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Die produzierenden Unternehmen in Österreich sind den zunehmend unvorhersehbareren Änderungen der weltweiten Wirtschaftslage und den stets kürzer werdenden Produktlebenszyklen ausgesetzt, wodurch auch die Herausforderungen für die heimischen Betriebe steigen. Diese müssen innovative Lösungen bieten, um auf den kontinuierlich stärker konkurrierenden Märkten bestehen zu können. Ein geregeltes Innovationsmanagement kann hierbei einen wesentlichen Beitrag leisten. Doch inwiefern sind die Innovationsprozesse in den Produktionsbetrieben in Österreich klar geregelt und was sind die größten Hindernisse bei der Entwicklung von innovativen Produkten und Dienstleistungen? Dies herauszufinden, stellt das Forschungsziel dieser Arbeit dar. Dazu wird beginnend ein Literaturüberblick über die wesentlichen Grundlagen des Innovationsmanagements insbesondere der Innovationsprozesse und innovationsfördernden Unternehmenskultur sowie den bedeutenden Treibern und Barrieren dargelegt. Anschließend folgen grundlegende Aspekte zur Durchführung einer quantitativen Untersuchung und darauf aufbauend die Ergebnisse der im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten Studie. Zu den, aus dieser Forschung hervorgebrachten, Kernergebnissen kann ein weitgehend hoher Reifegrad der Unternehmen hinsichtlich der Innovationsprozesse genannt werden, jedoch existieren es in einigen Teilprozessen noch Optimierungspotentiale. Des Weiteren weisen auch kleine Unternehmen schon sehr reife und geregelte Vorgehensweisen im Umgang mit Innovationen auf.
Social-Media-Kommunikation in Industrieunternehmen und Analyse von Trends am Beispiel der Knapp AG
(2020)
Social-Media-Plattformen umgeben uns bereits seit Jahren. Nur wenige sind heutzutage, ohne ein Profil auf dem einen oder anderen Netzwerk zu finden, auch Unternehmen sind zunehmend auf den Plattformen vertreten. Die Bildung von Strategien für das Employer Branding und das Messen der Tätigkeiten ist jedoch in den meisten Unternehmen noch in den Kinderschuhen. Auch ist das Bewusstsein der Relevanz und der damit verbundene Zeitaufwand für ein professionelles Auftreten bei den meisten Entscheidungsträgern noch nicht vorhanden. B2B-Unternehmen stehen dabei vor der zusätzlichen Herausforderung den Bekanntheitsgrad der Marke zu steigern, um mit den Zielgruppen Generation Y und Z erst in Kontakt zu treten. Im theoretischen Teil der Arbeit konnten Merkmale für eine gelungene Kommunikation identifiziert und auf die Anwendbarkeit auf den einzelnen Plattformen überprüft werden. Im empirischen Teil der Arbeit wurden Experten zu den Themen Generation Y und Z, Kommunikation, Social Media, Employer Branding und Kontaktkanäle befragt. Aufbauend auf den bisher generierten Informationen wurde eine Online-Befragung der Zielgruppen Generation Y und Z durchgeführt. Diese diente dazu die gewonnenen Erkenntnisse und Annahmen durch die Gruppen zu verifizieren und Unstimmigkeiten durch direktes Feedback auszuräumen. Die Ergebnisse wurden konsolidiert, ein Konzept für die Unternehmensgruppe KNAPP wurde erstellt und nächste Schritte für die Umsetzung des Konzepts wurden in einer Handlungsempfehlung zusammengefasst.
Die Herausforderungen, die mit der digitalen Transformation einhergehen, nehmen aufgrund der schnellen Entwicklung neuer, digitaler Technologien maßgeblich Einfluss auf Unternehmen aller Branchen und Größen und damit auch auf die Personalarbeit. Um die Innovationsfähigkeit von Großunternehmen – denen sowohl in der Praxis als auch in der Literatur eine gewisse Innovationsträgheit attestiert wird – zu fördern, wird im Rahmen dieser Arbeit ein Maßnahmenkatalog zur Umsetzung durch das Personalmanagement erarbeitet. Dazu werden im Rahmen einer Literaturanalyse die Themenbereiche digitale Transformation und dessen Implikationen für das Personalmanagement, Innovationsfähigkeit von Großunternehmen sowie digitalisierungs- und innovationsorientiertes Personalmanagement eingehend beleuchtet. Im Anschluss gibt eine zweiphasige, empirische Untersuchung anhand eines Praxisfalls Einblicke in das Personalmanagement eines Großunternehmens und dessen gesetzte Maßnahmen zur Förderung der Innovationsfähigkeit. Abgeleitet aus den theoretischen Erkenntnissen der Literaturanalyse und den empirischen Ergebnissen der Praxisfalluntersuchung werden ein Maßnahmenkatalog für das Personalmanagement zur Förderung der Innovationsfähigkeit von Großunternehmen in Zeiten digitaler Transformation dargestellt und Handlungsempfehlungen für Großunternehmen zur Umsetzung dieser Maßnahmen durch den Personalbereich formuliert. Das Ergebnis stellt eine Sammlung von Maßnahmen und Möglichkeiten für das Personalmanagement dar, mithilfe derer positive Beiträge zur Innovationsfähigkeit von Großunternehmen geleistet werden können.
Der gravierende IT-Fachkräftemangel sowie die Treiber für die Veränderungen der Arbeitswelt (Demografischer Wandel, Globalisierung, Digitalisierung, Wissenskultur mit lebenslangem Lernen, Individualisierung, Wertewandel der Generationen) zwingen Unternehmen dazu sich mit geeigneten Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeiterbindung auseinanderzusetzen. Um sich als attraktiver Arbeitgeber für IT-Fachkräfte zu positionieren, ist es entscheidend genau jene Angebote zu ermitteln und bereitzustellen, die für die Zielgruppe von Bedeutung sind. Im Zuge des Theorieteils wurde anhand einer umfassenden Literaturrecherche eine Toolbox mit Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeiterbindung erarbeitet, welche um die Erkenntnisse des empirischen Teils ergänzt und verfeinert wurde. In einem Mixed-Methods-Ansatz wurden zunächst die Erwartungen und Wünsche der IT-Fachkräfte an den Arbeitgeber in einem qualitativen Kreativitätsworkshop identifiziert und attraktive Angebote des Arbeitsgebers zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterbindung erarbeitet. Basierend auf den Ergebnissen des Kreativitätsworkshops und der Literaturrecherche erfolgte im Anschluss eine quantitative Befragung von IT-Fachkräften mittels Online-Fragebogen, welche die geeignetsten Angebote des Arbeitgebers für die Zielgruppe ermittelte. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse des methodischen Vorgehens wurde eine Priorisierung der Mitarbeiterbindungsmaßnahmen vorgenommen und Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber von IT-Fachkräften abgeleitet. Für die Merkmale der Arbeitsbedingungen wurde ein hohes Maß an gewährter Flexibilität (hinsichtlich Arbeitszeit, Arbeitsort, privater Verpflichtungen) als Dreh- und Angelpunkt der retentionsförderlichen Maßnahmen für IT-Fachkräfte identifiziert. Ebenso eine entscheidende Rolle spielt die Bezahlung eines fairen und konkurrenzfähigen Gehalts (Gehaltsentwicklungsplan, Zeitausgleich statt All-in Verträgen), die Eröffnung von Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen (Karriereplan, Etablierung von Fachkarrieren, kontinuierliche Weiterbildungen, Wissensaustausch unter Kollegen), technische Ausstattung auf dem aktuellem Stand der Technik (mehrere Bildschirmmonitore, leistungsfähiger Rechner, Hardware und Software up-to-date, favorisierte Programme, neue Technologien), ein Angebot an retentionsförderlichen Veranstaltungen (regelmäßige Mitarbeiterinformationen, Teambuilding-Events) und klare Regelungen von Prozessen und Verantwortlichkeiten. Das Handlungsfeld der Mitarbeiterführung (Sozialkompetenz der Führungskraft, Erkennen und Fördern von Entwicklungspotentialen, Wertschätzung und Anerkennung, Feedback, Beachtung der Mitarbeiterauslastung, Kommunikation und Information, Berücksichtigung von Interessen und Stärken) sowie die Gestaltung der Arbeitsinhalte (Flexibilität bei der Abarbeitung von Arbeitsaufgaben, Ausrichtung an Stärken und Interessen des Mitarbeiters, Möglichkeit sich einzubringen) runden das Mitarbeiterbindungskonzept ab. Die Relevanz der Mitarbeiterbindung wird sich in den nächsten Jahren intensivieren, da davon auszugehen ist, dass sich der gravierende Fachkräftemangel von IT-Personal weiter zuspitzen wird. Arbeitgeber von IT-Fachkräften bewegen sich in einem äußerst kompetitiven Umfeld und müssen daher ein retentionsförderliches Maßnahmenpaket schnüren, welches es ihnen erlaubt die IT-Personalressourcen langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Implementierung des erarbeiteten Maßnahmenbündels trägt dazu bei die Erfolgschancen von Arbeitgebern für den Verbleib von IT-Personal im Unternehmen zu erhöhen. Die frühzeitige Auseinandersetzung mit mitarbeiterorientierten Retentionskonzepten leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und Abmilderung des IT-Fachkräftemangels.
