ja
Refine
Year of publication
Document Type
- Master's Thesis (1215)
- Working Paper (58)
- Part of a Book (6)
- Article (4)
- Book (1)
- Conference Proceeding (1)
Keywords
- Hochschullehre (56)
- Didaktik (55)
- Geschäftsmodell (54)
- Digitalisierung (53)
- Vertrieb (44)
- Künstliche Intelligenz (42)
- Personalwesen (29)
- Online-Marketing (26)
- Führung (24)
- Social Media (23)
Institute
- Informationstechnologien & Wirtschaftsinformatik (237)
- Automatisierungstechnik-Wirtschaft (214)
- Innovationsmanagement (199)
- Rechnungswesen & Controlling (165)
- Digital Marketing Management (110)
- Sales Management (106)
- International Marketing (64)
- Unternehmensmanagement (52)
- Financial Accounting (35)
- Software Engineering Leadership (24)
Eine zuverlässige Zustandsüberwachung ist eine wichtige Voraussetzung für die vorausschauende Instandhaltung in industriellen Fertigungsumgebungen, doch viele Maschinenkomponenten werden nach wie vor ohne kontinuierliche Überwachung betrieben. Diese Lücke ist besonders relevant für Komponenten von Schaumdosieraggregaten, bei denen unerwartete Ausfälle die Produktion stören und eine systematische Wartungsplanung behindern können. Diese Arbeit befasst sich mit diesen Mängeln, indem sie eine durchgängige Zustandsüberwachungskette entwickelt und validiert, die Vibrationssignale zusammen mit Prozessdaten wie Druck und Temperatur erfasst, diese auf einem Edge-Gerät vorverarbeitet und für eine skalierbare cloudbasierte Analyse vorbereitet. Die Architektur integriert IEPE-Vibrationssensoren mit der strukturierten Erfassung digitaler und analoger Maschinendaten. Alle Signale werden über ein spezielles SPS-Modul zur Zustandsüberwachung erfasst, wodurch eine deterministische Vorverarbeitung, einheitliche Zeitstempel und synchronisierte Datenflüsse gewährleistet sind. Ein zentraler Beitrag ist ein modularer, einsatzunabhängiger Daten Konnektor, der REST- und MQTT-Kommunikation unterstützt und automatisch Asset- und Mapping-Identifikatoren verwaltet, wodurch eine flexible Integration in heterogene industrielle Umgebungen ermöglicht wird. Um eine systematische Bewertung unabhängig von Produktionsbeschränkungen zu ermöglichen, werden synthetische Datensätze generiert, die realistisches Betriebsverhalten, allmähliche Verschlechterungsverläufe und definierte Ausfallmerkmale nachbilden. Ein interaktives Dashboard unterstützt die Zeitreihenprüfung, die Schwellenwertkonfiguration und die automatisierte Ereigniserkennung vor Ort, während die IoT-Cloud-Plattform Senseye eine skalierbare Zeitreihenaufnahme, ein strukturiertes Anlagenmanagement und eine zentralisierte Bewertung von Zustandsentwicklungen ermöglicht. Die Ergebnisse zeigen, dass der Prototyp heterogene Zustandsüberwachungsdaten zuverlässig erfasst, synchronisiert und überträgt und so eine kohärente Informationsebene schafft, die für diagnostische Bewertungen und zukünftige Vorhersagemodelle geeignet ist. Die Architektur bildet eine technische Grundlage für die Implementierung von Zustandsbewertungen auf Komponentenebene und für die Bewertung der Kompromisse zwischen Edge- und Cloud-Computing. Insgesamt liefert die Arbeit einen übertragbaren und skalierbaren Entwurf für Unternehmen, die den Übergang von reaktiver Wartung zu datengestütztem Reliability Engineering anstreben.
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Anforderungen an ein integriertes Condition- und Energiemonitoringsystem und entwickelt auf dieser Basis eine Dashboard-Konzeption für die Cloud-Plattform des Systems ECO Adapt. Ausgehend von einer Analyse der theoretischen Grundlagen werden die Prinzipien von Condition Monitoring und Energy Monitoring dargestellt und im Kontext moderner industrieller Anwendungen erläutert. Aufbauend darauf erfolgt eine systematische Anforderungsanalyse, die sowohl technische als auch organisatorische und nutzerbezogene Aspekte berücksichtigt. Im praktischen Teil der Arbeit wird das System erstmals in Betrieb genommen und an mehreren exemplarischen Anlagen eingesetzt. Dazu gehören Laboruntersuchungen, eine vorgeschädigte Pumpenanlage, eine unauffällige Walzenanlage sowie ein Kompressorsystem für die energetische Bewertung. Die Daten aus den Leistungsaufnahmen werden anschließend in der Cloud visualisiert und bilden die Grundlage für die Bewertung der Systemfunktionalität. Die Analyse zeigt, dass ECO Adapt in der Lage ist, verlässliche Zustands- und Energiedaten zu erfassen und diese strukturiert darzustellen. Die entwickelte Dashboard-Konzeption berücksichtigt unterschiedliche Nutzergruppen und ermöglicht eine klare Trennung sowie Integration von Zustands- und Energiedaten. Die Arbeit verdeutlicht, dass die kombinierte Betrachtung von Condition- und Energiemonitoring erhebliche Potenziale für die Optimierung industrieller Prozesse bietet. Abschließend werden mögliche Weiterentwicklungen des Systems, insbesondere hinsichtlich automatisierter Diagnosefunktionen, KI-gestützter Prognosen und erweiterter Visualisierungsmöglichkeiten, diskutiert.
Die Transformation des Energiesektors ist essenziell für Österreichs Ziel, bis zum Jahr 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien erfordert einen zusätzlichen Lastenausgleich zwischen Stromverbrauch und -erzeugung, wobei Energiespeicherung, insbesondere thermische Speicherung, ein zentrales Element darstellt. Der Aquifer Thermal Energy Storage (ATES) gewinnt als Technologie zur saisonalen Speicherung großer Wärmemengen zunehmend an Bedeutung, ist jedoch in Österreich noch nicht technologisch oder markttechnisch etabliert. Diese Arbeit untersucht die Grundlagen der thermischen Energiespeicherung und der ATES-Technologie mit Schwerpunkt auf ihrer Integration in Fernwärmenetze. Sie bewertet das Potenzial von ATES in einem konkreten Anwendungsfall, anhand des Projektes ATESREF, welches die Implementierung einer solchen Speicherlösung im Raum Fürstenfeld untersucht, unter Verwendung der Modellierungssprache Modelica und der Simulationsumgebung Dymola. Die Arbeit umfasst die Erstellung eines Basismodells des Fernwärmenetzes mit integriertem ATES. Die übergeordneten Ziele des Projektes sind die Bewertung der Machbarkeit der ATES‑Integration, die Ermittlung optimaler Betriebsstrategien sowie die Bewertung der Auswirkungen auf die Effizienz und Nachhaltigkeit des Netzes. Die Ergebnisse der Simulation liefern Erkenntnisse über das thermische Verhalten des ATES-Systems und tragen zur Wissensbasis für den Einsatz von ATES bei, während sie gleichzeitig entscheidende Informationen für Entscheidungen über dessen Rolle in nachhaltigen Energiesystemen liefern und damit die Grundlage für die Erreichung der Ziele des Projektes darstellen.
Der Kooperationspartner erstellt regelmäßig Bewertungsgutachten in denen der Wert eines Unternehmens festgestellt wird. Verwendet man dabei eine DCF-Methode, ist es notwendig einen Diskontierungszinssatz zu ermitteln. Für die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes wird auf das CAPM zurückgegriffen. Die Ermittlung des Eigenkapitalzinssatzes folgt der Annahme des CAPM, dass Investor*innen ihr Kapital anstelle des Unternehmens in ein Alternativinvestment investieren. Dieses ist gemäß den Prämissen der Portfoliotheorie von Markowitz bzw. des CAPM ein möglichst breiter Aktienindex. In der Literatur herrscht Uneinigkeit darüber, ob das Alternativinvestment durch einen nationalen, europäischen oder weltweiten Index repräsentiert werden soll. Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, welcher Index für den vorliegenden Fall heranzuziehen ist, und zeigt die Relevanz bzw. Auswirkung der Indexwahl auf den Unternehmenswert. Innerhalb dieser Arbeit wurden Kriterien für die Indexwahl entwickelt. Diese Kriterien sind die Diversifikation, die Rendite, die Volatilität und das Risiko-Rendite-Verhältnis. Als mögliche Referenzindizes wurden 4 Indizes herangezogen: Der ATX als nationaler Index, der EURO STOXX als europäischer Index mit Titeln, die ausschließlich in Euro notieren, der STOXX EUROPE 600 als gesamteuropäischer Index und der MSCI World als weltweiter Index. Es zeigte sich, dass der MSCI World nicht nur jener Index mit der höchsten Diversifikation ist, sondern auch jener Index mit der höchsten Rendite bei gleichzeitig dem geringsten Risiko ist. Die Heranziehung des ATX als Referenzindex führte im vorliegenden Fall zu einem niedrigeren Diskontierungszinssatz. Das ist zurückzuführen auf die geringere Marktrendite und den geringeren Betafaktor. Bei Heranziehung des MSCI World ist der Unternehmenswert um 40 % geringer als beim ATX. Die Heranziehung des ATX als Referenzindex führt zur Gefahr einer Überbewertung des Unternehmens. Da der MSCI World in allen Kriterien die besten Werte aufweist, wurde die Empfehlung ausgesprochen den MSCI World als Referenzindex heranzuziehen. Für die Beurteilung der Fragestellung wurde in dieser Arbeit zuerst eine Literaturrecherche als Methode verwendet. Im weiteren Verlauf wurden statistische Methoden zur Kennzahlenberech-nung als Methode verwendet. Für die Bewertung wurde die WACC-Methode verwendet. Die Frage, welcher Referenzindex für Unternehmensbewertungen herangezogen werden sollte, ist sehr aktuell. Es ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft viele Experten sich in Zeitschriften zu diesem Thema äußern werden. Aufgrund der enormen Auswirkung der Wahl des geeigneten Referenzindex ist anzunehmen, dass diese Entscheidung von Bewerter*innen in Zukunft mit sehr viel Bedacht getroffen wird.
Entwicklung und Evaluierung eines intelligenten Edge-Routers auf Basis eines Einplatinencomputers
(2026)
Diese Masterarbeit dokumentiert die Entwicklung eines intelligenten Multi-WAN-Routers auf Basis eines Einplatinencomputers. Ziel ist die Realisierung eines Heimrouters, der mehrere Internetzugänge parallel nutzen und gleichzeitig zentrale Netzwerkdienste bereitstellen kann. Die Motivation liegt in der effizienteren Nutzung vorhandener Ressourcen sowie in der Steigerung von Datendurchsatz und Ausfallsicherheit durch die Kombination verschiedener Internetverbindungen. Im praktischen Teil werden geeignete Hard- und Softwarekomponenten ausgewählt. Als Hardware kommt ein Banana Pi R4 zum Einsatz, auf dem mit dem Betriebssystem OpenWrt ein Load-Balancing über drei Internetzugänge unterschiedlicher Medientypen konfiguriert wurde. Zur Verbesserung der Verteilungsqualität wird im weiteren Verlauf auf OpenMPTCProuter umgestellt, dass eine paketgenaue Lastverteilung ermöglicht. Anschließend wird das System um zusätzliche Netzwerkfunktionen erweitert, darunter VLAN-, VPN-, DMZ und NAS-Funktionalitäten. Durch den Einsatz von OpenMPTCProuter konnte eine Bündelung der Internetzugänge mit einer Effizienz von über 90 % erreicht werden. Abschließend erfolgt eine Bewertung des entwickelten Systems sowie ein Vergleich mit marktüblichen Alternativen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Eigenentwicklung zwar einen hohen Zeitaufwand erfordert, jedoch eine präzise Anpassung an individuelle Anforderungen ermöglicht. Zudem erlaubt die hohe Vielfalt der verfügbaren Schnittstellen, unterschiedliche Zugangstechnologien zu kombinieren und das Heimnetzwerk um zusätzliche Funktionen zu erweitern, ohne das Netzwerk groß umzubauen.
Die autonome Robotik in der Forsttechnik stellt aufgrund des unwegsamen Terrains und der dynamischen Umweltbedingungen hohe Anforderungen an die eingesetzten Sensoren. Standardmethoden wie Light Detection and Ranging (LiDAR), Kameras oder Ultraschallsensoren stoßen insbesondere bei dichtem Unterbewuchs an ihre Grenzen, da diese Hindernisse oft schwer zu detektieren sind. Eine zuverlässige Navigation unter diesen Bedingungen erfordert daher alternative Sensoransätze, die robust und kosteneffizient sind. In dieser Arbeit soll ein kraftsensitives Stoßstangensystem für den mobilen Roboter AgileX Scout entwickelt und getestet werden. Dieses Stoßstangensystem dient als taktiler Sensor, der durch Widerstandsmessung erkennt, ob der Roboter sicher weiterfahren kann oder seine Route anpassen muss. Das entwickelte System soll langfristig ein Bestandteil einer umfassenden autonomen Lösung für die Forstinventur sein. Ein zentrales Ziel ist es, mit dem entwickelten System ein Teilgebiet des Lehrforsts der BOKU autonom zu scannen und daraus einen digitalen Zwilling des Waldstücks zu erstellen. Dabei soll untersucht werden, wie effektiv die kraftsensorbasierte Navigation zur Erfassung forstlicher Bestandsdaten eingesetzt werden kann. Diese Masterarbeit liefert ein funktionsfähiges Konzept für ein kraftsensitives Stoßstangensystem, das eine robuste Navigation autonomer Forstroboter in schwierigem Gelände ermöglicht. Durch die Umsetzung im Lehrforst der BOKU soll gezeigt werden, dass sich die entwickelte Technologie zur autonomen Erfassung von Forststrukturen eignet. Die Forschungsergebnisse sollen die Grundlage für weiterführende Studien zur taktilen Wahrnehmung in der Forstrobotik schaffen und neue Ansätze für kosteneffiziente Sensorik in unstrukturierten Umgebungen liefern.
Laufroboter gewinnen in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen zunehmend an Relevanz. Dabei hängt ihre Einsatzfähigkeit maßgeblich von der Stabilität und Anpassungsfähigkeit ihrer Gangarten ab. Herkömmliche Regelungsstrategien sind jedoch nur begrenzt anpassungsfähig und stoßen in realen Umgebungen rasch an ihre Grenzen. Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines Simulationsmodells für einen Laufroboter. Dieses Modell soll die Bewegungsabläufe, Kraftwirkungen und Dynamik des Roboters realitätsnah abbilden. Mithilfe dieses Modells soll ein selbstlernender Regler trainiert werden, der die Beinbewegung des Roboters steuert. Dazu wird zunächst ein Teilmodell eines einzelnen Beins erstellt, um ein Gangmuster zu generieren. Daraufhin wird die Gangart des Modells mit einer klassisch berechneten Bewegungsbahn verglichen. Die Bewertung anhand der Bewegungsbahnen des Fußes zeigt, dass der Regler ohne vorgegebenes Gangschema realitätsnahe Bewegungen erzeugen, und auf veränderte Bedingungen eingehen kann. Dies bildet die Grundlage für die Übertragung und Erweiterung des Modells auf echte Laufroboter, die sowohl kommerziell als auch für Bildungs- und Forschungszwecke genutzt werden können.
Diese Masterarbeit behandelt die Modernisierung bestehender Plasmabrennschneidanlagen durch die Entwicklung eines leichteren Portalrahmens zur Steigerung der Leistungsfähigkeit. Viele dieser Anlagen sind seit Jahren im Einsatz und aufgrund ihrer hohen Eigenmasse in Beschleunigung und Schneidgeschwindigkeit begrenzt, was zu erhöhten Prozesszeiten und Betriebskosten führt. Ziel ist es, die Effizienz der Anlage durch eine Reduktion der bewegten Masse und damit eine höhere Beschleunigungsfähigkeit zu erreichen. Dazu werden verschiedene Materialvarianten – Stahl, Aluminium und kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff – hinsichtlich Steifigkeit, Gewicht, Herstellkosten und Umsetzbarkeit verglichen. Auf Basis dieser Bewertung wurde ein Prototyp aus Stahl gefertigt und experimentell untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Erhöhung der Beschleunigung von 4,9 m/s2 (0,5 G) auf 29,43 m/s2 (3 G) die Prozesszeiten deutlich reduziert. Der wirtschaftliche Nutzen hängt jedoch stark vom Schneidverfahren und der Anlagenauslastung ab. Während beim Plasmaschneiden nur geringe Einsparungen erzielt werden, zeigen Laserschneidanlagen ein höheres Potenzial, Grund dafür sind die deutlich höheren Schnittgeschwindigkeiten bei geringen Blechstärken. Insgesamt bestätigt die Arbeit, dass eine gezielte Gewichtsreduktion die Dynamik und Effizienz bestehender Systeme signifikant verbessert und eine Grundlage für die Weiterentwicklung moderner Portalstrukturen bildet.
Die Intralogistik in einem innerbetrieblichen Warenlager besteht aus vielen unterschiedlichen, komplexen Prozessen, welche aufeinander abgestimmt werden müssen, um eine rasche und effiziente Bereitstellung der zugrundeliegenden Aufträge zu gewährleisten. Dafür müssen Kennzahlen in einem Warenlager kontinuierlich überwacht, gesteuert sowie gegebenenfalls an neue Anforderungen und Abläufe angepasst werden, um den Wettbewerbsvorteil am Markt sicherzustellen. Hierfür ist vor allem auch die eingesetzte Software verantwortlich, die den Material- sowie Informationsfluss in einem Warenlager steuert. Auch essenzielle Geschäftsprozesse werden in dieser Software abgebildet. Im stetigen Wandel von neuen Anforderungen, Einflüssen sowie einer kontinuierlichen Anpassung der Software verliert diese jedoch im Laufe der Zeit an Effektivität und an Effizienz. Diese Aspekte stehen in direktem Zusammenhang zur Alterung der bestehenden Softwaresysteme, die für viele Logistikinhaber eine große Herausforderung darstellen. Diese Problematik wirkt sich auf die Wartbarkeit, Erweiterbarkeit aber auch auf die Ausfallsicherheit aus. Schließlich kann daher ein funktionsfähiges Warenlager nicht mehr garantiert werden, wodurch auch die dort anfallenden Kosten kontinuierlich steigen. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Entscheidung im Hinblick auf eine Modernisierung unabkömmlich. Für eine Modernisierung der innerbetrieblichen Steuerungssoftware sind heute jedoch unterschiedliche Ansätze denkbar. Welcher davon im Hinblick auf betriebswirtschaftliche sowie logistische Kennzahlen am besten geeignet ist, soll im Zuge dieser Masterarbeit erörtert werden.
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Analyse der kritischsten Komponente einer Baugruppe, die für den Betrieb der Anlagen des Unternehmens EVG unverzichtbar ist. Anhand dieser Untersuchung sollen Indikatoren für die Implementierung einer präventiv vorausschauenden Instandhaltungsstrategie ermittelt werden. Der Schwerpunkt liegt einerseits in der Auswahl geeigneter Hardware und andererseits in der Datenanalyse und Anomalieerkennung der erfassten Messdaten. An einer Anlage des Unternehmens EVG wird ein Versuchsaufbau realisiert, um diese Messdaten auf Basis definierter Fahrtmodelle zu erheben und mithilfe statistischer und physikalischer Berechnungen zu untersuchen. Diese Analyse ermöglicht es, jene Indikatoren zu identifizieren, die für die Kategorisierung und Auslösung spezifischer Instandhaltungsmaßnahmen maßgeblich sind. Auf dieser Grundlage können die entsprechenden Tätigkeiten gezielt und vorrausschauend geplant werden, was die Effizienz und Terminbarkeit der In-standhaltungsmaßnahmen verbessern.
