Rechnungswesen & Controlling
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Die Unternehmensbewertung stellt insbesondere im M&A-Bereich hohe Anforderungen an fachliche Präzision, Nachvollziehbarkeit und methodische Konsistenz. In der Praxis zeigen sich jedoch immer wieder Herausforderungen durch manuelle Prozesse, inkonsistente Berichtsformate und eine eingeschränkte Methodenanwendung, insbesondere bei der Umsetzung des Fachgutachtens KFS/BW 1. Vor diesem Hintergrund verfolgt die vorliegende Masterarbeit das Ziel, ein automatisiertes, standardisiertes Bewertungstool zu entwickeln, das sowohl die Berechnung des Unternehmenswertes als auch die strukturierte Berichterstellung digital unterstützt. Im Fokus der Arbeit steht die Entwicklung eines Excel-basierten Tools zur automatisierten Durchführung der Discounted-Cashflow-Verfahren APV, WACC und FTE sowie eines Word-Tools zur standardisierten Berichterstellung. Die methodische Grundlage bildet das Fachgutachten KFS/BW 1. Zur Definition funktionaler Anforderungen wurden zehn reale Gutachten analysiert. Das Tool wurde anschließend an einem elften, unabhängig ausgewählten Fallbeispiel getestet, um die Praxistauglichkeit objektiv zu evaluieren. Die Ergebnisse zeigen, dass die gleichzeitige Anwendung mehrerer DCF-Methoden eine erhöhte Plausibilität in der Unternehmensbewertung ermöglicht. Die automatisierte Aufbereitung der Daten sowie die konsistente Berichtsstruktur reduzieren Fehlerquellen und sparen signifikant Zeit. Der Vergleich mit dem ursprünglichen, manuell erstellten Gutachten verdeutlicht die Vorteile der automatisierten Lösung hinsichtlich Transparenz, Effizienz und methodischer Tiefe. Die Arbeit leistet damit einen konkreten Beitrag zur Digitalisierung der Unternehmensbewertung. Im Ausblick werden weitere Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt, darunter die Integration zusätzlicher Bewertungsverfahren, der Ausbau in Richtung Webanwendungen oder die Anbindung an externe Datenquellen zur weiteren Automatisierung. Das entwickelte Tool bildet somit eine belastbare Grundlage für zukünftige Innovationen im Bereich der betriebswirtschaftlichen Bewertungsprozesse.
Ein Unternehmen, das nicht präzise bewertet wird, kann auch nicht zukunftsorientiert gesteuert werden. Seit dem Einstieg des neuen Gesellschafters gewann dies auch für die Unternehmensführung der Promenade GmbH enorm an Bedeutung. Die Herausforderung des Kooperationspartners besteht darin, dass das Unternehmen bislang nicht als wirtschaftliche Einheit betrachtet wird. Ohne eine nachvollziehbare Informationsgrundlage können weder realistische Einblicke in das Unternehmen gewonnen noch beurteilt werden, ob zusätzlicher Wert geschaffen wurde. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein Bewertungstool zu konzipieren, das eine einfache und benutzerfreundliche Anwendung gewährleistet und eine nachvollziehbare Grundlage schafft. Damit soll die laufende Ermittlung eines objektivierten Unternehmenswertes ermöglicht werden, um eine nachhaltige Wertsteigerung im Sinne der wertorientierten Unternehmensführung zu fördern. Zur Konzeptionierung des Bewertungstools ist eine Kombination aus qualitativen und quantitativen wissenschaftlichen Methoden notwendig. Neben einer umfassenden Literaturrecherche erfolgen Einzelgespräche mit den Gesellschafter*innen sowie ein Interview zur Einschätzung der zukünftigen Entwicklung. Aufbauend auf den theoretischen und praktischen Anforderungen wird das Bewertungsinstrument mithilfe von Microsoft Excel erstellt. Zu Beginn dieser Arbeit wird eine Branchenstrukturanalyse zur strategischen Einordnung durchgeführt. Anschließend werden die historischen Daten in der Vergangenheitsanalyse bereinigt und strukturiert aufbereitet, um realistische Prognosen aufbauend auf der bisherigen Entwicklung abzuleiten. Die Planungsphasen umfassen eine dreijährige Detailplanung sowie eine anschließende Rentenphase. Die Bewertung erfolgt auf Basis des Flow to Equity-Verfahrens und beinhaltet die Investitions- und Fremdkapitalplanung, die Planung der Gewinn- und Verlustrechnung sowie den indirekten Finanzplan. Der Eigenkapitalzinssatz wird auf Basis des CAPM periodenspezifisch ermittelt und der Unternehmenswert mithilfe der rekursiven Vorgehensweise bestimmt und nachvollziehbar dargestellt. Durch integrierte Excel-Funktionalitäten steht der Unternehmensführung ein benutzerfreundliches Bewertungstool zur Verfügung, mit dem laufend ein plausibler und objektivierter Unternehmenswert ermittelt werden kann. Die getroffenen Annahmen sind dennoch regelmäßig auf ihre Plausibilität zu prüfen. Abgerundet wird das Tool durch die Ermittlung des Shareholder Value Added, um die periodische Wertschaffung aufzuzeigen und das Unternehmen zukunftsorientiert zu steuern. Ausblickend kann das Bewertungstool auch als Grundlage dienen, um in Verbindung mit leistungsbezogenen Vergütungen über wertorientierte Anreize eine nachhaltige Wertsteigerung gezielt zu fördern.
Die Baubranche ist geprägt von hoher Dynamik und einer Vielzahl potenzieller Risiken. Die Unternehmen sehen sich dabei in allen Phasen des Bauprozesses mit Unsicherheiten und Herausforderung konfrontiert. Um in einem dynamischen und wettbewerbsintensiven Umfeld bestehen zu können, ist daher eine fundierte Einschätzung und aktive Steuerung von Risiken im Bauprojektlebenszyklus unerlässlich. Daher ist es auch für die Bau-Plan Jöbstl-Bauträger GmbH entscheidend eine geeignetes Risikomanagement einzuführen, um eine fundierter Entscheidungsgrundlage zu haben. Insbesondere stellt für den Kooperationspartner der begrenzte Ressourceneinsatz eine zusätzliche Herausforderung dar. Aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl wird derzeit kein eigenständiges Risikomanagement auf Projektebene umgesetzt. Ein zentrales Problem dabei ist, dass Risikobewertungen aktuell subjektiv erfolgen und somit nicht einheitlich nachvollziehbar sind. Vor diesem Hintergrund ergibt sich die zentrale Fragestellung der Arbeit: Wie kann man einen leicht umsetzbaren Risikomanagementprozess entwickeln und ein Konzept gestalten, um praktisch handhabbare sowie standardisierte Beurteilungen gewährleisten zu können. Zur Beantwortung der zentralen Fragestellungen wurde im theoretischen Teil eine Literaturrecherche als primäre Forschungsmethode herangezogen. Für die Entwicklung des Risikomanagementprozesses sowie des begleitenden MS Excel-Tools kamen sowohl theoretische als auch praxisorientierte Ansätze zum Einsatz. Zum besseren Verständnis wurde im ersten Schritt eine Ist-Analyse beim Kooperationspartner durchgeführt. Aufbauend auf der Literaturrecherche wurde zur Integration der Perspektive des Kooperationspartners auf qualitative Methoden zurückgegriffen, darunter Experteninterviews, ein Brainstorming-Workshop sowie die Methode des Lauten Denkens. Das Ergebnis der Arbeit ist ein implementierter Risikomanagementprozess, der in Form eines anwenderfreundlichen MS Excel-Tools abgebildet wurde. Dieses Tool ermöglicht es dem Kooperationspartner, sämtliche Prozessschritte strukturiert und nachvollziehbar direkt innerhalb der Vorlage auszufüllen. Die Schritte der Risikoidentifikation, -bewertung sowie des -reportings können dadurch übersichtlich und einheitlich in einem zentralen Instrument durchgeführt werden. Ergänzend erhält der Kooperationspartner eine Ursachen-Wirkungs-Analyse zu den identifizierten Risiken. Diese soll zur Sensibilisierung beitragen und das Verständnis für potenzielle Risikoursachen, -auswirkungen und -zusammenhänge stärken.
Die Kraftwerk Living Technologies GmbH, ein international tätiges Unternehmen im Bereich audiovisueller Systemintegration, steht aufgrund der steigenden Projektkomplexität und zunehmender vor der Herausforderung, Projektrisiken frühzeitig und systematisch zu identifizieren, analysieren und bewerten. Bislang existiert kein standardisierter Prozess zur Risikoeinschätzung vor der Auftragsannahme. Entscheidungen über die Annahme von Projektaufträgen beruhen in der Regel auf subjektiven Einschätzungen der Geschäftsführung. Dies führt dazu, dass projektspezifische Risiken erst im Verlauf der Umsetzung erkannt werden und reaktiv, anstatt proaktiv, behandelt werden können. Ziel ist es, einen ressourcenschonenden Risikomanagementprozess vor Auftragsannahme zu entwickeln. Auf Basis einer umfassenden Literaturrecherche sowie qualitativer Interviews mit unternehmensinternen Schlüsselpersonen wurde zunächst eine fundierte Ist-Analyse durchgeführt. Aufbauend darauf fanden praxisorientierte Workshops zur Risikoidentifikation, -analyse und -bewertung statt, aus denen ein Risikokatalog hervorging, der potenzielle Projektrisiken entlang der einzelnen Projektphasen bei der Kraftwerk Living Technologies GmbH systematisch abbildet. Durch den Einsatz eines Scoring-Modells, das auf den quantifizierten Risikoparametern Erfahrungswert, durchschnittliche Auswirkung, realistisches Worst-Case-Szenario und Bewertbarkeit vor Auftragsannahme basiert, konnten jene Projektrisiken identifiziert werden, die als besonders relevant einzustufen sind. Diese sollen künftig im Rahmen eines projektbezogenen Risikomanagements bereits vor der Auftragsannahme gezielt analysiert und bewertet werden. Für die Risikoanalyse und -bewertung jener Projektrisiken im Rahmen des Risikomanagementprozesses vor der Auftragsannahme wurde ein semi-quantitatives Bewertungsverfahren entwickelt, das die Parameter Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung systematisch miteinander verknüpft. Durch die übersichtliche Visualisierung in Form einer Risikomatrix sowie ein farblich codiertes Punktesystem wird eine schnelle, nachvollziehbare und fundierte Entscheidungsgrundlage geschaffen, anhand derer beurteilt werden kann, ob ein Projektangebot angenommen oder abgelehnt werden sollte. Der zukünftige Erfolg des entwickelten Risikomanagementprozesses hängt maßgeblich von der Etablierung einer risikobewussten Unternehmenskultur, der aktiven Einbindung relevanter Mitarbeitender sowie der regelmäßigen Aktualisierung des Risikokatalogs ab – Aspekte, die über den Umfang der vorliegenden Masterarbeit hinausgehen und im Rahmen künftiger Umsetzungsschritte zu berücksichtigen sind. Ebenso stellt die systematische Dokumentation und nachträgliche Reflexion der Risikobewertungen im Sinne eines strukturierten Lessons Learned-Prozesses eine zentrale Voraussetzung dar, um die Objektivität und Datenbasis für künftige Risikoeinschätzungen kontinuierlich zu verbessern.
Optimierung des internen Projektcontrolling-Prozesses eines Unternehmens im Bauprojektmanagement
(2025)
Controlling ist ein zentrales Element der Unternehmenssteuerung und in unterschiedlichen Ausprägungen in Verwendung. Für die Kooperationspartnerin, ein Klein- und Mittelunternehmen, das projektbezogene Dienstleistungen für Bauprojekte erbringt, ist das Projektcontrolling von hoher Relevanz. Das Unternehmen ist in den letzten Jahren stark gewachsen und die Anforderungen an das interne Projektcontrolling haben sich dadurch verändert. Ziel dieser Arbeit ist die Modellierung eines optimierten Projektcontrolling-Prozesses, der die Anforderungen eines Multiprojektmanagements erfüllt und nicht nur auf Einzelprojektebene projektinterne und übergeordnete Steuerungsmaßnahmen während der Projektlaufzeit ermöglicht. Eine Prozessidentifikation und die vorhandenen Projektcontrolling-Dateien dienen als Grundlage für die Ist-Analyse und das Erkennen von Defiziten. Mit geeigneten Methoden der Verbesserung und den erhobenen Anforderungen und zukünftigen Herausforderungen wird der Soll-Prozess gestaltet und die Möglichkeiten der Implementierung werden erörtert. Optimierungspotenzial ist in allen Phasen des erhobenen Prozesses vorhanden. Wesentliche Änderungen liegen in der Vorbereitungsphase, die eine detailliertere Gliederung der Planung für die Durchführung des ergänzten Soll-Ist-Vergleichs erforderlich macht. Der Informationsaustausch mit dem operativen Projektmanagement ist für die Beurteilung von Abweichungen zu verbessern und der Prozess für die Steuerungsmaßnahmen ist wesentlich für den Erfolg eines Projektes. In der Endphase sind die Ergebnisse der Abschlussanalyse und die gewonnenen Erkenntnisse zu dokumentieren. Die Implementierung des Soll-Prozesses im Unternehmen kann stufenweise erfolgen. In der ersten Stufe werden die Projektcontrolling-Dateien an die neuen Anforderungen angepasst und ergänzt. Für Einzelprojekte ist der Prozess in der optimierten Variante auch mit Excel-Unterstützung umsetzbar. Die Eignung für mehrere Projekte ist auf Grund großer Datenmengen nur eingeschränkt gegeben. Deshalb sieht die zweite und dritte Optimierungsstufe den Einsatz von fertigen Software-Lösungen vor, die speziell für das Projektcontrolling entwickelt worden sind. Ein für die Kooperationspartnerin erstelltes Lastenheft definiert die erforderlichen Funktionalitäten und mittels Marktrecherche konnte eine Auswahl an potenziellen Anbieter*innen getroffen werden. Die strategische Entscheidung, welche Optimierungsstufe im Unternehmen umgesetzt wird, obliegt der Kooperationspartnerin. Zur Unterstützung der Entscheidungsfindung ist der Einsatz einer Nutzwertanalyse zu empfehlen.
Da Projekte hinsichtlich ihrer Anzahl und ihres Umfanges stetig an Bedeutung gewinnen und Wettbewerbsvorteile schaffen, sind sie aus dem unternehmerischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Aus dieser Anforderung resultiert ein systematisches und konzeptionell bedachtes Management in der Projektlandschaft. Durch das Wachstum des Unternehmens und die steigende Anzahl an Projekten im Bereich Forschung und Entwicklung wurde dies auch bei der USound GmbH notwendig. Um Abweichungsanalysen durchführen zu können und um eine Steuerung interner Projekte zu ermöglichen, wurde ein Planungs- und Steuerungstool konzeptioniert welches sowohl auf Einzel- als auch auf Multiprojektmanagementebene Anwendung findet.Um dies erfolgreich durchführen zu können wurde im ersten Teil der Arbeit auf Projekte, deren Merkmale und die Rollen im Projektmanagement eingegangen. Dabei wurden ausschließlich Projekte in der Forschung und Entwicklung behandelt. Daraufhin erfolgte im Hauptteil zu Beginn die theoretische Auseinandersetzung mit den Grundlagen und den Instrumenten der Projektplanung, da diese die Basis für ein effektives und effizientes Projektcontrolling bilden. Anschließend wurde eine Ist-Analyse der im Unternehmen vorherrschenden Situation hinsichtlich des Projektmanagements durchgeführt und Optimierungsbedarf festgestellt. Diese wurden im Rahmen eines Gespräches mit dem Projektmanagement eruiert. Mit Hilfe der in der Theorie erarbeiteten Kenntnisse wurde die Projektplanung adaptiert. Des Weiteren wurden für das Projektcontrolling relevante Kostenarten durch eine Analyse von Vergangenheitsdaten ermittelt. Im nächsten Schritt wurde eine geeignete Variante der Abweichungsanalyse ausgewählt. Basierend auf dieser mussten Forecast-Daten von der Projektleitung eingeholt werden. Durch eine Gegenüberstellung der Plandaten mit den Ist- bzw. Forecast-Daten konnten positive sowie negative Differenzen auf Basis von Stunden sowie Kosten festgestellt werden. Unter Verwendung sämtlicher zur Verfügung stehender Daten wurden weiters Kennzahlen entwickelt. Diese sollen zusätzliche Informationen zu den Stand der Projekte und deren Kosten bringen und werden in einer Excel-Datei dargestellt. Sollte es auf Einzelprojektebene zu Abweichungen gekommen sein, sind diese von der zuständigen Projektleitung auf deren Ursachen hin zu analysieren und zu erläutern. Auf Ebene des Multiprojektcontrollings fällt dies unter den Verantwortungsbereich des Projektcontrollings. Abschließend werden im Prozess Besprechungen mit der Geschäftsführung abgehalten, in welchen die Projekte analysiert werden und es zur Ableitung möglicher Strategien aus den Ergebnissen des Projektcontrollings kommt.
Die Europäische Kommission hat auf Grund der veränderten Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ökologie einen sog. Green Deal für die Europäische Union geschaffen. Im Zuge dessen ist die bestehende Non-Financial-Information Richtlinie durch die neue CSRD ersetzt. Zusätzlich wurde eine EU-Lieferketten-Richtlinie und die EU-Taxonomie-Richtlinie erlassen. Die Styria Media Group AG und der Kooperationspartner, FIDES Verrechnungs- & Dienstleistungs GmbH, sind derzeit nicht berichtspflichtig. Die Kriterien der neuen CSRD ändern dies nun, und ab dem Geschäftsjahr 2025 tritt die Berichtspflicht für den Konzern ein. Die Problemstellung dieser Masterarbeit ist es, herauszufinden, wie ein geeigneter Aufbau des Nachhaltigkeitsberichtes für die Styria Media Group AG aussehen kann. Es ist zu erheben, welche Anpassungen in der Bilanzbuchhaltung, betreut durch die FIDES Verrechnungs- & Dienstleistungs GmbH, notwendig sind. Diese Masterarbeit erarbeitet im Theorieteil die rechtlichen Grundlagen der neuen Nachhaltigkeitsrichtlinie. Es wird die geschichtliche Entwicklung bis hin zu den aktuellen Vorgaben der Nachhaltigkeitsberichterstattung aufgearbeitet. Für die beiden anderen Richtlinien werden die Grundlagen und aktuellen Entwicklungen aufbereitet und erläutert. Dies geschieht durch Literaturrecherche. Aufbauend auf der NFI-Richtlinie wird eine empirische Analyse von Nachhaltigkeitsberichten von ausgewählten Medienunternehmen in Österreich und Deutschland durchgeführt. Anhand der definierten Analysekriterien werden die Informationen ausgewertet und aufbereitet. Ziel dieser Analyse ist es, einen Überblick über den Aufbau herauszuarbeiten. Im nachfolgenden Kapitel ist das CSR-Verständnis der Styria Media Group AG dargestellt. Dies beinhaltet die CSR-Strategie, die Wesentlichkeitsanalyse und die Sustainability Goals. Es wird so dargestellt, wie mit Nachhaltigkeit im Medienkonzern der Styria Media Group AG umgegangen wird. Die Erarbeitung erfolgt durch die zur Verfügung gestellten Dokumente. Am Ende der Masterarbeit wird konkret auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung für die Styria Media Group AG eingegangen. Es werden Handlungsempfehlungen erarbeitet, welche die Implementierung und den zukünftigen Prozess betreffen. Es fließen die Ergebnisse der empirischen Analyse in die Handlungsempfehlungen mit ein. Die neue Verpflichtung bringt organisatorische Änderungen und Herausforderungen für den Medienkonzern. Derzeit bestehende Prozesse müssen an die neuen Anforderungen angepasst werden. Der Einsatz einer Software für die Erstellung des Berichtes und der Emissionsbilanz ist ratsam. Das Thema Nachhaltigkeit hat nicht nur in der Gegenwart einen hohen Stellenwert, sondern wird unsere Zukunft maßgeblich beeinflussen.
Aufgrund der rasanten Technologiefortschritte der Vergangenheit und zu erwartende Neuerungen in der Zukunft ist es für Unternehmen unerlässlich geworden Strategien anzupassen, um zukünftig weiterhin nachfragegerecht und wettbewerbsfähig agieren zu können. Um den Erfolg der Strategie zu überprüfen, benötigt es ein strategisches Controllingsystem, das unter anderem als Frühwarnsystem bei Fehlentwicklungen einsetzbar ist. Vor den erwähnten Herausforderungen steht auch der Kooperationspartner der vorliegenden Arbeit, die familiengeführte Drexler GmbH in St. Ruprecht an der Raab, die sich auf die Beratung, Reparatur und das Service von digitalen Drucksystemen spezialisiert hat. Aufgrund einer Spaltung und den Entwicklungen in der Branche sieht sich die Geschäftsführung gezwungen, eine klare strategische Ausrichtung zu formulieren und dessen Überprüfbarkeit zu gewährleisten. Die Problemstellung der Arbeit ist es, zu klären welche strategische Richtung das Unternehmen zukünftig einschlagen soll und wie diese Strategie durch die Anwendung einer Balanced Scorecard (BSC) umgesetzt werden kann. Insbesondere das bestehende Geschäftsmodell soll den aktuellen Herausforderungen angepasst, durch Maßnahmen weiterentwickelt und dessen Erfolg auf datenorientierter Basis überprüfbar gemacht werden. Im ersten Schritt muss dafür eine strategische Analyse des Unternehmens und dessen Umwelt durch die Durchführung einer Literaturrecherche und qualitativer Interviews erfolgen. Nach der Konkretisierung und Dokumentation der Strategie erfolgt die Übersetzung anhand von Zielen mit korrespondierenden Kennzahlen mittels Scoring-Methode und Zielwerten. Das Ergebnis soll als Datenbasis für die spätere Umsetzung der Strategie mittels BSC dienen. Es stellt sich die Frage, welche ergänzenden und/oder neue Geschäftsmodelle der Kooperationspartner aufbauen kann, um Trends und Entwicklungen zu nutzen. Anhand eines Kreativitätsworkshops werden unterschiedliche Fragen gestellt, die Innovationen aufzeigen sollen. Eine daraus resultierende und eine bereits bestehende Idee der Geschäftsführung werden anhand des Business Model Canvas (BMC) analysiert und bewertet. Die vorliegende Arbeit bietet als Praxisoutput die gesamtheitliche Darstellung der Unternehmensstrategie durch Konkretisierung und Dokumentation. Dabei werden die Eingangsdaten zur Umsetzung der Strategie mittels BSC festgelegt. Es soll gewährleistet werden, dass durch Steuerung und Kontrolle ein Wachstum geschaffen werden kann. Weiters erfolgt die Analyse insgesamt zwei verschiedener Geschäftsmodelle durch das BMC, wobei eine bereits bestehende Idee und eine weitere durch einen Kreativworkshop kreiert werden. Die Kombination der beiden Ergebnisse soll der Drexler GmbH zur Zukunftssicherung und Unternehmensentwicklung dienen.
Die GHE ist führend auf dem Gebiet der Wasserkraftwerkstechnik. Die Haupttätigkeit umfasst die Fertigung, Lieferung und Montage von Wasserkraftwerksturbinen. Es ist geplant, in Zukunft Projekte in den USA zu realisieren. Das meiste Potenzial bieten laut dem Kooperationspartner die Bundesstaaten Kalifornien und Colorado. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand eines Praxisbeispiels die umsatz- und ertragssteuerlichen Auswirkungen für die Leistungserbringung in den beiden Bundesstaaten darzustellen. Im Vergleich dazu sollen die Berechnungen für den Fall, dass keine Betriebsstätte entsteht, durchgeführt werden. Im Besonderen wird auf die Ergebnisaufteilung zwischen Stammhaus und Betriebsstätte sowie auf die Anrechnung der ausländischen Steuern eingegangen. Es soll ein Gesamtsteuervergleich aufgestellt werden anhand dessen die Vorteilhaftigkeit der Möglichkeiten ersichtbar ist. Für die Abwicklung des Praxisbeispiels sind Entscheidungsbäume für die Prüfung der umsatz- und ertragssteuerlichen Betriebsstättenentstehung erarbeitet worden. Zusätzlich ist ein Entscheidungsbaum erstellt worden, welcher eine korrekte Rechnungslegung an den Kunden sicherstellen soll. Anhand derer ist das Praxisbeispiel berechnet worden. Die umsatzsteuerliche Ausarbeitung hat gezeigt, dass die Umsatzsteuern verschieden hoch ausfallen können. Die use tax ist für den Import der Turbine in die USA von der GHE abzuführen da die als Endverbraucher gilt. Die Steuer sollte in der Kalkulation der Preise berücksichtigt werden damit diese Kosten abgedeckt werden. Dadurch, dass die USA ihre Umsätze differenziert zum innerstaatlichen Recht realisieren, kann es bei mehrperiodigen Projekten zu unterschiedlichen steuerlichen Ergebnissen kommen. Das tritt ein, wenn im ersten Jahr das Ergebnis innerstaatlich negativ ausfällt und in den USA bereits Umsätze realisiert und darauf Steuern erhoben werden. Die entrichtete Steuer kann nicht vorgetragen werden. Das hat zur Folge, dass bei einem nicht ausgenutzten Anrechnungshöchstbetrag im zweiten Jahr die ausländische Steuer vom Vorjahr nicht in Abzug gebracht werden kann. Es kann zu einer intertemporären Doppelbesteuerung kommen. Anhand der Gesamtsteuerbelastung kann auf-gezeigt werden, dass es für die GHE am vorteilhaftesten wäre, wenn sie eine Registrierung in den USA umgehen könnte. Als primäre Methode dieser Arbeit ist die Literaturrecherche zu nennen. Um die Leistungserbringung der GHE beurteilen zu können, ist eine Datenerhebung anhand eines Interviews durchgeführt worden. Für die Durchführung der Berechnungen ist Microsoft Excel verwendet worden und für die Darstellung der Entscheidungsbäume Microsoft Visio. Anhand dieser Ausarbeitung kann die Abwicklung der steuerlichen Behandlung von Bau- und Montagebetriebsstätten in Kalifornien und Colorado sichergestellt werden.
Die KGT Gebäudetechnik GmbH erbringt Bauleistungen in Deutschland. Überschreiten die Bauausführungen eine Dauer von zwölf Monaten, führt dies gemäß Art. 5 Abs 3 OECD-MA zur Begründung einer Montagebetriebsstätte im Tätigkeitsstaat. Aufgrund der Selbstständigkeitsfiktion ist diesen Betriebsstätten ein angemessener Gewinnanteil zuzurechnen. Bisher erfolgte keine Betriebsstättengewinnermittlung. Im Zuge der Montagen wird österreichisches Personal der Kooperationspartnerin nach Deutschland entsendet. Das Montagepersonal hat 183 Anwesenheitstage im Tätigkeitsstaat bislang unterschritten. Die begünstigte Auslandstätigkeit nach § 3 Abs 1 Z 10 EStG kam bisher nicht zur Anwendung. Zielsetzung dieser Arbeit ist es, ein Konzept zu schaffen, um die in Deutschland pflichtigen Abgaben, gemäß der deutschen und abkommensrechtlichen Vorschriften korrekt zu ermitteln. Weiters sollen die steuerlichen Auswirkungen auf das entsendete Montagepersonal aufgezeigt werden.
Anhand des Beispiels der Betriebsstätte Amazon Rostock wird veranschaulicht, welche Schritte für die Ermittlung eines angemessenen Betriebsstättengewinns nötig sind. Es wird gezeigt, wie eine Funktions- und Risikoanalyse durchzuführen ist und wie die Charakterisierung der Geschäftseinheiten zu erfolgen hat. Die Auswahl der Verrechnungspreismethode hat schwerwiegenden Einfluss auf das Betriebsstättenergebnis. Die Analyse zeigt, dass die Resultate der Kostenaufschlagsmethode signifikant von den Ergebnissen der Kostenschlüsselmethode abweichen. Ferner wird veranschaulicht, welche Steuerlast sich aufgrund des Betriebsstättenergebnisses in Deutschland ergibt.
Am Beispiel des fiktiven Monteur X werden die quantitativen Folgen einer beschränkten Steuerpflicht in Deutschland aufgezeigt. Die Ergebnisse beruhen auf den Bestimmungen des deutschen Einkommensteuergesetzes. Darüber hinaus wird veranschaulicht, wie eine Doppelbesteuerung des Einkommens im Ansässigkeitsstaat Österreich vermieden wird. Es wird ausgeführt, welche Kriterien für die Anwendung der begünstigten Auslandstätigkeit gegeben sein müssen und welche Steuerersparnis sich durch die Begünstigung ergibt. Die theoretische Forschung umfasst eine ausführliche Literaturrecherche. Im Rahmen der empirischen Forschung, erfolgt die Durchführung einer Gruppendiskussion mit Vertretern der Kooperationspartnerin. Um Berechnungen anstellen zu können werden Unternehmensdaten der KGT Gebäudetechnik GmbH erhoben. Diese Daten werden analysiert und ausgewertet.
Diese Masterarbeit legt den Grundstein für künftige Betriebsstättenergebnisabgrenzungen der Kooperationspartnerin.
