Innovationsmanagement
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Knowledge management has already been discussed in business literature for several decades, but there are still only a few organizations, which manage their most valuable asset accordingly. The internet is full of pitfalls and mistakes regarding knowledge management initiatives, due to a strong emphasis on IT based knowledge management systems. Especially when acting in today’s dynamic business environment and whenever operating globally, the need for knowledge sharing based on IT tools rises, as personalization approaches can no longer be applied successfully in organizations of a certain scale. Since knowledge management as a basic discipline is essential for an organization to be successful in the global market, this thesis aims to find out, which factors must be considered to successfully implement and run an IT based knowledge base. It should also show additional benefits on how the knowledge base can create a further advantage for an organization by triggering innovation potentials. Therefore, a broad literature review on knowledge management and innovation was conducted to point out influencing factors for a successful implementation and a beneficial use of an IT based knowledge base. Furthermore, an overview of types of innovation and best practices examples is provided, where knowledge bases are already acting as a trigger for innovation. Subsequently a knowledge base is conceptualized for the business case of an internationally operating intralogistics software provider, which is checked for applicability by experts in several interviews. The focus hereby is not only on the increase of efficiency concerning operations, but the identification of innovation potential derived directly from the knowledge base. By describing a collaborative platform for the organization, the weakest link in knowledge management, namely the link between IT tools and employees should be improved. The introduction of an overarching knowledge base will trigger a cultural change within the company thus confirming the research results, which illustrate a wide variety of organizational framework conditions to guarantee the success of such a knowledge platform. Therefore, the recommended actions state that the support by the top management team has to be ensured and that prior to the implementation the organizational definitions and decisions need to be recorded and communicated clearly to all the persons concerned. The lack of such organizational framework conditions inevitably results in a failure of the tool itself. If, on the contrary, these organizational framework conditions are addressed correctly, the knowledgebase can generate an immeasurable value for the company, which will lead to the long-term success of the organization.
Um den Wettbewerbsvorteil eines technologischen Unternehmens nachhaltig zu steigern bzw. zu schützen ist es essentiell, über technologische Entwicklungen im Bilde zu sein um auf diese frühzeitig reagieren zu können. Aus dieser Motivation heraus werden für die TDK Electronics Group entsprechende Maßnahmen gesetzt, um diesen Wettbewerbsvorteil weiterhin zu verstärken. Die TDK Electronics Group agiert international im schnelllebigen Bereich der elektronischen Bauteile und Systeme. Der Bedarf sowie die Anforderungen an diese Art von Produkten steigen stetig und werden besonders stark von technologischen Entwicklungen geprägt. Dadurch ist die rechtzeitige Identizierung und Interpretation von technologischen Diskontinuitäten essentiell, um keine Zeit in Vergleich zu Wettbewerbern zu verlieren. Ein Technologiefrüherkennungsprozess soll helfen, frühzeitig auf neue Technologien aufmerksam zu werden, um die Chancen dieser nutzen zu können sowie die Gefahr von Wettbewerbern überholt zu werden zu minimieren. Der Technologiefrüherkennungsprozess besteht aus einem Prozessmodell, das mit ausgewählten Methoden ausgestattet ist, um die Anforderungen des Unternehmens bestmöglich erreichen zu können. Dieser Prozess soll helfen, eine negative Erfolgsniveau-Risikobereitschafts-Korrelation innerhalb des Unternehmens zu vermeiden sowie einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu sichern.
Strategische Initiativen und -Projekte sind von zentraler Bedeutung für den langfristigen Erfolg der Unternehmen. Insbesondere im Hinblick auf die Bedeutung für die unternehmerische Überlebensfähigkeit ist es daher unerlässlich, diese auf deren Wirksamkeit und Durchführbarkeit zu bewerten. Ein klarer strategischer Fokus als auch die strategiebasierte Auswahl, Koordination und Priorisierung strategischer Projekte und Initiativen, die die langfristige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zum Ziel haben, stellen sicher, dass die entsprechenden unternehmerischen Ressourcen effektiv und effizient eingesetzt werden und hierdurch das gesamte Potenzial des strategischen Vorhabens freigesetzt wird. Das Ziel der Masterarbeit ist es, operative Tools für die ANDRITZ AG vorzustellen, durch welche der Strategie-Fit von Lean- und Innovationsinitiativen effizient überprüft und diese innerhalb eines Lean Management-Innovation Management-Portfolios priorisiert werden können. Als Ergebnis der Arbeit wird ein geeignetes Framework von operativen Tools vorgestellt, das sich durch Effizienz und Praktikabilität auszeichnet und auf betriebsinterne strategische Projekte und -Initiativen anwendbar ist. Hierfür wird im Rahmen des Theorieteils ein theoriebasiertes Modell entwickelt und vorgestellt, das in weiterer Folge im Zuge des Praxisteils anhand von Experten Workshops auf die Spezifika der ANDRITZ AG modifiziert wird.
Strategic product design
(2025)
This thesis presents a model for aligning business strategy and product positioning. The goal is to systematically connect strategic objectives with market-oriented product decisions. Based on theoretical concepts, a practical model is developed and validated through expert workshops at a technologica ldriven company. The model is applied to a selected product line to demonstrate its usability. Insights from the application inform actionable recommendations for practice. The results show that strategic alignment is achievable when appropriate methods and templates are used. The thesis concludes with a practical guide to support implementation in real-world settings.
Die folgende Masterarbeit beschäftigt sich mit der zentralen Fragestellung, auf welche Art und Weise Innovationsmanagement im IT Service Management eines global agierenden Industrieunternehmens zur kontinuierlichen Serviceverbesserung eingesetzt werden kann. Die Motivation für diese Arbeit liegt in den steigenden Anforderungen in Bezug auf effiziente, standardisierte und kundenorientierte IT-Services in internationalen Industrieunternehmen. IT Service Management wird dabei als wesentlicher Erfolgsfaktor großer Organisationen gesehen, um Services kontinuierlich zu optimieren und flexibel auf neue Anforderungen anzupassen. Ziel der Arbeit ist die Identifizierung von Innovationsmethoden, die sich insbesondere zur Optimierung von IT-Services und IT-Serviceprozessen eignen, sowie die Erarbeitung eines praxisorientierten Konzepts für die Umsetzung. Im Theorieteil werden grundlegende Aspekte des IT Service Managements, des Innovationsmanagements sowie etablierte Innovationsmethoden dargestellt und bezüglich ihrer Anwendbarkeit im IT Service Management bewertet. Im empirischen Teil werden mittels leitfadengestützter Experteninterviews mit Befragten aus internationalen IT-Organisationen und Beraterinnen und Beratern in diesem Bereich Daten erhoben. Diese werden mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet und Erkenntnisse bezüglich bestehender Innovationsansätze, Herausforderungen sowie Erfolgsfaktoren bei der Integration von Innovationsmanagement im IT Service Management ermittelt. Die Masterarbeit liefert auf Basis der Erkenntnisse ein mehrstufiges praxisorientiertes Umsetzungskonzept sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die organisatorische und strategische Integration von Innovationsmanagement im IT Service Management.
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Erfolgsfaktoren für bilaterale Kooperationen in der Wasserstoffwirtschaft und untersucht die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen zwischen Deutschland und potenziellen Partnerländern. Angesichts der zentralen Rolle von Wasserstoff in der Energiewende und der Notwendigkeit seiner Nutzung in schwer dekarbonisierbaren Industrien betrachtet die Arbeit die Herausforderungen und Chancen des internationalen Handels sowie die strategische Gestaltung globaler Partnerschaften. Die Forschungsarbeit folgt einem zweistufigen Ansatz, der theoretische und empirische Methoden kombiniert. Im ersten Teil werden die Chancen, Barrieren und Herausforderungen für eine europäische Wasserstoffwirtschaft identifiziert, mit besonderem Fokus auf den Import von grünem Wasserstoff für Deutschland. Dazu werden bestehende Handelsmodelle, regulatorische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche sowie technologische Entwicklungen systematisch analysiert. Der zweite Teil umfasst eine empirische Untersuchung, die sich aus einer quantitativen und einer qualitativen Analyse zusammensetzt. Die quantitative Analyse erfolgt durch eine Szenarienentwicklung für die europäische Wasserstoffwirtschaft bis 2040. Dabei werden unterschiedliche Entwicklungspfade simuliert, die von einem optimistischen Wachstumsszenario mit dynamischer Technologieentwicklung und internationaler Kooperation bis hin zu einem pessimistisch geprägten Stagnationsszenario mit wirtschaftlichen und regulatorischen Hemmnissen reichen. Ergänzend dazu werden qualitative Expert*inneninterviews durchgeführt, um die Einflussfaktoren für erfolgreiche Wasserstoffpartnerschaften zu identifizieren. Die qualitative Inhaltsanalyse dieser Interviews zeigt, dass stabile politische Rahmenbedingungen, langfristige Investitionssicherheit und technologischer Fortschritt entscheidend für die Marktintegration von Wasserstoff sind. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Erfolg internationaler Wasserstoffpartnerschaften maßgeblich von politischen Entscheidungen, wirtschaftlichen Anreizen und technologischen Entwicklungen abhängt. Ein effizientes Marktdesign erfordert harmonisierte Regulierungen, transparente Handelsmechanismen und verlässliche Zertifizierungssysteme für grünen Wasserstoff. Zudem zeigt die Arbeit, dass eine strategische Auswahl von Partnerländern unter Berücksichtigung von Standortvorteilen, regulatorischer Kompatibilität und ökologischer Nachhaltigkeit notwendig ist. Abschließend werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung internationaler Wasserstoffpartnerschaften formuliert. Dazu gehören die Implementierung einheitlicher Nachhaltigkeitsstandards, die Förderung innovationsgetriebener Infrastrukturentwicklung sowie die Schaffung stabiler Marktmechanismen zur Absicherung langfristiger Handelsbeziehungen. Die Arbeit leistet damit einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur strategischen Planung und politischen Gestaltung einer global vernetzten Wasserstoffwirtschaft.
Die steirische Weinbranche steht vor der Herausforderung, traditionelle Werte mit modernen Kommunikationsformen zu vereinen. Vor dem Hintergrund veränderter Konsumgewohnheiten und einer zunehmend fragmentierten Medienlandschaft gewinnt Content Marketing als strategisches Instrument an Bedeutung. Ziel dieser Arbeit war es, ein innovatives Content-Marketing-Modell zu entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Weingüter in der Steiermark zugeschnitten ist. Aufbauend auf einer umfassenden theoretischen Analyse wurden in zwei Workshops sowie durch qualitative Experteninterviews zentrale Einflussfaktoren identifiziert und ein praxisnahes Modell namens INSPIRE entwickelt. Dieses Modell verknüpft Zielgruppenverständnis, Nutzenorientierung und Kreativitätsprozesse mit modernen Tools und systematischer Wirkungsmessung. Die Arbeit zeigt, dass Content Marketing – richtig eingesetzt – nicht nur die Markenbindung steigern, sondern auch neue Zielgruppen aktivieren kann. Die Ergebnisse bieten konkrete Handlungsempfehlungen zur Positionierung steirischer Weingüter im digitalen Raum.
Geschäftsmodell "Plan B"
(2020)
Eines der großen Schlagworte der letzten Jahre war und ist „Gamification“, also die Integration von spielerischen und für Spiele typische Elemente in Lebensbereiche, die häufig von emotionsloser Sachlichkeit dominiert sind: Ranglisten in Produktionsbetrieben und im Handel spornen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Höchstleistungen an, Verlosungen, an denen ausschließlich zahlende Kundinnen und Kunden teilnehmen dürfen, steigern den Kaufwillen, erreichbare Achievements und Auszeichnungen sorgen dafür, dass eine App oder eine Dienstleistung öfter verwendet bzw. in Anspruch genommen wird. Das „Spiel“ verlässt offenbar die unseriöse, bisweilen „kindische“ Ecke des Lebens und feiert nun sein Comeback. Nun gibt es Personen und Organisationen, die auch schon vor der „Gamification“ die Relevanz des Spieles und des Spielens erkannt haben. Eine solche Organisation ist der Verein Ludovico, der seit Ende der 1980er Jahre in der Steiermark aktiv dafür Sorge trägt, dass Spiel und Spielekultur im ganzen Land Verbreitung finden und die Menschen durch das Spiel Lebenskompetenz erlangen. Das Ludovico begann ursprünglich als reine Ludothek und avancierte insbesondere in den letzten Jahren zu einem Kompetenzzentrum in allen das Spiel betreffenden Bereichen. Als Verein, dessen Einnahmen zu über 80% aus öffentlichen Förderungen bestehen – der mit Abstand größte Teil davon stammt vom Land Steiermark – ist man natürlich auf das Wohlwollen der regierenden Politikerinnen und Politiker angewiesen. In Zeiten des politischen Wandels und zunehmenden Sparmaßnahmen im kulturellen und sozialen Bereich stellt diese Abhängigkeit eine latente Bedrohung dar. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie das Geschäftsmodell des Ludovico verändert werden könnte, um im Fall des Falles finanzielle Autonomie erreichen zu können. Es handelt sich dabei um ein Gedankenexperiment, an dessen Ende ein „Plan B“ entstehen soll. Zu diesem Zweck werden zunächst die Themenbereiche Geschäftsfeldentwicklung (Business Development), Geschäftsmodelle (Business Models) sowie die Entwicklung bzw. Innovation von Geschäftsmodellen erforscht, um auf Basis der gewonnen Erkenntnisse ein Vorgehensmodell zu entwickeln, welches dem Ludovico dabei helfen soll, einen Weg in die wirtschaftliche Selbstständigkeit zu finden. Großes Augenmerk wird dabei auf die vollständige Erfassung und Darstellung des aktuellen Geschäftsmodells des Vereines gelegt, um damit eine solide Ausgangsposition für Entwicklung, Ideation und Innovation zu schaffen. Dafür werden bekannte Darstellungsmöglichkeiten für Geschäftsmodelle untersucht und unter anderem ein eigenes Business Model Canvas entwickelt, welches nicht nur das konkrete Geschäftsmodell abbildet, sondern auch die Umwelt, in die es eingebettet ist, darstellen kann sowie den Kundinnen einen zentralen und gut sichtbaren Platz einräumt. Im weiteren Verlauf wird die Überprüfung der Praxistauglichkeit des entwickelten Vorgehensmodells beschrieben. Zwar konnte das Vorgehensmodell aufgrund zahlreicher notwendig gewordener Anpassungen während der Durchführung von insgesamt drei Workshops nicht bestehen und musste zum Teil grundlegend adaptiert werden, allerdings konnten im Rahmen und Umfeld der Workshops mithilfe der erforschten und entwickelten Werkzeuge über 300 mögliche Ideen, Stoßrichtungen und Denkanstöße für das Ludovico entwickelt werden, welche als Grundlage für weitere strategische und operative Entwicklungen dienen können.
Die Digitalisierung hat bereits sämtliche unserer täglichen Lebensbereiche erfasst. Auch Branchen wie die Agrarwirtschaft die lange Zeit traditionell funktionierten, stellen immer mehr Bereiche wie die Saatgutausbringung, sowie die Bewässerungssteuerung auf digitalisierte Berechnungsmodelle zur optimierten Ressourcennutzung um. Einer der am wenigsten erforschten Bereiche der Agrarwissenschaft ist der bereits sich verbreitende, für viele Bauern jedoch noch immer unerschlossene, Direktvertrieb. Der Direktvertrieb lässt sich inzwischen auch digitalisieren und eröffnet damit weitere Absatzkanäle. Der digitale Direktvertrieb zeichnet sich nicht nur durch den Einsatz von E-Commerce Plattformen aus, sondern auch vielerorts inForm von (teil)digitalen Automatenshops, die Kund*innen ein 24/7 Einkaufserlebnis von Regionalproduktenermöglichen sollen. Kleinbauern bewirten oft schwer zugängliches Gelände und sind vielerorts auf Förderungen auf Grund desgeringen Bruttoertrages angewiesen. Ihre Erzeugnisse werden für gewöhnlich ab Hof oder Bauernmärkten verkauft, sowie in selteneren Fällen von Regionalhändlern als Nischenprodukte ins Sortiment aufgenommen. Know-How im Digitalbereich fehlt oft gänzlich, wodurch viele junge Käuferschichten nicht Kanalgerecht angesprochen werden. Durch den Klimawandel und die ersten spürbaren Folgen von ebendiesem, findet in der Bevölkerung ein Umdenken Richtung Nachhaltigkeit statt. Die Rückbesinnung auf Regionalprodukte von nahen Erzeugern statt Importprodukten ist ein stark zunehmender Trend, der Kleinbauern grundsätzlich entgegenkommt. Es liegt nun an diesen, die vorhandenen Chancen zu nutzen und sich durch den Vertrieb über digitale Kanäle wieder stärker bei den KonsumentInnen zu präsentieren. Automaten und Onlineverkauf liegen im Trend und gelten als sinnvolle Erweiterung des Direktvertriebs.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Geschäftsmodells zum Markteintritt einer KI-Software in der Health-Tech-Branche und wird im Rahmen des Fachhochschul-Masterstudiengangs Innovationsmanagement an der Fachhochschule Campus 02 eingereicht. Die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen gewinnt in der heutigen Zeit vermehrt an Bedeutung. Die Health-Tech-Branche stellt einen potenziellen Markt dar, da die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Medizin zu Kosteinsparungen führen kann. Die Vertify GmbH entwickelt eine KI-Software, die die Diagnose im Rahmen der Schwindelabklärung unterstützen kann, und dadurch kostenintensive und nicht direkt relevante Untersuchungen verhindern kann. Um die Technologie als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, gilt es ein entsprechendes Geschäftsmodell für den Markteintritt zu erstellen, das den Anforderungen der Branche entspricht und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz berücksichtigt. Im Zuge der theoretischen Auseinandersetzung werden unterschiedliche Methoden zur Entwicklung von Geschäftsmodellen erläutert. Für die Darstellung des Geschäftsmodells wird das Business Model Canvas herangezogen. Des Weiteren werden die Marktentwicklungen der Branche untersucht und Herausforderungen hinsichtlich des Einsatzes der Künstlichen Intelligenz in Unternehmen aufgezeigt. Darauf aufbauend werden KI-Geschäftsmodelle analysiert sowie relevante Geschäftsmodellmusterbestimmt. Die Ergebnisse des theoretischen Teils der Arbeit stellen zwei ideale Geschäftsmodellvarianten dar, die für die Markteinführung einer KI-Software in die Health-Tech-Branche geeignet sind. Die theoretischen Erkenntnisse sowie die Unternehmensbeschreibung der Vertify GmbH bilden die Grundlage für die Forschungsarbeit. Aus der empirischen Untersuchung geht hervor, dass die in der Theorie entwickelten Geschäftsmodelle nicht umgesetzt werden können. Es zeigt sich, dass die Branche Regulierungen des Gesundheitswesens unterliegt und durch politische Machthebel gekennzeichnet ist. Weiteres werden erhebliche Unterschiede zwischen den Wahlärztinnen und Wahlärzten, und Vertragsärztinnen und Vertragsärzten erkennbar. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit verdeutlichen, dass ein Markteintritt in Zusammenarbeit mit einer der drei österreichischen Krankenversicherungen keine Möglichkeit für ein junges Unternehmen darstellt. Aus diesem Grund wird ein Geschäftsmodell zum Eintritt in den Markt entwickelt, das Wahlärztinnen und Wahlärzte als Kundensegment versorgt. Um Kosteneinsparungen für das österreichische Gesundheitssystem zu erzielen, wird eine mögliche Erweiterung des Geschäftsmodells aufgezeigt. Die Geschäftsmodellerweiterung beinhaltet die Aufnahme der Software in den Leistungskatalog der Krankenversicherungen, um den gesamten Markt zu erschließen. Es gilt zu beachten, dass das Geschäftsmodell zum Markteintritt nicht die Privatmedizin im Gegensatz zur öffentlich finanzierten Medizin etablieren will. Das Medizinprodukt soll zu einer Verbesserung des gesamten Gesundheitssystems beitragen. Um dieses Ziel zu erreichen, und um die Krankenversicherungen von der KI-Software zu überzeugen, ist eine vorangegangene Markteinführung notwendig.
