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Die vorliegende Arbeit, ausgeführt im Masterstudiengang „Sales Management“ an der Fachhochschule Campus 02 in Graz, behandelt das Thema „Markteintrittskonzept für den Online-Vertrieb von Wein in der Volksrepublik China am Beispiel von Vipava 1894“. Ziel dieser Thesis ist die Erstellung eines Konzeptes für den B2C Online-Vertrieb in der Volksrepublik China für das Unternehmen MIB Management GmbH, welche die Vipava 1894 Weine verkauft. Im theoretischen Teil dieser Masterarbeit werden zunächst die definitorischen und konzeptionellen Grundlagen beschrieben, welche die Rahmenbedingungen für die gesamte Arbeit darstellen. In weiterer Folge wird die Volksrepublik China näher analysiert, um die Besonderheiten des Landes an sich sowie jene des Marktes aufzuzeigen, und auch mögliche Ansätze für einen internationalen Markteintritt beschrieben. Hierbei wird ein praktischer, ein entscheidungsorientierte und ein systematischer Ansatz näher beleuchtet mit dem Ergebnis, dass für die vorliegenden Rahmbedingungen keiner dieser drei Ansätze übernommen werden kann. Daher muss ein eigenes Markteintrittskonzept erstellt werden, welches Bestandteile aller drei beschriebenen Ansätze aufweist. Auch mögliche Markteintrittsbarrieren und Erfolgsfaktoren für internationale Markteintritte werden zunächst noch näher beschrieben, bevor die fünf Schritte des Markteintrittskonzeptes für Vipava 1894 erläutert werden, welche als Grundlage für die darauffolgende praktische Abhandlung dienen. Der praktische Teil beginnt mit der Beschreibung, Durchführung und Auswertung der durchgeführten qualitativen Primärmarktforschung. Mit Hilfe dieser Marktforschung sollen Informationslücken geschlossen und neue Erkenntnisse gewonnen werden, die im Zusammenhang mit dem Online-Markteintritt in der Volksrepublik China wichtig sind. In weiterer Folge werden die fünf Schritte des im Theorieteil erstellen Markteintrittskonzeptes basierend auf den Erkenntnissen aus dem theoretischen und praktischen Teil genau ausgearbeitet und am Ende noch weitere Empfehlungen für den erfolgreichen Online-Weinvertrieb sowie ein kurzes Resümee abgegeben.
Um die Vertriebsleistung durch die Weiterentwicklung der Sozialkompetenz und die Erhöhung der Motivation zu steigern, benötigt es ein Konzept, dass alle Einflussfaktoren und mögliche Herausforderungen darstellt. Die Entwicklung dieses Konzepts ist das übergeordnete Ziel dieser Masterarbeit. In den ersten Kapiteln dieser Arbeit wird auf die Vertriebsleistung, Familienunternehmen (FU), Mitarbeiterentwicklung, Sozialkompetenz und Motivation näher eingegangen bzw. werden die einzelnen Sachverhalte in späteren Kapiteln miteinander verknüpft, damit eine auf der Literatur aufbauende Basis geschaffen werden kann. Die Zusammenhänge über Einflüsse auf die Vertriebsleistung, Besonderheiten von FU, Weiterentwicklungsmethoden und dem Wissen über Sozialkompetenz und Motivation werden dann in ein theoretisches Konzept zur Weiterentwicklung von Vertriebsmitarbeiter/innen in FU zur Steigerung der Vertriebsleistung zusammengefasst. Dieses Konzept besteht aus acht Schritten: Beschreibung, Ziel-Definition, Einflussfaktoren und Schwachstellen, Bewertung der Weiterentwicklungsmethoden, Kosten- und Ressourcenplanung, Entscheidung, Umsetzung der Maßnahmen und laufende Kontrolle und die Ziel-Erreichung. Im Anschluss an das theoretische Konzept wurde eine Marktforschung mittels 16 Einzelexplorationen durchgeführt, in welcher die Theorie und auch das theoretische Weiterentwicklungskonzept untersucht wurden. Es hat sich gezeigt, dass FU durchaus einen Einfluss auf die Vertriebsleistung haben können, wenn ein familiäres Arbeitsumfeld besteht und die Arbeitssituation anders als in Nicht-FU ist. Auch die Sozialkompetenz und die Motivation haben hinsichtlich dem Umgang Kund/innen gegenüber einen Einfluss, da durch ihre Entwicklung bzw. Erhöhung leichter Verkaufsabschlüsse generiert werden können. Zur Weiterentwicklung bzw. Erhöhung der Sozialkompetenzen bzw. Motivation sollten am besten Mentoring, Coaching, Projektarbeiten oder auch Trainee-Programme herangezogen werden. Um vor einer möglichen Umsetzung von Maßnahmen den Ist-Zustand zu messen, sollten Beobachtungen und Befragungen durchgeführt werden, da diese sich am einfachsten und schnellsten umsetzen lassen und auch die aussagekräftigsten Ergebnisse liefern. Bei der Umsetzung des Konzepts sollte darauf geachtet werden, dass die Einflussfaktoren stets miteinbezogen werden, die richtige Weiterentwicklungsmethode ausgewählt wird und dass der Weiterentwicklungserfolg stets kontrolliert und ggf. adaptiert wird, da gerade ein Weiterentwicklungskonzept nie abgeschlossen, sondern wie ein Kreislauf ist.
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Entwicklung eines Kennzahlensystems zur Vertriebssteuerung für die App Radar Software GmbH“. Die Arbeit wurde im Zuge des Masterstudiengangs „Sales Management“ an der Fachhochschule Campus 02 in Graz verfasst. Das Ziel dieses Projektes ist es, ein Kennzahlensystem zur Vertriebssteuerung für das Unternehmen App Radar Software GmbH zu erarbeiten, welches in der IT-B2B-Branche tätig ist Zu Beginn des Theorieteils beschäftigt sich der Verfasser mit dem Vertriebscontrolling in der IT-B2B-Branche. Hierzu werden die Besonderheiten dieser Branche aufgezeigt und die grundsätzlichen Aufgaben und Funktionen des Vertriebscontrollings vorgestellt. Im Anschluss fokussiert sich diese Arbeit auf das Thema Kennzahlen im IT-B2B-Vertriebscontrolling. Es wird erörtert, wie Kennzahlen gebildet, bewertet und verwendet werden können. Im weiteren Verlauf befasst sich der Verfasser mit der Verknüpfung von Kennzahlen zu einem Kennzahlensystem und es werden drei potenzielle Kennzahlensystemkonzepte zur Vertriebssteuerung detailliert vorgestellt. Gegen Ende des Theorieteils dieser Arbeit werden die drei Konzepte kritisch reflektiert und miteinander verglichen. Der gesamte Theorieteil dient als Basis für den weiterführenden Praxisteil und für die Entwicklung des Kennzahlensystems. Im praktischen Teil werden offene Informationsdefizite für die Entwicklung eines Kennzahlensystems identifiziert und es wird ein Marktforschungsprozess vorgestellt, um diese zu decken. Im Zuge dessen wird eine qualitative Primärmarktforschung durchgeführt, sowie eine Analyse des derzeitigen Vertriebscontrollings von App Radar und ein interner Workshop, um die drei Kennzahlenkonzepte aus dem Theorieteil anhand von definierten Kriterien zu bewerten und das beste Konzept für die App Radar Software GmbH zu bestimmen. Die Bestimmung der Kriterien sowie die Bewertung der Konzepte erfolgte durch die Geschäftsführung und die Vertriebsleitung von App Radar. Aufbauend auf den Marktforschungsprozess wurde ein Kennzahlensystem mit 20 Kennzahlen sowie Handlungsempfehlungen zur Implementierung für die App Radar erarbeitet.
Entwicklung eines Leistungsanreizsystems für VertriebsmitarbeiterInnen im B2B-Integrationsgeschäft
(2021)
Die aktuellen Veränderungen in der Möbelindustrie gepaart mit den Besonderheiten des B2B-Integrationsgeschäftes stellen Unternehmen vor die Herausforderung den steigenden Kundenerwartungen gerecht werden zu müssen und dennoch einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zu garantieren. Um diese Schwierigkeiten zukünftig bestmöglich bewältigen zu können, bedarf es hochmotivierter Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen und der Bereitstellung eines Unternehmensumfeldes mithilfe dessen es gelingt, diese langfristig ans Unternehmen zu binden. Zudem zwingt das Bedürfnis, individuelle Leistungen zu honorieren und diese auch zu entlohnen, Unternehmen dazu, speziell im Bereich des Vertriebes, variable Vergütungsmodelle einzusetzen. Aufgrund der Unternehmensgröße von LOGICDATA rückt der persönliche Anteil am Unternehmenserfolg verstärkt in den Hintergrund. Damit die Unternehmensziele erreicht werden, ist LOGICDATA angehalten für die Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen ein Umfeld zu schaffen, welches die individuellen Leistungen würdigt. Daher ist es Ziel dieser Masterarbeit ein Leistungsanreizsystem für die Vertriebsmitarbeiter/-mitarbeiterinnen von LOGICDATA zu entwickeln. Im Zuge der Masterarbeit wurde die aktuelle Bonusvergütung analysiert. Mithilfe einer Primärmarktforschung und der Durchführung von explorativen Einzelinterviews wurden Erkenntnisse gewonnen, wie ein Leistungsanreizsystem für das B2BIntegrationsgeschäft am Beispiel von LOGICDATA optimal zu gestalten ist. Neben einer internen Vollerhebung der Vertriebsmitarbeiter/-mitarbeiterinnen wurden externe Probanden/Probandinnen miteinbezogen, um unterschiedlichste Blickwinkel im neugestalteten Leistungsanreizsystem zu berücksichtigen. Die Erkenntnisse der theoretischen Erarbeitung verknüpft mit den Ergebnissen der empirischen Untersuchung bilden das Fundament der finalen Konzeption des Leistungsanreizsystems. Diese Masterarbeit dient als Grundlage zur Neuentwicklung eines Leistungsanreizsystem für Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen im Vertrieb von LOGICDATA. Es werden Handlungsempfehlungen und Maßnahmen erläutert, die bei der konkreten Implementierung des Leistungsanreizsystems herangezogen werden können. Mithilfe des Systems soll ein Umfeld geschaffen werden, das einerseits die Motivation von Vertriebsmitarbeitern/-mitarbeiterinnen fördert und andererseits den persönlichen Anteil am Unternehmenserfolg würdigt. Dadurch wird LOGICDATA bei der Erreichung der Unternehmensziele bestmöglich unterstützt.
Steigende Altglasmengen, verschärfte gesetzliche Rahmenbedingungen und ambitionierte Kreislaufwirtschaftsziele zwingen Entsorgungsunternehmen zu Veränderungen. Die Digitalisierung eröffnet hierzu neue Möglichkeiten. Die Saubermacher Dienstleistungs AG (SDAG) ist ein österreichisches Entsorgungsunternehmen und versucht mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Smart Collection, einer Software zur Routenoptimierung der Altglassammlung, die digitale Transformation als Chance zu nutzen. Diese Diversifikation bedeutet gleichzeitig gegen neue Mitbewerber bestehen zu müssen. Im Zuge dieser Masterarbeit wird daher ein Vertriebskonzept zur B2B-Neukundenakquise für die Dienstleistung Smart Collection entwickelt. Der Theorieteil zeigt relevante Aspekte der österreichischen Altglassammlung und deren Organisationsstruktur auf. Beratungsintensive und komplexe Dienstleistungen erfordern Exzellenz in der Vertriebstätigkeit. Der persönliche Kontakt und Vertrauensaufbau sind hierbei wichtige Aspekte. Der Aufbau von nachhaltigen Kundenbeziehungen ist das Ziel und gleichzeitig eine große Herausforderung für die SDAG. Durch die Auseinandersetzung mit Besonderheiten der Neukundenakquise im IT-Dienstleistungsbereich werden Komplexitätstreiber und Erfolgsfaktoren aufgezeigt. Eine entsprechende Kundenqualifizierung ermöglicht eine effiziente Priorisierung und Bearbeitung der potentiellen Neukunden und erlaubt den zielgerichteten Einsatz von Vertriebsressourcen. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Situationsanalyse wird im Praxisteil eine qualitative Erhebung durchgeführt. Dabei wird das Ziel, verfolgt Beschaffungsabläufe und Kaufentscheidungsprozesse zu identifizieren und präzisieren. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse erfolgt die Auswahl eines Strategiemix und die Überführung in konkrete vertriebliche Maßnahmen. Abschließend werden Handlungsempfehlungen zur Integration der Maßnahmen abgegeben. Ein Resümee vervollständigt diese Masterarbeit.
Die Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen hängt mittlerweile maßgeblich von ihrer Fähigkeit ab, wie schnell sie sich den geänderten Rahmenbedingungen ihrer Umwelt anpassen kann. Dieses Phänomen betrifft vor allem die IT-Branche, die aufgrund von immer stärker schwankenden Rahmenbedingungen bereits vor Jahren die Vorteile agiler Vorgehensmodelle für sich entdeckt haben. Agile Vorgehensmodelle zeichnen im Gegensatz zu ihren klassischen Vorgängern einen leichtgewichtigen Prozessrahmen, der es nicht nur erlaubt, sich schnell an neue und geänderte Anforderungen anzupassen, sondern auch eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse anstrebt. Wenig überraschend ist es daher, dass immer mehr Unternehmen versuchen, ihre Entwicklungsprozesse nach agilen Prinzipien zu gestalten und klassischen Projektmanagement-Methoden den Rücken kehren. Um die Vorteile von Agilität jedoch vollständig nutzen zu können, ist es nicht ausreichend, wenn allein die Produktentwicklungsprozesse neu definiert werden. Agilität fordert ein Umdenken auf allen Organisationsebenen und hat dadurch einen immensen Einfluss auf das Verständnis von Mitarbeiterführung. Da das Prinzip des Agile Leaderships noch weitestgehend unerforscht ist, existieren derzeit wenig Handlungsempfehlungen für die Praxis, inwieweit eine agile Organisation mit verschiedenen Führungsebenen und -hierarchien vereinbar ist. Daher soll mithilfe dieser Arbeit geklärt werden, wie Agilität die Mitarbeiterführung beeinflusst und wie sich das Aufgabenfeld von Führungskräften verändert. Dazu wird auf Basis theoretischer Vorüberlegungen eine praktische Untersuchung vorgestellt, welche am Ende zu einem allgemeinen Leadershipmodell zusammengefasst wird.
Die Softwareentwicklung wird in der Automobilbranche aufgrund der Komplexität der Fahrzeuge und Steuergeräte immer wichtiger. Neben der Komplexität der Fahrzeuge stehen die Hersteller einem Marktumfeld gegenüber, dass sich immer schneller wandelt und in immer kürzerer Zeit neue Innovationen einfordert. Einen Großteil der Softwareentwicklung vergeben die HerstellerInnen an externe LieferantInnen, da das Wissen über die Softwareentwicklung meist nicht bei den HerstellerInnen vorhanden ist. Die Auswahl der LieferantInnen erfolgt oftmals mit Hilfe von Prozessbewertungen nach Automotive SPICE. Dies soll sowohl die Qualität der Software als auch die Prozessfähigkeit und Termintreue der LieferantInnen sicherstellen. Daneben fordern die HerstellerInnen von den LieferantInnen eine flexiblere Arbeitsweise, damit neue Anforderungen auch innerhalb laufender Softwareprojekte bearbeitet werden können. Aufgrund dieser geforderten Flexibilität ändert sich das Vorgehen der Softwareentwicklung in der Automobilbranche von einem sequenziellen Ansatz hin zu immer agileren Herangehensweisen. Diese Arbeit untersucht anhand von sechs Interviews mit Fachgrößen aus dem agilen Umfeld, wie sich die Anforderungen von Automotive SPICE auf die agile Softwareentwicklung auswirken. Als Beispiel für ein agiles Vorgehensmodell zieht die Arbeit Scrum in Verbindung mit dem Nexus Framework heran. Begleitet wird dieses Vorgehensmodell von agilen Praktiken. Daneben betrachtet die Arbeit das agile Manifest mit seinen Werten und Prinzipien, welche die Grundpfeiler der agilen Softwareentwicklung darstellen. Ein Abgleich der Ziele von Automotive mit der agilen Softwareentwicklung ergänzt die Untersuchung. Die Auswertung der Interviews hat gezeigt, dass der Einsatz agiler Praktiken, wie Pair Programming und Test-Driven Development, auch im Rahmen von Automotive SPICE unter bestimmten Bedingungen möglich ist. Primäre Ziele von Automotive SPICE sind die Prozessverbesserung, die Kosten- und Termineinhaltung und die Planung. Die Prozessverbesserung stimmt mit den agilen Prinzipien überein. Planung, Termin- und Kosteneinhaltung, können Organisationen durch den Einsatz agiler Methoden wie Scrum wesentlich besser erreichen, als es mit traditionellen Methoden möglich ist. Die Standardisierung von Prozessen ermöglicht es den Unternehmen Prozesse wieder zu verwenden und reduziert dadurch die Aufwände bei der Errichtung neuer Projekte. Dies wiederum kommt den agilen Prinzipien entgegen. Für die erfolgreiche Umsetzung der Anforderungen aus Automotive SPICE in agilen Teams und Unternehmen werden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben. Die Grenzen dieser Arbeit und aus der Arbeit heraus aufgekommene Forschungsfragen, werden im Anschluss diskutiert.
Spezifikation der Anforderungen an die funktionale Sicherheit von Dampf- und Kondensatsystemen
(2021)
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Untersuchung von notwendigen Anforderungen an die funktionale Sicherheit von Dampf- und Kondensatsystemen. Neben einer umfassenden Literaturrecherche über erforderliche Richtlinien, harmonisierte Normen und technische Regelwerke wurde eine detaillierte Analyse eines Dampf- und Kondensatsystems durchgeführt. Es werden die Parameter Druck und Temperatur für jede Komponente des Systems betrachtet, wobei diese Parameter zum Teil auch mathematisch ermittelt werden. Anhand dieser Daten können Vorgaben bezüglich Anforderungen an eine inhärent sichere Konstruktion und an notwendige technische Sicherheitsmaßnahmen erstellt werden. Im Anschluss erfolgte die Durchführung einer HAZOP-Studie (HAZard and OPerability study), um sicherzustellen, dass das Prozessrisiko ausreichend vermindert wird. Optimal für eine gute Prozesssicherheit ist es, bereits in der Projektanfangsphase Überlegungen zu den auftretenden Drücken und Temperaturen an den Komponenten anzustellen, um diese korrekt auslegen und anfragen zu können.
Der Begriff 3D-Druck hat in den letzten Dekaden Eingang in das Wortrepertoire der Gesellschaft gefunden. Eine Vielzahl verschiedener additiver Fertigungsmethoden sind in dieser Zeit entstanden. Um den auf Spulen gewickelten, speziell für das Fused Filament Fabrication Verfahren (FFF) in Form gebrachten Kunststoff vor der Verarbeitung zu trocknen, werden z.B. bereits aus dem Spritzguss bekannte technische Lösungen herangezogen und entsprechend angepasst. Die Problematik von zu feucht verarbeitetem Kunststoff ist schon aus anderen Fertigungsmethoden wie dem Spritzguss und der industriellen Extrusion bekannt, weshalb auch die Vortrocknung der Materialien hier bereits untersucht wurde. Die Vortrocknung von auf Spulen aufgewickeltem Filament für den 3D-Druck hingegen wurde erst wenig untersucht. Das ist der Ausgangspunkt für das Forschungsziel dieser Arbeit: Es gilt eine Vortrocknungslösung für hygroskopische, technische Kunststoffe in Filamentform wie Polyamid zu entwickeln, deren Preis- / Leistungsverhältnis mit marktüblichen Verfahren konkurrieren kann. Um die Anlage auslegen zu können, wird in dieser Arbeit das Trocknungs- und Absorptionsverhalten der Filamentspulen untersucht. Zusätzlich wird auf die Frage der minimal nötigen Trocknungszeit in der entworfenen Anlage eingegangen. Die Auswertungen der Versuchsreihe zeigen eine beträchtliche Zunahme der Trocknungszeit von der äußersten zur innersten Spulenschicht, und dass für eine ausreichende Trocknung je nach Ausgangsfeuchte mehrere zig Stunden erforderlich sind. Aufgrund der Menge an Wasser, die im Zuge der Trocknung nach außen transportiert wird, ist bei größeren Mengen von zu trocknendem Kunststoff ein Austausch der Luft in der Trockenkammer ratsam. Aus diesem Grund wurde als Trocknertyp ein Umlufttrockner mit Zu- und Abluftklappensteuerung entwickelt. Weiterführende Forschungen könnten sich mit der Thematik der maximal zulässigen Feuchte unterschiedlicher Kunststoffe vor der Verarbeitung wie auch mit den Auswirkungen der Zufuhr von in vielen Betrieben vorhandener Trockenluft beschäftigen.
Moderne Zeiten erfordern von Unternehmen moderne Lösungen und schnelles Reagieren auf Veränderungen. Dabei ist ein effizientes und flexibles Controlling und Berichtswesen unerlässlich. Der Kooperationspartner dieser Masterarbeit ist die VENTA Real Estate Group, die in der Immobilienbranche im Raum Graz und Graz Umgebung tätig ist. Die Unternehmensgruppe hat wachstumsstarke Jahre hinter sich und mit mittlerweile über 60 laufenden Projekten haben sich neue Herausforderungen hinsichtlich des Projektcontrollings und Berichtswesens ergeben. Die Unternehmensgruppe gliedert sich in zwei Geschäftsbereiche. Die Business Unit Bauträger ist für die Entwicklung und den Vertrieb von Immobilien zuständig, während in der Business Unit Asset Management das eigene Immobilienportfolio gehalten wird. Im Zuge des monatlichen Reportings wird der Projektcontrollingprozess durchgeführt und es werden einzelne Projektberichte erstellt. Jedoch sind die verwendeten Berichtsvorlagen veraltet und aufgrund projektspezifischer Anpassungen in den vergangenen Jahren nicht einheitlich. Außerdem steht der Unternehmensleitung kein projektübergreifender Bericht, in dem die Gesamtperformance der Unternehmensgruppe abgebildet wird, zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund gilt es herauszufinden, welche Optimierungsmöglichkeiten bei einem standardisierten Projektcontrolling bestehen und wie ein projektübergreifender Bericht aufgebaut werden kann. Um diese Problemstellung zu lösen, wurde eine umfassende Literaturrecherche zu den Themen Projektmanagement und Projektcontrolling in der Immobilienbranche, sowie projektübergreifendes Controlling und Berichtswesen durchgeführt. Im Anschluss darauf erfolgte eine empirische Erhebung der aktuellen Situation des Projektcontrollings und Berichtswesens in Form eines qualitativen Interviews mit dem Leiter der Finanzen. Das Praxisoutput dieser Arbeit stellen zum einen die Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Projektberichte hinsichtlich deren Aufbau und Inhalt dar. Außerdem wurde zur Konsolidierung der Projekte ein Excel-Tool entwickelt, in dem die Daten aus sämtlichen Projektberichten innerhalb von einer Minute importiert werden können. Die konsolidierten Übersichten sowie die Dashboards passen sich nach Aktualisierung der Daten automatisch an. Mit den Ergebnissen dieser Masterarbeit wurde beim Kooperationspartner ein bedeutsamer Schritt in Richtung Automatisierung, Flexibilität und erhöhter Reaktionsfähigkeit des Reportings gesetzt. Die dadurch erworbenen neuen Fähigkeiten und Kenntnisse sollen neue Türen für weiterführende Optimierungsprozesse bei der VENTA Group eröffnen.
Portfoliodiversifikation in traditionelle und alternative Investments am Beispiel der Netconomy GmbH
(2021)
Der Auftraggeber/die Auftraggeberin dieser Arbeit, die Netconomy Software & Consulting GmbH, verfügt über hohe liquide Mittel, welche derzeit ausschließlich auf Bankkonten veranlagt sind. Aufgrund der derzeit schlechten Zinssituation für die klassische Geldanlage, ist es für die Netconomy GmbH von großer Bedeutung eine alternative Investmentstrategie zu finden. Aus Diversifikationsgründen ist es nicht sinnvoll, in eine einzige Anlage zu investieren. Stattdessen sollte ein Portfolio bestehend aus unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten ausgewählt werden. Dadurch wird ein geringeres Risiko bei einer identen oder höheren Renditeerwartung erzielt. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Erstellung eines Excel-Tools zur Ermittlung eines diversifizierten Portfolios und Prognostizierung zukünftiger Kursentwicklungen anhand von ausgewählten traditionellen und alternativen Investmentmöglichkeiten. Bei der Wahl der möglichen Anlagekategorien im Portfolio ist zu beachten, dass eine möglichst hohe Diversifikation erreicht wird. Im Zuge dieser Arbeit wird auf die Investments MSCI World, REX Anleihen Index, Rohstoff Gold und Immobilien eingegangen. Um den Diversifikationseffekt der gewählten Investmentmöglichkeiten zeigen zu können, erfolgt eine statistische Analyse und schließlich die Erstellung der Korrelationsmatrix. Die Grundlage für diese Berechnungen sind die historischen Kurswerte der letzten 20 Jahre. Ausgehend von den Ergebnissen der statistischen Analyse wird eine Portfolioanalyse für unterschiedliche Zeitperioden durchgeführt. Um das optimale Portfolio bestimmen zu können werden das Risikomaß „Value at Risk“ und das Performancemaß „Sharpe Ratio“ kritisch gegenübergestellt und theoretisch erläutert. Im Zuge dieser Arbeit wird als Entscheidungskriterium das Performancemaß „Sharpe Ratio“, welches die Abhängigkeit von der Portfoliorendite zum Portfoliorisiko ermittelt, angewandt. Das optimale Portfolio, mit dem höchsten Sharpe Ratio, entspricht jenes mit einer Laufzeit von fünf Jahren und mit über 80% Anteile an Immobilien und dem REX Anleihen Index. Der Rohstoff Gold und der MSCI World Aktienindex haben nur geringe Anteile im optimalen Portfolio. Ein weiterer wichtiger Aspekt für den Kooperationspartner/die Kooperationspartnerin ist die Planungssicherheit für zukünftige Perioden. Aufgrund dessen werden die zukünftigen Kurswerte mithilfe der zeitreihengestützten Prognosemethode ermittelt. Dabei erfolgt die Prognostizierung mittels einer Regressionsanalyse. Bei großen Schwankungen im historischen Verlauf ist diese Variante als kritisch zu betrachten. Der Netconomy GmbH wird empfohlen in das optimale Portfolio mit einer Haltedauer von fünf Jahren zu investieren, um ihre liquiden Mittel zukünftig gewinnbringend und sicher anlegen zu können.
Das Smart Home hat sich als Anwendungsgebiet innerhalb des IoT große Beliebtheit verschafft. Mithilfe von verschiedenartigen, miteinander vernetzten Geräten werden Komfort und Sicherheit im Wohnbereich gesteigert. Aufgrund der einfachen Bedienung und der Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Plattformen ist diese Art von Geräten besonders in Privathaushalten verbreitet. Durch ständige Konnektivität zum Internet bestehen jedoch Risiken hinsichtlich der Informationssicherheit sowie des Schutzes von Daten der BenutzerInnen. Die untersuchte Architektur im Rahmen dieser Arbeit behandelt ein generisches, Cloud-basiertes System. Dieses wird mithilfe des Risikoanalysemodells OCTAVE Allegro und dem Fokus auf kritische Informationsassets systematisch auf Sicherheitsrisiken überprüft. Für eine bessere Übersicht wird das Gesamtsystem in drei Subsysteme aufgeteilt. Ziel der Risikoanalyse ist es, die unterschiedlichen Sicherheitsrisiken, welche mit der Nutzung von Cloud-basierten Smart Home Systemen verbunden sind, aufzuzeigen. Für die Reduzierung von Risiken werden Gegenmaßnahmen sowie ein Katalog über Handlungsempfehlungen für NutzerInnen erarbeitet. Die Ergebnisse zeigen, dass NutzerInnen innerhalb ihres Einflussbereiches gezielt Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken setzen können. Besonders beim Betrieb von kritischen Geräten sind eine stabile Energieversorgung und Internetverbindung essenziell. Der restliche Anteil der Sicherheitsrisiken geht bei einem Cloud-basierten System auf die Systemanbieter sowie Service Provider über. Durch die Entwicklung von Systemen innerhalb aktueller Security-Frameworks können Systemanbieter bereits in der Konzeptphase spätere Risiken vermeiden und Security und Privacy by Design Prinzipien einhalten. Für eine nachhaltige Durchsetzung von Smart Home Systemen ist dies ein essenzieller Faktor. Mithilfe neuer Technologien wie Blockchain könnten traditionelle Sicherheitsprobleme im IoT obsolet werden, konkrete Anwendungsfälle dafür befinden sich noch im Forschungsstadium.
Mobile Anwendungen
(2021)
Mobile Anwendungen bekommen eine immer größere Relevanz zugesprochen. Wesentliche Gründe hierfür sind die Offline-Fähigkeit, uneingeschränkte Geräte-Zugriffe, App Stores zur Bereitstellung, intuitive Interaktionen und vieles mehr. Um diese Charakteristiken zu nutzen, hat sich bisher der native Ansatz durchgesetzt, wobei für jedes Betriebssystem eine eigener Quellcode geschrieben werden muss. Genau hier setzen Progressive Web-Anwendungen an. Diese Art von Technologie verspricht eine native Benutzererfahrung, mit dem entscheidenden Unterschied, dass nur eine einzige Quellcode-Basis notwendig ist. Somit kann der Entwicklungs- und Wartungsaufwand mit den umhergehenden Kosten intensiv verringert werden. Diese Arbeit betrachtet aus diesem Grund die Möglichkeiten und Einschränkungen von Progressive Web-Anwendungen gegenüber nativen iOS- und Android-Anwendungen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird ein Benchmarking für die unterschiedlichen Konzepte durchgeführt. Die Basis bilden dabei eine Literaturanalyse und eine Implementierung einer Progressive Web-Anwendung mit den Mindestanforderungen. Im Anschluss werden Vergleichskriterien anhand der ISO 25010 aufgestellt, welche als Norm für die Qualitätskriterien von Software, IT-Systemen und Software-Engineering bekannt sind. Die Technologieansätze werden daraufhin mithilfe dieser Kriterien evaluiert und einander gegenübergestellt. Das Resultat dieser Arbeit ist eine Entscheidungsmatrix, welche für jede Art von Entwicklungsprojekten mobiler Anwendungen anwendbar ist. Diese Matrix hilft, den optimalen Ansatz für vorliegende Projekt-Anforderungen zu bestimmen. Grundsätzlich konnte in dieser Master-Thesis ein aufsteigender Trend für Progressive Web-Anwendungen beim mobilen Chrome und Samsung Internet Browser evaluiert werden. Nichtsdestotrotz sind seitens Apple mit dem mobilen Safari Browser noch wesentliche Einschränkungen vorhanden, was den Ersatz durch Progressive Web-Anwendungen nicht in allen Fällen gewährleisten kann.
Diese Arbeit befasst sich mit der Konzipierung eines für den Kooperationspartner, der Fidas Graz Steuerberatung GmbH, optimierten und im höchstmöglichen Grad digitalisierten Jahresabschlusserstellungsprozesses. Die aus der Arbeit resultierende Vorlage zur monatlichen Berichterstattung an die Geschäftsführung des Kooperationsunternehmens dient als Grundlage für zukünftige Berichterstattungen und gibt Aufschluss über den aktuellen Stand des Prozesses bei den einzelnen KlientInnen, den damit verbundenen Fristen, den aktuellen Digitalisierungsgrad sowie die Effizienzsteigerung durch die Implementierung. Die zentrale Problemstellung der Arbeit, die Entwicklung eines Vorschlages zu einem einheitlichen Jahresabschlusserstellungsprozess, wurde mithilfe von Literaturrecherche, den quantitativen Forschungsmethoden Fragebogen und Sekundäranalyse und in Zusammenarbeit mit dem Kooperationsunternehmen gelöst. Zunächst befasst sich diese Arbeit mit der Erhebung des bisherigen Jahresabschlusserstellungsprozess beim Kooperationspartner um darauf aufbauend den optimierten Prozess zu erstellen. Es konnte herausgefunden werden, dass bisher keine klaren Zuständigkeiten definiert wurden, weshalb auch keine klare Abfolge der einzelnen Prozessschritte erkennbar war. Der optimierte Prozess beinhaltet u.a. die fest definierten Zuständigkeiten und stellt die zeitliche Abfolge der Prozessschritte dar. Für die Durchführung und der darauf aufbauenden Überprüfungsmöglichkeit bedarf es einer Checkliste, welche zur Unterstützung der digitalen Umstellung des Prozesses hilft, und einer für sämtliche MitarbeiterInnen zugänglichen KlientInnenliste, welche den aktuellen Stand der Jahresabschlusserstellungsprozesse wiedergibt. Mittels Sekundäranalyse wird der aktuelle Stand der Digitalisierung erhoben. Unter Berücksichtigung der definierten Parameter für die Analyse konnte festgestellt werden, dass der überwiegende Teil der KlientInnen einen für den Kooperationspartner nicht ausreichenden Digitalisierungsgrad aufweist. Anschließend wurde der optimierte Jahresabschlusserstellungsprozess bei drei ausgewählten KlientInnen implementiert und die daraus gewonnenen Ergebnisse analysiert. Die ausgewählten KlientInnen weisen nach der Implementierung die für den Kooperationspartner höchstmögliche Digitalisierungsstufe auf. Bei allen drei KlientInnen konnte eine Effizienzsteigerung gemessen werden, weshalb die Implementierung des optimierten Prozesses beim Kooperationspartner empfehlenswert ist. Darauf aufbauend wurde die Vorlage für eine monatliche Berichterstattung entwickelt. Diese Arbeit und die damit verbundene Vorlage zur Berichterstattung setzen das kontinuierliche Befüllen der zur Verfügung gestellten KlientInnenliste sowie eine ordentliche Leistungserfassung der MitarbeiterInnen voraus.
Tools für die Interaktion zwischen CAD- und Officeprogrammen als Ersatz für ERP-Systemfunktionen
(2021)
Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP-Systeme) sind in der heutigen Zeit kaum aus produzierenden Unternehmen wegzudenken. Sie werden z. B. für die Erfassung von Kundendaten, für das Bestellwesen oder auch für die Lagerverwaltung verwendet. Allerdings sind ERP-Systeme auch meist mit hohen Anschaffungskosten und einem aufwändigen Wartungsaufwand verbunden. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, aufzuzeigen, in welcher Form Funktionen eines ERP-Systems durch Anwendungen und Verknüpfungen von Office- und CAD-Programmen ersetzt werden können. Um diese Frage zu beantworten, wird ein Konzept zur Abbildung der Systemfunktionen auf Basis des bestehenden Projektmanagementprozesses der Agrotel GmbH erstellt. Aufgrund der Ergebnisse der theoretischen Untersuchung werden die Funktionen eines ERP-Systems und deren Einsatzbereiche dargestellt. Basierend auf den Erkenntnissen aus dem theoretischen Teil werden verschiedene Anwendungen für die Bereiche Vertrieb, Einkauf, Technik, Produktionsplanung und Dokumentenmanagement unter Verwendung der Programmiersprache VBA in Excel und dem CAD-System Autodesk Inventor entwickelt. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass die im Rahmen dieser Masterarbeit entwickelten Anwendungen abbildbar sind und auch in der Praxis in kleinen Unternehmen eingesetzt werden können.
Ein Kredit darf nur gewährt werden, wenn sichergestellt ist, dass der Kreditnehmer die Bedienung des Zins- und Kapitaldienstes zum Zeitpunkt der Beantragung gewährleisten kann. Im Firmenkundengeschäft werden hierfür betriebswirtschaftliche Unterlagen verwendet. Landwirtschaftliche Betriebe sind gesetzlich erst bei Überschreitung gewisser Umsatz- und Einheitswertgrenzen verpflichtet, entsprechende Aufzeichnungen zu führen. Die meisten Betriebe in Österreich überschreiten diese Grenze nicht und müssen daher keine Unterlagen vorlegen. Aus diesem Grund behilft sich die Raiffeisen-Landesbank Steiermark mittels eines selbst entworfenen, dreiseitigen Erhebungsformulars. Die Kreditprüfung und die Bonitätsfeststellung bergen aufgrund des „veralteten“ Formulars einige Defizite und Schwachstellen. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass Landwirte die jeweiligen Angaben und Daten selbst bekannt geben und dem damit zusammenhängenden hohen Subjektivitätsgrad. Es fehlt zudem die Möglichkeit der Plausibilisierung dieser Werte. In der vorliegenden Arbeit soll die Kreditfähigkeitsbeurteilung von pauschalierten Land- und Forstwirten qualitativ verbessert, der gesamte Kreditvergabeprozess neu aufgerollt und ein neues Erhebungsformular konzipiert werden. Es stellt sich dabei die Frage, wie eine standardisierte Erhebung der Einkünfte von pauschalierten Land- und Forstwirten erfolgen muss, um zu einer plausiblen Kreditentscheidung zu gelangen. Die Arbeit widmet sich zunächst allgemeinen theoretischen Grundlagen, wobei der Schwerpunkt auf der Bonitäts- und Ratingbeurteilung liegt. Methodisch kommt es dabei zu einer fachspezifischen Literarturrecherche und der Analyse unternehmensinterner Unterlagen. Die Antworten und Erkenntnisse aus den Experteninterviews werden zunächst theoretisch erläutert, womit aufbauend darauf die praktische Umsetzung der Ergebnisse erfolgt. Ausgehend vom bestehenden Erhebungsformular wird erläutert, welche Änderungen sich aus den Experteninterviews für das neue Erhebungsformular ergeben. Infolgedessen kommt es zu einer umfangreichen Erweiterung des Formulars, der Einführung von Kennzahlen und Vergleichswerten sowie zusätzlicher Felder zur Berücksichtigung von Neuinvestitionen und zur Berechnung von Szenarien. Es erfolgt künftig eine standarisierte Erhebung der Werte und es besteht die Möglichkeit, eine Plausibilisierung der Angaben und Daten durchzuführen. Zur Schaffung einer objektiven Entscheidungsgrundlage wird das Erhebungsformular mithilfe bereits abgewickelter Kreditentscheidungen geprüft und plausibilisiert. Das neue Erhebungsformular wird letztlich in den Kreditentscheidungsprozess der Raiffeisen-Landesbank Steiermark integriert.
Die Herausforderungen der modernen Unternehmensführung haben sich verändert. Die Nachfrage an personalisierten Angeboten nimmt zu und die Lebenszyklen werden immer kürzer. Dieser Umstand führt zu einem wachsenden Innovations- und Wettbewerbsdruck bei Unternehmen und fordert daher eine rasche Reaktionsfähigkeit sowie ein ganzheitliches Denken. Folglich entwickeln sich immer mehr Unternehmen zu projektbasierten oder projektgestützten Organisationen, die sämtliche oder ausgewählte Aufgaben in Form von Projekten abwickeln. In weiterer Folge hat sich dadurch das Projektcontrolling, welches die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele sicherstellt, zu einem wesentlichen Bestandteil eines erfolgreichen Unternehmens etabliert. Der Kooperationspartner dieser Arbeit ist die Granit Holding GmbH, deren 29 Tochtergesellschaften in der Baubranche operativ tätig sind und ihre Bauvorhaben als Projekte realisieren. Der Konzern wickelt über 300 Projekte pro Jahr ab, deren Auftragssummen bis über 30 Millionen Euro reichen. Das Rechnungswesen wird zentral von der Granit Holding GmbH für alle Beteiligungen durchgeführt, während die Abwicklung der Bauprojekte durch die 20 eigenständigen Baubereiche individuell erfolgt. Dies hat zur Konsequenz, dass sich das Projektcontrolling zu einem intransparenten Prozess entwickelt hat. Angesichts dieser Ausgangssituation gilt es zu klären, wie ein standardisiertes Projektcontrolling aussieht, das die Kosten-, Ressourcen- und Terminentwicklung der Bauprojekte berücksichtigt. Um diese Problemstellung zu lösen, hat sich diese Arbeit mit dem Projektcontrolling eines Tochterunternehmens, der Singer & Co Baugesellschaft mbH, befasst. Es wurde eine Literaturrecherche zu den Themen Projektmanagement, Projektplanung und Projektcontrolling mit Fokus auf die Bauwirtschaft durchgeführt, ehe eine empirische Erhebung der IstSituation mithilfe eines qualitativen Interviews und quantitativen Fragebogens erfolgte. Als Praxisoutput dieser Masterarbeit gingen die Erhebung und Optimierung der Ist-Situation sowie ein Konzept eines Excel-basierten Projektcontrolling-Reports hervor. Der Report beinhaltet eine Earned-Value-Analyse, die sich als adäquates Instrument für das Projektcontrolling herauskristallisiert hat, weil sie die Kosten-, Ressourcen- und Terminentwicklung der Bauprojekte berücksichtigt. Die Ergebnisse dieser Masterarbeit dienen dem Kooperationsunternehmen für weitere unternehmensinterne Umstrukturierungsprozesse. Damit der Praxisoutput zu mehr Transparenz hinsichtlich des Projektcontrolling-Prozesses im Konzern führen kann, muss jedoch zunächst eine Akzeptanz und Sensibilisierung für eine standardisierte Vorgehensweise in den Baubereichen geschaffen werden.
Das Unternehmen IGT Austria GmbH entwickelt vorwiegend Softwarelösungen für Glücksspielautomaten in regulierten Märkten weltweit. In einigen dieser Märkte spielt konventionelle Münzverarbeitung eine zentrale Rolle. Somit ist es im Rahmen von Softwareentwicklungsprozessen unumgänglich Tests in Verbindung mit dem automatisierten Münzverarbeitungssystem durchzuführen. Schwierigkeiten ergeben sich in diesem Kontext vor allem in Anbetracht der länderspezifischen Währungen, weil es an Testmünzen oder passenden Bezahlsystemkomponenten fehlt. Die vorliegende Masterarbeit befasst sich daher mit der Systementwicklung eines Emulators, der die grundsätzliche Funktionsweise realer Komponenten des Münzverarbeitungssystems nachbildet. In dieser Intention wird zunächst das Gesamtsystem der automatisierten Münzverarbeitung sowie die Funktionsweise und Interaktion der Einzelkomponenten analysiert. Unter Berücksichtigung der Grundsätze und Methodiken des Requirements-Engineering werden anschließend konkrete Anforderungen an den zu entwickelnden Emulator ermittelt und dokumentiert. Die Anforderungsspezifikation dient als Ausgangspunkt für konzeptuelle Überlegungen in Bezug auf die Umsetzung. Resultierend aus diesen Überlegungen wird eine geeignete Zielplattform definiert sowie eine Softwarearchitektur entworfen, die durch Erweiterbarkeit und Wartungsfreundlichkeit überzeugt. Nach anschließender Implementierung der Architektur auf Basis plattformübergreifender Entwicklungsansätze, wird der finale Prototyp des Emulators unterschiedlichen Funktionstests unterzogen und evaluiert. Die Tests haben gezeigt, dass der Prototyp funktioniert und die grundlegenden Funktionen erfüllt, allerdings noch weitere Evaluierungen in Richtung Plattform-Abhängigkeit der Software durchzuführen sind.
Ein stetig steigender Flexibilitätsgrad von Automatisierungsanlagen bringt häufig Problemstellungen bei der Realisierung dieser Anlagen mit sich. Grund hierfür sind häufig komplexe Wirkmechanismen oder eine nicht anwenderfreundliche Nutzung aller inkludierten Komponenten. Die Verwendung des Digitalen Zwillings und dessen Vorteile, wie die virtuelle Inbetriebnahme, sind daher für flexible Automatisierungssysteme nur mit erhöhtem Aufwand zu entwickeln bzw. einzubinden. Das Ziel der Masterarbeit ist es das komplexe Ineinanderwirken von Komponenten anhand eines praktischen Anwendungsfalles aufzuzeigen und mittels Konzeptmodell und anschließender Ausarbeitung Lösungsansätze zu generieren, um den vorteilhaften Nutzen eines zu erstellenden Digitalen Zwillings zu ermöglichen. Um das Ziel zu erreichen, erfolgte eine konzeptionelle Ausarbeitung einer Systemarchitektur aller inkludierten Komponenten, die Entwicklung eines Prozessmodells und die praktische Umsetzung des Gesamtsystems bestehend aus einem Roboter, Steuerungskomponenten und dem dazugehörigen Digitalen Zwilling. Das Resultat der praktischen Ausarbeitung zeigt, dass der Digitale Zwilling von flexiblen Prozessen Vorteile wie die virtuelle Inbetriebnahme, die Reduktion von Stillstandszeiten, und ein erhöhtes Maß an Benutzerfreundlichkeit mit sich bringt.
Eine Kernleistung eines Handelsbetriebs stellt die Gestaltung seines Sortiments dar. Durch ein umfangreiches Warenangebot, einer Vielzahl an Lieferanten und den existierenden Wechselwirkungen im Sortiment ist ein erheblicher Informationsbedarf zu decken. Diese Funktion kann durch das Sortimentscontrolling erfüllt werden. Die vorliegende Arbeit widmet sich der Konzeption eines Sortimentscontrollings, um das Defizit hinsichtlich einer geeigneten Grundlage für Sortimentsentscheidungen der Das Dekagramm Handels GmbH zu decken. Dazu soll ein auf das Unternehmen abgestimmtes Konzept designt werden, welches Informationen generiert, die bei der Sortimentsplanung, -steuerung und -kontrolle unterstützend zum Einsatz kommen. Durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Sortimentsgestaltung im Unternehmen werden das Produktangebot in Teilbereiche gegliedert sowie Verbundeffekte zwischen Food und Non-Food Artikeln aufgezeigt. Danach können durch eine ABC-Analyse Priorisierungen einzelner Warengruppen ermöglicht werden. Hier wird festgestellt, dass sieben der 27 Warengruppen rund 67% der Umsätze generieren. Durch eine Lieferantenbewertung mittels einer ScoringMethode wird eine wesentliche Abhängigkeit zu einem Lieferanten erkannt. Um Kosteninformationen zu generieren, wird eine Kosten- und Leistungsrechnung auf die besonderen Gegebenheiten des Unternehmens abgestimmt. Hier werden alle Kosten bis auf den Wareneinsatz anhand der Kostenstellenrechnung an den Kostenträger verrechnet. Da als Kostenstellen die drei Warenbereiche Food, Non-Food und Gastronomie definiert werden, lässt sich pro Warenbereich ein Handlungskostengemeinzuschlagssatz ermitteln sowie eine Kostenträgerstückrechnung entwerfen. Daraus lassen sich die langfristige Preisuntergrenze, der Verkaufspreis und die Handelsspanne ableiten. Ein Teil der Arbeit widmet sich der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Um bei der Betrachtung auf einzelne Teilbereiche einzugehen, wird eine mehrstufige sowie mehrdimensionale Deckungsbeitragsrechnung durchgeführt. Durch die Analysen wird ersichtlich, dass ein beinahe gleicher Kalkulationszuschlag im Unternehmen für alle Artikel verwendet wird. Durch einen Vergleich der kalkulierten Handelsspannen mit den tatsächlichen Handelsspannen vom September 2020 lässt sich feststellen, dass Abweichungen zu verzeichnen sind.
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Analysetools zur operativen Steuerung in Form eines Kennzahlen-Cockpits. Das Unternehmen benötigt dieses Cockpit, um den Überblick über den gesamten Konzern zu behalten und bei möglichen negativen Entwicklungen rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Darüber hinaus beschäftigt sich diese Arbeit theoretisch mit den Charakteristiken der operativen Steuerung, dem Prozess der Strategieumsetzung und mit Kennzahlen im Allgemeinen. Damit das Cockpit erstellt werden kann, muss zunächst eine Balanced Scorecard erarbeitet werden. Dazu wurden die strategischen Ziele des Kooperationspartners analysiert. Die Vision des Unternehmens ist es, der beste und innovativste Komplettanbieter im optischen Bereich zu sein. Um diese Vision zu erreichen, muss das Unternehmen strategische Ziele definieren. In diesem Zusammenhang hat sich die Michael Pachleitner Group (MPG) in einer Strategiesitzung auf fünf strategische Schwerpunkte geeinigt. Im Retail-Bereich will die MPG alle Vertriebskanäle der Optikbranche abdecken. Ein weiterer Schwerpunkt konzentriert sich auf die Stärkung der Kundenbeziehungen. Darüber hinaus soll die operative Exzellenz, die Kommunikation und das Kommittent zum Unternehmen verbessert werden. Die Markenbekanntheit sowie die Positionierung am Markt soll weiter ausgebaut werden. Der nächste Schritt bestand darin, diese langfristigen Ziele auf eine operative Ebene herunter zu brechen und die richtigen Kennzahlen zur Zielerreichung zu finden. Dafür wurden 16 Kennzahlen definiert, jedoch werden nur 10 im Cockpit dargestellt. Die Auswahl der Top-Kennzahlen wurde mit Hilfe einer Nutzwertanalyse getroffen. Dazu wurden sechs Kriterien definiert, anhand derer die Auswahl erfolgte. Diese wurden von sechs Teilnehmern einzeln bewertet und der Durchschnittswert für die endgültige Gewichtung der Kriterien herangezogen. Die Bewertung der Kennzahlen erfolgte auf Basis der Literatur. Sie wurden mit den Teilnehmern besprochen und angepasst. Im Zuge der Analyse wurden folgende zehn Kennzahlen für das Cockpit ausgewählt: die Umsatzentwicklung, die Umsatzrendite, die Eigenkapitalrendite, der Anteil am Neukundenumsatz, die Neukundenquote, der Umsatzanteil der Bestandskunden, die Retourenquote, der Cash Conversion Cycle, die Fehlzeitenquote und die Fluktuationsquote. Im Anschluss wurden Ziel- und Grenzwerte festgelegt und mögliche Gegenmaßnahmen vorgeschlagen. So kann beispielsweise der Umsatz durch den Ausbau des Vertriebsnetzes oder durch gezielte Werbemaßnahmen gesteigert werden. Der letzte Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Erstellung des Cockpits im Berichtssystem Evidanza. Am Ende der Arbeit können 5 Kennzahlen im Cockpit abgebildet werden. Für die restlichen fehlen noch entsprechende Felder im System, diese werden aber in Kürze ergänzt und das Cockpit wird bis Ende des Jahres mit diesen Kennzahlen vervollständigt.
Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wächst rasant, wie in den Regalen der Supermärkte deutlich zu sehen ist. Immer mehr junge Unternehmen, sogenannte Start-ups, drängen mit neuen Ideen und Produkten auf den Markt und wollen erfolgreich sein. Doch nur eines von zehn dieser Start-ups ist erfolgreich. Ziel dieser Masterarbeit ist es daher, herauszufinden, ob es Erfolgsfaktoren für Start-ups in der Lebensmittelbranche gibt und welche diese sind. Zu diesem Zweck wurde im theoretischen Teil der Arbeit eine Literaturrecherche durchgeführt. Dabei wurden die Charakteristika der Lebensmittelindustrie und die relevantesten Lebensmitteltrends der Zukunft betrachtet. Des Weiteren wurden die Eigenschaften von Start-ups näher untersucht und es wurde auf die Methodik und Zielsetzung der Erfolgsfaktorenforschung eingegangen. Basierend auf bestehenden Erfolgsmodellen, Studien und Erfolgsgeschichten von Start-ups konnten sieben Erfolgsfaktoren aus der Theorie identifiziert werden. Diese sieben identifizierten Faktoren sind die folgenden: Produkt und Idee, Gründungsperson und Gründungsteam, Marktforschung/Produktfeedback, Netzwerk, Sprungbretter, soziale Medien und Trends/Timing. Diese sieben Erfolgsfaktoren bilden die Grundlage für die empirische Untersuchung. Diese basiert auf leitfadengestützten Expertiseinterviews, die mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden. Für die Interviews konnten Gründungspersonen von zehn verschiedenen Start-ups in der Lebensmittelbranche aus Österreich interviewt werden. Anhand der Ergebnisse wurden eine grafische Erfolgsfaktorenkarte, sowie Handlungsempfehlungen entworfen.
Bedingt durch den rasanten und stetig schneller werdenden technologischen Wandel werden die Innovationszyklen für neue Technologien kürzer. Im Gegenzug nimmt die Menge der technologischen Fortschritte zu. Betrachtet man diesen Trend und wendet ihn auf das aktuelle Weltmarktgeschehen an, so befinden wir uns in einem vernetzten und globalen Käufermarkt, in dem jede Dienstleistung durch den Kunden jederzeit und überall abgerufen werden kann. Der Kunde bestimmt, wann, wo und welche Leistung er in welcher gewünschten Qualität konsumieren möchte. In einer solchen Situation sind Dienstleister im Allgemeinen und klassische Unternehmen der Finanz- und Versicherungsbranche im Speziellen dazu gezwungen sich diesen Entwicklungen anzupassen. Um die notwendigen Anpassungen in einen geordneten Prozess durchzuführen starten diese Unternehmen Projekte zur digitalen Transformation. Teil dieser digitalen Transformation ist, neben der Integration neuer Technologien, die Automatisierung von Arbeitsabläufen. Zwei Systeme, um Arbeitsabläufe zu automatisieren sind Business Process ManagementSysteme und Robotic Process Automation Systeme. Beide Systeme haben ihre speziellen Einsatzbereiche und spezifischen Vor- und Nachteile. Was bisher allerdings noch nicht genauer wissenschaftlich untersucht wurde: Wie verhalten sich RPA Systeme in Kombination mit den klassischen BPMS? Lassen sich Synergieeffekte zwischen den beiden Disziplinen etablieren? Daher beschäftigt sich diese Ausarbeitung mit der Evaluierung und Untersuchung der Integrationsmöglichkeiten zwischen BPMS und RPA Systemen. Dazu wird die theoretische Basis der beiden Systeme BPMS und RPA erläutert und deren Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt. Weiterhin werden mögliche Integrationsszenarien ermittelt, die BPMS und RPA miteinander verbinden. Auf Basis dieser Integrationsszenarien wird ein Fallbeispiel aus der Versicherungswirtschaft betrachtet. Aus diesem Fallbeispiel werden Testszenarien abgeleitet, die BPMS Prozesse und RPA Automatisierungen miteinander kombinieren. Um die Szenarien miteinander vergleichen zu können werden Key Performance Indikatoren definiert, um die Auswirkungen der Szenarien auf die Prozessqualität und Prozessleistung zu messen. Konkret werden die Durchlaufzeit, die Bearbeitungszeit, das Fehlerverhältnis, die Komplexität, die Volumenflexibilität, die Benutzerfreundlichkeit und der Grad der Automatisierung pro Szenario ermittelt und miteinander verglichen. Die daraus resultierende Bewertung zeigt, inwiefern sich die Prozessqualität und Prozessleistung im Vergleich zu den klassischen Implementierungen (reiner RPA Workflow, reiner BPMS Prozess) verändern. Die so ermittelten Werte werden dazu genutzt, die Fragen zu klären, ob es Synergieeffekte zwischen den beiden Systemarten gibt, oder eher nicht.
Die Energie Steiermark Kunden GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Energie Steiermark AG mit Sitz in Graz. Zu den Kernaufgaben der Energie Steiermark Kunden GmbH zählen der Vertrieb von Strom, Gas, Energiedienstleistungen sowie Elektromobilität.
Derzeit gibt es in Österreich rund 130 Strom- und 30 Gasanbieter. Seit der Liberalisierung im Jahr 2001 steht es jeder Unternehmung aber auch jeder Privatperson frei, einen beliebigen Energielieferanten zu wählen. Dieser Umstand gepaart mit den unterschiedlichen Preismodellen führt dazu, dass der Energiemarkt, so wie man ihn heute kennt, sehr stark umkämpft ist.
Ein gut strukturiertes Akquisekonzept ist für einen erfolgreichen Energievertrieb demnach unumgänglich. Um diese Herausforderung bewältigen zu können, benötigt die Energie Steiermark Kunden GmbH ein Kundenakquisekonzept, welches auf die speziellen Bedürfnisse der Kund*innen im Geschäftskundensegment abgestimmt ist. Damit dies umgesetzt werden kann, fand im ersten Schritt dieser Masterarbeit eine umfassende theoretische Aufarbeitung der unterschiedlichen Akquisemethoden statt, um anschließend das für die Energie Steiermark Kunden GmbH passende Konzept erarbeiten zu können. Spezifische kund*innenbezogene Informationen, die einen wesentlichen Beitrag zum finalen Akquisekonzept beitragen, konnten im Rahmen von 15 Einzelinterviews gewonnen werden.
Die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen leiten sich aus dem zuvor bearbeiteten Theorie- und Praxisteil ab. Das Vertriebskonzept am Beispiel der Energie Steiermark Kunden GmbH beinhaltet alle notwendigen Maßnahmen zur Neu-kund*innenakquise inklusive dem dazu passenden Budgetplan sowie Kontrollmaß-nahmen, die den Erfolg der Akquisekampagne monitoren sollen.
Wegen der Reduzierung von fossiler Energieerzeugung und der zunehmenden Dezentralisierung durch erneuerbare Energiequellen, kommt es zu einschneidenden Umstrukturierungen des Stromnetzes. Um zukünftigen Umständen zu entsprechen, kommt dem Smart Meter eine zentrale Rolle zu und wird dementsprechend analysiert. Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, den Smart Meter als Schnittstelle zwischen dem intelligenten Stromnetz und dem Endverbraucher zu nutzen und einen geeigneten Weg zu finden, um Smart Metering einzubinden. Diesbezüglich erfolgt eine Gegenüberstellung, basierend auf dem bewährten mechanischen Zähler mit elektronischen Zählern. Jenes beruht auf Messungen durch eine Integrierung von ohmschen und induktiven Verbrauchselementen. Bei Kundenanlagen mit erhöhtem Lastverbrauch kann der standardmäßige Smart Meter nicht eingesetzt werden und es braucht alternative Implementierungsmöglichkeiten. Bezogen auf Smart Metering werden die umgebende Infrastruktur mit Kommunikationstechniken, die Datenverwertung und Visualisierungsmethodiken erläutert. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass bei elektronischen Zählern die Anforderungen an die Messgenauigkeit gegeben sind. Zudem ist im Haushaltsbereich eine Messbereichserweiterung zu vermeiden und stattdessen Verfahren, basierend auf der Direktmessmethode, zu bevorzugen. Beim Smart Metering muss der Zählerzugriff derart erfolgen, dass eine umfassende Datenabfrage in Echtzeit erfolgt. Im Rahmen dieser Masterarbeit wird die Einsatzfähigkeit vom Smart Meter bewertet. Darüber hinaus wird beschrieben, wie Smart Metering in einem intelligenten Stromnetz eingebettet werden kann.
Die Resilienz ist eine wichtige Eigenschaft für Unternehmen, um mit den Herausforderungen der ständigen und raschen Veränderung umzugehen und den schnellen Entwicklungszyklen von Produkten und Technologien zu folgen. Zur Steigerung der Resilienz ist es außerdem wesentlich die Abhängigkeiten eines Unternehmens zu regulieren, indem beispielsweise unterschiedliche Branchen mit vorhandenen Produkten und Technologien bedient werden. Eine starke Fokussierung auf eine Branche oder ein Marktsegment kann unter gewissen Umständen unternehmensgefährdend sein, sobald das dort prognostizierte Wachstum nicht erreicht wird oder sich eine globale Krise einstellt.
Hat ein Unternehmen das erkannt, ist es bestrebt neue Geschäftsmöglichkeiten zu finden. Dabei ist es elementar die eigenen Potentiale und Defizite im Unternehmen zu kennen und zu verstehen. Außerdem erscheint es sinnvoll die Anforderungen der bestehenden Märkte mit den neuen zu vergleichen, um Synergien zu nutzen. Das Wissen darüber kann helfen neue Geschäftsmöglichkeiten schneller zu erkennen und nutzen zu können. Dadurch wird die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens gesteigert und die Abhängigkeit reduziert.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit diesen Zusammenhängen und entwickelt dabei ein pragmatisches Vorgehensmodell als Rahmen, wie kleine und mittelständische Unternehmen die aktuellen technologischen Gegebenheiten, Kompetenzen und Ressourcen nutzen können, um neue Marktsegmente und Branchen zu erschließen, damit die Resilienz im Unternehmen gesteigert wird. Das Vorgehensmodell wird dabei anhand eines mittelständischen Produktionsunternehmens, der RO-RA Aviation Systems GmbH erklärt. Das Modell soll dabei als Entscheidungshilfe für den Markteintritt in eine neue Branche dienen.
Zunächst wird im Kapitel 1, der Einleitung, die eigentliche Problemstellung, die Ausgangssituation, die Zielsetzung und der Aufbau der Arbeit beschrieben. Im 2. Kapitel erfolgt der Einstieg in das Unternehmen, welches Gegenstand dieser Arbeit ist. Neben einen kurzen Lagebericht zur Luftfahrt werden Produkte, Ressourcen und Kompetenzen des Unternehmens erörtert. Abschließend werden zukünftige Entwicklungstendenzen für Produktionsunternehmen dargestellt. Im Kapitel 3 wird den Leser*n*innen eine Branchenübersicht zu den ausgewählten Branchen, der Luftfahrt- und Medizintechnik, vermittelt. Dabei werden neben den Kennzahlen der Branchen, Besonderheiten und Fachbegriffe umrissen. Kapitel 2 und 3 bildet zugleich die Grundlage für die 1. Phase des Vorgehensmodells.
Im 4. Kapitel erfolgen zur Vorbereitung auf das entwickelte Vorgehensmodell Erklärungen zu Begrifflichkeiten und Definitionen, sowie die Beschreibung von ausgewählten Methoden, Instrumenten und unterstützender Forschungspraktiken. Das 5. Kapitel beschreibt, das entwickelte dreistufige Vorgehensmodell. Die Durchführung des Modells wird dann anhand des Unternehmens RO-RA Aviation Systems GmbH im 6. Kapitel beschrieben. Im 7. Kapitel werden die, aus der empirischen Analyse gewonnen Potentiale und Handlungsempfehlungen für RO-RA zusammenfassend dargestellt.
Abschließend erfolgt im 8. Kapitel die Darstellung der Schlussfolgerung und eine Bewertung der entwickelten Vorgehensweise.
Die Wiederverwendung der Rohstoffe von ausgedienten Produkten und dessen Aufbereitung wird von Jahr zu Jahr bedeutender. Das zeigt die hohe Nachfrage an Maschinen, die diese Prozesse erledigen. Um die Durchlaufzeiten in der Produktion solcher Maschinen zu beschleunigen, müssen flexible Lösungen im Prüfstandaufbau entwickelt werden. Die Finite-Elemente-Methode soll als Werkzeug dienen, um die Auslegung in der Konstruktionsphase dieser Lösungen zu unterstützen. Das Ziel dieser Masterarbeit ist das Konzipieren eines Stützwerkes, um den Prüfstandsaufbau für Siebmaschinen effizienter zu gestalten. Der erste Teil beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten die auftretenden Schwingweiten an den herkömmlichen Maschinenstützen zu eruieren. Nach mehreren Messungen und Berechnungen konnten wichtige Daten gesammelt werden, um daraus ein virtuelles Simulationsmodell erstellen zu können. Anhand des Modelles konnten die tatsächlichen Belastungen auf die einzelnen Komponenten dargestellt werden. Der nächste Schritt war die Recherche einiger Technologien, um die weiteren Anforderungen der Stütze erfüllen zu können, wie Flexibilität, Dämpfungseigenschaften, Sichereinheitseinrichtungen, usw. Die Simulationsstudien zeigen, dass die konstruktive Phase von wichtigen Komponenten, mithilfe der FE-Methode vereinfacht und beschleunigt wird. Daher war es möglich ein Konzept einer Stütze zu entwickeln, welches einen flexiblen Einsatz bei Siebmaschinen während des Probelaufs gewährleistet. Trotz hohen Aufwandes der Stützen zeigt die Wirtschaftlichkeitsrechnung das große Potential des Konzeptes. Zusätzlich kann eine derartige Stütze in vielen weiteren Entwicklungsbereichen eingesetzt werden.
Strategy follows Vision
(2021)
Viele kleine und mittlere Unternehmen in Österreich stehen vor der Herausforderung, sich mit knappen Ressourcen in einer dynamischen, volatilen, komplizierten und unsicheren Welt zu behaupten. Oft gibt es eine Unternehmensvision, die wie ein Leuchtturm aufzeigen soll, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickeln möchte. Wie der Weg dorthin aussieht, ist jedoch oft unklar. Es fehlt es oft an einem Überblick, welche Technologien und Trends für das Unternehmen relevant sind, welche Märkte entstehen können und mit welchen Produkten oder Dienstleistungen diese bedient werden können. Das ausgesprochene Ziel dieser Masterarbeit ist es, ein Vorgehensmodell zur Entwicklung einer Innovationsstrategie für kleine und mittlere Unternehmen zu finden. Kern dieser Strategie ist die Unternehmensvision. Es soll sichergestellt werden, dass diese bis zum Ende der Strategieentwicklung berücksichtigt und somit der Forderung nach Stringenz gerecht wird. Dazu wurden im Theorieteil die Themen Unternehmensvision, Unternehmensstrategie und bestehende Prozesse und Instrumente zur Strategieentwicklung analysiert und daraus ein neues Vorgehensmodell abgeleitet. Zentrales Element dieses sind die eingeführten „VisionGates“, die garantieren, dass die Vision den gesamten Prozess begleitet. Dieses Modell wurde im praktischen Teil anhand des Teambuilding-Unternehmens teamazing GmbH evaluiert und die gewonnenen Erkenntnisse in ein überarbeitetes Modell eingearbeitet. Zudem wurde die Annahme zur Verbreitung von Unternehmensvision und Innovationsstrategien mittels einer quantitativen Umfrage überprüft. Zum Schluss der Arbeit werden die Erkenntnisse zusammengefasst ein möglicher Ausblick zur weiteren Verwendung des entwickelten Modells gegeben.
Selbst für die Hotel Industrie bringt die Digitalisierung viele neue Probleme mit sich, denen sich Hotels stellen müssen. Eines dieser Probleme ist Online-Marketing. Deshalb steht dieser Themenkreis in dieser Masterarbeit im Mittelpunkt der Betrachtung. Welche Schritte im Bezug auf Onlinemarketing sind notwendig, damit ein privater Seminarhotel Betreiber langfristig neue Business Kunden akquirieren kann? Diese Forschungsfrage wird im Rahmen dieser Arbeit zentral behandelt. Alle Grundlagen des Marketings und weitere Grundlagen, um diese Frage beantworten zu können, wird im ersten Teil sorgfältig definiert. Dazu gehören die Definition von Businesshotels, die Digitale Transformation, Marketing, die Alleinstellungsmerkmale oder auch Unique Selling Propositions genannt, die 4Ps des Marketings, die 7Ps des erweiterten Marketings, die Kundenzufriedenheit, die Kommunikationswege, die Kundenbindung, die Personas, die Customer Journey und der Service Blueprint. Im zweiten Teil wird alles, was aus Sicht des Online Marketings für das in dieser Arbeit beschriebene Konzept notwendig ist, abgebildet. Zu diesem Zweck erfolgte eine Gliederung in Social Media, Webseiten, Buchungsportale, Usability / User Experience, Suchmaschinenwerbung, Newsletter Marketing und Signatur Marketing. Im dritten Teil wird das Konzept erstellt und jeder Teil des Konzepts wird detailliert beschrieben. Der vierte Teil befasst sich mit dem Design der Umfrage. Dabei wird einerseits definiert, wer für diese Arbeit als Mitglied der Zielgruppe dient, andererseits werden aber auch der Inhalt, der Bewertungsprozess und die Ergebnisse der Umfrage als auch mögliche Änderungen des Konzepts erörtert. Um dieses Konzept zu validieren, wurde eine Umfrage unter 137 Personen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Konzept für Hotels, wie es in dieser Arbeit erstellt wurde, notwendig ist und dass es kontinuierlich überwacht und verbessert werden muss. Alle Daten aus der Umfrage sind nicht in dieser Arbeit enthalten, sondern separat auf der CD beigefügt.
PIDAS Aktiengesellschaft (PIDAS AG) verwendet seit über zwei Jahren Robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) um die Produktivität ihrer Mitarbeiter zu steigern. Diese Arbeit ermittelt mit Hilfe einer Umfrage unter den Mitarbeitern der PIDAS AG die Akzeptanz von RPA. Die Umfrage basiert auf dem Technology Acceptance Model, welches der Autor um zwei zusätzliche Variablen erweitert hat. Diese beiden Variablen messen die Jobangst und das Bewusstsein in Bezug auf die Verwendung von RPA. Die Analyse der Umfrage bestätigt die Hypothese, dass erhöhte Jobangst zu einem geringeren Nutzungswillen führt. Die Daten bestätigen auch, dass vermehrte Nutzung von RPA die Bereitschaft zur Nutzung erhöht. Zudem zeigen die Daten, dass die Befragten eine umso höhere Meinung von RPA haben, je bewusster sie es nutzen. Obwohl die Akzeptanz der Mitarbeiter der PIDAS AG sich auf einem hohen Niveau bewegt, ließe sich diese noch weiter durch entsprechende Maßnahmen der Entwicklung und des Managements steigern.
Lagerleitstände sind mit einer Vielzahl an technischen und organisatorischen Herausforderungen konfrontiert. Sich ändernde Umstände im Lagerlogistikumfeld sowie geänderte Konsumentenanforderungen erfordern zudem, dass sich Informationssysteme daran anpassen. Die vorliegende Arbeit befasst sich hier insbesondere damit, wie künstliche Intelligenz den Lagerleitstand in seinen Aufgaben unterstützen kann. Um diese Frage zu beantworten, wird die aktuell vorhandene Literatur in drei Aspekten beleuchtet. Zum einen werden die Aufgaben, die Lagerleitstand zukommen analysiert. Anschließend wird erfasst, mit welchen Informationssystemen dieser in Kontakt ist. Zuletzt wird beschrieben, wie intelligente Systeme implementiert werden können. Um die aus der Literatur aufgestellten Hypothesen zu überprüfen, erfolgte ein zweistufiger Prozess zur Überprüfung dieser. Hierbei wurde eine Befragung von Lagerlogistiksoftware Experten durchgeführt und diese wurde qualitativ ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden in einer Kundenumfrage weiter validiert. Diese Kundenumfrage wurde quantitativ ausgewertet. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass in unterschiedlichen Teilbereichen zusätzliche intelligente Funktionalitäten benötigt werden. Künstliche Intelligenz ist hierbei lediglich die Möglichkeit, diese Anforderungen umzusetzen und wird nicht gesondert von Kunden nachgefragt. Vor allem in Warehouse-Management-Systemen sind bisher wenig konkrete Anwendungsfälle implementiert worden. Neben intelligenter Lagerung von Waren, die berücksichtigt, welche Produkte häufig gemeinsam ausgeliefert werden, identifizierten die Befragten vor allem auch die Notwendigkeit von Prozessoptimierung. Diese umfasst Ressourcenoptimierung sowie das Erkennen von optimalen Zeitpunkten für bestimmte Lageroperationen. Zudem ist eine vorrauschauende Fehlererkennung in unterschiedlichen Lagerteilbereichen für Lagerleitstände ein besonders relevanter Anwendungsfall. Dieser eignet sich aufgrund der Datenbeschaffenheit und der Komplexität des Problems für eine Implementierung mithilfe von künstlicher Intelligenz.
Teambuilding
(2021)
Die Covid-19-Krise hat viele Unternehmen dazu verleitet, Home-Office-Regelungen in der ein oder anderen Form beizubehalten. Auch wenn dies gewisse Vorteile mit sich bringt, sollten die Nachteile nicht außer Acht gelassen werden. Ziel dieser Studie war die Untersuchung, wie die negativen Faktoren der Heimarbeit durch Teambuilding-Maßnahmen im Rahmen von Softwareentwicklungsunternehmen abgemildert werden können. Ausgehend von bestehender Literatur wurde eine Gruppe von Expertinnen und Experten, zusammengesetzt aus 3 coachenden Personen, 3 Führungskräften, einem Scrum-Master und einer Fachkraft, gebeten, ihre Erkenntnisse und Erfahrungen zu diesem Thema zu teilen. Anschließend wurde eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt, um die Erkenntnisse zur Erstellung eines Best-Practice-Leitfadens für die Durchführung von Home-Office in Unternehmen zu verwenden. Die Ergebnisse zeigen, dass eine offene und regelmäßige Kommunikation über fachliche und private Themen notwendig ist, um einen stetigen Informationsfluss zu gewährleisten. Darüber hinaus muss ein respektvolles und integratives Umfeld geschaffen werden, um Ausgrenzung zu verhindern, insbesondere bei einer Mischung von Mitarbeitenden, von denen einige zu Hause und andere im Büro sind. Es besteht ein allgemeiner Konsens darüber, dass die notwendigen Schritte in erster Linie von den Führungskräften unternommen werden müssen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Förderung respektvoller und integrativer Praktiken der Zusammenarbeit im Allgemeinen wirksamer zu sein scheint als die Durchführung einzelner Teambuilding-Aktivitäten. Zusammenfassend kann das Ergebnis dieser Arbeit als Leitfaden für Unternehmen dienen, die mit dem Trend zur vermehrten Heimarbeit Schritt halten wollen. Darüber hinaus sollten weitere Untersuchungen angestellt werden, welche modernen Tools und Programme die Arbeit von zu Hause aus am besten unterstützen.
Die Digitalisierung schreitet über alle Branchen hinweg kontinuierlich voran. Auch die Tätigkeit der Hypothekarkreditvermittlung ist von diesem Trend nicht ausgenommen. Dennoch wird ein Großteil der Informationen, die für eine Kreditvermittlung notwendig sind, noch handschriftlich erfasst und die erforderlichen Dokumente werden per E-Mail ausgetauscht. Im Zuge dieser Arbeit soll herausgefunden werden, wie der gesamte Prozess der Hypothekarkreditvermittlung sowohl auf Seiten der Kund/innen als auch auf Seiten der Kreditvermittler/innen mit Hilfe eines webbasierten Portals bestmöglich unterstützt werden kann. Das Ziel ist dabei nicht, das persönliche Beratungsgespräch zu ersetzen, sondern die Abwicklung digital zu unterstützen. Ausgehend von der Analyse des Prozesses werden die Anforderungen an die Anwendung festgelegt. Anschließend wird ein Prototyp konzeptioniert und implementiert, der diese Anforderungen bestmöglich erfüllen soll. Der Fokus liegt dabei auf eine möglichst einfache Bedienung und größtmögliche Zeitersparnis für alle Beteiligten. Der Prototyp ermöglicht, sämtliche Daten, die im Zuge einer Hypothekarkreditvermittlung erforderlich sind, direkt im Webportal einzugeben. Alle Dokumente können über die Anwendung hochgeladen oder mittels Kameraaufnahme hinzugefügt werden. Kreditvermittler/innen haben im Portal die Möglichkeit, Anfragen an Banken für Finanzierungsangebote zu stellen. Dadurch entfällt das zeitaufwändige, manuelle Zusammenstellen der Unterlagen. Die von den Banken übermittelten Angebote können den Kund/innen in einem übersichtlichen Vergleich zur Verfügung gestellt werden. Das erhöht die Transparenz und erleichtert die Entscheidung für die bestmögliche Finanzierung. Der Prototyp erfüllt alle gestellten Anforderungen und könnte zukünftig zu einer vollwertigen Plattform ausgebaut werden.
Aufgrund der Tatsache, dass Unternehmen durch die derzeitige globale COVID-19 Pandemie verstärkt auf die Nutzung von Homeoffice angewiesen sind, gewinnen Themen wie digitaler Arbeitsplatz, Digitalisierung sowie die Automatisierung von Prozessen aktuell vermehrt an Bedeutung. Vor allem Digitalisierung gilt derzeit als globaler Megatrend in der aktuellen Geschäftswelt und wird von vielen Unternehmen als zentraler Aspekt ihrer aktuellen Strategie für die kommenden Jahre gesehen.Ziel dieser Arbeit ist es daher, näher zu beleuchten, wie die Prozessdigitalisierungden digitalen Arbeitsplatz der Zukunft beeinflusst. Hierbei ist der Bedarf nach einereinheitlichen Lösung aufgrund der Vielzahl an Prozessen und im Hinblick auf eine Reihe von Faktoren wie Sicherheit oder Compliance mittlerweile immens. Als derartige Lösung von einem der führenden Anbieter in diesem Bereich wird die aktuelle Produktpalette der Microsoft Power Platform näher erläutert. Der Fokus der Arbeit liegt darauf, zu evaluieren, in welche Richtung sich diese Plattform weiterentwickeln wird. Dabei soll auf die neuesten Entwicklungen Bezug genommen werden, insbesondere auf den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz.Mit Hilfe von Experteninterviews soll darüber hinaus herausgefunden werden, auf welche Aspekte im Rahmen der Prozessdigitalisierung besonders geachtet werden sollte. Diese Interviews sollen in Form von Leitfadeninterviews durchgeführt werden. Für den praktischen Teil wurde ein Use Case mit Hilfe der Microsoft Power Platform unter Einbeziehung modernster Technologien umgesetzt.Das Ergebnis dieser Arbeit zeigt, dass sich die im Rahmen dieser Arbeit erläuterten Bereiche enorm weiterentwickelt haben. So ist es heute für sogenannte Citizen Devoloper möglich, Prozesse in kürzester Zeit digital abzuwickeln und zu automatisieren, ohne dass dafür tiefgreifende technische Kenntnisse notwendig sind.
Mobile Computing
(2021)
Die folgende Masterarbeit behandelt das Thema der Sicherheit im Umgang mit mobilen Geräten und welche Gefahren für diese bestehen und welche Maßnahmen getroffen werden können, um Schäden im Unternehmensumfeld zu vermeiden. Dabei wird ein großer Fokus auf mögliche Angriffsvektoren gelegt, diese evaluiert und betrachtet, wie ein Schaden auf den Angriffsvektor bestmöglich vermieden werden kann. Des Weiteren werden Penetration Tests von Geräten näher erleuchtet, da diese für das IT-Personal eine wichtige Möglichkeit darstellt, um die Sicherheit der Geräte und des Netzwerkes zu testen. Das Hauptaugenmerk der ersteren Kapitel bezieht sich auf die Verwendung von Notebooks für den mobilen Arbeitsgebrauch. Im letzten Kapitel des theoretischen Teiles werden Mobiltelefone nochmals genauer erörtert, da diese heutzutage zum Standardequipment von vielen Angestellten gehört. Schlussendlich werden für den praktischen Teil dieser Arbeit mehrere Experten zum Thema der mobilen Sicherheit im Unternehmen befragt, um zu erörtern welchen Stand diese derzeit und welche Maßnahmen diese anwenden, um deren Unternehmen abzusichern. Die Ergebnisse zeigen, dass von allen befragten Experten valide Standards eingesetzt werden, um die Sicherheit der Mobilgeräte zu garantieren. Dabei versuchen diese sowohl die Sicherheit der Geräte, aber auch der Daten zu garantieren.
Eine erfolgreiche Einführung und Nutzung von Cloud-ERP Lösungen bedarf einer organisierten Zusammenarbeit aller Beteiligten im Projekt. Hierbei müssen Entscheidungen getroffen, Prozesse definiert und Zuständigkeiten festgelegt werden. Während des Projektverlaufs werden Wissensinhalte unterschiedlichster Themenbereiche generiert und geteilt. Diese Wissensinhalte gilt es frühzeitig im Projekt transparent zu dokumentieren, um eine stabile Verwendung der ERP-Lösung mit dem Ende der Implementierungsphase und der Übergabe in die Nutzungsphase zu gewährleisten. Im Unternehmen B4B Solutions GmbH kommen für das Wissens- und Projektmanagement die Anwendungen Jira und Confluence von Atlassian zum Einsatz. In der vorliegenden Masterarbeit wird der Nutzen dieser Anwendungen in Bezug auf das Wissensmanagement in ERP-Projekten untersucht. Der Autor hat für diese Untersuchung Interviews mit vier Personen durchgeführt, die bei B4B Solutions in unterschiedlichen Projektrollen mit Jira und Confluence arbeiten. Somit wurden die Fragen aus dem erarbeiteten Interviewleitfaden aus unterschiedlichen Blickwinkeln beantwortet. Die Interviews wurden transkribiert, paraphrasiert und einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse bilden die Basis für die Beantwortung der Forschungsfrage „Welchen Nutzen schaffen die Webanwendungen Jira und Confluence bei der Einführung und Nutzung von Cloud-ERP-Systemen in mittelständischen Unternehmen?“ und der Validierung der im Vorhinein definierten Hypothesen. Die Hypothesen wurden einer Rücküberprüfung unterzogen. Ein Abschlussfazit und Schlussfolgerungen runden die Masterarbeit ab und spiegeln die persönliche Einschätzung des Autors im Hinblick auf jene Fallstricke im Wissensmanagement wider, mit denen Organisationen in ERP-Projekten rechnen müssen.
Implementierung eines Mess- und Protokollsystems einer AC Wandladestation für Elektrofahrzeuge
(2021)
Elektrofahrzeuge (EVs) sind auf gutem Weg, der zukünftige Standard im Transportwesen zu werden. Das Energy Analytics and Solution Lab (EAS-Lab) an der FH Campus 02 bietet Möglichkeiten zum Laden von Elektrofahrzeugen über Wandladestationen. Das EAS-Lab ist als ein Netzwerk von Geräten zu sehen, welche Energie erzeugen, analysieren und verbrauchen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Wandladestationen an das EAS-Lab-Netzwerk anzubinden und ein Mess- und Protokollierungs-System in Hard- und Software zu implementieren. Des Weiteren werden die gesammelten Daten zur Energieanalyse im Ladeprozess genutzt. Es werden die Möglichkeiten der Impedanzanalyse und der Zustandsbewertung (State of Health/SoH) von Fahrzeugbatterien erforscht. Für die Messungen wird ein Siemens PAC2200 Smart Meter gewählt, der über Modbus TCP mit dem EASLab verbunden wird. Zusätzlich wird eine Windows Presentation Foundation (WPF) Benutzeroberfläche entwickelt, um den Modbus-Datenverkehr zu verarbeiten und die Ladedaten zu visualisieren. Das Programm wird mit einer SQL-Datenbank verbunden, welche spezifische Informationen über die Benutzenden und deren Ladedaten auf zyklischer Basis speichert. Zwei Messzyklen werden mit einem Elektrofahrzeug durchgeführt, um das Programm zu validieren. Die Verbindungen zu den Wallboxen und dem Smart Meter werden erfolgreich hergestellt, und das Programm wird implementiert. Auf Grundlage der gewonnenen Daten wird für beide Messzyklen eine Impedanzanalyse durchgeführt. Die gespeicherten batteriespezifischen Daten, welche über Modbus gesammelt werden, reichen nicht aus, um eine Abschätzung des SoH der Fahrzeugbatterie vorzunehmen. Das System bietet jedoch die Möglichkeit, das Ladeleistungsverhalten in Langzeitmessungen zu untersuchen. Darüber hinaus wird in dieser Arbeit gezeigt, wie ein Energiemess- und Protokollierungs-System in einer Laborumgebung implementiert wird. Damit stehen für zukünftige Studierende an der FH Campus 02 zusätzliche Messmöglichkeiten im EAS-Labor zur Verfügung. Diese Arbeit kann als Grundlage für weitere Forschungen sowie als Referenz für zusätzliche SoH Abschätzungen betrachtet werden.
Service Transformation und die Digitale Transformation sind Schlagwörter, die Unternehmen aktuell beschäftigen. Dabei handelt es sich um Veränderungen in und um die Unternehmen selbst. Diese Trends sind jedoch mit Komplexität behaftet. Reifegradmodelle werden häufig zur Messung von komplexen Themen herangezogen. Daher finden diese auch für die aktuellen Trends der Digitalen Transformation und der Service Transformation Anwendung. Hierbei erfassen Unternehmen deren Reifegrad innerhalb eines Trends. Dies erfolgt mithilfe von Reifegradfaktoren und Reifegradkriterien, die auf unterschiedliche Weise ermittelt werden. Auch wenn beide Trends Ähnlichkeiten aufweisen und teils auch auf Themen des jeweils anderen Trends verweisen, stellt sich dennoch die Frage zur konzeptuellen Gemeinsamkeit beider Trends. Das Ziel dieser Masterarbeit ist es daher, die Forschungsfrage zu den konzeptuellen Gemeinsamkeiten der Faktoren zur Messung der Digitalen Transformation und der Service Transformation in Unternehmen zu beantworten. Dazu wird ein Untersuchungsdesign erarbeitet, mit welchem diese konzeptuellen Gemeinsamkeiten der Faktoren dann analysiert werden können. Dies erfolgt anhand eines Literatur-Reviews als Methode, der den systematischen Prozess zur Auswahl auf eine definierte Stichprobe abgrenzt. Zu dieser Stichprobe erfolgt eine inhaltsanalytische Auswertung, um die konzeptuellen Gemeinsamkeiten der Faktoren zu identifizieren. Es werden systematisch Kriterien erarbeitet und daraus fünf Dimensionen als Faktoren gebildet. Aus dieser Analyse lässt sich interpretieren, dass es eine Überschneidung zwischen den Reifegradmodellen der Digitalen Transformation und der Service Transformation gibt. Diese Überschneidung betrifft die Faktoren zum Ökosystem, Produkt und Service, Management und Führung, und Organisationskultur. Mit dem Ergebnis des Literatur-Reviews ergeben sich weitere Potenziale für Forschungen. Einerseits können die Ergebnisse dieser Masterarbeit durch weitere Detailbetrachtungen erweitert und angepasst werden. Andererseits können basierend auf dieser Masterarbeit weitere Themen zu den Gemeinsamkeiten der Digitalen Transformation und der Service Transformation erarbeitet werden.
Business Intelligence und Analytics (BI&A) Systeme umfassen eine Vielzahl an Techniken, um Daten für eine faktengestützte Entscheidungsfindung in Unternehmen aufzubereiten und Informationen grafisch darzustellen. Das Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, inwiefern BI&A Systeme von Klein- und Kleinstunternehmen sowie Ein-Personen-Unternehmen in Österreich eingesetzt werden und welche Faktoren einen Einsatz beeinflussen. Die Literaturrecherche umfasst Eigenschaften von BI&A, analysiert Chancen und Herausforderungen für kleine Unternehmen und stellt das empirische Forschungsmodell vor. Das Forschungsmodell kategorisiert Unternehmen in eine von drei Einführungsstufen und analysiert die Zusammenhänge von sieben Faktoren mit den Einführungsstufen. Insgesamt nahmen 94 Unternehmen an der Onlineumfrage teil. Die Datenanalyse umfasst eine Analyse des Einführungsstandes und der Einflussfaktoren sowie die Auswertung der Hypothesen mittels der Rangkorrelation nach Spearman. Sechs Hypothesen konnten verifiziert und eine musste verworfen werden. Der Einführungsstand von BI&A Systemen in kleinen österreichischen Unternehmen kann als niedrig angesehen werden. Die höchsten signifikanten Zusammenhänge mit dem Stand der Einführung bestehen mit den Faktoren wahrgenommener Wettbewerbsvorteil (rs=0,58**), interne Readiness (rs=0,55**) und der Unterstützung für BI&A durch das Management (rs=0,51**). Eine hohe Bewertung der Datenqualität in den Unternehmen und eine positive Tendenz, zahlenbasierte Entscheidungen zu treffen, können als Chancen für zukünftige BI&A Projekte gesehen werden. Die größten Herausforderungen für eine Einführung von BI&A in kleinen Unternehmen sind fehlende Ressourcen und ein fehlendes Verständnis für BI&A. Unternehmen, welche BI&A bereits verwenden, bewerten den relativen Vorteil und die Kostenersparnis durch BI&A auch für kleine Unternehmen positiv. Weiterführende Forschungen können das Forschungsmodell auf weitere Zielgruppen und Branchen anwenden und somit den Stand der Einführung und dessen Einflussfaktoren vergleichen.
Wissen wird zu einem immer wichtiger werdenden Wettbewerbsfaktor, welcher durch die steigende Globalisierung und Entstehung neuer Absatzmärkte begründet wird. Durch die COVID-19-Pandemie ist es jedoch zu einer nie dagewesenen Umstellung der Arbeitsweise gekommen. Der Anteil der an zu Hause arbeitenden Personen ist gestiegen und es haben sich Kommunikationswege durch die verteilte Arbeitsweise auf digitale Kanäle wie E-Mails oder Chatnachrichten verlagert. Dadurch ist das Sammeln, Speichern und Verteilen von Wissen erschwert worden. Das Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, wie ein Werkzeug für Wissensmanagement in dieser geänderten Arbeitsumgebung Unterstützung bieten kann und dazu beiträgt, die mit Teleworking, verteilten Teams und unabhängiger Arbeitsweise verbundenen Herausforderungen zu bewältigen. Deshalb wurden im ersten Schritt die theoretischen Grundlagen zu Wissensmanagement bzw. der dazugehörigen Werkzeugen sowie die Barrieren zu deren Nutzung erarbeitet. Danach wurde der Arbeitsalltag am Beispiel der Softwareentwicklung analysiert, welche Änderungen aufgrund des gesteigerten Teleworkings entstanden sind und wie Wissensmanagement in dieser Branche eingesetzt werden kann. Anschließend wurde eine vertiefte Analyse von modernen Ansätzen für Wissensmanagementsysteme durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen der theoretischen Untersuchung wurde dann ein Prototyp entwickelt, mit welchem es möglich ist, Wissensartikel und Self-Service-Prozesse für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereitzustellen. Die Kernfunktionalitäten für die Umsetzung der modernen Ansätze umfassen die folgenden Bereiche: - proaktive Wissensbereitstellung - kontextbasierte Wissenserfassung - Ausführung von Self-Service-Prozessen Letztlich wurde der Prototyp an unterschiedlichen Unternehmen getestet und Feedback hinsichtlich der modernen Ansätze gesammelt und evaluiert. Das finale Kapitel dieser Arbeit zeigt, dass sowohl die proaktive Wissensbereitstellung als auch die Ausführung von Self-Service-Prozessen von den Unternehmen erwünscht wird.
Desktop- und Web-Anwendungen
(2021)
Web-Anwendungen sind heute kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken. Oft bemerken Benutzerinnen und Benutzer nicht einmal, dass es sich bei der Anwendung um eine Web-Anwendung handelt. Web-Technologien sind ein Schlüsselelement für viele Funktionen und Services, die heutige Applikationen ausmachen. Sie ermöglichen die gleichzeitige Benutzung einer Anwendung von vielen Nutzerinnen und Nutzern, ohne dass dabei eine Installation seitens der nutzenden Personen notwendig ist. Doch auch wenn Web-Anwendungen immer öfter zum Einsatz kommen, stellt sich die Frage, ob sie Desktop-Anwendungen auf allen Gebieten ersetzen können. Desktop-Anwendungen bieten viele Vorteile und Einsatzmöglichkeiten. Deshalb werden in dieser Arbeit die Eigenschaften und Merkmale sowie die Einsatzgebiete von Desktop- und Web-Anwendungen genauer betrachtet und analysiert. Dabei wird auf die Vor- und Nachteile der beiden Anwendungstypen eingegangen, um genauer abgrenzen zu können, wo deren Stärken und Schwächen liegen. Die vorliegende Arbeit teilt sich in eine Literatur- und eine empirische Forschungsarbeit. In der Literaturarbeit werden die theoretischen Grundlagen dargelegt und die entsprechenden Erkenntnisse zu den oben angeführten Themenpunkten angeführt. Im empirischen Teil der Arbeit sollen die aus der Literatur gewonnenen Erkenntnisse durch Expertenwissen ergänzt werden. Dabei werden zwei wissenschaftliche Methoden, die Experteninterviews und die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, angewendet. Mit Hilfe der Erkenntnisse aus der Literaturarbeit und der empirischen Forschungsarbeit soll die Forschungsfrage beantwortet werden. Im Fazit wird die Forschungsfrage nochmals erörtert und schließlich beantwortet.
In dieser Masterarbeit wird die relevante Theorie und ein Konzept zum Thema IT unterstützte Kommunikation in einem privaten Seminarhotel beschrieben. Hierzu werden zu Beginn im ersten Kapitel die Grundlagen des Prozessmanagements erörtert. Dies beinhaltet die Definition der Begriffe Prozess und Prozessmanagement. Des Weiteren wird ein Reifegradmodell in diesem Kontext und die Bedeutung von Effektivität und Effizienz näher erörtert. Abschließend werden in diesem Kapitel noch Fehler im Prozessmanagement und der kontinuierliche Verbesserungsprozess erklärt. Im zweiten Kapitel wird das Thema Dienstleistungsmanagement behandelt. Hierfür wird zuerst der Begriff des Dienstleistungsmanagements näher erörtert. Im Anschluss werden die besonderen Eigenschaften von Dienstleistungen und das Dimensionen Modell betrachtet. Darauffolgend werden in Bezug auf das Dienstleistungsmanagement sogenannte Leistungsbündel und die Wahrnehmung von Dienstleistungen beschrieben. Zum Abschluss des Kapitels werden die Themen Value Proposition Canvas, Personas, Service Blueprint, Customer Journey Map, Usability und User Experience in Bezug auf das Erstellen und Verbessern von Dienstleistungen erklärt. Das dritte Kapitel beschäftigt sich nachfolgend mit den Grundlagen des Marketings und der Digitalisierung. Hierzu wird der Marketing-Mix, die Unique Selling Proposition und das KANO Modell beschrieben. Anschließend folgt die Überleitung zur digitalen Transformation und der IT unterstützten Kommunikation im Hotelbereich. Im vierten Kapitel wird ein Konzept vorgestellt, welches die wichtigsten Voraussetzungen an die IT unterstützte Kommunikation in einem privaten Seminarhotel abdeckt. Nachfolgend wird im fünften Kapitel eine Umfrage durchgeführt, um Rückmeldungen und wertvolle Informationen zum Konzept zu erhalten. Abschließend wird im letzten Kapitel dieser Masterarbeit auf Basis der erhaltenen Informationen das Konzept optimiert. Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass das im Rahmen dieser Arbeit erstelle Konzept eine gute Basis für die Zukunft darstellt.
Erstellung einer bedarfsorientierten Datenbanklösung zur Asset-Verwaltung im Life Cycle Management
(2021)
Jeder Betreiber einer kritischen Infrastruktur muss gemäß der europäischen Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit (NIS) sicherstellen, dass alle Anlagen stets auf dem neuesten Stand der Technik sind. Die Dürr Austria GmbH erfüllt und befolgt die NIS-Richtlinie für ihren Auftraggeber, der für die kritische Infrastruktur von Tunneln in Österreich verantwortlich ist. Die Verwaltung aller in einem Tunnel verbauten Assets ist umfangreich und eine lückenlose Dokumentation sämtlicher sicherheitsrelevanten Maßnahmen ist essenziell. Ziel dieser Masterarbeit war es, eine geeignete und individuelle Datenbanklösung zur Verwaltung dieser Assets zu entwickeln. Basierend auf umfangreichen Recherchen zu Asset-Management, Datenmanagement und möglichen Datenbanklösungen, wurde die optimale Lösung für das Unternehmen ermittelt und ein User Interface Mock-up des Prototyps, unter Berücksichtigung der Vorgaben für die Visualisierung, erstellt. Dieser Prototyp veranschaulicht die grafische Benutzeroberfläche der zukünftigen Datenbank und demonstriert ihre Funktionalitäten. Die Ergebnisse zeigen, dass der Ansatz praktisch anwendbar und umsetzbar ist und die Implementierung der Datenbank im Unternehmen möglich ist. Basierend auf allen Ergebnissen dieser Masterarbeit wird die Datenbank in naher Zukunft programmiert und im Unternehmen eingeführt.
Eine langfristige Veränderung in einem Unternehmen durchzuführen gestaltet sich oftmals sehr schwierig und dessen Erfolg ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Im landwirtschaftlichen Sektor werden Veränderungen häufig erst sehr spät umgesetzt, nämlich erst dann, wenn bereits eine wirtschaftliche bzw. finanzielle Krise am Betrieb vorherrscht. Landwirtschaftsbetriebe sind von einer traditionsbewussten Unternehmensführung geprägt, das heißt, dass konservative Einstellungen der Landwirte einen Veränderungsprozess zusätzlich erschweren. Doch Veränderung ist notwendig und zu dieser Erkenntnis gelangen mittlerweile schon immer mehr Landwirte. Diese sind nun auch bereit neue Wege zu gehen und Trends in ihrem Frühstadium zu erkennen und umzusetzen. Das Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines zukunftsorientiertem Geschäftsmodells für einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Rinderwirtschaft. Die erste Forschungsfrage dieser Arbeit lautet somit wie folgt: „Wie soll ein Vorgehensmodell aussehen, das eine effektive und einfache Erstellung eines Geschäftsmodells im Bereich der Landwirtschaft ermöglicht?“. Mithilfe der Literatur soll die Erstellung eines Vorgehensmodells erarbeitet werden, welches im empirischen Teil dieser Arbeit zur Anwendung kommt. Die zweite Forschungsfrage lautet:“ Wie sieht ein zukunftsorientiertes Geschäftsmodell für Rinderzüchter aus?“. Das erstellte Vorgehensmodell soll mithilfe eines Workshops an einem Betrieb für Rinderzucht angewendet werden. Ebenso werden Experteninterviews mit Personen durchgeführt, welche bereits neue Geschäftsmodelle an landwirtschaftlichen Betrieben umgesetzt haben. Die gewonnen Daten und Erfahrungen fließen in die abschließende Adaption des erstellten Vorgehensmodells und des erarbeiteten Geschäftsmodells ein. Am Ende soll dem Leser der Arbeit veranschaulicht werden, wie ein Rinderzuchtbetrieb in Zukunft aussehen kann, um den momentanen und noch folgenden Herausforderungen gewachsen zu sein. Ebenso soll am Ende der Arbeit ein Geschäftsmodell für den Betrieb erarbeitet werden, welches die Schritte von der Ermittlung der aktuellen Trends, zur darauffolgenden Ideengenerierung, bis hin zur Erstellung und Darstellung eines neuen Geschäftsmodells aufzeigt.
Heutzutage ist es auch für ein mittelständisches Unternehmen, wie die Ebner Gruppe, unerlässlich eine klare Strategie zu formulieren und diese anschließend im Unternehmen umzusetzen. Obwohl der Kooperationspartner eine grobe Vision für das Unternehmen hat, wurden in der Vergangenheit weder eine langfristige Strategie noch eine Mission für die Gruppe definiert. Dies ist jedoch Vorrausetzung für eine erfolgreiche Strategieimplementierung. In einem ersten Schritt gilt es daher, die Gruppenstrategie mittels geeignetem Strategiefindungsprozess zu konkretisieren. Dabei ist auf die Unternehmenskultur Rücksicht zu nehmen. Zunächst wird ein qualitatives Interview mit dem Geschäftsführer durchgeführt, welches anschließend mithilfe der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wird. Die Ergebnisse der Auswertung werden schließlich für die strategische Analyse herangezogen. Nachdem eine Unternehmens- sowie Umfeldanalyse durchgeführt wurden, werden SWOT-Strategien definiert. Die Ergebnisse der strategischen Analyse werden in einem Endgespräch dem Geschäftsführer vorgelegt und mit ihm gemeinsam werden die Hauptstoßrichtungen, messbaren Unternehmensziele sowie Schlüsselmaßnahmen als Teil des Strategiekonzepts erarbeitet. Um die Gruppenstrategie umzusetzen, hat sich das Management für die Balanced Scorecard als Implementierungstool entschieden. Zunächst werden die Eigenschaften eines solchen Tools beim Einsatz in mittelständischen Unternehmen im Rahmen einer Literaturrecherche untersucht. Die Recherche hat gezeigt, dass für einen erfolgreichen Einsatz der Balanced Scorecard in Klein- und Mittelunternehmen die Anzahl der strategischen Ziele sowie die dazugehörigen Kennzahlen signifikant zu reduzieren sind, um die Komplexität des Tools so gering wie möglich zu halten. Unter Einbezug der Besonderheiten, auf die bei der Erstellung einer Balanced Scorecard in der Ebner Gruppe Rücksicht zu nehmen ist, sind die Perspektiven und die strategischen Ziele auszuwählen. Anschließend müssen die Messgrößen, Zielwerte sowie Maßnahmen als Bestandteile der Scorecard definiert werden. Dazu werden zunächst die Bereichsleiter interviewt und aufgefordert, im Rahmen eines Scoring-Verfahrens jene Kennzahlen zu bewerten, welche die Literatur vorschlägt. In einem letzten Schritt werden die Ergebnisse des Scorings sowie die von den Bereichsleitern vorgeschlagenen Zielwerte und Maßnahmen dem Geschäftsführer zur Letztentscheidung für die Aufnahme in die Balanced Scorecard vorgelegt. Damit das Tool seinen nötigen Beitrag zur Strategieumsetzung leisten kann, muss es abhängig von den unternehmensspezifischen Bedingungen entwickelt werden. Der Erstellungsprozess kann folglich nicht ohne weitere Adaptierung in anderen Unternehmen angewendet werden.
Auch heutzutage vertrauen noch viele Unternehmen auf eigene IT-Infrastruktur und veraltete Legacy-Anwendungen, um ihre geschäftskritischen Prozesse zu unterstützen. Allerdings gibt es mehrere kritische Bedenken, wie Wartbarkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit, die mit dem Fortbestand eines Legacy-Systems und eigenständig verwalteter Infrastruktur verbunden sind. Vor diesem Hintergrund bieten Cloud-Services eine agilere und kostengünstigere Plattform, um Geschäftsprozesse zu unterstützen. Da die Akzeptanz von Cloud-Diensten in letzter Zeit zugenommen hat, hat auch die akademische Forschung im Bereich des Einsatzes von Cloud-Diensten zugenommen. Es besteht jedoch ein Bedarf an Sekundärstudien, um diese Forschung weiter zu stärken. Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die prioritären Herausforderungen bei der Transformation von Geschäftsprozessen in die Cloud aufzuzeigen, und eine Übersicht über Migrationsstrategien zu liefern. Da der Wechsel von einer On-Premise-Lösung hin zu einer Cloud-Lösung durch technische und nicht-technische Faktoren beeinflusst wird, soll erörtert werden, worauf im Sinne einer erfolgreichen Migration besonders Wert gelegt werden muss. Im Rahmen dieser Untersuchung konnte gezeigt werden, dass die Faktoren Change-Management und Cybersecurity die größte Herausforderung für eine erfolgreiche Transformation von Geschäftsprozessen in die Cloud darstellen, und aktiv gemanagt, respektive sichergestellt werden müssen.
Zusätzliche externe Aufträge, hohe Investitionen und Bestände sowie eine steigende Auslastung führten beim Kooperationspartner, einem Standort der Siemens Mobility Austria GmbH, zur Notwendigkeit, die Kapitalkosten neu zu berechnen. Bis dato basierte die Berechnung der Zuschlagssätze der Kapitalkosten in der Angebotskalkulation auf Annahmen, die Entscheidungsgrundlage von unterschiedlichen Angeboten entsprach nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten und der fehlende Vermögensbezug in der Standortberichterstattung wurde den internen Ansprüchen nicht gerecht. Problemstellung war daher die verursachungsgerechte Ermittlung der Kapitalkosten des Standorts sowie der relevanten Parameter, die die Höhe des gebundenen Kapitals für Angebote definieren. Weiters war zu klären, wie die Angebotsentscheidung definiert sein muss, um das vorteilhafteste Angebot auszuwählen und wie die Standortberichterstattung die Vermögenssituation sowie die Entwicklung des Standorts geeignet darstellen könnte. Zu Beginn der Arbeit wurde aufbauend auf dem Literaturkapitel der Kapitalkostensatz ermittelt. Dazu wurde mittels Auswahlverfahren das Capital Asset Pricing Model zur Berechnung des Eigenkapitalkostensatzes bestimmt und durch Anwendung der Theorie auf die praktischen Gegebenheiten des Kooperationspartners der Fremdkapitalzinssatz sowie das gebundene Kapital ermittelt. Aufbauend auf dem ermittelten Kapitalkostensatz wurden in den nächsten drei Kapiteln Lösungen für die Defizite des Kooperationspartners aufgezeigt. Das vierte Kapitel bestand darin, das gebundene Kapital für die Angebotskalkulation zu ermitteln. Durch Erkenntnisse aus der Datenanalyse sowie internen Kennzahlen konnte das gebundene Kapital für unterschiedliche Produkttypen und Konstruktionsarten ermittelt werden. Anschließend erfolgt im fünften Kapitel die Untersuchung der Angebotsentscheidung. Auf Basis der Literaturrecherche sowie durch einen Workshop mit dem Kooperationspartner konnten die Entscheidungskriterien definiert werden. Als wirtschaftliches Kriterium eignete sich die Kapitalwertmethode, um durch die Anwendung des Kapitalkostensatzes unterschiedliche Angebote vergleichbar zu machen. Ob ein Angebot durchgeführt werden soll, konnte mit Hilfe des Kapitalwerts abzüglich der Risiken ermittelt werden. Durch Anwendung der Kriterien in einer Nutzwertanalyse in Verbindung mit dem Kapitalwert konnte die Entscheidungsfindung bei mehreren Angeboten unterstützt werden. Im sechsten Kapitel erfolgt die Behandlung der Ergebnisberichterstattung. Durch die Einführung des Economic Value Added sowie des Cash Value Added, ausgewählt nach definierten Kriterien gemäß der Literaturrecherche, konnte die Berichterstattung verbessert werden. Die Anpassung der Kennzahlen mit Hilfe von Conversion war notwendig, um die Kennzahlen für die praktischen Gegebenheiten des Kooperationspartners geeignet zu berechnen. Die erstellten Vorlagen dienen dem Kooperationspartner als Unterstützung in der Entscheidungsfindung, zur Verbesserung der Angebotskalkulation sowie als Instrument in der Unternehmenssteuerung und Überwachung.
Der Kooperationspartner dieser Arbeit, die Firma DMH Dichtungs- und Maschinenhandel GmbH, ist ein Familienunternehmen dessen Anteile 1997 von den Unternehmensgründern in eine Privatstiftung eingebracht wurden. Diese Privatstiftung ist Hauptuntersuchungsgegenstand dieser Arbeit. Das steuerliche und zivilrechtliche Umfeld hat sich seit Einführung dieser Rechtsform im Jahr 1993 wesentlich und zum Nachteil des Kooperationspartners geändert. Aus diesen Gründen stellt der Kooperationspartner ernstliche Überlegungen zu einem Alternativszenario zur Privatstiftung bzw. zu einer Exit-Option aus derselben an. Bis dato fehlte für diese Entscheidung jedoch eine fundierte Entscheidungsgrundlage. So war nicht bekannt, ob ein Ausstieg aus der Privatstiftung überhaupt möglich ist und vor allem mit welchen Konsequenzen dieser verbunden wäre. Darüber hinaus gab es keinen Plan wie eine Organisationsstruktur ohne Privatstiftung aussehen könnte. Um diese Fragen zu beantworten werden im ersten Teil der Arbeit mögliche Handlungsalternativen identifiziert. Dazu werden zunächst durch Analyse der vorliegenden Unterlagen zur Privatstiftung und Literaturrecherche mögliche Handlungsalternativen eingegrenzt. Diese werden in der Folge durch ein Experteninterview weiter konkretisiert. Um valide Ergebnisse zu erhalten wurde ein Interviewleitfaden erstellt und die Ergebnisse der Interviews anschließend mit einer Themenanalyse aufgearbeitet. Als Ergebnis dieser Untersuchungen konnten drei mögliche Handlungsalternativen identifiziert werden. Als erste Alternative konnte die Errichtung einer Stiftungszusatzurkunde identifiziert werden. Diese Option verursacht geringe Kosten und würde die Privatstiftung flexibilisieren und modernisieren. Als zweite Alternative konnte die Errichtung einer Substiftung identifiziert werden. Das könnte die Stifterrechte über das Ableben der ursprünglichen Stifter erhalten und stellt eine Kompromisslösung dar. Als dritte und vielversprechendste Alternative konnte die Auflösung der Privatstiftung und Einbringung des Vermögens in eine Holding-GmbH identifiziert werden. Um die Konsequenzen und Kosten dieser Alternativen zu ermitteln, wird im zweiten Teil der Arbeit die Umsetzung dieser simuliert. Hier liegt der Fokus auf der Ermittlung der steuerlichen Bemessungsgrundlage und der damit einhergehenden Steuerlast. Als Gesamtfazit dieser Arbeit wird festgestellt, dass dem Kooperationspartner nur die Errichtung einer Stiftungszusatzurkunde empfohlen werden kann. Das bringt einige Verbesserungen, löst die grundlegende Problematik jedoch nicht. Bei der Substiftungsalternative stehen die Kosten in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum Nutzen. Die Auflösung der Stiftung und Einbringung in eine GmbH würde die Probleme des Kooperationspartners vollständig lösen, die Simulation dieser Alternative ergibt jedoch eine Steuerlast, die zum derzeitigen Zeitpunkt nicht finanziert werden kann. Somit gibt es für den Kooperationspartner zur aktuellen Rechtslage keine realistische Alternative zur Privatstiftung. Auf Basis der vergangenen Entwicklungen und aus den Erkenntnissen dieser Arbeit ist für die Zukunft nicht mit einer, für den Kooperationspartner, positiven Entwicklung dieser Situation zu rechnen.
Der Kooperationspartner der vorliegenden Arbeit ist die Granit Holding GmbH mit Unternehmenszentrale in Graz und beschäftig über 2.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Derzeit bestehen Optimierungspotenziale im Bereich des Internen Kontrollsystems (IKS) in der Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung. Die aktuell vorherrschende Kontrollaktivität ist das VierAugen-Prinzip. Diese Kontrollmaßnahme ist für ein Unternehmen dieser Größe unzureichend, wodurch ein klarer Bedarf für die Einführung von weiteren Kontrollmaßnahmen besteht. Die Problemstellung der Arbeit ist die Klärung der Frage, welche Adaptierungen bei der Durchführung der Prozesse und Teilprozesse durchgeführt werden sollten, um das derzeitige IKS weiterzuentwickeln und zu verbessern. Um diese Frage zu klären, werden im ersten Schritt die Prozesse der Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung erhoben, es erfolgt eine Erhebung der Prozesse mittels mündlicher, offener Befragung der zuständigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Anschließend wird das derzeitige IKS beim Kooperationspartner anhand der Komponenten des COSO-Modells dargelegt und eine Risiko-Kontroll-Matrix erstellt. Abschließend werden Handlungsempfehlungen nach den COSOKomponenten erarbeitet und Verbesserungsvorschläge für die Prozesse der Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung dargelegt. Im Rahmen der Arbeit konnte festgestellt werden, dass neben Teilprozessen ohne Änderungsbedarf auch Prozesse mit klarem Verbesserungsbedarf vorhanden sind. Insbesondere das Kundenmahnwesen, der zeitlich fordernde monatliche Buchungsschluss und das teilweise Fehlen von klar zugewiesenen Aufgabengebieten für Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen bedürfen Adaptierungen und Umgestaltungen. Zur Verbesserung des IKS ist zu empfehlen, die aufgrund der Risiko-Kontroll-Matrizen erarbeitenden Risiken in die empfohlen Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen im Unternehmen zu integrieren. Durch die Umsetzung der erarbeitenden Handlungsempfehlungen im Bereich Kontrollumfeld, Information und Kommunikation kann das Arbeitsumfeld gestärkt werden. Mit Ausblick auf die Zukunft wird an der Umsetzung eines Excel-Tools gearbeitet, welches den Prozess der Abwicklung der Kundenmahnungen vereinfachen und zeitlich effizienter gestalten soll. Weiters wird an einem monatlichen Newsletter gearbeitet, welcher zur Stärkung der internen Kommunikation beitragen soll.
Unter Leasing versteht man eine Rechtsgeschäftsart, die sich durch die entgeltliche temporäre Überlassung eines Nutzungsrechts für ein Wirtschaftsgut seitens eines Leasinggebers zugunsten eines Leasingnehmers auszeichnet. Diese Geschäftsart schloss die Knapp Industry Solutions GmbH als Leasinggeber erstmals im Jahr 2020 mit einem Kunden ab. Mangels Vorerfahrung führte die Abwicklung zu Herausforderungen. Um für zukünftige abgeschlossene Leasingverträge vorbereitet zu sein, liegt die Problemstellung dieser Arbeit in der Konzeption eines Prozesses zur Abwicklung der Leasinggeschäfte aus kaufmännischer Sicht. Zur Anwendung des Prozesses mussten die kaufmännischen Aspekte des Leasingprozesses theoretisch aufbereitet und Excel-Tools als Praxisoutput erstellt werden. Diese wesentlichen Aspekte sind die Vertragsgestaltung, die Kalkulation der Leasinggeschäfte, die steuerrechtliche und bilanzielle Behandlung der Leasinggeschäfte aus Sicht des Kooperationspartners sowie die Darstellung der Leasinggeschäfte im ERP-System. Um den Anforderungen des Kooperationspartners und den Motiven der Kunden gerecht zu werden, wurde zu Beginn der Arbeit eine qualitative Befragung von Knapp-Mitarbeitern durchgeführt. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse und ergänzendem Literaturstudium konnten die Prozessschritte definiert werden. Von zentraler Bedeutung ist die Zuordnung der Leasinggegenstände zum Leasingnehmer bzw. Leasinggeber nach den Rechtsvorschriften des UGB und IFRS. Der Kooperationspartner erwartet, dass ein Großteil der Kunden eine Zuordnung zum Leasingnehmer vermeiden will. Aus diesem Grund wurde in dieser Arbeit dargelegt, welche Kriterien maßgebend sind und wie bei der Vertragsgestaltung und Kalkulation vorgegangen werden muss, um die Leasinggeschäfte im Sinne des Kunden konstruieren zu können. Auf die Bilanzierung und die steuerrechtliche Behandlung aus Sicht der Knapp Industry Solutions GmbH haben die Zuordnung der Leasinggegenstände und die kalkulierten Konditionen für das Leasinggeschäft Einfluss. Abhängig von den Zuordnungen gemäß UGB und IFRS muss der Kooperationspartner dies unterschiedlich handhaben und Korrekturen zwischen den Rechnungslegungsvorschriften können notwendig werden. Abschließend wurde dargestellt, welche Schritte für die Abbildung der Leasinggeschäfte im ERP-System gesetzt werden müssen und welche Alternativen es durch Erweiterung des ERP-System-Pakets geben könnte. Dieser Beitrag ermöglicht es dem Leser die Konzeption eines komplexen Prozesses anhand eines Unternehmens aus der Privatwirtschaft zu verfolgen. Die Verknüpfung der Prozessschritte bei der Abwicklung der Leasinggeschäfte wurde – neben der theoretischen Abhandlung – mit aufbauenden Beispielen dargestellt und liefert praxisnahe und umfassende Einblicke in die Thematik der Abwicklung von Leasinggeschäften aus Sicht des Leasinggebers.
Verrechnungspreise nehmen aufgrund der Globalisierung eine immer wichtigere Rolle ein. Um eine Steuervermeidung und Gewinnverlagerung zu umgehen, müssen Verrechnungspreise fremdüblich gebildet werden. Diese müssen außerdem plausibel argumentiert werden, da eine mangelnde Dokumentation zu Risiken in Form von Strafzahlungen, aber auch Verrechnungspreiskorrekturen führen kann. Ziel der Masterarbeit ist es, die bisherige Transfer Pricing Policy des Klienten zu analysieren und daraus ableitend Handlungsempfehlungen zur Optimierung von Verrechnungspreisen zu erstellen. Darauf basierend untersucht die Problemstellung der Arbeit, ob die derzeitige Verrechnung der zwischenbetrieblichen Transaktion der XY GmbH, welche mit der Cost Plus Methode in Höhe von 25 % auf derzeit alle zentral eingekauften Leistungen verrechnet wird, die OECD Fremdüblichkeit erfüllt. Für eine optimale Verrechnungspreisanalyse wurde das best-practice-Modell der OECD verwendet. In einem ersten Schritt wurde die bestehende Transfer Pricing Policy analysiert. Zudem wurde eine Vergleichbarkeitsanalyse durchgeführt, welche den Markt, die Funktionen und Risiken, die Produkte und Dienstleistungen, vertraglichen Vereinbarungen sowie strategischen Ausrichtungen der XY GmbH erläutert. Des Weiteren wurde geprüft, ob der Sachverhalt dieser GmbH auch für die Nutzung der Profit Split Methode als geeignet erscheint. Es wurde festgestellt, dass der für das Unternehmen fremdüblichere Verrechnungspreis 10 % beträgt, welche mittels der Cost Plus Methode ermittelt wurde. Im Falle einer möglichen zukünftigen Betriebsprüfung wurde die Anwendung von Konfliktinstrumente für die XY GmbH überprüft. Hierbei wurde ein Fokus vor allem auf das Advance Pricing Agreement in Form eines Rollback-Verfahrens gelegt. Vorteilhaft hierbei ist, dass unter bestimmten Voraussetzungen ein Verrechnungspreissachverhalt im Vorhinein abgesichert und somit im Zuge einer Betriebsprüfung nicht mehr angetastet werden kann. Jedoch kann vorweggenommen werden, dass sich die Beantragung eines solchen Verfahrens mit mehreren involvierten Staaten als sehr schwierig darstellt und für die XY GmbH nicht vorteilhaft ist. Methodisch wird die Verrechnungspreisthematik mithilfe von Literaturrecherche genauestens analysiert. Außerdem wurde der Kooperationspartner in den Prozess sowie in der Erarbeitung der Forschungsfragen mit ständiger Absprache mit eingebunden.
„Verteilte Zusammenarbeit so gestalten, dass sie an das Gefühl der Zusammenarbeit an einem Ort herankommt“, sagte Dr. Vincent Tietz, Senior Consultant bei der Saxonia Systems AG, im Jahr 2016. In der heutigen Zeit, in der hohe Internetgeschwindigkeiten und hohe Bandbreiten als gang und gäbe betrachtet werden, entstehen neue Möglichkeiten der Arbeitsformen. In Zeiten der Coronakrise wurde dieser Trend noch mehr verstärkt und viele Unternehmen weltweit setzten auf den Denkansatz „Homeoffice“. Doch welche Herausforderungen birgt diese neue Form des Arbeitens und bietet sie nur Vorteile? Wie können wir speziell in der IT-Branche verteilte Softwareentwicklungsteams optimal steuern oder eine derartige Konstellation generell einführen? Sind Projektabwicklungen hinsichtlich solcher Umstände erfolgreich realisierbar und welche Vorrausetzungen sind hierfür unverzichtbar? Das Ziel dieser Masterarbeit war das Ermitteln und Modellieren von Prozessen, die einen wesentlichen Beitrag zur Steuerung sowie Einführung einer verteilten Softwareentwicklung leisten. Das Prozessmodell umfasst dabei nicht nur die Projektabwicklung selbst, sondern auch die vorgelagerten und nachgelagerten Arbeitsabläufe. Als praktische Grundlage dient hierbei die Guid.New GmbH, ein österreichischer Individualsoftwaredienstleister mit Sitz in Graz, welcher schon vor der Pandemie auf die „Remote“-Methode setzte. Samt der wissenschaftlichen Literaturrecherche und der praktischen Validierung des entstandenen Prozessmodells durch ExpertInnen, dient das Resultat als Vorlage für Unternehmen in der Individualsoftwarebranche. Als ExpertInnen wurden die Geschäftsführung, Gesellschafter sowie MitarbeiterInnen der Guid.New GmbH herangezogen – infolgedessen enthält das Ergebnis Praxisbezogenheit, Wiederverwendbarkeit und schafft neuen Mehrwert.
Die dynamische Entwicklung des Unternehmens lässt die Anforderungen an das Controlling beim Kooperationspartner stetig steigen. Häufige Anpassungen und Erweiterungen des Management Reportings führen dazu, dass die Berichte der zwei Gesellschaften nicht ident sind. Daher bedarf es einer dringenden und sorgfältigen Überarbeitung des Management Reportings, denn mit dem Wachstum des Unternehmens müssen laufend Finanzierungs- und Planungsentscheidungen auf Basis des Reportings getroffen werden. Dabei könnte eine inkorrekte Darstellung zu Fehlentscheidungen führen. Zusätzlich soll der Reportingprozess klar definiert und visualisiert werden, um eine zeitgerechte Informationsweitergabe an das Management zu gewährleisten. Ziel dieser Arbeit ist es eine Optimierung des Management Reportings zu erreichen, dazu soll eine erstmalige Visualisierung des Reportingprozesses beim Kooperationspartner erfolgen. Überdies soll der bestehende Management Report um Defizite verbessert werden und eine Neukonzeption eines Reportingleitfadens soll diesen in der Anwendung unterstützen. Die Optimierung des Management Reportings soll eine verbesserte, fristgerechte Datenqualität als Entscheidungsgrundlage gewährleisten. Im Rahmen der Arbeit wird das bestehende Management Reporting qualitativ erhoben. Dazu wird eine Checkliste zur Analyse erstellt. Die Checkliste wird anhand eines Notensystems ausgewertet. Ein vordefinierter Notenschlüssel unterstützt die Analyse, aus dem der Handlungsbedarf abgeleitet wird. Nach Durchsicht der Checklisten wird festgestellt, dass nur marginale Verbesserungen des Management Reportings vorzunehmen sind. Eine genauere Betrachtung zeigt, dass einzelne Kriterien erhöhte Aufmerksamkeit benötigen. Drei Tiefeninterviews erheben die Optimierungspotenziale, welche anschließen anhand der MoSCoW-Methodik priorisiert werden. Basierend auf den empirischen Erkenntnissen wird ein standardisierter Reportingprozess dargestellt, welcher durch Berücksichtigung von Fristen, Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten das künftige Reporting verbessert. Der Management Report wurde mit der Hilfe eines Excel Tools in beiden Gesellschaften bezüglich des Inhaltes und der grafischen Aufbereitung angeglichen und optimiert. Alle erhobenen Must-Have Anforderungen, wie z.B. Grafiken und Kostenanalysen wurden in den Bericht integriert. Der neu konzipierte Reportlingleitfaden unterstützt den Management Report in der Anwendung, um eine standardisierte Datenbasis zu erhalten. Die vorliegende Masterarbeit ist der erste Schritt in Richtung der Optimierung des Management Reportings. Eine kontinuierliche Verbesserung aufgrund der Dynamik des Unternehmens sollte ein laufendes Ziel beim Kooperationspartner sein.
Industrielle Steuerungssysteme und somit die Operational Technology (OT) werden immer verletzlichere Angriffsziele. Da Industrieanlagen, ebenso Tunnelanlagen, größtenteils mit der Office-IT vernetzt sind und häufig auch eine Verbindung zum Internet aufweisen, besteht ein Fernzugriff, der ausgenutzt werden kann. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass ein Eindringen über die physischen Schnittstellen stattfindet. Daher müssen für einen gesamtheitlichen Schutz entsprechende OT-Security-Prozesse angewendet werden. Das Ziel dieser Arbeit ist die Verbesserung der zurzeit von der Dürr Austria GmbH verwendeten OT-Security-Prozesse in Tunnelsteuerungssystemen. Dazu werden die Informationssicherheit, mögliche Attacken und Angreifer*innen, sowie anwendbare Normen und Standards evaluiert. Der Fokus liegt dabei auf der IEC 62443, der Norm für die IT-Sicherheit für Netze und Systeme. Die zurzeit angewendeten OT-Security-Prozesse werden definiert und darauf aufbauend Optimierungen aus den anwendbaren Teilen der IEC 62443 analysiert. Weitere Security-Maßnahmen werden mithilfe von ergänzenden Standards erforscht. Als Resultat werden die gefundenen Verbesserungsmaßnahmen zusammengeführt, um eine Integration in die Prozesse zu ermöglichen. Auf dieser gesamtheitlichen Basis wird das Defense-in-Depth-Modell definiert. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in den bestehenden Informationssicherheitsprozess des Unternehmens betreffend der Tunnelsteuerungssysteme integriert.
Seit 2014 ist der Internationale Accounting Standard Board (IASB) mit einer Überarbeitung des IAS 1 beschäftigt. Letzterer definiert in der jetzigen Form zahlreiche Begriffe nicht und lässt den erstellenden Unternehmen teilweise zu großen Freiraum bei der Gestaltung des Jahresabschlusses. Im Dezember 2019 veröffentlichte der IASB einen Exposure-Draft, dessen Vorschläge den IAS 1 ersetzen und einen neuen IFRS-Standard (IFRS 1) bilden sollen. Der Fokus des Exposure-Drafts liegt auf der Gewinn- und Verlustrechnung. Diese soll vergleichbarer werden und relevantere Informationen liefern. Allerdings enthält der Draft auch Änderungen zu weiteren Teilen des Jahresabschlusses und verändert teilweise ebenso andere IFRS/IAS-Standards. Ziel dieser Arbeit ist es, die Ziele und neuen Regelungen des Exposure-Drafts zu beschreiben sowie die Schwachstellen der Neuerungen aufzuzeigen. Zusätzlich soll geklärt werden, welche Konsequenzen die neuen Vorschläge für Unternehmen haben, ob die Ziele der Erstellenden des Exposure-Drafts durch ihn erreicht werden und wie das Kosten-Nutzen-Verhältnis aussieht. Um die Fragen zu beantworten, wurden 41 Kommentare von europäischen Unternehmen zum Exposure-Draft qualitativ analysiert. Die Ergebnisse daraus verdeutlichen, dass die neuen Regelungen umfangreich sind und zahlreiche Schwachstellen besitzen. Wenn die Vorschläge des Exposure-Drafts in der jetzigen Form umgesetzt würden, kämen auf Unternehmen ein großer Mehraufwand und erhebliche Kosten zu. Das Ziel, einen vergleichbareren und transparenteren Jahresabschluss zu erstellen, der relevantere Informationen liefert, wurde nicht erreicht, denn die Vorschläge des Exposure-Drafts besitzen zahlreiche Möglichkeiten, wie relevante Informationen verloren gehen können und Teile des Jahresabschlusses an Vergleichbarkeit einbüßen. Die Kosten der Umsetzung der neuen Regelungen übersteigen in der jetzigen Form bei weitem den Nutzen.
Die Lageberichterstattung hat in den letzten Jahren einige Veränderungen erfahren. Dies stellt das Kooperationsunternehmen die Grazer Wechselseitige Versicherung AG vor neue Herausforderungen. Zudem stellt sich die Frage, wie zeitgemäß der Lagebericht der Grazer Wechselseitige Versicherung AG im Vergleich zur Branche ist, da die letzte Überarbeitung bereits ein paar Jahre zurückliegt. Die Problemstellung dieser Arbeit besteht darin, relevante Punkte zu identifizieren, um den Lagebericht der Grazer Wechselseitige Versicherung AG im Hinblick auf die weiterführenden Regelungen der Lageberichterstattung und der Anwendung von Kennzahlen zu optimieren. Dazu bedarf es zum einen einer kritischen Auseinandersetzung mit den nicht gesetzlichen Vorschriften und zum anderen einer empirischen Untersuchung von ausgewählten Versicherungsgesellschaften. Zur Bearbeitung der Problemstellung wurde zunächst eine Literaturrecherche durchgeführt. Dabei wurden die relevanten Punkte der AFRAC Stellungnahme 9 Lageberichterstattung und der Leitlinien des österreichischen Versicherungsverbandes zur Berichterstattung im Lagebericht bezogen auf den Kooperationspartner dargestellt. Basierend auf den Ergebnissen der Literaturrecherche wurde eine Checkliste erstellt, um zunächst den Lagebericht des Kooperationsunternehmens und in weiterer Folge die Lageberichte von ausgewählten Versicherungsunternehmen zu analysieren. Aus diesen Ergebnissen wurden abschließend Handlungsempfehlungen abgeleitet. Mit Hilfe dieser Arbeit konnte herausgefunden werden, dass der Lagebericht der Grazer Wechselseitige Versicherung AG im Vergleich zur Branche auf einem guten Stand ist. In einigen Abschnitten des Lageberichts herrscht Aufholbedarf, wie beispielsweise im Bereich der nichtfinanziellen Informationen oder bei der Verwendung von Kennzahlen. Dafür wurden im Rahmen dieser Arbeit Handlungsempfehlungen formuliert, welche zur Steigerung der Aussagekraft der nichtfinanziellen Informationen sowie zur stärkeren Verwendung von Kennzahlen beitragen sollen. Der Risikobericht der Grazer Wechselseitige Versicherung AG kann jedoch als Vorreiter im Vergleich zu den untersuchten Versicherungen gesehen werden, da hier ausführlich über Risiken, Risikomanagementmethoden und -ziele berichtet wird. Um garantieren zu können, dass der Lagebericht der Grazer Wechselseitige Versicherung AG in Zukunft den Marktgegebenheiten im Versicherungsbereich entspricht, soll in regelmäßigen Abständen ein Benchmark durchgeführt werden.
Smart Services sind Teil des globalen Megatrends der digitalen Transformation. Seit circa 2015 ermöglichen Smart Services, dass Unternehmen Dienstleistungen erbringen, bereits bevor Kund/innen den Bedarf für diese erkennen. Dies führt zu einer Effizienz- und Effektivitätssteigerung für alle Beteiligten, wodurch wiederum die Zufriedenheit aller gesteigert wird. Die Ursprünge von Smart Homes reichen hingen bis in die 1960er Jahre zurück. Bereits damals wurden reaktive und proaktive Steuerungsmöglichkeiten für das „Wired Home“ aufgezeigt. Der hohe Energie- und Ressourcenbedarf wecken bei immer mehr Menschen das Bedürfnis, die Effektivität und die Effizienz ihres Lebensraumes zu steigern. Trotz der großen Weiterentwicklungen im Bereich des Internet of Things und dem Machine Learning, nennen Benutzer/innen ihren Lebensraum bereits smart, wenn sie diesen aus der Ferne steuern können. Diese Arbeit überträgt die Implikationen des Begriffs „smart“ aus der Grundfunktionalität eines Smart Services auf Smart Homes. Damit soll die Frage beantwortet werden, ob mit Machine Learning eine präemptive Steuerung eines Smart Homes möglich ist. Hierzu werden unterschiedliche Algorithmen verwendet, um mit einem Datensatz aus einer Laborumgebung Machine Learning Modelle zu erstellen. Diese werden auf Basis mehrerer Metriken miteinander verglichen, um festzustellen, ob es möglich ist, damit eine präemptive Steuerung für ein Smart Home umzusetzen.
Um einen langfristigen Fortbestand eines Unternehmens zu gewährleisten müssen die anfallenden Kosten gedeckt werden. Für die Inhaber sollte ein Gewinn erwirtschaftet werden damit diese auch einen Grund für die Weiterführung haben. Das kann nicht funktionieren, wenn alle Arbeiter und Angestellte des Unternehmens gut und fleißig ihre Tätigkeiten verrichten, diese Leistungen müssen am Ende auch einen Ertrag erbringen. Damit schlussendlich bei fertigen Aufträgen ein positives Ergebnis müssen zunächst die Angebotspreise kostendecken kalkuliert worden sein. Diese Masterarbeit wurde in Kooperation mit der Galli GesmbH erstellt, um die kostendeckende Kalkulation von Angebotspreisen anhand eines MS Excel Tools zu ermöglichen. Diese soll den Anforderungen des Kooperationspartners entsprechen und auf Basis bisherig angewandter Methoden aufbauen. Das Ziel dieser Arbeit ist es eine einheitlichen Angebotskalkulationsvorlage für alle Teilbereiche des Unternehmens mittels Literaturrecherche und laufender Abstimmung mit dem Kooperationspartner erfolgen. Dafür wird der bestehende Prozessablauf und die theoretischen wie praktischen Anforderungen an diesen analysiert. Im Zusammenhang wird dir Einsatz des Kalkulationstools in diesen miteinbezogen und im Rahmen dessen auf mögliche Optimierung geprüft. Für die Erstellung des Angebotskalkulationstools werden die bereits angewandten Kalkulationsschemen geprüft und mit Mitarbeiter des Kooperationspartners ihre mögliche Weiterverarbeitung besprochen. Mit der Geschäftsleitung und dem Buchhalter des Kooperationspartner wird die, auf Basis der Literatur aufgebaute Kosten- und Leistungsrechnung abgesprochen und Zuschlagssätze für die Kalkulation errechnet. Anhand der Informationen, welche aus Analyse der bisherigen Kalkulationsmethoden und Mitarbeitergespräche wird, das neue Angebotskalkulationsschema erstellt. Die bisher verwendete Nachkalkulation wird auf die differenzierte Zuschlagskalkulation, welche die Kostenträgerträgerrechnung im neuen Schema der Angebotskalkulation darstellt, angepasst. Es werden Angebotspreise, vom Kooperationspartner abgeschlossenen Aufträgen, mit dem neuen Schema kalkuliert und den alten werten gegenübergestellt, um die Wirtschaftlichkeit der neuen Angebotskalkulation darzulegen. Dabei ist zu erkennen, dass durch die Zuschlagssätze der Gemeinkosten, welche vorher nicht berücksichtigt wurden, sich die Angebotspreise deutlich erhöhen und nicht nur die Kosten der Leistungserstellung decken, sondern auch einen Gewinn mit sich bringen. Zudem wird die Kalkulation von Angeboten durchsichtiger und nachvollziehbarer, was zur besseren Analyse von Abweichungen bei der Nachkalkulation führt.
Risikoorientiertes Qualitätsmanagement zur Sicherung der Leistungsqualität im Bereich Buchhaltung
(2021)
Aufgrund des wachenden Wettbewerbs im Bereich der Steuerberatung ist die Sicherung der Qualität eine Grundvoraussetzung, um erfolgreich am Markt teilnehmen zu können. Doch damit die Leistungsqualität im Bereich der Buchhaltung gesteigert werden kann, muss das Kooperationsunternehmen seine Prozesse kennen und die relevanten Risiken, die mit den Prozessen einhergehen, identifizieren und steuern. Vor diesem Hintergrund ist es für das Kooperationsunternehmen wichtig, abgestimmte Kontrollen in den einzelnen Prozessen einzupflegen und laufend anzupassen. Diese Kontrollen verringern die Fehleranfälligkeit und erhöhen die Leistungsqualität. Damit die Fehleranfälligkeit bei der Leistungserstellung verringert werden kann, wurde zu Beginn dieser Masterarbeit der Prozess der laufenden Buchhaltung auf Risiken analysiert. Mithilfe der Gegenüberstellung des gewünschten Soll-Prozesses und des derzeitig gelebten Ist-Prozesses sowie einem geführten Risikoworkshop mit ausgewählten Buchhaltungsmitarbeiterinnen/-mitarbeitern wurden potenzielle Risiken im Bereich der Buchhaltung zunächst identifiziert und im Anschluss bewertet und gesteuert. Die Buchhaltungscheckliste wurde so aufgebaut, sodass diese den gewünschten Soll-Prozess des Kooperationspartners widerspiegelt. Durch die Anwendung dieser Checkliste werden die analysierten Risiken verhindert bzw. vermindert. Im Rahmen dieser Masterarbeit wurden weiters Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Leistungsqualität erarbeitet. Damit die Leistungsqualität der laufenden Buchhaltung verbessert werden kann, wird dem Kooperationspartner empfohlen, die in der Arbeit genannten Handlungsempfehlungen und Steuerungsmaßnahmen im Unternehmen zu implementieren. Besonders wichtig ist, dass Verantwortungsbereiche und Arbeitsanweisungen klar formuliert und kommuniziert werden. Denn gerade eine unmissverständliche Kommunikation vermindert bzw. verhindert Erfassungsfehler. Weiters sollen Arbeitsschritte einheitlich bzw. standardisiert abgearbeitet werden, damit in Vertretungsfällen keine Fehler entstehen können. Die dazu erstellte Checkliste sorgt dafür, dass Unterlagen einheitlich archiviert werden und die Erstellung der laufenden Buchhaltung möglichst standardisiert erfolgt. Doch damit festgestellt werden kann, ob die gesetzten Maßnahmen zur Risikovermeidung hilfreich sind und ob das Qualitätsmanagement erfolgreich in der Kanzlei umgesetzt wird, muss die Zielerreichung des Kooperationsunternehmens in Zukunft laufend überprüft werden. Dies kann mithilfe eines Kennzahlenkatalogs und unter Anwendung einer Balance Score Card gesteuert und überprüft werden. Hierzu müssen messbare Kennzahlen im Bereich Kundinnen/Kunden, Geschäftsprozesse und Lernen bzw. Wachstum von der Geschäftsleitung bestimmt und regelmäßig überprüft werden.
Durch die Liberalisierung des Energiemarktes in Österreich wurde es möglich, dass KundInnen den Energielieferanten frei wählen können. Dadurch ist der Wettbewerb zwischen den Energielieferanten stark gestiegen. Um Kundenabwanderung zu verhindern wird versucht die Kundenbindung zu stärken und besser auf die Bedürfnisse von KundInnen einzugehen. Eine Methode dies zu erreichen sind Communities. Die Motivation hinter dieser Arbeit ist zu zeigen, wie die Kundenbindung mit Hilfe einer Community gestärkt beziehungweise vertieft werden kann. Der Austausch zwischen EnergiekundInnen und Energielieferanten beziehungsweise mit geschultem Fachpersonal wird dadurch ermöglicht. Weiters kann eine Community beispielsweise zur Produktverbesserung oder für Co-Creation Zwecke genutzt werden. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Einflussfaktoren, die eine wichtige Rolle bei der Einführung einer Community spielen, heraus zu arbeiten und zu untersuchen. Dies wird mithilfe von Literaturrecherche und empirischer Forschung bewerkstelligt. Zuvor werden basierend auf den theoretischen Kenntnissen Hypothesen erstellt, welche mithilfe einer qualitativen Befragung geprüft werden. Anhand von leitfadengestützen Interviews und den Ergebnissen aus der Literaturrecherche, werden Einflussfaktoren aufgenommen oder verworfen. Daraus wird ein Leitfaden erstellt, welcher bei der Einführung einer Community herangezogen werden kann. Dieser Leitfaden hebt jene Kernelemente hervor, welche bei einer Gemeinschaftsgenerierung zu beachten sind. Damit soll mit hoher Wahrscheinlichkeit sicher gestellt werden, dass die Erstellung einer Community zum Erfolg führt.
Die Steuerberatung Sedounik & Eder Wirtschaftstreuhand GmbH ist eine Kanzlei mit insgesamt zehn Mitarbeitern und Sitz im Norden von Graz. Ein Bereich im Dienstleistungssegment der Kanzlei ist die Lohn- und Gehaltsverrechnung. Derzeit sind in dieser Abteilung drei Mitarbeiter tätig. Die Standardleistung zur angebotenen Lohn- und Gehaltsverrechnung umfasst die Erstellung der monatlichen innerbetrieblichen und außerbetrieblichen Abrechnungen. Die Ausgangsituation des Kooperationspartners liegt nun speziell im Bereich der gemeinsamen Prüfung von Lohnabgaben und Beiträgen. Hierbei wird die Lohn- und Gehaltsverrechnung auf Fehler überprüft. Werden bei dieser Prüfung Mängel festgestellt, können diese monetäre Folgeschäden bei den Klienten als auch bei der Kanzlei verursachen. Aufgedeckte Fehler im Rahmen von Prüfungen werden auch Feststellungen genannt. Einen weiteren und für den Kooperationspartner weitaus bedeutenderen Effekt haben Feststellungen auf das Vertrauensverhältnis zwischen Berater und Klient. Das Aufkommen von unerwarteten Fehlern in der Lohn- und Gehaltsverrechnung hat negative Auswirkungen auf das Vertrauensverhältnis und in weiterer Folge auf die Zusammenarbeit. Diese Masterarbeit zeigt, welche präventiven Maßnahmen in der Kanzlei im Bereich der Lohn- und Gehaltsverrechnung umgesetzt werden müssen, um Feststellungen und damit verbundene Geldstrafen und Nachzahlungen von Abgaben bei gemeinsamen Prüfungen von Lohnabgaben und Beiträgen risikoorientiert zu vermeiden und gleichzeitig den Kontrollaufwand in der Lohn- und Gehaltsverrechnung zu minimieren. Um ein effizientes Managen von Risiken zu gewährleisten, sind in erster Linie die risikoreichen Lohn- und Gehaltsverrechnungs-Themenbereiche zu identifizieren. Dazu werden Instrumente wie die Dokumentenanalyse und ein Workshop eingesetzt. Ebenso wird die Risikobewertung dieser identifizierten Themenbereiche aufgezeigt, welche ebenso im Rahmen des Workshops durchgeführt wird. Darauf aufbauend werden die spezifischen Lohnverrechnungsthemenbereiche ausgearbeitet. Ein Praxisoutput, ein Leitfaden zur Umsetzung des entwickelten Konzepts mit Wissenschecks, Handlungsempfehlungen, Sonderklienteninformationen und Excel-Berechnungsvorlagen, sollen die verantwortlichen Mitarbeiter bei der praktischen Umsetzung des Überwachungsprozesses in der laufenden Lohn- und Gehaltsverrechnung unterstützen. Ein weiterer Nutzen liegt darin, dass die konzipierten Inhalte dieses Leitfadens als Dokumentationsunterlagen benutzt werden können.
Fachkräftemangel und hohe Fluktuation sind vor allem in der Gastronomie allgegenwärtig. Um dem entgegenzuwirken und die Mitarbeiter:innen langfristig zu motivieren und damit dauerhaft im Betrieb zu halten, besteht die Möglichkeit, sie auf Grundlage ihrer Leistung zu entlohnen. Der Kooperationspartner der vorliegenden Arbeit bietet sich als Vertreter der Systemgastronomie besonders für die Einführung eines solchen leistungsvariablen Vergütungssystems an. Um dieses System für den Kooperationspartner zu optimieren, wurden in der Arbeit zu Beginn Motivationstheorien und Anreizsysteme mittels einer Literaturanalyse erarbeitet. Anschließend wurde untersucht, wie ein leistungsvariables Vergütungssystem in der Systemgastronomie eingeführt werden kann. Die Arbeit gliedert den Einführungsprozess des Systems in drei Phasen. In der Planungsphase werden drei Methoden zur Messung von Zielerreichungsgraden vorgestellt und diskutiert. In der Implementierungsphase werden die ermittelten Methoden zu einer Skala und in weiterer Folge zu Zielerreichungsgraden zusammengeführt, auf Grundlage welcher die variable Entlohnung der Mitarbeiter:innen berechnet werden kann. Ebenso werden in der Implementierungsphase Möglichkeiten vorgestellt, mit deren Hilfe die variable Entlohnung sowohl zum Vorteil der Dienstnehmer:innen als auch der Dienstgeber:innen ausbezahlt werden kann. Die Reflexionsphase schließt als dritte und letzte Phase den Prozess der Einführung des leistungsvariablen Vergütungssystems ab und rundet durch kritische Betrachtung und Reflexion das System ab. Die Arbeit zeigt überdies, dass die Koppelung von variabler Entlohnung an die Leistung einzelner Mitarbeiter:innen negative Auswirkungen auf die Motivation der Mitarbeiter:innen haben kann. Daher wird in der Arbeit besonderes Augenmerk auf die Teamleistung und die damit verbundene variable Entlohnung von Teams gelegt. Als Ergebnis der Arbeit bietet jedes Kapitel Handlungsempfehlungen für die jeweilige Phase, die auf den Kooperationspartner zugeschnitten worden sind. Durch diese Handlungsempfehlungen und die damit verbundenen Beispiele wird es dem Kooperationspartner ermöglicht, in seinen Betrieben ein leistungsvariables Vergütungssystem einzuführen, das Mitarbeiter:innen einerseits ihre Entlohnung selbst wählen lässt und ihnen damit größtmögliche Freiheiten einräumt, sie motiviert und dazu bewegt, langfristig im Unternehmen zu bleiben. Andererseits bietet dieses System dem Kooperationspartner genug Spielraum, um auf spezifische Notwendigkeiten der einzelnen Teams einzugehen und durch die Koppelung der Entlohnung an tatsächliche Leistung keine übermäßigen Kosten zu verursachen.
Datenerfassung für Big Data
(2021)
Big Data und Industrie 4.0 sind Schlagwörter, die in der Automatisierung omnipräsent geworden sind. Mit dem immer größer werdenden Angebot von Cloudanwendungen und einer schleichenden Abkehr der Grundeinstellung, dass sämtliche Daten im Unternehmen gespeichert werden müssen, tut sich eine Vielzahl von Möglichkeiten in der Automatisierungstechnik auf. Diese neuen Technologien, für künstliche Intelligenz oder Predictive-Maintenance, benötigen Daten, um ihre Aufgaben auszuführen, haben aber meist keine Werkzeuge für die Datenerfassung. Durch die langen Laufzeiten für Anlagen (> 20 Jahre) in der Automatisierungstechnik kann es bei Nachrüstungen zu Problemen kommen. In der Feldebene, der untersten Schicht in der Automatisierungstechnik, findet sich eine große Anzahl von Protokollen, die nicht in jeder neuen Technologie verfügbar sind. Genau an diesem Problem knüpft diese Arbeit an und es wird ein System entwickelt, welches von verschiedenen Protokollen Daten erfassen und diese an unterschiedliche Online-Datenbanken transferieren kann. In dieser Arbeit sollen wichtige Aspekte für ein solches System erörtert werden. Eingangs gibt der theoretische Teil einen Themenaufriss zur Industriellen Kommunikation. Genaueres Augenmerk wird auf eine sichere Datenübertragung gelegt, denn bei der Übertragung an Online-Datenbanken muss die Kommunikation verschlüsselt erfolgen. Es wird aber auch generelles Cloudcomputing behandelt, wobei der Fokus auf Online-Datenbanken und den Datenbankmodellen liegt. Das zu realisierende System soll so aufgebaut werden, dass zukünftig andere Protokolle für die Datenerfassung oder neue Online-Datenbank-Anbindungen hinzugefügt werden können. Im praktischen Teil wird das System, unter Berücksichtigung der erarbeiteten Resultate, umgesetzt und auf die Tauglichkeit in der Industrie untersucht.
Durch die zunehmende Digitalisierung können Produktionssysteme flexibler aufgebaut werden, um Kundenanforderungen besser nachzukommen. Grundlage dafür ist eine dezentrale Auslegung der Systeme. Für eine zentral ausgelegte Zellstoffproduktionsanlage wird ein neues dezentrales Konzept erstellt und getestet. Die Automatisierung der Anlage wird dezentral aufgebaut. Ein solches Automatisierungs-Konzept für Produktionsanalgen bietet viele Vorteile für Unternehmen. Indem jede Maschine als standalone Equipment umgesetzt wird, können entlang der gesamten Wertschöpfungskette Standards eingeführt werden. Vom Verkauf bis zur Inbetriebnahme können dadurch Prozesse vordefiniert werden. Dadurch verkürzt sich die Zeit, die für das Engineering der Maschine benötigt wird. Zusätzlich können aufgrund des modularen Aufbaus die Maschinen bereits vor der Auslieferung so gefertigt werden, dass sie vollständig funktionsfähig sind. Bei zentralen Auslegungen ist dies nicht der Fall. Eine dezentrale Auslegung ermöglicht es daher vorab Tests durchzuführen und Fehler zu beheben. Auf diese Weise werden kostenintensive Montagen und Inbetriebnahmen verkürzt. Die Software bleibt jedoch zentral, da die Vorteile einer zentralen Steuerung im Fall der Zellstoffproduktionsanlage in den meisten Bereichen überwiegen. Aufgrund des dezentralen Konzepts kann die Anlage kostengünstiger angeboten werden und ist flexibler bedienbar. Das Konzept setzt den Grundstein für eine weitere Dezentralisierung, sobald es dementsprechende technische Möglichkeiten gibt.
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts stellen das Radio und der Fernseher einen fixen und sehr großen Bestandteil in der Unterhaltungs- und Informationslandschaft dar. Mit dem Fortschreiten der Jahre gewöhnten sich die Menschen auch immer mehr an sie und wurden so eine Selbstverständlichkeit, die für jedermann erschwinglich ist. Während das Internet durch seine flächendeckende Verbreitung den bestehenden Medien immer mehr Konkurrenz im Bereich der Informationsgewinnung, nicht zuletzt auch durch seine Zeitunabhängigkeit, macht, tun sich in den letzten Jahren immer mehr Konkurrenten im Unterhaltungssegment hervor. Um nur einige zu nennen: Amazon, Netflix, Spotify und YouTube. Was diese gemeinsam haben, sie richten sich nach der Zeit der Kunden und Kundinnen und geben ihnen völlig freie Wahl darüber, was wann angesehen werden möchte und das bei einer ständig größer werdenden Auswahl an Inhalten von Drittherstellern und Eigenproduktionen. Eine im Rahmen der Arbeit durchgeführte Umfrage mit 131 Teilnehmern und Teilnehmerinnen ergab, dass Video/Content on Demand mit über 171 Minuten Nutzungszeit pro Tag die am meisten genutzte Unterhaltungsform darstellt. Die beliebtesten Kategorien in diesem Bereich sind Filme & Serien sowie Dokumentationen und Musik, also genau die Instrumente, mit denen auch Radio und Fernsehen arbeitet. Platz 1 für Video/Content on Demand ändert sich auch nicht, wenn man die Rohdaten nach Alter oder Geschlecht aufbereitet. Dies hat sich nicht nur im Laufe der letzten Jahre aufgebaut, sondern wurde auch durch die von der Coronavirus SARS-COV 2-Pandemie verursachten Folgeerscheinungen beeinflusst, wodurch zum Beispiel die Nutzungszeit auf der Plattform Twitch.tv um 83 % gegenüber dem Jahr 2019 gestiegen ist. Durch das immer schneller werdende Leben und die Anforderungen an das Leben selbst haben sich auch die Anforderungen der Kunden und Kundinnen entsprechend verändert. Daraus entstehen neue Geschäftsfelder, Möglichkeiten und Ideen, welche die Unterhaltungs- und Informationslandschaft in eine immer flexiblere und interaktivere Richtung ändern. Aus diesem Grund wurde ein Konzept entwickelt, welches Unterhaltungsplattformen anhand dieser Anforderungen gestaltet.
Durch Trends wie die Digitalisierung, immer verfügbare Online-Shops und Bestellsysteme, die Nutzung von neuen Technologien und größer werdende Datenmengen, gab es in den letzten Jahren eine massive Veränderung der Logistik. Dem hinzukommend verursachte eine weltweite Pandemie einen immensen Druck auf die Logistikbranche . Szenarien wie Ausfälle der Lieferketten, verursacht durch Maschinen oder Softwaresysteme, müssen vermieden werden. Deswegen versucht die Logistikwirtschaft neue Technologien wie Predictive Maintenance und Data Mining in deren Warehouse Management Systeme einfließen zu lassen, um eine nahezu unterbrechungsfreie Logistiklieferkette gewährleisten zu können. Aus diesem Grund werden in der vorliegenden Arbeit die Einflussfaktoren und Potentiale des Data Minings auf Predictive Maintenance in einem Warehouse Management System evaluiert. Um diese Einflussfaktoren des Data Minings zu finden, wurden im ersten Schritt Data Mining Verfahren und deren Einsatzzwecke in der Logistik mit Hilfe einer Literaturrecherche elaboriert. Des Weiteren wurden die Einsatzgebiete von Predictive Maintenance in einem Warehouse Management System seitens Hardware aber auch Software näher betrachtet. Die im Theorieteil der Arbeit erkannten Einflussfaktoren und Potentiale des Data Minings auf Predictive Maintenance in einem Warehouse Management System wurden mittels Interviews mit Experten und Expertinnen aus der Logistikbranche durchgeführt, ausgewertet und evaluiert. Der zentrale Einflussfaktor ,welcher von allen Experten und Expertinnen genannt wurde, ist das aktive Benutzen und Verwerten des Wissens sowie die gewonnenen Erkenntnisse durch das Data Mining. Schließlich konnten, durch die Auswertung der Interviews konnten, folgende Einflussfaktoren und Potentiale erarbeitet werden: ▪Mittels IOT Geräten, welche an Maschinen und Fördertechnik angebracht werden, können frühzeitig Störungen mittels Data Mining Techniken erkannt und aufgezeigt werden. ▪Der Einsatz der Regression auf den Durchsatz eines Systems mittels historischer Daten, um eine Veränderung der Durchlaufzeiten zu erkennen und somit frühzeitig eine Störung oder ein Problem vorauszusagen.
Ständig steigende Anforderungen und der enorme Wettbewerbsdruck führen dazu, dass in immer mehr Unternehmen Innovationen eine noch größere Bedeutung gewinnen. Nicht zuletzt, da ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Innovationskraft und dem unternehmerischen Erfolg liegt und dort am meisten Umsatz generiert werden kann, wo ideenreiche, neuartige technische Ansätze den Kundennutzen in den Vordergrund stellen.
Hierbei spielt es mittlerweile keine wesentliche Rolle mehr, in welcher Branche Unternehmen angesiedelt sind, egal ob im technischen Bereich, oder im sozialen Umfeld, Innovationen sind gefragter als je zuvor.
Diese Masterarbeit beschäftigt sich eingehender mit dem Thema Soziale Innovation, da auch im sozialen Bereich Innovationen die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen maßgeblich beeinflussen werden. Vor welchen Herausforderungen derartige Unternehmen und deren Mitglieder stehen, um Innovationen zu generieren und welche Werkzeuge und Modell sie anwenden können, um Innovationsprojekte erfolgreich zu realisieren, soll in dieser Arbeit erarbeitet werden.
Eingehens beschäftigt sich diese Arbeit mit Innovationen, der allgemeinen Definition, der Klassifizierung, den Prozessen und geht im Detail auf soziale Innovationen näher ein. Weiters wird auf die soziale Landschaft in Österreich und der Europäischen Union eingegangen und bestehende Ansätze im Bereich sozialer Innovationen in Form von Best Practice Beispielen der oben genannten Regionen aufgezeigt sowie über die Bedeutung und Herausforderungen von Innovationen im Sozialbereich in Österreich diskutiert.
Zudem behandelt der theoretische Teil das Grazer BIG Picture TM Innovationsmodell näher und versucht die Anforderungen an ein geeignetes Modell für den Bereich soziale Innovationen zu erarbeiten. Zuletzt wurde basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen ein theoretischer Ansatz zu Adaption des Grazer BIG PictureTM Innovationsmodell für den sozialen Bereich erstellt.
Die Erkenntnisse des Theorieteiles wurden im Praxisteil auf die besonderen Bedürfnisse des Unternehmens Lebenshilfen Soziale Dienste GmbH umgemünzt. Zudem wurde erarbeitet, welche weiterführenden Maßnahmen für das Unternehmen sinnvoll wären, um so einen maßgeschneiderten Ansatz für das Unternehmen auf Basis des BIG Picture™ Innovationsmodells zu erlangen.
Da bis dato noch kein bekanntes Praxisbeispiel dieses Modells im sozialen Bereich existiert, ist diese Arbeit ein Novum, eine Pionierarbeit.
Die Anforderungen an Abschlussprüfungen steigen kontinuierlich und werden durch publik gewordene Bilanzskandale weiter vorangetrieben. Um trotz des vermehrten Aufwandes eine qualitativ hochwertige Prüfungsdurchführung gewährleisten zu können, müssen Prüfungsbetriebe die Effizienz in der Abwicklung von Jahresabschlussprüfungen steigern. Als übergeordnete Problemstellung ergibt sich dadurch die Frage, wie ein Prüfprogramm zur Durchführung einer effizienten Abschlussprüfung ausgestaltet sein muss, um in der zur Verfügung stehenden Zeit eine risikoorientierte Abschlussprüfung abwickeln und etwaige Fehldarstellungen schneller identifizieren zu können. Die Arbeit beschäftigt sich mit den erhöhten Risiken bei der Vorratsprüfung und das Ziel ist eine effizientere Prüfungsdurchführung bei gleichzeitiger Erhöhung der Prüfungsqualität. Im Zuge der Arbeit gilt es deshalb zu eruieren, welche Risiken bei Abschlussprüfungen bestehen und mit welchen Prüfungshandlungen diese geprüft werden. Um ein weiteres Verständnis über die Risiken im Vorratsvermögen zu erlangen, wurden Experteninterviews mit Mitarbeitenden der Prüfungsabteilung des Kooperationspartners und Personen von geprüften Unternehmen durch-geführt. Die daraus erlangten Erkenntnisse umfassen erhöhte Risiken in komplexeren Unternehmensstrukturen sowie neue Chancen und Risiken im Einsatz von IT-gestützten Prüfungshandlungen. Zusammen mit durchgeführten Fehleranalysen vergangener Jahresabschlussprüfungen, welche Erkenntnisse hinsichtlich Fehleridentifikation und Häufigkeiten aufzeigen, wird im Prüfungstool dem Planungsprozess und der Risikobeurteilung zukünftig eine höhere Beachtung geschenkt. Die umfassenden Erkenntnisse münden in einem Prüfprogramm, das in Abhängigkeit der ermittelten kombinierten Risiken nur ausgewählte Prüfungsfragen zur Bearbeitung vorschlägt und eine Prüfung von nicht erforderlichen Teilbereichen verhindert. Um weitere Effizienzsteigerungen im Prüfprogramm zu implementieren, erfolgt im Rahmen der Beantwortung der einzelnen Prüfungs-fragen die Dokumentation der durchgeführten Prüfungshandlungen. Im erstellten Prüfprogramm werden alle dokumentierten Stichproben zusammengefasst und geprüft, ob zusätzliche Stichproben erforderlich sind, um eine geeignete Prüfungssicherheit zu erreichen. Im integrierten Fehlerprotokoll werden die Fehldarstellungen gesammelt und gemeinsam mit einem abschließenden Prüfungsurteil gewürdigt. Mit dieser Arbeit und dem erstellten Output eines integrierten Prüfprogrammes wird eine Verbesserung im Prüfungsablauf beim Kooperationspartner erzielt und der verantwortliche Prüfer wird bei der Abgabe eines geeigneten Prüfungsurteils unterstützt.
In der global tätigen Unternehmensgruppe SSI Schäfer stellt der Standort Graz das Kompetenzzentrum im Bereich der Kleinfördertechnikanlagen dar. Die essenziellen Aufgaben der MitarbeiterInnen aus den Planungsbereichen besteht in der Auslegung von Logistiksystemen, im Hinblick auf Materialfluss und Durchsatz. Derzeit obliegen diese Auslegungen nur erfahrenen MitarbeiterInnen, da viel Fachwissen erforderlich ist. Gerade im vielfältigen Bereich der Informationslogistik zeigte sich im Unternehmen eine Vernachlässigung. Prozesse, die sich auf die Steuerung dieser Informationsverarbeitung beziehen, wie Materialfluss- und Durchsatzberechnungen, waren nicht vorhanden. Dabei sind gerade diese praktischen Anwendungen bei enger Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und auch innerhalb eines Unternehmens für die MitarbeiterInnen sehr wichtig. Es muss sichergestellt werden, dass projektspezifisch die richtigen Informationen zur Verfügung gestellt werden und somit ein unnötiger Informationsfluss vermieden wird. Alle Projektbeteiligten sollen diese Informationen erhalten, welche für die Auslegung der idealen Fördertechnikkomponenten erforderlich sind, um diese im weiteren Verlauf richtig verarbeiten und interpretieren zu können. Ziel dieser Masterarbeit ist die Entwicklung und Implementierung eines Grenzdurchsatzberechnungstools, mit dem alle MitarbeiterInnen, unabhängig von deren Erfahrungsstand Logistiksysteme auslegen können. Für die Erreichung dieses Ziels, wurden zu Beginn die Abhängigkeiten der unterschiedlichen Fördererelemente in Bezug auf deren Einflussfaktoren und empirisch ermittelten Parametern untersucht. Danach wurden mittels mathematischer Berechnungen die jeweiligen Takt- und Zykluszeiten errechnet, um daraus in weiterer Folge die technischen Durchsätze ableiten zu können. Diese wurden im Anschluss an die Berechnungen in ein XML-Modul übertragen, welches in das vektororientierte Zeichenprogramm AutoCAD Architecture eingebunden wurde. Das Ergebnis der Arbeit ist ein, in AutoCAD visualisiertes, performance-calculation-tool (PEC), welches über einen automatischen Updateprozess global auf allen Planungs-Workstations der Fa. SSI Schäfer zur Verfügung gestellt wird. In der praktischen Anwendung bringt dies für das Unternehmen einige Vorteile mit sich. Zum einen trägt es wesentlich zur Steigerung der Planungssicherheit bei, da hier Erfahrungswerte kompakt und automatisch in die Berechnungen integriert werden. Zum anderen erhöht dieses Tool wesentlich die Schnelligkeit in den Verarbeitungsprozessen, was bei den MitarbeiterInnen Ressourcen für andere wichtige Aufgaben im Projekt schafft.
Das Darknet, von vielen auch als das „böse Internet“ bezeichnet, bringt aufgrund seiner mysteriösen Natur viele Fragen mit sich. Es handelt sich um einen Teil des Deep Webs mit der besonderen Eigenschaft, dass Links im Darknet von keiner Search Engine indiziert werden können. Dieses Netzwerk besitzt jedoch weitere interessante Eigenschaften. Der Grad an Anonymität, welcher Darknet-Nutzern ermöglicht wird, ist im Laufe der Zeit charakteristisch für das Darknet geworden und damit auch zu seinem größten Vorteil geworden. Die Chancen, welche mit dem hohen Anonymisierungsgrad verknüpft sind, bringen ein breites Spektrum an Handlungsmöglichkeiten mit sich. Der Handel besitzt eine dominante Rolle im Darknet. Nicht nur diverse Drogen, sondern auch Fälschungen von persönlichen Dokumenten, schädliche Malware oder Hacking-Anleitungen sowie Schusswaffen können im Darknet problemlos erworben werden. Auch Rohdaten in unterschiedlichster Ausprägung spielen eine wichtige Rolle in diesem Netzwerk. So werden zahlreiche Whistleblowing-Seiten zum Vertrieb von Informationen verwendet oder auch weitere Kanäle, wie zum Beispiel Foren. Darknet-Nutzer können solche Daten konsumieren ohne Angst vor Zensur zu haben, da diese im Darknet keine Anwendung findet. So wie das Darknet ursprünglich für die sichere Kommunikation des amerikanischen Militärs entwickelt wurde, wird es heutzutage - nicht mehr auf das Militär eingeschränkt - zum gleichen Zweck eingesetzt. Hierbei wird eine Vielfalt an attraktiven Kommunikationskanälen angeboten, welche die uneingeschränkte Konversation erst möglich machen. Solche Grenzenlosigkeit kann jedoch sehr schnell zu starken Änderungen in der Verhaltensweise beider Gesprächspartner führen. Versteckt hinter dem Gefühl unbeschränkter Anonymität können im Darknet die persönlichen Grenzen aufgebrochen werden und das Verhalten der Anwender dieses Netzwerks ändert sich. Nichtsdestotrotz bringen die Kontaktaufnahme und das Kennenlernen anderer Nutzer zahlreiche interessante Erfahrungen mit sich, der Aufenthalt im Darknet stellt ein attraktives, überwältigendes Erlebnis dar.
