86.03 Rechtstheorie, Rechtsmethodik, Allgemeine Rechtslehre
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Diese Masterarbeit setzt sich mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie den ethischen Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im Krankenhauswesen, insbesondere im Kontext österreichischer Gesundheitseinrichtungen, auseinander. Hintergrund ist die zunehmende Integration von KI-Systemen in medizinische Prozesse, wie etwa in der Radiologie, der Pflege oder in Entscheidungsunterstützungssystemen. Besonderes Augenmerk wird auf den EU AI Act gelegt, der sich als zentrales Regulierungsinstrument etabliert. Zahlreiche dieser Anwendungen gelten als hochriskant, was erweiterte Anforderungen in Hinblick auf Sicherheit, Transparenz und Kontrolle zur Folge hat. Ziel der Arbeit ist es, auf Grundlage einer Analyse des EU AI Act konkrete Handlungsempfehlungen für österreichische Krankenhäuser zu formulieren, um deren rechtskonformen und ethisch verantwortungsvollen Umgang mit KI zu fördern. Hierfür wurde ein gestaltungsorientierter Forschungsansatz (Design Science Research) gewählt. Das entwickelte Artefakt, in Form eines Leitfadens zur Verwendung und Entwicklung von KI, wurde durch qualitative Experteninterviews überprüft. Der theoretische Teil der Arbeit beleuchtet sowohl technologische Grundlagen als auch organisationale Aspekte des Krankenhausbetriebs. Ergänzt um Perspektiven aus der Praxis zeigt sich, dass die erfolgreiche Umsetzung regulatorischer Anforderungen maßgeblich vom bestehenden Daten- und Prozessverständnis innerhalb der Organisation sowie von einem funktionierenden interdisziplinären Austausch abhängt. Die abschließend formulierten Handlungsempfehlungen sollen Entscheidungsträger:innen im Gesundheitswesen dabei unterstützen, die Potenziale von KI zu nutzen und gleichzeitig konform nach dem EU AI ACT zu handeln.
