Informationstechnologien & Wirtschaftsinformatik
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Die Einführung von Dokumenten-Management-Systemen (DMS) wird häufig durch großen Widerstand und fehlende Akzeptanz der Anwenderinnen und Anwender begleitet. Diese Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, zu untersuchen, welche Maßnahmen - bezogen auf das Projektmarketing - die Einführung eines DMS unterstützen können, sodass die Einführung akzeptiert, aber auch die zukünftige aktive Verwendung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgetragen wird. Im ersten theoretischen Teil werden die Grundlagen des Dokumenten-Managements und von DMS sowie des Projektmarketings dargestellt. Aus der angeführten Literatur geht hervor, dass Projektmarketing-Maßnahmen die Akzeptanz eines einzuführenden DMS durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen und dass Kommunikation sowie Information wesentlich für den Projekterfolg sind. Im zweiten praktischen Teil dieser Arbeit wird eine empirische Befragung durchgeführt, die es zum Ziel hat herauszufinden, welche konkreten Maßnahmen des Projektmarketings die Akzeptanz für ein DMS-Einführungsprojekt und die damit verbundene spätere Nutzung eines DMS durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen und verbessern können. Die Auswertung der Befragung ergab, dass die Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon in der Analysephase und die laufende Information zum Projektfortschritt für die Befragten für die spätere Akzeptanz eines DMS wichtig sind. Die Befragung ergab ebenfalls, dass schon der Einsatz von Projektmarketing-Maßnahmen selbst zu einer besseren Akzeptanz für ein einzuführendes DMS führen kann und dass Kommunikation und Information die Basis ist, um bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Vertrauen für ein einzuführendes DMS zu schaffen. Die Forschungsfrage kann damit beantwortet werden, dass durch den Einsatz von konkreten Maßnahmen des Projektmarketings wie Informationsveranstaltungen, Schulungen, Projektbriefkästen und Workshops die Akzeptanz für ein DMS-Einführungsprojekt und die damit verbundene spätere Nutzung eines DMS durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt und verbessert wird.
Service Engineering, ein Begriff, der mit dem Strukturwandel an Bedeutung gewonnen hat. Durch den zunehmenden Einsatz des Internets und der damit verbundenen Ansammlung und Nutzung an Daten durch die Gesellschaft hat sich eine eigene Service Richtung entwickelt, Smart Data Services. Diese Smart Data Services weisen bestimmte Faktoren in Bezug auf Wissen, Daten, Voraussetzungen und Reaktionsfähigkeit auf, welche eine differenzierte Betrachtungsweise benötigen. Das übergeordnete Ziel dieser Arbeit ist es, Personen und Organisationen ein strukturiertes Vorgehen zur Entwicklung und Innovation von Smart Data Services in die Hand zu gegeben. Die vorliegende Arbeit zeigt diese Faktoren auf, um die Besonderheiten von Smart Data Services zu betrachteten und dadurch die Nützlichkeit der entwickelten Services zu verbessern. Dabei wird ein explorativ weiterentwickeltes Service Engineering Modell mit Personen evaluiert. Dieser Teil der Arbeit setzt sich aus Fallstudie, Experiment, Interview und Fragebogen zusammen. Damit wird die Benutzerfreundlichkeit und Nützlichkeit des entwickelten Service und des verwendeten SE-Modells, sowie dessen Zusammenhang mit drei Gruppen zu je vier Personen evaluiert. Die Forschungsergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass die Betrachtung bestimmter Faktoren des Smart Data Service Einfluss auf den Service Engineering Prozess nehmen. Durch das Interview konnte festgestellt werden, dass die Nützlichkeit und die Benutzerfreundlichkeit als positiv wahrgenommen wurden und daher zu einer höheren Nutzungsintention des Service Engineering Modells führen. Weiteres wurde der Zusammenhang zwischen dem verwendeten Service Engineering Modell und dem entwickelten Service betrachtet. Damit konnte die Forschungsfrage dieser Arbeit beantwortet werden. Mit der in dieser Arbeit durchgeführten Forschung zum Thema Service Engineering wurde die Basis für das Hinzufügen weiterer Methoden und Werkzeuge gegeben. Weiteres wurden Betrachtungsmöglichkeiten im Modell aufgezeigt, um für künftige Forschung Anknüpfungspunkte zu schaffen.
Die Verbreitung agiler Vorgehensmodelle wie Scrum nimmt stetig zu. Um ein Projekt professionell zu managen ist dennoch der Einsatz von traditionellen und etablierten Projektmanagementmethoden notwendig. Es scheint jedoch, dass Unternehmen bei der konkreten Verknüpfung agiler und traditioneller Methoden Probleme haben. Das Ziel dieser Arbeit war, an ProjektleiterInnen gerichtete Handlungsempfehlungen für ein Szenario bereitzustellen, in dem ein Gesamtprojekt traditionell geführt wird, ein Teilprojekt jedoch mit Hilfe von Scrum effizienter und flexibler abgewickelt werden soll. Es wurde als notwendig erachtet, zur Behandlung des Themas Informationen aus der Literatur und der Praxis zu kombinieren. Der erste Schritt der Arbeit war eine Literaturrecherche zur Einholung von Informationen über traditionelles Projektmanagement und Scrum. Der nächste Schritt war das Durchführen von Interviews mit Personen aus der Wirtschaft, welche mehrjährige Erfahrung mit traditionellem Projektmanagement und/oder Scrum besitzen. Der Zweck der Interviews war die Erhebung, wie Gesamtprojekte in der Praxis abgewickelt werden, und die Identifikation primärer Herausforderungen bei einer möglichen Integration von Scrum. Die identifizierten Probleme wurden jeweils mit vergleichbaren Informationen aus der Literatur verknüpft um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Der abschließende Schritt waren Evaluierungsinterviews zur Prüfung der Praxistauglichkeit der Handlungsempfehlungen. Die erarbeiteten Handlungsempfehlungen behandeln die Themen Leistungs-, Termin- und Ressourcenplanung sowie Koordination und Controlling. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Integration von Scrum in ein Gesamtprojekt praxistauglich ist. Die Handlungsempfehlungen als Resultat dieser Arbeit können im wirtschaftlichen Kontext eingesetzt werden um die Vorteile von Scrum im Rahmen eines traditionell geführten Gesamtprojekts zu nutzen.
Informationstechnologien sind heutzutage auch in kleinen und mittleren Unternehmen ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg. Demzufolge ist eine strategische Planung auch in diesem Bereich von Nöten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. (Mangiapane & Büchler, 2014) Zu diesem Zweck nimmt es sich die vorliegende Arbeit als Ziel ein Vorgehensmodell zu erstellen, das es auch den kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht eine IT-Strategie zu entwickeln. Um ein gemeinsames Verständnis für die relevanten Begrifflichkeiten zu haben wird zunächst die theoretische Basis in den Bereichen der Informationstechnologien und des IT-BusinessAlignment aufgearbeitet. Im Anschluss daran werden die bestehenden Modelle zur ITStrategieentwicklung von Johanning (2014), Mangiapane und Büchler (2014) und Tiemeyer (2011) kurz beschrieben. Da diese Modelle teilweise unterschiedliche Schritte aufweisen wurden die unterschiedlichen Ansätze anschließend in die Schritte des allgemein gültigen Strategie Entwicklungsprozesses nach Kaplan und Norton (2009) eingegliedert. Durch diese Einordnung ergab sich eine gewisse Vergleichbarkeit. Dieser Vergleich erfolgte in Form einer Nutzwertanalyse. Die Kriterien für diese Analyse wurden anhand der Literaturforschung im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen ermittelt. Die Gewichtung der Kriterien erfolgte anhand des Paarvergleiches. Dieser Paarvergleich wurde von 44 Unternehmen unabhängig voneinander durchgeführt. Dadurch ergab sich in Summe ein aussagekräftiges Ergebnis für KMU. Durch diese Analyse wurden die für kleine und mittlere Unternehmen relevanten Schritte pro Modell herausgefiltert und somit ein neues Vorgehensmodell ermittelt. Dieses Modell wurde anschließend in einem Musterunternehmen angewandt. Im Anschluss daran wurden Tiefeninterviews mit den Beteiligten des Prozesses aus dem Musterunternehmen durchgeführt und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2010) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Modell für das betrachtete Unternehmen sehr gut eignet. Es ist jedoch unklar, ob das Modell in kleineren Unternehmen ähnliche Ergebnisse erzielen kann, da es teilweise hohes theoretisches Wissen erfordert. Dies muss mit weiteren Musterumsetzungen ermittelt werden.
Die Digitalisierung ist heute weit verbreitet und in der westlichen metallverarbeitenden Industrie mittlerweile wettbewerbsrelevant. Unternehmen haben dies erkannt und reagieren mit entsprechenden Digitalisierungsprojekten darauf. Die jeweilige Ausprägung ist allerdings stark von der Organisation und der daraus resultierenden Reife des Unternehmens abhängig. Der Reifegrad von Prozessen und Organisationsformen im Hinblick auf die Digitalisierung in der metallverarbeitenden Industrie wird analysiert, um den erforderlichen Mindestreifegrad für die Entwicklung und den Betrieb digitaler Lösungen aufzuzeigen. Das Reifegradmodell und die Umfrage wurden recherchiert und erstellt, um theoretisches Wissen und ein allgemeines Verständnis eines Reifegradprozesses zu erlangen. Mit Hilfe des erstellten Reifegradmodells, der entwickelten Skala und der Analyse der Ergebnisse wurde ein mittelmäßiger Reifegrad festgestellt.
Um die Reife eines Unternehmens festzustellen, diese mit anderen zu vergleichen, Veränderungen wahrzunehmen und diese zu verbessern, wurde ein Reifegradmodell mit Hilfe von Literatur und Experteninterviews entwickelt. Dieses befasst sich mit den Organisationsformen und Strukturen, den Prozessen, Ressourcen, der Unternehmenskultur sowie mit dem Umfeld im Kontext der Digitalisierung in der metallverarbeitenden Industrie. Um die Qualität des Reifegradmodells überprüfen zu können, wurde eine Umfrage erstellt und die Reife der Prozesse und Organisationsformen in der metallverarbeitenden Industrie erhoben, sowie der minimale Reifegrad für die Entwicklung und den Betrieb von digitalen Lösungen bestimmt.
Zur Schaffung des theoretischen Basiswissens wurden die relevanten Themengebiete anhand vorhandener Literatur erarbeitet. Experten aus der Branche lieferten weitere Informationen, welche zur Entwicklung des Reifegradmodells notwendig waren. Das entwickelte Modell hat fünf Stufen, welche von 1 (nicht vorhanden) bis 5 (optimal) reichen. Als Ergebnis wurde ein Fragebogen entwickelt, mit dem die Reife eines Unternehmens festgestellt werden kann. Basierend auf den Ergebnissen der Interviews und der Umfrage wurden Maßnahmen abgeleitet, um die Reife der Prozesse und Organisationsformen in der metallverarbeitenden Industrie zu verbessern.
Im Zuge der Interpretation und Auswertung der Umfrage wurde in der metallverarbeitenden Industrie ein durchschnittlicher Reifegrad von 3,1 festgestellt, der als „mittelmäßig“ eingestuft werden kann. Das bedeutet, dass Ambitionen für die Digitalisierung vorhanden sind, diese stattfindet und bereits Teil der Organisation ist. Die allgemeine Ausrichtung der Organisation ist allerdings stark verbesserungswürdig. Sämtliche Vor- und Nachteile der Digitalisierung wurden noch nicht erkannt und es werden längst nicht alle Facetten und Möglichkeiten ausgeschöpft.
Die IT ist aus modernen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Sämtliche elektronische Kommunikation ist ohne die entsprechende Infrastruktur unmöglich und für Unternehmen essenziell. Doch diese Unternehmensnetzwerke werden immer öfter durch Cyber-Attacken gefährdet.
Aus diesem Grund wird von Unternehmen eine Vielzahl an Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt, um die IT-Infrastruktur zu schützen. Um das System vor Gefahren von außen und innen optimal abzusichern, schränken diese Maßnahmen die Möglichkeiten der Endanwender ein, da der User eine der größten Sicherheitslücken darstellt.
Das Ziel dieser Arbeit ist die Ausarbeitung der aktuell angewandten Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmensnetzwerken, deren Möglichkeiten das System zu schützen und auf deren Einfluss auf die Endanwender einzugehen. Dazu wird folgende Forschungsfrage gestellt: „Welche technischen Maßnahmen mit vertretbaren Einschränkungen für den operativen Betrieb schützen Firmennetzwerke effektiv vor Angriffen?“
Um die Forschungsfrage und Hypothesen dieser Masterarbeit beantworten zu können, wurde zunächst eine Literaturrecherche durchgeführt, um einen Überblick über die derzeitigen Sicherheitsstandards zu gewinnen. Im Anschluss wurden qualitative Experteninterviews geführt, um die quantitativen Ergebnisse zu analysieren, priorisieren und zukünftige Möglichkeiten aufzuzeigen.
Sowohl Literaturrecherche als auch Experteninterviews zeigen auf, dass die behandelten Sicherheitsmaßnahmen für die User in einer homogenen IT-Infrastruktur, in der auf Usability-Anforderungen im Sicherheitskonzept geachtet und sicherheitstechnisch ein Kompromiss eingegangen wurde, mit vertretbaren Einschränkungen verbunden sind.
Die Untersuchung von zukünftigen Sicherheitskonzepten wie Zero Trust oder der Einsatz von künstlicher Intelligenz in diesem Kontext bieten ein breites Spektrum für weitere Forschung.
Die letzten drei Jahre waren gesundheitlich, politisch und vor allem wirtschaftlich sehr turbulent. Die Covid-19 Pandemie zwang viele Menschen den physischen Kontakt zueinander bestmöglich zu vermeiden und Unternehmen wurden somit in den digitalen Arbeitsalltag gedrängt. Unabhängig, ob diese dafür schon bereit waren oder nicht, die damals aktuelle Situation forderte die Mithilfe von sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmerinnen.
Durch den äußerst radikalen Schritt der Regierung ganz Österreich in den damals notwendigen Lockdown zu versetzen, mussten viele Arbeitnehmerinnen plötzlich im gesamten Arbeitsalltag umdenken und sich der neuen Situation anpassen. Vor allem Führungskräfte hatten die große Verantwortung ihre geführten Mitarbeiterinnen so gut wie möglich in diese neue Zeit einzuführen.
Diese Arbeit untersucht nun die Meinungen und die daraus abgeleiteten Möglichkeiten, Chancen und Risiken im digitalen Arbeitsalltag. Aufgrund der raschen Veränderungen in der Wirtschaft und dem starken Drängen in den digitalen Arbeitsalltag wurde vermutet, dass die bisherige Führung von Mitarbeiterinnen sich für die neuen Gegebenheiten mitverändern muss.
Daher wird versucht diese teilweise bereits stattgefundene und teilweise mitten im Prozess befindliche Transformation der Unternehmen aus der Sicht von Führungskräften und Mitarbeiterinnen zu untersuchen. Durch eine Onlineumfrage, ganz im Sinne der Digitalisierung, für Führungskräfte und Mitarbeiterinnen, wurden Daten gesammelt um sie anschließend miteinander zu vergleichen und herauszufinden ob Führungskräfte und Mitarbeiterinnen auch wirklich dieselbe Sichtweise im digitalen Arbeitsalltag vertreten.
Anhand dessen soll diese Arbeit neben einiger aufgestellter Hypothesen auch der Forschungsfrage, im Groben der Suche nach neuen Möglichkeiten zur Führung von Personal, nachgehen.
Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen auf, dass die bereits stattgefundene Digitalisierung aus heutiger Sicht nicht mehr weg zu denken ist und dass sich die Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Führungskräfte im heutigen digitalen Arbeitsalltag durchaus wohl fühlen.
Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung werden mehr und mehr physische Produkte in der digitalen Welt abgebildet. Vor allem in Hinsicht auf digitale, identitätsbezogene Bescheinigungen ist es notwendig, dass diese nicht betrügerisch genutzt werden können, denn die jährliche Anzahl an Identitätsdiebstählen ist enorm. Hierfür braucht es eine Möglichkeit, diese digitalen Bescheinigungen so abzubilden, dass sie einerseits als fälschungssicher angesehen werden können und andererseits ein Identitätsdiebstahl unmissverständlich auffallen würde.
Ziel dieser Arbeit war es, die gestellte Forschungsfrage „Welche Herausforderungen birgt die Umsetzung einer Blockchain-Anwendung zum Nachweis von identitätsbezogenen Bescheinigungen?“ zu beantworten. Um diese Forschungsfrage beantworten zu können, wurde neben der Erarbeitung von theoretischen Grundlagen ein Prototyp geschaffen, welcher als Grundlage für die Ermittlung der möglichen Herausforderung dient. Dabei wurde einerseits ein Smart-Contract entwickelt, welcher die notwendigen Funktionalitäten auf Blockchain-Basis zur Verfügung stellt und andererseits wurde eine Webanwendung kreiert, welche die Schnittstelle zwischen Smart-Contract und Anwender/Anwenderin darstellt.
Anhand der erhaltenen Ergebnisse des Prototyps konnten schließlich Herausforderungen identifiziert und mögliche Lösungsvarianten ermittelt werden. Als Hürden gelten dabei hauptsächlich Limitierungen im Sinne der Möglichkeiten und Struktur eines Smart-Contracts, welche der Definition einer Selbstbestimmtheit entsprechen und der Identifikation von seriösen Ausstellern der Nachweise. Sowohl die Aktualisierung des Gültigkeitsstatus anhand des Gültigkeitsdatums eines Nachweises als auch die Sicherstellung des Datenschutzes in Hinsicht auf sensible Daten stellen weitere Herausforderungen dar, welche es zu lösen gilt.
Die empfohlenen Lösungsvarianten dienen als Anhaltspunkt für weitere Forschungsarbeiten. Hierfür wurden abschließend offene Fragestellungen definiert, welche für dieses Vorhaben herangezogen werden können.
Agile Teams sind dafür verantwortlich, den Fortschritt von Entwicklungsleistungen zu berichten. Für Unternehmen in der Softwareentwicklungsbranche ist jedoch häufig auch die Verfolgung von Arbeitszeiten von Bedeutung. Neben oftmals regulatorischen Vorgaben zur Aufzeichnung von Dienstzeiten kann die Dokumentation von Arbeitszeiten auch Aufschluss über die Entwicklungskosten geben und zur Steuerung von Projekten genutzt werden. Mit dem Projektsteuerungsinstrument Earned Value Management können zur Laufzeit projektbezogene Kennzahlen kalkuliert werden, welche auf dem Fortschritt und den Kosten zum betrachteten Zeitpunkt basieren.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Untersuchung von Earned Value Management in agilen Softwareunternehmen. Dabei soll festgestellt werden, inwieweit das Instrument einen positiven Effekt auf die Steuerung von Projekten, welche mit agilen Methoden geführt werden, hat. Darüber hinaus sollen die Rahmenbedingungen für einen Einsatz ermittelt werden. Im theoretischen Teil dieser Arbeit wird mit der Beschreibung der agilen Grundsätze sowie von Vorgehensmodellen und Frameworks eine Einführung in die agile Softwareentwicklung gegeben. Darüber hinaus wird im Theorieteil das Thema Projektsteuerung behandelt und das Instrument Earned Value Management näher erläutert.
Die Vorgehensweise dieser Arbeit orientiert sich an das Design Science Research Paradigma, welches die Entwicklung und Evaluierung eines Artefaktes vorsehen. Basierend auf der theoretischen Auseinandersetzung mit facheinschlägiger Literatur wurde im empirischen Teil dieser Arbeit ein Artefakt in Form eines Prototyps erstellt, welcher die kennzahlenbasierte Steuerung von agilen Softwareprojekten mittels Earned Value Management ermöglicht. Zur Evaluierung des Prototyps wurden fünf Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Softwareunternehmen befragt. Aus den Interviews konnten Ergebnisse im Hinblick auf mögliche Anwendungsgebiete, Restriktionen und Erweiterungsmöglichkeiten abgeleitet werden. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass Earned Value Management vor allem in Unternehmen mit geringer Teamanzahl und hoher Planungssicherheit eingesetzt werden kann. Kurzfristige Änderungen des Projektplans führen jedoch dazu, dass die Vorhersagen des Modells an Aussagekraft verlieren.
Landwirtschaft 4.0
(2022)
Digitale Technologien werden in der Landwirtschaft verstärkter eingesetzt. Dadurch
werden einerseits tägliche Routinen automatisiert und andererseits präzisere Arbeitsprozesse eingeführt.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Risiken die Landwirtschaft 4.0 mit sich bringt. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt: „Welche Chancen und Risiken entstehen durch die Verwendung von neuen Technologien in der Landwirtschaft?“
Im Theorieteil der Arbeit werden die vorhandenen Digitalisierungsmöglichkeiten im Bereich Tierhaltung, Außenwirtschaft und Betriebswirtschaft mit Erkenntnissen aus der Literatur erläutert. Um die Forschungsfrage zu beantworten wurden Interviews mit Schlüsselpersonen aus Forschung, Lehre und Landwirtschaft geführt und einer Online-Umfrage wurden diese Chancen und Risiken erhoben und mittels deskriptiver Statistik ausgewertet. Die Interviews wurden mit dreizehn Personen geführt. Die Online-Umfrage umfasst eine Stichprobe von n=87 LandwirtInnen aus der Steiermark. Diese Interviews und Umfragen brachten Erkenntnisse über die Wahrnehmung von Landwirtschaft 4.0 durch die LandwirtInnen.
Zentrale Ergebnisse dieser Arbeit sind, dass sich die Arbeits- und Lebensbedingungen der LandwirtInnen durch den Einsatz von digitalen Technologien verbessert, LandwirtInnen auch in Zukunft trotz Einsatz moderner Technologien relevant sind und sich die Technologien mit Nachhaltigkeit vereinbaren lassen. Der wirtschaftliche Erfolg durch den Einsatz von digitalen Technologien lässt sich mit den vorliegenden Daten nicht messen.
Weiterführende Forschung im Bereich Information und Schulung könnte zu einem Maßnahmenplan für denWeg in die Digitalisierung für LandwirtInnen in der Steiermark führen.
