53.38 Lichttechnik
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Automatische Vermessung und Parametrierung von farbveränderlichen Premium Beleuchtungssystemen
(2018)
In der Beleuchtungsindustrie erlangen farb- und helligkeitsveränderliche Lichtsysteme immer mehr an Bedeutung. Solche Systeme werden als „Tunable White“ – Systeme bezeichnet. Da sich die Qualität ständig verbessert, ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Systeme erforderlich, um konkurrenzfähig zu bleiben. Durch eine Vermessung und Parametrierung aller Systemkomponenten ist es möglich, unabhängig von Fertigungstoleranzen der LED-Module und Treiber, ein definiertes Licht (Farbe und Helligkeit) mit sehr geringen Toleranzen zu erreichen.
Da bei der Entwicklung eines „Tunable White“-Systems, keine Anforderungen für den Prozess der Vermessung und Parametrierung festgelegt sind, wird dieser nicht einheitlich durchgeführt. Darüber hinaus ist es erforderlich, eine Vielzahl an verschiedenen Programmen zu verwenden. Dies führt oft zu Fehlern und erfordert somit einen sehr hohen Arbeitsaufwand.
Ziel dieser Masterarbeit ist es, einen automatisierten Prozess und ein Softwaretool zu entwickeln, mit dem ein „Tunable White“-Systeme parametriert und verifiziert werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, werden im ersten Schritt die Anforderungen des gesamten Prozesses analysiert. Anschließend wird der Temperatureinfluss auf das System, insbesondere auf die Messergebnisse (Lichtleistung und Farbe) untersucht. Diese Analyse führt dazu, dass Maßnahmen definiert werden, welche eine fehlerfreie Messung gewährleisten. Anschließend werden der gesamte Prozess und die erforderlichen Komponenten aus den vorangegangenen Erkenntnissen abgeleitet.
Das Ergebnis dieser Masterarbeit ist ein definierter Prozess und ein Softwaretool, mit dem es möglich ist den Prozess der Vermessung und Parametrierung automatisiert durchzuführen. Dadurch wird sichergestellt, dass das System korrekt parametriert ist und alle Spezifikationen erfüllt. Zusätzlich werden alle gemessenen Daten in einem Excel-Arbeitsblatt archiviert. Der nächste Schritt im Unternehmen ist die Unterweisung der Mitarbeiter für das Programm.
Wenn man abends in einem Großraumbüro im Lichtkegel der Schreibtischlampe arbeitet und rundherum Finsternis herrscht, kann das negative Auswirkungen auf die Psyche des Arbeitenden haben. Um dies zu verhindern, soll mit Hilfe von kabellosen Positionsaustauschs aller Leuchten eines Raumes eine Lichtwolke um den aktiven Arbeitsplatz erzeugt werden. Ein Softwaremodul berechnet über die Dämpfung eines ausgesendeten Signals den Abstand und entscheidet, welche Leuchten eingeschaltet werden. Deshalb werden Übertragungseigenschaften von Ultraschall und Infrarot mit Hilfe von Sender- und Empfängerschaltungen getestet und ausgewertet. Der Signalverlauf wird in halben Meterschritten bis zu einer Distanz von zehn Meter aufgezeichnet und in einem Korrelationsdiagramm visualisiert. Daraus ist erkennbar und wird durch das Ergebnis einer Bewertungsmatrix mit vier Bewertungskriterien unterstrichen, dass der Signaltyp Infrarot die bessere Wahl für diese Anwendung ist.
