85.40 Marketing
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Die vorliegende Masterarbeit hat das Ziel dem Unternehmen Doka, einem traditionellen Schalungsanbieter, ein Produkteinführungskonzept für das digitale Service Smart Pouring zu unterbreiten. Smart Pouring ist eine Software zur digitalen Betonbestellung. Mit der Markteinführung des Produktes möchte Doka den Produktivitätsherausforderungen der Bauindustrie entgegenwirken, und somit ein Sekundärgeschäft eröffnen. Da das Unternehmen normalerweise nicht mit digitalen Produkten auf dem Markt positioniert ist, steht Doka vor neuen Herausforderungen. Erfolgsentscheidend ist nicht nur eine genaue Analyse des Zielmarktes, sondern auch die daraus abgeleiteten Entscheidungen bezüglich des Customer Values, des Preises und der Vertriebskanäle. Dementsprechend wurde im Rahmen dieser Masterarbeit ein Produkteinführungskonzept für den österreichischen und deutschen Markt entworfen, welches Empfehlungen zur Produktpositionierung, dem Preis und geeigneten Vertriebskanälen für Smart Pouring enthält. Der theoretische Teil der Masterarbeit beginnt mit einer Einführung in die Bauindustrie. Darüber hinaus werden generelle Erfolgsfaktoren bzw. Herausforderungen für digitale Produkte untersucht. Im weiteren Verlauf konzentriert sich die Arbeit auf die strategische und operative Planung einer Markteinführung. Um die Qualitätsmerkmale und den zukünftigen Preis von Smart Pouring zu identifizieren und bewerten, wurde die Zahlungsbereitschaft der Zielkunden erforscht. Dies wurde im Rahmen einer Customer Value Map im Zuge einer Primärmarktforschung erreicht. Im praktischen Teil dieser Arbeit findet eine Analyse der Makro- und Mikroumwelt des Produktes statt. Eine Online-Umfrage hinterfragte das Bestellverhalten und die Qualitätsmerkmale einer Betonbestellungssoftware sowie die bevorzugten Kommunikationskanäle der potenziellen Kunden. Basierend auf den daraus gewonnenen Ergebnissen, konnten Customer Value Map Analysen durchgeführt werden, um so die Position am ausgewählten Markt zu ermitteln. Folglich wurden Stärken und Schwächen erkannt und mit externen Entwicklungen gegenübergestellt. Der daraus resultierende SWOT-Katalog gab Hinweise auf Chancen und Entwicklungen bei der Einführung von Smart Pouring und ermöglichte die Entwicklung von Empfehlungen und Maßnahmen, die eine erfolgreiche Produkteinführung von Smart Pouring gewährleisten.
Akquisitionskonzept für die nordamerikanische Automobilindustrie für Magna Steyr Fuel Systems GesmbH
(2020)
Die MAGNA Steyr Fuel Systems GesmbH (MSFS) ist ein österreichisches Tochterunternehmen der MAGNA Steyr-Gruppe und ist spezialisiert auf die Fertigung von Tanksystemen und Komponenten, wobei deren Kernkompetenz in der Fertigung von Plug-in hybrid electric vehicle -Tanksystemen (PHEV/Hybrid) liegt. Im Zuge einer Produktionsverlagerung von zwei bestehenden Projekten in die USA wurde mit Beginn 2019 ein neues Fertigungswerk in Spartanburg (SC) eröffnet. Durch die Erweiterung des globalen Footprint ergab sich die Herausforderung, das noch verfügbare Fertigungsvolumen (im Werk Spartanburg) durch die Gewinnung von neuen Projekten von Neukunden zu nutzen, um nachhaltig zu bestehen. Durch den aktuellen Umbruch in der Automobilindustrie mit der steigenden Bedeutung von alternativen Antriebssystemen, wie beispielsweise durch Electrification, ergeben sich für die Zuliefererindustrie im Bereich der Tankfertigung Überkapazitäten, was in weiterer Folge den Konkurrenzdruck steigen lässt. Darüber hinaus zeigen Prognosen eine für MSFS positive Entwicklung der Hybrid (PHEV) Varianten, da diese in den USA kontinuierlich ansteigen, was gepaart mit der Kernkompetenz von MSFS ein großes Potential ergibt. Um diese Herausforderungen zu meistern und die definierten Ziele zu erreichen, benötigt MSFS ein Konzept zur Neukundengewinnung in der nordamerikanischen Automobilindustrie, welches beginnend mit einem operationalisierten Vertriebsziel, einer definierten Vertriebsstrategie, über gezielte und erfolgsversprechende Vertriebsmaßnahmen zur Identifikation, Bewertung und Ansprache von potentiellen Neukunden reicht. Den Abschluss des Konzeptes bilden das benötigte Vertriebsbudget und die Kontrollmaßnahmen zur Sicherstellung der Effektivität und Effizienz in der Umsetzung. Im Theorieteil dieser Arbeit wurden beginnend mit der Eingrenzung auf ein Geschäftsfeld alle relevanten Inhalte in den Bereichen Vertrieb, Kaufverhalten und Akquise erarbeitet. Um das Wissensdefizit hinsichtlich der Konzepterstellung zu schließen, wurden im Praxisteil 15 Einzelinterviews durchgeführt und die Ergebnisse in Verbindung mit der durchgeführten Sekundärmarktforschung in das Akquisitionskonzept eingearbeitet. Abschließend wurden Handlungsempfehlungen für MSFS abgegeben, welche die Neukundengewinnung in der nordamerikanischen Automobilindustrie möglichst erfolgsversprechend gestalten sollen.
Multisensorisches Marketing basiert auf einer Kombination aus angewandtem Neuromarketing und erlebtem Emotionalmarketing. Dabei gilt es zwei oder mehr Sinnesorgane gleichzeitig anzusprechen, um Wahrnehmung, Verhalten und Entscheidungen eines Individuums zu beeinflussen. Dieser Prozess geschieht häufig unterbewusst, da der Mensch nicht in der Lage ist, den Einfluss unmittelbar zu erfassen. Die forcierte unterbewusste Einflussnahme bietet Einzelhändler*innen die Möglichkeit, ihre Marken, Produkte und Dienstleistungen potenziellen Kund*innen gezielt näher zu bringen und deren Kaufverhalten zu steuern. Der Geruchssinn verfügt als einziges Sinnesorgan über eine direkte Verbindung zum limbischen System, das wesentlich an der Emotionsverarbeitung beteiligt ist. Emotionen prägen menschliche Reaktionen maßgeblich. Daher wird insbesondere dem Duftmarketing in diesem Forschungsfeld eine bedeutende Rolle beigemessen. Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen empirischen Teil. Im theoretischen Abschnitt wird ein allgemeines Verständnis für den Bereich Kaufverhalten und die zugrundeliegenden Prozesse anhand des SOR- und SIPR Modells geschaffen. Die fünf menschlichen Sinne werden in ihrer Relevanz für das multisensorische Marketing erläutert, wobei der olfaktorische Sinn vertiefend betrachtet wird. Bisherige Erkenntnisse und Anwendungen multisensorischen Marketings im stationären Einzelhandel werden aufgezeigt. Der empirische Teil beruht auf einem Feldexperiment kombiniert mit einer quantitativen Befragung in zwei unterschiedlichen Reisebürofilialen. Dabei wurde eine Filiale über einen Monat lang beduftet, während die andere Filiale als unbehandelte Kontrollgruppe fungiert hat. Die Befragung zielt darauf ab, die subjektive Wahrnehmung und das Empfinden der Kund*innen zu erfassen, um mögliche Auswirkungen des Dufts auf das Buchungsverhalten zu erheben. Die Ergebnisse des vorliegenden Experiments können den in der bestehenden Literatur nachgewiesenen Einfluss multisensorischer Marketingmaßnahmen auf das Verhalten im Reisebürokontext nicht bestätigen.
Der Fashion Markt befindet sich im Wandel. Das Modell des Ultra Fast Fashion rückt durch Unternehmen wie Shein oder Temu immer stärker in den Fokus. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die wissenschaftliche Datenlage rund um das Thema Ultra Fast Fashion sehr begrenzt und folglich ist auch das Verständnis der Konsument*innenperspektive sehr limitiert. Beziehungsweise ist dieses in manchen Aspekten kaum gegeben. Die Generation Y bildet für den Fashion Bereich eine relevante Zielgruppe. Der Einblick dieser Kundengruppe wird im Kontext des Ultra Fast Fashion aktuell gar nicht behandelt. Diese Masterarbeit untersucht daher zentrale Faktoren, die mit der Kaufintention von Ultra Fast Fashion Unternehmen auf die Generation Y zusammenhängen. Durch eine empirische Forschung, welche durch einen standardisierten Online-Fragebogen durchgeführt wurde, konnten Einflussfaktoren von Ultra Fast Fashion bei weiblichen Konsumentinnen der Generation Y überprüft werden. Diese zentralen Faktoren umfassen den Preis, das Sortiment, den Wunsch nach Neuem, Social Media, die soziale Umgebung, die Qualität sowie das Brand Image, welche von insgesamt 209Probandinnen bewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere der Preis sowie die Vielfalt des Sortiment seine wichtige Rolle bei der Kaufintention spielen. Überraschenderweise zeigt sich die Qualität ebenfalls als ein wichtiger Faktor, bleibt aber nichtsdestotrotz kontrovers. In dieser Untersuchung zeigen die soziale Umgebung sowie der Einfluss von Social Media keinen Zusammenhang zur Kaufintention. Die vorliegende Arbeit liefert einen Beitrag zum weiteren Verständnis der Konsument*innen Sicht hinsichtlich des Ultra Fast Fashion. Diese Erkenntnisse leiten ebenso Implikationen für etablierte Fast Fashion Unternehmen her, wie zum Beispiel H&M oder Zara.
Die zunehmende Digitalisierung hat Plattformen als dominante Geschäftsmodelle etabliert, wodurch Unternehmen wie Amazon, Uber und Airbnb ganze Branchen transformiert haben. Während Plattformlösungen in Bereichen wie Handel, Mobilität und Entertainment weit verbreitet sind, fehlt eine vergleichbare integrierte Plattform für Wohnen und Leben bislang am europäischen Markt – obwohl in Asien bereits erfolgreiche Modelle wie WeChat oder Grab existieren, die Alltagsservices verbinden. Trotz des großen Potenzials bleibt unklar, welche Faktoren die Akzeptanz einer solchen Plattform beeinflussen. Die vorliegende Arbeit untersucht aus diesem Grund die Determinanten der Nutzerakzeptanz mithilfe eines erweiterten Technology Acceptance Models (TAM/TAM2) unter Berücksichtigung der österreichischen Bevölkerung. Neben zentralen Einflussfaktoren aus der Diffusion of Innovation und der Perceived Risk Theorie wird auch der finanzielle Vorteil berücksichtigt. Die empirische Studie basiert auf einer quantitativen Befragung von n = 203 Teilnehmenden. Die Ergebnisse der multiplen Regressionsanalysen zeigen, dass der relative Vorteil einen positiven Einfluss auf die wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit hat, während Komplexität einen negativen Einfluss ausübt. Die wahrgenommene Nützlichkeit wird signifikant durch den relativen Vorteil und die Kompatibilität bestimmt. Die Nutzungsintention wird vor allem durch die wahrgenommene Nützlichkeit und den finanziellen Vorteil positiv beeinflusst, während die Risikowahrnehmung einen hemmenden Effekt hat. Die Benutzerfreundlichkeit zeigt keinen direkten Einfluss auf die Nutzungsabsicht, sondern vermittelt diese indirekt über die Nützlichkeit. Die Ergebnisse erweitern bestehende Akzeptanzmodelle und liefern wertvolle Hinweise für die Entwicklung integrierter Plattformen für Wohnen und Leben, deren nutzerorientierte Gestaltung sowie die Förderung ihrer Akzeptanz und Marktdurchdringung.
Digital platforms and ecosystems (DPEs) have become key players in driving economic transformation, reshaping competitive dynamics, and redefining how firms create, deliver, and capture value. Their unique characteristics enable them to establish extensive stakeholder networks, exploit network effects, and engage in value cocreation, allowing them to achieve unprecedented economies of scale and winner-take all dynamics. Although many of today’s most valuable companies are based on DPEs, most fail, suggesting that commonly cited success factors, such as network effects, value co-creation, and stakeholder management, do not fully explain their success. Emerging literature indicates that the pursuit of a purpose beyond profit maximization influences the success of for-profit firms by guiding their decision-making and overall strategic direction, influencing employee engagement and motivation, and strengthening stakeholder relationships. However, the role of purpose in the for-profit firm in DPEs’ success has yet to receive little attention in academic research. The following thesis addresses this gap by conducting a systematic literature review of 83papers, analyzing the intersection of implications of the pursuit of purpose in the for profit firm and critical success factors of DPEs. The results show that purpose has significant implications for the value creation, delivery, and capture of for-profit firms, by influencing underlying mechanisms, such as their value proposition, decisionmaking, leadership, stakeholders, and governance and confirm that DPEs’ success is determined by how well they leverage the mechanisms underlying value creation, delivery, and capture. The significant intersection between the implications of the pursuit of purpose and the critical success factors for DPEs demonstrates that the purpose in the for-profit firm plays a role in DPEs’ success. Ultimately, this study contributes to the theoretical and practical discourse on purpose and the success of DPEs by proposing a conceptual model outlining the role of purpose in DPEs’ success through value creation, delivery, and capture, and factors moderating this process.
Sprachassistenten gewinnen weltweit an Bedeutung und sind in vielen Alltagssituationen bereits fest etabliert. In Österreich werden sie jedoch mehrheitlich für einfache Aufgaben wie das Abspielen von Musik genutzt. Der Einsatz im Kaufprozess, insbesondere im österreichischen Online-Lebensmitteleinzelhandel (OLEH), bleibt hingegen ein Nischenthema. Diese Arbeit untersucht, inwiefern Sprachassistenten in Österreich bereits genutzt werden und welche Faktoren die Nutzungsintention im OLEH beeinflussen. Auf Basis der „Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2“ (UTAUT2) sowie ergänzender Forschungsarbeiten wurden sechs zentrale Einflussfaktoren analysiert: Leistungserwartung, Aufwandserwartung, sozialer Einfluss, erleichternde Bedingungen, hedonische Motivation und wahrgenommenes Datenschutzrisiko. Die mittels quantitativer Online-Befragung erhobenen Daten wurden durch eine multiple Regressionsanalyse und eine Spearman-Korrelation ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere der soziale Einfluss eine entscheidende Rolle für die Nutzungsabsicht spielt. Eine höhere Nutzungsquote einer neuartigen Technologie im nahen Umfeld kann also zu einer stärker ausgeprägten Nutzungsintention führen. Auch die Leistungserwartung stellt einen relevanten Faktor dar. Je nützlicher und effizienter der Einkauf durch den Einsatz von Sprachassistenten wahrgenommen wird, desto höher ist die Nutzungsintention. Die restlichen untersuchten Variablen wiesen hingegen keinen signifikanten Einfluss auf. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Implikationen für den OLEH. Während einige Konsument*innen der Nutzung von Sprachassistenten offen gegenüberstehen, bleibt die Skepsis bei vielen hoch. Erste Hinweise deuten auf eine höhere Akzeptanz in der Vorkauf- und Nachkaufphase hin, was jedoch durch weitere Studien überprüft werden sollte.
Neue Technologien und die fortschreitende Digitalisierung verändern nachhaltig das Kaufverhalten von Konsument*innen und bringen neue hybride Strategien des Einkaufens hervor. Ein relevantes Phänomen im Multi-Channel-Kontext ist Webrooming, bei dem Konsument*innen zunächst Produkte und Services online recherchieren, den abschließenden Kauf jedoch in stationären Geschäften tätigen. Während sich bisherige Studien mit Vorteilen und Motivationen beschäftigt haben, widmet sich diese Arbeit der Frage, welche Rolle Stress in der Webrooming-Intention hat. Im theoretischen Teil dieser Masterarbeit werden vertriebsstrategische Ansätze im Multi-Channel-Umfeld und der Kaufentscheidungsprozess mit besonderem Fokus auf Stress beleuchtet. Die anknüpfende empirische Untersuchung basiert auf einem qualitativen Studiendesign mit Konsument*innen der Generation Z und analysiert, inwiefern Stress die Webrooming-Intention lenkt und wie Stressfaktoren das Webrooming-Verhalten beeinflussen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Stress sowohl einen treibenden als auch einen hemmenden Einfluss auf den Kanalwechsel im Webrooming-Verhalten haben kann. Zum einen suchen Konsument*innen aufgrund der überfordernden Online-Informationsvielfalt Sicherheit im stationären Handel, zum anderen können stressauslösende Faktoren im Offline-Bereich dazu führen, dass sie zum Online-Kanal zurückkehren oder den Kaufprozess ganz abbrechen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden Handlungsempfehlungen für ein stressfreieres Einkaufserlebnis abgeleitet. Diese Arbeit liefert somit wertvolle Ansätze für die Optimierung von Multi-Channel-Strategien und der Customer Journey und zeigt, dass Konsument*innen sowohl die Vorteile der Einkaufsstrategie dieses Phänomens wahrnehmen als auch Webrooming als Stressbewältigungsstrategie nutzen.
Die Kundenloyalität ist sowohl aus Sicht der Konsument*innen als auch der Unternehmen vorteilhaft. Die zunehmende Nutzung und Beliebtheit des E-Commerce und insbesondere des pharmazeutischen E-Commerce sollten von Unternehmen bestmöglich genutzt werden. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Masterarbeit mit Einflussfaktoren, die Kundenloyalität im pharmazeutischen B2C-E-Commerce fördern können. Um diese Einflussfaktoren zu identifizieren, wurde zu Beginn der Arbeit der Stand der Forschung anhand der Erkenntnisse zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen dargestellt. Daraus resultierend konnte eine Forschungslücke definiert werden. Das Ziel der Arbeit ist es, Einflussfaktoren, die bereits in der Literatur des E-Commerce erörtert wurden, zu erweitern sowie neue Einflussfaktoren im pharmazeutischen Kontext zu eruieren. Da Kund*innen primär zu einem*einer Anbieter*in loyal sind, wurde im Rahmen dieser Forschung das am österreichischen Markt erfolgreiche E-Commerce-Unternehmen „Shop Apotheke“ näher untersucht. Um das Ziel der Arbeit zu erreichen, wurde die qualitative Methode der Online-Fokusgruppeninterviews durchgeführt. Anschließend erfolgte eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring der transkribierten Gespräche und es konnten neun Einflussfaktoren auf die Kundenloyalität im pharmazeutischen E-Commerce identifiziert werden. Erkenntnisse über Zufriedenheit, Vertrauen, Preis, Kundenservice, Online-Kundenrezensionen und Webseiten-Qualität wurden in dieser Arbeit im Kontext der Pharmabranche erweitert. Ergänzend dazu konnten die Einflussfaktoren Bequemlichkeit, Produktsortiment und Produktvergleich ermittelt werden. Resümierend bietet diese Arbeit Einsichten zur Entstehung der Kundenloyalität im pharmazeutischen E-Commerce sowie zum Kaufverhalten, zu dessen Besonderheiten, Vorteilen, Herausforderungen, Verbesserungspotenzialen und zur Relevanz und Aktualität der Thematik. Unter Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse können Unternehmen auf die Bedürfnisse der Konsument*innen eingehen und dadurch loyales Verhalten der Kund*innen fördern.
With the growth of e-commerce and rising health consciousness, the way in which con-sumers perceive advertising elements and form attitudes regarding food supplements has profoundly changed. This study builds on an understanding of food supplements, taking unique e-commerce settings and regulatory guidelines governing advertising practices into account. Drawing upon a modified Elaboration Likelihood Model by Cyr et al. (2018), this research adapts the model even further to examine how central- and pe-ripheral-processed advertising elements influence changes in attitude on a product de-tail page, in the food supplement context. A quantitative study was conducted to analyze consumers’ possible “Attitude Change” to a fictitious product detail page. The textual content (product descriptions, health claims, relating to "Health Claim Quality"), visual design (product pictures in different settings relating to "Product Visualization"), social components (recommendations, trust elements and reviews relating to "Connected-ness") and testimonials (pictures with testimonial persons relating to "Testimonials"), from three Austrian supplement market leaders were combined and presented to the participants in a separate layout, which based visually and structurally on the existing product detail pages. The anticipated attitude change among consumers did not reach statistical significance. However, the empirical findings support the conclusion that “At-titude Change” through advertising elements on a product detail page selling food sup-plements is primarily influenced by social identification (“Connectedness”), while “Health Claim Quality” and “Product Visualization” play a supportive role, that is not as influential, among other unexplored factors in this context. “Testimonials”, do not seem to have a direct effect on “Attitude Change”. The findings of this study indicate that product detail page elements that establish an emotional connection to the brand or product are especially effective in influencing consumers in their sustainable opinion formation.
Digital transformation has fundamentally reshaped marketing by placing data-driven processes and automation at the forefront. In this context, low-code and no-code platforms are becoming increasingly significant, as they enable companies to develop customized software solutions without requiring extensive programming expertise. This accelerates processes, reduces costs, and minimizes dependency on IT departments. This master's thesis examines the role of low-code and no-code platforms in marketing, analyzing their potential and challenges based on empirical data. Through qualitative interviews with experts from IT, marketing, and controlling, key use cases, implementation strategies, and success factors were identified. The findings reveal that these platforms significantly enhance efficiency, particularly through the automation of campaigns, optimization of lead generation, and data-driven decision-making. However, challenges remain, especially regarding system integration, employee training needs, and organizational acceptance. The analysis emphasizes that low-code and no-code platforms go beyond being mere technological tools, they function as strategic enablers for data-driven marketing. Companies that implement these technologies effectively and integrate them with clear governance structures benefit from greater agility and long-term competitive advantages. Finally, this study presents practical recommendations for successful implementation and outlines future research directions to maximize the full potential of these platforms in marketing.
Die Digitalisierung hat bereits sämtliche unserer täglichen Lebensbereiche erfasst. Auch Branchen wie die Agrarwirtschaft die lange Zeit traditionell funktionierten, stellen immer mehr Bereiche wie die Saatgutausbringung, sowie die Bewässerungssteuerung auf digitalisierte Berechnungsmodelle zur optimierten Ressourcennutzung um. Einer der am wenigsten erforschten Bereiche der Agrarwissenschaft ist der bereits sich verbreitende, für viele Bauern jedoch noch immer unerschlossene, Direktvertrieb. Der Direktvertrieb lässt sich inzwischen auch digitalisieren und eröffnet damit weitere Absatzkanäle. Der digitale Direktvertrieb zeichnet sich nicht nur durch den Einsatz von E-Commerce Plattformen aus, sondern auch vielerorts inForm von (teil)digitalen Automatenshops, die Kund*innen ein 24/7 Einkaufserlebnis von Regionalproduktenermöglichen sollen. Kleinbauern bewirten oft schwer zugängliches Gelände und sind vielerorts auf Förderungen auf Grund desgeringen Bruttoertrages angewiesen. Ihre Erzeugnisse werden für gewöhnlich ab Hof oder Bauernmärkten verkauft, sowie in selteneren Fällen von Regionalhändlern als Nischenprodukte ins Sortiment aufgenommen. Know-How im Digitalbereich fehlt oft gänzlich, wodurch viele junge Käuferschichten nicht Kanalgerecht angesprochen werden. Durch den Klimawandel und die ersten spürbaren Folgen von ebendiesem, findet in der Bevölkerung ein Umdenken Richtung Nachhaltigkeit statt. Die Rückbesinnung auf Regionalprodukte von nahen Erzeugern statt Importprodukten ist ein stark zunehmender Trend, der Kleinbauern grundsätzlich entgegenkommt. Es liegt nun an diesen, die vorhandenen Chancen zu nutzen und sich durch den Vertrieb über digitale Kanäle wieder stärker bei den KonsumentInnen zu präsentieren. Automaten und Onlineverkauf liegen im Trend und gelten als sinnvolle Erweiterung des Direktvertriebs.
Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es für Unternehmen essenziell, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Externe Dienstleister*innen schaffen die Möglichkeit, gezielt in Bereichen zu unterstützen, die nicht zu den Kernkompetenzen von Unternehmen zählen. Gerade im B2B-Projektgeschäft, das von maßgeschneiderten und individuellen Lösungen für Endkund*innen gekennzeichnet ist, sind Vertriebsmitarbeiter*innen damit konfrontiert, trotz der Komplexität im Geschäftsfeld stetig Neukunden zu gewinnen. Die Neukundenakquise in diesem Bereich erfordert nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch professionelle Vertriebsansätze und ist zeit- sowie ressourcenintensiv. Vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit dem Thema Outsourcing von Sales-Prozessen zur Neukundenakquise im B2B-Projektgeschäft. Im Rahmen einer qualitativen Forschung wurde untersucht, welche Auswirkungen das Outsourcing jener Prozesse auf die Effizienz in der Neukundengewinnung in diesem Geschäftsfeld hat. Dabei wurden qualitative Effekte auf die Effizienz, sowie Hintergründe für die Auslagerung und Erfolgsfaktoren beleuchtet. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen dieser Branche, die Outsourcing nutzen, oder genutzt haben, insbesondere von einer kontinuierlichen Marktbearbeitung, einer Beschleunigung des Vertriebsprozesses und erhöhten Produktivität profitieren. Des Weiteren trägt Outsourcing zu einer Zeitersparnis, sowie zu einer Entlastung interner Ressourcen bei, wodurch gleichzeitig Personalkosten reduziert werden können. Zudem verbessert sich durch den Einsatz externer Spezialist*innen die Qualität der Kontakte und Kundebeziehungen. Die Untersuchung liefert wertvolle Informationen für Unternehmen im B2B-Projektgeschäft, die Outsourcing als Maßnahme zur Neukundengewinnung in Betracht ziehen.
Das Marketing und somit auch das B2B-Marketing haben sich in den letzten Jahren vor allem durch die Digitalisierung stark verändert. Technologien wie Marketing Automation oder Generative KI gewinnen zunehmend an Bedeutung bei der zielgerichteten, personalisierten und optimierten Kundenkommunikation. Die Problemstellung, die im Rahmen dieser Masterarbeit behandelt wird, ergibt sich aus der Tatsache, dass der Einsatz dieser Technologien zwar zunehmend verbreitet ist, jedoch bislang kaum wissenschaftlich analysiert wurde. Es fehlen Erkenntnisse aus der kombinierten Wirkung dieser beiden Technologien im Bereich des E-Mail-Marketings. Im Rahmen dieser Masterarbeit soll herausgefunden werden, welche Auswirkungen die Kombination von Marketing Automation und Generativer KI auf die Effizienz und Effektivität von E-Mail-Marketing-Kampagnen im B2B hat und welche Einflussfaktoren auf die kombinierte Verwendung wirken und somit das größte Potenzial für das Erreichen der Ziele im E-Mail-Marketing bedingen. Im theoretischen Teil dieser Arbeit werden bestehende Konzepte und Theorien zu E-Mail-Marketing, Marketing Automation und Generativer KI im B2B-Bereich näher beleuchtet. Anschließend erfolgt die Darstellung der empirischen Ergebnisse, die im Rahmen von Experteninterviews mit Fachleuten aus verschiedenen B2B-Unternehmen erlangt wurden. Das Ziel hinter der Befragung war es, die offenen Fragen zu schließen und ein konzeptionelles Modell zu entwickeln. Die transkribierten Interviews wurden systematisch ausgewertet und Muster, Erfolgsfaktoren, aber auch Herausforderungen wurden identifiziert. Aus der Analyse der Interviews wurde deutlich, dass die Integration von Marketing Automation in Kombination mit Generativer KI zu einer höheren Effektivität und Effizienz der B2B-E-Mail-Marketing-Kampagnen führt. Weiters konnte festgestellt werden, dass verschiedene Einflussfaktoren eine Auswirkung auf den Erfolg der Kampagnen haben. Die Ergebnisse dieser Arbeit tragen dazu bei, ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis für den Einfluss und auch die Auswirkungen zu schaffen und bieten praxisrelevante Einblicke in die kombinierte Verwendung der Technologien.
Gebrüder Weiss hat sich in einem preisgetriebenen Marktumfeld als mitttel- bis hochpreisiger Spediteur positioniert. Als Wettbewerbsvorteile wurden durch das Unternehmen Kundennähe und die Individualität der Leistung definiert. Auf Grund dieser Positionierung wurden in den letzten Jahren Investitionen in digitale Vertriebslösungen vernachlässigt. Um die kommenden Herausforderungen, hier sind vor allem eine zunehmende Vorwärtsintegration der Reedereien und Airlines sowie eine prognostizierte Rezession zu nennen, zu meistern, wurde das vorliegende digitale Vertriebskonzeptentwickelt. Das Vertriebskonzept soll Gebrüder Weiss dabei unterstützen, Kunden über einen neuen Online-Kanal zu bedienen und dadurch Vertriebs- und Prozesskosten zu senken. Im Zuge der Arbeit wurden die theoretischen Grundlagen im Bereich Vertrieb von Dienstleistungen und B2B Käuferverhalten erarbeitet. Darauf aufbauend erfolgte eine detaillierte Ausarbeitung der bestehenden Möglichkeiten im B2B E-Commerce. Der Fokus wurde hierbei auf den Vertrieb von Dienstleistungen mittels eines B2BOnline-Shops gelegt. Um den neuen Vertriebskanal an die spezifischen Kundenbedürfnisse angepasst entwickeln und implementieren zu können, erfolgte eine Ausarbeitung der Themengebiete Customer Experience Management, Customer Journey und Customer Touchpoints Management. In Folge wurden Informationen zu neuen technologischen Möglichkeiten wie z.B. IOT und Big Dataerarbeitet. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse erfolgte der theoretische Aufbau eines digitalen Vertriebskonzepts. Um das Informationsdefizit, das vor allem im Bereich der Customer Journey vorlag auszugleichen, wurde eine primäre Marktforschung mittels Einzelinterviews durchgeführt. Die gewonnen Erkenntnisse wurden in weiterer Folge genutzt, um für Gebrüder Weiss das digitale Vertriebskonzept zu entwickeln. Dieses beinhaltet neben der Vertriebsstrategie, ein Tool zur systematischen Qualifizierung von potenziellen Online Kunden, Vertriebsmaßnahmen, die Budgetierung des Konzeptsund entsprechende Kontrollinstrumente. Als Ergebnis der Arbeit können konkrete Handlungsempfehlungen für das Unternehmen genannt werden. Durch diese ist Gebrüder Weiss in der Lage die vorgegebenen Unternehmensziele zu erreichen.
Die KNAPP AG ist ein steirisches und international tätiges Unternehmen im Bereich Automatisierungstechnologie für Logistik- und Produktionsbetriebe. Das Unternehmen konnte weltweit bereits über 1.800 Automatisierungslösungen in Betrieb nehmen und im Wirtschaftsjahr 2018/2019 einen Umsatz von EUR 954 Mio. generieren. Aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung und dem Mangel an Pflegepersonal rückt im Gesundheitsbereich die patientenindividuelle Medikamentendosierung in den Vordergrund. Durch die steigende Automatisierung kann das Risiko einer falschen Dosierung reduziert und das Pflegepersonal entlastet werden. Aus diesem Grund hat sich die KNAPP AG dazu entschieden, das Geschäftsfeld „Verblistern“ in Deutschland zu erschließen. Hierfür wurde als Zielgruppe deutsche Blister-Zentren festgelegt. Für die Akquise von Neukunden in diesem Geschäftsfeld benötigt die KNAPP AG jedoch ein kundenspezifisches Vertriebskonzept. Um die potentiellen Kunden gezielt bearbeiten zu können, müssen zuvor eine Identifizierung und Qualifizierung der Zielgruppe erfolgen. Im Anschluss können unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten entsprechende Strategien und Maßnahmen angewandt werden. Im theoretischen Teil dieser Arbeit wurden alle notwendigen Aspekte zur Erarbeitung eines Vertriebskonzeptes aufgezeigt. Zusätzlich wurde im Zuge des Praxisteils eine Marktforschung durchgeführt, wobei acht Expertinnen und Experten und sieben Blister-Zentren hinsichtlich des Informationssuch- und Kaufentscheidungsprozesses befragt wurden. Diese Erkenntnisse flossen in die Situationsanalyse ein und bildeten zusammen mit der Theorie die Basis für das anschließende praktische Vertriebskonzept zur Neukundenakquise. Dabei wurden Handlungsempfehlungen erarbeitet und eine Budgetierung zur Umsetzung der Maßnahmen durchgeführt. Weiters wurden mögliche Kennzahlen zur Messung des Erfolges der Vertriebsaktivitäten aufgezeigt.
Erstellung eines B2C-Kundenbearbeitungskonzepts im Verkauf beratungsintensiver Veranlagungsprodukte
(2020)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit den vertriebspolitischen Aspekten der Kundenbearbeitung im Verkauf von beratungsintensiven Veranlagungsprodukten und der Entwicklung eines dazugehörigen Konzepts für die BAWAG P.S.K. Die Arbeit gliedert sich in die Einleitung, welche die Ausgangssituation, die Problemstellung sowie die Ziele und den Aufbau der Arbeit beinhaltet, den Literaturteil, welcher in 5 Kapitel aufgeteilt ist und sich intensiv mit dem Thema auf theoretischer Basis auseinandersetzt, sowie den abschließenden Praxisteil, in welchem die empirische Untersuchung und das fertige Konzept vorgestellt werden. Das letzte Kapitel fasst noch einmal die gewonnenen Erkenntnisse sowie die gesetzten Maßnahmen zusammen, welche im Laufe der Arbeit beschrieben wurden. Im theoretischen Teil wird, nach einer generellen Abgrenzung des Themengebiets, der B2C-Dienstleistungsbranche sowie den Instrumenten beratungsintensiver Veranlagungsprodukten, auf die vertriebsspezifischen Merkmale von Unternehmen eingegangen. Insbesondere werden verschiedene Organisationsformen des Vertriebs beschrieben, welche Vor- und Nachteile diese bieten oder mit welchen Aufgaben sich der Vertrieb typischerweise zu beschäftigen hat. Besonderes Augenmerk wird auf die psychologischen Aspekte des Käuferverhaltens von Konsumentinnen und Konsumenten gelegt. Dabei wird im sechsten Kapitel auf den gesamten Kaufprozess sowie die psychologischen Einflussfaktoren eingegangen. Außerdem wird die Servicequalität analysiert und als Erfolgsfaktor für Kundenzufriedenheit sowie Umsatzsteigerung identifiziert. Im Zuge des praktischen Teils der Arbeit werden Stärken und Schwächen der BA-WAG P.S.K. sowie daraus resultierende Chancen und Risiken analysiert. Diese beeinflussen mitunter die abschließenden Maßnahmen. Der zweite Einflussfaktor für die Wahl der geeigneten Maßnahmen sind die Antworten von 16 bestehenden Kundinnen und Kunden der BAWAG P.S.K., welche in qualitativen Einzelinterviews zu deren Einstellung gegenüber dem Wertpapierbereich befragt wurden. Alle bisher genannten Daten fließen im abschließenden Konzept zur Kundenbearbeitung im Verkauf beratungsintensiver Veranlagungsprodukte zusammen, darauf aufbauend wird ein Maßnahmenplan inklusive des dazugehörigen Budgets und der Verantwortlichkeiten erstellt. Den Abschluss bildet ein kurzes Resümee des Autors und die abschließende Zusammenfassung des Maßnahmenplans.
Diese Masterarbeit untersucht die Bedeutung digitaler Touchpoints in der B2B-Customer Journey zwischen First Tier Supplier (FTS) und Original Equipment Manufacturer (OEM) in der Automobilindustrie. Der Fokus liegt auf der Post-Purchase-Phase, die entscheidend für die langfristige Kundenbindung und -zufriedenheit ist. Die Automobilindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftssektor im B2B Bereich und durch Veränderungen geprägt. Die digitale Transformation betrifft sowohl die Erfassung von Produktionsdaten als auch die Kommunikationsprozesse innerhalb der Branche. Unternehmen müssen nicht nur hochwertige Produkte und Dienstleistungen anbieten, sondern auch innovative Geschäftsprozesse entwickeln, um den Anforderungen der digitalen Ära gerecht zu werden. Dies erfordert eine Anpassung der Customer Journey, um den veränderten Erwartungen und Bedürfnissen der Kund*innen zu entsprechen. Die Herausforderung besteht darin, dass Kund*innen zunehmend personalisierte Betreuung und eine ständige Verfügbarkeit der Services erwarten. Besonders in der Phase nach dem Kauf stellt dies hohe Anforderungen an die IT-Infrastruktur, den Kundensupport und die Integration neuer Technologien. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre digitalen Touchpoints eine positive und langfristige Beziehung zu den Kund*innen fördern. Auf Basis einer Literaturrecherche und einer qualitativen Forschung wurde ein hoher Digitalisierungsgrad innerhalb der Post-Purchase Phase in der B2B Automobilindustrie festgestellt. Es wurden Empfehlungen zu einem optimalen Management der digitalen Berührungspunkte festgehalten, um die FTS-OEM Beziehung verbessern zu können und eine langfristige Geschäftsbeziehung zu erschaffen. Die Ergebnisse dieser Arbeit liefern wichtige Erkenntnisse für First Tier Supplier in der Automobilindustrie, die ihre Beziehung zu OEMs verbessern wollen, insbesondere in der Nachkaufphase.
Eine stetig steigende Anzahl an E-Commerce-Shops bietet Kund*innen zahlreiche Auswahloptionen. Jedoch wünschen sich viele Kund*innen nicht eine unendliche Auswahl an Produkten, sondern eine Auswahl, die ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Mithilfe technologischer Fortschritte können E-Commerce-Unternehmen ihre Leistungen personalisieren und die Customer Experience individuell auf ihre Kund*innen maßschneidern. E-Commerce-Shops, die ihren Kund*innen eine personalisierte Customer Experience bieten, können nachweislich einen höheren ROI verzeichnen und die Loyalität ihrer Kund*innen steigern. Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von personalisierten Customer Experience Maßnahmen auf die Kundenloyalität: personalisierte Empfehlungssysteme, personalisiertes Retargeting, personalisierte E-Mail-Benachrichtigungen, personalisierte Chatbots sowie personalisierte Preise. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass nur personalisierte Empfehlungssysteme einen signifikanten Einfluss auf die Kundenloyalität nehmen können. Die weiteren vier Maßnahmen zeigen keinen signifikanten Einfluss. Dies wurde im Rahmen einer quantitativen Studie im Zeitraum Jänner bis Februar 2025 erhoben und analysiert. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass mit einer erfolgreich umgesetzten Personalisierungsstrategie zur Kundenloyalität beigetragen werden kann, die Loyalität dadurch aber nicht vollständig erklärt werden kann. Unternehmen sollten weitere Maßnahmen zur Steigerung der Loyalität umsetzen. Bei der Implementierung von Personalisierungsmaßnahmen sind jedoch Datenschutzbedenken zu berücksichtigen. Die durchgeführte Studie kann einen Beitrag zur bestehenden Literatur liefern, da bisher nur wenig Forschung zur Verbindung von Personalisierungsstrategien und Kundenloyalität vorhanden ist.
In the digital economy, subscription-based mobile apps have emerged as a dominant business model. While both acquiring and retaining customers are crucial to be successful in the long run, many companies struggle with costly customer acquisition and high churn rates. Therefore, companies need to leverage their understanding of underlying drivers that influence mobile app users’ decisions to sign up and remain subscribed. Although existing literature has explored these drivers in both technology and subscription fields, research addressing the interrelated duality of the two notions remains scarce. Based on a literature review, this study introduces a conceptual framework examining drivers of user acquisition and retention on this notion. This framework identifies performance expectancy, effort expectancy, social influence, price value, hedonic motivation, habit, trust, and facilitating conditions as predictors for sign-up intention(acquisition). In contrast, hedonic motivation, habit, trust, and facilitating conditions are key predictors for continuance intention (retention). To test the frameworks’ applicability in the context of Spotify, a quantitative online survey was conducted with 330participants. Overall, the empirical findings found performance expectancy, effort expectancy, price value, and habit to be significant predictors for sign-up intention, while effort expectancy was the only one to exhibit a negative effect. For the continuance intention, only habit was confirmed to be a significant predictor for continuance intention in the context of Spotify. These insights are crucial for guiding companies to make informed strategic decisions to acquire and retain customers effectively.
Obwohl die Verschiedenartigkeit von Frauen und Männern mittlerweile eine anerkannte Tatsache ist, werden die bestehenden geschlechterspezifischen Unterschiede in Bezug auf Kundenbindung bislang eher vernachlässigt. Auch in der Ausgestaltung der Kundenkarte – dem meist genutzten Kundenbindungsinstrument – werden die Unterschiede noch wenig berücksichtigt. Gleichzeitig kann jedoch eine zunehmende Forcierung von Kundenbindungsmanagement im Einzelhandel, welcher Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit ist, festgestellt werden. In Anbetracht dieser Hintergründe ist es das Ziel der vorliegenden Masterarbeit, Handlungsempfehlungen für die geschlechtergerechte Ausgestaltung des Kundenbindungsinstrumentes Kundenkarte für den stationären Einzelhandel zu erarbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird anfänglich theoriebasiert die Thematik der Kundenbindung behandelt und es werden die Grundzüge der Kundenkarte inklusive ihrer zentralen Funktionen für KundInnen beschrieben. Anhand zahlreicher Studien werden relevante Determinanten der Kundenbindung ausgewählt und die geschlechterspezifischen Unterschiede innerhalb der Determinanten beschrieben. Um das Wissen über geschlechterspezifische Unterschiede zu vertiefen, werden im Zuge der empirischen Forschung vier Fokusgruppen durchgeführt. Obwohl dabei keine eindeutig weiblichen oder männlichen Determinanten der Kundenbindung identifiziert werden können, zeigt die Untersuchung den unterschiedlichen Einfluss einzelner Determinanten auf die Bindung beider Geschlechter. So kann beispielsweise die theoretische Annahme der maßgeblichen Wichtigkeit des Verkaufspersonals für die Bindung von Frauen im Einzelhandel tendenziell widerlegt werden. Zudem können unterschiedliche Anforderungen in Bezug auf Kundenkarten erhoben werden, aus denen – gemeinsam mit dem zuvor generierten Wissen – Handlungsempfehlungen für die geschlechtergerechte Ausgestaltung der Kundenkarte abgeleitet werden. So wird den Einzelhandelsunternehmen im Rahmen des Kundenkartenprogramms beispielsweise zu unterschiedlichen Serviceleistungen für Frauen und Männer geraten, wobei für Frauen auszugsweise die Zusendung von Geschenken, für Männer hingegen das Angebot von Gratislieferungen nahegelegt wird. Überdies wird unter anderem auch ein für Frauen und Männer differenziertes Angebot in Bezug auf die Bonus- bzw. Rabattfunktion der Kundenkarte empfohlen.
Die Automobilbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der durchtechnologische Innovationen, verändertes Konsumentenverhalten und neue Vertriebsstrukturen geprägt ist. Besonders die Einführung des Agentursystems durchdiverse Hersteller verändert die Rollenverteilung zwischen Herstellern, Vertragshändlern und Kund*innen grundlegend. Während Händler im klassischen Vertragshandelssystem als eigenständige Wirtschaftsakteure fungieren, agieren sie im Agentursystem als Vermittler, wodurch das Eigentum an den Fahrzeugen beim Hersteller verbleibt. Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen des Agentursystems auf die Kundenbindung im österreichischen Automobilhandel aus der Perspektive der Vertragshändler. Dabei stehen die veränderten Machtverhältnisse zwischen Herstellern und Händlern, Herausforderungen in der Kundenbetreuung sowie mögliche Strategien zur langfristigen Sicherung der Kundenloyalität im Mittelpunkt. Basierend auf einer theoretischen Analyse von Vertriebsmodellen und Kundenbindungskonzepten werden zentrale Einflussfaktoren untersucht. Ergänzend dazu umfasst der empirische Teil der Arbeit qualitative Interviews mit Entscheidungsträgern aus österreichischen Autohäusern, um deren Wahrnehmung der Systemumstellung und deren Auswirkungen auf die Kundenbindung zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Agentursystem zwar Effizienzsteigerungen für Hersteller mit sich bringt, aber gleichzeitig die direkte Kundenbeziehung der Händlerverändert. Händler verlieren an Preissetzungsmacht, bleiben jedoch zentrale Ansprechpartner für den Kundenservice. Die Kundenbindung bleibt jedoch während der Servicephase beim Händler. Erfolgreiche Händler reagieren auf den Wandel, indem sie verstärkt auf Servicequalität, individuelle Betreuung und digitale Angebotesetzen. Die Arbeit schließt mit Handlungsempfehlungen für Händler und Hersteller, um die Kundenbindung im Agentursystem aktiv zu gestalten und langfristig zu sichern.
Die Bankenbranche sieht sich in der digitalisierten Welt mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Die wachsende Distanz zu den Kundinnen und Kunden durch zunehmende Online-Services, ein harter Wettbewerb und sinkende Loyalität gegenüber Banken führen dazu, dass es immer schwieriger wird, Kundinnen und Kunden zu binden. Außerdem ist es aus wirtschaftlicher Sicht essenziell, die „richtigen“ Kundinnen und Kunden zu adressieren, in die sich eine Ressourceninvestition in Form einer qualitativ hochwertigen Beratung und finanziellen Lebensbegleitung lohnt. Diese kundenzentrierte Ausgestaltung der persönlichen Beratung, die den wesentlichsten Touchpoint in der Bankenbranche darstellt, soll einerseits durch einen verstärkten Fokus auf besondere Momente im Leben der Kundinnen und Kunden, sog. Magic Moments, und anderseits durch den Einsatz unterstützender Online-Tools in der Beratung möglich werden. Diese Arbeit beleuchtet zu Beginn den persönlichen Vertrieb von Bankdienstleistungen. Dabei liegt der Fokus auf wesentlichen Änderungen des Bankvertriebs. Der zentrale Leitgedanke für die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG, die Kundenzentrierung, wird hier näher beschrieben. Nachdem das persönliche Beratungsgespräch als zentraler Erfolgsfaktor in Bezug auf die Kundenbindung identifiziert wird, beschreibt das nachfolgende Kapitel die Kundenbindung mit Fokus auf die Bankenbranche sowie das Touchpoint Management, das in weiterer Folge für die unterstützenden Online-Touchpoints relevant ist. Im anschließenden Kapitel werden die Dimensionen eines Kundenbindungskonzeptes behandelt, bevor das allgemeine Konzept für den Retailbereich der Bankenbranche dargestellt wird. Nach der Unternehmensvorstellung erfolgt im praktischen Teil dieser Arbeit zu-nächst die Untersuchung zur Entwicklung eines kundenzentrierten Kunden-bindungskonzeptes. Die Unternehmensanalyse, bei der u. a. Daten zu bereits vorhandenen Online-Tools und zum bestehenden Kundenbindungskonzept in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erhoben werden, bildet die Basis für die zweiteilige empirische Untersuchung. Den ersten Teil dieser stellt eine Fokusgruppe mit Beraterinnen und Beratern der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG dar, wobei Erfahrungen und Meinungen rund um die Kundenbindung und speziell zu zwei Dimensionen des Kundenbindungskonzeptes diskutiert werden. Auf Basis dieser Ergebnisse wird eine Online-Umfrage unter Bankkundinnen und -kunden – der Großteil davon sind Kundinnen und Kunden der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG – durchgeführt, um die Kundenmeinung in der Konzeptentwicklung berücksichtigen zu können. Nach der Weiterentwicklung des bestehenden Kundenbindungskonzeptes unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Untersuchung sowie dem Leitgedanken der Kundenzentrierung, werden Handlungsempfehlungen formuliert, die die Implementierung des Konzeptes gewährleisten. Unterstützend dazu werden auch ein konkreter Maßnahmenplan und eine Kostenkalkulation angeführt.
Die Medienbranche hat in den letzten 25 Jahren eine fundamentale Transformation vollzogen. Während das lineare Fernsehen zuvor eine wichtige Rolle in der Unterhaltungsindustrie spielte, wird die Branche seitdem von digitalen Video-Streaming-Anbietern wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video und dem geänderten Konsumverhalten stark geprägt. Durch zahlreiche Faktoren wie die einfache Kündigung eines digitalen visuellen Unterhaltungsabonnements, einen hohen Wettbewerbsdruck in der Video-Streaming-Branche und die Preissensibilität der Kund*innen stellt die Kundenbindung eine zentrale Herausforderung für die Anbieter dar. Das Ziel ist eine langfristige Bindung an die Marke. Dafür werden verschiedene Ansätze wie der Fokus auf exklusive Produktionen oder Personalisierung gewählt. Eine weitere Möglichkeit ist die Bündelung der Abonnent*innen in ein mit Familienmitgliedern oder Freund*innen geteiltes Abonnement, um eine Hemmschwelle für den Wechsel zu kreieren. Diese Wechselkostenart ist als Einflussfaktor auf den Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung noch wenig erforscht. Aus diesem Grund ergab sich folgende Forschungsfrage: Inwiefern moderieren soziale Bindungen von Nutzer*innen den Zusammenhang der Kundenzufriedenheit und Kundenbindung bei geteilten Abos von Video-Streaming-Diensten? Für die Beantwortung wurde ein quantitativer Forschungszugang gewählt. In einer Onlinebefragung wurden Personen zur Zufriedenheit mit den verwendeten geteilten Video-Streaming-Abonnements, zur Wahrscheinlichkeit des Verbleibs bei einem Anbieter sowie zu den speziell in dieser Masterarbeit erforschten Kosten des Verlusts der sozialen Bindungen befragt. Am häufigsten wurden Abonnements von Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video geteilt. Die Ergebnisse zeigen, dass Zufriedenheit einen signifikanten Einfluss auf die Kundenbindung bei geteilten Video-Streaming Abonnements hat. Der direkte sowie moderierende Effekt der Wechselkosten, des Verlusts der sozialen Bindungen, zeigt sich als nicht signifikant.
In Österreich und allgemein in Europa hat sich die die letzten Jahre vermehrt ein Trend zur Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Geschäftsleben abgezeichnet. Angespornt durch einzelne große Erfolge wie das österreichische Unternehmen Runtastic, welches um 220 Millionen Euro an den deutschen Sportartikelhersteller Adidas verkauft wurde, wagen sich immer mehr Menschen in die Selbstständigkeit. Viele dieser Unternehmer oder Startups, haben aber außer einer Geschäftsidee keinen wirklichen Plan, wie daraus ein erfolgreiches Geschäftsmodell entstehen soll. In dieser Masterarbeit soll der Weg von der Idee bis hin zu einem funktionierenden Geschäftsmodell beschrieben, und daraus ein allgemeingültiges Vorgehensmodell abgeleitet, werden. Im ersten Teil dieser Arbeit wird das Thema Startup an sich bearbeitet. Es werden die Unterschiede zu klassischen Unternehmen, die heutige Bedeutung in der Wirtschaft, sowie auch die typischen Phasen, die ein Startup durchläuft, und die Motivation hinter den Gründern, aufgearbeitet. Weiters werden die Begriffe Markt und Branche voneinander angegrenzt und die charakteristischen Merkmale positiv, wie auch negativ, von mittelständischen Unternehmen aufgezählt. Im zweiten Teil, dem Kern der theoretischen Abhandlung dieser Masterarbeit, werden durch Literaturrecherche die wichtigsten und gängigsten Methoden bzw. Werkzeuge zur Branchen- und Unternehmensumweltanalyse recherchiert, vorgestellt und erklärt. Zu jeder vorgestellten Methode wird ebenfalls ein Fazit des Autors gezogen. Als Ergänzung zu den Methoden, der Branchen und Wettbewerbsanalyse werden auch Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung erörtert. Hier wird speziell auf das „Business Modell Canvas“ mit „Value Propositions“ und dem „St. Galler Business Model Navigator“ eingegangen. Denn diese zählen zu den gängigsten Anwendungen. Als Abschluss des theoretischen Teils, wird aus den Erkenntnissen, die durch die Literaturrecherche gewonnen wurden, ein theoretisches Vorgehensmodell zur Geschäftsmodellentwicklung entwickelt. Es wird versucht ein leicht verständliches und vor allem, so weit möglich, branchenunabhängiges Modell zu entwickeln. Im praktischen Teil der Masterarbeit wird das im theoretischen Teil aufgestellte Vorgehensmodell auf praktische Anwendungsfähigkeit geprüft. Hierfür werden zuerst Experten aus dem Bereich Unternehmensberatung und Startup-Förderung befragt. Weiters wird das Vorgehensmodell auch Unternehmern und Jungunternehmern vorgelegt. Das Feedback dieser Experten wird anschließend in das Vorgehensmodell eingearbeitet um so, ein praxistaugliches Vorgehensmodell zur Geschäftsmodellentwicklung für Startups zu erhalten. Als nächsten Schritt, wird nun das Modell unter realen Bedingungen zur Anwendung gebracht. Hierfür wird ein Workshop mit einem jungen Unternehmen abgehalten, um das Modell Schritt für Schritt durchzugehen, um mögliche Lücken und Schwächen zu erkennen. Zum Abschluss dieser Masterarbeit wird noch ein Resümee gezogen, und ein möglicher Ausblick gegeben.
Künstliche Intelligenz verändert den Geschäftsbereich Marketing maßgeblich. Diese Arbeit untersucht, wie sich der Einsatz der generativen KI, einer Kategorie der künstlichen Intelligenz, auf die Wertschöpfung in Full-Service-Agenturen auswirkt. Theoretische Grundlage bildet das Automation-Augmentation-Paradox, welches die Spannungsfelder zwischen Automation und Augmentation durch KI beschreibt. Während die Automation eine Effizienzveränderung durch das Übernehmen standardisierter Tätigkeiten beschreibt, zielt die Augmentation auf die Unterstützung des Fachpersonals ab. Für den empirischen Teil wurde ein qualitativer Ansatz gewählt. In explorativen Experteninterviews mit Fachkräften aus Full-Service-Agenturen wurden Einschätzungen zur aktuellen Nutzung, zu den erwarteten Änderungen und branchenspezifischen Hürden erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass generative KI vor allem bei Routineaufgaben ihre Automation-Potenziale entfaltet. Gleichzeitig eröffnet sie neue Möglichkeiten der Augmentation, durch Ideengenerierung oder Recherche. Die Studie verdeutlicht, dass die Paradoxie zwischen den beiden KI-Nutzungsformen im Agenturkontext, besonders als Ausgleich zwischen Effizienzgewinnen und der Sicherstellung kreativer Qualität, erscheinet. Menschliche Expertise bleibt tragend für komplexe, strategische und kundennahe Aufgaben. Die generative KI wird primär als ergänzendes Werkzeug verstanden, das Freiräume für höherwertige Tätigkeiten schafft, gleichzeitig aber Aufwand im Sinne von Qualitätssicherung, rechtlichen Rahmenbedingungen und neuen Kompetenzanforderungen kreiert. Die Arbeit trägt zur theoretischen Weiterentwicklung des Automation-Augmentation-Paradoxons im Bereich wissensintensiver Dienstleistungen bei und bietet praktische Implikationen für Full-Service-Agenturen, die den strategischen Einsatz von generativer KI gestalten wollen.
Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen von KI-gestützter Predictive Analytics auf die Leadgenerierung und zentrale Performance-Marketing-Kennzahlen am experimentellen Beispiel eines IT-Dienstleistungs-KMU. Die Problemstellung ergibt sich aus der zunehmenden Relevanz von datengetriebenen Entscheidungsprozessen im digitalen Marketing. Ziel der Arbeit war es, zu analysieren, inwiefern KI-basierte Predictive Analytics Methoden bei der Zielgruppen Segmentierung die Effizienz der Leadgenerierung verbessern, die Kosten pro Lead (CPL) senken, den Return on Investment (ROI) steigern und die Conversion-Rate beeinflussen. Basierend auf einer theoretischen Grundlage zu Performance-Marketing und Predictive Analytics wurde ein konzeptioneller Rahmen entwickelt, der die Integration von KI-basierter Predictive Analytics in datengetriebene Marketingstrategien abbildet. Die empirische Untersuchung erfolgte in Form eines Quasi-Experiments auf der Plattform LinkedIn, wobei eine Experimentalgruppe mit KI-gestützten Predictive Analytics einer Kontrollgruppe mit manuellen Marketingstrategien gegenübergestellt wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass Predictive Analytics eine signifikante Reduktion der Kosten pro Lead und eine Steigerung der Leadanzahl bewirkt. Allerdings wurde keine signifikante Verbesserung der Conversion-Rate festgestellt, was darauf hindeutet, dass ergänzende Maßnahmen erforderlich sind, um den gesamten Prozess zu optimieren und weitere Anpassungen vorzunehmen. Obwohl die Analyse vielversprechende Effekte aufzeigt, sind einige Limitationen zu berücksichtigen. Die Untersuchung erstreckte sich über einen Zeitraum von vier Wochen, wodurch keine langfristigen Effekte untersucht werden konnten. Zudem wurde ein einzelnes Unternehmen betrachtet, wodurch die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Branchen oder Unternehmensgrößen nur eingeschränkt möglich ist. Die Arbeit liefert sowohl wissenschaftliche als auch praxisrelevante Erkenntnisse für die Implementierung von Predictive Analytics im Performance-Marketing und legt den Grundstein für weiterführende Forschung zur langfristigen Wirkung von KI-gestützten Strategien in verschiedenen Branchen.
Der authentische Auftritt einer Tourismusmarke ist entscheidend für die Attraktivität einer Region, da dieser die Besuchsabsicht und die Bereitschaft zur Weiterempfehlung positiv beeinflusst. Der zunehmende Einsatz von KI-generierten Kommunikationsinhalten kann sich jedoch auf die wahrgenommene Markenauthentizität auswirken. Trotz der steigenden Integration von generativer KI in der Tourismusbranche wurde der Zusammenhang von KI-generierten Medien und der Authentizität von Tourismusmarken bisher nur unzureichend untersucht. Die vorliegende Arbeit hat somit das Ziel, die Veränderungen in der Authentizität von Tourismusmarken zu untersuchen, wenn diese KI-generierte Kommunikationsinhalte einsetzen. Für die empirische Untersuchung wurde eine quantitative Methode herangezogen, wobei dieselbe Gruppe an Personen die Authentizität einer österreichischen Tourismusmarke zunächst anhand von menschlich erstellten und anschließend anhand von KI-generierten Bildern bewertete. Die Markenauthentizität wird dabei durch ein Vier-Faktoren-Modell beschrieben, welches sich aus den Dimensionen Kontinuität, Originalität, Verlässlichkeit und Natürlichkeit zusammensetzt. Im Zuge eines Mittelwertvergleichs wurde festgestellt, dass signifikante Unterschiede in den Dimensionen der wahrgenommenen Markenauthentizität vorliegen, wenn die Marke menschlich erstellte oder KI-generierte Bilder einsetzt. Während der Einsatz von visuellen, KI-generierten Kommunikationsinhalten zu einer Verringerung der wahrgenommenen Kontinuität, Verlässlichkeit und Natürlichkeit einer Tourismusmarke führt, ist bei der wahrgenommenen Originalität eine Erhöhung festzustellen. Die erlangten Erkenntnisse bieten Tourismusmarken eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Einsatz von generativer künstlicher Intelligenz und ermöglichen ihnen die Implementierung von gezielten Maßnahmen zur Sicherung ihrer Markenauthentizität.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zu erarbeiten, welche Einsatzgebiete von Künstlicher Intelligenz entlang der Customer Journey (CJ) – im Speziellen in der Vorkauf- und Kaufphase – in der Branche der B2B-Transportlogistik Einzug finden können. Damit verbunden soll herausgearbeitet werden, welchen Nutzen Künstliche Intelligenz (KI) für die Kunden eines Transportdienstleisters stiften kann, dementsprechend wurde auch die Forschungsfrage formuliert. Im empirischen Teil soll auf die Frage eingegangen werden, welche Nutzenvorteile KI den Kunden an den Touchpoints in der Vorkauf- und Kaufphase der CJ stiften kann. Die Methodik zur Beantwortung war eine Literaturrecherche im theoretischen Teil und qualitative Interviews in der Empirie. Dort wurden Proband*innen befragt, die regelmäßig mit Transportdienstleistern zusammenarbeiten und im Versand oder in der Logistikabteilung angestellt sind. Die Ergebnisse der qualitativen Interviews zeigen, dass die Digitalisierung und darauf aufbauend der Einsatz von KI äußerst gering ist, somit ist das Potenzial für die Implementierung von KI-gestützten Anwendungen an den Touchpoints in der Vorkauf- und Kaufphase groß. In der Vorkaufphase kann dahingehend einerseits eine Szenarioanalyse implementiert werden, die es den Kunden ermöglicht, eine Abfrage von minutengenauen Laufzeiten, Routings oder Services zu tätigen, andererseits kann ein Chatbot eingesetzt werden, der für die sofortige Unterstützung bei Rückfragen – bspw. zum Thema Zoll – befragt werden kann. Die wesentlichen Nutzenvorteile, die aus diesen Anwendungen hervorgehen, sind eine Verkürzung der Vorkaufphase bzw. der gesamten und eine umgehende Beantwortung der offenen Fragen. Zudem bietet die Szenarioanalyse den Vorteil, dass interne Planungen besser getätigt werden können. In der Kaufphase bzw. am Schnittpunkt zwischen Vorkauf- und Kaufphase kann ein dynamisches Pricing-Tool die ebengleichen Vorteile liefern – eine Verkürzung der Phase und eine sofortige und genaue Abfrage von Transportkosten. Diese können dann unmittelbar für interne Kalkulationen oder eigene Angebote verwendet werden, ohne auf die Rückmeldungen von Arbeitskräften warten zu müssen. Ebenso ging hervor, dass eine Ansprechperson weiterhin gewünscht wird und eine Zusammenarbeit ohne menschliche Arbeitskräfte kaum vorstellbar ist.
Implementierung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im B2B-Vertrieb gewinnen zunehmend an Bedeutung, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Trotz bestehender Potenziale zur Effizienzsteigerung, Prozessautomatisierung und datengetriebener Entscheidungsfindung fehlt es vielen Unternehmen an einer systematischen Implementierungsstrategie. In dieser Arbeit wird der aktuelle Reifegrad Österreichischer KMU im B2B-Vertrieb in Kärnten und der Steiermark analysiert und der Zusammenhang zwischen den Implementierungsvoraussetzungen und der tatsächlichen Nutzung von KI untersucht. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurden zwei etablierte Reifegradmodelle – das SAIM-Modell nach Voß und die AI Maturity Map von Kreutzer & Sirrenberg – herangezogen und durch eine empirische Untersuchung validiert. Eine quantitative und qualitative Analyse ermöglicht es, zentrale Einflussfaktoren auf die KI-Adoption zu identifizieren. Zudem werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen entwickelt, um KI wertschaffend zu implementieren oder bestehende Anwendungen zu optimieren. Die Ergebnisse zeigen, dass österreichische KMU einen mittleren bis niedrigen Reifegrad in Bezug auf die KI-Implementierung aufweisen. Insbesondere mangelnde Datenqualität, unzureichende Schulungen und fehlende Prozessintegration stellen zentrale Hemmnisse dar. Die Untersuchung zeigt zudem, dass moderne KI-Tools wie Gong.io und Clari sowie KI-gestützte CRM-System wie HubSpot oder Salesforce erhebliche Potenziale bieten, um datengetriebene Vertriebsentscheidungen zu verbessern und die Genauigkeit von Umsatzprognosen zu erhöhen. Nach den Handlungsempfehlungen schließt die Arbeit mit einer kritischen Betrachtung der Ergebnisse und etwaiger Limitationen sowie einer Einführung in den AI Act der EU, der für Unternehmen neue Anforderungen im Bereich der KI-Compliance schafft. Diese Forschung liefert Einblicke für Wissenschaft und Praxis, indem ein strukturierter Ansatz zur KI-Implementierung im B2B-Vertrieb aufgezeigt wird und Unternehmen dabei unterstützt werden, den Mehrwert von KI strategisch zu nutzen.
Diese Masterarbeit untersucht die Rolle von Künstlicher Intelligenz im Content Marketing österreichischer Unternehmen aus den Bereichen Onlinehandel, Handel sowie der Werbe- und Kommunikationsbranche. Ziel ist es, die Motivationen und Barrieren für den Einsatz von KI zu analysieren und die Auswirkungen der Technologie zu beleuchten. Der Literaturteil behandelt die Grundlagen des Content Marketings und der KI. Content Marketing wird als ein zentrales Element beschrieben, das Unternehmen hilft, Zielgruppen mit relevanten Inhalten zu erreichen. KI wird zunehmend als Wettbewerbsvorteil wahrgenommen, insbesondere durch Personalisierung und Automatisierung. Tools wie ChatGPT und Midjourney unterstützen bereits viele Unternehmen bei der Content-Erstellung. Die empirische Untersuchung basiert auf qualitativen Experteninterviews und zeigt, dass KI vor allem als unterstützendes Werkzeug zur Effizienzsteigerung genutzt wird. Allerdings wird sie nicht als Ersatz für menschliche Kreativität betrachtet. Viele Unternehmen befinden sich noch in der Erprobungsphase und nutzen einen „Learning by Doing“-Ansatz. Die Daten lassen den Schluss zu, dass die Herausforderungen im Mangel an technischem Wissen und in der Unsicherheit im Umgang mit KI-Tools sowie in der Wahrung der Qualität und Authentizität von KI-generierten Inhalten bestehen. Trotz dieser Herausforderungen scheinen die Unternehmen die Chancen von KI zu erkennen, besonders in der Personalisierung von Inhalten und der Optimierung von Marketingstrategien. Der erfolgreiche Einsatz von KI im Content Marketing hängt möglicherweise von kontinuierlicher Auseinandersetzung, Offenheit und regelmäßigen Investitionen in Schulungen und Kompetenzen ab. Zukünftige Entwicklungen könnten KI ermöglichen, spezifischere Marketingstrategien zu unterstützen, ohne die menschliche Kreativität dabei zu gefährden.
KI im B2B-Marketing
(2025)
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Automatisierung im digitalen B2B-Marketing,insbesondere dem Account-Based-Marketing unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz. Das erste Kapitel umfasst die theoretischen Grundlagen, einschließlich einer Einführung in die Materie der Künstlichen Intelligenz und der Beschreibung der Analytischen und Generativen KI samt ihrer Anwendung im B2B-Marketing und Account-Based-Marketing. Das zweite Kapitel analysiert die Rolle der Künstlichen Intelligenz im Marketing. Es wird analysiert, wie Analytische Künstliche Intelligenz zur Datenverarbeitung, Vorhersage und Optimierung von Marketingstrategien beiträgt, während Generative Künstliche Intelligenz die automatisierte Erstellung von Inhalten und personalisierter Kund*innenkommunikation ermöglicht. Darüber hinaus werden die zentralen Herausforderungen aufgezeigt, denen Unternehmen bei der Implementierung und Nutzung dieser Technologien gegenüberstehen. Das dritte Kapitel widmet sich der Automatisierung des kontobasierten Marketingprozesses durch den gezielten Einsatz Analytischer und Generativer Künstlicher Intelligenz. Es wird untersucht, wie Künstliche Intelligenz in die verschiedenen Phasen des Account-Based-Marketings, von der Zielkund*innenidentifikation über die Personalisierung bishin zur Leistungsmessung, integriert werden kann, um Marketingstrategien effizienter und datengesteuert zu gestalten. Daran schließt sich die empirische Arbeit an, die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführt wird. Ziel dieser Empirie ist es zu analysieren, wie Unternehmen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Account-Based-Marketingeinschätzen, welche Chancen und Herausforderungen sie sehen und inwieweit Künstliche Intelligenz in der Praxis bereits zur Automatisierung von Prozessen eingesetzt wird. Abschließend werden praktische Ansätze für die Implementierung von Künstlicher Intelligenz in Marketing-Prozesse vorgestellt, gefolgt von einem Fazit, dasdie Bedeutung von Automatisierungen im B2B-Marketing und den strategischen Einsatz von KI kritisch reflektiert.
Die voranschreitende Entwicklung von Social Media als Marketinginstrument und Kommunikationskanal zwischen Community und Marke bewirkt, dass seit einigen Jahren auch auf digitaler Ebene das Phänomen der Shirtstorms immer frequentierter auftritt. Besonders für Unternehmen kann diese Welle an öffentlicher Empörung zu einem starken Image- und Reputationsschaden führen, welcher wesentliche Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg nehmen kann. Grund dafür ist eine mögliche negative Veränderung der Wahrnehmung der Zielgruppe. Diese Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit dem Zusammenhang zwischen den Faktoren Tonalität (Tonfall), Zeit (Antwortgeschwindigkeit) und der Kund*innenwahrnehmung während Online-Shitstorms. Im Zuge dessen wird aufgezeigt, dass Reputation, als vertrauensaufbauende Basis, einen maßgeblichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben kann und somit der Schutz dieser eine hohe Priorität in der Unternehmensstrategie haben sollte. Auch das Online-Communitymanagement erhält durch die wachsende Durchdringung von Online-Plattformen zunehmend Relevanz und kann wichtiger Indikator bei der Identifikation und Vorhersage von Krisen sein. Der Schwerpunkt dieser Abhandlung liegt jedoch auf der Untersuchung der Zusammenhänge zwischen den Faktoren Tonalität (Tonfall), Zeit (Reaktionsgeschwindigkeit) und der Wahrnehmung der Kund*innen. Diese ergibt sich aus den Kapiteln, die online-Shitstorms und deren Verbreitungsmechanismen und Auswirkungen behandeln. Weiters werden die Image Repair Theory nach Benoit, das Social-Mediated Crisis Communication Model sowie das spieletheoretische Entscheidungsmodell näher erläutert. Die empirische Erhebung selbst ergibt einen positiven Zusammenhang zwischen den beiden Faktoren und einer positiven Wahrnehmung der Kund*innen. Wichtig zu erwähnen ist dennoch, dass basierend auf der durchgeführten Untersuchung nur Tendenzen angenommen, jedoch keine kausalen Beweise interpretiert werden können.
Um in der digitalen Zeit wettbewerbsfähig zu bleiben und sich gegen große Konzerne zu behaupten, müssen sich Handwerksbetriebe laufend verbessern und ihre Abläufe innovieren. Die vorliegende Masterarbeit widmet sich der Fragestellung, welche Erfolgsfaktoren und Hindernisse sich aus operativen Marketingstrategien für produzierende Kleinst- und Kleinbetriebe in den steirischen NUTS-3-Regionen ergeben. Der Fokus liegt dabei auf dem Handwerkssektor, dessen Betriebe durch begrenzte personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen vor besonderen Herausforderungen in der Umsetzung von Marketingmaßnahmen stehen. Ziel der Arbeit ist es, theoretische Grundlagen mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen, um konkrete Handlungsempfehlungen für die betriebliche Praxis abzuleiten. Aufbauend auf einer fundierten Literaturrecherche werden zentrale Aspekte wie Digitalisierung, Kundenbindung, Positionierung, operative Umsetzung und der Einfluss moderner Technologien in Kleinst- und kleinen Betrieben beleuchtet. Ergänzend werden qualitative Experteninterviews mit elf steirischen Handwerksbetrieben durchgeführt, um tiefere Einblicke in reale Umsetzungsprozesse und Herausforderungen im täglichen Arbeitsalltag von Führungspositionen zu gewinnen. Ausgehend von dieser Problemstellung zeigt sich, dass operatives Marketing in Kleinst- und Kleinbetrieben häufig nicht strategisch geplant, sondern neben dem Tagesgeschäft intuitiv betrieben wird. Dennoch können Erfolgsfaktoren wie eine klare Positionierung, kontinuierliche Kundenkommunikation so-wie der gezielte Einsatz digitaler Medien identifiziert werden. Betriebe, die frühzeitig in ihre Außenwirkung investieren und intern Strukturen für Marketing schaffen, profitieren langfristig durch stärkere Kundenbindung und eine höhere Sichtbarkeit. Die Arbeit macht deutlich, dass operatives Marketing kein Großbetriebsthema ist, sondern auch im kleinen Rahmen wirkungsvoll eingesetzt werden kann. Sie zeigt zudem, dass die Betriebsgröße oder der Standort (ländlich oder städtisch) keinen entscheidenden Einfluss auf die Umsetzung haben. Vielmehr sind Offenheit für Innovation, ausreichend zeitliche Ressourcen und die Bereitschaft zur Selbstreflexion – insbesondere auf Führungsebene – entscheidende Erfolgsfaktoren. Abschließend liefert die Arbeit praxisnahe Empfehlungen und verweist auf künftige Forschungsfelder, etwa zur branchenspezifischen Wirksamkeit einzelner Marketingmaßnahmen oder zur Rolle digitaler Kompetenzentwicklung im Handwerk.
NXP is a globally operating semiconductor company. MIFARE is NXP‘s leading brand for contactless solutions, augmented by a service offering with MIFARE 2GO, and AppXplorer. In the transit sector, MIFARE is used in over 750 cities worldwide, serving the majority of the market. The market for fare ticketing sees disruptions and changes in customer behavior. While NXP has acted on these trends by bringing MIFARE 2GO, it has not (re)positioned it’s brand accordingly yet – at least, not purposefully. This thesis develops a variety of positioning concepts for MIFARE and presents one that will allow MIFARE to remain the leading brand for fare ticketing solutions.The first part of the master thesis focusses on the theory of international B2B marketing in high-tech markets, and that of brand repositioning and communication (of brand repositioning) in international B2B markets. In these chapters, the first followed definitions are provided, followed by the imperatives, aims, models, and strategies. The findings of this theoretical section provide the basis for the empirical implications.The secondary and primary market research follows. An in-depth market analysis is conducted and sixteen, of which eight internally at NXP, one-hour interviews are conducted and analyzed. Based on the findings from the literature in combination with the market analysis and expert interviews, five repositioning alternatives are developed, of which, via a scoring model, one is selected. The recommended repositioning alternative and concept is that of leading the market with the complete portfolio.The implementation of this repositioning alternative is done via integrated marketing communication. In the last part of this work, all the considerations, challenges, and other factors required for success – including an in-depth analysis of the communication tools – are provided. The entire communication plan is supported by event-specific activities, a proposed budget, and control measures.The entire work is further summarized in a ‘one-pager’ displaying the repositioning concept in a visually appealing way. Lastly, some further conclusions and recommendations are provided based on the completion of this work.
In der vorliegenden Masterarbeit wird zunächst das Unternehmen Agfa HealthCare sowie der Geschäftsbereich TIP HCe und die Unternehmensleistungen kurz vorgestellt. Es wird anschließend die Ausgangssituation sowie die sich daraus ergebende Herausforderung für das Unternehmen beschrieben. Weiters werden im einleitenden Teil die Ziele des Unternehmens als auch das Ziel dieser Masterarbeit sowie die Nicht-Ziele definiert. Den Abschluss der Einleitungsphase bildet die grafische Darstellung der Vorgehensweise der Masterarbeit. Da das Unternehmen im B2B-Projektgeschäft tätig ist, wird im Theorieteil bzw. Literaturteil eingangs diese Thematik erläutert. Hier liegt der Fokus auf den Spezifika für Softwareanbieter als auch auf den vertrieblichen Herausforderungen. Die Besonderheiten dieser Art des Geschäfts haben Einfluss auf das kundenseitige Kaufverhalten, daher wird anschließend dieses näher beschrieben. Hier liegt der Fokus auf der Analyse der komplexen Verkaufssituationen sowie der Eruierung kaufentscheidender Kriterien für Kunden. Das anschließende Kapitel Kundenbewertung verdeutlicht die Notwendigkeit dieser und stellt unterschiedliche Methoden zur Bewertung und Klassifizierung von Kunden vor. Hier zeigt sich, dass speziell mehrdimensionale Modelle zunehmend von Bedeutung sind und die Relevanz qualitativer Bewertungskriterien stetig steigt. Fokus beim Thema Kundenzufriedenheit war die Entstehung dieser sowie die Beschreibung differenter Messmethoden. Im Zuge der Kundenbindung werden einerseits klassische/traditionelle als auch zunehmend notwendige digitalisierte und innovative Methoden zur Kundenbindung vorgestellt. Hier wird das Customer Experience Management sowie die zusätzlich geforderten vertrieblichen Kompetenzen näher beschrieben. Das abschließende Kapitel des Literaturteils bilden die theoretischen Grundlagen zur Erstellung eines Betreuungskonzeptes sowie ein kurzes Zwischenfazit. Im praktischen Analyseteil wurde zunächst eine umfassende Situationsanalyse durchgeführt. Hier wird im Zuge der Analyse der Umwelteinflüsse vor allem der politische Einfluss auf das Unternehmen und Kunden deutlich. Zudem zeigt sich die hohe Wettbewerbsintensität der Branche und Differenzierungsmöglichkeiten durch Produktinnovationen zum Mitbewerb. Der vorhandene Informationsbedarf, welcher sich aus den Analysen ergab, wurde mittels quantitativer Primärmarktforschung erhoben. Dazu wurde eine Vollerhebung von ca. 350 Kunden mittels Online-Umfrage durchgeführt. Die relevantesten Ergebnisse flossen in die anschließende Unternehmensanalyse als auch Erstellung des Betreuungsplans, welcher als operativ umzusetzender Teil des Konzeptes angesehen werden kann, mit ein. Da eine Betreuung adäquat der Kundenwertigkeit forciert wird, wurde zunächst eine Kundenbewertung anhand der Scoring-Methode durchgeführt. Es wird ebenso ein qualitatives Anforderungsprofil für Mitarbeiter vorgestellt, welches auf die jeweiligen Kundensegmente ausgestaltet ist. Es folgt die operative Planung sowie Kontrolle der definierten Umsetzungsmaßnahmen. Den Abschluss der Arbeit bilden die Handlungsempfehlungen für das Unternehmen sowie ein Ausblick in die Zukunft und kurzes Resümee.
Wever & Ducré BVBA was founded in Belgium in 1984 and was acquired by XAL Holding GmbH in 2011. The company’s product range focuses on indoor, outdoor, and decorative (architectural) lighting. Wever & Ducré is currently only active in the B2B lighting industry but strives to enter the B2C market in Belgium and Northern Germany by 2021. The main objective of the present master’s thesis is to elaborate an online marketing concept for the regions Belgium and Northern Germany, with the subsequent implementation of which B2C customers can be generated for a company currently only active in the B2B industry.The present thesis is divided into two main parts: Part I aims to provide a theoretical basis by defining terms, techniques, and constructs used in the course of an online marketing concept creation process. The result of the comprehensive literature research is a seven-step concept structure that serves as the starting point for part II of the elaboration. Part II of the thesis deals with the company-specific development of an online marketing concept that should contribute to achieving the predefined company objective to tap a new customer group. The starting point for the empirical concept creation is the definition of a B2C customer group: For this purpose, a mixed-method approach is used to define personas, in which both secondary and primary research are combined: A market segmentation (secondary research) was carried out for Belgium and Northern Germany. By defining knock-out and attractiveness criteria, one promising segment could be identified for each market. With the help of 10 qualitative interviews from Belgium and 5 from Northern Germany, two personas could be defined. Persona characteristics served as the basis for selecting marketing strategies.Literature sources indicate that it is not expedient to exchange online marketing strategies with each other, but that they should be used in parallel – however, prioritised in order. The following priorities were determined based on the research results, industry experience, and a cost-utility-analysis (incl. preference analysis) for weighting: SEO, content marketing, SMM, affiliate marketing, EMM. A two-year budget plan, as well as a dynamic action plan, were drawn up with the resources available.
Die voestalpine Turnout Technology Zeltweg GmbH agiert als Teil der voestalpine Railway Systems GmbH auf internationalen Märkten und bietet ein umfassendes Leistungsspektrum im Bereich des Schienenverkehrs. Zur Bewältigung wirtschaftlicher Volatilitäten und zur Sicherstellung der langfristigen Profitabilität setzt das Unternehmen in mehrjährigen Rahmenverträgen auf standardisierte, indexbasierte Preisgleitformeln. Das zentrale Problem besteht in der Unsicherheit darüber, welche der verfügbaren Preisgleitformeln im Kontext langfristiger Rahmenverträge die höchste wirtschaftliche Rentabilität gewährleistet. Ihre häufig starre Umsetzung verhindert eine flexible Anpassung an dynamische Veränderungen. Die Herausforderung besteht in der Vielzahl externer Einflussgrößen. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie unternehmensspezifische Standardformeln durch simulationsgestützte Modelle optimiert und bewertet werden können. Zur Bearbeitung wurden Literaturrecherche, Korrelationsanalyse, Sensitivitätsanalyse, Interviews und datenbasierte Auswertungen herangezogen. Diese Methoden bilden die Grundlage für ein Excel-basiertes Simulationsmodell, das die Preisdynamik auf Basis realer Indizes und deren Gewichtungen analysiert. Die Korrelationsanalyse identifiziert stark wirkende Indizes mit stabilen Zusammenhängen, etwa zwischen Kokskohle und Schrott. Die Sensitivitätsanalyse bewertet den Einfluss einzelner Indizes auf die Zielgröße und stellt fest, dass vor allem Energie- und Lohnkosten starke Preistreiber sind. Eine Fallstudie belegt, dass kundenseitige Formeln mit irrelevanter Indexkopplung – beispielsweise einem Gaspreisanteil trotz fehlender Relevanz – die Preisentwicklung verzerren und damit Risiken verursachen. Das entwickelte Excel-Simulationsmodell erlaubt es, verschiedene Formelkombinationen dynamisch zu testen, deren Wirkung auf Preisänderungen zu analysieren und auftragsbezogene Szenarien abzubilden. Ergänzend wurde ein standardisiertes, englischsprachiges Template für den konzernweiten Einsatz entwickelt, das die Modelllogik übertragbar macht und internationale Anwendungen erleichtert. Die Untersuchung zeigt, dass die Optimierung von Preisgleitformeln einen signifikanten Beitrag zur Reduktion der Preiskostenschere leisten kann. Durch die datenbasierte Ableitung geeigneter Formeln lässt sich die Preisanpassung objektiver gestalten und das Risiko finanzwirtschaftlicher Fehlsteuerung reduzieren. Die Kombination aus analytischer Bewertung, Modellintegration und simulierbarer Szenarien ermöglicht eine evidenzbasierte Entscheidung über die Eignung bestimmter Preisformeln im Vertragskontext. Zur Weiterentwicklung sind qualitative Vertragsparameter und branchenspezifische Besonderheiten stärker in die Bewertung einzubeziehen, um Preisgleitformeln rechnerisch und strategisch zu optimieren. Langfristig sollte ein konzernweites, datenbankgestütztes Preisgleitmodell mit Excel-Frontend etabliert werden, das zentral gepflegt, dezentral anpassbar und durch Audits sowie Echtkostendaten validiert wird.
The volume of trade on the Internet has increased steadily in recent years. It is becoming increasingly easier to order products or services from around the world with just a few clicks of the mouse, but also to offer them to customers. This development brings with it a number of opportunities but also risks for small companies that already sell electronics products in a niche via the Internet.This thesis explores the development of a process model that can be used by companies that already sell electronics products in a niche via the Internet to further develop the existing business model or, if necessary, to realign it completely. The existing literature on business models, business model development processes and design patterns is reviewed and the current developments and trends in online trade and the electronics sector on the business model of companies trading with niche product is analysed. The business model development process derived from a theoretical perspective is put to practical use by applying the model on a reference company. This implementation includes a multi-stage process with an in-house workshop, gathering and evaluation of lots of data and interviews with experts. Twelve business model variants are found, of which six are checked by experts for practical suitability after pre-selection. The results are two detailed business model designs. The first business model "Multilingual Offerings" is to be seen as an extension of the existing business model and deals with the enlargement of the customer base of the existing business through multilingual product offerings. The second business model "Fever Screening Thermal Solution" represents a completely new business model and describes the development of a system for the exact contactless measurement of body temperature with the help of thermal imaging cameras.
Die Welt des B2B-Vertriebs befindet sich im Umbruch – nicht nur durch COVID-19, sondern auch durch den Generationswechsel. Daher ist es wichtig, sich anzupassen, um im Maschinen- und Anlagenbau erfolgreich zu sein. Um Unternehmen darauf vorzubereiten, beschäftigt sich diese Masterarbeit mit einem Modell zur Kund*innengewinnung im B2B-Vertrieb des Maschinen- und Anlagenbaus. Dabei handelt es sich um ein Modell im Sinne des Sales Cycle, das alle Phasen von der Kund*innenplannung bis hin zur After-Sales-Betreuung umfasst. Weiters werden die Voraussetzungen für das Modell definiert, darunter digitale Tools, künstliche Intelligenz, Customer Journey, Hybrid Sales sowie der verstärkte Einsatz von Inside Sales. Diese Masterarbeit basiert auf dem Benchmarking von Modellen, Prozessen und Methoden aus dem Innovationsmanagement, um daraus zu lernen, neue innovative Ansätze für Unternehmen zu entwickeln und eine Prozessinnovation für den Vertrieb zu erarbeiten. Das Modell wird durch die empirische Methode der Expert*inneneninterviews validiert und mit Hilfe der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet, um abschließend eine Handlungsempfehlung sowie ein grafisches Modell darzustellen.
Die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) verändert nachhaltig die Vertriebsarbeit, insbesondere im Key Account Management (KAM) von Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) in Österreich. Diese Masterarbeit beleuchtet die Relevanz und die konkreten Auswirkungen von KI auf strategische und operative Vertriebsprozesse. Ziel war es, durch eine Kombination aus theoretischer Fundierung und qualitativer empirischer Forschung zu ermitteln, wie KI bestehende Rollenbilder, Methoden und Kundenbeziehungen im B2B-Vertrieb transformiert. Im theoretischen Teil wurden zunächst die Potenziale sowie die Risiken der Digitalisierung und KI-Nutzung im Vertrieb anhand aktueller wissenschaftlicher Literatur systematisch dargestellt. Es zeigte sich, dass KI besonders durch Automatisierung, Datenanalyse und Personalisierung vielfältige Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Individualisierung bietet. Gleichzeitig bestehen Unsicherheiten hinsichtlich Datenschutz, Transparenz und ethischer Implikationen. Die Analyse basiert auf qualitativen Experteninterviews mit Entscheidungsträgern der Branche. Die Ergebnisse zeigen, dass KI aktuell vor allem zur Automatisierung administrativer Tätigkeiten, zur datenbasierten Entscheidungsfindung und zur individuellen Kundenansprache eingesetzt wird. Dabei entwickelt sich die Rolle der Key Account Manager zunehmend in Richtung strategischer Prozessgestalter mit digitalen und analytischen Kompetenzen. Gleichzeitig wurden Herausforderungen identifiziert, etwa unzureichende Datenqualität, fehlende Prozessintegration und Unsicherheiten im Umgang mit neuen Technologien. Deutlich wird, dass der Erfolg von KI im Vertrieb nicht nur von technischen, sondern insbesondere von kulturellen und organisatorischen Faktoren abhängt. Die Arbeit liefert praxisnahe Handlungsempfehlungen für Unternehmen und unterstreicht, dass KI den Vertrieb nicht ersetzt, sondern gezielt unterstützt. Zukünftige Forschung sollte die Auswirkungen des KI-Einsatzes auf die Qualität von Kundenbeziehungen sowie auf ethische und rechtliche Aspekte vertiefend untersuchen, um ein ganzheitliches Verständnis der KI-Integration im B2B-Vertrieb zu gewinnen.
Künstliche Intelligenz ist in einer zunehmend digitalen Welt zu einem Thema geworden, dem man nicht ausweichen kann. Sie birgt ein massives Potenzial, wenn man weiß, wie man sie gezielt einsetzt. Vor allem in der Software-as-a-Service-Branche stellt sich dabei die Frage, ob und wie KI in der Bestandskundenbetreuung von B2B-Kund*innen unterstützen kann. Ziel dieser Masterarbeit ist es daher, herauszufinden, welche Einsatzmöglichkeiten generative KI im Customer Success Management bietet und welchen konkreten Nutzen sie für SaaS-Unternehmen im B2B-Bereich haben kann. Dazu wird zunächst erläutert, was generative KI auszeichnet und welche Besonderheiten das Customer Success Management aufweist. Anschließend folgt eine Analyse der bestehenden Forschung und ein erstes Modell, das die Theorie zu KI und CSM miteinander verknüpft. Die praktische Sicht wird durch Expert*inneninterviews gewonnen, deren Auswertung mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring erfolgt. Aus den Erkenntnissen der empirischen Untersuchung und den Erkenntnissen aus dem Theorieteilsoll dann ein Modell für den Einsatz von KI im CSM entwickelt werden. Damit soll die Arbeit einen Beitrag dazu leisten, die Potenziale von KI in der Kundenbetreuung zu verdeutlichen und SaaS-Unternehmen bei einem sinnvollen Einsatz von KI in ihren CSM-Alltag unterstützen.
Kennzahlengestützte B2B-Vertriebssteuerung in der Energiewirtschaft am Beispiel der Energie Graz
(2018)
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Konzeptes zur kennzahlengestützten B2B-Vertriebssteuerung der Energie Graz GmbH & Co KG. Das Kennzahlensystem soll zur Entscheidungsverbesserung und zur Effizienzsteigerung im B2B-Vertrieb des Unternehmens beitragen.
Zu Beginn der Arbeit wird auf die Besonderheiten des B2B-Vertriebes in der Energiebranche eingegangen. Dabei liegt der Fokus auf der österreichischen Energiewirtschaft und den Spezifika der Produkte Strom und Erdgas. In einem weiteren Schritt wird die B2B-Vertriebssteuerung in der Energiebranche behandelt, um Einflussfaktoren für die Entwicklung eines Kennzahlensystems zu identifizieren. Darüber hinaus werden die Arten und die Bildung von Kennzahlen sowie konkrete Gütekriterien zur Auswahl von Kennzahlen behandelt. Zur Erreichung des Masterarbeitsziels wer-den im Zuge der Arbeit die generellen Anforderungen an Kennzahlensysteme erarbeitet. Möglichkeiten des Aufbaues und der Darstellung von Kennzahlsystemen werden ebenso behandelt. Des Weiteren werden drei mögliche Konzepte zur Vertriebssteuerung in der Energiewirtschaft beschrieben und kritisch reflektiert. Die Erkenntnisse aus dem Theorieteil der Arbeit dienen als Grundlage für die Entwicklung eines Vertriebssteuerungskonzeptes für die Energie Graz GmbH & Co KG.
Im Praxisteil der Arbeit wird allem voran eine Unternehmensanalyse zur Informationsgewinnung betreffend die Organisationsform, die aktuelle Vertriebsstrategie und das momentane Vertriebscontrolling durchgeführt. Weiterführend werden die möglichen Kennzahlensysteme zur Vertriebssteuerung bewertet und es wird eine geeignete Auswahl für den B2B-Vertrieb der Energie Graz GmbH & Co KG getroffen. Nach Bearbeitung der strategischen Ziele werden die Perspektiven für das Kenn-zahlensystem festgelegt. Im Anschluss werden je Perspektive Kennzahlen zur Zielerreichung definiert und ein Kennzahlenkatalog erstellt. Abschließend werden Handlungsempfehlungen für die weitere Vorgehensweise definiert und die Implementierung grob geplant und bud-getiert. Die Ergebnisse der Arbeit sollen als Grundlage für die Implementierung eines Konzeptes zur kennzahlengestützten B2B-Ver-triebssteuerung in der Energie Graz GmbH & Co KG dienen.
Hintergrund: Das Bedürfnis, einen wesentlichen Beitrag zu einer effizienteren Nutzung der Ressourcen zu leisten, besteht innerhalb der Gesellschaft bereits seit geraumer Zeit. Dies hängt mit der Veränderung der Denkmuster sowie dem Auftauchen diverser Trends zusammen, welche am Markt herrschen. Mithilfe von zugangsbasierten Services wird der übermäßigen Verschwendung entgegengewirkt und die Lebenszeit der Produkte verlängert. Dabei handelt es sich jedoch um kein neues Phänomen, denn neu daran ist nur das Medium, nämlich das Internet. Ziel: Im Rahmen dieser Studie sollen die Treiber (Nachhaltigkeit, ökonomische Vorteile) sowie die Barrieren (Leistungsrisiko, Bedürfnis nach Besitz und Vertrauen) zugangsbasierte Services in Bereich der Mietmöbel in Anspruch zu nehmen. Methode: Um dieses Ziel zu erreichen, wurde eine quantitative Untersuchung durchgeführt. Mithilfe eines Online-Fragebogens wurden die Primärdaten erhoben. Das Resultat waren 387 bereinigte Fragebögen, welche in weiterer Folge mithilfe einer multiplen Regressionsanalyse untersucht und weiters die abgeleiteten Hypothesen überprüft werden konnten.Conclusio: Folglich konnten die ökonomischen Vorteile als Motivator und das Vertrauen gegenüber Anbietenden und Produkten als Barriere identifiziert werden, welche einen signifikanten Einfluss auf die Verhaltensabsicht der Gesellschaft haben.
This master thesis is written in cooperation with the startup studio trive from Vienna. Startup studios produce startups systematically with a core team, to gain startup equity in exchange for time, effort, and experience.In order to increase the profitability and survival rate of the startups they produce, startup studios want to standardize as many processes related to the creation of startups as possible.A crucial point in the development of a startup is to show traction for the venture after a certain period of time, which means that quantitative evidence for the success of a venture is available. If this is the case, a startup has found product-market fit. If this does not happen after 12-18 months, doubts about the success of the venture arise and it is at increased risk of failing. To avoid this, the goal of this master thesis was to develop a model that allows trive to achieve product-market fit regardless of the industry the startup is in.The work includes a detailed discussion of the term product-market fit, which indicates that a certain product satisfies the needs of a market that can be served in a profitable way. In addition, the two main components of the term were each elaborated before discussing methods of creating the "fit" between them. Startup studios can use plan-driven methods or agile methods, whereby agile methods are particularly suitable in the face of uncertainty.From the approaches described in the literature a model was then developed, which was then subjected to a review by expert interviews. Through the interviews, the model could be examined from a practical point of view, and standardizable and non-standardizable process steps could be identified. Through this, a first draft of a model for achieving product-market fit for startup studio-born startups could be elaborated. This first draft of the elaborated model comprises an iterative, customer-centric, and hypothesis-driven approach including all relevant process steps and tasks, which could meet the requirements of a startup studio by basing the model operatively on a Scrum-like procedure.
The achievement and sustainable maintenance of a competitive advantage is one ofthe most important strategic objectives of companies. Especially, in the Software-as-a-Service industry where global becomes local, the internationalization of companies is indispensible in order to obtain a competitive advantage. The Intact GmbH is an Austrian based software company founded in 2001 by four friends with a shared vision to increase quality in the food safety industry. The offered software solution is a modular based Enterprise Resource Planning system with a full solution approach. Since the acquisition of its first customer outside of Europe in 2005,the Intact GmbH operates internationally.Today the company has built up a large international customer base with customers allaround the globe. Furthermore, the company focused in the recent years predominantly on a growth strategy and in 2018 sold 51% of their shares to the investment group named IMCAP GmbH. Therefore, the Intact GmbH strives to enter new markets and continue to grow its international customer base.In this respect, the master thesis aims to develop a market entry concept for Croatia and Slovenia to enter the new markets between July 2022 and May 2023. The concept serves to support the Intact GmbH in the market entry process.The main aspects of the theoretical section focus on the market entry in the Softwareas-a-Service industry for companies operating in a niche market. First, the terminology of is clarified in detail for the reader to understand the environment. Furthermore,marketing strategies for internationalization are provided with a strong focus on the digital toolset available for marketers such as lead management and Search EngineOptimization. Based on this the different modes of entry for SaaS companies are discussed and aligned with the prior theoretical input. The conclusion of the theoretical section is an overview of the market entry concept with the recommended market entrymode suitable for an Austrian software vendor entering new international markets with a strong focus on digital marketing activities.For further insights and information retrieval, secondary and primary market research is conducted in the practical section of this master thesis. Within the primary market research, fifteen experts have been interviewed with expertise in the Testing,Inspection and Certification market of Croatia, Slovenia and Austria. To gain further insights into the differences and similarities of the markets and the market view, additionally three experts from Austria have been interviewed. Lastly the conclusion, findings and results of the primary market research are combined for the development of the market entry concept for the Intact GmbH consisting the market entry mode, action plan and recommendations for digital marketing activities. The last part of this master thesis provides further recommendations of action for the Intact GmbH on the adaption of the SaaS marketing mix.
Understanding user behaviors and preferences is crucial in today’s digital landscape, driving the need for automated persona generation. This thesis explores the potential of topic modeling and sentiment analysis to enhance data-driven persona creation. Analyzing a corpus of 676,000 tweets from 6,760 Twitter users (now x.com1), the study applies BERTopic for topic modeling and VADER for sentiment analysis to identify distinct themes and emotional tendencies in usergenerated content. A key finding is the significant impact of pre-processing, which improves topic coherence andinterpretability, contradicting claims that BERTopic performs equally well on raw data. The results indicate that bots predominantly generate neutral, task-oriented content, while humanusers – particularly female users – express more varied and emotionally rich sentiment.Integrating topic modeling and sentiment analysis enables multidimensional persona creationby combining thematic interests with emotional characteristics, emphasizing the value of author profiling in data-driven persona generation.This thesis highlights the potential of text mining techniques in persona creation while acknowledging challenges such as sentiment misclassification and the differentiation between bots and humans. Moreover, the findings highlight the need for structured datasets to enhance large language model-based persona descriptions, ensuring greater accuracy and coherence.Future research should explore alternative machine learning models, refine clustering methods, and assess cross-platform applicability. The combination of topic modeling and sentiment analysis offers promising opportunities for automating persona generation, enhancing e.g.,targeted marketing, and improving social media analysis.
Die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel Evaluierung der Einsatzmöglichkeiten von E-Learning-Systemen im B2B Vertrieb“ untersucht die Identifizierung und Gewichtung von Kriterien zur Bewertung von E-Learning-Systemen im Business-to-Business (B2B)-Vertriebsumfeld. Angesichts der wachsenden Bedeutung digitalen Lernens im Corporate Learning trägt diese Studie dazu bei, eine bestehende Forschungslücke in der Bewertung von E-Learning-Systemen für das Vertriebsumfeld und Performance-Steigerungen in der Branche zu adressieren. Die Untersuchung basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz, welcher eine KI-gestützte Literaturrecherche sowie Befragungen von Personen mit Fachexpertise nach dem Kano-Modell umfasst. Branchenspezifische Bewertungskriterien wurden aus der Fachliteratur abgeleitet und anhand der Einschätzungen erfahrener B2B-Vertriebsexpertinnen und -experten gewichtet. Der Funktionsumfang von zehn E-Learning-Systemen wurde mit einer dreistufigen Skala bewertet, um Objektivität und Vergleichbarkeit sicherzustellen. Die Ergebnisse zeigen, dass Absorb LMS den umfangreichsten ungewichteten Funktionsumfang bietet. Nach der fachspezifischen Gewichtung deutet die Analyse darauf hin, dass führende E-Learning-Systeme Funktionen priorisieren, die von Experten und Expertinnen aus dem B2B-Vertrieb geschätzt werden. Diese Arbeit identifi-ziert19 fundierte, branchenspezifisch gewichtete Kriterien zur Bewertung von E-Learning-Systemen imB2B-Vertrieb. Die Ergebnisse legen nahe, dass aktuelle Plattformen grundsätzlich für den Einsatz in diesem Bereich geeignet sind. Gleichzeitig wird weitere empirische Forschung empfohlen, um die praktische Anwendbarkeit der Kriterien zu validieren und bestehende Auswahlprozesse weiter zu optimieren.
Nowadays, companies find themselves in a rapidly changing environment. Especially the emergence of e-commerce has changed businesses significantly. While retailers have started to take advantage of those developments, also consumers have adapted their shopping behaviour. They want to benefit from the advantages of e-commerce. However, they still do not want to miss the social aspects and entertainment of shopping. Customer experience therefore became an im-portant topic in e-business. With online customer journey management, companies try to find the right set of communication touchpoints including an appropriate content strategy for each of them. This set is then put into customer communication journey maps, which build the base for a holistic communication strategy. The elaboration of such communication journey maps is also highly relevant for the online retailer TOPPERZ. For this reason, the main objective of this master thesis is to elaborate customer communication journey maps for the e-commerce company. The theoretical part of the thesis is based on literature research and focuses on e-commerce in the B2C fashion industry including relevant trends for communication purposes. Furthermore, online customer ex-perience management and online consumer behaviour are discussed. The focus of the theoretical section is put on customer journey management. This includes the definition of customer journeys and the presentation of three relevant customer journey models. Furthermore, criteria for the selection of the most appropriate model are given, followed by the introduction of possible touchpoints within the digital communication journey. Also, supporting tools for customer journey management as well as its limitations are outlined. Finally, a process for the elaboration of customer communication journey maps is presented. The practical part of the thesis consists of a company presentation and the analysis of its external and internal environment based on secondary research. The primary research mainly aims at the identification of TOPPERZ’ potential customers’ shopping behaviour, channel preferences and related content preferences. Based on the results of the research, customer communication journey maps were elaborated for the company’s two most relevant user personas.
