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Künstliche Intelligenz ist in einer zunehmend digitalen Welt zu einem Thema geworden, dem man nicht ausweichen kann. Sie birgt ein massives Potenzial, wenn man weiß, wie man sie gezielt einsetzt. Vor allem in der Software-as-a-Service-Branche stellt sich dabei die Frage, ob und wie KI in der Bestandskundenbetreuung von B2B-Kund*innen unterstützen kann. Ziel dieser Masterarbeit ist es daher, herauszufinden, welche Einsatzmöglichkeiten generative KI im Customer Success Management bietet und welchen konkreten Nutzen sie für SaaS-Unternehmen im B2B-Bereich haben kann. Dazu wird zunächst erläutert, was generative KI auszeichnet und welche Besonderheiten das Customer Success Management aufweist. Anschließend folgt eine Analyse der bestehenden Forschung und ein erstes Modell, das die Theorie zu KI und CSM miteinander verknüpft. Die praktische Sicht wird durch Expert*inneninterviews gewonnen, deren Auswertung mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring erfolgt. Aus den Erkenntnissen der empirischen Untersuchung und den Erkenntnissen aus dem Theorieteilsoll dann ein Modell für den Einsatz von KI im CSM entwickelt werden. Damit soll die Arbeit einen Beitrag dazu leisten, die Potenziale von KI in der Kundenbetreuung zu verdeutlichen und SaaS-Unternehmen bei einem sinnvollen Einsatz von KI in ihren CSM-Alltag unterstützen.
In dieser Masterarbeit werden Möglichkeiten und Grenzen untersucht, die sich aus dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), speziell ChatGPT, zur Ideengenerierung im Innovationsmanagement ergeben. Der Schwerpunkt liegt auf einem direkten Vergleich zwischen Ideen, die von KI generiert wurden und Ideen, die von Menschen entwickelt wurden. Hierbei stehen insbesondere die Qualität und die Kreativität der generierten Ideen im Vordergrund. Zunächst werden theoretische Grundlagen zu KI, Kreativität und Innovationsmanagement dargestellt. Anschließend folgt ein empirisches Experiment, das systematisch beide Ansätze gegenüberstellt. Die Ergebnisse zeigen, dass weder KI-generierte noch menschliche Ideen eindeutig überlegen sind. Es konnten keine statistisch signifikanten Unterschiede nachgewiesen werden und die Bewertungsunterschiede waren äußerst gering.
Die Pflegebranche sieht sich weltweit mit bedeutenden Herausforderungen konfrontiert, die durch den demografischen Wandel, einen Mangel an Pflegepersonal und veränderte berufliche Erwartungen verstärkt werden und sich auch auf Spezialbereiche der Pflege, wie die Anästhesiepflege, auswirken. Traditionelle Führungsstile erweisen sich als unzulänglich, um den modernen Anforderungen zu entsprechen, während Kommunikationsdefizite und komplexe Hierarchien sich auf die Arbeitszufriedenheit auswirken. Die vorliegende Arbeit untersucht innovative Führungsansätze, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Mitarbeitenden eingehen. Mittels Interviews und Workshops mit Pflegefachkräften und Führungskräften aus den Spezialbereichen der Pflege erfolgte eine Validierung der Anwendbarkeit eines entwickelten Konzepts. Empirische Belege und Best-Practice-Beispiele werden analysiert, wobei theoretische Ansätze wie transformationale, agile, Lean-Leadership und Neuroleadership durch Konzepte wie Servant Leadership ergänzt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass partizipative Führungspraktiken und verbesserte Kommunikationsprozesse, einschließlich digitaler Tools, die Zusammenarbeit, Arbeitszufriedenheit und Personalbindung signifikant steigern und die Pflegequalität nachhaltig sichern können.
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines validierten Anforderungsprofils für ein nachhaltiges und innovatives Ökosystem für digitale Nomaden in den österreichischen Alpen inklusive konkreter Handlungsempfehlungen. Basierend auf einer umfassenden Literaturrecherche zum Thema digitale Nomaden wurden sieben Teilbereiche des Anforderungsprofils erarbeitet: Infrastruktur, Gemeinschaft, Naturerlebnis, Umweltschutz, Wirkung, Wirtschaft und Recht. Mit Hilfe einer Umfrage und Experteninterviews wurde das Anforderungsprofil im Detail und in seiner Gesamtheit validiert. In Kombination mit den entwickelten Handlungsempfehlungen bietet das Anforderungsprofil potenziellen Gründer*innen oder Regionalentwickler*innen eine nützliche Basis für die Entwicklung eines neuen Angebots. Die Nachfrage nach gemeinschafts- und zukunftsorientierten Ökosystemen ist im ländlichen Raum Österreichs vorhanden. Solche neuartigen Angebote können die touristische Landschaft sinnvoll ergänzen und Regionen nachhaltig weiterentwickeln.
Die Masterarbeit untersucht, wie Künstliche Intelligenz (KI) Geschäftsmodelle im Anlagenbau, insbesondere in der Pharma- und Biotechindustrie, beeinflussen und weiterentwickeln kann. Am Beispiel der ZETA GmbH wird analysiert, welche Möglichkeiten KI bietet, um Prozesse effizienter zu gestalten, neue Geschäftsstrategien zu entwickeln und damit langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Im theoretischen Teil der Arbeit werden die Grundlagen von KI, Geschäftsmodellen und der digitalen Transformation erläutert. Es wird gezeigt, wie KI dazu beitragen kann, neue Wertangebote zu schaffen, Abläufe zu optimieren und durch gezielte Partnerschaften die Zusammenarbeit in Wertschöpfungsnetzwerken zu stärken. Die theoretischen Erkenntnisse legen den Grundstein für die Entwicklung konkreter Anwendungsbeispiele im praktischen Teil. Der praktische Teil der Arbeit konzentriert sich auf die Umsetzung in der ZETA GmbH. Dazu wurde ein systematisches Vorgehensmodell entwickelt, das die Integration von KI in Geschäftsmodelle ermöglicht. Im Rahmen von Workshops wurden zehn spezifische Anwendungsfälle identifiziert und analysiert. Diese reichen von KI-gestütztem IT-Service-Management über automatisierte Content-Erstellung bis hin zur Optimierung der Kundenkommunikation. Die Workshops dienten dazu, die Relevanz der Use Cases für das Unternehmen zu bewerten und passgenaue Lösungen zu erarbeiten. Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells für die ZETA GmbH, das KI in zentrale Prozesse integriert. Das neue Geschäftsmodell basiert auf der Integration von KI in Schlüsselprozesse wie Entwicklung, Service und Kundenmanagement. Langfristig soll das Modell als ganzheitliches Lösungspaket vermarktet werden, das Effizienz, Personalisierung und innovative Dienstleistungen kombiniert. Ein Beispiel dafür ist die Verknüpfung von Entwicklungs- und Supportsystemen durch Jira Service Management AI, die den gesamten Lebenszyklus von Projektenunterstützt. Dieses Angebot wird nicht nur die internen Abläufe optimieren, sondern auch als maßgeschneiderte Lösung für Kund*innen positioniert, wodurch das Unternehmen als Innovationsführer in der Branche gestärkt wird. Diese Arbeit zeigt, wie Unternehmen wie die ZETA GmbH durch ein KI-basiertes Geschäftsmodell nicht nur ihre internen Prozesse optimieren, sondern auch neue Marktpotenziale erschließen und langfristig als Anbieter umfassender, innovativer Lösungen positioniert werden können. Sie bietet eine praxisnahe Grundlage, um KI als Treiber für Transformation und nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu nutzen.
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie sich generative Künstliche Intelligenz (KI) gezielt in den kreativen Problemlösungsprozess integrieren lässt, um insbesondere bei der Suche und Auswahl potenzieller Innovationen einen Mehrwert zu schaffen. Auf Basis der Kreativitäts- und Innovationsforschung wird zunächst der Design Thinking Double Diamond als Grundgerüst herangezogen und um Lösungsheuristiken wie TRIZ, Bionik und Geschäftsmodellmuster ergänzt. Anschließend wird ein modularer Ansatz zur KI-Integration präsentiert, der die Phasen Discover, Define, Develop und Deliver durch spezifische KI-Module unterstützt. Empirisch validiert wird dieser Ansatz in einer Fallstudie mit dem Unternehmen niceshops, in dem drei Innovationsworkshops mithilfe des modularen Ansatzes zur KI-Integration durchgeführt wurden. Die qualitativen Ergebnisse zeigen, dass die KI sowohl den Problemraum (breiteres und tieferes Verständnis)als auch den Lösungsraum (breitere Ideensuche) erweitert und iterative Schleifen im Kreativprozessbeschleunigt. Jedoch bleiben menschliche Expertise und Kontexteinbindung von zentraler Bedeutung. Die KI generiert zwar rasch kreative Ideen, jedoch müssen diese Ergebnisse stets auf praktische Relevanz und Machbarkeit geprüft und angepasst werden. Auf diese Weise entsteht ein „Flywheel-Effekt“, bei dem Mensch und KI gegenseitig voneinander lernen und sich der Nutzen der Ideen mit jeder Iteration verbessert. Die Arbeit leitet daraus eine konkrete Handlungsempfehlung ab, wie der entwickelte Prototyp schrittweiseweiterentwickelt werden kann, um die Suche nach Innovationen effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Autonomie und Akzeptanz der menschlichen Akteur*innen zu erhalten.
Die Welt des B2B-Vertriebs befindet sich im Umbruch – nicht nur durch COVID-19, sondern auch durch den Generationswechsel. Daher ist es wichtig, sich anzupassen, um im Maschinen- und Anlagenbau erfolgreich zu sein. Um Unternehmen darauf vorzubereiten, beschäftigt sich diese Masterarbeit mit einem Modell zur Kund*innengewinnung im B2B-Vertrieb des Maschinen- und Anlagenbaus. Dabei handelt es sich um ein Modell im Sinne des Sales Cycle, das alle Phasen von der Kund*innenplannung bis hin zur After-Sales-Betreuung umfasst. Weiters werden die Voraussetzungen für das Modell definiert, darunter digitale Tools, künstliche Intelligenz, Customer Journey, Hybrid Sales sowie der verstärkte Einsatz von Inside Sales. Diese Masterarbeit basiert auf dem Benchmarking von Modellen, Prozessen und Methoden aus dem Innovationsmanagement, um daraus zu lernen, neue innovative Ansätze für Unternehmen zu entwickeln und eine Prozessinnovation für den Vertrieb zu erarbeiten. Das Modell wird durch die empirische Methode der Expert*inneneninterviews validiert und mit Hilfe der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet, um abschließend eine Handlungsempfehlung sowie ein grafisches Modell darzustellen.
Die Automobilbranche steht vor einem tiefgreifenden Wandel, der durch Digitalisierung, den Umstieg auf alternative Antriebstechnologien sowie einem zunehmenden Fachkräftemangel geprägt ist. Diese Entwicklungen stellen neue Anforderungen an die Personalbeschaffung und erfordern innovative, datengetriebene Recruiting-Strategien. Ziel dieser Arbeit ist es, die bestehenden Herausforderungen im Recruiting-Prozess der Automobilbranche zu analysieren und innovative Lösungsansätze aufzuzeigen, die sowohl technologisch fundiert als auch praxisnah umsetzbar sind. Auf Basis theoretischer Grundlagen und aktueller Forschung wurden Expert*inneninterviews mit Unternehmen der Automobilbranche durchgeführt, um Einblicke in gegenwärtige Strategien und digitale Instrumente der Personalgewinnung zu erhalten. Die qualitativen Ergebnisse zeigen, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, datengetriebenen Systemen und strategischem Employer Branding entscheidende Erfolgsfaktoren für die moderne Personalbeschaffung darstellen. Gleichzeitig wurden Hürden in der Umsetzung identifiziert, wie etwa kulturelle Vorbehalte gegenüber Automatisierung oder mangelnde Integration bestehender Systeme. Die Arbeit leitet konkrete Handlungsempfehlungen für Personalverantwortliche ab, wie Recruiting-Prozesse durch technologische Innovationen, strategische Planung und eine stärkere Bewerber*innenorientierung optimiert werden können. Abschließend wird ein idealtypisches Recruiting-Framework vorgestellt, das als praxisnaher Leitfaden zur Weiterentwicklung der Personalbeschaffung im Automobilsektor dienen soll.
Die Digitalisierung hat bereits sämtliche unserer täglichen Lebensbereiche erfasst. Auch Branchen wie die Agrarwirtschaft die lange Zeit traditionell funktionierten, stellen immer mehr Bereiche wie die Saatgutausbringung, sowie die Bewässerungssteuerung auf digitalisierte Berechnungsmodelle zur optimierten Ressourcennutzung um. Einer der am wenigsten erforschten Bereiche der Agrarwissenschaft ist der bereits sich verbreitende, für viele Bauern jedoch noch immer unerschlossene, Direktvertrieb. Der Direktvertrieb lässt sich inzwischen auch digitalisieren und eröffnet damit weitere Absatzkanäle. Der digitale Direktvertrieb zeichnet sich nicht nur durch den Einsatz von E-Commerce Plattformen aus, sondern auch vielerorts inForm von (teil)digitalen Automatenshops, die Kund*innen ein 24/7 Einkaufserlebnis von Regionalproduktenermöglichen sollen. Kleinbauern bewirten oft schwer zugängliches Gelände und sind vielerorts auf Förderungen auf Grund desgeringen Bruttoertrages angewiesen. Ihre Erzeugnisse werden für gewöhnlich ab Hof oder Bauernmärkten verkauft, sowie in selteneren Fällen von Regionalhändlern als Nischenprodukte ins Sortiment aufgenommen. Know-How im Digitalbereich fehlt oft gänzlich, wodurch viele junge Käuferschichten nicht Kanalgerecht angesprochen werden. Durch den Klimawandel und die ersten spürbaren Folgen von ebendiesem, findet in der Bevölkerung ein Umdenken Richtung Nachhaltigkeit statt. Die Rückbesinnung auf Regionalprodukte von nahen Erzeugern statt Importprodukten ist ein stark zunehmender Trend, der Kleinbauern grundsätzlich entgegenkommt. Es liegt nun an diesen, die vorhandenen Chancen zu nutzen und sich durch den Vertrieb über digitale Kanäle wieder stärker bei den KonsumentInnen zu präsentieren. Automaten und Onlineverkauf liegen im Trend und gelten als sinnvolle Erweiterung des Direktvertriebs.
Die steirische Weinbranche steht vor der Herausforderung, traditionelle Werte mit modernen Kommunikationsformen zu vereinen. Vor dem Hintergrund veränderter Konsumgewohnheiten und einer zunehmend fragmentierten Medienlandschaft gewinnt Content Marketing als strategisches Instrument an Bedeutung. Ziel dieser Arbeit war es, ein innovatives Content-Marketing-Modell zu entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Weingüter in der Steiermark zugeschnitten ist. Aufbauend auf einer umfassenden theoretischen Analyse wurden in zwei Workshops sowie durch qualitative Experteninterviews zentrale Einflussfaktoren identifiziert und ein praxisnahes Modell namens INSPIRE entwickelt. Dieses Modell verknüpft Zielgruppenverständnis, Nutzenorientierung und Kreativitätsprozesse mit modernen Tools und systematischer Wirkungsmessung. Die Arbeit zeigt, dass Content Marketing – richtig eingesetzt – nicht nur die Markenbindung steigern, sondern auch neue Zielgruppen aktivieren kann. Die Ergebnisse bieten konkrete Handlungsempfehlungen zur Positionierung steirischer Weingüter im digitalen Raum.
Strategic product design
(2025)
This thesis presents a model for aligning business strategy and product positioning. The goal is to systematically connect strategic objectives with market-oriented product decisions. Based on theoretical concepts, a practical model is developed and validated through expert workshops at a technologica ldriven company. The model is applied to a selected product line to demonstrate its usability. Insights from the application inform actionable recommendations for practice. The results show that strategic alignment is achievable when appropriate methods and templates are used. The thesis concludes with a practical guide to support implementation in real-world settings.
Die folgende Masterarbeit beschäftigt sich mit der zentralen Fragestellung, auf welche Art und Weise Innovationsmanagement im IT Service Management eines global agierenden Industrieunternehmens zur kontinuierlichen Serviceverbesserung eingesetzt werden kann. Die Motivation für diese Arbeit liegt in den steigenden Anforderungen in Bezug auf effiziente, standardisierte und kundenorientierte IT-Services in internationalen Industrieunternehmen. IT Service Management wird dabei als wesentlicher Erfolgsfaktor großer Organisationen gesehen, um Services kontinuierlich zu optimieren und flexibel auf neue Anforderungen anzupassen. Ziel der Arbeit ist die Identifizierung von Innovationsmethoden, die sich insbesondere zur Optimierung von IT-Services und IT-Serviceprozessen eignen, sowie die Erarbeitung eines praxisorientierten Konzepts für die Umsetzung. Im Theorieteil werden grundlegende Aspekte des IT Service Managements, des Innovationsmanagements sowie etablierte Innovationsmethoden dargestellt und bezüglich ihrer Anwendbarkeit im IT Service Management bewertet. Im empirischen Teil werden mittels leitfadengestützter Experteninterviews mit Befragten aus internationalen IT-Organisationen und Beraterinnen und Beratern in diesem Bereich Daten erhoben. Diese werden mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet und Erkenntnisse bezüglich bestehender Innovationsansätze, Herausforderungen sowie Erfolgsfaktoren bei der Integration von Innovationsmanagement im IT Service Management ermittelt. Die Masterarbeit liefert auf Basis der Erkenntnisse ein mehrstufiges praxisorientiertes Umsetzungskonzept sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die organisatorische und strategische Integration von Innovationsmanagement im IT Service Management.
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Erfolgsfaktoren für bilaterale Kooperationen in der Wasserstoffwirtschaft und untersucht die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen zwischen Deutschland und potenziellen Partnerländern. Angesichts der zentralen Rolle von Wasserstoff in der Energiewende und der Notwendigkeit seiner Nutzung in schwer dekarbonisierbaren Industrien betrachtet die Arbeit die Herausforderungen und Chancen des internationalen Handels sowie die strategische Gestaltung globaler Partnerschaften. Die Forschungsarbeit folgt einem zweistufigen Ansatz, der theoretische und empirische Methoden kombiniert. Im ersten Teil werden die Chancen, Barrieren und Herausforderungen für eine europäische Wasserstoffwirtschaft identifiziert, mit besonderem Fokus auf den Import von grünem Wasserstoff für Deutschland. Dazu werden bestehende Handelsmodelle, regulatorische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche sowie technologische Entwicklungen systematisch analysiert. Der zweite Teil umfasst eine empirische Untersuchung, die sich aus einer quantitativen und einer qualitativen Analyse zusammensetzt. Die quantitative Analyse erfolgt durch eine Szenarienentwicklung für die europäische Wasserstoffwirtschaft bis 2040. Dabei werden unterschiedliche Entwicklungspfade simuliert, die von einem optimistischen Wachstumsszenario mit dynamischer Technologieentwicklung und internationaler Kooperation bis hin zu einem pessimistisch geprägten Stagnationsszenario mit wirtschaftlichen und regulatorischen Hemmnissen reichen. Ergänzend dazu werden qualitative Expert*inneninterviews durchgeführt, um die Einflussfaktoren für erfolgreiche Wasserstoffpartnerschaften zu identifizieren. Die qualitative Inhaltsanalyse dieser Interviews zeigt, dass stabile politische Rahmenbedingungen, langfristige Investitionssicherheit und technologischer Fortschritt entscheidend für die Marktintegration von Wasserstoff sind. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Erfolg internationaler Wasserstoffpartnerschaften maßgeblich von politischen Entscheidungen, wirtschaftlichen Anreizen und technologischen Entwicklungen abhängt. Ein effizientes Marktdesign erfordert harmonisierte Regulierungen, transparente Handelsmechanismen und verlässliche Zertifizierungssysteme für grünen Wasserstoff. Zudem zeigt die Arbeit, dass eine strategische Auswahl von Partnerländern unter Berücksichtigung von Standortvorteilen, regulatorischer Kompatibilität und ökologischer Nachhaltigkeit notwendig ist. Abschließend werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung internationaler Wasserstoffpartnerschaften formuliert. Dazu gehören die Implementierung einheitlicher Nachhaltigkeitsstandards, die Förderung innovationsgetriebener Infrastrukturentwicklung sowie die Schaffung stabiler Marktmechanismen zur Absicherung langfristiger Handelsbeziehungen. Die Arbeit leistet damit einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur strategischen Planung und politischen Gestaltung einer global vernetzten Wasserstoffwirtschaft.
Vorgehensmodell zur systematischen Entwicklung von Serviceangeboten im Bereich der Labormesstechnik
(2024)
Stetige Änderungen in der Marktsituation und die bestehende Reife von Produkten und Technologien im industriellen Umfeld erfordern von Unternehmen im Bereich der Messtechnik die regelmäßige Erfassung der aktuellen Kund*innenbedürfnisse und eine gleichzeitige Weiterentwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen. Dies ist entscheidend, um den Wettbewerbsvorteil zu erhalten oder auszubauen. Die Bereitstellung von zusätzlichen Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bietet produzierenden Unternehmen die Möglichkeit, sich zu differenzieren und sowohl neue als auch bestehende Kund*innen langfristig zu binden. Darüber hinaus tragen betriebsinterne Support-Angebote für das eigene Personal dazu bei, die Interaktionen mit Kund*innen zu verbessern und somit eine verbesserte Kund*innenzufriedenheit zu erreichen. Das Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines praxistauglichen Vorgehensmodells für Unternehmen in der Labormesstechnikbranche, um zusätzliche Service-Angebote basierend auf den veränderten Marktund Kund*innenanforderungen zu entwickeln. Der Theorieteil schließt mit einem Vorgehensmodell ab, das sich am sechsstufigen Design Thinking Prozess nach dem Hasso-Plattner-Institut orientiert. Dieses Modell eignet sich besonders für die proaktive Erfassung veränderter Kund*innenbedürfnisse und ermöglicht dadurch die Identifikation von Innovationslücken. Im anschließenden Praxisteil werden die ersten drei Schritte des Vorgehensmodells, die sogenannte Inspirationsphase, in Form eines Fallsbeispiels durchgeführt. Das Fallbeispiel bezieht sich dabei auf die Anwendung eines Labordichtemessgeräts in der pharmazeutischen Industrie. Die erste Phase des Verstehens beinhaltet die Erfassung der produkt-, markt- und kund*innenspezifischen Einflussfaktoren in Bezug auf die Anwendung des Labormesstechnikgeräts, um die Zielgruppe für die Entwicklung neuer Serviceangebote festzulegen. Die zweite Phase des Beobachtens analysiert das Verhalten und die Bedürfnisse der Nutzer*innen, wodurch eine nutzer*innenorientierte Entwicklung der neuen Service-Angebote ermöglicht werden soll. Die dritte Phase dient der Zusammenfassung der gewonnen Erkenntnisse und trifft Entscheidungen darüber, welche Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Lösungen genutzt werden soll. Das Ergebnis des Fallbeispiels zeigt, dass anhand der Durchführung der Inspirationsphase Innovationslücken in der Kund*inneninteraktion erkannt werden können und basierend auf den Verhaltensweisen der Nutzer*innen neue Entwicklungsansätze für das Service-Portfolio formuliert werden können.
Das Einkaufsverhalten im B2C Fashion Sektor hat sich in den letzten Jahren in einem dynamischen Tempo gewandelt, was maßgeblich durch verschiedene externe Faktoren beeinflusst wurde. Besonders prägend war die Corona Pandemie, die nicht nur die Art und Weise, wie Verbraucher*innen Kleidung kaufen, drastisch veränderte, sondern auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den Kopf stellte. In dieser Zeit haben viele Kund*innen den Komfort des Online-Shoppings entdeckt, während stationäre Geschäfte mit erheblichen Umsatzrückgängen konfrontiert waren. Gleichzeitig haben wirtschaftliche Veränderungen, wie Inflation und sich verändernde Konsumgewohnheiten, die Anforderungen der Verbraucher*innen an Produkte und Dienstleistungen weiterentwickelt. In diesem Kontext stehen Fashion-Anbieter*innen vor der Herausforderung, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen und ihre Geschäftsmodelle zu überdenken. Mit diesem Hintergrund entwickelt diese Arbeit ein Geschäftsmodell für B2C Fashion Anbieter*innen, dass die Integration einer Omnichannel-Strategie in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist es, ein theoretisch fundiertes und gleichzeitig praxisnahes Modell zu erstellen, das die aktuellen Anforderungen und Trends der Branche berücksichtigt. Eine Omnichannel-Strategie ermöglicht es Unternehmen, ihre Kund*innen über verschiedene Vertriebskanäle hinweg anzusprechen und ein nahtloses Einkaufserlebnis zu bieten. Dies ist besonders wichtig in einer Zeit, in der Konsumenten erwarten, jederzeit und überall auf Produkte zugreifen zu können, ohne dabei an Qualität oder Benutzerfreundlichkeit einzubüßen. Zur Sicherstellung der Praxistauglichkeit dieses Modells wurden umfangreiche Umfragen unter Endkund*innen durchgeführt, um deren Erwartungen, Wünsche und Verhaltensweisen zu analysieren. Diese quantitativen Daten wurden durch qualitative Gespräche mit Experten*innen der Modebranche und des E-Commerce ergänzt. Diese Fachleute brachten wertvolle Einblicke und Erfahrungswerte ein, die es ermöglichten, die Dynamiken und Herausforderungen des Marktes besser zu verstehen. Die Kombination aus Kundenfeedback und Expertenmeinungen führte zu einer gründlichen Überarbeitung und Verfeinerung des ursprünglichen Modells, sodass es den realen Gegebenheiten und Bedürfnissen der Branche gerecht wird. Das Ergebnis dieser umfassenden Analyse und Entwicklung ist ein praxisorientiertes Geschäftsmodell für B2C Fashion Anbieter*innen, das konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Stärkung der langfristigen Kundenbindung bietet. Dieses Modell präsentiert klar strukturierte Wege, wie Modeunternehmen in einem zunehmend komplexen und digitalen Marktumfeld erfolgreich agieren können. Es umfasst Ansätze zur Optimierung der Marketingstrategien, zur Effizienzsteigerung in der Logistik und zum Aufbau einer effektiven Omnichannel-Präsenz, die alle darauf abzielen, die Kundenerfahrung zu maximieren und die Marke nachhaltig zu stärken. Darüber hinaus berücksichtigt das entwickelte Modell die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anpassung an Marktveränderungen. Es bietet Handlungsempfehlungen für Unternehmen, um ihre Strategien regelmäßig zu überprüfen und anzupassen, was in der schnelllebigen Modebranche unerlässlich ist. Die Implementierung dieser Maßnahmen ermöglicht es den Unternehmen, nicht nur kurzfristige Erfolge zu erzielen, sondern auch eine stabile Basis für langfristiges Wachstum und eine starke Markenbindung zu schaffen. In einer Zeit, in der die Konkurrenz ständig wächst und die Verbraucher*innen immer anspruchsvoller werden, ist dieses Geschäftsmodell eine wertvolle Ressource für B2C Fashion Anbieter*innen*innen, die im digitalen Zeitalter erfolgreich sein wollen.
Unsere Gesellschaft und Arbeitswelt müssen sich immer mehr mit sich wandelnden Situationen auseinandersetzen. Die Entwicklung neuer, bahnbrechender Technologien schreitet zunehmend schneller voran. Dies betrifft in besonderem Maße auch die Logistikbranche. In naher Zukunft wird von vielerlei Seiten erwartet, dass Technologien, wie beispielsweise die Automatisierung, künstliche Intelligenz oder alternative Antriebsformen, die Branche revolutionieren werden. Viele Unternehmen stellt dies vor große Unsicherheiten. Durch Zukunftsforschung, oder im Speziellen Strategic Foresight, können Unternehmen diesen Unsicherheiten begegnen. Ziel dieser Arbeit war es einerseits, ein Vorgehensmodell zur Identifizierung von Zukunftsbildern für Unternehmen in der Logistikbranche zu erstellen, andererseits adäquate Strategien für diese Zukunftsbilder zu definieren. Um dies zu erreichen, wurde im Theorieteil die nötige Basis geschaffen. Im Theorieteil wurde ein Einblick in das „System“ Logistik gegeben sowie ein Überblick über die Zusammenhänge darin. Weiters wurden schon aktuelle Trends und Entwicklungen in der Logistikbranche identifiziert. Um das methodische Werkzeug für den Praxisteil zu bekommen, wurden zudem das Thema Strategic Foresight sowie die Szenariotechnik ausführlich bearbeitet. Durch das vermittelte Basiswissen im Theorieteil wurde im Praxisteil ein Vorgehensmodell spezifisch für Unternehmen in der Logistikbranche erstellt und am Logistikunternehmen Friedrich Stenitzer GmbH angewandt. Dieses Vorgehensmodell umfasst acht Schritte, die sich stark an der grundlegenden Methodologie der Szenariotechnik orientieren. Im Zuge des Vorgehensmodells wurden zwei firmeninterne Workshops sowie einige Experteninterviews durchgeführt. Nach der Festlegung des Untersuchungsrahmens in der ersten Phase des Vorgehensmodells wurde in Phase zwei ein Workshop in der Friedrich Stenitzer GmbH durchgeführt. Dabei wurden die wichtigsten Einflussfaktoren und Einflussbereiche sowie ihre Bedeutung für das Untersuchungsfeld mittels Trendkarten erhoben. Die Einflussbereiche Technologie und Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein stellten sich dabei als wichtigste Einflussbereiche im Untersuchungsfeld heraus. In weiterer Folge wurden für die einzelnen Einflussfaktoren Projektionen mit Experteninterviews gewonnen. Auf Basis dieser Projektionen wurden anschließend zwei mögliche Szenarien gebildet und beschrieben. Im Zuge des zweiten Workshops wurden diese Szenarien hinsichtlich ihrer Konsequenzen für das Untersuchungsfeld analysiert. Des Weiteren wurden, wie üblich für eine Szenariotechnik, mögliche Störereignisse für die Szenarien identifiziert und besprochen. In diesem Workshop wurden auch mögliche Reaktivmaßnahmen auf die Chancen und Risiken der jeweiligen Szenarien sowie Präventiv- und Reaktivmaßnahmen für die einzelnen Störereignisse gebildet. Abschließend wurde auf Basis der Ergebnisse eine Leitstrategie für die Friedrich Stenitzer GmbH definiert. Die Arbeit hat zwei konsistente Zukunftsbilder hervorgebracht. In beiden wird zukünftig mit einer Zunahme von Technologieabhängigkeit und mit maßgeblichen Veränderungen durch Technologie gerechnet. Die Szenarien unterscheiden sich besonders durch die Ausprägung der Bedeutung von Nachhaltigkeit und die zugehörigen nachhaltigen Technologien der Zukunft. Während ein Szenario mit weitreichenden Veränderungen rechnet, ist das andere eher konservativ geprägt. Die Leitstrategie, die aus den beiden Zukunftsbildern resultiert, legt besonderen Fokus auf die Investition von neuen Technologien, die Schaffung einer soliden finanziellen Basis, die Implementierung einer Nachhaltigkeitsstrategie, die Pflege und den Ausbau von Geschäftsbeziehungen, die Erhöhung der Flexibilität und Agilität des Unternehmens und ein akkurates Risikomanagement für Technologien.
Diese Masterarbeit untersucht die Rolle von Kernkompetenzen bei der erfolgreichen Realisierung von Produktinnovationen in der Spezialchemikalienindustrie, wobei die Treibacher Industrie AG als Fallstudie dient. Die theoretische Grundlage der Untersuchung bildet die Ressourcen-basierte Sichtweise (RBV), welche die Bedeutung einzigartiger Ressourcen und Fähigkeiten hervorhebt. Im Rahmen der Studie wurden spezifische Kernkompetenzen wie beispielsweise Rohstoffbeschaffung, Prozessentwicklung und Analytik analysiert und ihr Einfluss auf die verschiedenen Phasen des Produktinnovationsprozesses untersucht. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Erkenntnis, dass der Auslöser einer erfolgreichen Produktinnovation die Befriedigung eines Kundenbedürfnisses ist. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die gezielte Identifikation und Nutzung von Kernkompetenzen entscheidend für die Bewältigung der Herausforderungen einer Produktinnovation sind. Darüber hinaus tragen diese Kompetenzen wesentlich zur Optimierung der Innovationsprozesse und zur Sicherung langfristiger Wettbewerbsvorteile bei. Die Arbeit liefert praxisrelevante Handlungsempfehlungen für Unternehmen der Spezialchemikalienindustrie, um ihre Innovationsfähigkeit durch ein systematisches Kompetenzmanagement zu steigern. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Impulse für die strategische Ausrichtung und operative Umsetzung von Innovationsstrategien in der Branche.
Innovationen sind der Motor der Wirtschaft. Damit einhergehend ist Innovative Leadership. Darunter wird eine neue Art zu führen verstanden. Ihre Relevanz ist steigend, da sie in der Praxis zunehmende Anwendung erfährt. Sie konkurriert mit den klassischen Führungsstilen. Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit hebt Innovative Leadership hervor und untersucht den Führungsstil hinsichtlich Feedback und Motivation der Mitarbeitenden. Im Zentrum steht hierbei die Auswirkung von Feedback auf die Motivation der Mitarbeitenden. Untersuchungsfokus und Ziel der Arbeit sind die Eruierung der unterschiedlichen Auswirkungen von Feedback auf die Motivation der Untergebenen der Innovative Führungskraft. Es werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, welche von Innovative Leadern zur Steigerung der Mitarbeiter*innenzufriedenheit berücksichtigt werden können. Zur Erstellung dieser Empfehlungen wird eine umfassende Analyse der bereits existierenden Literatur vorgenommen. Im Mittelpunkt stehen die generelle Relevanz von Innovationen in der Wirtschaft, theoretische Definition und Eigenschaften von Innovative Leadership, die Definition und Erläuterung der Begrifflichkeiten Motivation und Feedback. In diesem Zusammenhang werden theoretische Korrelationen von Innovative Leadership, Motivation und Feedback hervorgehoben. Die Theorie erfährt eine zweistufige empirische Testung. Das geschieht durch einen Fragebogen, an welchem 143 Personen teilgenommen haben und acht Experteninterviews*Expertinneninterviews. Anschließend wird durch die Überprüfung der Hypothesen die Theorie der Empirie gegenübergestellt. Durch dieses Verfahren ist es möglich valide Handlungsempfehlungen aufzustellen, welche die Arbeit abschließen. So können Innovative Leader in Zukunft die Motivation der Mitarbeitenden durch die korrekte Anwendung von Feedback heben.
Die produzierenden Unternehmen in Österreich sind den zunehmend unvorhersehbareren Änderungen der weltweiten Wirtschaftslage und den stets kürzer werdenden Produktlebenszyklen ausgesetzt, wodurch auch die Herausforderungen für die heimischen Betriebe steigen. Diese müssen innovative Lösungen bieten, um auf den kontinuierlich stärker konkurrierenden Märkten bestehen zu können. Ein geregeltes Innovationsmanagement kann hierbei einen wesentlichen Beitrag leisten. Doch inwiefern sind die Innovationsprozesse in den Produktionsbetrieben in Österreich klar geregelt und was sind die größten Hindernisse bei der Entwicklung von innovativen Produkten und Dienstleistungen? Dies herauszufinden, stellt das Forschungsziel dieser Arbeit dar. Dazu wird beginnend ein Literaturüberblick über die wesentlichen Grundlagen des Innovationsmanagements insbesondere der Innovationsprozesse und innovationsfördernden Unternehmenskultur sowie den bedeutenden Treibern und Barrieren dargelegt. Anschließend folgen grundlegende Aspekte zur Durchführung einer quantitativen Untersuchung und darauf aufbauend die Ergebnisse der im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten Studie. Zu den, aus dieser Forschung hervorgebrachten, Kernergebnissen kann ein weitgehend hoher Reifegrad der Unternehmen hinsichtlich der Innovationsprozesse genannt werden, jedoch existieren es in einigen Teilprozessen noch Optimierungspotentiale. Des Weiteren weisen auch kleine Unternehmen schon sehr reife und geregelte Vorgehensweisen im Umgang mit Innovationen auf.
Im 21. Jahrhundert verzeichnet die Menschheit einen alarmierenden Anstieg im Verbrauch natürlicher Ressourcen, der die Fähigkeit der Erde zur Regeneration übersteigt. Dieser Trend hat weitreichende Konsequenzen für die Umwelt und stellt einen dringlichen Handlungsbedarf hinsichtlich der Nachhaltigkeit dar. Die Schuhindustrie trägt erheblich zu diesen Entwicklungen bei, wobei der größte Teil der Emissionen während der Materialverarbeitung und Produktion entsteht. Aufgrund dieser Ausgangslage ergibt sich ein dringender Handlungsbedarf, die Schuhproduktion nachhaltiger zu gestalten und einen zu 100% nachhaltig produzierten Schuh zu entwickeln und erfolgreich zu vermarkten. Eines der größten Probleme hinsichtlich der sozialen Dimension der Nachhaltigkeit ergibt sich daraus, dass die westliche Welt deutlich mehr Schuhe konsumiert, als sie produziert. Die größten Produktionsländer sind Entwicklungs- und Schwellenländer, in denen sowohl ein niedriges Lohnniveau als auch mangelhafte Umweltstandards bezüglich der Produktion herrschen. Bei herkömmlichen Schuhen werden häufig Kunststoffe eingesetzt, die oft nicht die Kriterien der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit erfüllen. Einige Produzenten losen diese Problematik, indem sie recyceltes Meeresplastik oder andere primär recycelten Kunststoffe verarbeiten. Auch der Einsatz von Naturprodukten als Alternative zu Kunststoffen stellt eine Option dar, an der geforscht und die teilweise auch angewendet wird. Hinsichtlich der Alternativen aus Naturprodukten ergibt sich jedoch häufig die Problematik einer reduzierten Belastbarkeit und Langlebigkeit. Manche Unternehmen versuchen Kund*innen mit Abo-Modellen vom Kauf nachhaltiger Schuhe zu überzeugen. Diese Abo-Modelle losen die Problematik der Langlebigkeit und der Kreislaufwirtschaft, indem der Schuh nach einer bestimmten Zeitspanne an das Unternehmen zurückgeht und die Materialien vollständig wiederverwendet werden. Anhand der im Rahmen der Literaturrecherche gewonnenen Erkenntnisse wurde ein Geschäftsmodell nach Vorlage des Business Model Canvas entwickelt, das die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit berücksichtigt und die notwendigen Partnerschaften mit ökologischen Gütesiegeln und Zulieferern hervorhebt. Auch die Zielgruppen denen nachhaltige Produkte besonders wichtig sind, allgemeine Prioritäten von Konsument*innen beim Schuhkauf und mögliche Vertriebsmodelle wurden im erarbeiteten Geschäftsmodell auf der Grundlage neuester Studienergebnisse berücksichtigt. Das erarbeitete Geschäftsmodell wurde anschließend im Rahmen qualitativer Interviews von Expert*innen aus der Schuhindustrie und dem Schuhvertrieb bewertet. Die Expert*innen schätzen ein Abo-Modell als in der Praxis nicht umsetzbar ein und widersprechen in diesem Punkt den Aussagen der dem Geschäftsmodell zugrundeliegenden quantitativen Studien. Qualität und Tragekomfort schätzen die Expert*innen beim Kauf von Schuhen als wichtiger ein als Nachhaltigkeit als isolierter Faktor. In diesem Punkt decken sich die Aussagen der Expert*innen mit den Ergebnissen quantitativer Studien. Große Herausforderungen sehen die Expert*innen bei der Verfügbarkeit, Langlebigkeit und Preisgestaltung nachhaltiger Materialien und betonen eine große Abhängigkeit von der Zuliefererindustrie.
