des ATES-Systems und tragen zur Wissensbasis für den Einsatz von ATES bei, während sie gleichzeitig entscheidende Informationen für Entscheidungen über dessen Rolle in nachhaltigen Energiesystemen liefern und damit die Grundlage für die Erreichung der Ziele des Projektes darstellen.
Der Kooperationspartner erstellt regelmäßig Bewertungsgutachten in denen der Wert eines Unternehmens festgestellt wird. Verwendet man dabei eine DCF-Methode, ist es notwendig einen Diskontierungszinssatz zu ermitteln. Für die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes wird auf das CAPM zurückgegriffen. Die Ermittlung des Eigenkapitalzinssatzes folgt der Annahme des CAPM, dass Investor*innen ihr Kapital anstelle des Unternehmens in ein Alternativinvestment investieren. Dieses ist gemäß den Prämissen der Portfoliotheorie von Markowitz bzw. des CAPM ein möglichst breiter Aktienindex. In der Literatur herrscht Uneinigkeit darüber, ob das Alternativinvestment durch einen nationalen, europäischen oder weltweiten Index repräsentiert werden soll. Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, welcher Index für den vorliegenden Fall heranzuziehen ist, und zeigt die Relevanz bzw. Auswirkung der Indexwahl auf den Unternehmenswert. Innerhalb dieser Arbeit wurden Kriterien für die Indexwahl entwickelt. Diese Kriterien sind die Diversifikation, die Rendite, die Volatilität und das Risiko-Rendite-Verhältnis. Als mögliche Referenzindizes wurden 4 Indizes herangezogen: Der ATX als nationaler Index, der EURO STOXX als europäischer Index mit Titeln, die ausschließlich in Euro notieren, der STOXX EUROPE 600 als gesamteuropäischer Index und der MSCI World als weltweiter Index. Es zeigte sich, dass der MSCI World nicht nur jener Index mit der höchsten Diversifikation ist, sondern auch jener Index mit der höchsten Rendite bei gleichzeitig dem geringsten Risiko ist. Die Heranziehung des ATX als Referenzindex führte im vorliegenden Fall zu einem niedrigeren Diskontierungszinssatz. Das ist zurückzuführen auf die geringere Marktrendite und den geringeren Betafaktor. Bei Heranziehung des MSCI World ist der Unternehmenswert um 40 % geringer als beim ATX. Die Heranziehung des ATX als Referenzindex führt zur Gefahr einer Überbewertung des Unternehmens. Da der MSCI World in allen Kriterien die besten Werte aufweist, wurde die Empfehlung ausgesprochen den MSCI World als Referenzindex heranzuziehen. Für die Beurteilung der Fragestellung wurde in dieser Arbeit zuerst eine Literaturrecherche als Methode verwendet. Im weiteren Verlauf wurden statistische Methoden zur Kennzahlenberech-nung als Methode verwendet. Für die Bewertung wurde die WACC-Methode verwendet. Die Frage, welcher Referenzindex für Unternehmensbewertungen herangezogen werden sollte, ist sehr aktuell. Es ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft viele Experten sich in Zeitschriften zu diesem Thema äußern werden. Aufgrund der enormen Auswirkung der Wahl des geeigneten Referenzindex ist anzunehmen, dass diese Entscheidung von Bewerter*innen in Zukunft mit sehr viel Bedacht getroffen wird.
Entwicklung und Evaluierung eines intelligenten Edge-Routers auf Basis eines Einplatinencomputers
(2026)
Diese Masterarbeit dokumentiert die Entwicklung eines intelligenten Multi-WAN-Routers auf Basis eines Einplatinencomputers. Ziel ist die Realisierung eines Heimrouters, der mehrere Internetzugänge parallel nutzen und gleichzeitig zentrale Netzwerkdienste bereitstellen kann. Die Motivation liegt in der effizienteren Nutzung vorhandener Ressourcen sowie in der Steigerung von Datendurchsatz und Ausfallsicherheit durch die Kombination verschiedener Internetverbindungen. Im praktischen Teil werden geeignete Hard- und Softwarekomponenten ausgewählt. Als Hardware kommt ein Banana Pi R4 zum Einsatz, auf dem mit dem Betriebssystem OpenWrt ein Load-Balancing über drei Internetzugänge unterschiedlicher Medientypen konfiguriert wurde. Zur Verbesserung der Verteilungsqualität wird im weiteren Verlauf auf OpenMPTCProuter umgestellt, dass eine paketgenaue Lastverteilung ermöglicht. Anschließend wird das System um zusätzliche Netzwerkfunktionen erweitert, darunter VLAN-, VPN-, DMZ und NAS-Funktionalitäten. Durch den Einsatz von OpenMPTCProuter konnte eine Bündelung der Internetzugänge mit einer Effizienz von über 90 % erreicht werden. Abschließend erfolgt eine Bewertung des entwickelten Systems sowie ein Vergleich mit marktüblichen Alternativen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Eigenentwicklung zwar einen hohen Zeitaufwand erfordert, jedoch eine präzise Anpassung an individuelle Anforderungen ermöglicht. Zudem erlaubt die hohe Vielfalt der verfügbaren Schnittstellen, unterschiedliche Zugangstechnologien zu kombinieren und das Heimnetzwerk um zusätzliche Funktionen zu erweitern, ohne das Netzwerk groß umzubauen.
Die autonome Robotik in der Forsttechnik stellt aufgrund des unwegsamen Terrains und der dynamischen Umweltbedingungen hohe Anforderungen an die eingesetzten Sensoren. Standardmethoden wie Light Detection and Ranging (LiDAR), Kameras oder Ultraschallsensoren stoßen insbesondere bei dichtem Unterbewuchs an ihre Grenzen, da diese Hindernisse oft schwer zu detektieren sind. Eine zuverlässige Navigation unter diesen Bedingungen erfordert daher alternative Sensoransätze, die robust und kosteneffizient sind. In dieser Arbeit soll ein kraftsensitives Stoßstangensystem für den mobilen Roboter AgileX Scout entwickelt und getestet werden. Dieses Stoßstangensystem dient als taktiler Sensor, der durch Widerstandsmessung erkennt, ob der Roboter sicher weiterfahren kann oder seine Route anpassen muss. Das entwickelte System soll langfristig ein Bestandteil einer umfassenden autonomen Lösung für die Forstinventur sein. Ein zentrales Ziel ist es, mit dem entwickelten System ein Teilgebiet des Lehrforsts der BOKU autonom zu scannen und daraus einen digitalen Zwilling des Waldstücks zu erstellen. Dabei soll untersucht werden, wie effektiv die kraftsensorbasierte Navigation zur Erfassung forstlicher Bestandsdaten eingesetzt werden kann. Diese Masterarbeit liefert ein funktionsfähiges Konzept für ein kraftsensitives Stoßstangensystem, das eine robuste Navigation autonomer Forstroboter in schwierigem Gelände ermöglicht. Durch die Umsetzung im Lehrforst der BOKU soll gezeigt werden, dass sich die entwickelte Technologie zur autonomen Erfassung von Forststrukturen eignet. Die Forschungsergebnisse sollen die Grundlage für weiterführende Studien zur taktilen Wahrnehmung in der Forstrobotik schaffen und neue Ansätze für kosteneffiziente Sensorik in unstrukturierten Umgebungen liefern.
Laufroboter gewinnen in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen zunehmend an Relevanz. Dabei hängt ihre Einsatzfähigkeit maßgeblich von der Stabilität und Anpassungsfähigkeit ihrer Gangarten ab. Herkömmliche Regelungsstrategien sind jedoch nur begrenzt anpassungsfähig und stoßen in realen Umgebungen rasch an ihre Grenzen. Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines Simulationsmodells für einen Laufroboter. Dieses Modell soll die Bewegungsabläufe, Kraftwirkungen und Dynamik des Roboters realitätsnah abbilden. Mithilfe dieses Modells soll ein selbstlernender Regler trainiert werden, der die Beinbewegung des Roboters steuert. Dazu wird zunächst ein Teilmodell eines einzelnen Beins erstellt, um ein Gangmuster zu generieren. Daraufhin wird die Gangart des Modells mit einer klassisch berechneten Bewegungsbahn verglichen. Die Bewertung anhand der Bewegungsbahnen des Fußes zeigt, dass der Regler ohne vorgegebenes Gangschema realitätsnahe Bewegungen erzeugen, und auf veränderte Bedingungen eingehen kann. Dies bildet die Grundlage für die Übertragung und Erweiterung des Modells auf echte Laufroboter, die sowohl kommerziell als auch für Bildungs- und Forschungszwecke genutzt werden können.
Diese Masterarbeit behandelt die Modernisierung bestehender Plasmabrennschneidanlagen durch die Entwicklung eines leichteren Portalrahmens zur Steigerung der Leistungsfähigkeit. Viele dieser Anlagen sind seit Jahren im Einsatz und aufgrund ihrer hohen Eigenmasse in Beschleunigung und Schneidgeschwindigkeit begrenzt, was zu erhöhten Prozesszeiten und Betriebskosten führt. Ziel ist es, die Effizienz der Anlage durch eine Reduktion der bewegten Masse und damit eine höhere Beschleunigungsfähigkeit zu erreichen. Dazu werden verschiedene Materialvarianten – Stahl, Aluminium und kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff – hinsichtlich Steifigkeit, Gewicht, Herstellkosten und Umsetzbarkeit verglichen. Auf Basis dieser Bewertung wurde ein Prototyp aus Stahl gefertigt und experimentell untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Erhöhung der Beschleunigung von 4,9 m/s2 (0,5 G) auf 29,43 m/s2 (3 G) die Prozesszeiten deutlich reduziert. Der wirtschaftliche Nutzen hängt jedoch stark vom Schneidverfahren und der Anlagenauslastung ab. Während beim Plasmaschneiden nur geringe Einsparungen erzielt werden, zeigen Laserschneidanlagen ein höheres Potenzial, Grund dafür sind die deutlich höheren Schnittgeschwindigkeiten bei geringen Blechstärken. Insgesamt bestätigt die Arbeit, dass eine gezielte Gewichtsreduktion die Dynamik und Effizienz bestehender Systeme signifikant verbessert und eine Grundlage für die Weiterentwicklung moderner Portalstrukturen bildet.
Die Intralogistik in einem innerbetrieblichen Warenlager besteht aus vielen unterschiedlichen, komplexen Prozessen, welche aufeinander abgestimmt werden müssen, um eine rasche und effiziente Bereitstellung der zugrundeliegenden Aufträge zu gewährleisten. Dafür müssen Kennzahlen in einem Warenlager kontinuierlich überwacht, gesteuert sowie gegebenenfalls an neue Anforderungen und Abläufe angepasst werden, um den Wettbewerbsvorteil am Markt sicherzustellen. Hierfür ist vor allem auch die eingesetzte Software verantwortlich, die den Material- sowie Informationsfluss in einem Warenlager steuert. Auch essenzielle Geschäftsprozesse werden in dieser Software abgebildet. Im stetigen Wandel von neuen Anforderungen, Einflüssen sowie einer kontinuierlichen Anpassung der Software verliert diese jedoch im Laufe der Zeit an Effektivität und an Effizienz. Diese Aspekte stehen in direktem Zusammenhang zur Alterung der bestehenden Softwaresysteme, die für viele Logistikinhaber eine große Herausforderung darstellen. Diese Problematik wirkt sich auf die Wartbarkeit, Erweiterbarkeit aber auch auf die Ausfallsicherheit aus. Schließlich kann daher ein funktionsfähiges Warenlager nicht mehr garantiert werden, wodurch auch die dort anfallenden Kosten kontinuierlich steigen. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Entscheidung im Hinblick auf eine Modernisierung unabkömmlich. Für eine Modernisierung der innerbetrieblichen Steuerungssoftware sind heute jedoch unterschiedliche Ansätze denkbar. Welcher davon im Hinblick auf betriebswirtschaftliche sowie logistische Kennzahlen am besten geeignet ist, soll im Zuge dieser Masterarbeit erörtert werden.
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Analyse der kritischsten Komponente einer Baugruppe, die für den Betrieb der Anlagen des Unternehmens EVG unverzichtbar ist. Anhand dieser Untersuchung sollen Indikatoren für die Implementierung einer präventiv vorausschauenden Instandhaltungsstrategie ermittelt werden. Der Schwerpunkt liegt einerseits in der Auswahl geeigneter Hardware und andererseits in der Datenanalyse und Anomalieerkennung der erfassten Messdaten. An einer Anlage des Unternehmens EVG wird ein Versuchsaufbau realisiert, um diese Messdaten auf Basis definierter Fahrtmodelle zu erheben und mithilfe statistischer und physikalischer Berechnungen zu untersuchen. Diese Analyse ermöglicht es, jene Indikatoren zu identifizieren, die für die Kategorisierung und Auslösung spezifischer Instandhaltungsmaßnahmen maßgeblich sind. Auf dieser Grundlage können die entsprechenden Tätigkeiten gezielt und vorrausschauend geplant werden, was die Effizienz und Terminbarkeit der In-standhaltungsmaßnahmen verbessern.
Speicherprogrammierbare Steuerung und Sicherheitstechnik für Industrieöfen in der Stahlindustrie
(2026)
Insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Ausrichtung moderner Produktionsumgebungen auf Industrie 4.0, intelligente Systemintegration und durchgängige Vernetzung erfordern industrielle Kammeröfen hochzuverlässige und sichere Automatisierungslösungen. Viele bestehende Anlagenverfügen jedoch nicht über skalierbare Steuerungskonzepte, die eine fortschrittliche Brennersteuerung, dezentrale Kommunikation sowie validierte funktionale Sicherheit unterstützen. Diese Arbeit adressiert diese Lücke durch die Entwicklung einer umfassenden Steuerungs- und Sicherheitsarchitektur für ein industrielles Kammerofensystem auf Basis der Siemens SIMATIC SPS-Technologie.Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein bestehendes Kammerofen-Automatisierungssystem, das seit 2018zuverlässig betrieben wird, detailliert analysiert. Die dabei gewonnenen Betriebserfahrungen bilden die Grundlage für die Konzeption und Implementierung eines erweiterten, SPS-basierten Automatisierungskonzepts für einen zweiten Kammerofen. Dessen Inbetriebnahme ist für Anfang desnächsten Jahres vorgesehen. Die Systemarchitektur beider Öfen umfasst SPS-CPUs, dezentrale Peripheriemodule und eine Brennersteuerungseinheit sowie weitere Komponenten. Diese sind über die industriellen Kommunikationsprotokolle PROFINET und PROFIBUS miteinander vernetzt. Das Automatisierungskonzept beinhaltet fortgeschrittene Regelungsstrategien, darunter Verbrennungsluftdruck Regelung, Rekuperatoren Regelung und Ofentemperatur Regelung für insgesamt 25 Brenner. Ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Entwicklung eines Sicherheitskonzepts für den Ofen. Dieses deckt kritische Betriebsphasen wie Vorspülung, Dichtheitsprüfung und Ofen-start gemäß EN 746-2ab. Die Sicherheitsfunktionen wurden unter Verwendung unternehmensinterner SIL-Berechnungen entworfen und validiert, die den relevanten Normen entsprechen Diese Berechnungen wurden abschließend vom TÜV sowie vom Auftraggeber formell freigegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass das vorgeschlagene SPS-basierte Konzept die Betriebssicherheit, die Diagnostikfähigkeit sowie die Normenkonformität erheblich verbessert und eine robuste, zukunftsfähige und mit Industrie 4.0 kompatible Automatisierungslösung für moderne Kammerofensysteme bereitstellt.
Die gesetzliche Einführung von Energiegemeinschaften in Österreich im Jahr 2021 hat neue Möglichkeiten für die gemeinschaftliche Nutzung von Strom und Wärme geschaffen. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und der globalen Klimakrise gewinnt die Integration erneuerbarer Energien in Energiegemeinschaften zunehmend an Bedeutung. Dennoch stellt die effiziente Steuerung und Verteilung lokal erzeugter Energie eine zentrale Herausforderung dar, insbesondere wenn individuelle Verbrauchsprofile und gemeinschaftliche Optimierungsziele berücksichtigt werden müssen. Die vorliegende Arbeit widmet sich der Entwicklung eines intelligenten, prädiktiven Lastmanagementsystems, das die Energieflüsse innerhalb einer Energiegemeinschaft optimiert. Hierbei sollen Prognosedaten wie Wetter- und Sonnenprognosen sowie Verbrauchsinformationen genutzt werden, um den Energiebedarf und die Verteilung vorausschauend zu steuern. Ziel ist es, die Eigenverbrauchsquote zu maximieren, die Energiekosten zu senken und überschüssige Energie effizient innerhalb der Gemeinschaft bereitzustellen. Der angestrebte Soll-Zustand umfasst ein dezentrales, vernetztes System, das sowohl individuelle als auch gemeinschaftliche Optimierungsziele berücksichtigt und damit einen Beitrag zur nachhaltigen und wirtschaftlichen Nutzung erneuerbarer Energien leistet.
Nach wie vor verzeichnet die E-Mobilität einen stark ansteigenden Marktanteil in Europa, sowie im Rest der Welt. Um einen sicheren Umgang mit dieser Technologie gewährleisten zu können, ist es notwendig sich mit sämtlichen Sicherheitsaspekten der E-Mobilität auseinander zu setzen. Wesentlich dabei ist jene Komponente, die den Energieinhalt für den Elektroantrieb und andere Verbraucher bereitstellt, nämlich die Hochvoltbatterie, welche auch als Traktionsbatterie bezeichnet wird. Gerade diese Komponente stellt aufgrund des hohen Energieinhalts eines der größten, wenn nicht das größte Gefahrenpotential der Elektromobilität dar. Um einen speziellen Fehlerfall, nämlich das Kurzschlussverhalten einer Hochvoltbatterie besser analysieren zu können und schon in der Entwicklungsphase sämtliche Sicherheitsmechanismen zu optimieren bzw. zu validieren, hat die hier vorliegende Masterarbeit die Zielsetzung, einen sich beim Unternehmen Green Testing Lab befindlichen Kurzschlussprüfstand technologisch zu optimieren, weiterzuentwickeln und diesen in einer Simulation abzubilden. Dieser Kurzschlussprüfstand dient dazu, um in einer für den Menschen sicheren Umgebung gezielt Kurzschlüsse an Hochvoltbatterien herbeizuführen und die Zuverlässigkeit von darin enthaltenen Sicherungselementen zu erproben. Dazu soll eine geeignete Möglichkeit gefunden werden, um Kurzschlussströme sicher schalten und mit hoher Abtastrate im MHz-Bereich sinnvoll und korrekt erfassen zu können. Ein weiteres wesentliches Ziel ist es, eine Simulation des gesamten Testaufbaus inklusive der zu prüfenden Batterie zu entwickeln, welche es ermöglichen soll bei zukünftigen Tests das Auslöseverhalten bereits im Vorhinein besser abschätzen und somit das Gesamtverhalten besser bewerten zu können. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen zu einer effizienteren Validierung von Batteriesystemen beitragen.
Die manuelle Handhabung großformatiger Chip-Packages (60 mm x 60 mm) bei Infineon verursacht Stillstandszeiten von bis zu 54 Minuten je Los (300 Stück) und bindet Laborpersonal in repetitiven Aufgaben. Unter strengen Restriktionen (Budget ≤ 15 000 €, Portalhöhe 140 mm, Footprint 900 mm x 1 100 mm) fehlt bislang eine systematische Auswahlmethodik. Diese Arbeit kombiniert morphologische Analyse und Cross-Consistency Assessment und verdichtet 3 888 theoretische Konfigurationen zu vier tragfähigen Grundkonzepten. Simple Additive Weighting identifiziert ein Multi-Magazin-Liftsystem als bestbewertete Lösung. Die Validierung erfolgt über einen Lean-Digital-Twin in einer Software-in-the-Loop-Umgebung (CODESYS, Machines Simulator Suite, OPC-UA-Kopplung) mit 13 Testfällen über 90 Minuten. Die CAD-Kollisionsprüfung weist keine geometrischen Kollisionen im CAD-Modell (0 mm³) auf. Die Ergebnisse zeigen, dass die Positioniergenauigkeit sicher eingehalten wird (0,2 mm bei geforderten 0,4 mm). Die Lösung ist innerhalb des Budgetrahmens realisierbar und erfordert lediglich rund 51 % der Budgetobergrenze von 15 000 €. Zudem reduziert sie manuelle, repetitive Tätigkeiten sowie losbedingte Stillstandsanteile. Die daraus resultierenden monetären Einsparungen fallen aufgrund des betrachteten Mengengerüsts moderat aus und führen zu einer mehrjährigen Amortisation. Der zentrale Beitrag der Arbeit ist eine übertragbare Methodik zur systematischen Konzeptauswahl für ressourcenrestriktive Laborautomatisierung in der Halbleiterindustrie. Limitationen ergeben sich aus der Datenbasis: Die Legezeit basiert auf einer Pilotmessung im Labor, und Shopfloor-Einflüsse wurden über konservative Zuschlagsfaktoren modelliert, jedoch nicht feldvalidiert.
Zwischen Werten und Wirkung
(2025)
Die Coaching-Beziehung gilt als einer der zentralen Erfolgsfaktoren im Coaching. Gleichzeitig gewinnt die Bedeutung von Werten im Coaching-Prozess zunehmend an Aufmerksamkeit. Wie sich Wertedynamiken konkret auf die Beziehung zwischen Coach und Coachee auswirken, ist jedoch bislang kaum erforscht. Die vorliegende Masterarbeit widmet sich daher der Forschungsfrage: „Wie wirken sich Wertedynamiken zwischen Coach und Coachee auf die Coaching-Beziehung aus? “Auf Basis einer Literaturrecherche wurde ein theoretischer Rahmen entwickelt, der die Wertetheorie nach Schwartz, das Konzept der Working Alliance nach Bordin sowie das Modell der kritischen Momente nach De Haan integriert. Diese Perspektiven wurden in einem Sensitizing Concept zusammengeführt, das als analytischer Bezugsrahmen für die empirische Untersuchung diente. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden zehn semi-strukturierte Interviews mit sechs Coaches und vier Coachees geführt und nach der Grounded-Theory-Methodologie ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Vertrauen als zentraler Vermittlungsmechanismus fungiert, über den sich Wertedynamiken auf die Beziehungsqualität auswirken. Es wurden drei charakteristische Verlaufsmuster identifiziert: Bei ähnlichen Werteorientierungen entsteht Vertrauen schnell und stabilisiert die Beziehung. Bei Wertedifferenzen, die professionell bearbeitet werden, kann sich Vertrauen sogar vertiefen. Bei grundlegenden Wertekonflikten hingegen entsteht nicht die erforderliche Vertrauensgrundlage, was zu Abbrüchen führen kann. Diese Erkenntnisse wurden in einem theoretischen Modell zusammengeführt, das die Wirkungsbeziehungen zwischen Werten, Vertrauen und Coaching-Beziehungen abbildet und das ursprüngliche Sensitizing Concept erweitert.
In produzierenden Unternehmen gehören Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP-System) und Computer-Aided-Design-Systeme (CAD-Systeme) zu den unverzichtbaren Bestandteilen des digitalen Produktentstehungsprozesses. CAD-Systeme dienen zur Konstruktion und Entwicklung neuer Produkte, während ERP-Systeme das Management von Ressourcen, die für die Produktion dieses Produktes benötigt werden, übernehmen. Um ein Produkt fertigen zu können, wird es im CAD-System modelliert und anschließend im ERP-System als ERP-Artikel angelegt. Der ERP-Artikel enthält die zentralen Artikelstammdaten wie Abmessungen, Materialien und Fertigungslisten des Produktes. Gerade in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) erfolgt die Übergabe der Artikelstammdaten zwischen CAD- und ERP-System immer noch manuell, was den Entwicklungsprozess verlangsamt und die Fehleranfälligkeit beim Erstellen eines ERP-Artikels erhöht. Ziel dieser Arbeit ist daher die Entwicklung einer Schnittstelle zwischen dem CAD-System Solid Edge und dem ERP-System Abas ERP, die als anwendungsspezifische Erweiterung (Add-in) direkt in Solid Edge integriert wird. Grundlage hierfür ist die Nutzung der Solid-Edge-Application-Programming-Interface (API), über die Modellinformationen automatisiert ausgelesen und für die Erstellung von ERP-Artikeln aufbereitet werden. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass eine automatisierte CAD/ERP-Integration die Produktentstehungsphase deutlich verkürzt und die Datenqualität verbessert. Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass das CAD-System über die API flexibel und unternehmensspezifisch erweitert werden kann.
In der Automatisierungstechnik spielen Akkumulatoren eine zentrale Rolle. Sowohl im industriellen Umfeld als auch bei dem Einsatz von batteriebetriebenen Anwendungen, wie etwa Messgeräten oder kabellosen Endgeräten. Verstärkt kommen hierbei Lithium-Eisenphosphat-Akkumulatoren (LiFePO₄) zum Einsatz, die sich durch Langlebigkeit, Zyklenfestigkeit und Temperaturunabhängigkeit auszeichnen. Um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb zu ermöglichen, müssen besonders korrektes Laden und Entladen, geeignete Betriebstemperaturen und die Auswirkungen der Alterung auf das Ladeverhalten evaluiert werden. Mit Hilfe von Simulationen können diese Aspekte im Detail untersucht werden, ohne reale Zellen zu benötigen. Dadurch wird eine Effizienzsteigerung, eine Optimierung der Betriebsbedingungen und eine Prognose über zukünftiges Verhalten ermöglicht. Ziel dieser Arbeit ist ein tieferes Verständnis von LiFePO₄-Akkumulatoren. Dafür werden zu Beginn die physikalischen und chemischen Grundlagen beleuchtet. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Lade- und Entladeverhalten, der Alterung der Zelle sowie der Rolle der Temperatur während des Ladevorgangs. Darüber hinaus werden wirtschaftliche Aspekte und verschiedene Optionen der Akkumulator Simulation vorgestellt. Mit Hilfe der Programmiersprache Python werden anschließend unterschiedliche Szenarien modelliert und analysiert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Lade- und Entladeverhalten, das mit Messergebnissen an einem realen LiFePO₄-Akkumulator verglichen wird. Zudem wird der Einfluss von verschiedenen Temperaturen und unterschiedlichen Ladezyklenanzahlen mit Hilfe verschiedener Modelle untersucht. Die Ergebnisse werden bewertet, einschließlich Verbesserungsmöglichkeiten, Aussagekraft und Grenzen. Abschließend wird ein Ausblick auf künftige Simulationsmöglichkeiten gegeben, stets mit einem Schwerpunkt auf Akkumulatoren im industriellen Umfeld.
The growing adoption of photovoltaic (PV) systems and battery storage in residential areas presents new challenges in optimizing household energy management. Traditional systems often fail to efficiently coordinate energy flow among PV generation, battery storage, and consumption, especially under variable weather and fluctuating demand. This research aims to develop a simulation-based energy management system that maximizes self-consumption of renewable energy through intelligent control algorithms and smart scheduling. The project includes the creation of a configurable simulation framework to test various system parameters, device configurations, and weather conditions. Key objectives include optimizing energy distribution, scheduling high-power loads, and producing data-driven reports to evaluate system performance over defined timeframes. The theoretical framework explores energy modelling, weather impact, optimization strategies, and the role of model-based engineering. The practical component validates the system using real weather data, simulates household consumption patterns, and benchmarks algorithm performance. This work contributes to the advancement of smart energy systems by offering a scalable solution for increasing renewable energy self-consumption in private households.
Die vorliegende Masterarbeit widmet sich der Modellierung und Optimierung eines intelligenten Energiesystems. Das Energiesystem besteht aus einem Einfamilienhaus, einer Photovoltaikanlage, einem Batteriespeicher und einem Elektrofahrzeug. Die Analyse dieser Komponenten führt zu einer Vielzahl von Daten aus unterschiedlichen Quellen. Ziel ist es, diese umfassende Datenbasis mithilfe eines KI-basierten Regelungssystems zu verarbeiten und so die Energieflüsse optimal an die jeweiligen Betriebsbedingungen anzupassen. Im theoretischen Teil werden dazu zunächst die Ausgangslage, die technologischen Rahmenbedingungen und die Herausforderungen der Energieversorgung untersucht. Im weiteren Verlauf werden die wesentlichen Systemkomponenten, darunter Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher detailliert betrachtet und auch Lastprofile sowie Konzepte des Energiemanagements vorgestellt, um deren Funktionsweise und Abhängigkeiten zu analysieren. Danach werden die Modellierung des Energiebedarfs, die Anforderungen an ein Simulationsmodell sowie verschiedene Optimierungsansätze, von klassischen Regelungstechniken bis hin zu KI-basierten Verfahren behandelt. Auf diese Weise werden jeweils praktikable Vorgehensweisen und Lösungen für die Umsetzung ermittelt. Im praktischen Teil liegt der Fokus auf der Entwicklung eines Simulationsmodells, das die einzelnen Komponenten´realitätsgetreu abbildet und zu einem Gesamtsystem zusammenführt. Ein ebenso wichtiger Bestandteil ist die Umsetzung einer Regelung auf Basis von Reinforcement Learning. Die Simulationsergebnisse zeigen, dass das auf künstlicher Intelligenz basierende System flexibel auf wechselnde Bedingungen reagieren und den Energiefluss im Haushalt effizient koordinieren kann.
Die Zeiterfassung ist bei vielen Unternehmen, vor allem bei jenen in der Branche der Dienstleister und im speziellen bei Beratungshäusern ein essenzieller Bestandteil des Alltags von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Sinne der Transparenz gegenüber der Kundinnen und Kunden können diese erfassten Zeiteinträge im Zuge der Projektabrechnung in Rechnung gestellt werden. Neben dieser externen Offenheit werden die erfassten Zeiten auch intern genutzt, um so beispielsweise dem Projektcontrolling und der Budgetierung zu dienen. Zusätzlich sind Personen daran interessiert, sich selbst hingehend auf ihre Zeiterfassung zu optimieren. Diese Aspekte erfordern von den Angestellten ein hohes Niveau an Genauigkeit und Detailgrad, sowie eine zeitnahe Erfassung ebendieser geleisteten Zeiten. In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, welche Mittel aus dem Bereich der Software und künstlichen Intelligenz genutzt werden können, um den Personen diese alltägliche Aufgabe einfacher zu gestalten. Bei einer Literaturrecherche werden die theoretischen Aspekte rund um künstliche Intelligenz und Zeiterfassung im Kontext von Unternehmen beleuchtet. Zur praktischen Überprüfung werden persönliche Aufzeichnungen von sieben Personen, die in einem solchen Dienstleistungsunternehmen angestellt sind, ausgewertet und die Ergebnisse der Untersuchung auf deren Nutzen anhand von Interviews evaluiert. Die Resultate zeigen, dass eine teilweise Automatisierung der Zeiterfassung sowohl gewünscht wird, als auch realisierbar ist, sofern die Arbeitsaufgaben am Computer erledigt werden und dazu entsprechend viele Daten im Hintergrund gesammelt werden.
Einsatz künstlicher Intelligenz zur Echtzeit-Erkennung von Denial of Service-Angriffen in Netzwerken
(2026)
Eine steigende Anzahl kleiner und mittlerer Unternehmen (KMUs)ist von Cyberangriffen bedroht. Die Erkennung solcher Angriffe im Netzwerkverkehr bleibt eine Herausforderung, insbesondere in Umgebungen mit begrenzten Ressourcen. In dieser Masterarbeit wird ein KI-basiertes System zur Erkennung von Cyberangriffen, insbesondere von DoS-Angriffen, vorgeschlagen. Dazu wird ein neuronales Netz mit Open-Source-Daten wie CICIDS2017 sowie selbst erzeugten Daten trainiert und angewendet, um Anomalien im Netzwerkverkehr zu identifizieren, die auf potenzielle Cyberangriffe hindeuten könnten. Das KI-Modell wird mittels der Reinforcement-Learning-Methode trainiert. Das experimentelle Design priorisiert die Umsetzbarkeit mit begrenzten technischen Ressourcen, sodass die Setups ohne industrielle Infrastruktur implementiert werden können. Es werden drei experimentelle Setups implementiert, um die Effektivität des KI-Modells zu testen. Das erste Experiment verwendet eine softwarebasierte Simulation, die synthetischen Netzwerkverkehr erzeugt. Ein proxybasiertes Setup erstellt einen virtuellen Server, Client, Analysator und Requester. Hieraus resultiert eine Simulationsumgebung, welche auf Standard-Consumer-Hardware replizierbar ist und sich zum Testen der Anomalie-Erkennungs-fähigkeiten des neuronalen Netzes eignet. Im zweiten Experiment wird ein hardwarebasierter Ansatz mit drei Laptops durchgeführt: Einer fungiert als Server, der ein herunterladbares PDF hostet, ein anderer simuliert Client-Verkehr einschließlich DoS-Verhalten durch Generierung hochfrequenter Anfragen und der dritte erfasst und analysiert den Verkehr mithilfe des KI-Modells.Im dritten Experiment wird dieses Setup durch Variation der angefragten Webseiten erweitert, wodurch vielfältigere Verkehrsmuster und komplexere Szenarien für das neuronale Netz entstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich ein KI-gestütztes Anomalie-Erkennungssystem mit Standard-Consumer-Hardware entwickeln lässt. Die vorliegende Arbeit untersucht die Limitationen und das Potenzial dieser Methode und bietet KMUs, die die Implementierung unabhängiger, KI-gestützter Angriffserkennungssysteme anstreben, eine fundierte Grundlage.
In der vorliegenden Arbeit wird der Einsatz von erklärbarer künstlicher Intelligenz (XAI) zur Unterstützung von Predictive-Quality-Anwendungen in industriellen Prozessen untersucht. Ziel ist es, Qualitätsabweichungen frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig die Entscheidungsprozesse der KI für Nutzer*innen nachvollziehbar zu gestalten. Es werden sowohl die Potenziale als auch die Herausforderungen beim Einsatz von XAI im Produktionsumfeld beleuchtet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Integration von Erklärbarkeitsmethoden, die es ermöglichen, die Vorhersagen der KI-Modelle transparent darzustellen und das Vertrauen der Nutzer*innen in die Systeme zu stärken. Dazu wird ein XAI-Analytics-Board entwickelt, das eine benutzerfreundliche Visualisierung der KI-Ergebnisse sowie der zugrunde liegenden Erklärungen bietet. Die Arbeit behandelt dabei Aspekte wie eine intuitive Bedienoberfläche, responsives Design und die effiziente Datenhaltung zur Sicherstellung der Skalierbarkeit und Performance des Systems. Durch den Einsatz von erklärbarer künstlicher Intelligenz in Predictive-Quality-Anwendungen kann die Qualitätssicherung in der Produktion verbessert werden. Gleichzeitig bietet das XAI-Analytics-Board den Nutzer*innen eine verständliche und praxisnahe Möglichkeit, die KI-gestützten Vorhersagen und deren Erklärungen gezielt für Entscheidungsprozesse zu nutzen.
Knowledge management has already been discussed in business literature for several decades, but there are still only a few organizations, which manage their most valuable asset accordingly. The internet is full of pitfalls and mistakes regarding knowledge management initiatives, due to a strong emphasis on IT based knowledge management systems. Especially when acting in today’s dynamic business environment and whenever operating globally, the need for knowledge sharing based on IT tools rises, as personalization approaches can no longer be applied successfully in organizations of a certain scale. Since knowledge management as a basic discipline is essential for an organization to be successful in the global market, this thesis aims to find out, which factors must be considered to successfully implement and run an IT based knowledge base. It should also show additional benefits on how the knowledge base can create a further advantage for an organization by triggering innovation potentials. Therefore, a broad literature review on knowledge management and innovation was conducted to point out influencing factors for a successful implementation and a beneficial use of an IT based knowledge base. Furthermore, an overview of types of innovation and best practices examples is provided, where knowledge bases are already acting as a trigger for innovation. Subsequently a knowledge base is conceptualized for the business case of an internationally operating intralogistics software provider, which is checked for applicability by experts in several interviews. The focus hereby is not only on the increase of efficiency concerning operations, but the identification of innovation potential derived directly from the knowledge base. By describing a collaborative platform for the organization, the weakest link in knowledge management, namely the link between IT tools and employees should be improved. The introduction of an overarching knowledge base will trigger a cultural change within the company thus confirming the research results, which illustrate a wide variety of organizational framework conditions to guarantee the success of such a knowledge platform. Therefore, the recommended actions state that the support by the top management team has to be ensured and that prior to the implementation the organizational definitions and decisions need to be recorded and communicated clearly to all the persons concerned. The lack of such organizational framework conditions inevitably results in a failure of the tool itself. If, on the contrary, these organizational framework conditions are addressed correctly, the knowledgebase can generate an immeasurable value for the company, which will lead to the long-term success of the organization.
Um den Wettbewerbsvorteil eines technologischen Unternehmens nachhaltig zu steigern bzw. zu schützen ist es essentiell, über technologische Entwicklungen im Bilde zu sein um auf diese frühzeitig reagieren zu können. Aus dieser Motivation heraus werden für die TDK Electronics Group entsprechende Maßnahmen gesetzt, um diesen Wettbewerbsvorteil weiterhin zu verstärken. Die TDK Electronics Group agiert international im schnelllebigen Bereich der elektronischen Bauteile und Systeme. Der Bedarf sowie die Anforderungen an diese Art von Produkten steigen stetig und werden besonders stark von technologischen Entwicklungen geprägt. Dadurch ist die rechtzeitige Identizierung und Interpretation von technologischen Diskontinuitäten essentiell, um keine Zeit in Vergleich zu Wettbewerbern zu verlieren. Ein Technologiefrüherkennungsprozess soll helfen, frühzeitig auf neue Technologien aufmerksam zu werden, um die Chancen dieser nutzen zu können sowie die Gefahr von Wettbewerbern überholt zu werden zu minimieren. Der Technologiefrüherkennungsprozess besteht aus einem Prozessmodell, das mit ausgewählten Methoden ausgestattet ist, um die Anforderungen des Unternehmens bestmöglich erreichen zu können. Dieser Prozess soll helfen, eine negative Erfolgsniveau-Risikobereitschafts-Korrelation innerhalb des Unternehmens zu vermeiden sowie einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu sichern.
Strategische Initiativen und -Projekte sind von zentraler Bedeutung für den langfristigen Erfolg der Unternehmen. Insbesondere im Hinblick auf die Bedeutung für die unternehmerische Überlebensfähigkeit ist es daher unerlässlich, diese auf deren Wirksamkeit und Durchführbarkeit zu bewerten. Ein klarer strategischer Fokus als auch die strategiebasierte Auswahl, Koordination und Priorisierung strategischer Projekte und Initiativen, die die langfristige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zum Ziel haben, stellen sicher, dass die entsprechenden unternehmerischen Ressourcen effektiv und effizient eingesetzt werden und hierdurch das gesamte Potenzial des strategischen Vorhabens freigesetzt wird. Das Ziel der Masterarbeit ist es, operative Tools für die ANDRITZ AG vorzustellen, durch welche der Strategie-Fit von Lean- und Innovationsinitiativen effizient überprüft und diese innerhalb eines Lean Management-Innovation Management-Portfolios priorisiert werden können. Als Ergebnis der Arbeit wird ein geeignetes Framework von operativen Tools vorgestellt, das sich durch Effizienz und Praktikabilität auszeichnet und auf betriebsinterne strategische Projekte und -Initiativen anwendbar ist. Hierfür wird im Rahmen des Theorieteils ein theoriebasiertes Modell entwickelt und vorgestellt, das in weiterer Folge im Zuge des Praxisteils anhand von Experten Workshops auf die Spezifika der ANDRITZ AG modifiziert wird.
Due to the growing interest of consumers in activist topics and social responsibility, brands are increasingly incorporating these aspects into their strategies. Social media has become a crucial tool for spreading activist messages, yet little research has explored the role of sponsorship in this context. Therefore, this study investigates the impact of sponsorship on the effectiveness of environmental brand activism messages in user-generated content. A quantitative online survey was conducted, and data were analyzed using the Hayes’ PROCESS model. Additional insights were gained through an exploratory analysis. The findings reveal that perceived influencer authenticity mediates the relationship between influencer-cause fit and user engagement, but only in the context of sponsored user-generated content. This suggests that authenticity plays a key role in the effectiveness of sponsored brand activism campaigns. However, sponsorship disclosure does not moderate the relationship between the influencer-cause fit and perceived authenticity. With these findings, the study contributes to Congruence Theory and provides impulses for future research on Persuasion Knowledge Theory by highlighting the effects of sponsorship on engagement. Form a managerial perspective, the results emphasize the importance of carefully selecting cooperation partners to ensure a strong influencer causefit and enhance perceived authenticity. Future research should further emphasize the role of influencer authenticity and user engagement in sponsored environmental brand activism content.
Das Kaufverhalten im Einrichtungshandel hat sich durch den Einfluss des technischen Fortschritts in den letzten Jahren verändert. Kunden drängen vermehrt zu elektronisch unterstützten Einkaufshilfen, wie z. B. eines Webshops, zu mobilen Applikationen und digitalen Online-Einrichtungsplanern. Durch den Anstieg der Online-Einkäufe und der Umsatzverschiebung von stationär im Einrichtungshaus gekauften Produkten hin zum Online-Kanal, kommt es vermehrt zu Rücksendungen von Produkten. Diese Rücksendungen verursachen im Schnitt 15 Euro an Kosten und sind ertragschmälernd für die Händler. Nur jene Händler, die eine zufriedenstellende Abwicklung von Retouren aus der Sicht des Kunden anbieten können, werden zukünftig wettbewerbsfähig sein. Das Unternehmen IKEA Österreich, welches mit einem Multichannel-Vertriebssystem am Einrichtungsmarkt tätig ist, steht vor der Herausforderung diese Kundenerwartungshaltung im After-Sales Bereich des Online-Kanals zu erfüllen. Ziel der Masterarbeit ist die Konzeptionierung eines kundenorientierten Multichannel-Return-Management Konzepts. Durch ein effizientes und kundenorientiertes Retourenmanagement sollen Kosten eingespart und die Kundenzufriedenheit maximiert werden.Im theoretischen Teil werden zu Beginn Multichannel-Retailing-Systeme und deren Bedeutung im Möbelvertrieb vorgestellt. Anschließend werden retourenbezogene Kundenanforderungen sowie Prozesse, Entscheidungskriterien und Strategien des Retourenmanagements beschrieben. Teilbereiche, welches ein Multichannel-Return-Management Konzept beinhalten muss, werden abschließend im theoretischen Teil aufgezeigt. Eine Situationsanalyse, welche sich in eine interne, externe und Kundenanalyse gliedert, bildet gemeinsam mit dem theoretischen Teil die Basis für die praktische Konzeptionierung des Multichannel-Return-Management Konzepts für IKEA Österreich. Eine quantitative Primärmarktforschung im Zuge von telefonisch geführten Kundenbefragungen half bei der statistischen Ableitung von Einstellungen und Meinungen von IKEA E-Commerce-Kunden. Beginnend mit der Festlegung von Zielen und Strategien, über die Definition von Maßnahmebündeln, für die zuvor erarbeitete strategische Stoßrichtung, endet die Masterarbeit mit einer Priorisierung der Maßnahmen und dem erforderlichen Implementierungsbudget in einer Handlungsempfehlung für das Unternehmen IKEA Österreich.
Hintergrund: Durch seinen disruptiven Charakter prägt das Internet der Dinge (IoT) gesellschaftliche und ökonomische Rahmenbedingungen und findet seinen Einsatz in den verschiedensten Lebensbereichen. Auch das eigene Zuhause lässt sich durch IoT-basierte Anwendungen zu einem Smart Home umfunktionieren, welches seinen Bewohnerinnen und Bewohnern mehr Komfort, Sicherheit sowie eine nachhaltigere Lebensweise ermöglicht. Trotz der genannten Möglichkeiten, welches ein smartes Wohnkonzept eröffnet, hat der Smart Home-Markt noch nicht die gewünschte Durchdringung erreicht. Konsumentinnen und Konsumenten stehen diesen Services noch mit Zurückhaltung gegenüber, was das Marktwachstum und die Weiterentwicklung dieser innovativen Technologien hemmt. Ziel: Diese Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, Motive und Barrieren wie Kompatibilität, Komplexität, Relativer Vorteil, wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit und wahrgenommene Nützlichkeit bezüglich der konsumentenseitigen Adoption von SmartHome-Services zu untersuchen. Methode: Zu diesem Zweck wurde eine quantitative Datenerhebung in Form einer Online-Befragung durchgeführt. Die 159 bereinigten Antworten wurden anschließend mithilfe einer multiplen linearen Regressionsanalyse untersucht, um die vorabformulierten Hypothesen signifikant zu bestätigen oder zu widerlegen. Conclusio: Die Analyse hat dabei ergeben, dass Faktoren wie Kompatibilität, Relativer Vorteil, wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit und wahrgenommene Nützlichkeit die Adoptionsabsicht begünstigen könnten. Demgegenüber wirkt sich die Determinante Komplexität negativ auf die Übernahme von Smart Home-Services aus und stellt somit eine wesentliche Barriere dar.
N.at is a full-line mail-order and e-commerce company based in Graz, Austria. The company experiences saturation in the home market AT and expects further growth by expanding the online shopping club to CZ. The company aims to enter the market by the end of 2017, reaching a market share of 10% (5,54 Million Euro) in 2019. The break down of borders, increase of competition and customer empowerment forces SME companies with internationalisation ambitions to particularly evaluate e-market specifics: customer behaviour within the Age of You, established quasi standards, initial investments to meet standards and long-term investment to remain competitive.CZ is the most well developed e-commerce market in CEE and does not obtain any e-business specific barriers or limitations. Due to market size, country specific substitutes and competitive situation CZ is promising, but also challenging. Thus entrants shall evaluate current competitiveness in order to detect insufficiencies. Experts rated shop-attraction and selling-proposition (USP definition, branding and positioning), as well as social targeting and societing as the most important success factors for online shopping clubs. Within the internal analysis of neckermann.at sever insufficiencies in these success factors have been detected. Thus the company shall revise the social media strategy, community orientation, USP definition, positioning and branding before internationalising. The market entry mode for n.at shall be direct export, as the company requests to obtain high power level, low investment intensity and easy withdrawal possibilities. After establishing competitive USPs the company shall obtain the cost leadership strategy with added value along the process chain, to decrease transactional costs for customers and define differentiation potential to competitors. Due to centralisation concerns of the company, the distributional setup shall be built along the warehouse in Graz, which handles orders and returns, delivered to CZ with logistic partners. In communication the company shall stick to three channels max: SEA/SEO, Facebook and newsletter. The investment shall be spread onto the channels according to the sequence the company is in. Finally Slovenia, Poland and Slovakia could be additional markets to enter if CZ was successful.
Vertriebsorientiertes Markenarchitektur-Konzept für Weinprodukte anhand des Weinguts J. Heinrich
(2017)
Am österreichischen Weinmarkt herrscht durch die hohe Anzahl an WeinproduzentInnen ein starker Wettbewerbsdruck. Viele WinzerInnen versuchen daher mit ihren Weinmarken möglichst viele Absatzkanäle zu bedienen, um dadurch rasch Bekanntheit und Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Jedoch können nicht alle Marken eines Weinunternehmens über beliebig viele und unterschiedliche Absatzkanäle angeboten werden, da hierbei Absatzkanalkonflikte auftreten können. Diese können wiederum dazu führen, dass relevante VertriebspartnerInnen die Listung der Marken verweigern oder bereits gelistete Marken wieder aus dem Sortiment entfernen. Besonders oft und intensiv treten diese Konflikte zwischen Kanälen des Qualitätshandels (Vinotheken, gehobene Gastronomie und auch Fachhandel) und des Massenhandels (Lebensmitteleinzelhandel, mittlere Gastronomie und Online-Vertrieb) auf. Für WinzerInnen ist es daher bedeutsam, sich für eine dieser beiden Richtungen zu entscheiden und die Marken entsprechend innerhalb der Markenarchitektur entsprechend der Bedürfnisse der Vertriebsziele anzuordnen. Ebenfalls kann durch ein optimal ausgestaltetes Markenportfolio die Möglichkeit gegeben sein, beide Vertriebskanal-Richtungen gleichzeitig zu bedienen, sofern die Marken entsprechend getrennt oder kombiniert werden. Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit der optimalen Ausgestaltung einer Markenarchitektur für Weinbetriebe aus Vertriebssicht. Hierzu wurde zunächst eine theoretische Basis anhand relevanter Markenarchitekturmodelle geschaffen und diese in Kombination mit den vertriebsbezogenen Bedürfnissen eines Unternehmens gebracht. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse aus Sekundär- und Primärmarktforschung wurde daraus ein vertriebsgerichtetes Markenarchitekturkonzept für das Weingut J. Heinrich erstellt. Durch die Umsetzung dieses Konzeptes ist für das Unternehmen ein nachhaltiger Marken- und Vertriebserfolg am österreichischen Weinmarkt zu erwarten.
AVL is the world's largest independent company for the development of powertrain systems with internal combustion engines as well as instrumentation and test systems. It is a notable supplier in the automotive industry and an important research partner, nationally as well as internationally. The success of the company is driven by numerous innovations and product developments of the AVL workforce. This pioneering spirit already goes back to the founder Prof. Dr. Hans List and is today conveyed by the CEO Prof. Dr. h.c. Helmut List too. The company states corporate values - pioneering spirit, customer orientation, problem solving competence, responsibility and independence- to master daily challenges and to provide optimum solutions for customers. The AVL brand grew with the success and global expansion of the company, which entailed deficits in consistent global branding. Branding gains more and more importance among B2B companies in order to remain or become market leader, which is challenging under the current dynamic market conditions. An important key to success is the commitment to the brand by employees. Therefore, this master thesis deals with the development of a clearly stated brand identity for AVL and further the internal anchoring of brand identity values. The theoretical part, firstly, outlines definitions and fundamentals of identity based brand management in B2B and related challenges for globally operating companies. Further, a brand identity development chapter provides an overview of applicable brand identity approaches and the deduction process that is based on the brand steering wheel by Esch. Lastly, internal implementation of a target identity is covered with regard to ways of internal communication, implementation process steps, measures and the importance of the commitment by the board and executive managers of all levels. The practical part of the thesis, containing secondary and primary research, provides an overview of current market situation and actual perceptions of the AVL brand from internal and external perspective. Based on the research results and on the basis of the deduction process by Esch a target AVL brand identity is deduced. An internal implementation guideline for AVL, including recommended measures, a budget proposal and controlling measures complete the master thesis.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema Key Account Management in der Papier- und Zellstoffindustrie. Das Ziel der Arbeit ist es, ein Key Account Management Konzept für die Sappi Europe SA (Sappi) zu erstellen. Die zentralen Herausforderungen bestehen darin, dass ein maßgeschneiderter Selektionsprozess, individuelle Leistungspakete, ein passendes Jobprofil für einen Key Account Manager sowie ein strukturiertes Beziehungsmanagement integriert werden. Der Literaturteil umfasst eine allgemeine Definition des Industriegütermarketings, welche dann in die spezifischen Themen der Arbeit, das Produktgeschäft nach Backhaus im Hinblick auf die innovativen Leistungsangebote und die Begrifflichkeiten des Key Account Managements, münden. Damit ein passendes Konzepterarbeitet werden kann, werden Key Account Management Konzepte aus der Literaturverglichen und die spezifischen Bausteine auf die Abgrenzungen in der Arbeit abgestimmt. Resultierend daraus wird als Fazit des Theorieteiles ein konkretes Key Account Management Konzept für die Arbeit im Produktgeschäft für den Vertrieb von innovativen Leistungsangeboten an Bestandskunden entwickelt. Die Erkenntnisse aus dem Theorieteil fließen als Basiswissen in den Praxisteil ein. Im Praxisteil folgt eine Situationsanalyse von Sappi. Eine externe und interne Unternehmensanalysesollen den Ist-Zustand des Unternehmens darstellen und eventuelle Informationsdefizite aufzeigen. Anschließend daran wird die qualitative Marktforschung durchgeführt. Im Zuge derer werden 16 Experteninterviews mit Key Accounts und Key Account ManagerInnen durchgeführt. Anhand dieser Analysen wird ein integrierter SWOT-Katalog erstellt. Auf Basis dieser Situationsanalyse und der durchgeführten Marktforschung wird dann das in der Theorie erarbeitete Key Account Management Konzept in der Praxis auf die Sappi zugeschnitten. Als Abschluss runden die Umsetzungsempfehlungen des Konzepts mit den konkreten Handlungsempfehlungen für die Sappi sowie das persönliche Resümee die Arbeit ab.
Die Anforderungen an Abschlussprüfungen steigen kontinuierlich und werden durch publik gewordene Bilanzskandale weiter vorangetrieben. Um trotz des vermehrten Aufwandes eine qualitativ hochwertige Prüfungsdurchführung gewährleisten zu können, müssen Prüfungsbetriebe die Effizienz in der Abwicklung von Jahresabschlussprüfungen steigern. Als übergeordnete Problemstellung ergibt sich dadurch die Frage, wie ein Prüfprogramm zur Durchführung einer effizienten Abschlussprüfung ausgestaltet sein muss, um in der zur Verfügung stehenden Zeit eine risikoorientierte Abschlussprüfung abwickeln und etwaige Fehldarstellungen schneller identifizieren zu können. Die Arbeit beschäftigt sich mit den erhöhten Risiken bei der Vorratsprüfung und das Ziel ist eine effizientere Prüfungsdurchführung bei gleichzeitiger Erhöhung der Prüfungsqualität. Im Zuge der Arbeit gilt es deshalb zu eruieren, welche Risiken bei Abschlussprüfungen bestehen und mit welchen Prüfungshandlungen diese geprüft werden. Um ein weiteres Verständnis über die Risiken im Vorratsvermögen zu erlangen, wurden Experteninterviews mit Mitarbeitenden der Prüfungsabteilung des Kooperationspartners und Personen von geprüften Unternehmen durch-geführt. Die daraus erlangten Erkenntnisse umfassen erhöhte Risiken in komplexeren Unternehmensstrukturen sowie neue Chancen und Risiken im Einsatz von IT-gestützten Prüfungshandlungen. Zusammen mit durchgeführten Fehleranalysen vergangener Jahresabschlussprüfungen, welche Erkenntnisse hinsichtlich Fehleridentifikation und Häufigkeiten aufzeigen, wird im Prüfungstool dem Planungsprozess und der Risikobeurteilung zukünftig eine höhere Beachtung geschenkt. Die umfassenden Erkenntnisse münden in einem Prüfprogramm, das in Abhängigkeit der ermittelten kombinierten Risiken nur ausgewählte Prüfungsfragen zur Bearbeitung vorschlägt und eine Prüfung von nicht erforderlichen Teilbereichen verhindert. Um weitere Effizienzsteigerungen im Prüfprogramm zu implementieren, erfolgt im Rahmen der Beantwortung der einzelnen Prüfungs-fragen die Dokumentation der durchgeführten Prüfungshandlungen. Im erstellten Prüfprogramm werden alle dokumentierten Stichproben zusammengefasst und geprüft, ob zusätzliche Stichproben erforderlich sind, um eine geeignete Prüfungssicherheit zu erreichen. Im integrierten Fehlerprotokoll werden die Fehldarstellungen gesammelt und gemeinsam mit einem abschließenden Prüfungsurteil gewürdigt. Mit dieser Arbeit und dem erstellten Output eines integrierten Prüfprogrammes wird eine Verbesserung im Prüfungsablauf beim Kooperationspartner erzielt und der verantwortliche Prüfer wird bei der Abgabe eines geeigneten Prüfungsurteils unterstützt.
Diese Masterarbeit untersucht die Optimierung interner Transportwege sowie die Verbesserung der Prozesstransparenz durch den Einsatz von Radio-Frequency-Identification-(RFID)-Technologie am Beispiel der Springer Maschinenfabrik GmbH. Das Projekt wurde durch die Einführung einer neuen Laserschneidanlage angestoßen, welche den Materialfluss des Unternehmens grundlegend veränderte und eine umfassende Neugestaltung der Lagerlogistik erforderte. Ziel dieser Arbeit ist es, bestehende Transportprozesse zu analysieren, Ineffizienzen zu identifizieren und praxisnahe Maßnahmen zur Steigerung der Gesamteffizienz zu entwickeln. Auf Basis detaillierter Datenerhebungen, Transportprotokolle und Prozessanalysen wurde ein neues Lagerlayout nach einem Vier-Zonen-Konzept entworfen. Diese Struktur ermöglicht eine klare Trennung zwischen Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung und Bereitstellung, was zu kürzeren Transportwegen, reduzierten Suchzeiten und einer erhöhten Prozesssicherheit führt. Ein weiterer zentraler Bestandteil der Arbeit ist die konzeptionelle Entwicklung einer RFID-basierten Lösung für die automatisierte Erfassung und digitale Dokumentation von Materialbewegungen. Durch die Integration dieser Technologie entsteht durchgängige Transparenz, welche zukünftige Automatisierungsschritte und eine zuverlässige Bestandsführung ermöglicht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich durch eine Kombination aus organisatorischen, strukturellen und technologischen Maßnahmen erhebliche Effizienzsteigerungen realisieren lassen – ohne zusätzlichen Personalbedarf. Die Arbeit schließt mit praxisorientierten Empfehlungen für die operative Umsetzung und schafft eine Grundlage für die schrittweise Digitalisierung der innerbetrieblichen Logistik hin zu einer vernetzten, datengetriebenen Produktionsumgebung.
Impulskäufe sind ein wesentlicher Bestandteil der Kaufentscheidungen, die täglich getroffen werden und spielen auch im Fast-Fashion-Bereich eine Rolle. Unternehmen setzen gezielt verschiedene Stimuli ein, um spontane Kaufentscheidungen zu fördern. Einer der verwendeten Einflussfaktoren ist die Hintergrundmusik, die in der Geschäftsumgebung zur Beeinflussung von Emotionen und der Impulskaufneigung herangezogen wird. Während zahlreiche Studien bereits die Auswirkungen der Musik in Geschäften untersucht haben, fehlt es an Forschung darüber, welchen Einfluss die Verwendung von Hintergrundmusik im täglichen Leben auf das impulsive Kaufverhalten hat. Diese Arbeit zeigt, ob die Verwendung von Hintergrundmusik im täglichen Leben einen positiven Einfluss auf die Impulskaufneigung sowie auf die Anzahl der tatsächlichen Impulskäufe im österreichischen Fast-Fashion-Handel hat. Das verwendete Modell und die Erhebungsinstrumente basieren auf bestehenden Studien zu Impulskaufneigung, Impulskäufen und Verwendung von Musik im Alltag. Die Ergebnisse zeigen, dass ein höherer Wert bei der Variable „Verwendung von Hintergrundmusik im täglichen Leben“ mit einer erhöhten Impulskaufneigung verbunden ist. Allerdings konnte kein direkter Zusammenhang zwischen jenen Musikgewohnheiten und der tatsächlichen Anzahl an Impulskäufen festgestellt werden. Außerdem stellen die Ergebnisse dieser Untersuchung einen negativen Einfluss der Impulskaufneigung auf die Anzahl an durchgeführten Impulskäufen dar. Die Studie trägt dazu bei, ein besseres Verständnis für die Beziehung zwischen persönlichem Musiknutzungsverhalten und impulsiven Kaufentscheidungen zu entwickeln.
Die vorliegende Arbeit behandelt die Kalibrierung von dynamischen Drucksensoren, wie sie bei der Messung der Druckfluktuationen an hydraulischen Strömungsmaschinen anzuwenden ist. Zu diesem Zweck wird im Theorieteil der Aufbau und Einsatz der Drucksensoren beschrieben. Im Anschluss daran werden die zum Druckbereich passenden Kalibriermethoden vorgestellt. Die Palette der Methoden reicht dabei von der Anwendung von statischen Methoden für dynamische Aufnehmer bis hin zu dynamischen Methoden. Im praktischen Teil wird mittels Nutzwertanalyse untersucht, welche Methode in Bezug auf Transparenz, erreichbare Drücke, Dynamik, Umsetzbarkeit, Investitionskosten und Bedienbarkeit die für das Unternehmen geeignetste Methode ist. Die daraus resultierende Methode namens „Fast-Opening-Valve“ wird praktisch umgesetzt und im Detail analysiert. Zur Durchführung der entsprechenden Messungen wird der hierfür nötige Versuchsaufbau erarbeitet und entsprechend instrumentiert. Hierzu werden an sieben Druckstufen im Bereich von ca. 35 kPa bis ca. 185 kPa wiederholt Messungen an zwei unterschiedlichen dynamischen Drucksensoren durchgeführt. Auf Basis der aufgezeichneten Messungen und der weiterführenden Analyse der Messunsicherheit konnte gezeigt werden, dass die durchgeführte Kalibrierung der beiden dynamischen Drucksensoren für interne Anwendungen genutzt werden kann.
Hintergrund: Die zunehmende Verbreitung personalisierter Inhalte stellt Unternehmer*innen vor die Herausforderung, das optimale Maß an Personalisierung strategisch anzuwenden. Zweck: Diese Arbeit verfolgt das Ziel, zu untersuchen, wie sich die Faktoren Personalisierungsgrad und Personalisierungshäufigkeit auf die wahrgenommene Nützlichkeit von Personalisierung in Onlineshops auswirken. Methode: Zur Erfüllung des Zwecks wurde eine quantitative Online-Befragung mit vier Personalisierungsszenarien und Messwiederholung durchgeführt. In der Analysewurden 120 Datensätze mithilfe einer zweifaktoriellen ANOVA und ergänzenden Posthoc-Tests zur Ermittlung von Gruppenunterschieden untersucht. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten einen Interaktionseffekt zwischen Personalisierungsgrad und Personalisierungshäufigkeit. Während der Personalisierungsgrad einen starken und hoch signifikanten Einfluss auf die wahrgenommene Nützlichkeit eines Onlineshops hat, konnte bei der Häufigkeit der Personalisierung kein Haupteffekt nachgewiesen werden. Eine starke Personalisierung auf beiden Ebenen wird jedoch nicht automatisch als vorteilhaft empfunden. Besonders die Kombination aus hohem Personalisierungsgrad und hoher Häufigkeit hatte einen negativen Einfluss auf die wahrgenommene Nützlichkeit. Conclusio: Diese Ergebnisse legen nahe, dass sich eine intensive Personalisierung nachteilig auf die wahrgenommene Nützlichkeit und die Nutzungsabsicht auswirkt. Für Unternehmer*innen ist es daher wichtig, eine ausgewogene Personalisierungsstrategie zu verfolgen, um bei Nutzer*innen negative Effekte wie Reaktanz, Überforderung oder Ermüdung durch zu viele Informationen zu vermeiden.
The importance of alternative fuel concepts is increasing due to environmental and emission regulations. Zero emissions mobility as major purchase intention gives Proton Exchange Membrane fuel cells concepts a significant influence in future vehicle market. The higher demand for PEM-Fuel-Cells necessitates a transformation from small series manufacturing processes to large series producing processes. Especially the unique requisition for proper material and cleanness can significantly influence the lifetime of PEM-Fuel-Cells. The aim of this master’s thesis is to conduct a feasibility study of a serial cleaning process for PEM-Fuel- Cell systems. For this purpose, cleanness requirements are investigated, the state-of-the-art assembling is analysed and then compared with already existing cleaning processes definitions. The conclusions are defined, monitorable and executable cleanness regulations for fuel cell applications. The result of this master’s thesis is a guideline to include a fuel cell cleaning process into a mass assembling process. The investigated allowable ambient conditions and cleanness regulations allow customers the ability to arrange an assembly line to ensure a required durability of fuel cell systems.
Das Beschwerdeverhalten von Gästen spielt eine zentrale Rolle für die Servicequalität und langfristige Kund:innenbindung im Gastgewerbe. Während Beschwerden Unternehmen wertvolle Rückmeldungen liefern können, wählen nicht alle Gäste denselben Beschwerdekanal. Einflussfaktoren wie die demografischen oder persönlichen Merkmale einer Person beeinflussen die Wahl der Beschwerdeform nachweislich. Bestehende Forschung zeigt, dass Persönlichkeitsmerkmale wie Introversion und Extraversion das Konsument:innenverhalten beeinflussen. Die Forschungsergebnisse zu deren Einfluss auf das Beschwerdeverhalten im Gastgewerbe kaum vorhanden und nicht eindeutig. Diese Masterarbeit untersucht daher empirisch, welchen Einfluss Introversion und Extraversion auf die Wahl des Beschwerdekanals haben. Basierend auf einer quantitativen Online-Befragung mit einer Stichprobe von Gästen im österreichischen Gastgewerbe wird die Rolle der Persönlichkeitsmerkmale Extraversion und Introversion in der Wahl des Beschwerdekanals im österreichischen Gastgewerbe analysiert. Die Datenauswertung erfolgt durch deskriptive und inferenzstatistische Verfahren, um signifikante Unterschiede in der Nutzung der einzelnen Beschwerdekanäle aufzuzeigen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Extraversion positiv mit dem Beschwerdekanal „direkte Beschwerde an das Unternehmen“ sowie mit „öffentlicher Beschwerde“ korreliert, während Introversion häufiger mit privaten oder passiven Beschwerdeformen, wie dem Verzicht einer Beschwerdehandlung, assoziiert wird. Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen bereits vorangehende Studien, können jedoch nicht verallgemeinert werden für das gesamte Gastgewerbe in Österreich. Zur weiteren Untersuchung dieser oder anderer Einflussfaktoren auf die Wahl des Beschwerdekanals wird ein qualitativer Forschungsansatz empfohlen, um die zugrunde liegenden Entscheidungsprozesse besser zu verstehen.
Der anhaltende Fachkräftemangel stellt Unternehmen in Österreich vor große Herausforderungen. Besonders die Ansprache und Gewinnung von Lehrlingen wird durch den demografischen Wandel und veränderte Bildungspräferenzen der Generation Z erschwert. Die Zahl der offenen Lehrstellen übersteigt seit 2021 die Anzahl der Lehrstellensuchenden, wodurch Unternehmen zunehmend gefordert sind, sich aktiv als attraktiver Lehrbetrieb zu präsentieren. In diesem Kontext gewinnt Social-Media-Recruiting an Bedeutung, da soziale Netzwerke wie Instagram und TikTok für die Zielgruppe der Lehrstellensuchenden eine zentrale Rolle spielen. Diese Arbeit untersucht, welche Erwartungen die Generation Z an den Social-Media-Auftritt von Lehrbetrieben hat und welche Inhalte sie besonders ansprechen. Dazu werden leitfadengestützte Interviews mit Lehrlingen durchgeführt. Die Ergebnisse sollen praxisnahe Ansätze für Unternehmen liefern, um Lehrstellensuchende gezielt über Social Mediaanzusprechen. Zudem trägt die Studie zur wissenschaftlichen Forschung in den Bereichen Social Recruiting, Lehrlingsmarketing und der Generation Z bei.
Im Wandel der Frequenzen
(2025)
Die Digitalisierung hat das Hörverhalten von Radiosendern, insbesondere von Privatradiosendern, maßgeblich verändert. Nicht nur die Medienlandschaft ist dadurch breiter und vielfältiger geworden, auch Radiobetreibende stehen täglich vor neuen Herausforderungen. Zwar spielen traditionelle Radiosender und ihre Programme weiterhin eine wichtige Rolle, doch digitale Alternativen gewinnen zunehmend an Bedeutung und stellen eine starke Konkurrenz für Privatradiosender dar. Aus diesem Grund beschäftigt sich die vorliegende Masterarbeit mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf das Hörverhalten sowie mit den Maßnahmen, die erforderlich sind, um langfristig relevant zu bleiben. Diese Arbeit basiert unter anderem auf dem Uses-and-Gratifications-Ansatz sowie weiteren medienwissenschaftlichen Theorien und untersucht, welche Faktoren das Radio-hörverhalten beeinflussen. Um strukturelle Veränderungen und aktuelle Herausforderungen zu berücksichtigen, wird die Entwicklung der Privatradiosender in Österreich analysiert. Zudem wurde eine quantitative Online-Umfrage durchgeführt, um das Radiohörverhalten sowie die Erwartungen an klassische und digitale Formate zu erfassen. Während Musik, Nachrichten sowie Wetter- und Verkehrsmeldungen weiterhin essenziell für viele Hörer*innen sind, gewinnen digitale Zusatzfunktionen, interaktive Formate und On-Demand-Angebote zunehmend an Bedeutung. Radiobetreibende müssen zu-künftig eine harmonische Verbindung zwischen traditionellen und digitalen Möglichkeiten schaffen, um nicht nur im breiten Medienmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben, sondern auch langfristig für ihre Hörer*innen relevant zu sein. Die Herausforderung besteht darin, bewährte Inhalte mit modernen Technologien zu verknüpfen und so die Attraktivität des Mediums nachhaltig zu sichern.
In dieser Arbeit wird das Thema von Förderern und Barrieren bei der Integration externer Stakeholder in Open Innovation Prozesse der öffentlichen Verwaltung behandelt. Open Innovation beschreibt Innovationen, die durch einen offenen Entwicklungsprozess mit Außenstehenden entstehen. Der Fokus wird in dieser Arbeit auf die Einbindung von Privatunternehmen und akademischen Einrichtungen in diesen Prozess gelegt. Durch die stetig wachsenden Herausforderungen werden öffentliche Verwaltungen gezwungen, sich zu öffnen und sind auf die Unterstützung externer Partner angewiesen. Um ein tiefergehendes Verständnis für diese Kollaborationen zu schaffen, behandelt diese Arbeit die Frage, welche Förderer und Barrieren es bei der Integration der Stakeholder Privatunternehmen oder akademischen Institutionen in die Open Innovation Prozesse der öffentlichen Verwaltung gibt. In Form einer Multi-Fallstudie oder auch Multi-Case Study wurden die vier europäischen Städte Darmstadt (Deutschland), Graz (Österreich), Tallinn (Estland) und Triest (Italien) untersucht. Anhand von Expert*inneninterviews wurde pro Stadt je eine Person aus der Stadtverwaltung, einem Privatunternehmen und einer akademischen Einrichtung befragt, die bereits in Open Innovation Prozesse mit der Stadtverwaltung involviert war. Als zweite Datenquelle wurden Sekundärdaten, bestehend aus Zeitungsartikeln, Websiteeinträgen und Magazin-Artikeln, gesichtet. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass alle Städte ähnliche Förderer und Barrieren aufweisen. Vor allem die Ressourcen, das Engagement der Mitarbeiter*innen, die Unterstützung der Führung oder die generelle Einstellung zu Open Innovation Prozessen fördern beziehungsweise hindern die Einbindung. Die Ergebnisse tragen zu einem tieferen Verständnis der Zusammenarbeit von Städten mit Privatunternehmen und akademischen Institutionen bei, das notwendig sein wird, um die zukünftigen Herausforderungen im urbanen Raum bewältigen zu können. Für die weitere Erforschung von Open Innovation in der öffentlichen Verwaltung können die Ergebnisse dieser Arbeit wichtige Erkenntnisse liefern, um tiefergehende Untersuchungen zu diesem Thema durchzuführen.
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie von Influencer*innen generierte Instagram-Inhalte die Markenloyalität von Tourist*innen in österreichischen Destinationen beeinflussen. Influencer-Marketing hat sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Instrument im Destinationsmarketing entwickelt, da sie durch Authentizität und Nahbarkeit die Kauf- und somit Reiseentscheidungen beeinflussen können (Djafarova & Rushworth, 2017, S. 5). Ziel der Studie ist es, zu ermitteln, in welchem Ausmaß diese Maßnahmen zur langfristigen Markenbindung – sowohl auf attitudinaler als auch auf behavioraler Ebene (Day, 1969, S. 30) – beitragen. Auf theoretischer Basis wird das Customer-Based Brand Equity (CBBE) Modell nach Keller (1993, S. 14) und Aaker (1991, S. 17) herangezogen, das sich in der Tourismusforschung als nützlicher Rahmen zur Analyse von Markeneffekten etabliert hat (Tasci, 2021, S. 172–175). Empirisch kommt ein quantitativer Forschungsansatz zum Einsatz, bei dem Tourist*innen in einem Online-Survey zu ihren Instagram-Nutzungsgewohnheiten, Reisepräferenzen und Einstellungen gegenüber influencergenerierten Inhalten befragt werden. Mittels inferenzstatistischer Methoden werden die Zusammenhänge zwischen Influencer-Marketing, Markenwahrnehmung und der Ausbildung von Loyalität untersucht. Die Analyse der Daten zeigt, dass die Glaubwürdigkeit von Influencer*innen einen signifikanten Einfluss auf die Erhöhung des Markenvertrauens und der Intention zur Wiederwahl einer Marke ausübt. Die durch narrative Bildsprache und subjektive Erfahrungsberichte induzierte emotionale Bindung stellt einen signifikanten Einflussfaktor auf die Etablierung von Kundenloyalität dar. Abschließend werden Implikationen für das Destinationsmarketing in Österreich formuliert. Sie weisen auf eine strategische Nutzung von Influencer-Kooperationen hin und empfehlen, Co-Kreation in den Markenaufbau zu integrieren.
Der Wintertourismus fungiert vor allem für Österreich als wichtige wirtschaftliche Einkommensquelle, jedoch ist er vermehrt mit Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere stellen steigende Kosten, die Veränderung der Kaufkraft der Gäste sowie zunehmende Marktdynamiken wirtschaftliche Schwierigkeiten dar und erfordern zielgerichtete Strategien zur Sicherung der touristischen Nachfrage. Die Anbieter*innen in alpinen Destinationen stehen vor der Herausforderung, trotz dieser Faktoren eine kontinuierliche Nachfrage aufrechtzuerhalten und gleichzeitig wirtschaftlich nachhaltig zu agieren. Die vorliegende Masterarbeit untersucht Strategien zur Sicherung der Nachfrage im Wintertourismus in einer alpinen Destination. Im Fokus stehen vor allem die wirtschaftlichen Hintergründe. Diese Destination wurde gewählt, da sie zu den bedeutendsten Wintersportgebieten Österreichs zählt und exemplarisch für die Situation vieler alpiner Destinationen steht. Im Rahmen einer qualitativen Forschung wurden Interviews mit Expert*innen durchgeführt, um deren Anpassungsstrategien an inflationäre Entwicklungen und verändertes Nachfrageverhalten zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen, dass zur Beantwortung der Forschungsfrage eine multidimensionale Strategie entscheidend ist, um die Wettbewerbsfähigkeit weiterhin zu erhalten. Dynamische Preismodelle, eine Diversifikation des Angebots sowie die Entwicklung hin zum Ganzjahrestourismus spielen eine zentrale Rolle. Zudem erweisen sich zielgruppenspezifische Marketingstrategien in multikulturellen Märkten als erfolgsentscheidend. Diese Arbeit liefert wertvolle Erkenntnisse für Anbieter*innen in alpinen Destinationen im Wintertourismus, die ihre Strategien zur Nachfragesicherstellung weiterentwickeln und sich an die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen möchten.
Die Optimierung administrativer Geschäftsprozesse ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor für Unternehmen, die in einem dynamischen und globalisierten Marktumfeld bestehen. Diese Masterarbeit widmet sich der Analyse und Weiterentwicklung von Prozessen im Verwaltungsbereich und vor allem im Vertriebsinnendienst der Boehlerit GmbH & Co.KG, einem international tätigen Hersteller von Hartmetallwerkstoffen mit Sitz in Kapfenberg, Österreich. Ziel ist es, durch geeignete methodische Zugänge Potenziale zur Effizienzsteigerung zu identifizieren und in umsetzbare Maßnahmen zu überführen. Der Vertriebsinnendienst übernimmt eine Schlüsselrolle in der Auftragsabwicklung, von der Kund*innenanfrage über die Angebotserstellung bis zur Auslieferung und der Koordination mit internen Abteilungen und externen Partner*innen. In der aktuellen Praxis zeigen sich Schwächen wie Leerlaufzeiten, Schnittstellenprobleme, fehlende Standards sowie begrenzte Transparenz in der Ressourcennutzung. Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein praxisorientiertes Vorgehensmodell zu entwickeln, das diese Schwächen sichtbar macht und systematisch adressiert. Die methodische Herangehensweise kombiniert qualitative und quantitative Elemente. Theoretisch basiert die Arbeit auf Modellen des Geschäftsprozessmanagements, vor allem dem wertstromorientierten Prozessmanagement (WPM) und der 4-Schritte-Methodik. Empirisch kommen teilnehmende Beobachtungen, Workshops sowie ein Fragebogen zum Einsatz, um reale Abläufe und Einschätzungen der Mitarbeiter*innen zu erfassen. Ergänzend werden vorhandene Auftrags- und Leistungsdaten analysiert, um zentrale Kennzahlen wie die Durchlaufzeit, Rückfragehäufigkeiten oder Bearbeitungsdauern, zu identifizieren und deren Aussagekraft zu bewerten. Gemeinsam mit der Kooperationspartnerin werden jene Kennzahlen priorisiert, die als relevant für die Optimierungsziele gelten. Mit den ausgearbeiteten Maßnahmen, die zur Optimierung der Prozesse beitragen, können ebenso diese Kennzahlen gezielt beeinflusst werden. Zum Abschluss der Arbeit werden strukturierte Maßnahmenkataloge mit konkreten Vorschlägen zur Effizienzsteigerung erstellt. Diese umfassen organisatorische Anpassungen, Digitalisierungsschritte, die Standardisierung von Abläufen sowie eine verbesserte Kommunikation und klare Zuständigkeiten. Die Maßnahmen sind praxisnah konzipiert und auf eine schrittweise Umsetzung ausgerichtet. Die Arbeit leistet einen praxisbezogenen Beitrag zur Optimierung administrativer Prozesse. Sie verdeutlicht, wie sich schwer quantifizierbare Abläufe mithilfe strukturierter Analysen gezielt verbessern lassen, und liefert wertvolle Impulse für die nachhaltige Weiterentwicklung der internen Organisation.
The phenomenon of cancel culture is widespread on social media and has become increasingly popular in recent years. Both corporate brands and personal brands can be affected. One of the well-known cases is J. K. Rowling or Ellen DeGeneres, for example. Both personal brands. Recent research has shown that there are four types of brand reactions to “cancel attempts”. These are (1) Proactive Action, (2) Brand Apology, (3) Active Defiance and (4) Passive Ignoring. There is still no research on these brand reactions that investigates the connection to customer loyalty. In addition, communication managers are faced with the challenge of how best to respond to “cancel attempts”. For this reason, an experimentally based quantitative research design was conducted with samples of 386 participants. The results showed that brand reactions have an influence on customer loyalty. The analyses also showed that the brand reaction passive ignoring has a small, positive effect on customer loyalty. No significant relationship was found for the other types of brand reactions. The results provide valuable insights for communication managers as they show how complex the right choice of brand responses to cancel attempts is.
The thesis aims to contribute to the understanding of consumer-based brand equity(CBBE) in the hostel industry. In today's competitive market, hostels must develop brands that meet genuine needs and resonate with their target audience to attract guests and maintain a competitive advantage. Therefore, it is vital to understand the importance of brand equity in the hostel industry, as it represents the value of brands. However, there is a lack of consensus regarding the definition and dimensions of brand equity within the multiple frameworks available. Existing brand equity frameworks either have a product focus, which does not consider services, neglect the consumer perspective, or focus specifically on hotels and restaurants and not on hostels. Therefore, different existing frameworks and their components were analyzed to determine their applicability and to identify if new components emerge for this industry. Through a qualitative approach involving twelve semi-structured interviews with experienced hostel travelers, the research identifies and validates key components of brand equity that shape consumer perceptions in the hostel sector. The findings confirm that attitudinal loyalty, perceived quality (specifically staff behavior and physical quality), brand association, and lifestyle-congruence are distinctive elements of CBBE in the hostel industry. Additionally, location and price emerged as new significant components, while awareness, behavioral loyalty, ideal self-congruence and brand identification were found to be less important. The interpretation of these components can be found in the discussion and results section. Based on these results, the thesis proposes a specific consumer-based brand equity model for the hostel industry. There search contributes to the growing academic literature on CBBE in the hostel industry and provides hostel managers with actionable insights to develop more effective strategies to meet the needs of their target audience and gain a competitive advantage by better understanding the associations and perceptions valued by their target audience to better position the brand.
Digital platforms have become an integral part of consumers’ daily lives. However, the home and living sector remains largely untapped by platformization, particularly in Europe. As consumer needs within this domain are currently addressed in a fragmented manner by various providers, it holds potential for digital platforms to enhance convenience and streamline service offerings. In Asia, platform firms have begun approaching this domain by providing all-in-one solutions that bundle various services and facilitate matchmaking. Despite the sector’s potential in regions where such platforms are not yet common, research on whether and under which circumstances consumers would be willing to adopt remains scarce. Thus, drawing on literature on the digital platform economy and technology adoption—specifically the Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2 (UTAUT2)—this study explores the factors relevant to consumer adoption of digital platforms in the home and living sector. Four qualitative focus group discussions were conducted with 27 participants varying in age, gender, and consumer innovativeness. The findings indicate that while UTAUT2 determinants remain relevant, additional factors appear to play a role in adoption decisions regarding the potential platform. Precisely, Trust in Platform Provider, Perceived Risk, Value-Related Motivation, and Status Quo Bias emerged as influencing factors beyond the scope of UTAUT2. Furthermore, the study contributes to a more comprehensive understanding of traditional adoption determinants within the digital platform economy.
Organizations’ Perceptions of Preboarding Processes for Reducing Pre-entry Employee-side Turnover
(2024)
The pre-entry phase is increasingly garnering attention among companies as an underutilized timeframe between recruiting and onboarding, a fact reflected by an increasing amount of practitioner’s literature on the matter. And as companies experience pre-entry employee turnover – employees leaving before their 1st official workday – preboarding has entered the business world as measures that can help in combatting this phenomenon. However, the scientific research on the matter is still comparatively sparse, rendering scientific dialog that explicitly covers this phase often speculative. This study aims to explore the pre-entry phase and preboarding in the context of organizational socialization and pre-entry turnover and how preboarding practices should be implemented according to organizations in order to reduce pre-entry employee turnover most effectively. Using a qualitative approach consisting of semi-structured interviews and based upon a process model relating onboarding content strategies to pre-entry turnover, this thesis provides an updated model of measures, outcomes and framework conditions, that influence the socialization and, ultimately, the turnover rate during the pre-entry phase. The results to this study may provide a basis for further researching specific factors of the pre-entry phase and may serve as a valuable source of information for HR departments in adapting their activities in the pre-entry phase more effectively.
Fast-Fashion auf TikTok
(2025)
In einer Zeit, in der soziale Netzwerke zunehmend als Marketingkanäle genutzt werden, nimmt TikTok insbesondere bei der jüngeren Zielgruppe eine zentrale Rolle ein. Aufgrund dessen untersucht die vorliegende Masterarbeit, inwiefern verschiedene Content-Faktoren auf der Social-Media-Plattform TikTok die Brand Awareness von Fast-Fashion-Unternehmen in der Customer Journey beeinflussen. Basierend auf einer umfassenden Literaturanalyse wurden sechs potenzielle Einflussfaktorenidentifiziert: Unterhaltung, Interaktion, Trend, Personalisierung, elektronisches Word-of-Mouth und Influencer*innen. Mit Hilfe einer quantitativen Online-Umfrage wurden Daten erhoben, bei der die Proband*innen anhand eines TikTok-Content-Beispiels der Marke H&M ihre Einschätzungen zu den genannten Faktoren abgaben. Die Ergebnisse der empirischen Forschung zeigen, dass, entgegen den Erwartungen aus der bisherigen Forschung, nur die Faktoren Unterhaltung und Interaktionen einen Einfluss auf die Brand Awareness zeigen. Insbesondere interaktiver Content in Form von Livestreams, Online-Events und User-generated Content zeigten sich als besonders wirkungsvoll für die Stärkung der Markenbekanntheit. Überraschenderweise zeigten die Faktoren Trend, Personalisierung, elektronisches Word-of-Mouth und der Einsatz von Influencer*innen keinen signifikanten Einfluss auf die Brand Awareness. Diese Ergebnisse erweitern den bisherigen Forschungsstand und bieten neue Perspektiven für das Content-Marketing von Fast-Fashion-Unternehmen auf TikTok. Die vorliegende Arbeit bietet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des TikTok-Content-Marketings und inwiefern dieses die Brand Awareness von Fast-Fashion-Unternehmen in der Customer Journey beeinflusst. Die Implikationen dieser Studie sind anhand der überraschenden Ergebnisse sowie aufgrund des Aufstrebens der Plattform TikTok von besonderer Bedeutung.
Strategic product design
(2025)
This thesis presents a model for aligning business strategy and product positioning. The goal is to systematically connect strategic objectives with market-oriented product decisions. Based on theoretical concepts, a practical model is developed and validated through expert workshops at a technologica ldriven company. The model is applied to a selected product line to demonstrate its usability. Insights from the application inform actionable recommendations for practice. The results show that strategic alignment is achievable when appropriate methods and templates are used. The thesis concludes with a practical guide to support implementation in real-world settings.
Die folgende Masterarbeit beschäftigt sich mit der zentralen Fragestellung, auf welche Art und Weise Innovationsmanagement im IT Service Management eines global agierenden Industrieunternehmens zur kontinuierlichen Serviceverbesserung eingesetzt werden kann. Die Motivation für diese Arbeit liegt in den steigenden Anforderungen in Bezug auf effiziente, standardisierte und kundenorientierte IT-Services in internationalen Industrieunternehmen. IT Service Management wird dabei als wesentlicher Erfolgsfaktor großer Organisationen gesehen, um Services kontinuierlich zu optimieren und flexibel auf neue Anforderungen anzupassen. Ziel der Arbeit ist die Identifizierung von Innovationsmethoden, die sich insbesondere zur Optimierung von IT-Services und IT-Serviceprozessen eignen, sowie die Erarbeitung eines praxisorientierten Konzepts für die Umsetzung. Im Theorieteil werden grundlegende Aspekte des IT Service Managements, des Innovationsmanagements sowie etablierte Innovationsmethoden dargestellt und bezüglich ihrer Anwendbarkeit im IT Service Management bewertet. Im empirischen Teil werden mittels leitfadengestützter Experteninterviews mit Befragten aus internationalen IT-Organisationen und Beraterinnen und Beratern in diesem Bereich Daten erhoben. Diese werden mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet und Erkenntnisse bezüglich bestehender Innovationsansätze, Herausforderungen sowie Erfolgsfaktoren bei der Integration von Innovationsmanagement im IT Service Management ermittelt. Die Masterarbeit liefert auf Basis der Erkenntnisse ein mehrstufiges praxisorientiertes Umsetzungskonzept sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die organisatorische und strategische Integration von Innovationsmanagement im IT Service Management.
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Erfolgsfaktoren für bilaterale Kooperationen in der Wasserstoffwirtschaft und untersucht die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen zwischen Deutschland und potenziellen Partnerländern. Angesichts der zentralen Rolle von Wasserstoff in der Energiewende und der Notwendigkeit seiner Nutzung in schwer dekarbonisierbaren Industrien betrachtet die Arbeit die Herausforderungen und Chancen des internationalen Handels sowie die strategische Gestaltung globaler Partnerschaften. Die Forschungsarbeit folgt einem zweistufigen Ansatz, der theoretische und empirische Methoden kombiniert. Im ersten Teil werden die Chancen, Barrieren und Herausforderungen für eine europäische Wasserstoffwirtschaft identifiziert, mit besonderem Fokus auf den Import von grünem Wasserstoff für Deutschland. Dazu werden bestehende Handelsmodelle, regulatorische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche sowie technologische Entwicklungen systematisch analysiert. Der zweite Teil umfasst eine empirische Untersuchung, die sich aus einer quantitativen und einer qualitativen Analyse zusammensetzt. Die quantitative Analyse erfolgt durch eine Szenarienentwicklung für die europäische Wasserstoffwirtschaft bis 2040. Dabei werden unterschiedliche Entwicklungspfade simuliert, die von einem optimistischen Wachstumsszenario mit dynamischer Technologieentwicklung und internationaler Kooperation bis hin zu einem pessimistisch geprägten Stagnationsszenario mit wirtschaftlichen und regulatorischen Hemmnissen reichen. Ergänzend dazu werden qualitative Expert*inneninterviews durchgeführt, um die Einflussfaktoren für erfolgreiche Wasserstoffpartnerschaften zu identifizieren. Die qualitative Inhaltsanalyse dieser Interviews zeigt, dass stabile politische Rahmenbedingungen, langfristige Investitionssicherheit und technologischer Fortschritt entscheidend für die Marktintegration von Wasserstoff sind. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Erfolg internationaler Wasserstoffpartnerschaften maßgeblich von politischen Entscheidungen, wirtschaftlichen Anreizen und technologischen Entwicklungen abhängt. Ein effizientes Marktdesign erfordert harmonisierte Regulierungen, transparente Handelsmechanismen und verlässliche Zertifizierungssysteme für grünen Wasserstoff. Zudem zeigt die Arbeit, dass eine strategische Auswahl von Partnerländern unter Berücksichtigung von Standortvorteilen, regulatorischer Kompatibilität und ökologischer Nachhaltigkeit notwendig ist. Abschließend werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung internationaler Wasserstoffpartnerschaften formuliert. Dazu gehören die Implementierung einheitlicher Nachhaltigkeitsstandards, die Förderung innovationsgetriebener Infrastrukturentwicklung sowie die Schaffung stabiler Marktmechanismen zur Absicherung langfristiger Handelsbeziehungen. Die Arbeit leistet damit einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur strategischen Planung und politischen Gestaltung einer global vernetzten Wasserstoffwirtschaft.
Die begrenzten Verfügbarkeiten sowie die hohen Kosten von Arbeitskräften treiben die Automatisierung von Logistikzentren kontinuierlich voran. Die KNAPP AG, als ein international führender Anbieter im Bereich industrieller Lagerautomation, sieht am Markt große Potenziale für Lösungen, welche die manuelle Handhabung biegeschlaffer Bekleidungsartikel in Distributionszentren automatisieren. Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist es, ein methodisches Vorgehen für die Entwicklung eines Robotergreifers zu definieren, ein Greiferkonzept für die Handhabung biegeschlaffer Bekleidungsartikel zu entwickeln und zu validieren und auf Basis aller erarbeiteten Erkenntnisse eine Empfehlung für die KNAPP AG abzugeben. Anfangs werden in der Literatur bestehende Entwicklungsmodelle untersucht, aus welchen ein methodisches Entwicklungsvorgehen für die Greiferentwicklung abgeleitet wird. Anschließend wird das definierte Entwicklungsvorgehen angewendet, wofür zunächst eine Anforderungsanalyse durchgeführt wird und der Stand der Wissenschaft und Technik von Greifprinzipien und bestehenden Greiferkonzepten mittels Literatur-, Web-, und Marktrecherchen ermittelt wird. Unter Berücksichtigung der definierten Anforderungen und Funktionen wird ein Greiferkonzept definiert, welches softwaregestützt, 3D-konstruiert und dimensioniert wird. Danach wird von dem entwickelten Greifer ein Prototyp realisiert, mit welchem das Greiferkon-zept getestet und validiert wird. Die abschließende Auswertung der Test- und Validierungsergebnisse zeigt, dass der entwickelte Robotergreifer grundsätzlich gemäß den erwarteten Eigenschaften funktioniert, jedoch noch Anpassungen an der Konstruktion notwendig sind. Auf Basis aller erarbeiteten Erkenntnisse und Testergebnisse wird der KNAPP AG empfohlen, mit dem Greiferkonzept weitere Tests durchzuführen und das Konzept weiterzuentwickeln.
Die steirische Weinbranche steht vor der Herausforderung, traditionelle Werte mit modernen Kommunikationsformen zu vereinen. Vor dem Hintergrund veränderter Konsumgewohnheiten und einer zunehmend fragmentierten Medienlandschaft gewinnt Content Marketing als strategisches Instrument an Bedeutung. Ziel dieser Arbeit war es, ein innovatives Content-Marketing-Modell zu entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Weingüter in der Steiermark zugeschnitten ist. Aufbauend auf einer umfassenden theoretischen Analyse wurden in zwei Workshops sowie durch qualitative Experteninterviews zentrale Einflussfaktoren identifiziert und ein praxisnahes Modell namens INSPIRE entwickelt. Dieses Modell verknüpft Zielgruppenverständnis, Nutzenorientierung und Kreativitätsprozesse mit modernen Tools und systematischer Wirkungsmessung. Die Arbeit zeigt, dass Content Marketing – richtig eingesetzt – nicht nur die Markenbindung steigern, sondern auch neue Zielgruppen aktivieren kann. Die Ergebnisse bieten konkrete Handlungsempfehlungen zur Positionierung steirischer Weingüter im digitalen Raum.
Der Einzelhandel steht vor einigen Herausforderungen, wie zum Beispiel die Eingliederung unterschiedlichster Generationen in die jeweiligen Unternehmen oder der starke Wettbewerb am Markt. Herausforderungen müssen bewältigt werden, weil sich Werte und Ansichten der Personen verändern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zufrieden gestellt werden müssen, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Zudem wächst die Konkurrenz dem Onlinemarkt, sodass der Kampf um die potentiellen Kundinnen und Kunden immer härter wird. Somit bedarf es an weitern Komponenten in den Filialen, wie die Beratung und Betreuung von Käuferinnen und Käufer, auf die verstärkt Wert gelegt werden sollte, um sich vom Onlinehandel abzuheben. Die CCC Austria Ges.m.b.H. möchte weiter in Österreich wachsen und ihre Mitarbeiterinnen und ihre Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden. Somit sollen nicht nur das Problem der hohen Fluktuation beseitigt werden, sondern mittelseiner zufriedenen Belegschaft auch der Verkauf angeregt werden. Um die Motivation der Belegschaft und die Zielvorgaben des Unternehmens steigern zu können, ist eine Neugestaltung des derzeitig bestehenden Leistungsanreizsystems angedacht. Dementsprechend wurde im Rahmen dieser Masterarbeit das bestehende Entlohnungsschema analysiert und weitere Erkenntnisse mittels Onlinebefragung der Verkaufsmitarbeiterinnen und Verkaufsmitarbeiter gewonnen. Die Primärmarktforschung wurde mittels eines semi-standardisierten Fragebogens durchgeführt, um sowohl vorgegebene, quantitative als auch ungestützte, qualitative Aspekte zu hinterfragen. Diese gewonnenen Ergebnisse bilden mit den erarbeiteten Erkenntnissen aus der Literatur den Grundbaustein für die finale Gestaltung des empfohlenen Leistungsanreizsystems. Die vorliegende Masterarbeit soll als Fundament für die Neugestaltung des bestehenden Leistungsanreizsystems dienen. Weiters sind in der Arbeit Handlungsempfehlungen und ein detaillierter Maßnahmenplan enthalten, der bei der Umsetzung zu Rate gezogen werden kann. Mit dem neu entwickelten Entlohnungsschema soll das gesamte Verkaufspersonal bei der Prämiengestaltung miteinbezogen und ein motivierendes und leistungsförderndes Umfeld geschaffen werden.
Die vorliegende Masterarbeit hat das Ziel dem Unternehmen Doka, einem traditionellen Schalungsanbieter, ein Produkteinführungskonzept für das digitale Service Smart Pouring zu unterbreiten. Smart Pouring ist eine Software zur digitalen Betonbestellung. Mit der Markteinführung des Produktes möchte Doka den Produktivitätsherausforderungen der Bauindustrie entgegenwirken, und somit ein Sekundärgeschäft eröffnen. Da das Unternehmen normalerweise nicht mit digitalen Produkten auf dem Markt positioniert ist, steht Doka vor neuen Herausforderungen. Erfolgsentscheidend ist nicht nur eine genaue Analyse des Zielmarktes, sondern auch die daraus abgeleiteten Entscheidungen bezüglich des Customer Values, des Preises und der Vertriebskanäle. Dementsprechend wurde im Rahmen dieser Masterarbeit ein Produkteinführungskonzept für den österreichischen und deutschen Markt entworfen, welches Empfehlungen zur Produktpositionierung, dem Preis und geeigneten Vertriebskanälen für Smart Pouring enthält. Der theoretische Teil der Masterarbeit beginnt mit einer Einführung in die Bauindustrie. Darüber hinaus werden generelle Erfolgsfaktoren bzw. Herausforderungen für digitale Produkte untersucht. Im weiteren Verlauf konzentriert sich die Arbeit auf die strategische und operative Planung einer Markteinführung. Um die Qualitätsmerkmale und den zukünftigen Preis von Smart Pouring zu identifizieren und bewerten, wurde die Zahlungsbereitschaft der Zielkunden erforscht. Dies wurde im Rahmen einer Customer Value Map im Zuge einer Primärmarktforschung erreicht. Im praktischen Teil dieser Arbeit findet eine Analyse der Makro- und Mikroumwelt des Produktes statt. Eine Online-Umfrage hinterfragte das Bestellverhalten und die Qualitätsmerkmale einer Betonbestellungssoftware sowie die bevorzugten Kommunikationskanäle der potenziellen Kunden. Basierend auf den daraus gewonnenen Ergebnissen, konnten Customer Value Map Analysen durchgeführt werden, um so die Position am ausgewählten Markt zu ermitteln. Folglich wurden Stärken und Schwächen erkannt und mit externen Entwicklungen gegenübergestellt. Der daraus resultierende SWOT-Katalog gab Hinweise auf Chancen und Entwicklungen bei der Einführung von Smart Pouring und ermöglichte die Entwicklung von Empfehlungen und Maßnahmen, die eine erfolgreiche Produkteinführung von Smart Pouring gewährleisten.
Akquisitionskonzept für die nordamerikanische Automobilindustrie für Magna Steyr Fuel Systems GesmbH
(2020)
Die MAGNA Steyr Fuel Systems GesmbH (MSFS) ist ein österreichisches Tochterunternehmen der MAGNA Steyr-Gruppe und ist spezialisiert auf die Fertigung von Tanksystemen und Komponenten, wobei deren Kernkompetenz in der Fertigung von Plug-in hybrid electric vehicle -Tanksystemen (PHEV/Hybrid) liegt. Im Zuge einer Produktionsverlagerung von zwei bestehenden Projekten in die USA wurde mit Beginn 2019 ein neues Fertigungswerk in Spartanburg (SC) eröffnet. Durch die Erweiterung des globalen Footprint ergab sich die Herausforderung, das noch verfügbare Fertigungsvolumen (im Werk Spartanburg) durch die Gewinnung von neuen Projekten von Neukunden zu nutzen, um nachhaltig zu bestehen. Durch den aktuellen Umbruch in der Automobilindustrie mit der steigenden Bedeutung von alternativen Antriebssystemen, wie beispielsweise durch Electrification, ergeben sich für die Zuliefererindustrie im Bereich der Tankfertigung Überkapazitäten, was in weiterer Folge den Konkurrenzdruck steigen lässt. Darüber hinaus zeigen Prognosen eine für MSFS positive Entwicklung der Hybrid (PHEV) Varianten, da diese in den USA kontinuierlich ansteigen, was gepaart mit der Kernkompetenz von MSFS ein großes Potential ergibt. Um diese Herausforderungen zu meistern und die definierten Ziele zu erreichen, benötigt MSFS ein Konzept zur Neukundengewinnung in der nordamerikanischen Automobilindustrie, welches beginnend mit einem operationalisierten Vertriebsziel, einer definierten Vertriebsstrategie, über gezielte und erfolgsversprechende Vertriebsmaßnahmen zur Identifikation, Bewertung und Ansprache von potentiellen Neukunden reicht. Den Abschluss des Konzeptes bilden das benötigte Vertriebsbudget und die Kontrollmaßnahmen zur Sicherstellung der Effektivität und Effizienz in der Umsetzung. Im Theorieteil dieser Arbeit wurden beginnend mit der Eingrenzung auf ein Geschäftsfeld alle relevanten Inhalte in den Bereichen Vertrieb, Kaufverhalten und Akquise erarbeitet. Um das Wissensdefizit hinsichtlich der Konzepterstellung zu schließen, wurden im Praxisteil 15 Einzelinterviews durchgeführt und die Ergebnisse in Verbindung mit der durchgeführten Sekundärmarktforschung in das Akquisitionskonzept eingearbeitet. Abschließend wurden Handlungsempfehlungen für MSFS abgegeben, welche die Neukundengewinnung in der nordamerikanischen Automobilindustrie möglichst erfolgsversprechend gestalten sollen.
Geschäftsmodell "Plan B"
(2020)
Eines der großen Schlagworte der letzten Jahre war und ist „Gamification“, also die Integration von spielerischen und für Spiele typische Elemente in Lebensbereiche, die häufig von emotionsloser Sachlichkeit dominiert sind: Ranglisten in Produktionsbetrieben und im Handel spornen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Höchstleistungen an, Verlosungen, an denen ausschließlich zahlende Kundinnen und Kunden teilnehmen dürfen, steigern den Kaufwillen, erreichbare Achievements und Auszeichnungen sorgen dafür, dass eine App oder eine Dienstleistung öfter verwendet bzw. in Anspruch genommen wird. Das „Spiel“ verlässt offenbar die unseriöse, bisweilen „kindische“ Ecke des Lebens und feiert nun sein Comeback. Nun gibt es Personen und Organisationen, die auch schon vor der „Gamification“ die Relevanz des Spieles und des Spielens erkannt haben. Eine solche Organisation ist der Verein Ludovico, der seit Ende der 1980er Jahre in der Steiermark aktiv dafür Sorge trägt, dass Spiel und Spielekultur im ganzen Land Verbreitung finden und die Menschen durch das Spiel Lebenskompetenz erlangen. Das Ludovico begann ursprünglich als reine Ludothek und avancierte insbesondere in den letzten Jahren zu einem Kompetenzzentrum in allen das Spiel betreffenden Bereichen. Als Verein, dessen Einnahmen zu über 80% aus öffentlichen Förderungen bestehen – der mit Abstand größte Teil davon stammt vom Land Steiermark – ist man natürlich auf das Wohlwollen der regierenden Politikerinnen und Politiker angewiesen. In Zeiten des politischen Wandels und zunehmenden Sparmaßnahmen im kulturellen und sozialen Bereich stellt diese Abhängigkeit eine latente Bedrohung dar. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie das Geschäftsmodell des Ludovico verändert werden könnte, um im Fall des Falles finanzielle Autonomie erreichen zu können. Es handelt sich dabei um ein Gedankenexperiment, an dessen Ende ein „Plan B“ entstehen soll. Zu diesem Zweck werden zunächst die Themenbereiche Geschäftsfeldentwicklung (Business Development), Geschäftsmodelle (Business Models) sowie die Entwicklung bzw. Innovation von Geschäftsmodellen erforscht, um auf Basis der gewonnen Erkenntnisse ein Vorgehensmodell zu entwickeln, welches dem Ludovico dabei helfen soll, einen Weg in die wirtschaftliche Selbstständigkeit zu finden. Großes Augenmerk wird dabei auf die vollständige Erfassung und Darstellung des aktuellen Geschäftsmodells des Vereines gelegt, um damit eine solide Ausgangsposition für Entwicklung, Ideation und Innovation zu schaffen. Dafür werden bekannte Darstellungsmöglichkeiten für Geschäftsmodelle untersucht und unter anderem ein eigenes Business Model Canvas entwickelt, welches nicht nur das konkrete Geschäftsmodell abbildet, sondern auch die Umwelt, in die es eingebettet ist, darstellen kann sowie den Kundinnen einen zentralen und gut sichtbaren Platz einräumt. Im weiteren Verlauf wird die Überprüfung der Praxistauglichkeit des entwickelten Vorgehensmodells beschrieben. Zwar konnte das Vorgehensmodell aufgrund zahlreicher notwendig gewordener Anpassungen während der Durchführung von insgesamt drei Workshops nicht bestehen und musste zum Teil grundlegend adaptiert werden, allerdings konnten im Rahmen und Umfeld der Workshops mithilfe der erforschten und entwickelten Werkzeuge über 300 mögliche Ideen, Stoßrichtungen und Denkanstöße für das Ludovico entwickelt werden, welche als Grundlage für weitere strategische und operative Entwicklungen dienen können.
Ziel dieser Masterarbeit ist es herauszufinden, wie und ob der Führungsstil eines*er Trainer*in mit der Motivation und Leistung der Spieler*innen zusammenhängt. Dazu wird folgende Forschungsfrage gestellt: Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem autoritären und kooperativen Führungsstil in der Österreichischen Fußball-Bundesliga und der Motivation und Leistung der Spieler im Team? Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde zuerst eine Literaturrecherche betrieben und dann ein Fragebogen an die Österreichischen Fußball-Bundesligisten ausgeschickt. Die Datenanalyse erfolgte durch eine Korrelationsanalyse. Die quantitative Forschungsmethode hat gezeigt, dass bei beiden Führungsstilen und der Motivation, Leistung und dem Team ein Zusammenhang besteht. Jedoch kann nur im Falle des kooperativen Führungsstils von einem positiven Zusammenhang gesprochen werden. Das zeigt, dass es für Trainer*innen besser ist, wenn sie ihr Team kooperativ führen. Die zukünftige Forschung sollte genauer die Wirkung der unterschiedlichen Führungsstile auf die Motivation und Leistung im Team erforschen.
Multisensorisches Marketing basiert auf einer Kombination aus angewandtem Neuromarketing und erlebtem Emotionalmarketing. Dabei gilt es zwei oder mehr Sinnesorgane gleichzeitig anzusprechen, um Wahrnehmung, Verhalten und Entscheidungen eines Individuums zu beeinflussen. Dieser Prozess geschieht häufig unterbewusst, da der Mensch nicht in der Lage ist, den Einfluss unmittelbar zu erfassen. Die forcierte unterbewusste Einflussnahme bietet Einzelhändler*innen die Möglichkeit, ihre Marken, Produkte und Dienstleistungen potenziellen Kund*innen gezielt näher zu bringen und deren Kaufverhalten zu steuern. Der Geruchssinn verfügt als einziges Sinnesorgan über eine direkte Verbindung zum limbischen System, das wesentlich an der Emotionsverarbeitung beteiligt ist. Emotionen prägen menschliche Reaktionen maßgeblich. Daher wird insbesondere dem Duftmarketing in diesem Forschungsfeld eine bedeutende Rolle beigemessen. Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen empirischen Teil. Im theoretischen Abschnitt wird ein allgemeines Verständnis für den Bereich Kaufverhalten und die zugrundeliegenden Prozesse anhand des SOR- und SIPR Modells geschaffen. Die fünf menschlichen Sinne werden in ihrer Relevanz für das multisensorische Marketing erläutert, wobei der olfaktorische Sinn vertiefend betrachtet wird. Bisherige Erkenntnisse und Anwendungen multisensorischen Marketings im stationären Einzelhandel werden aufgezeigt. Der empirische Teil beruht auf einem Feldexperiment kombiniert mit einer quantitativen Befragung in zwei unterschiedlichen Reisebürofilialen. Dabei wurde eine Filiale über einen Monat lang beduftet, während die andere Filiale als unbehandelte Kontrollgruppe fungiert hat. Die Befragung zielt darauf ab, die subjektive Wahrnehmung und das Empfinden der Kund*innen zu erfassen, um mögliche Auswirkungen des Dufts auf das Buchungsverhalten zu erheben. Die Ergebnisse des vorliegenden Experiments können den in der bestehenden Literatur nachgewiesenen Einfluss multisensorischer Marketingmaßnahmen auf das Verhalten im Reisebürokontext nicht bestätigen.
Der Fashion Markt befindet sich im Wandel. Das Modell des Ultra Fast Fashion rückt durch Unternehmen wie Shein oder Temu immer stärker in den Fokus. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die wissenschaftliche Datenlage rund um das Thema Ultra Fast Fashion sehr begrenzt und folglich ist auch das Verständnis der Konsument*innenperspektive sehr limitiert. Beziehungsweise ist dieses in manchen Aspekten kaum gegeben. Die Generation Y bildet für den Fashion Bereich eine relevante Zielgruppe. Der Einblick dieser Kundengruppe wird im Kontext des Ultra Fast Fashion aktuell gar nicht behandelt. Diese Masterarbeit untersucht daher zentrale Faktoren, die mit der Kaufintention von Ultra Fast Fashion Unternehmen auf die Generation Y zusammenhängen. Durch eine empirische Forschung, welche durch einen standardisierten Online-Fragebogen durchgeführt wurde, konnten Einflussfaktoren von Ultra Fast Fashion bei weiblichen Konsumentinnen der Generation Y überprüft werden. Diese zentralen Faktoren umfassen den Preis, das Sortiment, den Wunsch nach Neuem, Social Media, die soziale Umgebung, die Qualität sowie das Brand Image, welche von insgesamt 209Probandinnen bewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere der Preis sowie die Vielfalt des Sortiment seine wichtige Rolle bei der Kaufintention spielen. Überraschenderweise zeigt sich die Qualität ebenfalls als ein wichtiger Faktor, bleibt aber nichtsdestotrotz kontrovers. In dieser Untersuchung zeigen die soziale Umgebung sowie der Einfluss von Social Media keinen Zusammenhang zur Kaufintention. Die vorliegende Arbeit liefert einen Beitrag zum weiteren Verständnis der Konsument*innen Sicht hinsichtlich des Ultra Fast Fashion. Diese Erkenntnisse leiten ebenso Implikationen für etablierte Fast Fashion Unternehmen her, wie zum Beispiel H&M oder Zara.
In der global tätigen Unternehmensgruppe SSI Schäfer stellt der Standort Graz das Kompetenzzentrum im Bereich der Kleinfördertechnikanlagen dar. Die essenziellen Aufgaben der MitarbeiterInnen aus den Planungsbereichen besteht in der Auslegung von Logistiksystemen, im Hinblick auf Materialfluss und Durchsatz. Derzeit obliegen diese Auslegungen nur erfahrenen MitarbeiterInnen, da viel Fachwissen erforderlich ist. Gerade im vielfältigen Bereich der Informationslogistik zeigte sich im Unternehmen eine Vernachlässigung. Prozesse, die sich auf die Steuerung dieser Informationsverarbeitung beziehen, wie Materialfluss- und Durchsatzberechnungen, waren nicht vorhanden. Dabei sind gerade diese praktischen Anwendungen bei enger Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und auch innerhalb eines Unternehmens für die MitarbeiterInnen sehr wichtig. Es muss sichergestellt werden, dass projektspezifisch die richtigen Informationen zur Verfügung gestellt werden und somit ein unnötiger Informationsfluss vermieden wird. Alle Projektbeteiligten sollen diese Informationen erhalten, welche für die Auslegung der idealen Fördertechnikkomponenten erforderlich sind, um diese im weiteren Verlauf richtig verarbeiten und interpretieren zu können. Ziel dieser Masterarbeit ist die Entwicklung und Implementierung eines Grenzdurchsatzberechnungstools, mit dem alle MitarbeiterInnen, unabhängig von deren Erfahrungsstand Logistiksysteme auslegen können. Für die Erreichung dieses Ziels, wurden zu Beginn die Abhängigkeiten der unterschiedlichen Fördererelemente in Bezug auf deren Einflussfaktoren und empirisch ermittelten Parametern untersucht. Danach wurden mittels mathematischer Berechnungen die jeweiligen Takt- und Zykluszeiten errechnet, um daraus in weiterer Folge die technischen Durchsätze ableiten zu können. Diese wurden im Anschluss an die Berechnungen in ein XML-Modul übertragen, welches in das vektororientierte Zeichenprogramm AutoCAD Architecture eingebunden wurde. Das Ergebnis der Arbeit ist ein, in AutoCAD visualisiertes, performance-calculation-tool (PEC), welches über einen automatischen Updateprozess global auf allen Planungs-Workstations der Fa. SSI Schäfer zur Verfügung gestellt wird. In der praktischen Anwendung bringt dies für das Unternehmen einige Vorteile mit sich. Zum einen trägt es wesentlich zur Steigerung der Planungssicherheit bei, da hier Erfahrungswerte kompakt und automatisch in die Berechnungen integriert werden. Zum anderen erhöht dieses Tool wesentlich die Schnelligkeit in den Verarbeitungsprozessen, was bei den MitarbeiterInnen Ressourcen für andere wichtige Aufgaben im Projekt schafft.
In dieser Masterarbeit wird ein mobiles Dokumentenprüfgerät weiterentwickelt. Dabei gilt das mechatronische Integrieren von zusätzlichen Funktionen in das bestehende Design als primäres Ziel. Vor allem eine Höhenverstellung des Optikmoduls bietet fehlsichtigen Menschen einen enormen Vorteil, da sie dadurch auf kleinste Merkmale fokussieren können. Nach einer Literaturrecherche in den Bereichen der strukturierten Vorgehensweise, der optischen Grundlagen sowie der Entwicklungsrichtlinien für Starrflex-Leiterplatten und Kunststoffbauteilen werden die Anforderungen analysiert. Im nächsten Schritt werden Auslegungen für die anschließende Konzeptkonstruktion durchgeführt. Durch funktionelle Aufbauten können diese Konzepte abgesichert werden. Auf Basis dieser Erkenntnisse entsteht abschließend eine detaillierte Konstruktion und ein seriennaher Prototyp. Das Ergebnis erfüllt nahezu alle geforderten Anforderungen und bietet Lösungen für die oftmals in Konflikt stehenden Ziele. Durch die modulare Konstruktion sinkt die Variantenvielfalt, wodurch Vorteile in der internen Logistik, sowie für den Kunden entstehen. Daneben ist der Funktionsumfang bei gleichbleibendem Bauraum und ähnlichen Produktionskosten erweitert. Dadurch wird die Grundlage für die weitere Serienentwicklung geschaffen.
Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick in die Programmierung fahrerloser Transportsysteme mithilfe des Robot Operating Systems. Das ursprünglich für Forschungszwecke erstellte System wurde weiterentwickelt, um den hohen Anforderungen der Industrie gerecht zu werden. Eine für die Zukunft relevante Eigenschaft, um fahrerlose Transportsysteme effizient einzusetzen, ist die Echtzeitfähigkeit. In dieser Arbeit wird die Echtzeitfähigkeit von ROS 1 sowie von ROS 2 untersucht. Zu diesem Zweck werden im einleitenden theoretischen Teil die Grundlagen zu diesem Fachgebiet geklärt. Hierzu werden die Themen Robot Operating System, Echtzeitfähigkeit sowie Informationen zu den verwendeten Komponenten bearbeitet. Im praktischen Teil der Arbeit wurde zu Beginn der Testaufbau erarbeitet, gefolgt von der Programmierung der Latenzzeitmessungen. Um Rückschlüsse auf die Echtzeitfähigkeit des Systems zu ziehen, wurden die Messungen hinsichtlich der Eigenschaften Rechtzeitigkeit, Zuverlässigkeit sowie Gleichzeitigkeit durchgeführt. Das Robot Operating System 2 bietet eine Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten, die die Echtzeitfähigkeit beeinflussen können. Um eine gewichtige Aussage tätigen zu können, wurden neben ROS 1 sechs Varianten von ROS 2 untersucht. Abschließend werden die Messungen analysiert und auf Basis dessen wird eine Aussage zur Echtzeitfähigkeit des Robot Operating Systems getroffen.
Die zunehmende Digitalisierung hat Plattformen als dominante Geschäftsmodelle etabliert, wodurch Unternehmen wie Amazon, Uber und Airbnb ganze Branchen transformiert haben. Während Plattformlösungen in Bereichen wie Handel, Mobilität und Entertainment weit verbreitet sind, fehlt eine vergleichbare integrierte Plattform für Wohnen und Leben bislang am europäischen Markt – obwohl in Asien bereits erfolgreiche Modelle wie WeChat oder Grab existieren, die Alltagsservices verbinden. Trotz des großen Potenzials bleibt unklar, welche Faktoren die Akzeptanz einer solchen Plattform beeinflussen. Die vorliegende Arbeit untersucht aus diesem Grund die Determinanten der Nutzerakzeptanz mithilfe eines erweiterten Technology Acceptance Models (TAM/TAM2) unter Berücksichtigung der österreichischen Bevölkerung. Neben zentralen Einflussfaktoren aus der Diffusion of Innovation und der Perceived Risk Theorie wird auch der finanzielle Vorteil berücksichtigt. Die empirische Studie basiert auf einer quantitativen Befragung von n = 203 Teilnehmenden. Die Ergebnisse der multiplen Regressionsanalysen zeigen, dass der relative Vorteil einen positiven Einfluss auf die wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit hat, während Komplexität einen negativen Einfluss ausübt. Die wahrgenommene Nützlichkeit wird signifikant durch den relativen Vorteil und die Kompatibilität bestimmt. Die Nutzungsintention wird vor allem durch die wahrgenommene Nützlichkeit und den finanziellen Vorteil positiv beeinflusst, während die Risikowahrnehmung einen hemmenden Effekt hat. Die Benutzerfreundlichkeit zeigt keinen direkten Einfluss auf die Nutzungsabsicht, sondern vermittelt diese indirekt über die Nützlichkeit. Die Ergebnisse erweitern bestehende Akzeptanzmodelle und liefern wertvolle Hinweise für die Entwicklung integrierter Plattformen für Wohnen und Leben, deren nutzerorientierte Gestaltung sowie die Förderung ihrer Akzeptanz und Marktdurchdringung.
Digital platforms and ecosystems (DPEs) have become key players in driving economic transformation, reshaping competitive dynamics, and redefining how firms create, deliver, and capture value. Their unique characteristics enable them to establish extensive stakeholder networks, exploit network effects, and engage in value cocreation, allowing them to achieve unprecedented economies of scale and winner-take all dynamics. Although many of today’s most valuable companies are based on DPEs, most fail, suggesting that commonly cited success factors, such as network effects, value co-creation, and stakeholder management, do not fully explain their success. Emerging literature indicates that the pursuit of a purpose beyond profit maximization influences the success of for-profit firms by guiding their decision-making and overall strategic direction, influencing employee engagement and motivation, and strengthening stakeholder relationships. However, the role of purpose in the for-profit firm in DPEs’ success has yet to receive little attention in academic research. The following thesis addresses this gap by conducting a systematic literature review of 83papers, analyzing the intersection of implications of the pursuit of purpose in the for profit firm and critical success factors of DPEs. The results show that purpose has significant implications for the value creation, delivery, and capture of for-profit firms, by influencing underlying mechanisms, such as their value proposition, decisionmaking, leadership, stakeholders, and governance and confirm that DPEs’ success is determined by how well they leverage the mechanisms underlying value creation, delivery, and capture. The significant intersection between the implications of the pursuit of purpose and the critical success factors for DPEs demonstrates that the purpose in the for-profit firm plays a role in DPEs’ success. Ultimately, this study contributes to the theoretical and practical discourse on purpose and the success of DPEs by proposing a conceptual model outlining the role of purpose in DPEs’ success through value creation, delivery, and capture, and factors moderating this process.
The present study examines the perception of congruent and incongruent signals regarding corporate social responsibility (CSR) on employer rating platforms, taking into account signalling theory. The aim of the study is to explore the influence of CSR-related signals on job seekers' perception of employer attractiveness, application intention, CSR-based credibility, and CSR value congruence. For this purpose, an experimental design with two stimuli was applied in the form of a quantitative online survey with 85 respondents, aged 20 to 44, who use employer rating platforms. Participants were divided into two groups and exposed to fictional employer reviews that either aligned with or contradicted the company's CSR claims. Specifically, respondents demonstrated a reduced perceived attractiveness of the employer, a reduction in application intentions, a lower perceived value fit, and a reduction in the credibility of the company's CSR commitment when CSR signals were inconsistent compared to consistent signals. The study concludes that consistent CSR information significantly improves job seekers' perception of potential employers across all measured constructs, highlighting the importance of an honest approach to CSR practices. These findings are relevant for both future research and businesses, as they illustrate the opportunities and risks of inconsistent CSR communication.
Purpose hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und wird zunehmend als Bestandteil einer werteorientierten Unternehmenskultur betrachtet. Angesichts des demografischen Wandels, des steigenden Fachkräftemangels und der veränderten Erwartungen der Gen Z ist es für Unternehmen herausfordernd, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und junge Leute für ihr Unternehmen zu gewinnen. Eine strategisch gestaltete Employee Value Proposition (EVP) spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie das Gesamtangebot eines Unternehmens an seine Mitarbeiter:innen definiert und als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb um Talente eingesetzt werden kann. Während Purpose immer stärker als wichtiges Element betont wird, ist bislang unerforscht, welche Rolle er tatsächlich in der Arbeitgeberattraktivität spielt. Daher untersucht diese Arbeit, inwiefern die Integration von Purpose-Elementen in die EVP die Arbeitgeberattraktivität für die Gen Z beeinflusst. Ziel ist es herauszufinden, wie die Gen Z Purpose in der EVP wahrnimmt und welchen Einfluss dies auf ihre Wahrnehmung von Arbeitgebermarken und ihre Präferenzen bei der Jobwahl hat. Basierend auf dem theoretischen Hintergrund wurde eine qualitative Untersuchung mittels Fokusgruppen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Purpose als unterstützender Faktor zur Arbeitgeberattraktivität beitragen kann, jedoch nicht als alleiniges Entscheidungskriterium dient. Er entfaltet seine Wirkung, wenn er mit klassischen EVP-Faktoren wie Gehalt, Karrieremöglichkeiten, Flexibilität, Wertschätzung und weiteren Benefits kombiniert wird. Entscheidend ist eine glaubwürdige und transparente Kommunikation, um das Vertrauen potenzieller Mitarbeiter:innen zu gewinnen. Außerdem zeigt die Untersuchung, dass es von der individuellen Lebenssituation abhängt, ob Purpose als zentraler Einflussfaktor wahrgenommen wird oder eine untergeordnete Rolle spielt. Aufgrund der zeitlichen Begrenzung, der limitierten Stichprobengröße und der regionalen Eingrenzung dieser Arbeit, könnte eine weiterführende Forschung die Erkenntnisse langfristig fundieren und erweitern. Zukünftig wird es für Unternehmen essenziell, Purpose als authentisch gelebten Bestandteil der Unternehmenskultur zu verankern.
Sprachassistenten gewinnen weltweit an Bedeutung und sind in vielen Alltagssituationen bereits fest etabliert. In Österreich werden sie jedoch mehrheitlich für einfache Aufgaben wie das Abspielen von Musik genutzt. Der Einsatz im Kaufprozess, insbesondere im österreichischen Online-Lebensmitteleinzelhandel (OLEH), bleibt hingegen ein Nischenthema. Diese Arbeit untersucht, inwiefern Sprachassistenten in Österreich bereits genutzt werden und welche Faktoren die Nutzungsintention im OLEH beeinflussen. Auf Basis der „Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2“ (UTAUT2) sowie ergänzender Forschungsarbeiten wurden sechs zentrale Einflussfaktoren analysiert: Leistungserwartung, Aufwandserwartung, sozialer Einfluss, erleichternde Bedingungen, hedonische Motivation und wahrgenommenes Datenschutzrisiko. Die mittels quantitativer Online-Befragung erhobenen Daten wurden durch eine multiple Regressionsanalyse und eine Spearman-Korrelation ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere der soziale Einfluss eine entscheidende Rolle für die Nutzungsabsicht spielt. Eine höhere Nutzungsquote einer neuartigen Technologie im nahen Umfeld kann also zu einer stärker ausgeprägten Nutzungsintention führen. Auch die Leistungserwartung stellt einen relevanten Faktor dar. Je nützlicher und effizienter der Einkauf durch den Einsatz von Sprachassistenten wahrgenommen wird, desto höher ist die Nutzungsintention. Die restlichen untersuchten Variablen wiesen hingegen keinen signifikanten Einfluss auf. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Implikationen für den OLEH. Während einige Konsument*innen der Nutzung von Sprachassistenten offen gegenüberstehen, bleibt die Skepsis bei vielen hoch. Erste Hinweise deuten auf eine höhere Akzeptanz in der Vorkauf- und Nachkaufphase hin, was jedoch durch weitere Studien überprüft werden sollte.
Neue Technologien und die fortschreitende Digitalisierung verändern nachhaltig das Kaufverhalten von Konsument*innen und bringen neue hybride Strategien des Einkaufens hervor. Ein relevantes Phänomen im Multi-Channel-Kontext ist Webrooming, bei dem Konsument*innen zunächst Produkte und Services online recherchieren, den abschließenden Kauf jedoch in stationären Geschäften tätigen. Während sich bisherige Studien mit Vorteilen und Motivationen beschäftigt haben, widmet sich diese Arbeit der Frage, welche Rolle Stress in der Webrooming-Intention hat. Im theoretischen Teil dieser Masterarbeit werden vertriebsstrategische Ansätze im Multi-Channel-Umfeld und der Kaufentscheidungsprozess mit besonderem Fokus auf Stress beleuchtet. Die anknüpfende empirische Untersuchung basiert auf einem qualitativen Studiendesign mit Konsument*innen der Generation Z und analysiert, inwiefern Stress die Webrooming-Intention lenkt und wie Stressfaktoren das Webrooming-Verhalten beeinflussen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Stress sowohl einen treibenden als auch einen hemmenden Einfluss auf den Kanalwechsel im Webrooming-Verhalten haben kann. Zum einen suchen Konsument*innen aufgrund der überfordernden Online-Informationsvielfalt Sicherheit im stationären Handel, zum anderen können stressauslösende Faktoren im Offline-Bereich dazu führen, dass sie zum Online-Kanal zurückkehren oder den Kaufprozess ganz abbrechen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden Handlungsempfehlungen für ein stressfreieres Einkaufserlebnis abgeleitet. Diese Arbeit liefert somit wertvolle Ansätze für die Optimierung von Multi-Channel-Strategien und der Customer Journey und zeigt, dass Konsument*innen sowohl die Vorteile der Einkaufsstrategie dieses Phänomens wahrnehmen als auch Webrooming als Stressbewältigungsstrategie nutzen.
Die Kundenloyalität ist sowohl aus Sicht der Konsument*innen als auch der Unternehmen vorteilhaft. Die zunehmende Nutzung und Beliebtheit des E-Commerce und insbesondere des pharmazeutischen E-Commerce sollten von Unternehmen bestmöglich genutzt werden. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Masterarbeit mit Einflussfaktoren, die Kundenloyalität im pharmazeutischen B2C-E-Commerce fördern können. Um diese Einflussfaktoren zu identifizieren, wurde zu Beginn der Arbeit der Stand der Forschung anhand der Erkenntnisse zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen dargestellt. Daraus resultierend konnte eine Forschungslücke definiert werden. Das Ziel der Arbeit ist es, Einflussfaktoren, die bereits in der Literatur des E-Commerce erörtert wurden, zu erweitern sowie neue Einflussfaktoren im pharmazeutischen Kontext zu eruieren. Da Kund*innen primär zu einem*einer Anbieter*in loyal sind, wurde im Rahmen dieser Forschung das am österreichischen Markt erfolgreiche E-Commerce-Unternehmen „Shop Apotheke“ näher untersucht. Um das Ziel der Arbeit zu erreichen, wurde die qualitative Methode der Online-Fokusgruppeninterviews durchgeführt. Anschließend erfolgte eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring der transkribierten Gespräche und es konnten neun Einflussfaktoren auf die Kundenloyalität im pharmazeutischen E-Commerce identifiziert werden. Erkenntnisse über Zufriedenheit, Vertrauen, Preis, Kundenservice, Online-Kundenrezensionen und Webseiten-Qualität wurden in dieser Arbeit im Kontext der Pharmabranche erweitert. Ergänzend dazu konnten die Einflussfaktoren Bequemlichkeit, Produktsortiment und Produktvergleich ermittelt werden. Resümierend bietet diese Arbeit Einsichten zur Entstehung der Kundenloyalität im pharmazeutischen E-Commerce sowie zum Kaufverhalten, zu dessen Besonderheiten, Vorteilen, Herausforderungen, Verbesserungspotenzialen und zur Relevanz und Aktualität der Thematik. Unter Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse können Unternehmen auf die Bedürfnisse der Konsument*innen eingehen und dadurch loyales Verhalten der Kund*innen fördern.
With the growth of e-commerce and rising health consciousness, the way in which con-sumers perceive advertising elements and form attitudes regarding food supplements has profoundly changed. This study builds on an understanding of food supplements, taking unique e-commerce settings and regulatory guidelines governing advertising practices into account. Drawing upon a modified Elaboration Likelihood Model by Cyr et al. (2018), this research adapts the model even further to examine how central- and pe-ripheral-processed advertising elements influence changes in attitude on a product de-tail page, in the food supplement context. A quantitative study was conducted to analyze consumers’ possible “Attitude Change” to a fictitious product detail page. The textual content (product descriptions, health claims, relating to "Health Claim Quality"), visual design (product pictures in different settings relating to "Product Visualization"), social components (recommendations, trust elements and reviews relating to "Connected-ness") and testimonials (pictures with testimonial persons relating to "Testimonials"), from three Austrian supplement market leaders were combined and presented to the participants in a separate layout, which based visually and structurally on the existing product detail pages. The anticipated attitude change among consumers did not reach statistical significance. However, the empirical findings support the conclusion that “At-titude Change” through advertising elements on a product detail page selling food sup-plements is primarily influenced by social identification (“Connectedness”), while “Health Claim Quality” and “Product Visualization” play a supportive role, that is not as influential, among other unexplored factors in this context. “Testimonials”, do not seem to have a direct effect on “Attitude Change”. The findings of this study indicate that product detail page elements that establish an emotional connection to the brand or product are especially effective in influencing consumers in their sustainable opinion formation.
Digital transformation has fundamentally reshaped marketing by placing data-driven processes and automation at the forefront. In this context, low-code and no-code platforms are becoming increasingly significant, as they enable companies to develop customized software solutions without requiring extensive programming expertise. This accelerates processes, reduces costs, and minimizes dependency on IT departments. This master's thesis examines the role of low-code and no-code platforms in marketing, analyzing their potential and challenges based on empirical data. Through qualitative interviews with experts from IT, marketing, and controlling, key use cases, implementation strategies, and success factors were identified. The findings reveal that these platforms significantly enhance efficiency, particularly through the automation of campaigns, optimization of lead generation, and data-driven decision-making. However, challenges remain, especially regarding system integration, employee training needs, and organizational acceptance. The analysis emphasizes that low-code and no-code platforms go beyond being mere technological tools, they function as strategic enablers for data-driven marketing. Companies that implement these technologies effectively and integrate them with clear governance structures benefit from greater agility and long-term competitive advantages. Finally, this study presents practical recommendations for successful implementation and outlines future research directions to maximize the full potential of these platforms in marketing.
Die Digitalisierung hat bereits sämtliche unserer täglichen Lebensbereiche erfasst. Auch Branchen wie die Agrarwirtschaft die lange Zeit traditionell funktionierten, stellen immer mehr Bereiche wie die Saatgutausbringung, sowie die Bewässerungssteuerung auf digitalisierte Berechnungsmodelle zur optimierten Ressourcennutzung um. Einer der am wenigsten erforschten Bereiche der Agrarwissenschaft ist der bereits sich verbreitende, für viele Bauern jedoch noch immer unerschlossene, Direktvertrieb. Der Direktvertrieb lässt sich inzwischen auch digitalisieren und eröffnet damit weitere Absatzkanäle. Der digitale Direktvertrieb zeichnet sich nicht nur durch den Einsatz von E-Commerce Plattformen aus, sondern auch vielerorts inForm von (teil)digitalen Automatenshops, die Kund*innen ein 24/7 Einkaufserlebnis von Regionalproduktenermöglichen sollen. Kleinbauern bewirten oft schwer zugängliches Gelände und sind vielerorts auf Förderungen auf Grund desgeringen Bruttoertrages angewiesen. Ihre Erzeugnisse werden für gewöhnlich ab Hof oder Bauernmärkten verkauft, sowie in selteneren Fällen von Regionalhändlern als Nischenprodukte ins Sortiment aufgenommen. Know-How im Digitalbereich fehlt oft gänzlich, wodurch viele junge Käuferschichten nicht Kanalgerecht angesprochen werden. Durch den Klimawandel und die ersten spürbaren Folgen von ebendiesem, findet in der Bevölkerung ein Umdenken Richtung Nachhaltigkeit statt. Die Rückbesinnung auf Regionalprodukte von nahen Erzeugern statt Importprodukten ist ein stark zunehmender Trend, der Kleinbauern grundsätzlich entgegenkommt. Es liegt nun an diesen, die vorhandenen Chancen zu nutzen und sich durch den Vertrieb über digitale Kanäle wieder stärker bei den KonsumentInnen zu präsentieren. Automaten und Onlineverkauf liegen im Trend und gelten als sinnvolle Erweiterung des Direktvertriebs.
Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es für Unternehmen essenziell, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Externe Dienstleister*innen schaffen die Möglichkeit, gezielt in Bereichen zu unterstützen, die nicht zu den Kernkompetenzen von Unternehmen zählen. Gerade im B2B-Projektgeschäft, das von maßgeschneiderten und individuellen Lösungen für Endkund*innen gekennzeichnet ist, sind Vertriebsmitarbeiter*innen damit konfrontiert, trotz der Komplexität im Geschäftsfeld stetig Neukunden zu gewinnen. Die Neukundenakquise in diesem Bereich erfordert nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch professionelle Vertriebsansätze und ist zeit- sowie ressourcenintensiv. Vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit dem Thema Outsourcing von Sales-Prozessen zur Neukundenakquise im B2B-Projektgeschäft. Im Rahmen einer qualitativen Forschung wurde untersucht, welche Auswirkungen das Outsourcing jener Prozesse auf die Effizienz in der Neukundengewinnung in diesem Geschäftsfeld hat. Dabei wurden qualitative Effekte auf die Effizienz, sowie Hintergründe für die Auslagerung und Erfolgsfaktoren beleuchtet. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen dieser Branche, die Outsourcing nutzen, oder genutzt haben, insbesondere von einer kontinuierlichen Marktbearbeitung, einer Beschleunigung des Vertriebsprozesses und erhöhten Produktivität profitieren. Des Weiteren trägt Outsourcing zu einer Zeitersparnis, sowie zu einer Entlastung interner Ressourcen bei, wodurch gleichzeitig Personalkosten reduziert werden können. Zudem verbessert sich durch den Einsatz externer Spezialist*innen die Qualität der Kontakte und Kundebeziehungen. Die Untersuchung liefert wertvolle Informationen für Unternehmen im B2B-Projektgeschäft, die Outsourcing als Maßnahme zur Neukundengewinnung in Betracht ziehen.
Das Marketing und somit auch das B2B-Marketing haben sich in den letzten Jahren vor allem durch die Digitalisierung stark verändert. Technologien wie Marketing Automation oder Generative KI gewinnen zunehmend an Bedeutung bei der zielgerichteten, personalisierten und optimierten Kundenkommunikation. Die Problemstellung, die im Rahmen dieser Masterarbeit behandelt wird, ergibt sich aus der Tatsache, dass der Einsatz dieser Technologien zwar zunehmend verbreitet ist, jedoch bislang kaum wissenschaftlich analysiert wurde. Es fehlen Erkenntnisse aus der kombinierten Wirkung dieser beiden Technologien im Bereich des E-Mail-Marketings. Im Rahmen dieser Masterarbeit soll herausgefunden werden, welche Auswirkungen die Kombination von Marketing Automation und Generativer KI auf die Effizienz und Effektivität von E-Mail-Marketing-Kampagnen im B2B hat und welche Einflussfaktoren auf die kombinierte Verwendung wirken und somit das größte Potenzial für das Erreichen der Ziele im E-Mail-Marketing bedingen. Im theoretischen Teil dieser Arbeit werden bestehende Konzepte und Theorien zu E-Mail-Marketing, Marketing Automation und Generativer KI im B2B-Bereich näher beleuchtet. Anschließend erfolgt die Darstellung der empirischen Ergebnisse, die im Rahmen von Experteninterviews mit Fachleuten aus verschiedenen B2B-Unternehmen erlangt wurden. Das Ziel hinter der Befragung war es, die offenen Fragen zu schließen und ein konzeptionelles Modell zu entwickeln. Die transkribierten Interviews wurden systematisch ausgewertet und Muster, Erfolgsfaktoren, aber auch Herausforderungen wurden identifiziert. Aus der Analyse der Interviews wurde deutlich, dass die Integration von Marketing Automation in Kombination mit Generativer KI zu einer höheren Effektivität und Effizienz der B2B-E-Mail-Marketing-Kampagnen führt. Weiters konnte festgestellt werden, dass verschiedene Einflussfaktoren eine Auswirkung auf den Erfolg der Kampagnen haben. Die Ergebnisse dieser Arbeit tragen dazu bei, ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis für den Einfluss und auch die Auswirkungen zu schaffen und bieten praxisrelevante Einblicke in die kombinierte Verwendung der Technologien.
Gebrüder Weiss hat sich in einem preisgetriebenen Marktumfeld als mitttel- bis hochpreisiger Spediteur positioniert. Als Wettbewerbsvorteile wurden durch das Unternehmen Kundennähe und die Individualität der Leistung definiert. Auf Grund dieser Positionierung wurden in den letzten Jahren Investitionen in digitale Vertriebslösungen vernachlässigt. Um die kommenden Herausforderungen, hier sind vor allem eine zunehmende Vorwärtsintegration der Reedereien und Airlines sowie eine prognostizierte Rezession zu nennen, zu meistern, wurde das vorliegende digitale Vertriebskonzeptentwickelt. Das Vertriebskonzept soll Gebrüder Weiss dabei unterstützen, Kunden über einen neuen Online-Kanal zu bedienen und dadurch Vertriebs- und Prozesskosten zu senken. Im Zuge der Arbeit wurden die theoretischen Grundlagen im Bereich Vertrieb von Dienstleistungen und B2B Käuferverhalten erarbeitet. Darauf aufbauend erfolgte eine detaillierte Ausarbeitung der bestehenden Möglichkeiten im B2B E-Commerce. Der Fokus wurde hierbei auf den Vertrieb von Dienstleistungen mittels eines B2BOnline-Shops gelegt. Um den neuen Vertriebskanal an die spezifischen Kundenbedürfnisse angepasst entwickeln und implementieren zu können, erfolgte eine Ausarbeitung der Themengebiete Customer Experience Management, Customer Journey und Customer Touchpoints Management. In Folge wurden Informationen zu neuen technologischen Möglichkeiten wie z.B. IOT und Big Dataerarbeitet. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse erfolgte der theoretische Aufbau eines digitalen Vertriebskonzepts. Um das Informationsdefizit, das vor allem im Bereich der Customer Journey vorlag auszugleichen, wurde eine primäre Marktforschung mittels Einzelinterviews durchgeführt. Die gewonnen Erkenntnisse wurden in weiterer Folge genutzt, um für Gebrüder Weiss das digitale Vertriebskonzept zu entwickeln. Dieses beinhaltet neben der Vertriebsstrategie, ein Tool zur systematischen Qualifizierung von potenziellen Online Kunden, Vertriebsmaßnahmen, die Budgetierung des Konzeptsund entsprechende Kontrollinstrumente. Als Ergebnis der Arbeit können konkrete Handlungsempfehlungen für das Unternehmen genannt werden. Durch diese ist Gebrüder Weiss in der Lage die vorgegebenen Unternehmensziele zu erreichen.
Die KNAPP AG ist ein steirisches und international tätiges Unternehmen im Bereich Automatisierungstechnologie für Logistik- und Produktionsbetriebe. Das Unternehmen konnte weltweit bereits über 1.800 Automatisierungslösungen in Betrieb nehmen und im Wirtschaftsjahr 2018/2019 einen Umsatz von EUR 954 Mio. generieren. Aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung und dem Mangel an Pflegepersonal rückt im Gesundheitsbereich die patientenindividuelle Medikamentendosierung in den Vordergrund. Durch die steigende Automatisierung kann das Risiko einer falschen Dosierung reduziert und das Pflegepersonal entlastet werden. Aus diesem Grund hat sich die KNAPP AG dazu entschieden, das Geschäftsfeld „Verblistern“ in Deutschland zu erschließen. Hierfür wurde als Zielgruppe deutsche Blister-Zentren festgelegt. Für die Akquise von Neukunden in diesem Geschäftsfeld benötigt die KNAPP AG jedoch ein kundenspezifisches Vertriebskonzept. Um die potentiellen Kunden gezielt bearbeiten zu können, müssen zuvor eine Identifizierung und Qualifizierung der Zielgruppe erfolgen. Im Anschluss können unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten entsprechende Strategien und Maßnahmen angewandt werden. Im theoretischen Teil dieser Arbeit wurden alle notwendigen Aspekte zur Erarbeitung eines Vertriebskonzeptes aufgezeigt. Zusätzlich wurde im Zuge des Praxisteils eine Marktforschung durchgeführt, wobei acht Expertinnen und Experten und sieben Blister-Zentren hinsichtlich des Informationssuch- und Kaufentscheidungsprozesses befragt wurden. Diese Erkenntnisse flossen in die Situationsanalyse ein und bildeten zusammen mit der Theorie die Basis für das anschließende praktische Vertriebskonzept zur Neukundenakquise. Dabei wurden Handlungsempfehlungen erarbeitet und eine Budgetierung zur Umsetzung der Maßnahmen durchgeführt. Weiters wurden mögliche Kennzahlen zur Messung des Erfolges der Vertriebsaktivitäten aufgezeigt.
Erstellung eines B2C-Kundenbearbeitungskonzepts im Verkauf beratungsintensiver Veranlagungsprodukte
(2020)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit den vertriebspolitischen Aspekten der Kundenbearbeitung im Verkauf von beratungsintensiven Veranlagungsprodukten und der Entwicklung eines dazugehörigen Konzepts für die BAWAG P.S.K. Die Arbeit gliedert sich in die Einleitung, welche die Ausgangssituation, die Problemstellung sowie die Ziele und den Aufbau der Arbeit beinhaltet, den Literaturteil, welcher in 5 Kapitel aufgeteilt ist und sich intensiv mit dem Thema auf theoretischer Basis auseinandersetzt, sowie den abschließenden Praxisteil, in welchem die empirische Untersuchung und das fertige Konzept vorgestellt werden. Das letzte Kapitel fasst noch einmal die gewonnenen Erkenntnisse sowie die gesetzten Maßnahmen zusammen, welche im Laufe der Arbeit beschrieben wurden. Im theoretischen Teil wird, nach einer generellen Abgrenzung des Themengebiets, der B2C-Dienstleistungsbranche sowie den Instrumenten beratungsintensiver Veranlagungsprodukten, auf die vertriebsspezifischen Merkmale von Unternehmen eingegangen. Insbesondere werden verschiedene Organisationsformen des Vertriebs beschrieben, welche Vor- und Nachteile diese bieten oder mit welchen Aufgaben sich der Vertrieb typischerweise zu beschäftigen hat. Besonderes Augenmerk wird auf die psychologischen Aspekte des Käuferverhaltens von Konsumentinnen und Konsumenten gelegt. Dabei wird im sechsten Kapitel auf den gesamten Kaufprozess sowie die psychologischen Einflussfaktoren eingegangen. Außerdem wird die Servicequalität analysiert und als Erfolgsfaktor für Kundenzufriedenheit sowie Umsatzsteigerung identifiziert. Im Zuge des praktischen Teils der Arbeit werden Stärken und Schwächen der BA-WAG P.S.K. sowie daraus resultierende Chancen und Risiken analysiert. Diese beeinflussen mitunter die abschließenden Maßnahmen. Der zweite Einflussfaktor für die Wahl der geeigneten Maßnahmen sind die Antworten von 16 bestehenden Kundinnen und Kunden der BAWAG P.S.K., welche in qualitativen Einzelinterviews zu deren Einstellung gegenüber dem Wertpapierbereich befragt wurden. Alle bisher genannten Daten fließen im abschließenden Konzept zur Kundenbearbeitung im Verkauf beratungsintensiver Veranlagungsprodukte zusammen, darauf aufbauend wird ein Maßnahmenplan inklusive des dazugehörigen Budgets und der Verantwortlichkeiten erstellt. Den Abschluss bildet ein kurzes Resümee des Autors und die abschließende Zusammenfassung des Maßnahmenplans.
Der anhaltende Fachkräftemangel stellt viele Branchen vor große Herausforderungen, unter anderem auch die Abfallwirtschaft, die oft mit einem geringen Bekanntheitsgrad und negativen Assoziationen verbunden ist. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Employer Branding zunehmend an Bedeutung, um Unternehmen als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Ein zentraler Aspekt sind hierbei Stellenausschreibungen, die als erster Touchpoint zwischen Interessent*innen bzw. potenziellen Bewerber*innen und Unternehmen fungieren. Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Stellenausschreibungen auf die Wahrnehmung eines Unternehmens als Employer of Choice und deren Beitrag zur Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität in der Abfallwirtschaft. Die Untersuchung basiert auf einer qualitativen Forschungsstrategie, bei der leitfadengestützte Interviews mit relevanten Akteur*innen der Branche geführt wurden. Die erhobenen Daten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass bestimmte Faktoren in Stellenausschreibungen maßgeblich die Bewerbungsintention beeinflussen. Nebenklassischen Faktoren wie Vergütung und Arbeitsbedingungen spielen auch authentische Einblicke in das Unternehmen sowie eine transparente Kommunikation der Employer Value Proposition eine entscheidende Rolle. Die vorliegende Arbeit liefert praxisnahe Erkenntnisse für Unternehmen der Abfallwirtschaft, um ihre Stellenausschreibungen gezielt zu optimieren und sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Die gewonnenen Erkenntnisse bieten zudem Impulse für die Weiterentwicklung strategischer Employer-Branding-Maßnahmen in herausfordernden Branchen, die mit einem negativen Image assoziiert werden.
Development of an employer branding concept for XAL using the example of the United Arab Emirates
(2017)
“The success of a company is the sum of the successes achieved by its employees.” This is the first sentence of XAL’s career webpage and moreover, summarizes the main reason for this master thesis. This thesis investigates the challenges organizations are confronted with when addressing its target groups like highly educated employees in this case. Companies need to understand changing environment in terms of “war for talent”. The topic of employer branding is still in its early stage since many companies underestimate the importance of the appreciation of all employees. Hereby, firms need to move the focus from the customer to its own employees – only if my employees are happy, they will do a great job and as a result, the customers will be happy as well. Additionally, when doing business abroad, the cultural differences are a main part of the right employer branding strategy. This thesis provides an overview of status-quo of this important topic and creates comprehension for the employer branding employees responsible in future. Moreover, due to the importance of digital and social media, the thesis also highlights theoretical insights into employer branding 3.0 and its online appearance. An important focus of this thesis lies on the elaboration of an employer value proposition and how to become an employer of choice. This is already included into the development of an employer branding concept which is described in detail. Furthermore, this thesis deals with the essential impacts of internationalization and culture and explains how to implement tailored messages into a global employer branding concept. In the practical part of this thesis, the employer branding concept for XAL for high potentials in the UAE is analyzed and developed. The secondary research about the target group and market and the outcome of the primary market research which was done by an online questionnaire, build the main basis for the tailor-made employer branding concept for XAL. The survey offers valuable insights into the important factors of employer attractiveness, characteristics of an ideal company and the image of Austrian companies as an employer. Based on the literature and the main conclusions of the market research, the thesis provides tailored external and internal employer branding measures, specific recommendations and suggestions of implementation planning. This will help XAL to formulate a well-fitting EVP and moreover, to develop a glocal employer branding concept to become an employer of choice for high potentials in the UAE.
In Zeiten des demografischen Wandels und des damit einhergehenden Fachkräftemangels wird es für Unternehmen zunehmend wichtiger, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Als Antwort auf die Herausforderungen in diesem sich wandelnden Arbeitsmarkt kann Employer Branding identifiziert werden. So ist es mithilfe von externem Employer Branding möglich, sich langfristig als attraktiver Arbeitgeber zu etablieren. In der Pharmaindustrie gibt es ein restriktives Arbeitsumfeld, das sich nicht nur dem aktuellen Wandel des Arbeitsmarkts stellen muss, sondern auch spezielle Herausforderungen und Chancen im Employer Branding mit sich bringt. Trotz wissenschaftlicher Befunde zu den Themen Fachkräftemangel, Arbeitgeberattraktivität und Employer Branding fehlt bislang eine Betrachtung, die auf die pharmazeutische Industrie zugeschnitten ist. Daher lässt sich folgende Forschungsfrage festhalten: „Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich zukünftig für Unternehmen der Pharmaindustrie bei der langfristigen Steigerung ihrer Arbeitgeberattraktivität durchexternes Employer Branding im Kontext des aktuellen Fachkräftemangels?“. Um die Forschungsfrage bestmöglich zu beantworten, wurde das Thema mittels einer theoretischen Auseinandersetzung beleuchtet und anschließend in Form einer qualitativen Erhebung untersucht. So konnte auf Basis der Expert*inneninterviewsaufgezeigt werden, welche Herausforderungen und Chancen sich für die Pharmaindustrie ergeben, um sich mithilfe von externem Employer Branding langfristig als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.
Diese Masterarbeit untersucht die Bedeutung digitaler Touchpoints in der B2B-Customer Journey zwischen First Tier Supplier (FTS) und Original Equipment Manufacturer (OEM) in der Automobilindustrie. Der Fokus liegt auf der Post-Purchase-Phase, die entscheidend für die langfristige Kundenbindung und -zufriedenheit ist. Die Automobilindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftssektor im B2B Bereich und durch Veränderungen geprägt. Die digitale Transformation betrifft sowohl die Erfassung von Produktionsdaten als auch die Kommunikationsprozesse innerhalb der Branche. Unternehmen müssen nicht nur hochwertige Produkte und Dienstleistungen anbieten, sondern auch innovative Geschäftsprozesse entwickeln, um den Anforderungen der digitalen Ära gerecht zu werden. Dies erfordert eine Anpassung der Customer Journey, um den veränderten Erwartungen und Bedürfnissen der Kund*innen zu entsprechen. Die Herausforderung besteht darin, dass Kund*innen zunehmend personalisierte Betreuung und eine ständige Verfügbarkeit der Services erwarten. Besonders in der Phase nach dem Kauf stellt dies hohe Anforderungen an die IT-Infrastruktur, den Kundensupport und die Integration neuer Technologien. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre digitalen Touchpoints eine positive und langfristige Beziehung zu den Kund*innen fördern. Auf Basis einer Literaturrecherche und einer qualitativen Forschung wurde ein hoher Digitalisierungsgrad innerhalb der Post-Purchase Phase in der B2B Automobilindustrie festgestellt. Es wurden Empfehlungen zu einem optimalen Management der digitalen Berührungspunkte festgehalten, um die FTS-OEM Beziehung verbessern zu können und eine langfristige Geschäftsbeziehung zu erschaffen. Die Ergebnisse dieser Arbeit liefern wichtige Erkenntnisse für First Tier Supplier in der Automobilindustrie, die ihre Beziehung zu OEMs verbessern wollen, insbesondere in der Nachkaufphase.
Eine stetig steigende Anzahl an E-Commerce-Shops bietet Kund*innen zahlreiche Auswahloptionen. Jedoch wünschen sich viele Kund*innen nicht eine unendliche Auswahl an Produkten, sondern eine Auswahl, die ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Mithilfe technologischer Fortschritte können E-Commerce-Unternehmen ihre Leistungen personalisieren und die Customer Experience individuell auf ihre Kund*innen maßschneidern. E-Commerce-Shops, die ihren Kund*innen eine personalisierte Customer Experience bieten, können nachweislich einen höheren ROI verzeichnen und die Loyalität ihrer Kund*innen steigern. Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von personalisierten Customer Experience Maßnahmen auf die Kundenloyalität: personalisierte Empfehlungssysteme, personalisiertes Retargeting, personalisierte E-Mail-Benachrichtigungen, personalisierte Chatbots sowie personalisierte Preise. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass nur personalisierte Empfehlungssysteme einen signifikanten Einfluss auf die Kundenloyalität nehmen können. Die weiteren vier Maßnahmen zeigen keinen signifikanten Einfluss. Dies wurde im Rahmen einer quantitativen Studie im Zeitraum Jänner bis Februar 2025 erhoben und analysiert. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass mit einer erfolgreich umgesetzten Personalisierungsstrategie zur Kundenloyalität beigetragen werden kann, die Loyalität dadurch aber nicht vollständig erklärt werden kann. Unternehmen sollten weitere Maßnahmen zur Steigerung der Loyalität umsetzen. Bei der Implementierung von Personalisierungsmaßnahmen sind jedoch Datenschutzbedenken zu berücksichtigen. Die durchgeführte Studie kann einen Beitrag zur bestehenden Literatur liefern, da bisher nur wenig Forschung zur Verbindung von Personalisierungsstrategien und Kundenloyalität vorhanden ist.
In the digital economy, subscription-based mobile apps have emerged as a dominant business model. While both acquiring and retaining customers are crucial to be successful in the long run, many companies struggle with costly customer acquisition and high churn rates. Therefore, companies need to leverage their understanding of underlying drivers that influence mobile app users’ decisions to sign up and remain subscribed. Although existing literature has explored these drivers in both technology and subscription fields, research addressing the interrelated duality of the two notions remains scarce. Based on a literature review, this study introduces a conceptual framework examining drivers of user acquisition and retention on this notion. This framework identifies performance expectancy, effort expectancy, social influence, price value, hedonic motivation, habit, trust, and facilitating conditions as predictors for sign-up intention(acquisition). In contrast, hedonic motivation, habit, trust, and facilitating conditions are key predictors for continuance intention (retention). To test the frameworks’ applicability in the context of Spotify, a quantitative online survey was conducted with 330participants. Overall, the empirical findings found performance expectancy, effort expectancy, price value, and habit to be significant predictors for sign-up intention, while effort expectancy was the only one to exhibit a negative effect. For the continuance intention, only habit was confirmed to be a significant predictor for continuance intention in the context of Spotify. These insights are crucial for guiding companies to make informed strategic decisions to acquire and retain customers effectively.
Obwohl die Verschiedenartigkeit von Frauen und Männern mittlerweile eine anerkannte Tatsache ist, werden die bestehenden geschlechterspezifischen Unterschiede in Bezug auf Kundenbindung bislang eher vernachlässigt. Auch in der Ausgestaltung der Kundenkarte – dem meist genutzten Kundenbindungsinstrument – werden die Unterschiede noch wenig berücksichtigt. Gleichzeitig kann jedoch eine zunehmende Forcierung von Kundenbindungsmanagement im Einzelhandel, welcher Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit ist, festgestellt werden. In Anbetracht dieser Hintergründe ist es das Ziel der vorliegenden Masterarbeit, Handlungsempfehlungen für die geschlechtergerechte Ausgestaltung des Kundenbindungsinstrumentes Kundenkarte für den stationären Einzelhandel zu erarbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird anfänglich theoriebasiert die Thematik der Kundenbindung behandelt und es werden die Grundzüge der Kundenkarte inklusive ihrer zentralen Funktionen für KundInnen beschrieben. Anhand zahlreicher Studien werden relevante Determinanten der Kundenbindung ausgewählt und die geschlechterspezifischen Unterschiede innerhalb der Determinanten beschrieben. Um das Wissen über geschlechterspezifische Unterschiede zu vertiefen, werden im Zuge der empirischen Forschung vier Fokusgruppen durchgeführt. Obwohl dabei keine eindeutig weiblichen oder männlichen Determinanten der Kundenbindung identifiziert werden können, zeigt die Untersuchung den unterschiedlichen Einfluss einzelner Determinanten auf die Bindung beider Geschlechter. So kann beispielsweise die theoretische Annahme der maßgeblichen Wichtigkeit des Verkaufspersonals für die Bindung von Frauen im Einzelhandel tendenziell widerlegt werden. Zudem können unterschiedliche Anforderungen in Bezug auf Kundenkarten erhoben werden, aus denen – gemeinsam mit dem zuvor generierten Wissen – Handlungsempfehlungen für die geschlechtergerechte Ausgestaltung der Kundenkarte abgeleitet werden. So wird den Einzelhandelsunternehmen im Rahmen des Kundenkartenprogramms beispielsweise zu unterschiedlichen Serviceleistungen für Frauen und Männer geraten, wobei für Frauen auszugsweise die Zusendung von Geschenken, für Männer hingegen das Angebot von Gratislieferungen nahegelegt wird. Überdies wird unter anderem auch ein für Frauen und Männer differenziertes Angebot in Bezug auf die Bonus- bzw. Rabattfunktion der Kundenkarte empfohlen.
Die Automobilbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der durchtechnologische Innovationen, verändertes Konsumentenverhalten und neue Vertriebsstrukturen geprägt ist. Besonders die Einführung des Agentursystems durchdiverse Hersteller verändert die Rollenverteilung zwischen Herstellern, Vertragshändlern und Kund*innen grundlegend. Während Händler im klassischen Vertragshandelssystem als eigenständige Wirtschaftsakteure fungieren, agieren sie im Agentursystem als Vermittler, wodurch das Eigentum an den Fahrzeugen beim Hersteller verbleibt. Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen des Agentursystems auf die Kundenbindung im österreichischen Automobilhandel aus der Perspektive der Vertragshändler. Dabei stehen die veränderten Machtverhältnisse zwischen Herstellern und Händlern, Herausforderungen in der Kundenbetreuung sowie mögliche Strategien zur langfristigen Sicherung der Kundenloyalität im Mittelpunkt. Basierend auf einer theoretischen Analyse von Vertriebsmodellen und Kundenbindungskonzepten werden zentrale Einflussfaktoren untersucht. Ergänzend dazu umfasst der empirische Teil der Arbeit qualitative Interviews mit Entscheidungsträgern aus österreichischen Autohäusern, um deren Wahrnehmung der Systemumstellung und deren Auswirkungen auf die Kundenbindung zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Agentursystem zwar Effizienzsteigerungen für Hersteller mit sich bringt, aber gleichzeitig die direkte Kundenbeziehung der Händlerverändert. Händler verlieren an Preissetzungsmacht, bleiben jedoch zentrale Ansprechpartner für den Kundenservice. Die Kundenbindung bleibt jedoch während der Servicephase beim Händler. Erfolgreiche Händler reagieren auf den Wandel, indem sie verstärkt auf Servicequalität, individuelle Betreuung und digitale Angebotesetzen. Die Arbeit schließt mit Handlungsempfehlungen für Händler und Hersteller, um die Kundenbindung im Agentursystem aktiv zu gestalten und langfristig zu sichern.
Die Bankenbranche sieht sich in der digitalisierten Welt mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Die wachsende Distanz zu den Kundinnen und Kunden durch zunehmende Online-Services, ein harter Wettbewerb und sinkende Loyalität gegenüber Banken führen dazu, dass es immer schwieriger wird, Kundinnen und Kunden zu binden. Außerdem ist es aus wirtschaftlicher Sicht essenziell, die „richtigen“ Kundinnen und Kunden zu adressieren, in die sich eine Ressourceninvestition in Form einer qualitativ hochwertigen Beratung und finanziellen Lebensbegleitung lohnt. Diese kundenzentrierte Ausgestaltung der persönlichen Beratung, die den wesentlichsten Touchpoint in der Bankenbranche darstellt, soll einerseits durch einen verstärkten Fokus auf besondere Momente im Leben der Kundinnen und Kunden, sog. Magic Moments, und anderseits durch den Einsatz unterstützender Online-Tools in der Beratung möglich werden. Diese Arbeit beleuchtet zu Beginn den persönlichen Vertrieb von Bankdienstleistungen. Dabei liegt der Fokus auf wesentlichen Änderungen des Bankvertriebs. Der zentrale Leitgedanke für die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG, die Kundenzentrierung, wird hier näher beschrieben. Nachdem das persönliche Beratungsgespräch als zentraler Erfolgsfaktor in Bezug auf die Kundenbindung identifiziert wird, beschreibt das nachfolgende Kapitel die Kundenbindung mit Fokus auf die Bankenbranche sowie das Touchpoint Management, das in weiterer Folge für die unterstützenden Online-Touchpoints relevant ist. Im anschließenden Kapitel werden die Dimensionen eines Kundenbindungskonzeptes behandelt, bevor das allgemeine Konzept für den Retailbereich der Bankenbranche dargestellt wird. Nach der Unternehmensvorstellung erfolgt im praktischen Teil dieser Arbeit zu-nächst die Untersuchung zur Entwicklung eines kundenzentrierten Kunden-bindungskonzeptes. Die Unternehmensanalyse, bei der u. a. Daten zu bereits vorhandenen Online-Tools und zum bestehenden Kundenbindungskonzept in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erhoben werden, bildet die Basis für die zweiteilige empirische Untersuchung. Den ersten Teil dieser stellt eine Fokusgruppe mit Beraterinnen und Beratern der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG dar, wobei Erfahrungen und Meinungen rund um die Kundenbindung und speziell zu zwei Dimensionen des Kundenbindungskonzeptes diskutiert werden. Auf Basis dieser Ergebnisse wird eine Online-Umfrage unter Bankkundinnen und -kunden – der Großteil davon sind Kundinnen und Kunden der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG – durchgeführt, um die Kundenmeinung in der Konzeptentwicklung berücksichtigen zu können. Nach der Weiterentwicklung des bestehenden Kundenbindungskonzeptes unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Untersuchung sowie dem Leitgedanken der Kundenzentrierung, werden Handlungsempfehlungen formuliert, die die Implementierung des Konzeptes gewährleisten. Unterstützend dazu werden auch ein konkreter Maßnahmenplan und eine Kostenkalkulation angeführt.
Die Medienbranche hat in den letzten 25 Jahren eine fundamentale Transformation vollzogen. Während das lineare Fernsehen zuvor eine wichtige Rolle in der Unterhaltungsindustrie spielte, wird die Branche seitdem von digitalen Video-Streaming-Anbietern wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video und dem geänderten Konsumverhalten stark geprägt. Durch zahlreiche Faktoren wie die einfache Kündigung eines digitalen visuellen Unterhaltungsabonnements, einen hohen Wettbewerbsdruck in der Video-Streaming-Branche und die Preissensibilität der Kund*innen stellt die Kundenbindung eine zentrale Herausforderung für die Anbieter dar. Das Ziel ist eine langfristige Bindung an die Marke. Dafür werden verschiedene Ansätze wie der Fokus auf exklusive Produktionen oder Personalisierung gewählt. Eine weitere Möglichkeit ist die Bündelung der Abonnent*innen in ein mit Familienmitgliedern oder Freund*innen geteiltes Abonnement, um eine Hemmschwelle für den Wechsel zu kreieren. Diese Wechselkostenart ist als Einflussfaktor auf den Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung noch wenig erforscht. Aus diesem Grund ergab sich folgende Forschungsfrage: Inwiefern moderieren soziale Bindungen von Nutzer*innen den Zusammenhang der Kundenzufriedenheit und Kundenbindung bei geteilten Abos von Video-Streaming-Diensten? Für die Beantwortung wurde ein quantitativer Forschungszugang gewählt. In einer Onlinebefragung wurden Personen zur Zufriedenheit mit den verwendeten geteilten Video-Streaming-Abonnements, zur Wahrscheinlichkeit des Verbleibs bei einem Anbieter sowie zu den speziell in dieser Masterarbeit erforschten Kosten des Verlusts der sozialen Bindungen befragt. Am häufigsten wurden Abonnements von Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video geteilt. Die Ergebnisse zeigen, dass Zufriedenheit einen signifikanten Einfluss auf die Kundenbindung bei geteilten Video-Streaming Abonnements hat. Der direkte sowie moderierende Effekt der Wechselkosten, des Verlusts der sozialen Bindungen, zeigt sich als nicht signifikant.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Geschäftsmodells zum Markteintritt einer KI-Software in der Health-Tech-Branche und wird im Rahmen des Fachhochschul-Masterstudiengangs Innovationsmanagement an der Fachhochschule Campus 02 eingereicht. Die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen gewinnt in der heutigen Zeit vermehrt an Bedeutung. Die Health-Tech-Branche stellt einen potenziellen Markt dar, da die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Medizin zu Kosteinsparungen führen kann. Die Vertify GmbH entwickelt eine KI-Software, die die Diagnose im Rahmen der Schwindelabklärung unterstützen kann, und dadurch kostenintensive und nicht direkt relevante Untersuchungen verhindern kann. Um die Technologie als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, gilt es ein entsprechendes Geschäftsmodell für den Markteintritt zu erstellen, das den Anforderungen der Branche entspricht und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz berücksichtigt. Im Zuge der theoretischen Auseinandersetzung werden unterschiedliche Methoden zur Entwicklung von Geschäftsmodellen erläutert. Für die Darstellung des Geschäftsmodells wird das Business Model Canvas herangezogen. Des Weiteren werden die Marktentwicklungen der Branche untersucht und Herausforderungen hinsichtlich des Einsatzes der Künstlichen Intelligenz in Unternehmen aufgezeigt. Darauf aufbauend werden KI-Geschäftsmodelle analysiert sowie relevante Geschäftsmodellmusterbestimmt. Die Ergebnisse des theoretischen Teils der Arbeit stellen zwei ideale Geschäftsmodellvarianten dar, die für die Markteinführung einer KI-Software in die Health-Tech-Branche geeignet sind. Die theoretischen Erkenntnisse sowie die Unternehmensbeschreibung der Vertify GmbH bilden die Grundlage für die Forschungsarbeit. Aus der empirischen Untersuchung geht hervor, dass die in der Theorie entwickelten Geschäftsmodelle nicht umgesetzt werden können. Es zeigt sich, dass die Branche Regulierungen des Gesundheitswesens unterliegt und durch politische Machthebel gekennzeichnet ist. Weiteres werden erhebliche Unterschiede zwischen den Wahlärztinnen und Wahlärzten, und Vertragsärztinnen und Vertragsärzten erkennbar. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit verdeutlichen, dass ein Markteintritt in Zusammenarbeit mit einer der drei österreichischen Krankenversicherungen keine Möglichkeit für ein junges Unternehmen darstellt. Aus diesem Grund wird ein Geschäftsmodell zum Eintritt in den Markt entwickelt, das Wahlärztinnen und Wahlärzte als Kundensegment versorgt. Um Kosteneinsparungen für das österreichische Gesundheitssystem zu erzielen, wird eine mögliche Erweiterung des Geschäftsmodells aufgezeigt. Die Geschäftsmodellerweiterung beinhaltet die Aufnahme der Software in den Leistungskatalog der Krankenversicherungen, um den gesamten Markt zu erschließen. Es gilt zu beachten, dass das Geschäftsmodell zum Markteintritt nicht die Privatmedizin im Gegensatz zur öffentlich finanzierten Medizin etablieren will. Das Medizinprodukt soll zu einer Verbesserung des gesamten Gesundheitssystems beitragen. Um dieses Ziel zu erreichen, und um die Krankenversicherungen von der KI-Software zu überzeugen, ist eine vorangegangene Markteinführung notwendig.
Durch den konstanten Anstieg der Verkaufszahlen von batterieelektrischen Fahrzeugen stehen die europäischen Fahrzeughersteller vor vielen neuen Herausforderungen, wobei die primäre Problematik mit der beschränkten Lebensdauer der Traktionsbatterien einher geht. Diese Herausforderungen werden durch die zugehörigen Recycling-Direktiven verstärkt, wodurch sich ein noch neues Geschäftsfeld für verschiedene Recyclingtechnologien und Unternehmen ergibt. Dabei stellt das Recycling selbst einen wichtigen Aspekt des Rohstoffkreislaufs dar, da die Herstellung der Traktionsbatterien äußersten energieintensiv ist und die Rohstoffe dieser Batterien in nur sehr geringen Mengen in Europa vorhanden sind. Um diesen neuen Markt zu erschließen, bedarf es dabei eines umfangreichen Geschäftsmodells, welches in dieser Arbeit ermittelt wird. Dabei wird zuerst auf die theoretischen Aspekte der Recyclingtechnologieneingegangen und die Vor- und Nachteile der Herangehensweisen werden dargestellt. Daraufhin wird das Business Ecosystem mit den zugehörigen Elementen als Netzwerk für ein Recyclingunternehmen angewandt und zusätzlich dazu die ökonomischen und ökologischen Bewertungssysteme für die gebrauchten Traktionsbatterien in Bezug auf deren Recycling- sowie Second-Life-Einsatz aufgeschlüsselt. Diese technischen Aspekte werden daraufhin auf die möglichen Geschäftsmodelle referenziert, wobei das Betrachtungsfeld zuerst mittels der PESTEL-Analyse eingegrenzt wird und in weiterer Folge mit Hilfe des Lean-Canvas ein grober Entwurf eines Geschäftsmodells ermöglich wird. Der Entwurf wird in weiterer Folgedurch das Business Design aufgenommen und weiter ausgeführt, wodurch sich zum einen ein Vorgehensmodell für die Erstellung eines Geschäftsmodells ergibt und zum anderen zweierlei Archetypen von Geschäftsmodellen erstellt wurden. Um diese Archetypen auf ihre Einsatzmöglichkeit und auch möglichen Erfolg zu prüfen, wurden im ersten Schritt mittels Experteninterviews die Meinungen zu den möglichen Ausprägungen eingeholt und daraus weitere Erkenntnisse für das Geschäftsmodell gewonnen. Diese Erkenntnisse wurden daraufhin auch weiter ausgebaut mittels eines Experten-Workshops, wodurch sich aus der Kombination der Archetypen und der Ergebnisse aus den Interviews und dem Workshop ein konkretisiertes Geschäftsmodell ergeben hat. Dieses Geschäftsmodell wurde dann mit Hilfe des Business Designs und dessen Feldern dargestellt und sollte in weiterer Folge einen Rahmen für ein Recyclingunternehmen am DACH-Markt geben.
Seit Anbeginn des letzten Jahrzehnts sind Datensätze zum wichtigsten Gut der digitalen Weltherangewachsen. Die Wichtigkeit von digitalen Datensätzen als Analyse- und Entscheidungsgrundlagewurden in der Wirtschaft bereits erkannt, dennoch herrscht bei der Umsetzung von Maßnahmen zur unternehmerischen Wertsteigerung kein Konsens. Datensätze können hierbei als Basis genutzt werden, um völlig neuartige Geschäftsmodelle zu entwickeln oder interne Effizienzzuwächse zu erzielen. Nebeneinem fehlenden Verständnis welche Daten einem Unternehmen zur Verfügung stehen bleiben ohnehin oder nur durch wenig Aufwand generierten Datensätze oftmals ungenutzt. Aus diesem Grund setzt sich diese Arbeit das Ziel ein Vorgehensmodell zur Entwicklung datenbasierter Geschäftsmodelloptionen zu erarbeiten und zu validieren. Im theoretischen Teil der vorliegenden Arbeit werden einleitend die allgemeinen Grundlagen der zugrundeliegenden Kernthemenbereiche Geschäftsmodellentwicklung und Innovation näher erläutert. Daraufhin wird auf allgemeine Rahmenbedingungen im Umgang mit digitalen Datensätzen eingegangen. Bis dahin gesammelte Erkenntnisse, sowie eine Analyse in der Literatur bestehender Ansätze zur Entwicklung und Darstellung von Geschäftsmodellen, werden im letzten Abschnitt des fachtheoretischen Teils zusammengeführt. Identifizierte Anforderungen an das eigene Vorgehen und dessen Visualisierungskonzept bilden die Grundlage der Entwicklung. Anschließend werden die einzelnen Phasen des Vorgehensmodells ausführlich beschrieben und die benötigten Werkzeuge für eine Abarbeitung näher erläutert. Eine ausführliche Beschreibung der Red Bull Media House GmbH als Partnerunternehmen dieser Arbeit, sowie Details über Projektplanung und -vorbereitung leiten den Praxisteil der Arbeit ein. Die praktische Anwendung des entwickelten Vorgehensmodells wurde im Rahmen von onlinebasierten Workshops und qualitativen Interviews durchgeführt. Eine detaillierte Beschreibung der Rahmenbedingungen der einzelnen Phasen wird genauso geboten, wie eine Darstellung des erreichten Ergebnisses. Dies ermöglicht eine ganzheitliche Herleitung des Ergebnisses. Die Arbeit schließt mit der Adaption desentwickelten Vorgehensmodells, welches auf den erlangten Erkenntnissen der praktischen Anwendung basiert. Die Abarbeitung des Vorgehensmodells ergab zwei Geschäftsmodelloptionen im Zusammenhang mit der Verwendung von digitalen Datensätzen. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass durch die Anwendung des Vorgehensmodells sowohl Geschäftsmodellerweiterungen als auch eigenständige Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Demnach kann das erarbeitete und adaptierte Vorgehensmodell zur Entwicklung von datenbasierten Geschäftsmodellen für diesen allgemeinenspezifischen Zweck der datenbasierten Geschäftsmodellentwicklung empfohlen werden.
In Österreich und allgemein in Europa hat sich die die letzten Jahre vermehrt ein Trend zur Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Geschäftsleben abgezeichnet. Angespornt durch einzelne große Erfolge wie das österreichische Unternehmen Runtastic, welches um 220 Millionen Euro an den deutschen Sportartikelhersteller Adidas verkauft wurde, wagen sich immer mehr Menschen in die Selbstständigkeit. Viele dieser Unternehmer oder Startups, haben aber außer einer Geschäftsidee keinen wirklichen Plan, wie daraus ein erfolgreiches Geschäftsmodell entstehen soll. In dieser Masterarbeit soll der Weg von der Idee bis hin zu einem funktionierenden Geschäftsmodell beschrieben, und daraus ein allgemeingültiges Vorgehensmodell abgeleitet, werden. Im ersten Teil dieser Arbeit wird das Thema Startup an sich bearbeitet. Es werden die Unterschiede zu klassischen Unternehmen, die heutige Bedeutung in der Wirtschaft, sowie auch die typischen Phasen, die ein Startup durchläuft, und die Motivation hinter den Gründern, aufgearbeitet. Weiters werden die Begriffe Markt und Branche voneinander angegrenzt und die charakteristischen Merkmale positiv, wie auch negativ, von mittelständischen Unternehmen aufgezählt. Im zweiten Teil, dem Kern der theoretischen Abhandlung dieser Masterarbeit, werden durch Literaturrecherche die wichtigsten und gängigsten Methoden bzw. Werkzeuge zur Branchen- und Unternehmensumweltanalyse recherchiert, vorgestellt und erklärt. Zu jeder vorgestellten Methode wird ebenfalls ein Fazit des Autors gezogen. Als Ergänzung zu den Methoden, der Branchen und Wettbewerbsanalyse werden auch Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung erörtert. Hier wird speziell auf das „Business Modell Canvas“ mit „Value Propositions“ und dem „St. Galler Business Model Navigator“ eingegangen. Denn diese zählen zu den gängigsten Anwendungen. Als Abschluss des theoretischen Teils, wird aus den Erkenntnissen, die durch die Literaturrecherche gewonnen wurden, ein theoretisches Vorgehensmodell zur Geschäftsmodellentwicklung entwickelt. Es wird versucht ein leicht verständliches und vor allem, so weit möglich, branchenunabhängiges Modell zu entwickeln. Im praktischen Teil der Masterarbeit wird das im theoretischen Teil aufgestellte Vorgehensmodell auf praktische Anwendungsfähigkeit geprüft. Hierfür werden zuerst Experten aus dem Bereich Unternehmensberatung und Startup-Förderung befragt. Weiters wird das Vorgehensmodell auch Unternehmern und Jungunternehmern vorgelegt. Das Feedback dieser Experten wird anschließend in das Vorgehensmodell eingearbeitet um so, ein praxistaugliches Vorgehensmodell zur Geschäftsmodellentwicklung für Startups zu erhalten. Als nächsten Schritt, wird nun das Modell unter realen Bedingungen zur Anwendung gebracht. Hierfür wird ein Workshop mit einem jungen Unternehmen abgehalten, um das Modell Schritt für Schritt durchzugehen, um mögliche Lücken und Schwächen zu erkennen. Zum Abschluss dieser Masterarbeit wird noch ein Resümee gezogen, und ein möglicher Ausblick gegeben.
Mechanical engineering is an essential pillar of the European economy. Manufacturers try to create a unique selling proposition especially through a high technical standard with which they can differentiate themselves from low-cost manufacturers. In order to achieve this high technical standard, detailed technical knowledge and skills were necessary in the past. Nowadays, this knowledge and skills are increasingly replaced by highly developed software applications and innovative manufacturing methods. Many specific mechanical engineering products that could previously only be produced by specialists are now pure commodities that can be produced by a large number of manufacturers. Due to increasing price pressure, especially from the Asian region, profit margins continue to decrease. This problem should be counteracted with the help of innovative business models.This master thesis deals with the design of a service-driven business model for products from the mechanical engineering sector. The goal is to keep the total capital expenditure related to the acquisition of equipment as low as possible for customers and to offer solutions with a service character for the customers' problems instead of mere tools to solve problems. In order to achieve this goal, the theoretical part of the thesis deals with business model theory in detail. This includes different businessmodel approaches and the effect of business model innovation on the long-term success of a company. In addition, internal and external motivators for service-driven growth are discussed and a portfolio for classifying services is described. The theoretical approaches are supplemented by best practice examples of service-driven business models from Rolls Royce and Heidelberger Druckmaschinen. A developed theoretical process model for the design of service-driven business models serves as the starting point for the practical part of the masters thesis. It consists of four phases, comprising identication of the initial situation, rationalization of the circumstances, detailed design of a service-driven businessmodel concept, and evaluation and verication of the designed concept. These four phases lead through the process of designing a service-driven business model concept. The developed process model is applied in the practical part of the master thesis using equipment from the ANDRITZ Separation product portfolio. The result is a service-driven business model concept called Equipment as a Service including corresponding recommendations for action. This should help to create a competitive advantage and to increase profit margins sustainably.
Oft entstehen innovative Geschäftsmodelle aus einer Notsituation heraus, bei der Unternehmen gezwungen sind, Veränderungen am bestehenden Geschäftsmodell vorzunehmen. Ein erfolgreiches Unternehmen sollte jedoch auch in wirtschaftlich erfolgreichen Zeiten über Verbesserungen oder eine Neugestaltung seines Geschäftsmodells nachdenken. Die Gründung des Tochterunternehmen Medizinalcannabis Vertriebs GmbH wurde genau aus diesem Grund fokussiert. Ein Unternehmen im Handel mit medizinischen Cannabisprodukten zu gründen und zu etablieren bringt viel Aufwand und einiges an Überlegung mit sich. Durch die starke gesetzliche Regulierung am Markt sind viele Rahmenbedingungen fix vorgegeben und müssen strikt befolgt werden. Somit ist das Innovationspotenzial für diese Branche in vielen Bereichen nicht möglich und in den wenigen anderen nur schwer identifizier- und umsetzbar. Im Rahmen dieser Arbeit wird ein Vorgehensmodell erarbeitet, welches Aufschluss über mögliche Differenzierungen und Potenziale am Markt geben soll, um es bei dem Unternehmen Medizinalcannabis Vertriebs GmbH anwenden zu können. Auch soll eine mögliche Marktetablierung in sämtlichen Segmenten der Cannabisbranche fokussiert werden, um die Reaktionsfähigkeit am Markt zu steigern. Der Theorieteil behandelt die Thematik von Geschäftsmodellen im Allgemeinen und erklärt Tools und Instrumente, welche bei der Entwicklung hilfreich sind. Das Ergebnis des theoretischen Teils bildet das Grundgerüst eines Vorgehensmodells. Durch den praktischen Teil, welcher die Durchführung von Experteninterviews beinhaltet, sollen die erarbeiteten Erkenntnisse bewiesen bzw. widerlegt werden und überprüft werden, ob sie auch in der Praxis eine Rolle spielen. Im Rahmen der Ergebnispräsentation der Experteninterviews werden die Kernaussagen der Gesprächspartner präsentiert und in einen Gesamtkontext gesetzt. Hier zeigt sich stark der Einfluss der gesetzlichen Regulatorien. Die Einarbeitung der Erkenntnisse führt zu einem endgültigen Vorgehensmodell, welches nun für die Branche im Handel mit medizinischen Cannabisprodukten anwendbar ist und einen Leitfaden geben soll, welcher Handlungsspielraum für Innovation vorhanden ist und wie sich daraus Potenzial und Erlös abschöpfen las-sen. Aufgrund des geringen Spielraumes durch gesetzliche Vorgaben, erfolgt die Potenzialidentifizierung hauptsächlich im Bereich des Werteangebotes und des starken Netzwerkes. Im Schlusskapitel wird das Vorgehensmodell mit den Erkenntnissen aus den Einzelinterviews angereichert und so für die Einführung und Anwendung in der Praxis vorbereitet.
Künstliche Intelligenz verändert den Geschäftsbereich Marketing maßgeblich. Diese Arbeit untersucht, wie sich der Einsatz der generativen KI, einer Kategorie der künstlichen Intelligenz, auf die Wertschöpfung in Full-Service-Agenturen auswirkt. Theoretische Grundlage bildet das Automation-Augmentation-Paradox, welches die Spannungsfelder zwischen Automation und Augmentation durch KI beschreibt. Während die Automation eine Effizienzveränderung durch das Übernehmen standardisierter Tätigkeiten beschreibt, zielt die Augmentation auf die Unterstützung des Fachpersonals ab. Für den empirischen Teil wurde ein qualitativer Ansatz gewählt. In explorativen Experteninterviews mit Fachkräften aus Full-Service-Agenturen wurden Einschätzungen zur aktuellen Nutzung, zu den erwarteten Änderungen und branchenspezifischen Hürden erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass generative KI vor allem bei Routineaufgaben ihre Automation-Potenziale entfaltet. Gleichzeitig eröffnet sie neue Möglichkeiten der Augmentation, durch Ideengenerierung oder Recherche. Die Studie verdeutlicht, dass die Paradoxie zwischen den beiden KI-Nutzungsformen im Agenturkontext, besonders als Ausgleich zwischen Effizienzgewinnen und der Sicherstellung kreativer Qualität, erscheinet. Menschliche Expertise bleibt tragend für komplexe, strategische und kundennahe Aufgaben. Die generative KI wird primär als ergänzendes Werkzeug verstanden, das Freiräume für höherwertige Tätigkeiten schafft, gleichzeitig aber Aufwand im Sinne von Qualitätssicherung, rechtlichen Rahmenbedingungen und neuen Kompetenzanforderungen kreiert. Die Arbeit trägt zur theoretischen Weiterentwicklung des Automation-Augmentation-Paradoxons im Bereich wissensintensiver Dienstleistungen bei und bietet praktische Implikationen für Full-Service-Agenturen, die den strategischen Einsatz von generativer KI gestalten wollen.
Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen von KI-gestützter Predictive Analytics auf die Leadgenerierung und zentrale Performance-Marketing-Kennzahlen am experimentellen Beispiel eines IT-Dienstleistungs-KMU. Die Problemstellung ergibt sich aus der zunehmenden Relevanz von datengetriebenen Entscheidungsprozessen im digitalen Marketing. Ziel der Arbeit war es, zu analysieren, inwiefern KI-basierte Predictive Analytics Methoden bei der Zielgruppen Segmentierung die Effizienz der Leadgenerierung verbessern, die Kosten pro Lead (CPL) senken, den Return on Investment (ROI) steigern und die Conversion-Rate beeinflussen. Basierend auf einer theoretischen Grundlage zu Performance-Marketing und Predictive Analytics wurde ein konzeptioneller Rahmen entwickelt, der die Integration von KI-basierter Predictive Analytics in datengetriebene Marketingstrategien abbildet. Die empirische Untersuchung erfolgte in Form eines Quasi-Experiments auf der Plattform LinkedIn, wobei eine Experimentalgruppe mit KI-gestützten Predictive Analytics einer Kontrollgruppe mit manuellen Marketingstrategien gegenübergestellt wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass Predictive Analytics eine signifikante Reduktion der Kosten pro Lead und eine Steigerung der Leadanzahl bewirkt. Allerdings wurde keine signifikante Verbesserung der Conversion-Rate festgestellt, was darauf hindeutet, dass ergänzende Maßnahmen erforderlich sind, um den gesamten Prozess zu optimieren und weitere Anpassungen vorzunehmen. Obwohl die Analyse vielversprechende Effekte aufzeigt, sind einige Limitationen zu berücksichtigen. Die Untersuchung erstreckte sich über einen Zeitraum von vier Wochen, wodurch keine langfristigen Effekte untersucht werden konnten. Zudem wurde ein einzelnes Unternehmen betrachtet, wodurch die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Branchen oder Unternehmensgrößen nur eingeschränkt möglich ist. Die Arbeit liefert sowohl wissenschaftliche als auch praxisrelevante Erkenntnisse für die Implementierung von Predictive Analytics im Performance-Marketing und legt den Grundstein für weiterführende Forschung zur langfristigen Wirkung von KI-gestützten Strategien in verschiedenen Branchen.
Mit der zunehmenden Integration von Künstlicher Intelligenz wird die Art und Weise verändert, wie Unternehmen Entscheidungen treffen und ihren Wettbewerbsvorteil aufrechterhalten. Während KI-Systeme eine effiziente Analyse und Aufbereitung großer Datenmengen ermöglichen, bleibt unklar wie sie speziell strategische Entscheidungsprozesse transformieren. Trotz der steigenden Anzahl an wissenschaftlichen Beiträgen zu dem Thema gibt es bislang nur begrenzte empirische Erkenntnisse zur praktischen Anwendung von KI in der strategischen Entscheidungsfindung unter realen Bedingungen. Um diese Forschungslücke zu adressieren, kombiniert diese Arbeit eine Literaturanalyse mit einer qualitativen empirischen Untersuchung. Dabei wird zunächst die Rolle von KI im strategischen Entscheidungsprozess anhand der bisherigen Literatur diskutiert. Darauffolgend wird auf Basis von qualitativen Interviews mit Personen, welche KI im strategischen Entscheidungsprozess einsetzen, ein Modell erarbeitet, welches die aktuellen KI-indizierten Veränderungen im strategischen Entscheidungsprozess erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass KI zwar erheblich zur Datenanalyse sowie zur Vorbereitung und Unterstützung strategischer Entscheidungen beiträgt, jedoch nach aktuellem Entwicklungsstand weniger als autonomes Entscheidungssystem geeignet ist. Ihr Einsatz verändert den Entscheidungsrahmen grundlegend, da sowohl technische als auch menschliche Limitationen berücksichtigt werden müssen. Gleichzeitig bietet die verbesserte Entscheidungsgrundlage mehr Sicherheit, beschleunigt Prozesse und steigert deren Effizienz sowie Nachvollziehbarkeit. Dennoch bleiben Herausforderungen wie Bias, Transparenz und ethische Implikationen bestehen, mit denen sich Unternehmen weiterhin auseinandersetzen müssen. Die Studie trägt dazu bei, dass Verständnis über die Rolle von KI im strategischen Management zu vertiefen und liefert praxisnahe Implikationen für eine nachhaltige Integration von KI in strategische Entscheidungsstrukturen.
Der authentische Auftritt einer Tourismusmarke ist entscheidend für die Attraktivität einer Region, da dieser die Besuchsabsicht und die Bereitschaft zur Weiterempfehlung positiv beeinflusst. Der zunehmende Einsatz von KI-generierten Kommunikationsinhalten kann sich jedoch auf die wahrgenommene Markenauthentizität auswirken. Trotz der steigenden Integration von generativer KI in der Tourismusbranche wurde der Zusammenhang von KI-generierten Medien und der Authentizität von Tourismusmarken bisher nur unzureichend untersucht. Die vorliegende Arbeit hat somit das Ziel, die Veränderungen in der Authentizität von Tourismusmarken zu untersuchen, wenn diese KI-generierte Kommunikationsinhalte einsetzen. Für die empirische Untersuchung wurde eine quantitative Methode herangezogen, wobei dieselbe Gruppe an Personen die Authentizität einer österreichischen Tourismusmarke zunächst anhand von menschlich erstellten und anschließend anhand von KI-generierten Bildern bewertete. Die Markenauthentizität wird dabei durch ein Vier-Faktoren-Modell beschrieben, welches sich aus den Dimensionen Kontinuität, Originalität, Verlässlichkeit und Natürlichkeit zusammensetzt. Im Zuge eines Mittelwertvergleichs wurde festgestellt, dass signifikante Unterschiede in den Dimensionen der wahrgenommenen Markenauthentizität vorliegen, wenn die Marke menschlich erstellte oder KI-generierte Bilder einsetzt. Während der Einsatz von visuellen, KI-generierten Kommunikationsinhalten zu einer Verringerung der wahrgenommenen Kontinuität, Verlässlichkeit und Natürlichkeit einer Tourismusmarke führt, ist bei der wahrgenommenen Originalität eine Erhöhung festzustellen. Die erlangten Erkenntnisse bieten Tourismusmarken eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Einsatz von generativer künstlicher Intelligenz und ermöglichen ihnen die Implementierung von gezielten Maßnahmen zur Sicherung ihrer Markenauthentizität.
