85.10 Unternehmensplanung, Unternehmenskontrolle
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Eine effektive Unternehmenssteuerung setzt eine fundierte Planung, Überwachung und Analyse von Kennzahlen sowie eine entscheidungsrelevante Berichterstattung voraus. Die Tischlerei Edmund Strohmaier GmbH verfügt aktuell über kein Planungstool, wodurch eine effiziente Ressourcenverteilung und faktenbasierte Entscheidungsfindung erschwert werden. Darüber hinaus erfolgt weder eine kontinuierliche Analyse von Kennzahlen noch eine strukturierte Berichterstattung. Zielsetzung dieser Masterarbeit ist die Entwicklung von Controlling-Tools, bestehend aus einer integrierten Planungsrechnung, einem Kennzahlen-Cockpit und einem Management Report, um datenbasierte Entscheidungsprozesse zu unterstützen und eine Überwachung der Unternehmensperformance zu ermöglichen. Die Masterarbeit befasst sich mit der Identifikation der Anforderungen des Kooperationsunternehmens, der Konzeption einer integrierten Planungsrechnung, der Auswahl und Bewertung von Kennzahlen für das Kennzahlen-Cockpit, der Ableitung von Maßnahmen zur Verbesserung dieser Kennzahlen, der Analyse geeigneter Kennzahlensysteme sowie der Gestaltung eines Management Reports. Im Rahmen der Anforderungserhebung wurde festgestellt, dass Benutzerfreundlichkeit und Verständlichkeit für das Kooperationsunternehmen von großer Bedeutung sind. Ein weiteres Ergebnis stellt eine integrierte Planungsrechnung mit 11 operativen Teilplänen, einem Leistungsbudget, einem Finanzplan, einer Planbilanz und einem Soll-Ist-Vergleich dar. Diese wurde an die Anforderungen einer auftragsfertigenden Tischlerei angepasst. Die Auswahl der 14 Kennzahlen erfolgte anhand einer Literaturrecherche und zwei Nutzwertanalysen. Ergänzend wurden Optimierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Kennzahlen aus der Fachliteratur abgeleitet. Die Analyse bestehender Kennzahlensysteme ergab, dass das ROI-Kennzahlensystem aufgrund seiner Anwendbarkeit und Datenverfügbarkeit einen Mehrwert für das Unternehmen darstellt. Der Management Report kombiniert tabellarische und grafische Darstellungen mit einem Ampelsystem, um eine schnelle Interpretation der Abweichungen zu ermöglichen. Die Relevanz dieser Arbeit liegt in der praxisnahen Entwicklung von Controlling-Tools für ein kleines Unternehmen, das trotz begrenzter Ressourcen effiziente Steuerungssysteme benötigt. Die Arbeit zeigt des Weiteren auf, wie durch den Einsatz einer integrierten Planungsrechnung, einer systematischen Kennzahlenanalyse und einer strukturierten Berichterstattung potenzielle Fehlentwicklungen und Risiken frühzeitig erkannt und die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens gesichert werden können.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung der EU-NIS-2-Richtlinie im Abwassersektor als Teil der kritischen Infrastruktur. Der Fokus liegt auf der Bewertung des aktuellen Umsetzungsstands, der Identifikation von Herausforderungen und der Erfassung von Good Practices. Die Thematik ist hochrelevant und aktuell, da die NIS-2-Richtlinie spätestens bis Oktober 2024 in nationales Recht überführt werden muss und erstmals auch mittelgroße Unternehmen in die Pflicht nimmt. Die Studie reagiert auf die Forschungslücke hinsichtlich sektorspezifischer Umsetzungserfahrungen und liefert einen praktischen Beitrag zur Stärkung der Cybersicherheit in der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Arbeit folgt einem Mixed-Methods-Ansatz im Paradigma der verhaltensorientierten Wirtschaftsinformatik. Datenerhebungsmethode ist eine standardisierte Online-Befragung unter Akteuren der Abwasserwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Der Fragebogen kombiniert geschlossene (quantitative) mit offenen (qualitativen) Items, die sieben Themenkategorien der NIS-2-Richtlinie abbilden. Die Auswertung erfolgte quantitativ-deskriptiv sowie qualitativ mittels strukturierter Inhaltsanalyse nach Mayring. Ein Pretest sicherte die Validität der Instrumente; die Datenerhebung erfolgte in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. Die Ergebnisse zeigen ein heterogenes, aber überwiegend hohes Umsetzungsniveau bei organisatorischen, technischen und physischen Maßnahmen. Die Mehrheit der Unternehmen hat ein Risikomanagement etabliert, regelmäßige Schulungen eingeführt und strukturelle Verantwortlichkeiten verankert. Die häufigsten Herausforderungen betreffen personelle Ressourcen, fehlende branchenspezifische Leitfäden und komplexe technische Anforderungen. Good Practices umfassen unter anderem adaptive Risikoanalysen, szenariobasierte Verfahren und die Integration von ISO/IEC-Standards. Die Ergebnisse werden mit bestehenden wissenschaftlichen Arbeiten, etwa von ENISA oder BSI, verglichen und kontextualisiert. Die Analyse verdeutlicht, dass Cybersicherheit zunehmend als strategische Aufgabe in der Abwasserwirtschaft erkannt wird, allerdings je nach Größe und Struktur der Unternehmen unterschiedlich ausgeprägt ist. Die Arbeit zeigt, dass etablierte Sicherheitsstandards wie ISO 27001, B3S Wasser/Abwasser und das ÖWAV-Handbuch praktikable Rahmenbedingungen bieten, jedoch an spezifische Sektorbedürfnisse angepasst werden müssen. Die Resultate unterstreichen die Notwendigkeit gemeinsamer Leitfäden, sektoraler Koordination und staatlicher Unterstützung. Ein Ausblick benennt weiterführende Forschungsschwerpunkte wie die Wirksamkeit konkreter Maßnahmen, die Rolle externer Dienstleister und die Entwicklung belastbarer Metriken zur Cybersicherheitsreife.
Die XAL (Xenon Architectural Lighting) ist für seine hochwertigen Leuchten und Lichtsysteme weltweit bekannt und beschäftigt an eigenen Forschungs-, Produktions- und Vertriebsstätten rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 internationalen Standorten. Sämtliche für das Controlling typische Tätigkeiten werden von der in der XAL Holding angesiedelten Controllingabteilung für alle Tochterunternehmen durchgeführt. Für die XAL HD und deren 100 % Tochter, der XAL GmbH Österreich, wird das jährliche Budget, die quartalsweisen Forecasts und die monatlichen Plan-Ist-Vergleiche auf Ebene der Kostenstellen erstellt. Während das Budget sehr detailliert ist und sämtliche Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung geplanten werden, ist man monatlich mit einem komprimierten, weniger detaillierten Bericht konfrontiert. Die Problemstellung dieser Arbeit ist es daher, den Um- und Aufbau eines monatlichen Kostenstellenberichts zum Plan-Ist-Vergleich in Anlehnung an das Schema der Gewinn- und Verlustrechnung für das Kooperationsunternehmen zu behandeln. Um die Zielsetzung der Arbeit zu erreichen, wird der bestehende Excel-Bericht zum einen verbessert und zum anderen erweitert. Hierfür wird die Ist-Situation beim Kooperationspartner durch ein Interview erhoben. Daraus geht auch hervor, wie der neue Bericht sein soll. Die Umsätze, die Erträge und die angefallenen Aufwendungen sind in einem an die Gewinn- und Verlustrechnung angelehnten Schema abzubilden. Zudem soll ein Plan-Ist-Vergleich möglich sein. Ebenso soll der Bericht Analysefiles, welche Detailinformationen zu den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ist-Werten liefert, beinhalten. Zudem beschäftigt man sich in der Arbeit damit, wie die erbrachten innerbetrieblichen Leistungen in Bezug auf die Prototypenfertigung im Kostenstellenbericht berücksichtigt werden sollen. Darüber hinaus werden mittels Scoring Methode Kennzahlen für den Kostenstellenbericht ermittelt. Dabei wird zwischen Kennzahlen für sämtliche Kostenstellen und für umsatzgenerierende Kostenstellen unterschieden. Bei der Darstellung der Kennzahlen orientierte man sich an Gestaltungsdimensionen, die in der Literatur erläutert werden. Abschließend wird der Prozess der monatlichen Kostenstellenberichte visuell dargestellt und die einzelnen Schritte verschriftlicht. Durch die umfassende Aufbereitung der Kostenstellenberichte wird damit gerechnet, dass bei den Kostenstellenverantwortlichen ein Kostenbewusstsein geschaffen wird, welches in weiterer Folge dazu führt, dass sie sich eindringlich mit den auf den Kostenstellen gebuchten und geplanten Umsätzen, Erträgen und Aufwendungen auseinandersetzen. Außerdem profitiert das Kooperationsunternehmen im weiteren Schritt davon, da mit genaueren Buchungen auf Kostenstellenebene gerechnet werden kann, was die Durchführung von weiteren typischen Controlling Aufgaben enorm erleichtert.
Agiles Projektmanagement
(2020)
Der Kooperationspartner dieser Masterarbeit ist die Leder & Schuh AG mit Sitz in Graz. Das nicht börsennotierte Familienunternehmen ist im Bereich des Einzelhandels mit Schuhen, Taschen, modischen Accessoires und Serviceartikeln eines der größten Unternehmen in Europa. Derzeit betreibt das Unternehmen mehr als 200 Filialen und einen Online-Shop in vier Ländern. Zum Unternehmen gehörten die Vertriebsschienen Humanic und Shoe4you. Bis dato wurden im Kooperationsunternehmen die auftretenden Probleme klassischer Projektmanagementmethoden nicht systematisch erfasst. Zudem liegt keine Kenntnis darüber vor, welche agilen Methoden innerhalb der Abteilung auftretende Herausforderungen reduzieren können. Die Arbeit diskutiert daher, mit welchen agilen Methoden aktuelle Herausforderungen des Projektmanagements der Abteilung Merchandise Management reduziert bzw. eliminiert werden können. Es soll ermittelt werden, welche Methoden sich bei welchen Projekten eignen, um schneller auf sich veränderte Umweltbedingungen reagieren zu können. Übergeordnetes Ziel ist es, Wettbewerbsvorteile zu generieren und somit auf dem stark umkämpften Markt zu bestehen. In weiterer Folge wurden die agilen Projektmanagementmethoden, die sich nach Ansicht der Interviewpartner für Projekte in der Abteilung eignen, ermittelt. Die Methoden Scrum, Design Thinking und Kanban wurden mit einer Kurzbeschreibung vorgestellt. Es wurde festgestellt, dass zwei der drei vorgestellten Methoden für Projekte in der Abteilung geeignet sind. Als Eignungsbereiche wurden speziell Themen, die eine gute Kommunikation und regelmäßige Abstimmungen erfordern genannt. Eine Methode ist nicht für Projekte in der Abteilung passend. Hier fehlte den teilnehmenden Personen die Messbarkeit der Methode, wurde aber in anderen Abteilungen des Unternehmens gesehen. Die agilen Projektmanagementmethoden beinhalten Praktiken, Philosophien und Vorgehensweisen. Konkrete Methode oder Instrumente werden nachranging behandelt. Für mehr Agilität im Projektmanagement können daher auch nur einzelne Punkte eingeführt werden, ohne die Projektteams mit komplett neuen Herangehensweisen zu konfrontieren.
Das Working Capital Management dient der Verbesserung der Liquiditätslage, der Effizienzsteigerung der operativen Prozesse und der Optimierung der Kapitalstruktur, indem eine Freisetzung des gebundenen Kapitals angestrebt wird. Das Anwenden eines ganzheitlichen Working Capital-Ansatzes ist für die Brauerei Hirt Holding GmbH als Kooperationsunternehmen vorrangig zur Sicherstellung der saisonal schwankenden Liquidität von Bedeutung. Weitere Notwendigkeit wird durch das Unternehmenswachstum und dem folglich steigenden Liquiditätsbedarf aufgezeigt. Die Arbeit untersucht, wie ein Steuerungstool mittels Microsoft Excel für das Unternehmen konzipiert werden muss, damit eine Überwachung und Steuerung des Working Capitals erfolgen kann. Ferner werden für Steuerungszwecke Handlungsempfehlungen entlang des Cash Conversion Cycle abgeleitet. Für die Ausarbeitung wurde die Ist-Situation zum Werttreibermanagement mithilfe qualitativer Methoden erhoben und mittels Literaturrecherche auf Optimierungspotenziale analysiert. Zudem wurden Daten aus der Buchhaltungssoftware für diverse Kennzahlenberechnungen und die Aufbereitung des Tools herangezogen. Die Ist-Analyse zeigte auf, dass die Lieferforderungen und -verbindlichkeiten im Vergleich zu den Vorräten und folglich das Working Capital sowie der Cash Conversion Cycle starken saisonalen Schwankungen unterliegen. Beim Werttreibermanagement konnte festgestellt werden, dass Standardmaßnahmen wie eine Reichweitenanalyse der Vorräte, ein Festlegen von Lieferstopps und Kreditlimits oder eine automatisierte Bestellabwicklung fehlen. Demzufolge konnten für die Vorräte und Debitoren jeweils dreizehn und für die Kreditoren zehn Handlungsempfehlungen ab-geleitet und zwischen Quick Wins, mittel- und langfristigen Maßnahmen differenziert werden. Das Steuerungstool ermöglicht durch eine manuelle Eingabe und hinterlegte Automatismen eine Simulation und Beurteilung der Working Capital-Kennzahlen anhand eines Ampelsystems. Weiters können ein Jahresvergleich, eine Darstellung von Trendanalysen und eine Detailanalyse er-folgen. Auf Basis der Ergebnisse der Arbeit muss im weiteren Verlauf erarbeitet werden, welche Handlungsempfehlungen gemäß deren Aufwand-Nutzen-Relation im Unternehmen umgesetzt werden sollen. Deren Auswirkungen und zusätzliche Steuerungsmaßnahmen können zukünftig milhilfe des Tools eruiert werden. Abschließend ist für eine Umsetzung anzumerken, dass Rahmenbedingungen wie Prozesskenntnis und Know-how der Mitarbeiter zu schaffen sind.
Der Kooperationspartner der Arbeit ist das Entsorgungsunternehmen Saubermacher Dienstleistungs AG. Derzeit besteht dort das Defizit einer fehlenden Auskunft über des Working Capital. Es gibt derzeit keine kennzahlenbasierte Darstellung über die Entwicklung des Working Capitals. Somit wird im Rahmen der Arbeit eine kennzahlenbasierte Analyse durch ein Excel-Tool erstellt, das fortlaufend genutzt werden kann. Darüber hinaus werden Vergleichswerte durch eine nationale und internationale Mitbewerberanalyse in der Abfallbranche erhoben. Die Arbeit beschreibt zu Beginn wie das Verwertungsparadoxon die Abfallwirtschaft beeinflusst und somit abfallwirtschaftliche Bezeichnungen nicht mit buchhalterischen Bezeichnungen von Kunden und Lieferanten übereinstimmen. Nach einer ausführlichen Charakterisierung der Komponenten des Working Capitals und den dazugehörigen Kennzahlen, wird der Aufbau des Working Capital Management Tools beschreiben. Die resultierenden Ergebnisse des Wirtschaftsjahres 2019 werden im Rahmen der Arbeit auf Konzern-, und Segmentsebene sowie auf Ebene der Einzelgesellschaften des Segmente Österreich analysiert. Das Ergebnis zeigt, dass der Konzern im Schnitt 7,8 Tage gebundene Liquidität aufweist. Darüber hinaus weist das Segment Deutschland mit einer Geldumschlagsdauer von 86 Tagen das schlechteste Working Capital aus. Grund sind hohe Lagerstände von Batterien und lange Zahlungsbedingungen von neuen Kunden. Die Analyse der Mitbewerber befasst sich auf nationaler Ebene mit den Entsorgungsunternehmen Brantner und der FCC Austria. Der Vergleich mit den beiden Mitbewerber auf Basis der Kennzahl Net Working Capital/Umsatz-Ratio zeigt, dass sich das Net Working Capital der Leitgesellschaft Saubermacher Dienstleistung AG im Durchschnitt befindet. Auf internationaler Ebene werden die weltweit Top-6-Entsorgungsunternehmen (Biffa, Cleanaway, FCC, Suez, Veolia und Waste Management) im Vergleich zum Konzern Saubermacher Dienstleistungs AG untersucht. Nachdem Saubermacher auf ein möglich niedriges Working Capital abzielt, befindet sich der Konzern mit einem Net Working Capital/Umsatz-Ratio von durchschnittlich 8,5 % im Vergleich zu den angeführten Mitbewerbern an zweitbester Stelle.
Ein Unternehmen, das nicht präzise bewertet wird, kann auch nicht zukunftsorientiert gesteuert werden. Seit dem Einstieg des neuen Gesellschafters gewann dies auch für die Unternehmensführung der Promenade GmbH enorm an Bedeutung. Die Herausforderung des Kooperationspartners besteht darin, dass das Unternehmen bislang nicht als wirtschaftliche Einheit betrachtet wird. Ohne eine nachvollziehbare Informationsgrundlage können weder realistische Einblicke in das Unternehmen gewonnen noch beurteilt werden, ob zusätzlicher Wert geschaffen wurde. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein Bewertungstool zu konzipieren, das eine einfache und benutzerfreundliche Anwendung gewährleistet und eine nachvollziehbare Grundlage schafft. Damit soll die laufende Ermittlung eines objektivierten Unternehmenswertes ermöglicht werden, um eine nachhaltige Wertsteigerung im Sinne der wertorientierten Unternehmensführung zu fördern. Zur Konzeptionierung des Bewertungstools ist eine Kombination aus qualitativen und quantitativen wissenschaftlichen Methoden notwendig. Neben einer umfassenden Literaturrecherche erfolgen Einzelgespräche mit den Gesellschafter*innen sowie ein Interview zur Einschätzung der zukünftigen Entwicklung. Aufbauend auf den theoretischen und praktischen Anforderungen wird das Bewertungsinstrument mithilfe von Microsoft Excel erstellt. Zu Beginn dieser Arbeit wird eine Branchenstrukturanalyse zur strategischen Einordnung durchgeführt. Anschließend werden die historischen Daten in der Vergangenheitsanalyse bereinigt und strukturiert aufbereitet, um realistische Prognosen aufbauend auf der bisherigen Entwicklung abzuleiten. Die Planungsphasen umfassen eine dreijährige Detailplanung sowie eine anschließende Rentenphase. Die Bewertung erfolgt auf Basis des Flow to Equity-Verfahrens und beinhaltet die Investitions- und Fremdkapitalplanung, die Planung der Gewinn- und Verlustrechnung sowie den indirekten Finanzplan. Der Eigenkapitalzinssatz wird auf Basis des CAPM periodenspezifisch ermittelt und der Unternehmenswert mithilfe der rekursiven Vorgehensweise bestimmt und nachvollziehbar dargestellt. Durch integrierte Excel-Funktionalitäten steht der Unternehmensführung ein benutzerfreundliches Bewertungstool zur Verfügung, mit dem laufend ein plausibler und objektivierter Unternehmenswert ermittelt werden kann. Die getroffenen Annahmen sind dennoch regelmäßig auf ihre Plausibilität zu prüfen. Abgerundet wird das Tool durch die Ermittlung des Shareholder Value Added, um die periodische Wertschaffung aufzuzeigen und das Unternehmen zukunftsorientiert zu steuern. Ausblickend kann das Bewertungstool auch als Grundlage dienen, um in Verbindung mit leistungsbezogenen Vergütungen über wertorientierte Anreize eine nachhaltige Wertsteigerung gezielt zu fördern.
Die Baubranche ist geprägt von hoher Dynamik und einer Vielzahl potenzieller Risiken. Die Unternehmen sehen sich dabei in allen Phasen des Bauprozesses mit Unsicherheiten und Herausforderung konfrontiert. Um in einem dynamischen und wettbewerbsintensiven Umfeld bestehen zu können, ist daher eine fundierte Einschätzung und aktive Steuerung von Risiken im Bauprojektlebenszyklus unerlässlich. Daher ist es auch für die Bau-Plan Jöbstl-Bauträger GmbH entscheidend eine geeignetes Risikomanagement einzuführen, um eine fundierter Entscheidungsgrundlage zu haben. Insbesondere stellt für den Kooperationspartner der begrenzte Ressourceneinsatz eine zusätzliche Herausforderung dar. Aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl wird derzeit kein eigenständiges Risikomanagement auf Projektebene umgesetzt. Ein zentrales Problem dabei ist, dass Risikobewertungen aktuell subjektiv erfolgen und somit nicht einheitlich nachvollziehbar sind. Vor diesem Hintergrund ergibt sich die zentrale Fragestellung der Arbeit: Wie kann man einen leicht umsetzbaren Risikomanagementprozess entwickeln und ein Konzept gestalten, um praktisch handhabbare sowie standardisierte Beurteilungen gewährleisten zu können. Zur Beantwortung der zentralen Fragestellungen wurde im theoretischen Teil eine Literaturrecherche als primäre Forschungsmethode herangezogen. Für die Entwicklung des Risikomanagementprozesses sowie des begleitenden MS Excel-Tools kamen sowohl theoretische als auch praxisorientierte Ansätze zum Einsatz. Zum besseren Verständnis wurde im ersten Schritt eine Ist-Analyse beim Kooperationspartner durchgeführt. Aufbauend auf der Literaturrecherche wurde zur Integration der Perspektive des Kooperationspartners auf qualitative Methoden zurückgegriffen, darunter Experteninterviews, ein Brainstorming-Workshop sowie die Methode des Lauten Denkens. Das Ergebnis der Arbeit ist ein implementierter Risikomanagementprozess, der in Form eines anwenderfreundlichen MS Excel-Tools abgebildet wurde. Dieses Tool ermöglicht es dem Kooperationspartner, sämtliche Prozessschritte strukturiert und nachvollziehbar direkt innerhalb der Vorlage auszufüllen. Die Schritte der Risikoidentifikation, -bewertung sowie des -reportings können dadurch übersichtlich und einheitlich in einem zentralen Instrument durchgeführt werden. Ergänzend erhält der Kooperationspartner eine Ursachen-Wirkungs-Analyse zu den identifizierten Risiken. Diese soll zur Sensibilisierung beitragen und das Verständnis für potenzielle Risikoursachen, -auswirkungen und -zusammenhänge stärken.
Die Kraftwerk Living Technologies GmbH, ein international tätiges Unternehmen im Bereich audiovisueller Systemintegration, steht aufgrund der steigenden Projektkomplexität und zunehmender vor der Herausforderung, Projektrisiken frühzeitig und systematisch zu identifizieren, analysieren und bewerten. Bislang existiert kein standardisierter Prozess zur Risikoeinschätzung vor der Auftragsannahme. Entscheidungen über die Annahme von Projektaufträgen beruhen in der Regel auf subjektiven Einschätzungen der Geschäftsführung. Dies führt dazu, dass projektspezifische Risiken erst im Verlauf der Umsetzung erkannt werden und reaktiv, anstatt proaktiv, behandelt werden können. Ziel ist es, einen ressourcenschonenden Risikomanagementprozess vor Auftragsannahme zu entwickeln. Auf Basis einer umfassenden Literaturrecherche sowie qualitativer Interviews mit unternehmensinternen Schlüsselpersonen wurde zunächst eine fundierte Ist-Analyse durchgeführt. Aufbauend darauf fanden praxisorientierte Workshops zur Risikoidentifikation, -analyse und -bewertung statt, aus denen ein Risikokatalog hervorging, der potenzielle Projektrisiken entlang der einzelnen Projektphasen bei der Kraftwerk Living Technologies GmbH systematisch abbildet. Durch den Einsatz eines Scoring-Modells, das auf den quantifizierten Risikoparametern Erfahrungswert, durchschnittliche Auswirkung, realistisches Worst-Case-Szenario und Bewertbarkeit vor Auftragsannahme basiert, konnten jene Projektrisiken identifiziert werden, die als besonders relevant einzustufen sind. Diese sollen künftig im Rahmen eines projektbezogenen Risikomanagements bereits vor der Auftragsannahme gezielt analysiert und bewertet werden. Für die Risikoanalyse und -bewertung jener Projektrisiken im Rahmen des Risikomanagementprozesses vor der Auftragsannahme wurde ein semi-quantitatives Bewertungsverfahren entwickelt, das die Parameter Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung systematisch miteinander verknüpft. Durch die übersichtliche Visualisierung in Form einer Risikomatrix sowie ein farblich codiertes Punktesystem wird eine schnelle, nachvollziehbare und fundierte Entscheidungsgrundlage geschaffen, anhand derer beurteilt werden kann, ob ein Projektangebot angenommen oder abgelehnt werden sollte. Der zukünftige Erfolg des entwickelten Risikomanagementprozesses hängt maßgeblich von der Etablierung einer risikobewussten Unternehmenskultur, der aktiven Einbindung relevanter Mitarbeitender sowie der regelmäßigen Aktualisierung des Risikokatalogs ab – Aspekte, die über den Umfang der vorliegenden Masterarbeit hinausgehen und im Rahmen künftiger Umsetzungsschritte zu berücksichtigen sind. Ebenso stellt die systematische Dokumentation und nachträgliche Reflexion der Risikobewertungen im Sinne eines strukturierten Lessons Learned-Prozesses eine zentrale Voraussetzung dar, um die Objektivität und Datenbasis für künftige Risikoeinschätzungen kontinuierlich zu verbessern.
Da Projekte hinsichtlich ihrer Anzahl und ihres Umfanges stetig an Bedeutung gewinnen und Wettbewerbsvorteile schaffen, sind sie aus dem unternehmerischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Aus dieser Anforderung resultiert ein systematisches und konzeptionell bedachtes Management in der Projektlandschaft. Durch das Wachstum des Unternehmens und die steigende Anzahl an Projekten im Bereich Forschung und Entwicklung wurde dies auch bei der USound GmbH notwendig. Um Abweichungsanalysen durchführen zu können und um eine Steuerung interner Projekte zu ermöglichen, wurde ein Planungs- und Steuerungstool konzeptioniert welches sowohl auf Einzel- als auch auf Multiprojektmanagementebene Anwendung findet.Um dies erfolgreich durchführen zu können wurde im ersten Teil der Arbeit auf Projekte, deren Merkmale und die Rollen im Projektmanagement eingegangen. Dabei wurden ausschließlich Projekte in der Forschung und Entwicklung behandelt. Daraufhin erfolgte im Hauptteil zu Beginn die theoretische Auseinandersetzung mit den Grundlagen und den Instrumenten der Projektplanung, da diese die Basis für ein effektives und effizientes Projektcontrolling bilden. Anschließend wurde eine Ist-Analyse der im Unternehmen vorherrschenden Situation hinsichtlich des Projektmanagements durchgeführt und Optimierungsbedarf festgestellt. Diese wurden im Rahmen eines Gespräches mit dem Projektmanagement eruiert. Mit Hilfe der in der Theorie erarbeiteten Kenntnisse wurde die Projektplanung adaptiert. Des Weiteren wurden für das Projektcontrolling relevante Kostenarten durch eine Analyse von Vergangenheitsdaten ermittelt. Im nächsten Schritt wurde eine geeignete Variante der Abweichungsanalyse ausgewählt. Basierend auf dieser mussten Forecast-Daten von der Projektleitung eingeholt werden. Durch eine Gegenüberstellung der Plandaten mit den Ist- bzw. Forecast-Daten konnten positive sowie negative Differenzen auf Basis von Stunden sowie Kosten festgestellt werden. Unter Verwendung sämtlicher zur Verfügung stehender Daten wurden weiters Kennzahlen entwickelt. Diese sollen zusätzliche Informationen zu den Stand der Projekte und deren Kosten bringen und werden in einer Excel-Datei dargestellt. Sollte es auf Einzelprojektebene zu Abweichungen gekommen sein, sind diese von der zuständigen Projektleitung auf deren Ursachen hin zu analysieren und zu erläutern. Auf Ebene des Multiprojektcontrollings fällt dies unter den Verantwortungsbereich des Projektcontrollings. Abschließend werden im Prozess Besprechungen mit der Geschäftsführung abgehalten, in welchen die Projekte analysiert werden und es zur Ableitung möglicher Strategien aus den Ergebnissen des Projektcontrollings kommt.
