658 Allgemeines Management
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Um den Wettbewerbsvorteil eines technologischen Unternehmens nachhaltig zu steigern bzw. zu schützen ist es essentiell, über technologische Entwicklungen im Bilde zu sein um auf diese frühzeitig reagieren zu können. Aus dieser Motivation heraus werden für die TDK Electronics Group entsprechende Maßnahmen gesetzt, um diesen Wettbewerbsvorteil weiterhin zu verstärken. Die TDK Electronics Group agiert international im schnelllebigen Bereich der elektronischen Bauteile und Systeme. Der Bedarf sowie die Anforderungen an diese Art von Produkten steigen stetig und werden besonders stark von technologischen Entwicklungen geprägt. Dadurch ist die rechtzeitige Identizierung und Interpretation von technologischen Diskontinuitäten essentiell, um keine Zeit in Vergleich zu Wettbewerbern zu verlieren. Ein Technologiefrüherkennungsprozess soll helfen, frühzeitig auf neue Technologien aufmerksam zu werden, um die Chancen dieser nutzen zu können sowie die Gefahr von Wettbewerbern überholt zu werden zu minimieren. Der Technologiefrüherkennungsprozess besteht aus einem Prozessmodell, das mit ausgewählten Methoden ausgestattet ist, um die Anforderungen des Unternehmens bestmöglich erreichen zu können. Dieser Prozess soll helfen, eine negative Erfolgsniveau-Risikobereitschafts-Korrelation innerhalb des Unternehmens zu vermeiden sowie einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu sichern.
Die gesamte Automobilindustrie befindet sich aktuell in einem tiefgreifenden Wandel, dementsprechend schwierig ist es auch für die Zulieferer dieser Industrie, sich adäquate und langfristige Strategien zurechtzulegen. Der Umstand einer hohen Marktdynamik, gepaart mit den immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen und einem immanenten Kostendruck, erfordern von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilzulieferindustrie eine entsprechende Weitsicht und Agilität in der Produktentwicklung. Denn erst durch den Einsatz der richtigen Technologien können letztendlich die richtigen und somit gewinnbringenden Produkte entwickelt werden. Werden in der frühen Phase des Innovationsprozesses Fehlentscheidungen getroffen, so wirkt sich dies oft nicht nur gravierend auf den wirtschaftlichen Erfolg einer Unternehmung aus, sondern im schlimmsten Fall auf ihren generellen Fortbestand. Die vorliegende Masterarbeit setzt sich mit der frühen Phase des Innovationsprozesses in Form des Technologiemanagements auseinander, wobei ein generisches Vorgehensmodell für kleine und mittlere Unternehmen aus der Automobilzulieferindustrie zur Beurteilung von Produkt- und Prozesstechnologien entwickelt wird. Im Sinne der Effizienz wird dieses Vorgehensmodell so konzipiert, dass die Anforderungen der betroffenen Unternehmensart erfüllt werden. Das so entwickelte Vorgehensmodell wird in weiterer Folge am Beispiel der Firma VENTREX Automotive GmbH zum Einsatz gebracht. Dabei wird das generische Vorgehensmodell, unter Berücksichtigung von unternehmensrelevanten Aspekten, in ein firmenspezifisches Vorgehensmodell transferiert und an der Produkttechnologie der Wasserstoffversorgungstechnologie und der Prozesstechnologie des Kunststoff-Drehens angewandt. Damit wird zum einen die Validierung der im Vorgehensmodell befindlichen Werkzeuge in der Unternehmenspraxis, und zum anderen die Ableitung einer konkreten Handlungsempfehlung über den weiteren Umgang mit der jeweiligen Technologie für die Firma VENTREX Automotive GmbH verfolgt. Durch den Einsatz des firmenspezifischen Vorgehensmodells konnte gezeigt werden, dass aufgrund der hohen firmeninternen Technologiebereitschaft für die Wasserstoffversorgungstechnologie eine nachfolgende detaillierte wirtschaftliche und marktorientierte Betrachtung der Produkttechnologie empfehlenswert ist. Ein ähnliches Bild zeichnete sich für die Prozesstechnologie ab. Auch hier wird aufgrund der Anwendung des Vorgehensmodells empfohlen, eine anschließende wirtschaftliche Betrachtung und Potenzialerhebung durchzuführen.
