Working Paper
Refine
Document Type
- Working Paper (58) (remove)
Language
- German (58)
Has Fulltext
- yes (58)
Is part of the Bibliography
- yes (58)
Keywords
- Didaktik (54)
- Hochschullehre (54)
“Backchannel” einsetzen
(2020)
Lehrveranstaltungen mit vielen Teilnehmer*innen (TN) erschweren oft die Interaktion. Die Gruppengröße ist eine Hemmschwelle, TN trauen sich nicht, Fragen zu stellen oder haben den Eindruck, dass Fragenstellen nicht erwünscht ist. Ein Backchannel, d.h. eine in Echtzeit im Hintergrund ablaufende Online-Konversation, kann hier Abhilfe schaffen. Durch den Backchannel kann den TN das niederschwellige, anonyme Stellen von Fragen auch in großen Gruppen ermöglicht werden und die Lehrperson (LP) kann wichtige Rückmeldungen zur Verständlichkeit/Vermittlung der Inhalte einholen.
Blended Learning
(2020)
Wird traditioneller Präsenzunterricht mit digitalen bzw. virtuellen Lehr-/Lernszenarien didaktisch sinnvoll verknüpft bzw. kombiniert, spricht man von Blended Learning (in manchen Kontexten von hybridem Lernen). Das hat sowohl für Lernende wie auch für Lehrende Vorteile, beispielsweise hinsichtlich Flexibilität und Vielseitigkeit. Um sicherstellen zu können, dass die Lernziele erreicht werden, ist es für Lehrpersonen notwendig, Rahmenbedingungen vorzugeben und Lernprozesse, insbesondere in den Onlinephasen, zu begleiten. Dieser Use Case befasst sich mit der Planung, Gestaltung und erfolgreichen Durchführung solcher Szenarien.
Vortragsaufzeichnungen erlauben den Teilnehmer*innen (TN) zeitlich und örtlich flexibel auf Lerninhalte zuzugreifen. Dazu werden Vortragseinheiten (mit oder ohne Publikum, zeitgleich live gestreamt oder nicht) von der Lehrperson (LP) aufgezeichnet. Dies ermöglicht die gesamten Aufzeichnungen jenen TN, die nicht anwesend sein können, zur Verfügung zu stellen und/oder in den darauffolgenden Semestern einzelne Lehrinhalte als Videos didaktisch sinnvoll in den Unterrichtsablauf zu integrieren. Wie solche Aufzeichnungen erstellt und damit Lehrveranstaltungen bereichert und ergänzt werden können, erklärt dieser
Use Case.
Audience-Response-Systeme
(2020)
Besonders in Lehrveranstaltungen mit großen Teilnehmer*innenzahlen ist es oft schwierig, den tatsächlichen Wissensstand und die Aufmerksamkeit der Teilnehmer*innen (TN) einzuschätzen. Audience-Response-Systeme (ARS)
können hier Abhilfe schaffen: Sie ermöglichen es, Fragen an die TN zu stellen, die sofort und anonym über die mobilen Endgeräte der TN beantwortet werden können. So können die TN schnell aktiviert, der Lernfortschritt der TN überprüft und Feedback zur Lehrveranstaltung eingeholt werden.
Die asynchrone Lehre, die im Gegensatz zur synchronen Lehre zeitversetzt stattfindet, zeichnet sich vor allem durch ihre Flexibilität in Bezug auf Zeit und Ort aus. Bei einem verstärkten Einsatz von Fernlehre können Lehrpersonen (LP)wie auch Teilnehmer*innen (TN) zu selbst festgelegten Zeiten an Arbeitsaufträgen arbeiten. In einem hybriden Lehrsetting (z.B. Gruppe A diskutiert in Präsenz, Gruppe B diskutiert asynchron online) bzw. reiner Online-Lehre sind daher die didaktischen Überlegungen über die Verwendung asynchroner Diskussionsmöglichkeiten, wie etwa das Arbeiten mit Forumsbeiträgen, umso relevanter. Welche Möglichkeiten es für asynchrones Arbeiten und Diskutieren gibt, behandelt dieser Use Case.
Die schriftliche Aufgabenstellung ist – v.a. in asynchronen Online-Phasen einer Lehrveranstaltung oder in reinen Online-Veranstaltungen – der zentraleLeitfaden für Teilnehmer*innen (TN), um Aufgaben und Arbeitsaufträge korrekt durchführen zu können. Deshalb ist es so wichtig, dass Arbeitsaufgaben bzw. -aufträge präzise formuliert und klar strukturiert sowie mit Lernzielen verknüpft werden. Passiert dies nicht, führt das nicht nur zu Schwierigkeiten für die TN, sondern auch für die Lehrperson (LP), die viel individuelle Hilfestellungen geben muss und sich im Nachhinein mit unterschiedlichsten Ergebnissen konfrontiert sieht. Um dies zu vermeiden, erklärt dieser Use Case, worauf bei der Formulierung von Arbeitsaufträgen geachtet werden sollte.
Achtsamkeit
(2022)
Da der Terminus „Achtsamkeit“ sowohl spirituelle als auch säkulare
Komponenten enthält, wird der Begriff oft als unspezifisch klassifiziert. Ursprünglich stammt das Konzept der Achtsamkeit jedoch aus dem Buddhismus und beinhaltet eine formale Übungspraxis (Meditation), Anleitungen zur Lebensführung und ethisch-spirituelle Haltungen. Vor allem Meditationsübungen sind aber in der westlichen Lehre über die letzten Jahrzehnte aus dem buddhistischen Kontext herausgelöst worden. Sie verfolgen nun spezifische Ziele wie z.B. das Erreichen von Entspannung, Konzentration oder allgemeinem Wohlbefinden. Dies soll durch die gezielte Lenkung der Aufmerksamkeit und dem bewussten, nicht-wertenden Erleben des aktuellen Moments erreicht werden.
Interaktion mit Teilnehmer*innen (TN) ist in der Online-Lehre mindestens genauso wichtig wie in der Präsenzlehre. Im virtuellen Raum (z.B. in einer Videokonferenz oder über das eingesetzte Lernmanagementsystem) können Abstimmungen allerdings nicht wie gewohnt per Handzeichen geregelt und die Stimmung der Teilnehmer*innen (TN) nicht mittels Blick durch den Raum ermittelt werden. Hier schaffen digitale Tools Abhilfe. Sie ermöglichen es, Abstimmungen und kurze Umfragen im virtuellen Lehrraum durchzuführen. So können TN bspw. mittels Fragen aktiviert werden, der Lehrperson (LP) ihre Stimmung mitteilen und unkompliziert Gruppeneinteilungen vornehmen.
