Innovationsmanagement
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Innovative Geschäftsmodelle
(2020)
Eine steigende Anzahl an neu definierten Geschäftsmodellen haben einen starken Bezug zur Digitalisierung. Um ein Geschäftsmodell vor der Realisierung prüfen zu können, werden verschiedene Vorgehensmodelle angewandt. Jedoch gibt es kein adäquates Vorgehensmodell, welches auf die besonderen Herausforderungen bezüglich eines Digitalisierungsschwerpunktes eingeht. Die vorliegende Masterarbeit erarbeitet eine Lösung auf die Forschungsfrage: Wie können digitale Geschäftsmodelle definiert werden, welche den Fokus auf Multi-sided Platforms und Wearable Screens setzen. Die Antwort liefert ein erarbeitetes Vorgehensmodell, welches anhand der beiden Schwerpunkte angewandt und bestätigt wurde. Das erarbeitete Vorgehensmodell beinhaltet verschiedene Module, welche sich in drei Schwerpunkte zusammenfassen lassen. Der erste Schwerpunkt betrifft das Problem, welches im Zuge einer Erarbeitung eines neuen, digitalen Geschäftsmodelles als Ausgangspunkt vorliegt. Im zweiten Schwerpunkt - der Planung - werden verschiedene Tools, wie zum Beispiel das Business Model Canvas zur Formulierung des Geschäftsmodelles eingesetzt. Im dritten Schwerpunkt des Vorgehensmodells - der Lösung - wird auf die Themen des Prototyps und der Umsetzung des Geschäftsmodells eingegangen. Anhand dieser drei Oberkategorien wurden Module zusammengesetzt, welche nicht nur den Anspruch einer Unterstützung vor der Realisierung des neuen Geschäftsmodells haben, sondern auch bei bestehenden Geschäftsmodellen angewendet werden können. Dabei entspricht die Anwendung des Vorgehensmodelles sowohl den Anforderungen von Start-ups, welche einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit darstellen, als auch den Anforderungen bereits etablierter Unternehmen, welche ihr Produkt- oder Dienstleistungsportfolio erweitern wollen. Da jedes einzelne Modul eigene Ergebnisse generiert, kann das Vorgehensmodell auch zur permanenten Begleitung eingeführter Geschäftsmodelle eingesetzt werden. Der Schwerpunkt der Multi-sided Platforms wurde gewählt, da die Zahl der Geschäftsmodelle in diesem Sektor steigen wird, jedoch für diese speziellen Fälle kein optimales Vorgehensmodell existiert. Eine Marktanalyse wurde erarbeitet, weiters wurden potenzielle Sektoren und Branchen aufgrund von Trends und eingehender Recherche identifiziert. Der zweite Schwerpunkt der Wearable Screens, welcher vergleichsweise mit Multi-sided Platforms noch am Anfang der Entwicklungen steht, wurde gewählt, um einen weiteren Bezug zur Digitalisierung herzustellen. Hier wurden ebenfalls Marktanalysen durchgeführt, um potenzielle Einsatzfelder herauszuarbeiten. Die erarbeiteten Ergebnisse des Theorieteils in Bezug auf das Vorgehensmodell, der Multi-sided Platforms und der Wearable Screens wurden anschließend im Praxisteil in Form von Experteninterviews evaluiert. Abschließende Handlungsempfehlungen konnten nach der Konvergenz des Theorieteils und des Praxisteils abgeleitet und formuliert werden.
Die Anton Paar GmbH ist seit vielen Jahren in der Getränkeindustrie und der Petroleumindustrie vertreten. Um sich in der Petroleumindustrie weiterzuentwickeln und sich Marktanteile zu sichern, bietet der Einsatz der FTIR-Technologie vielversprechende Möglichkeiten. Durch die Analyse der Petroleumindustrie sowie der Messtechnikbranche wurden Erkenntnisse für das Vorgehensmodell zur Entwicklung von Geschäftsmodellen erarbeitet. Des Weiteren wurde eine PESTEL-Trend-Analyse durchgeführt, um mehrere Einflussfaktoren für die Geschäftsmodelle zu eruieren. Um möglichst unterschiedliche Ergebnisse zu erarbeiten, wurden ebenfalls die 55 Musterkarten von Gassmann in das Vorgehensmodell mit eingearbeitet. Das Ergebnis des Vorgehensmodells für die Geschäftsmodellentwicklung sind drei unterschiedliche Geschäftsmodelle, welche jeweils einen anderen Fokus aufweisen. Diese Geschäftsmodelle wurden des Weiteren mittels eines Blue-Ocean-Strategy-Canvas, der PESTEL-Trend-Analyse sowie mit dem bisherigen Geschäftsmodell der Anton Paar GmbH in der Petroleumindustrie abgeglichen. Dadurch konnte eine Reihung der Geschäftsmodelle erstellt und somit eine Empfehlung für Anton Paar GmbH formuliert werden. Aus den Ergebnissen kann abgeleitet werden, dass die verwendeten Ansätze ebenfalls in anderen Industrien Möglichkeiten zur Verwendung bieten. Zudem hat sich in allen drei Geschäftsmodellen herauskristallisiert, dass der Fokus auch auf der Datenanalyse liegen sollte, nicht nur auf der Datengenerierung mittels Messinstrumente für den Kunden.
Durch zahlreiche neue technologische Entwicklungen, vor allem in der Informationstechnik, zeichnet sich seit einigen Jahren eine starke Veränderung der Wirtschaft ab. Neue datengetriebene Geschäftsmodelle verändern Märkte und Branchen und lösen so klassische Geschäftsmodelle ab. Es findet eine sogenannte Digitale Transformation statt, in der Unternehmen ihre aktuellen Handlungsfelder und Tätigkeiten hinterfragen und diese auf neue, digitale Anforderungen ausrichten müssen. Steirische Unternehmen weisen gerade in diesem Bereich noch ein hohes Verbesserungspotential auf und benötigen Unterstützung, um die Digitale Transformation erfolgreich umsetzen zu können. Inspiriert vom digitalen Potential für den Wirtschaftsstandort Steiermark und durch die Beschäftigung der Autorin bei der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH. SFG wird im Zuge dieser Masterarbeit ein konkretes Unterstützungsinstrument zur nachhaltigen Digitalisierung von Geschäftsmodellen entwickelt. Die Masterarbeit gliedert sich in zwei Teile. In der theoretischen Literaturrecherche werden die Themenfelder Wirtschaftsstandort Steiermark, Digitalisierung und Digitale Transformation sowie digitale Geschäftsmodelle und Reifegradmethoden im Detail betrachtet. Das Zwischenergebnis ist ein theoretisches Reifegradmodell, welches im Zuge des empirischen Teils der Arbeit mittels Experteninterviews validiert wird. Das validierte Reifegradmodell in Version 2 stellt das Ergebnis der Arbeit dar und führt die Erkenntnisse aus Theorie und Praxis zusammen. Abgerundet wird die Arbeit durch das Aufzeigen möglicher Einsatzfelder des Reifegradmodells sowie durch konkrete Handlungsempfehlungen für die SFG.
Digital sports
(2020)
Digitale und gesellschaftliche Einflüsse zwingen Unternehmen dazu, ihre Geschäftsmodelle radikal und schnell zu verändern. Statt einer statischen Einstellung und einer dauerhaften Lösung für Wachstum und Erfolg, müssen Unternehmen agil, schnell und flexibel agieren. Was früher funktioniert hat, entpuppt sich unpassend für die Zukunft. In den Fokus der Geschäftsentwicklung rücken Kundenprobleme, Kundenbedürfnisse und Wertangebote. Durch neue Geschäftsmodelle oder der Weiterentwicklung der bestehenden, treten neue Wettbewerber auf den Märkten auf, sie bewegen sich auf einmal in Bereichen in denen sie vorher nicht tätig waren und fordern somit andere Unternehmen sich ebenfalls dem Wandel der Zeit hinzugeben und sich weiterzuentwickeln. Vorreiter sind hier zum Beispiel Amazon und Ebay, die auf einmal den stationären Handel unter Druck gesetzt haben und sich in den verschiedensten Bereichen als Kaufanlaufstelle für Kunden etabliert haben. Das Hervorbringen von neuen Geschäftsmodellen oder GeschäftsmodellInnovationen sind im Zuge des digitalen Wandels eine Grundvoraussetzung für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg und die Wettbewerbsfähigkeit.1 Was biete ich meinem Kunden? Welchen Nutzen zieht er daraus, den er vom Wettbewerb nicht bekommt? Wie kann ich dadurch langfristig überleben und vor allem wie schnell kann ich auf mögliche zukünftige Veränderungen reagieren, ohne das gesamte Geschäftsmodell zu verändern? Vor diesen Fragen stehen viele Unternehmen zurzeit und diese gilt es anhand der nachstehenden Arbeit zu beantworten. Auch die Sportbranche ist von diesen Fragen betroffen und versucht sich im Zuge der Digitalisierung wettbewerbsfähig zu halten. Immer größer werdende Märkte und stärker werdende Konkurrenten zwingen auch kleine Unternehmen sich dem Wandel der Zeit anzupassen. Der große Vorteil, den die meisten Sportunternehmen mit sich bringen, sind zum einen die Emotionen und die Leidenschaft, die ihre Kunden auszeichnen, aber auch die Tatsache dass Produkte immer häufiger mit Sensoren ausgestattet werden und somit permanent Daten sammeln. Diese Daten können nicht nur dem Kunden viele Vorteile bringen, sondern verhelfen auch dem Unternehmen noch näher an den Kunden zu gelangen. Die Voraussetzungen für die Entwicklung eines, auf der Digitalisierung basierenden Geschäftsmodells und eine Möglichkeit wie man Sportunternehmen anhand von Datennutzung wettbewerbsfähig machen kann, bilden das Herzstück dieser Arbeit und führen letztendlich zu einer Praxiserprobung anhand eines österreichischen Sportunternehmens.
Das Kooperationsunternehmen Betterwin24 ist ein Startup in der stark wachsenden Sportwettenbranche. Sie treten dort aber nicht als klassischer Buchmacher auf, sondern möchten mit ihrer Dienstleistung rund um das Thema Sportwetten ein zuverlässiger Partner für Spieler sein. Mit ihrem Service möchten sie dem Spieler, egal ob Profi oder Neuling, Tipps und vor allem mehr Spaß am Wetten vermitteln. Für diesen Service gilt es, ein passendes Geschäftsmodell zu entwickeln. Um dieses Problem zu lösen, werden in der Theorie Geschäftsmodelle von Unternehmen aus der Sportwettenbranche und auch vergleichbare Dienstleistungen analysiert. Die Ergebnisse aus diesen Analysen waren potenzielle Geschäftsmodellbausteine für Betterwin24. Im Zuge des Praxisteils wurden diese Bausteine mittels Umfrage an potenziellen Kunden getestet und weitere Bausteine dadurch erarbeitet. In danach durchgeführten Workshops mit den Kooperationsunternehmen wurden aus den Bausteinen und den Informationen der Umfrage unterschiedliche Prototypen entwickelt. Diese wurden in einem weiteren Workshop bewertet und das geeignetste Geschäftsmodell im Detail für Betterwin24 ausgearbeitet.
Die Zukunft geht uns alle etwas an. Vor allem österreichische klein- und mittleren Unternehmen sehen sich dem Druck der immer weiter steigenden Effizienz aus verschiedensten Gründen ausgesetzt. Immer mehr solcher Unternehmen suchen Unterstützung bei Unternehmensberatungen mit dem Schwerpunkt Innovationen. Solche Beratungsunternehmen sollen neue Ideen bringen und bei der Umsetzung helfen. Um zu ermitteln, wie eine solche Innovationsberatung ihr Geschäftsmodell bis 2030 auszurichten hat, befasst sich diese Arbeit mit der Zielgruppe solcher Beratungsunternehmen, den österreichischen kleinund mittleren Unternehmen, und bringt diese mit Trends in Verbindung, wodurch daraus erfolgsversprechende Geschäftsmodellprototypen entstehen. Im theoretischen Teil dieser wissenschaftlichen Arbeit werden die österreichischen Klein- und Mittelunternehmen durchleuchtet. Ebenfalls werden Unternehmensberatungen und deren Arbeitsweise dargestellt, hier speziell auch Innovationsberatungen. Diese Erkenntnisse werden auch mit Trends aus der Literaturrecherche in Verbindung gebracht, damit am Ende des theoretischen Teils der Arbeit drei Geschäftsmodelloptionen dargestellt werden können, um damit auch die forschungsleitende Fragestellung zu beantworten. Da der Zeithorizont bis 2030 lang ist, sind die relevanten Trends ein wesentlicher Teil der Geschäftsmodelle, weshalb in der Geschäftsmodelldarstellung auch die dafür nötigen Schlüsseltrends adaptiert werden. Im praktischen Teil werden diese Geschäftsmodelloptionen, aber auch die Schlüsseltrends von Experten validiert, verbessert und für die Weiterarbeit selektiert. Dieser Prozess reduziert die drei Optionen auf zwei Geschäftsmodellprototypen, die im weiteren Verlauf verfeinert werden. Als Ergebnis wurde ein Geschäftsmodell ausgearbeitet, welches den Coaching-Ansatz in den Vordergrund stellt, damit die Innovationskultur des Unternehmens nachhaltig verbessert werden kann und das Unternehmen selbst befähigt ist, Innovationen voranzutreiben. Der zweite Prototyp sieht den Einsatz moderner digitaler Technologie vor, die in Verbindung mit Innovationexperten die Unternehmen durch den Innovationsspross begleiten. Der Zielmarkt der ausgearbeiteten Geschäftsmodelle ist auch Expertenmeinungen zufolge sehr konservativ und vorsichtig, weshalb das Vertrauen in die jeweilige Beratungsleistung enorm wichtig ist. Doch wenn das Zusammenspiel zwischen Innovationsberatung und Unternehmen stimmt, kann die Zukunft nachhaltig gesichert und neue Ideen umgesetzt werden.
Durch den konstanten Anstieg der Verkaufszahlen von batterieelektrischen Fahrzeugen stehen die europäischen Fahrzeughersteller vor vielen neuen Herausforderungen, wobei die primäre Problematik mit der beschränkten Lebensdauer der Traktionsbatterien einher geht. Diese Herausforderungen werden durch die zugehörigen Recycling-Direktiven verstärkt, wodurch sich ein noch neues Geschäftsfeld für verschiedene Recyclingtechnologien und Unternehmen ergibt. Dabei stellt das Recycling selbst einen wichtigen Aspekt des Rohstoffkreislaufs dar, da die Herstellung der Traktionsbatterien äußersten energieintensiv ist und die Rohstoffe dieser Batterien in nur sehr geringen Mengen in Europa vorhanden sind. Um diesen neuen Markt zu erschließen, bedarf es dabei eines umfangreichen Geschäftsmodells, welches in dieser Arbeit ermittelt wird. Dabei wird zuerst auf die theoretischen Aspekte der Recyclingtechnologieneingegangen und die Vor- und Nachteile der Herangehensweisen werden dargestellt. Daraufhin wird das Business Ecosystem mit den zugehörigen Elementen als Netzwerk für ein Recyclingunternehmen angewandt und zusätzlich dazu die ökonomischen und ökologischen Bewertungssysteme für die gebrauchten Traktionsbatterien in Bezug auf deren Recycling- sowie Second-Life-Einsatz aufgeschlüsselt. Diese technischen Aspekte werden daraufhin auf die möglichen Geschäftsmodelle referenziert, wobei das Betrachtungsfeld zuerst mittels der PESTEL-Analyse eingegrenzt wird und in weiterer Folge mit Hilfe des Lean-Canvas ein grober Entwurf eines Geschäftsmodells ermöglich wird. Der Entwurf wird in weiterer Folgedurch das Business Design aufgenommen und weiter ausgeführt, wodurch sich zum einen ein Vorgehensmodell für die Erstellung eines Geschäftsmodells ergibt und zum anderen zweierlei Archetypen von Geschäftsmodellen erstellt wurden. Um diese Archetypen auf ihre Einsatzmöglichkeit und auch möglichen Erfolg zu prüfen, wurden im ersten Schritt mittels Experteninterviews die Meinungen zu den möglichen Ausprägungen eingeholt und daraus weitere Erkenntnisse für das Geschäftsmodell gewonnen. Diese Erkenntnisse wurden daraufhin auch weiter ausgebaut mittels eines Experten-Workshops, wodurch sich aus der Kombination der Archetypen und der Ergebnisse aus den Interviews und dem Workshop ein konkretisiertes Geschäftsmodell ergeben hat. Dieses Geschäftsmodell wurde dann mit Hilfe des Business Designs und dessen Feldern dargestellt und sollte in weiterer Folge einen Rahmen für ein Recyclingunternehmen am DACH-Markt geben.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Geschäftsmodells zum Markteintritt einer KI-Software in der Health-Tech-Branche und wird im Rahmen des Fachhochschul-Masterstudiengangs Innovationsmanagement an der Fachhochschule Campus 02 eingereicht. Die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen gewinnt in der heutigen Zeit vermehrt an Bedeutung. Die Health-Tech-Branche stellt einen potenziellen Markt dar, da die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Medizin zu Kosteinsparungen führen kann. Die Vertify GmbH entwickelt eine KI-Software, die die Diagnose im Rahmen der Schwindelabklärung unterstützen kann, und dadurch kostenintensive und nicht direkt relevante Untersuchungen verhindern kann. Um die Technologie als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, gilt es ein entsprechendes Geschäftsmodell für den Markteintritt zu erstellen, das den Anforderungen der Branche entspricht und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz berücksichtigt. Im Zuge der theoretischen Auseinandersetzung werden unterschiedliche Methoden zur Entwicklung von Geschäftsmodellen erläutert. Für die Darstellung des Geschäftsmodells wird das Business Model Canvas herangezogen. Des Weiteren werden die Marktentwicklungen der Branche untersucht und Herausforderungen hinsichtlich des Einsatzes der Künstlichen Intelligenz in Unternehmen aufgezeigt. Darauf aufbauend werden KI-Geschäftsmodelle analysiert sowie relevante Geschäftsmodellmusterbestimmt. Die Ergebnisse des theoretischen Teils der Arbeit stellen zwei ideale Geschäftsmodellvarianten dar, die für die Markteinführung einer KI-Software in die Health-Tech-Branche geeignet sind. Die theoretischen Erkenntnisse sowie die Unternehmensbeschreibung der Vertify GmbH bilden die Grundlage für die Forschungsarbeit. Aus der empirischen Untersuchung geht hervor, dass die in der Theorie entwickelten Geschäftsmodelle nicht umgesetzt werden können. Es zeigt sich, dass die Branche Regulierungen des Gesundheitswesens unterliegt und durch politische Machthebel gekennzeichnet ist. Weiteres werden erhebliche Unterschiede zwischen den Wahlärztinnen und Wahlärzten, und Vertragsärztinnen und Vertragsärzten erkennbar. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit verdeutlichen, dass ein Markteintritt in Zusammenarbeit mit einer der drei österreichischen Krankenversicherungen keine Möglichkeit für ein junges Unternehmen darstellt. Aus diesem Grund wird ein Geschäftsmodell zum Eintritt in den Markt entwickelt, das Wahlärztinnen und Wahlärzte als Kundensegment versorgt. Um Kosteneinsparungen für das österreichische Gesundheitssystem zu erzielen, wird eine mögliche Erweiterung des Geschäftsmodells aufgezeigt. Die Geschäftsmodellerweiterung beinhaltet die Aufnahme der Software in den Leistungskatalog der Krankenversicherungen, um den gesamten Markt zu erschließen. Es gilt zu beachten, dass das Geschäftsmodell zum Markteintritt nicht die Privatmedizin im Gegensatz zur öffentlich finanzierten Medizin etablieren will. Das Medizinprodukt soll zu einer Verbesserung des gesamten Gesundheitssystems beitragen. Um dieses Ziel zu erreichen, und um die Krankenversicherungen von der KI-Software zu überzeugen, ist eine vorangegangene Markteinführung notwendig.
Oft entstehen innovative Geschäftsmodelle aus einer Notsituation heraus, bei der Unternehmen gezwungen sind, Veränderungen am bestehenden Geschäftsmodell vorzunehmen. Ein erfolgreiches Unternehmen sollte jedoch auch in wirtschaftlich erfolgreichen Zeiten über Verbesserungen oder eine Neugestaltung seines Geschäftsmodells nachdenken. Die Gründung des Tochterunternehmen Medizinalcannabis Vertriebs GmbH wurde genau aus diesem Grund fokussiert. Ein Unternehmen im Handel mit medizinischen Cannabisprodukten zu gründen und zu etablieren bringt viel Aufwand und einiges an Überlegung mit sich. Durch die starke gesetzliche Regulierung am Markt sind viele Rahmenbedingungen fix vorgegeben und müssen strikt befolgt werden. Somit ist das Innovationspotenzial für diese Branche in vielen Bereichen nicht möglich und in den wenigen anderen nur schwer identifizier- und umsetzbar. Im Rahmen dieser Arbeit wird ein Vorgehensmodell erarbeitet, welches Aufschluss über mögliche Differenzierungen und Potenziale am Markt geben soll, um es bei dem Unternehmen Medizinalcannabis Vertriebs GmbH anwenden zu können. Auch soll eine mögliche Marktetablierung in sämtlichen Segmenten der Cannabisbranche fokussiert werden, um die Reaktionsfähigkeit am Markt zu steigern. Der Theorieteil behandelt die Thematik von Geschäftsmodellen im Allgemeinen und erklärt Tools und Instrumente, welche bei der Entwicklung hilfreich sind. Das Ergebnis des theoretischen Teils bildet das Grundgerüst eines Vorgehensmodells. Durch den praktischen Teil, welcher die Durchführung von Experteninterviews beinhaltet, sollen die erarbeiteten Erkenntnisse bewiesen bzw. widerlegt werden und überprüft werden, ob sie auch in der Praxis eine Rolle spielen. Im Rahmen der Ergebnispräsentation der Experteninterviews werden die Kernaussagen der Gesprächspartner präsentiert und in einen Gesamtkontext gesetzt. Hier zeigt sich stark der Einfluss der gesetzlichen Regulatorien. Die Einarbeitung der Erkenntnisse führt zu einem endgültigen Vorgehensmodell, welches nun für die Branche im Handel mit medizinischen Cannabisprodukten anwendbar ist und einen Leitfaden geben soll, welcher Handlungsspielraum für Innovation vorhanden ist und wie sich daraus Potenzial und Erlös abschöpfen las-sen. Aufgrund des geringen Spielraumes durch gesetzliche Vorgaben, erfolgt die Potenzialidentifizierung hauptsächlich im Bereich des Werteangebotes und des starken Netzwerkes. Im Schlusskapitel wird das Vorgehensmodell mit den Erkenntnissen aus den Einzelinterviews angereichert und so für die Einführung und Anwendung in der Praxis vorbereitet.
Mechanical engineering is an essential pillar of the European economy. Manufacturers try to create a unique selling proposition especially through a high technical standard with which they can differentiate themselves from low-cost manufacturers. In order to achieve this high technical standard, detailed technical knowledge and skills were necessary in the past. Nowadays, this knowledge and skills are increasingly replaced by highly developed software applications and innovative manufacturing methods. Many specific mechanical engineering products that could previously only be produced by specialists are now pure commodities that can be produced by a large number of manufacturers. Due to increasing price pressure, especially from the Asian region, profit margins continue to decrease. This problem should be counteracted with the help of innovative business models.This master thesis deals with the design of a service-driven business model for products from the mechanical engineering sector. The goal is to keep the total capital expenditure related to the acquisition of equipment as low as possible for customers and to offer solutions with a service character for the customers' problems instead of mere tools to solve problems. In order to achieve this goal, the theoretical part of the thesis deals with business model theory in detail. This includes different businessmodel approaches and the effect of business model innovation on the long-term success of a company. In addition, internal and external motivators for service-driven growth are discussed and a portfolio for classifying services is described. The theoretical approaches are supplemented by best practice examples of service-driven business models from Rolls Royce and Heidelberger Druckmaschinen. A developed theoretical process model for the design of service-driven business models serves as the starting point for the practical part of the masters thesis. It consists of four phases, comprising identication of the initial situation, rationalization of the circumstances, detailed design of a service-driven businessmodel concept, and evaluation and verication of the designed concept. These four phases lead through the process of designing a service-driven business model concept. The developed process model is applied in the practical part of the master thesis using equipment from the ANDRITZ Separation product portfolio. The result is a service-driven business model concept called Equipment as a Service including corresponding recommendations for action. This should help to create a competitive advantage and to increase profit margins sustainably.
Seit Anbeginn des letzten Jahrzehnts sind Datensätze zum wichtigsten Gut der digitalen Weltherangewachsen. Die Wichtigkeit von digitalen Datensätzen als Analyse- und Entscheidungsgrundlagewurden in der Wirtschaft bereits erkannt, dennoch herrscht bei der Umsetzung von Maßnahmen zur unternehmerischen Wertsteigerung kein Konsens. Datensätze können hierbei als Basis genutzt werden, um völlig neuartige Geschäftsmodelle zu entwickeln oder interne Effizienzzuwächse zu erzielen. Nebeneinem fehlenden Verständnis welche Daten einem Unternehmen zur Verfügung stehen bleiben ohnehin oder nur durch wenig Aufwand generierten Datensätze oftmals ungenutzt. Aus diesem Grund setzt sich diese Arbeit das Ziel ein Vorgehensmodell zur Entwicklung datenbasierter Geschäftsmodelloptionen zu erarbeiten und zu validieren. Im theoretischen Teil der vorliegenden Arbeit werden einleitend die allgemeinen Grundlagen der zugrundeliegenden Kernthemenbereiche Geschäftsmodellentwicklung und Innovation näher erläutert. Daraufhin wird auf allgemeine Rahmenbedingungen im Umgang mit digitalen Datensätzen eingegangen. Bis dahin gesammelte Erkenntnisse, sowie eine Analyse in der Literatur bestehender Ansätze zur Entwicklung und Darstellung von Geschäftsmodellen, werden im letzten Abschnitt des fachtheoretischen Teils zusammengeführt. Identifizierte Anforderungen an das eigene Vorgehen und dessen Visualisierungskonzept bilden die Grundlage der Entwicklung. Anschließend werden die einzelnen Phasen des Vorgehensmodells ausführlich beschrieben und die benötigten Werkzeuge für eine Abarbeitung näher erläutert. Eine ausführliche Beschreibung der Red Bull Media House GmbH als Partnerunternehmen dieser Arbeit, sowie Details über Projektplanung und -vorbereitung leiten den Praxisteil der Arbeit ein. Die praktische Anwendung des entwickelten Vorgehensmodells wurde im Rahmen von onlinebasierten Workshops und qualitativen Interviews durchgeführt. Eine detaillierte Beschreibung der Rahmenbedingungen der einzelnen Phasen wird genauso geboten, wie eine Darstellung des erreichten Ergebnisses. Dies ermöglicht eine ganzheitliche Herleitung des Ergebnisses. Die Arbeit schließt mit der Adaption desentwickelten Vorgehensmodells, welches auf den erlangten Erkenntnissen der praktischen Anwendung basiert. Die Abarbeitung des Vorgehensmodells ergab zwei Geschäftsmodelloptionen im Zusammenhang mit der Verwendung von digitalen Datensätzen. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass durch die Anwendung des Vorgehensmodells sowohl Geschäftsmodellerweiterungen als auch eigenständige Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Demnach kann das erarbeitete und adaptierte Vorgehensmodell zur Entwicklung von datenbasierten Geschäftsmodellen für diesen allgemeinenspezifischen Zweck der datenbasierten Geschäftsmodellentwicklung empfohlen werden.
In Österreich und allgemein in Europa hat sich die die letzten Jahre vermehrt ein Trend zur Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Geschäftsleben abgezeichnet. Angespornt durch einzelne große Erfolge wie das österreichische Unternehmen Runtastic, welches um 220 Millionen Euro an den deutschen Sportartikelhersteller Adidas verkauft wurde, wagen sich immer mehr Menschen in die Selbstständigkeit. Viele dieser Unternehmer oder Startups, haben aber außer einer Geschäftsidee keinen wirklichen Plan, wie daraus ein erfolgreiches Geschäftsmodell entstehen soll. In dieser Masterarbeit soll der Weg von der Idee bis hin zu einem funktionierenden Geschäftsmodell beschrieben, und daraus ein allgemeingültiges Vorgehensmodell abgeleitet, werden. Im ersten Teil dieser Arbeit wird das Thema Startup an sich bearbeitet. Es werden die Unterschiede zu klassischen Unternehmen, die heutige Bedeutung in der Wirtschaft, sowie auch die typischen Phasen, die ein Startup durchläuft, und die Motivation hinter den Gründern, aufgearbeitet. Weiters werden die Begriffe Markt und Branche voneinander angegrenzt und die charakteristischen Merkmale positiv, wie auch negativ, von mittelständischen Unternehmen aufgezählt. Im zweiten Teil, dem Kern der theoretischen Abhandlung dieser Masterarbeit, werden durch Literaturrecherche die wichtigsten und gängigsten Methoden bzw. Werkzeuge zur Branchen- und Unternehmensumweltanalyse recherchiert, vorgestellt und erklärt. Zu jeder vorgestellten Methode wird ebenfalls ein Fazit des Autors gezogen. Als Ergänzung zu den Methoden, der Branchen und Wettbewerbsanalyse werden auch Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung erörtert. Hier wird speziell auf das „Business Modell Canvas“ mit „Value Propositions“ und dem „St. Galler Business Model Navigator“ eingegangen. Denn diese zählen zu den gängigsten Anwendungen. Als Abschluss des theoretischen Teils, wird aus den Erkenntnissen, die durch die Literaturrecherche gewonnen wurden, ein theoretisches Vorgehensmodell zur Geschäftsmodellentwicklung entwickelt. Es wird versucht ein leicht verständliches und vor allem, so weit möglich, branchenunabhängiges Modell zu entwickeln. Im praktischen Teil der Masterarbeit wird das im theoretischen Teil aufgestellte Vorgehensmodell auf praktische Anwendungsfähigkeit geprüft. Hierfür werden zuerst Experten aus dem Bereich Unternehmensberatung und Startup-Förderung befragt. Weiters wird das Vorgehensmodell auch Unternehmern und Jungunternehmern vorgelegt. Das Feedback dieser Experten wird anschließend in das Vorgehensmodell eingearbeitet um so, ein praxistaugliches Vorgehensmodell zur Geschäftsmodellentwicklung für Startups zu erhalten. Als nächsten Schritt, wird nun das Modell unter realen Bedingungen zur Anwendung gebracht. Hierfür wird ein Workshop mit einem jungen Unternehmen abgehalten, um das Modell Schritt für Schritt durchzugehen, um mögliche Lücken und Schwächen zu erkennen. Zum Abschluss dieser Masterarbeit wird noch ein Resümee gezogen, und ein möglicher Ausblick gegeben.
