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Skriptum
(2020)
Besonders in Lehrveranstaltungen mit einem primär unidirektionalen Fokus der Wissensvermittlung vonseiten der Lehrperson (z.B. in Vorlesungen) sind Skripten integrale Begleitmaterialien für die Lernenden. Skripten dienen in solchen Lehr- und Lernsettings sowohl der Vor- und Nachbereitung der in der Lehrveranstaltung besprochenen Inhalte als auch der Prüfungsvorbereitung. Traditionell wurden den Lernenden Skripten lediglich in Papierform zur Verfügung gestellt. Mit dem vermehrten Einsatz von digitalen Endgeräten nimmt die Umstellung auf digitale Skripten zu. Welche Vorteile diese bringen und welche anderen Möglichkeiten es zur Erstellung digitaler Skripten gibt, sind Inhalte dieses Use Cases.
Hybride Lehre
(2023)
Hybride Lehre ist bisher in der Literatur nicht eindeutig definiert und umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Konzepte. Jedenfalls bedeutet „hybrid“, dass es zu einer Mischung von Lehrformaten kommt; meist wird hybride Lehre als synchrone (zeitgleiche) Möglichkeit der Teilnahme an Lehrveranstaltungen online und in Präsenz verstanden und soll vornehmlich auch in vorliegendem Use Cases in dieser Form definiert werden. Im Rahmen der genannten Definition wird mit Präsenz die physische Präsenz vor Ort beschrieben. In dem Use Case wird beschrieben, wie analoge und digitale Lehr- und Lernumgebungen verbunden werden können, um Wissen zu vermitteln, Zusammenarbeit und Interaktivität zu ermöglichen und neue Potenziale zu erschließen, wobei meist auf synchrone Veranstaltungen Bezug genommen wird.
Ob offline oder online, eine Lehrveranstaltung beinhaltet immer wieder Fragen für die Teilnehmer*innen (TN) – sei es für laufende (unbenotete) Self_Assessments oder für Zwischen- bzw. Abschlussprüfungen. Um aus einer Überprüfung des Wissenstandes der TN eine möglichst sinnvolle Aufgabe zu machen, ist die Erstellung qualitativ hochwertiger (Prüfungs-)Fragen essenziell. Dieser Use Case zeigt, wie geschlossene Fragen am besten vorbereitet werden. Informationen zu offenen Fragen finden Sie in einem eigenen UC.
Künstliche Intelligenz (KI) hat in verschiedenen Ausprägungen ihren Weg in sämtliche Lebensbereiche gefunden. Lehrpersonen sind daher gefordert, ihre eigene sowie die Digitalkompetenzen ihrer Studierenden zu schulen, um diese bestmöglich auf die berufliche Praxis vorzubereiten. Der Einsatz von KI – in diesem Use Case wird im Speziellen auf generative KI-Sprachmodelle eingegangen – kann jedoch auch Vorteile für die Lehre mit sich bringen und beispielsweise zu einer Verbesserung der Lehr- und Lernprozesse führen, etwa durch eine
Individualisierung der Lernwege oder die umfangreiche Ermöglichung von
Inklusion. In diesem Use Case wird beschrieben, wie generative KI-Sprachmodelle zur Individualisierung von Lernprozessen eingesetzt werden können und welche Vorteile aber auch Herausforderungen dies mit sich bringen kann.
Gamification
(2019)
Gamification in der Lehre bedeutet, Lernprozesse durch Spielelemente auf motivierende Weise anzuregen. Dabei geht es jedoch nicht, wie beim Game-Based-Learning, um die Produktion oder den Einsatz eines Spiels an sich, sondern vielmehr um die Ergänzung der Lehre durch einzelne spielerische Aspekte. Mit Belohnungen, Levels, Punkten oder Rankings können Teilnehmer*innen (TN) motiviert werden, die Aufgaben zu bewältigen und damit auch die festgelegten Lehr- und Lernziele zu erreichen.1 Vor allem in der digitalen Lehre eröffnen sich dahingehend viele neue Möglichkeiten, die die spielerische Pädagogik wiederauferstehen lassen.
Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsressourcen, sind frei zugängliche Materialien und können zu Lehr- und Forschungszwecken kostenlos genutzt, verbreitet und dank entsprechender Lizenzierung häufig auch bearbeitet werden. Neben der freien Nutzung von OER, können Lehrpersonen (LP) freie Bildungsmaterialen erschaffen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Mittels Creative Commons-Lizenzen (CC) können LP erkennen, welche Verwendungsmöglichkeiten von fremden OER sie haben bzw. entscheiden, welche Rechte sie den Nutzer*innen bei eigenen OER einräumen.
Formatives E-Assessment
(2020)
E-Assessment bezeichnet die elektronisch unterstützte Überprüfung von Wissen und Kompetenzen. Formativ ist E-Assessment dann, wenn es während aktuell stattfindender Lernprozesse eingesetzt wird, mit dem Ziel, laufend die Lernfortschritte der Teilnehmer*innen (TN) zu ermitteln. Dadurch werden die TN dabei unterstützt, Lernprozesse besser zu steuern und Lernziele zu erreichen. Die LP nutzt die Informationen zum Lernstand und -fortschritt, um ihre Lehre zu adaptieren. Elektronische Medien unterstützen diesen Prozess u.a. durch (teil-)automatisierte Ergebnisauswertung und übersichtliche Dokumentation.
Im Gegensatz zum traditionellen Frontal-Unterricht appelliert das „umgedrehte Klassenzimmer“ des Flipped Classroom an die Selbstständigkeit der Teilnehmer*innen (TN), sich die Inhalte selbst anzueignen, und nutzt anschließend die Präsenzphasen, um zu unterstützen und vertiefend zu lernen bzw. Kenntnisse und Fertigkeiten zu üben. Flipped Classroom, im Hochschulbereich auch oft „Inverted Classroom“ genannt, ist an sich keine neuartige Unterrichtsmethode. Durch den Einsatz digitaler Medien eröffnen sich aber neue Methoden und Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung, die in diesem Use Case beschrieben werden.
E-Portfolios
(2020)
Bei der Portfolioarbeit handelt es sich nicht um eine einzelne Methode, sondern ein Lehr- und Lernkonzept. E-Portfolios sind digitale Sammelmappen, mit der der Lernprozess dokumentiert, reflektiert und präsentiert werden kann. Online realisiert kann immer darauf zugegriffen werden. In diesem Use Case werden gängige Varianten der Portfolioarbeit allgemein und die Vorteile des Umstiegs auf E-Portfolios vorgestellt.
E-Moderation
(2020)
Was für Lehrpersonen (LP) offline selbstverständlich ist, will online gelernt sein: die Moderation. Inhaltliche Erklärungen, Unterstützung bei Arbeitsaufgaben oder Aufsicht von Gruppenarbeiten (inkl. Aktivierung der weniger aktiven Teilnehmer*innen) werden in Präsenzlehrveranstaltungen ganz selbstverständlich von LP durchgeführt. Im Gegensatz dazu werden die Teilnehmer*innen (TN) online häufig sich selbst überlassen (Stichwort: autonomes Lernen), was sich jedoch schnell negativ auf die Motivation, Partizipation und letztlich auch Qualität der Abgaben auswirken kann. Um dem entgegenzuwirken, kommt E-Moderation ins Spiel.
Einen Vortrag präsentieren
(2020)
Der Lehrvortrag ist die verbreitetste Art der Wissensvermittlung in der Hochschullehre. Damit die Teilnehmer*innen (TN) Vorträgen aufmerksam folgen und das Wissen behalten sowie wieder darauf zurückgreifen können, werden heutzutage oft digitale Hilfsmittel eingesetzt. Dieser Use Case stellt nicht nur digitale Präsentationsformate und -methoden, sondern auch hilfreiche Tools rund um die Präsentation vor.
Sollen Personen in einer (Lehr-)Veranstaltung zusammenarbeiten, ist eine positive Arbeitsatmosphäre wichtig. Ziel einer Vorstellungsrunde ist es, dass Lehrperson (LP) und Teilnehmer*innen (TN) einander kennen lernen, um eine Basis für eine gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Eine Vorstellungsrunde mit digitalen Hilfsmitteln bietet den Vorteil, dass sich die TN von Beginn an mit relevanten digitalen Tools vertraut machen können und Ergebnisse mitunter gleich digital dokumentiert sind. Zusätzlich kann die LP Informationen erheben, die für die Lehrveranstaltung und die weitere Lehrplanung relevant sind (z.B. Vorkenntnisse / Erwartungshaltungen der TN).
Der klassische Lehrvortrag gehört auf Hochschulen zu den verbreitetsten Lehrmethoden, sei es in der Präsenz- oder Online-Lehre. Manchmal eignet sich die übliche Präsentationsstruktur aber nicht für den vermittelnden Stoff, wird auf Dauer eintönig, oder es sind kürzere Inhaltsblöcke erwünscht (bspw. für Konferenzvorträge). Hier können alternative Präsentationstechniken wie Speed Presentations (sehr kurze Präsentationszeit) oder Digital StorytellingAbwechslung schaffen und den Vortrag interessanter gestalten. Wie ein Vortrag mit alternativen Techniken erstellt werden kann, erfahren Sie in diesem Use Case.
Open-Book-Prüfungen mit der Verwendung von zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln (z.B. Unterlagen, Skripten oder dem Internet) sind auf den ersten Blick ein vielleicht unkonventionelles Prüfungsformat, haben aber einen hohen didaktischen Wert: Die Prüfungsfragen zielen auf höhere Kompetenzniveaus ab und die Teilnehmer*innen (TN) müssen ihr Wissen aktiv einsetzen, anstatt auswendig Gelerntes wiederzugeben (oder bloß aus Unterlagen abzuschreiben). Damit sind diese Prüfungen nicht nur, aber vor allem auch für Online-Settings gut geeignet, wo die TN die Prüfungen in der Regel von zuhause aus in einem vordefinierten Zeitrahmen absolvieren. Didaktische Tipps und Überlegungen für gelungene Open-Book-Prüfungen finden Sie in diesem Use Case.
Die PowerPoint-Präsentation (oder Keynote-Präsentation für Mac-User) gehört zu den verbreitetsten digitalen Lehrmaterialien, sei es für die Präsenz- oder Online-Lehre. Sie strukturiert einen Vortrag und unterstützt ihn mit übersichtlichen Visualisierungen. Ohne entsprechende Gestaltung kann die Präsentation aber schnell eintönig werden und die Aufmerksamkeit der Teilnehmer*innen (TN) verloren gehen. Design-Tipps und didaktische Hinweise helfen dabei, das zu verhindern und werden in diesem Use Case vorgestellt. Präsentationstechniken abseits des klassischen Unterrichtsvortrags finden sie im UC „Alternative Präsentationstechniken“.
In der Online-Lehre ist die Videokonferenz eine Möglichkeit, synchron mit den Teilnehmer*innen (TN) zu interagieren. Bild und Ton verleihen dem kommunikativen Austausch im Online-Raum einen persönlichen Charakter. Zudem erlauben Videokonferenzen, räumliche Distanzen zu überbrücken, um im Team zu arbeiten oder Expert*innen in die Lehre einzubinden. Eine gelungene interaktive Videokonferenz abzuhalten erfordert gute Planung und Moderationskenntnisse. Worauf dabei geachtet werden sollte, zeigt dieser Use Case.
Lehr- und Lernvideos gehören seit einiger Zeit zum bewährten Bestandteil medialer Lehr- und Lernmaterialien. Eine jüngere und noch nicht so weit verbreitete Form sind interaktive Videos, d. h. Videos, in denen erweiterte Kontroll- und Steuerfunktionen für die Zuschauer*innen und interaktive Elemente wie z. B. unterschiedliche Frage- und Übungstypen oder Links eingebaut werden, um damit das Video anzureichern. Vor allem bei ausgelagerten Unterrichtsphasen können damit didaktische Ziele besser verfolgt und eine neue Art des explorativen und problemlöseorientierten Lernens angewendet werden.
Ein Lehrvideo erstellen
(2020)
Gerade in Zeiten des digitalen Lernens (Stichwort: Distance / Home Learning) steigt die Nachfrage nach Lehr- und Lernvideos. Online hat man Zugriff auf eine nahezu unendliche Auswahl von Videos, doch nicht immer mit den gewünschten Inhalten. Dann ist es erforderlich, selbst ein Video zu erstellen. Es gibt verschiedene Formate von Videos, die wiederum verschiedene Didaktiken verfolgen und nicht gleich einzusetzen sind. Welche Videos selbst erstellt werden können und welche Aspekte berücksichtigt werden sollten, damit ein Lehr- und Lernvideo gelingt, erklärt dieser Use Case.
Diskussionen sind wesentliche Bestandteile einer Lehrveranstaltung um Studierenden untereinander die Möglichkeit zu bieten, erarbeitete Inhalte vergleichen, reflektieren und analysieren zu können. Diskussionen in Präsenzlehrveranstaltungen können zudem mit Medien und digitalen Tools ergänzt werden, um den Studierenden sowohl zusätzlichen Input, Argumente und anschauliche Visualisierungen, als auch eine ergänzende digitale Plattform zur Diskussion zu bieten. Welche Möglichkeiten und Methoden es gibt um synchrone Diskussionen mit digitalen Medien in der Präsenzlehre anzureichern und wie sich das produktiv auf die Diskussionskultur auswirken kann, ist Inhalt dieses Use Cases. Das Pendant für die Online-Lehre bietet der Use Case Synchrone Online-Kommunikation.
In der Regel werden an österr. Hochschulen regelmäßige (Pflicht-)Evaluierungen von Lehrveranstaltungen zur Qualitätssicherung durchgeführt. Dennoch kann es sinnvoll sein, eigenständig digitales (Zwischen-)Feedback von den Teilnehmer*innen (TN) einzuholen. So können z.B. Informationen für die laufende Adaption der Lehre anonymisiert erhoben und (teil-)automatisiert ausgewertet werden. Dieser Use Case erklärt, wie digitales (Zwischen-)Feedback in der Präsenzlehre eingeholt werden kann; der Use Case „Digitales Feedback in der Online-Lehre einholen“ bildet das Gegenstück dazu.
