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Bei Peer-Feedback handelt es sich um eine Feedbackmethode, bei der sich gleichrangige Teilnehmer*innen (= Peers) gegenseitig Rückmeldungen (Kritik, Anregungen) auf Produkte und Leistungen (bspw. Protokoll, Video, Seminararbeit) geben. Peer-Feedback schult zentrale Kompetenzen (z.B. Analysekompetenz) und ermöglicht es den TN, die eigene Leistung mithilfe des Vergleichswerts zu reflektieren und zu verbessern. Digitale Tools können Peer-Feedback-Prozesse unterstützen. Wie digitales Peer-Feedback in der Lehre eingesetzt werden kann, beschreibt dieser Use Case.
Online-Lernräume einrichten
(2020)
Online-Lernräume wie beispielsweise die virtuelle Kursumgebung in einem Lernmanagementsystem (LMS) sind sowohl bei Blended-Learning-Angeboten als auch in der reinen Online-Lehre ein wichtiger Ort für Teilnehmer*innen (TN). Dort finden sie z.B. relevante (Lern-)Inhalte, Kursmaterialien und Arbeitsaufträge. Damit Online-Lernräume über ihre Funktion als „Dateiablage“ hinausgehen, ist es wichtig, Kommunikationsmöglichkeiten für den Austausch untereinander sowie mit der Lehrperson (LP) zu schaffen und Online-Aktivitäten didaktisch sinnvoll zu platzieren. Welche Aspekte bei der Gestaltung und Organisation von Online-Lernumgebungen beachtet werden sollten um Lernprozesse bestmöglich zu unterstützen, erfahren Sie in diesem Use Case. Der Fokus liegt hier auf dem LMS Moodle, das aktuell im steirischen Hochschulraum am verbreitetsten ist.
Offene Fragetypen erstellen
(2020)
Ob offline oder online, eine Lehrveranstaltung besteht zu großen Teilen aus Fragen für Teilnehmer*innen (TN): von Verständnisfragen in der Lehrveranstaltung über Hausübungen und (Self-)Assessments bis zur Prüfung am Ende. In der Online-Lehre ist es aber noch wichtiger, präzise zu formulieren, da Rückfragen nicht so einfach möglich sind. Dieser Use Case stellt verschiedene offene Fragetypen und -formate dar, von Kurzantworten und Lückentexten bis zu Essays und Open-Book-Prüfungen. Informationen zu geschlossenen Fragen finden Sie in einem eigenen UC.
Referate sind klassische Mittel zur Wissensüberprüfung und -erarbeitung von Studierenden und sind Grundbausteine vieler Lehrveranstaltungen. Ein medial aufbereitetes Referat sorgt dafür, dass der Inhalt nicht nur rein mündlich transferiert, sondern zusätzlich mit Visualisierungen und Interaktionen unterstützt wird. Neben der Inhaltsvermittlung ist ein grundlegendes Ziel, dass Studierende durch die Erstellung multimedialer Referate ihre Medienkompetenzen im wissenschaftlichen Bereich stärken. Welche Möglichkeiten es für den Einsatz von Referaten in Präsenz- und Online-Lehre gibt, welche Tools für die Erstellung dieser eingesetzt werden können und auf welche Aspekte Lehrende bei multimedialen Referaten von Studierenden achten sollen, sind Inhalte dieses Use-Cases.
Moodle-Fragetyp STACK nutzen
(2020)
STACK (System for Teaching and Assessment using a Computer algebra Kernel) ist ein spezieller geschlossener Fragetyp in MOODLE (plugin) und baut auf das open source Computer Algebra System (CAS) Maxima auf. In der Lehre lässt sich STACK sowohl zur Veranschaulichung mathematischer Zusammenhänge als auch zur formativen und summativen Überprüfung einsetzen. Es wird damit beispielsweise möglich, interaktiv Grafiken mathematischer Zusammenhänge zu plotten, algebraische Vergleiche anzustellen sowie Beweisführungen abzufragen.
Anwendung finden derartige Möglichkeiten primär in den MINT-Fächern, aber auch in allen anderen Wissenschaften, wenn es um die Veranschaulichung mathematischer Zusammenhänge geht, wie in den quantitativen Sozialwissenschaften oder verwandten Fächern.
Multimediale Inhalte können je nach Kontext unterschiedlich im Unterricht eingesetzt werden. Die Möglichkeiten inkludieren z.B. ein Expert*inneninterview als Audiodatei, ein kurzes Video das einen Lerninhalt erklärt, die Verwendung von Episoden aus Podcasts (episodenhafte Audio- oder Videobeiträge) oder Animationen, die komplexe Modelle grafisch und aus unterschiedlichen Perspektiven darstellen. Digitale Medien sollen dabei weder als Ersatz herkömmlicher Arten des Unterrichts dienen, noch als bloße Ergänzung.
Vielmehr geht es darum, Überlegungen zu treffen, wie ein didaktisches Konzept sinnvoll in Hinblick auf Einsatz des jeweiligen Mediums entwickelt werden kann. Dieser Use Case befasst sich mit den verschiedenen Einsatzmethoden von multimedialen Inhalten.
Wenn es darum geht, Lernprozesse zu fördern, spielt konstruktives Feedback (Rückmeldungen zu Lernstand und Hilfestellungen) eine zentrale Rolle. Werden digitale Tools für die Feedback-Gabe eingesetzt, kann schriftliches Feedback effizienter und einfacher gestaltet werden. Alternativ bringt Feedback als Audio- bzw. Video Zeitersparnisse und die Korrekturzeit bei Quiz kann wegfallen, wenn diese beim Erstellen mit Erklärungen und Musterlösungen angereichert werden, die den TN unmittelbar nach der Absolvierung angezeigt werden. Was konstruktives Feedback auszeichnet und wie es mithilfe digitaler Medien gegeben werden kann, zeigt dieser Use Case.
Kollaboratives Schreiben
(2020)
Kollaboratives Schreiben bezeichnet die gemeinsame Arbeit von Teilnehmer*innen (TN) an Texten. Die Methoden sind vielfältig und eignen sich für alle Lehrveranstaltungen, in denen Texte produziert werden (bspw. Präsentationen, Portfolios oder Seminararbeiten). Durch die Verwendung von digitalen Tools wird das gemeinsame Schreiben erleichtert; es kann gleichzeitig gemeinsam (synchron) oder zeitlich versetzt (asynchron) an einem Dokument gearbeitet werden. Die TN können dabei den gesamten Text gemeinsam erstellen oder an einzelnen Stellen des Schreibprozesses zusammenarbeiten.
KI-Kompetenzen vermitteln
(2024)
Die aktuellen technologischen Entwicklungen legen nahe, Kompetenzen im Bereich künstliche Intelligenz (KI) in allen Studiengängen anHochschulen zu fördern. In diesem Use Case werden drei Methoden zur Verbesserung der KI-Kompetenzen erläutert: Förderung der Anwendung von KI im Arbeitsalltag durch Cognitive Apprenticeship, Reflexionshilfen für die KI-Ethik und Steigerung der KI-Awareness durch regelmäßige Diskussionen. Ein konkreter Anwendungsfall zeigt die Umsetzung im Unterricht.
Künstliche Intelligenz (KI) spielt heute und in Zukunft in allen Lebensbereichen eine immer wichtigere Rolle. Nicht nur Studierende, auch Lehrende können sich Künstlicher Intelligenz (dieser Use Case bezieht sich vornehmlich auf den Einsatz generativer KI-Sprachmodelle) bedienen, um ihren Arbeitsalltag effizienter zu gestalten und ihre Lehre mit neuen Ideen anzureichern. Ein Einsatzgebiet umfasst dabei die Unterrichtsvorbereitung. In diesem Use Case wird aufgezeigt, wie KI zur Planung von Lehreinheiten verwendet werden kann, worauf dabei geachtet werden muss und wo Herausforderungen und Grenzen des KI-Einsatzes liegen.
Skriptum
(2020)
Besonders in Lehrveranstaltungen mit einem primär unidirektionalen Fokus der Wissensvermittlung vonseiten der Lehrperson (z.B. in Vorlesungen) sind Skripten integrale Begleitmaterialien für die Lernenden. Skripten dienen in solchen Lehr- und Lernsettings sowohl der Vor- und Nachbereitung der in der Lehrveranstaltung besprochenen Inhalte als auch der Prüfungsvorbereitung. Traditionell wurden den Lernenden Skripten lediglich in Papierform zur Verfügung gestellt. Mit dem vermehrten Einsatz von digitalen Endgeräten nimmt die Umstellung auf digitale Skripten zu. Welche Vorteile diese bringen und welche anderen Möglichkeiten es zur Erstellung digitaler Skripten gibt, sind Inhalte dieses Use Cases.
Hybride Lehre
(2023)
Hybride Lehre ist bisher in der Literatur nicht eindeutig definiert und umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Konzepte. Jedenfalls bedeutet „hybrid“, dass es zu einer Mischung von Lehrformaten kommt; meist wird hybride Lehre als synchrone (zeitgleiche) Möglichkeit der Teilnahme an Lehrveranstaltungen online und in Präsenz verstanden und soll vornehmlich auch in vorliegendem Use Cases in dieser Form definiert werden. Im Rahmen der genannten Definition wird mit Präsenz die physische Präsenz vor Ort beschrieben. In dem Use Case wird beschrieben, wie analoge und digitale Lehr- und Lernumgebungen verbunden werden können, um Wissen zu vermitteln, Zusammenarbeit und Interaktivität zu ermöglichen und neue Potenziale zu erschließen, wobei meist auf synchrone Veranstaltungen Bezug genommen wird.
Ob offline oder online, eine Lehrveranstaltung beinhaltet immer wieder Fragen für die Teilnehmer*innen (TN) – sei es für laufende (unbenotete) Self_Assessments oder für Zwischen- bzw. Abschlussprüfungen. Um aus einer Überprüfung des Wissenstandes der TN eine möglichst sinnvolle Aufgabe zu machen, ist die Erstellung qualitativ hochwertiger (Prüfungs-)Fragen essenziell. Dieser Use Case zeigt, wie geschlossene Fragen am besten vorbereitet werden. Informationen zu offenen Fragen finden Sie in einem eigenen UC.
Künstliche Intelligenz (KI) hat in verschiedenen Ausprägungen ihren Weg in sämtliche Lebensbereiche gefunden. Lehrpersonen sind daher gefordert, ihre eigene sowie die Digitalkompetenzen ihrer Studierenden zu schulen, um diese bestmöglich auf die berufliche Praxis vorzubereiten. Der Einsatz von KI – in diesem Use Case wird im Speziellen auf generative KI-Sprachmodelle eingegangen – kann jedoch auch Vorteile für die Lehre mit sich bringen und beispielsweise zu einer Verbesserung der Lehr- und Lernprozesse führen, etwa durch eine
Individualisierung der Lernwege oder die umfangreiche Ermöglichung von
Inklusion. In diesem Use Case wird beschrieben, wie generative KI-Sprachmodelle zur Individualisierung von Lernprozessen eingesetzt werden können und welche Vorteile aber auch Herausforderungen dies mit sich bringen kann.
Gamification
(2019)
Gamification in der Lehre bedeutet, Lernprozesse durch Spielelemente auf motivierende Weise anzuregen. Dabei geht es jedoch nicht, wie beim Game-Based-Learning, um die Produktion oder den Einsatz eines Spiels an sich, sondern vielmehr um die Ergänzung der Lehre durch einzelne spielerische Aspekte. Mit Belohnungen, Levels, Punkten oder Rankings können Teilnehmer*innen (TN) motiviert werden, die Aufgaben zu bewältigen und damit auch die festgelegten Lehr- und Lernziele zu erreichen.1 Vor allem in der digitalen Lehre eröffnen sich dahingehend viele neue Möglichkeiten, die die spielerische Pädagogik wiederauferstehen lassen.
Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsressourcen, sind frei zugängliche Materialien und können zu Lehr- und Forschungszwecken kostenlos genutzt, verbreitet und dank entsprechender Lizenzierung häufig auch bearbeitet werden. Neben der freien Nutzung von OER, können Lehrpersonen (LP) freie Bildungsmaterialen erschaffen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Mittels Creative Commons-Lizenzen (CC) können LP erkennen, welche Verwendungsmöglichkeiten von fremden OER sie haben bzw. entscheiden, welche Rechte sie den Nutzer*innen bei eigenen OER einräumen.
Formatives E-Assessment
(2020)
E-Assessment bezeichnet die elektronisch unterstützte Überprüfung von Wissen und Kompetenzen. Formativ ist E-Assessment dann, wenn es während aktuell stattfindender Lernprozesse eingesetzt wird, mit dem Ziel, laufend die Lernfortschritte der Teilnehmer*innen (TN) zu ermitteln. Dadurch werden die TN dabei unterstützt, Lernprozesse besser zu steuern und Lernziele zu erreichen. Die LP nutzt die Informationen zum Lernstand und -fortschritt, um ihre Lehre zu adaptieren. Elektronische Medien unterstützen diesen Prozess u.a. durch (teil-)automatisierte Ergebnisauswertung und übersichtliche Dokumentation.
Im Gegensatz zum traditionellen Frontal-Unterricht appelliert das „umgedrehte Klassenzimmer“ des Flipped Classroom an die Selbstständigkeit der Teilnehmer*innen (TN), sich die Inhalte selbst anzueignen, und nutzt anschließend die Präsenzphasen, um zu unterstützen und vertiefend zu lernen bzw. Kenntnisse und Fertigkeiten zu üben. Flipped Classroom, im Hochschulbereich auch oft „Inverted Classroom“ genannt, ist an sich keine neuartige Unterrichtsmethode. Durch den Einsatz digitaler Medien eröffnen sich aber neue Methoden und Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung, die in diesem Use Case beschrieben werden.
E-Portfolios
(2020)
Bei der Portfolioarbeit handelt es sich nicht um eine einzelne Methode, sondern ein Lehr- und Lernkonzept. E-Portfolios sind digitale Sammelmappen, mit der der Lernprozess dokumentiert, reflektiert und präsentiert werden kann. Online realisiert kann immer darauf zugegriffen werden. In diesem Use Case werden gängige Varianten der Portfolioarbeit allgemein und die Vorteile des Umstiegs auf E-Portfolios vorgestellt.
E-Moderation
(2020)
Was für Lehrpersonen (LP) offline selbstverständlich ist, will online gelernt sein: die Moderation. Inhaltliche Erklärungen, Unterstützung bei Arbeitsaufgaben oder Aufsicht von Gruppenarbeiten (inkl. Aktivierung der weniger aktiven Teilnehmer*innen) werden in Präsenzlehrveranstaltungen ganz selbstverständlich von LP durchgeführt. Im Gegensatz dazu werden die Teilnehmer*innen (TN) online häufig sich selbst überlassen (Stichwort: autonomes Lernen), was sich jedoch schnell negativ auf die Motivation, Partizipation und letztlich auch Qualität der Abgaben auswirken kann. Um dem entgegenzuwirken, kommt E-Moderation ins Spiel.
