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In der Regel werden an österr. Hochschulen regelmäßige (Pflicht-)Evaluierungen von Lehrveranstaltungen zur Qualitätssicherung durchgeführt. Dennoch kann es sinnvoll sein, eigenständig digitales (Zwischen-)Feedback von Teilnehmer*innen (TN) einzuholen. So können z.B. Informationen für die laufende Adaption der Lehre anonymisiert erhoben und (teil-)automatisiert ausgewertet werden. Dieser Use Case erklärt, wie digitales (Zwischen-)Feedback in der Online-Lehre eingeholt werden kann; der Use Case „Digitales Feedback in der Präsenzlehre einholen“ bildet das Gegenstück dazu.
Brainstorming, eine Kreativmethode aus den USA, ist heute wohl die am
häufigsten angewandte Methode, um Ideen zu finden, wenn Produktivität und Kreativität erforderlich sind. Durch das freie Sammeln von Ideen bzw. spontanen Gedanken ohne wertende Kommentare werden Denkblockaden abgebaut, die Lösungsvielfalt erweitert sich und die Teilnehmer*innen (TN) beteiligen sich stärker und werden kognitiv angeregt. Brainstorming kann in der Präsenz- und Onlinelehre eingesetzt werden, digitale Methoden senken die Hemmschwelle der TN zusätzlich durch schnelle, anonyme Antworten und fassen die Ergebnisse automatisch übersichtlich für die TN und die Lehrperson (LP) zusammen.
Digitales Brainstorming
(2019)
Neues Wissen wird am besten gelernt, wenn es an bereits vorhandenes Wissen angeknüpft werden kann. Deshalb ist das „Aufwärmen“ der Teilnehmer*innen (TN) durch die Abfrage von Vorwissen empfehlenswert. Die Lehrperson (LP) erfährt dabei zusätzlich, wo sie die TN inhaltlich abholen soll. Digitale Methoden senken die Hemmschwelle der TN durch schnelle, anonyme Antworten und fassen die Ergebnisse automatisch übersichtlich für die LP zusammen.
Digitales Blitzfeedback
(2020)
Bei der Feedbackmethode „Blitzfeedback“ handelt es sich um knappe Rückmeldungen der Teilnehmer*innen (TN) zu Fragen, Aussagen oder Denkanstößen der Lehrperson (LP). Mittels digitaler Tools wird Feedback blitzschnell in einer synchronen Veranstaltung (Präsenz oder Online) eingeholt und sofort automatisiert ausgewertet. So kann sich die LP innerhalb von wenigen Minuten ein (Stimmungs-)Bild machen und gleichzeitig durch Aktivierung der TN Input-Phasen auflockern. Wie digitales Blitzfeedback eingesetzt werden kann, zeigt dieser Use Case.
Ice-Breaker-Aktivitäten können in Präsenz sowohl analog als auch mit digitalen Tools durchgeführt werden. Teilnehmer*innen (TN) können sich über Vorerfahrungen austauschen, die Gruppe (auf informelle Art) kennen lernen, oder ihre Erwartungen kommunizieren. Primäre Ziele sind ein niederschwelliger Einstieg und das „Aufwärmen“ der Gruppe sowie die digitale Dokumentation der Ergebnisse. Eisbrecher-Aktivitäten können auch für Vorstellungsrunden genutzt werden.
Digitale Begriffssammlungen ergänzen die Inhalte der Lehrveranstaltung indem die für die Lehrveranstaltung zentralen Konzepte den Studierenden zur ergänzenden oder vertiefenden Lektüre zur Verfügung gestellt werden. Sie sind demnach online Nachschlagewerke oder Wissensspeicher, die beispielsweise das Grundwissen über die Lehrveranstaltung beinhalten und zentrale Begriffe oder Konzepte definieren und erklären. Die Erstellung der Begriffssammlung kann entweder durch die Lehrperson (LP) oder durch die Teilnehmer*innen (TN) in individueller oder kollaborativer Form geschehen, weshalb auch die TN in deren Erstellung miteingebunden werden können. Welche didaktischen Einsatzmöglichkeiten Begriffssammlungen bieten, behandelt dieser Use-Case.
Digital Storytelling
(2022)
Digitales Storytelling (DS) ist eine Lehr- und Lernmethode, welche es Lernenden ermöglicht, das Erzählen mit digitalen Technologien zu verknüpfen. Hierbei produzieren Lernende ihre eigenen Videos, die sich meist mit Themen aus ihrem eigenen Leben beschäftigen. Auf sprachlicher und medialer Ebene können diese Videos leicht für verschiedene Levels angepasst werden. Die Methode des digitalen Storytellings regt außerdem zur Auseinandersetzung auf mehreren Ebenen an, wie zum Beispiel auf der digitalen, kulturellen, sprachlichen oder auch thematischen Ebene.
In einer Gesellschaft geprägt von Digitalisierung wird Technik vielerorts als „Motor“ für digitale Barrierefreiheit verstanden. Dabei sind digitale Tools vielfach nicht automatisch barrierefrei und können für manche Personengruppen neue Barrieren schaffen. Der Zugang zu inklusiver Bildung ist gesetzlich u.a. durch die UN-Behindertenrechtskonvention verankert. Was beim Einsatz digitaler
Technologien beachtet werden kann, um sie möglichst „barrierearm“ zu machen und welche Grundsätze zur digitalen Inklusion gehören, um sicherzustellen, dass Teilnehmer*innen (TN) nicht unwissentlich ausgegrenzt werden, ist Inhalt dieses Use Cases. Dabei profitieren von digitaler Barrierefreiheit und gelebter Inklusion im Sinne des „Universal Design for Learning“-Ansatzes nicht nur Personen mit
Behinderung bzw. Beeinträchtigung sowie chronischen Erkrankungen, sondern tatsächlich alle TN einer (Lehr-)Veranstaltung.
In diesem Use Case wird beschrieben, wie Sie mit Hilfe der Moodle
Bewertungsübersicht (Grader Report) die Noten der Studierenden direkt über das Lernmanagement-System verwalten können. Hierfür werden im Use Case die notwendigen Features auf Moodle vorgestellt, die es für die Aufsetzung und Anpassung der Benotung auf der Plattform bedarf. So können Sie die Notenvergabe an einem Ort zentral und auf Ihre Bedürfnisse angepasst vornehmen. Des Weiteren erlaubt dies mehr Transparenz in der Notengebung, da Studierende jederzeit den Stand ihrer Benotung abfragen können.
Blogs in der Lehre einsetzen
(2020)
Blogs sind Webseiten, die, ähnlich wie ein Tagebuch aufgebaut, aus
chronologisch geordneten Einträgen bestehen. Blogs können entweder
individuell von einzelnen Personen oder kollaborativ von Gruppen geführt werden. Blogs können multimedial mit Bildern, Grafiken oder Videos aufbereitet werden, um (wissenschaftliche) Inhalte nicht nur Lehrveranstaltungs-intern zu teilen, sondern auch einer breiten Masse zugänglich zu machen. In der Lehre können Blogs daher als Plattform für Diskussionen, zur Wissensorganisation und Reflexion herangezogen werden. Welche Vorteile die einzelnen Einsatzmöglichkeiten bringen, zeigt dieser Use Case.
“Backchannel” einsetzen
(2020)
Lehrveranstaltungen mit vielen Teilnehmer*innen (TN) erschweren oft die Interaktion. Die Gruppengröße ist eine Hemmschwelle, TN trauen sich nicht, Fragen zu stellen oder haben den Eindruck, dass Fragenstellen nicht erwünscht ist. Ein Backchannel, d.h. eine in Echtzeit im Hintergrund ablaufende Online-Konversation, kann hier Abhilfe schaffen. Durch den Backchannel kann den TN das niederschwellige, anonyme Stellen von Fragen auch in großen Gruppen ermöglicht werden und die Lehrperson (LP) kann wichtige Rückmeldungen zur Verständlichkeit/Vermittlung der Inhalte einholen.
Blended Learning
(2020)
Wird traditioneller Präsenzunterricht mit digitalen bzw. virtuellen Lehr-/Lernszenarien didaktisch sinnvoll verknüpft bzw. kombiniert, spricht man von Blended Learning (in manchen Kontexten von hybridem Lernen). Das hat sowohl für Lernende wie auch für Lehrende Vorteile, beispielsweise hinsichtlich Flexibilität und Vielseitigkeit. Um sicherstellen zu können, dass die Lernziele erreicht werden, ist es für Lehrpersonen notwendig, Rahmenbedingungen vorzugeben und Lernprozesse, insbesondere in den Onlinephasen, zu begleiten. Dieser Use Case befasst sich mit der Planung, Gestaltung und erfolgreichen Durchführung solcher Szenarien.
Vortragsaufzeichnungen erlauben den Teilnehmer*innen (TN) zeitlich und örtlich flexibel auf Lerninhalte zuzugreifen. Dazu werden Vortragseinheiten (mit oder ohne Publikum, zeitgleich live gestreamt oder nicht) von der Lehrperson (LP) aufgezeichnet. Dies ermöglicht die gesamten Aufzeichnungen jenen TN, die nicht anwesend sein können, zur Verfügung zu stellen und/oder in den darauffolgenden Semestern einzelne Lehrinhalte als Videos didaktisch sinnvoll in den Unterrichtsablauf zu integrieren. Wie solche Aufzeichnungen erstellt und damit Lehrveranstaltungen bereichert und ergänzt werden können, erklärt dieser
Use Case.
Audience-Response-Systeme
(2020)
Besonders in Lehrveranstaltungen mit großen Teilnehmer*innenzahlen ist es oft schwierig, den tatsächlichen Wissensstand und die Aufmerksamkeit der Teilnehmer*innen (TN) einzuschätzen. Audience-Response-Systeme (ARS)
können hier Abhilfe schaffen: Sie ermöglichen es, Fragen an die TN zu stellen, die sofort und anonym über die mobilen Endgeräte der TN beantwortet werden können. So können die TN schnell aktiviert, der Lernfortschritt der TN überprüft und Feedback zur Lehrveranstaltung eingeholt werden.
Die asynchrone Lehre, die im Gegensatz zur synchronen Lehre zeitversetzt stattfindet, zeichnet sich vor allem durch ihre Flexibilität in Bezug auf Zeit und Ort aus. Bei einem verstärkten Einsatz von Fernlehre können Lehrpersonen (LP)wie auch Teilnehmer*innen (TN) zu selbst festgelegten Zeiten an Arbeitsaufträgen arbeiten. In einem hybriden Lehrsetting (z.B. Gruppe A diskutiert in Präsenz, Gruppe B diskutiert asynchron online) bzw. reiner Online-Lehre sind daher die didaktischen Überlegungen über die Verwendung asynchroner Diskussionsmöglichkeiten, wie etwa das Arbeiten mit Forumsbeiträgen, umso relevanter. Welche Möglichkeiten es für asynchrones Arbeiten und Diskutieren gibt, behandelt dieser Use Case.
Die schriftliche Aufgabenstellung ist – v.a. in asynchronen Online-Phasen einer Lehrveranstaltung oder in reinen Online-Veranstaltungen – der zentraleLeitfaden für Teilnehmer*innen (TN), um Aufgaben und Arbeitsaufträge korrekt durchführen zu können. Deshalb ist es so wichtig, dass Arbeitsaufgaben bzw. -aufträge präzise formuliert und klar strukturiert sowie mit Lernzielen verknüpft werden. Passiert dies nicht, führt das nicht nur zu Schwierigkeiten für die TN, sondern auch für die Lehrperson (LP), die viel individuelle Hilfestellungen geben muss und sich im Nachhinein mit unterschiedlichsten Ergebnissen konfrontiert sieht. Um dies zu vermeiden, erklärt dieser Use Case, worauf bei der Formulierung von Arbeitsaufträgen geachtet werden sollte.
Achtsamkeit
(2022)
Da der Terminus „Achtsamkeit“ sowohl spirituelle als auch säkulare
Komponenten enthält, wird der Begriff oft als unspezifisch klassifiziert. Ursprünglich stammt das Konzept der Achtsamkeit jedoch aus dem Buddhismus und beinhaltet eine formale Übungspraxis (Meditation), Anleitungen zur Lebensführung und ethisch-spirituelle Haltungen. Vor allem Meditationsübungen sind aber in der westlichen Lehre über die letzten Jahrzehnte aus dem buddhistischen Kontext herausgelöst worden. Sie verfolgen nun spezifische Ziele wie z.B. das Erreichen von Entspannung, Konzentration oder allgemeinem Wohlbefinden. Dies soll durch die gezielte Lenkung der Aufmerksamkeit und dem bewussten, nicht-wertenden Erleben des aktuellen Moments erreicht werden.
Interaktion mit Teilnehmer*innen (TN) ist in der Online-Lehre mindestens genauso wichtig wie in der Präsenzlehre. Im virtuellen Raum (z.B. in einer Videokonferenz oder über das eingesetzte Lernmanagementsystem) können Abstimmungen allerdings nicht wie gewohnt per Handzeichen geregelt und die Stimmung der Teilnehmer*innen (TN) nicht mittels Blick durch den Raum ermittelt werden. Hier schaffen digitale Tools Abhilfe. Sie ermöglichen es, Abstimmungen und kurze Umfragen im virtuellen Lehrraum durchzuführen. So können TN bspw. mittels Fragen aktiviert werden, der Lehrperson (LP) ihre Stimmung mitteilen und unkompliziert Gruppeneinteilungen vornehmen.
