85.40 Marketing
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Die vorliegende Masterarbeit hat das Ziel dem Unternehmen Doka, einem traditionellen Schalungsanbieter, ein Produkteinführungskonzept für das digitale Service Smart Pouring zu unterbreiten. Smart Pouring ist eine Software zur digitalen Betonbestellung. Mit der Markteinführung des Produktes möchte Doka den Produktivitätsherausforderungen der Bauindustrie entgegenwirken, und somit ein Sekundärgeschäft eröffnen. Da das Unternehmen normalerweise nicht mit digitalen Produkten auf dem Markt positioniert ist, steht Doka vor neuen Herausforderungen. Erfolgsentscheidend ist nicht nur eine genaue Analyse des Zielmarktes, sondern auch die daraus abgeleiteten Entscheidungen bezüglich des Customer Values, des Preises und der Vertriebskanäle. Dementsprechend wurde im Rahmen dieser Masterarbeit ein Produkteinführungskonzept für den österreichischen und deutschen Markt entworfen, welches Empfehlungen zur Produktpositionierung, dem Preis und geeigneten Vertriebskanälen für Smart Pouring enthält. Der theoretische Teil der Masterarbeit beginnt mit einer Einführung in die Bauindustrie. Darüber hinaus werden generelle Erfolgsfaktoren bzw. Herausforderungen für digitale Produkte untersucht. Im weiteren Verlauf konzentriert sich die Arbeit auf die strategische und operative Planung einer Markteinführung. Um die Qualitätsmerkmale und den zukünftigen Preis von Smart Pouring zu identifizieren und bewerten, wurde die Zahlungsbereitschaft der Zielkunden erforscht. Dies wurde im Rahmen einer Customer Value Map im Zuge einer Primärmarktforschung erreicht. Im praktischen Teil dieser Arbeit findet eine Analyse der Makro- und Mikroumwelt des Produktes statt. Eine Online-Umfrage hinterfragte das Bestellverhalten und die Qualitätsmerkmale einer Betonbestellungssoftware sowie die bevorzugten Kommunikationskanäle der potenziellen Kunden. Basierend auf den daraus gewonnenen Ergebnissen, konnten Customer Value Map Analysen durchgeführt werden, um so die Position am ausgewählten Markt zu ermitteln. Folglich wurden Stärken und Schwächen erkannt und mit externen Entwicklungen gegenübergestellt. Der daraus resultierende SWOT-Katalog gab Hinweise auf Chancen und Entwicklungen bei der Einführung von Smart Pouring und ermöglichte die Entwicklung von Empfehlungen und Maßnahmen, die eine erfolgreiche Produkteinführung von Smart Pouring gewährleisten.
Akquisitionskonzept für die nordamerikanische Automobilindustrie für Magna Steyr Fuel Systems GesmbH
(2020)
Die MAGNA Steyr Fuel Systems GesmbH (MSFS) ist ein österreichisches Tochterunternehmen der MAGNA Steyr-Gruppe und ist spezialisiert auf die Fertigung von Tanksystemen und Komponenten, wobei deren Kernkompetenz in der Fertigung von Plug-in hybrid electric vehicle -Tanksystemen (PHEV/Hybrid) liegt. Im Zuge einer Produktionsverlagerung von zwei bestehenden Projekten in die USA wurde mit Beginn 2019 ein neues Fertigungswerk in Spartanburg (SC) eröffnet. Durch die Erweiterung des globalen Footprint ergab sich die Herausforderung, das noch verfügbare Fertigungsvolumen (im Werk Spartanburg) durch die Gewinnung von neuen Projekten von Neukunden zu nutzen, um nachhaltig zu bestehen. Durch den aktuellen Umbruch in der Automobilindustrie mit der steigenden Bedeutung von alternativen Antriebssystemen, wie beispielsweise durch Electrification, ergeben sich für die Zuliefererindustrie im Bereich der Tankfertigung Überkapazitäten, was in weiterer Folge den Konkurrenzdruck steigen lässt. Darüber hinaus zeigen Prognosen eine für MSFS positive Entwicklung der Hybrid (PHEV) Varianten, da diese in den USA kontinuierlich ansteigen, was gepaart mit der Kernkompetenz von MSFS ein großes Potential ergibt. Um diese Herausforderungen zu meistern und die definierten Ziele zu erreichen, benötigt MSFS ein Konzept zur Neukundengewinnung in der nordamerikanischen Automobilindustrie, welches beginnend mit einem operationalisierten Vertriebsziel, einer definierten Vertriebsstrategie, über gezielte und erfolgsversprechende Vertriebsmaßnahmen zur Identifikation, Bewertung und Ansprache von potentiellen Neukunden reicht. Den Abschluss des Konzeptes bilden das benötigte Vertriebsbudget und die Kontrollmaßnahmen zur Sicherstellung der Effektivität und Effizienz in der Umsetzung. Im Theorieteil dieser Arbeit wurden beginnend mit der Eingrenzung auf ein Geschäftsfeld alle relevanten Inhalte in den Bereichen Vertrieb, Kaufverhalten und Akquise erarbeitet. Um das Wissensdefizit hinsichtlich der Konzepterstellung zu schließen, wurden im Praxisteil 15 Einzelinterviews durchgeführt und die Ergebnisse in Verbindung mit der durchgeführten Sekundärmarktforschung in das Akquisitionskonzept eingearbeitet. Abschließend wurden Handlungsempfehlungen für MSFS abgegeben, welche die Neukundengewinnung in der nordamerikanischen Automobilindustrie möglichst erfolgsversprechend gestalten sollen.
Multisensorisches Marketing basiert auf einer Kombination aus angewandtem Neuromarketing und erlebtem Emotionalmarketing. Dabei gilt es zwei oder mehr Sinnesorgane gleichzeitig anzusprechen, um Wahrnehmung, Verhalten und Entscheidungen eines Individuums zu beeinflussen. Dieser Prozess geschieht häufig unterbewusst, da der Mensch nicht in der Lage ist, den Einfluss unmittelbar zu erfassen. Die forcierte unterbewusste Einflussnahme bietet Einzelhändler*innen die Möglichkeit, ihre Marken, Produkte und Dienstleistungen potenziellen Kund*innen gezielt näher zu bringen und deren Kaufverhalten zu steuern. Der Geruchssinn verfügt als einziges Sinnesorgan über eine direkte Verbindung zum limbischen System, das wesentlich an der Emotionsverarbeitung beteiligt ist. Emotionen prägen menschliche Reaktionen maßgeblich. Daher wird insbesondere dem Duftmarketing in diesem Forschungsfeld eine bedeutende Rolle beigemessen. Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen empirischen Teil. Im theoretischen Abschnitt wird ein allgemeines Verständnis für den Bereich Kaufverhalten und die zugrundeliegenden Prozesse anhand des SOR- und SIPR Modells geschaffen. Die fünf menschlichen Sinne werden in ihrer Relevanz für das multisensorische Marketing erläutert, wobei der olfaktorische Sinn vertiefend betrachtet wird. Bisherige Erkenntnisse und Anwendungen multisensorischen Marketings im stationären Einzelhandel werden aufgezeigt. Der empirische Teil beruht auf einem Feldexperiment kombiniert mit einer quantitativen Befragung in zwei unterschiedlichen Reisebürofilialen. Dabei wurde eine Filiale über einen Monat lang beduftet, während die andere Filiale als unbehandelte Kontrollgruppe fungiert hat. Die Befragung zielt darauf ab, die subjektive Wahrnehmung und das Empfinden der Kund*innen zu erfassen, um mögliche Auswirkungen des Dufts auf das Buchungsverhalten zu erheben. Die Ergebnisse des vorliegenden Experiments können den in der bestehenden Literatur nachgewiesenen Einfluss multisensorischer Marketingmaßnahmen auf das Verhalten im Reisebürokontext nicht bestätigen.
Der Fashion Markt befindet sich im Wandel. Das Modell des Ultra Fast Fashion rückt durch Unternehmen wie Shein oder Temu immer stärker in den Fokus. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die wissenschaftliche Datenlage rund um das Thema Ultra Fast Fashion sehr begrenzt und folglich ist auch das Verständnis der Konsument*innenperspektive sehr limitiert. Beziehungsweise ist dieses in manchen Aspekten kaum gegeben. Die Generation Y bildet für den Fashion Bereich eine relevante Zielgruppe. Der Einblick dieser Kundengruppe wird im Kontext des Ultra Fast Fashion aktuell gar nicht behandelt. Diese Masterarbeit untersucht daher zentrale Faktoren, die mit der Kaufintention von Ultra Fast Fashion Unternehmen auf die Generation Y zusammenhängen. Durch eine empirische Forschung, welche durch einen standardisierten Online-Fragebogen durchgeführt wurde, konnten Einflussfaktoren von Ultra Fast Fashion bei weiblichen Konsumentinnen der Generation Y überprüft werden. Diese zentralen Faktoren umfassen den Preis, das Sortiment, den Wunsch nach Neuem, Social Media, die soziale Umgebung, die Qualität sowie das Brand Image, welche von insgesamt 209Probandinnen bewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere der Preis sowie die Vielfalt des Sortiment seine wichtige Rolle bei der Kaufintention spielen. Überraschenderweise zeigt sich die Qualität ebenfalls als ein wichtiger Faktor, bleibt aber nichtsdestotrotz kontrovers. In dieser Untersuchung zeigen die soziale Umgebung sowie der Einfluss von Social Media keinen Zusammenhang zur Kaufintention. Die vorliegende Arbeit liefert einen Beitrag zum weiteren Verständnis der Konsument*innen Sicht hinsichtlich des Ultra Fast Fashion. Diese Erkenntnisse leiten ebenso Implikationen für etablierte Fast Fashion Unternehmen her, wie zum Beispiel H&M oder Zara.
Die zunehmende Digitalisierung hat Plattformen als dominante Geschäftsmodelle etabliert, wodurch Unternehmen wie Amazon, Uber und Airbnb ganze Branchen transformiert haben. Während Plattformlösungen in Bereichen wie Handel, Mobilität und Entertainment weit verbreitet sind, fehlt eine vergleichbare integrierte Plattform für Wohnen und Leben bislang am europäischen Markt – obwohl in Asien bereits erfolgreiche Modelle wie WeChat oder Grab existieren, die Alltagsservices verbinden. Trotz des großen Potenzials bleibt unklar, welche Faktoren die Akzeptanz einer solchen Plattform beeinflussen. Die vorliegende Arbeit untersucht aus diesem Grund die Determinanten der Nutzerakzeptanz mithilfe eines erweiterten Technology Acceptance Models (TAM/TAM2) unter Berücksichtigung der österreichischen Bevölkerung. Neben zentralen Einflussfaktoren aus der Diffusion of Innovation und der Perceived Risk Theorie wird auch der finanzielle Vorteil berücksichtigt. Die empirische Studie basiert auf einer quantitativen Befragung von n = 203 Teilnehmenden. Die Ergebnisse der multiplen Regressionsanalysen zeigen, dass der relative Vorteil einen positiven Einfluss auf die wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit hat, während Komplexität einen negativen Einfluss ausübt. Die wahrgenommene Nützlichkeit wird signifikant durch den relativen Vorteil und die Kompatibilität bestimmt. Die Nutzungsintention wird vor allem durch die wahrgenommene Nützlichkeit und den finanziellen Vorteil positiv beeinflusst, während die Risikowahrnehmung einen hemmenden Effekt hat. Die Benutzerfreundlichkeit zeigt keinen direkten Einfluss auf die Nutzungsabsicht, sondern vermittelt diese indirekt über die Nützlichkeit. Die Ergebnisse erweitern bestehende Akzeptanzmodelle und liefern wertvolle Hinweise für die Entwicklung integrierter Plattformen für Wohnen und Leben, deren nutzerorientierte Gestaltung sowie die Förderung ihrer Akzeptanz und Marktdurchdringung.
Digital platforms and ecosystems (DPEs) have become key players in driving economic transformation, reshaping competitive dynamics, and redefining how firms create, deliver, and capture value. Their unique characteristics enable them to establish extensive stakeholder networks, exploit network effects, and engage in value cocreation, allowing them to achieve unprecedented economies of scale and winner-take all dynamics. Although many of today’s most valuable companies are based on DPEs, most fail, suggesting that commonly cited success factors, such as network effects, value co-creation, and stakeholder management, do not fully explain their success. Emerging literature indicates that the pursuit of a purpose beyond profit maximization influences the success of for-profit firms by guiding their decision-making and overall strategic direction, influencing employee engagement and motivation, and strengthening stakeholder relationships. However, the role of purpose in the for-profit firm in DPEs’ success has yet to receive little attention in academic research. The following thesis addresses this gap by conducting a systematic literature review of 83papers, analyzing the intersection of implications of the pursuit of purpose in the for profit firm and critical success factors of DPEs. The results show that purpose has significant implications for the value creation, delivery, and capture of for-profit firms, by influencing underlying mechanisms, such as their value proposition, decisionmaking, leadership, stakeholders, and governance and confirm that DPEs’ success is determined by how well they leverage the mechanisms underlying value creation, delivery, and capture. The significant intersection between the implications of the pursuit of purpose and the critical success factors for DPEs demonstrates that the purpose in the for-profit firm plays a role in DPEs’ success. Ultimately, this study contributes to the theoretical and practical discourse on purpose and the success of DPEs by proposing a conceptual model outlining the role of purpose in DPEs’ success through value creation, delivery, and capture, and factors moderating this process.
Sprachassistenten gewinnen weltweit an Bedeutung und sind in vielen Alltagssituationen bereits fest etabliert. In Österreich werden sie jedoch mehrheitlich für einfache Aufgaben wie das Abspielen von Musik genutzt. Der Einsatz im Kaufprozess, insbesondere im österreichischen Online-Lebensmitteleinzelhandel (OLEH), bleibt hingegen ein Nischenthema. Diese Arbeit untersucht, inwiefern Sprachassistenten in Österreich bereits genutzt werden und welche Faktoren die Nutzungsintention im OLEH beeinflussen. Auf Basis der „Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2“ (UTAUT2) sowie ergänzender Forschungsarbeiten wurden sechs zentrale Einflussfaktoren analysiert: Leistungserwartung, Aufwandserwartung, sozialer Einfluss, erleichternde Bedingungen, hedonische Motivation und wahrgenommenes Datenschutzrisiko. Die mittels quantitativer Online-Befragung erhobenen Daten wurden durch eine multiple Regressionsanalyse und eine Spearman-Korrelation ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere der soziale Einfluss eine entscheidende Rolle für die Nutzungsabsicht spielt. Eine höhere Nutzungsquote einer neuartigen Technologie im nahen Umfeld kann also zu einer stärker ausgeprägten Nutzungsintention führen. Auch die Leistungserwartung stellt einen relevanten Faktor dar. Je nützlicher und effizienter der Einkauf durch den Einsatz von Sprachassistenten wahrgenommen wird, desto höher ist die Nutzungsintention. Die restlichen untersuchten Variablen wiesen hingegen keinen signifikanten Einfluss auf. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Implikationen für den OLEH. Während einige Konsument*innen der Nutzung von Sprachassistenten offen gegenüberstehen, bleibt die Skepsis bei vielen hoch. Erste Hinweise deuten auf eine höhere Akzeptanz in der Vorkauf- und Nachkaufphase hin, was jedoch durch weitere Studien überprüft werden sollte.
Neue Technologien und die fortschreitende Digitalisierung verändern nachhaltig das Kaufverhalten von Konsument*innen und bringen neue hybride Strategien des Einkaufens hervor. Ein relevantes Phänomen im Multi-Channel-Kontext ist Webrooming, bei dem Konsument*innen zunächst Produkte und Services online recherchieren, den abschließenden Kauf jedoch in stationären Geschäften tätigen. Während sich bisherige Studien mit Vorteilen und Motivationen beschäftigt haben, widmet sich diese Arbeit der Frage, welche Rolle Stress in der Webrooming-Intention hat. Im theoretischen Teil dieser Masterarbeit werden vertriebsstrategische Ansätze im Multi-Channel-Umfeld und der Kaufentscheidungsprozess mit besonderem Fokus auf Stress beleuchtet. Die anknüpfende empirische Untersuchung basiert auf einem qualitativen Studiendesign mit Konsument*innen der Generation Z und analysiert, inwiefern Stress die Webrooming-Intention lenkt und wie Stressfaktoren das Webrooming-Verhalten beeinflussen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Stress sowohl einen treibenden als auch einen hemmenden Einfluss auf den Kanalwechsel im Webrooming-Verhalten haben kann. Zum einen suchen Konsument*innen aufgrund der überfordernden Online-Informationsvielfalt Sicherheit im stationären Handel, zum anderen können stressauslösende Faktoren im Offline-Bereich dazu führen, dass sie zum Online-Kanal zurückkehren oder den Kaufprozess ganz abbrechen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden Handlungsempfehlungen für ein stressfreieres Einkaufserlebnis abgeleitet. Diese Arbeit liefert somit wertvolle Ansätze für die Optimierung von Multi-Channel-Strategien und der Customer Journey und zeigt, dass Konsument*innen sowohl die Vorteile der Einkaufsstrategie dieses Phänomens wahrnehmen als auch Webrooming als Stressbewältigungsstrategie nutzen.
Die Kundenloyalität ist sowohl aus Sicht der Konsument*innen als auch der Unternehmen vorteilhaft. Die zunehmende Nutzung und Beliebtheit des E-Commerce und insbesondere des pharmazeutischen E-Commerce sollten von Unternehmen bestmöglich genutzt werden. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Masterarbeit mit Einflussfaktoren, die Kundenloyalität im pharmazeutischen B2C-E-Commerce fördern können. Um diese Einflussfaktoren zu identifizieren, wurde zu Beginn der Arbeit der Stand der Forschung anhand der Erkenntnisse zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen dargestellt. Daraus resultierend konnte eine Forschungslücke definiert werden. Das Ziel der Arbeit ist es, Einflussfaktoren, die bereits in der Literatur des E-Commerce erörtert wurden, zu erweitern sowie neue Einflussfaktoren im pharmazeutischen Kontext zu eruieren. Da Kund*innen primär zu einem*einer Anbieter*in loyal sind, wurde im Rahmen dieser Forschung das am österreichischen Markt erfolgreiche E-Commerce-Unternehmen „Shop Apotheke“ näher untersucht. Um das Ziel der Arbeit zu erreichen, wurde die qualitative Methode der Online-Fokusgruppeninterviews durchgeführt. Anschließend erfolgte eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring der transkribierten Gespräche und es konnten neun Einflussfaktoren auf die Kundenloyalität im pharmazeutischen E-Commerce identifiziert werden. Erkenntnisse über Zufriedenheit, Vertrauen, Preis, Kundenservice, Online-Kundenrezensionen und Webseiten-Qualität wurden in dieser Arbeit im Kontext der Pharmabranche erweitert. Ergänzend dazu konnten die Einflussfaktoren Bequemlichkeit, Produktsortiment und Produktvergleich ermittelt werden. Resümierend bietet diese Arbeit Einsichten zur Entstehung der Kundenloyalität im pharmazeutischen E-Commerce sowie zum Kaufverhalten, zu dessen Besonderheiten, Vorteilen, Herausforderungen, Verbesserungspotenzialen und zur Relevanz und Aktualität der Thematik. Unter Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse können Unternehmen auf die Bedürfnisse der Konsument*innen eingehen und dadurch loyales Verhalten der Kund*innen fördern.
With the growth of e-commerce and rising health consciousness, the way in which con-sumers perceive advertising elements and form attitudes regarding food supplements has profoundly changed. This study builds on an understanding of food supplements, taking unique e-commerce settings and regulatory guidelines governing advertising practices into account. Drawing upon a modified Elaboration Likelihood Model by Cyr et al. (2018), this research adapts the model even further to examine how central- and pe-ripheral-processed advertising elements influence changes in attitude on a product de-tail page, in the food supplement context. A quantitative study was conducted to analyze consumers’ possible “Attitude Change” to a fictitious product detail page. The textual content (product descriptions, health claims, relating to "Health Claim Quality"), visual design (product pictures in different settings relating to "Product Visualization"), social components (recommendations, trust elements and reviews relating to "Connected-ness") and testimonials (pictures with testimonial persons relating to "Testimonials"), from three Austrian supplement market leaders were combined and presented to the participants in a separate layout, which based visually and structurally on the existing product detail pages. The anticipated attitude change among consumers did not reach statistical significance. However, the empirical findings support the conclusion that “At-titude Change” through advertising elements on a product detail page selling food sup-plements is primarily influenced by social identification (“Connectedness”), while “Health Claim Quality” and “Product Visualization” play a supportive role, that is not as influential, among other unexplored factors in this context. “Testimonials”, do not seem to have a direct effect on “Attitude Change”. The findings of this study indicate that product detail page elements that establish an emotional connection to the brand or product are especially effective in influencing consumers in their sustainable opinion formation.
Digital transformation has fundamentally reshaped marketing by placing data-driven processes and automation at the forefront. In this context, low-code and no-code platforms are becoming increasingly significant, as they enable companies to develop customized software solutions without requiring extensive programming expertise. This accelerates processes, reduces costs, and minimizes dependency on IT departments. This master's thesis examines the role of low-code and no-code platforms in marketing, analyzing their potential and challenges based on empirical data. Through qualitative interviews with experts from IT, marketing, and controlling, key use cases, implementation strategies, and success factors were identified. The findings reveal that these platforms significantly enhance efficiency, particularly through the automation of campaigns, optimization of lead generation, and data-driven decision-making. However, challenges remain, especially regarding system integration, employee training needs, and organizational acceptance. The analysis emphasizes that low-code and no-code platforms go beyond being mere technological tools, they function as strategic enablers for data-driven marketing. Companies that implement these technologies effectively and integrate them with clear governance structures benefit from greater agility and long-term competitive advantages. Finally, this study presents practical recommendations for successful implementation and outlines future research directions to maximize the full potential of these platforms in marketing.
Die Digitalisierung hat bereits sämtliche unserer täglichen Lebensbereiche erfasst. Auch Branchen wie die Agrarwirtschaft die lange Zeit traditionell funktionierten, stellen immer mehr Bereiche wie die Saatgutausbringung, sowie die Bewässerungssteuerung auf digitalisierte Berechnungsmodelle zur optimierten Ressourcennutzung um. Einer der am wenigsten erforschten Bereiche der Agrarwissenschaft ist der bereits sich verbreitende, für viele Bauern jedoch noch immer unerschlossene, Direktvertrieb. Der Direktvertrieb lässt sich inzwischen auch digitalisieren und eröffnet damit weitere Absatzkanäle. Der digitale Direktvertrieb zeichnet sich nicht nur durch den Einsatz von E-Commerce Plattformen aus, sondern auch vielerorts inForm von (teil)digitalen Automatenshops, die Kund*innen ein 24/7 Einkaufserlebnis von Regionalproduktenermöglichen sollen. Kleinbauern bewirten oft schwer zugängliches Gelände und sind vielerorts auf Förderungen auf Grund desgeringen Bruttoertrages angewiesen. Ihre Erzeugnisse werden für gewöhnlich ab Hof oder Bauernmärkten verkauft, sowie in selteneren Fällen von Regionalhändlern als Nischenprodukte ins Sortiment aufgenommen. Know-How im Digitalbereich fehlt oft gänzlich, wodurch viele junge Käuferschichten nicht Kanalgerecht angesprochen werden. Durch den Klimawandel und die ersten spürbaren Folgen von ebendiesem, findet in der Bevölkerung ein Umdenken Richtung Nachhaltigkeit statt. Die Rückbesinnung auf Regionalprodukte von nahen Erzeugern statt Importprodukten ist ein stark zunehmender Trend, der Kleinbauern grundsätzlich entgegenkommt. Es liegt nun an diesen, die vorhandenen Chancen zu nutzen und sich durch den Vertrieb über digitale Kanäle wieder stärker bei den KonsumentInnen zu präsentieren. Automaten und Onlineverkauf liegen im Trend und gelten als sinnvolle Erweiterung des Direktvertriebs.
Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es für Unternehmen essenziell, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Externe Dienstleister*innen schaffen die Möglichkeit, gezielt in Bereichen zu unterstützen, die nicht zu den Kernkompetenzen von Unternehmen zählen. Gerade im B2B-Projektgeschäft, das von maßgeschneiderten und individuellen Lösungen für Endkund*innen gekennzeichnet ist, sind Vertriebsmitarbeiter*innen damit konfrontiert, trotz der Komplexität im Geschäftsfeld stetig Neukunden zu gewinnen. Die Neukundenakquise in diesem Bereich erfordert nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch professionelle Vertriebsansätze und ist zeit- sowie ressourcenintensiv. Vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit dem Thema Outsourcing von Sales-Prozessen zur Neukundenakquise im B2B-Projektgeschäft. Im Rahmen einer qualitativen Forschung wurde untersucht, welche Auswirkungen das Outsourcing jener Prozesse auf die Effizienz in der Neukundengewinnung in diesem Geschäftsfeld hat. Dabei wurden qualitative Effekte auf die Effizienz, sowie Hintergründe für die Auslagerung und Erfolgsfaktoren beleuchtet. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen dieser Branche, die Outsourcing nutzen, oder genutzt haben, insbesondere von einer kontinuierlichen Marktbearbeitung, einer Beschleunigung des Vertriebsprozesses und erhöhten Produktivität profitieren. Des Weiteren trägt Outsourcing zu einer Zeitersparnis, sowie zu einer Entlastung interner Ressourcen bei, wodurch gleichzeitig Personalkosten reduziert werden können. Zudem verbessert sich durch den Einsatz externer Spezialist*innen die Qualität der Kontakte und Kundebeziehungen. Die Untersuchung liefert wertvolle Informationen für Unternehmen im B2B-Projektgeschäft, die Outsourcing als Maßnahme zur Neukundengewinnung in Betracht ziehen.
Das Marketing und somit auch das B2B-Marketing haben sich in den letzten Jahren vor allem durch die Digitalisierung stark verändert. Technologien wie Marketing Automation oder Generative KI gewinnen zunehmend an Bedeutung bei der zielgerichteten, personalisierten und optimierten Kundenkommunikation. Die Problemstellung, die im Rahmen dieser Masterarbeit behandelt wird, ergibt sich aus der Tatsache, dass der Einsatz dieser Technologien zwar zunehmend verbreitet ist, jedoch bislang kaum wissenschaftlich analysiert wurde. Es fehlen Erkenntnisse aus der kombinierten Wirkung dieser beiden Technologien im Bereich des E-Mail-Marketings. Im Rahmen dieser Masterarbeit soll herausgefunden werden, welche Auswirkungen die Kombination von Marketing Automation und Generativer KI auf die Effizienz und Effektivität von E-Mail-Marketing-Kampagnen im B2B hat und welche Einflussfaktoren auf die kombinierte Verwendung wirken und somit das größte Potenzial für das Erreichen der Ziele im E-Mail-Marketing bedingen. Im theoretischen Teil dieser Arbeit werden bestehende Konzepte und Theorien zu E-Mail-Marketing, Marketing Automation und Generativer KI im B2B-Bereich näher beleuchtet. Anschließend erfolgt die Darstellung der empirischen Ergebnisse, die im Rahmen von Experteninterviews mit Fachleuten aus verschiedenen B2B-Unternehmen erlangt wurden. Das Ziel hinter der Befragung war es, die offenen Fragen zu schließen und ein konzeptionelles Modell zu entwickeln. Die transkribierten Interviews wurden systematisch ausgewertet und Muster, Erfolgsfaktoren, aber auch Herausforderungen wurden identifiziert. Aus der Analyse der Interviews wurde deutlich, dass die Integration von Marketing Automation in Kombination mit Generativer KI zu einer höheren Effektivität und Effizienz der B2B-E-Mail-Marketing-Kampagnen führt. Weiters konnte festgestellt werden, dass verschiedene Einflussfaktoren eine Auswirkung auf den Erfolg der Kampagnen haben. Die Ergebnisse dieser Arbeit tragen dazu bei, ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis für den Einfluss und auch die Auswirkungen zu schaffen und bieten praxisrelevante Einblicke in die kombinierte Verwendung der Technologien.
Gebrüder Weiss hat sich in einem preisgetriebenen Marktumfeld als mitttel- bis hochpreisiger Spediteur positioniert. Als Wettbewerbsvorteile wurden durch das Unternehmen Kundennähe und die Individualität der Leistung definiert. Auf Grund dieser Positionierung wurden in den letzten Jahren Investitionen in digitale Vertriebslösungen vernachlässigt. Um die kommenden Herausforderungen, hier sind vor allem eine zunehmende Vorwärtsintegration der Reedereien und Airlines sowie eine prognostizierte Rezession zu nennen, zu meistern, wurde das vorliegende digitale Vertriebskonzeptentwickelt. Das Vertriebskonzept soll Gebrüder Weiss dabei unterstützen, Kunden über einen neuen Online-Kanal zu bedienen und dadurch Vertriebs- und Prozesskosten zu senken. Im Zuge der Arbeit wurden die theoretischen Grundlagen im Bereich Vertrieb von Dienstleistungen und B2B Käuferverhalten erarbeitet. Darauf aufbauend erfolgte eine detaillierte Ausarbeitung der bestehenden Möglichkeiten im B2B E-Commerce. Der Fokus wurde hierbei auf den Vertrieb von Dienstleistungen mittels eines B2BOnline-Shops gelegt. Um den neuen Vertriebskanal an die spezifischen Kundenbedürfnisse angepasst entwickeln und implementieren zu können, erfolgte eine Ausarbeitung der Themengebiete Customer Experience Management, Customer Journey und Customer Touchpoints Management. In Folge wurden Informationen zu neuen technologischen Möglichkeiten wie z.B. IOT und Big Dataerarbeitet. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse erfolgte der theoretische Aufbau eines digitalen Vertriebskonzepts. Um das Informationsdefizit, das vor allem im Bereich der Customer Journey vorlag auszugleichen, wurde eine primäre Marktforschung mittels Einzelinterviews durchgeführt. Die gewonnen Erkenntnisse wurden in weiterer Folge genutzt, um für Gebrüder Weiss das digitale Vertriebskonzept zu entwickeln. Dieses beinhaltet neben der Vertriebsstrategie, ein Tool zur systematischen Qualifizierung von potenziellen Online Kunden, Vertriebsmaßnahmen, die Budgetierung des Konzeptsund entsprechende Kontrollinstrumente. Als Ergebnis der Arbeit können konkrete Handlungsempfehlungen für das Unternehmen genannt werden. Durch diese ist Gebrüder Weiss in der Lage die vorgegebenen Unternehmensziele zu erreichen.
Die KNAPP AG ist ein steirisches und international tätiges Unternehmen im Bereich Automatisierungstechnologie für Logistik- und Produktionsbetriebe. Das Unternehmen konnte weltweit bereits über 1.800 Automatisierungslösungen in Betrieb nehmen und im Wirtschaftsjahr 2018/2019 einen Umsatz von EUR 954 Mio. generieren. Aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung und dem Mangel an Pflegepersonal rückt im Gesundheitsbereich die patientenindividuelle Medikamentendosierung in den Vordergrund. Durch die steigende Automatisierung kann das Risiko einer falschen Dosierung reduziert und das Pflegepersonal entlastet werden. Aus diesem Grund hat sich die KNAPP AG dazu entschieden, das Geschäftsfeld „Verblistern“ in Deutschland zu erschließen. Hierfür wurde als Zielgruppe deutsche Blister-Zentren festgelegt. Für die Akquise von Neukunden in diesem Geschäftsfeld benötigt die KNAPP AG jedoch ein kundenspezifisches Vertriebskonzept. Um die potentiellen Kunden gezielt bearbeiten zu können, müssen zuvor eine Identifizierung und Qualifizierung der Zielgruppe erfolgen. Im Anschluss können unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten entsprechende Strategien und Maßnahmen angewandt werden. Im theoretischen Teil dieser Arbeit wurden alle notwendigen Aspekte zur Erarbeitung eines Vertriebskonzeptes aufgezeigt. Zusätzlich wurde im Zuge des Praxisteils eine Marktforschung durchgeführt, wobei acht Expertinnen und Experten und sieben Blister-Zentren hinsichtlich des Informationssuch- und Kaufentscheidungsprozesses befragt wurden. Diese Erkenntnisse flossen in die Situationsanalyse ein und bildeten zusammen mit der Theorie die Basis für das anschließende praktische Vertriebskonzept zur Neukundenakquise. Dabei wurden Handlungsempfehlungen erarbeitet und eine Budgetierung zur Umsetzung der Maßnahmen durchgeführt. Weiters wurden mögliche Kennzahlen zur Messung des Erfolges der Vertriebsaktivitäten aufgezeigt.
Erstellung eines B2C-Kundenbearbeitungskonzepts im Verkauf beratungsintensiver Veranlagungsprodukte
(2020)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit den vertriebspolitischen Aspekten der Kundenbearbeitung im Verkauf von beratungsintensiven Veranlagungsprodukten und der Entwicklung eines dazugehörigen Konzepts für die BAWAG P.S.K. Die Arbeit gliedert sich in die Einleitung, welche die Ausgangssituation, die Problemstellung sowie die Ziele und den Aufbau der Arbeit beinhaltet, den Literaturteil, welcher in 5 Kapitel aufgeteilt ist und sich intensiv mit dem Thema auf theoretischer Basis auseinandersetzt, sowie den abschließenden Praxisteil, in welchem die empirische Untersuchung und das fertige Konzept vorgestellt werden. Das letzte Kapitel fasst noch einmal die gewonnenen Erkenntnisse sowie die gesetzten Maßnahmen zusammen, welche im Laufe der Arbeit beschrieben wurden. Im theoretischen Teil wird, nach einer generellen Abgrenzung des Themengebiets, der B2C-Dienstleistungsbranche sowie den Instrumenten beratungsintensiver Veranlagungsprodukten, auf die vertriebsspezifischen Merkmale von Unternehmen eingegangen. Insbesondere werden verschiedene Organisationsformen des Vertriebs beschrieben, welche Vor- und Nachteile diese bieten oder mit welchen Aufgaben sich der Vertrieb typischerweise zu beschäftigen hat. Besonderes Augenmerk wird auf die psychologischen Aspekte des Käuferverhaltens von Konsumentinnen und Konsumenten gelegt. Dabei wird im sechsten Kapitel auf den gesamten Kaufprozess sowie die psychologischen Einflussfaktoren eingegangen. Außerdem wird die Servicequalität analysiert und als Erfolgsfaktor für Kundenzufriedenheit sowie Umsatzsteigerung identifiziert. Im Zuge des praktischen Teils der Arbeit werden Stärken und Schwächen der BA-WAG P.S.K. sowie daraus resultierende Chancen und Risiken analysiert. Diese beeinflussen mitunter die abschließenden Maßnahmen. Der zweite Einflussfaktor für die Wahl der geeigneten Maßnahmen sind die Antworten von 16 bestehenden Kundinnen und Kunden der BAWAG P.S.K., welche in qualitativen Einzelinterviews zu deren Einstellung gegenüber dem Wertpapierbereich befragt wurden. Alle bisher genannten Daten fließen im abschließenden Konzept zur Kundenbearbeitung im Verkauf beratungsintensiver Veranlagungsprodukte zusammen, darauf aufbauend wird ein Maßnahmenplan inklusive des dazugehörigen Budgets und der Verantwortlichkeiten erstellt. Den Abschluss bildet ein kurzes Resümee des Autors und die abschließende Zusammenfassung des Maßnahmenplans.
Diese Masterarbeit untersucht die Bedeutung digitaler Touchpoints in der B2B-Customer Journey zwischen First Tier Supplier (FTS) und Original Equipment Manufacturer (OEM) in der Automobilindustrie. Der Fokus liegt auf der Post-Purchase-Phase, die entscheidend für die langfristige Kundenbindung und -zufriedenheit ist. Die Automobilindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftssektor im B2B Bereich und durch Veränderungen geprägt. Die digitale Transformation betrifft sowohl die Erfassung von Produktionsdaten als auch die Kommunikationsprozesse innerhalb der Branche. Unternehmen müssen nicht nur hochwertige Produkte und Dienstleistungen anbieten, sondern auch innovative Geschäftsprozesse entwickeln, um den Anforderungen der digitalen Ära gerecht zu werden. Dies erfordert eine Anpassung der Customer Journey, um den veränderten Erwartungen und Bedürfnissen der Kund*innen zu entsprechen. Die Herausforderung besteht darin, dass Kund*innen zunehmend personalisierte Betreuung und eine ständige Verfügbarkeit der Services erwarten. Besonders in der Phase nach dem Kauf stellt dies hohe Anforderungen an die IT-Infrastruktur, den Kundensupport und die Integration neuer Technologien. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre digitalen Touchpoints eine positive und langfristige Beziehung zu den Kund*innen fördern. Auf Basis einer Literaturrecherche und einer qualitativen Forschung wurde ein hoher Digitalisierungsgrad innerhalb der Post-Purchase Phase in der B2B Automobilindustrie festgestellt. Es wurden Empfehlungen zu einem optimalen Management der digitalen Berührungspunkte festgehalten, um die FTS-OEM Beziehung verbessern zu können und eine langfristige Geschäftsbeziehung zu erschaffen. Die Ergebnisse dieser Arbeit liefern wichtige Erkenntnisse für First Tier Supplier in der Automobilindustrie, die ihre Beziehung zu OEMs verbessern wollen, insbesondere in der Nachkaufphase.
Eine stetig steigende Anzahl an E-Commerce-Shops bietet Kund*innen zahlreiche Auswahloptionen. Jedoch wünschen sich viele Kund*innen nicht eine unendliche Auswahl an Produkten, sondern eine Auswahl, die ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Mithilfe technologischer Fortschritte können E-Commerce-Unternehmen ihre Leistungen personalisieren und die Customer Experience individuell auf ihre Kund*innen maßschneidern. E-Commerce-Shops, die ihren Kund*innen eine personalisierte Customer Experience bieten, können nachweislich einen höheren ROI verzeichnen und die Loyalität ihrer Kund*innen steigern. Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von personalisierten Customer Experience Maßnahmen auf die Kundenloyalität: personalisierte Empfehlungssysteme, personalisiertes Retargeting, personalisierte E-Mail-Benachrichtigungen, personalisierte Chatbots sowie personalisierte Preise. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass nur personalisierte Empfehlungssysteme einen signifikanten Einfluss auf die Kundenloyalität nehmen können. Die weiteren vier Maßnahmen zeigen keinen signifikanten Einfluss. Dies wurde im Rahmen einer quantitativen Studie im Zeitraum Jänner bis Februar 2025 erhoben und analysiert. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass mit einer erfolgreich umgesetzten Personalisierungsstrategie zur Kundenloyalität beigetragen werden kann, die Loyalität dadurch aber nicht vollständig erklärt werden kann. Unternehmen sollten weitere Maßnahmen zur Steigerung der Loyalität umsetzen. Bei der Implementierung von Personalisierungsmaßnahmen sind jedoch Datenschutzbedenken zu berücksichtigen. Die durchgeführte Studie kann einen Beitrag zur bestehenden Literatur liefern, da bisher nur wenig Forschung zur Verbindung von Personalisierungsstrategien und Kundenloyalität vorhanden ist.
In the digital economy, subscription-based mobile apps have emerged as a dominant business model. While both acquiring and retaining customers are crucial to be successful in the long run, many companies struggle with costly customer acquisition and high churn rates. Therefore, companies need to leverage their understanding of underlying drivers that influence mobile app users’ decisions to sign up and remain subscribed. Although existing literature has explored these drivers in both technology and subscription fields, research addressing the interrelated duality of the two notions remains scarce. Based on a literature review, this study introduces a conceptual framework examining drivers of user acquisition and retention on this notion. This framework identifies performance expectancy, effort expectancy, social influence, price value, hedonic motivation, habit, trust, and facilitating conditions as predictors for sign-up intention(acquisition). In contrast, hedonic motivation, habit, trust, and facilitating conditions are key predictors for continuance intention (retention). To test the frameworks’ applicability in the context of Spotify, a quantitative online survey was conducted with 330participants. Overall, the empirical findings found performance expectancy, effort expectancy, price value, and habit to be significant predictors for sign-up intention, while effort expectancy was the only one to exhibit a negative effect. For the continuance intention, only habit was confirmed to be a significant predictor for continuance intention in the context of Spotify. These insights are crucial for guiding companies to make informed strategic decisions to acquire and retain customers effectively.
Obwohl die Verschiedenartigkeit von Frauen und Männern mittlerweile eine anerkannte Tatsache ist, werden die bestehenden geschlechterspezifischen Unterschiede in Bezug auf Kundenbindung bislang eher vernachlässigt. Auch in der Ausgestaltung der Kundenkarte – dem meist genutzten Kundenbindungsinstrument – werden die Unterschiede noch wenig berücksichtigt. Gleichzeitig kann jedoch eine zunehmende Forcierung von Kundenbindungsmanagement im Einzelhandel, welcher Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit ist, festgestellt werden. In Anbetracht dieser Hintergründe ist es das Ziel der vorliegenden Masterarbeit, Handlungsempfehlungen für die geschlechtergerechte Ausgestaltung des Kundenbindungsinstrumentes Kundenkarte für den stationären Einzelhandel zu erarbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird anfänglich theoriebasiert die Thematik der Kundenbindung behandelt und es werden die Grundzüge der Kundenkarte inklusive ihrer zentralen Funktionen für KundInnen beschrieben. Anhand zahlreicher Studien werden relevante Determinanten der Kundenbindung ausgewählt und die geschlechterspezifischen Unterschiede innerhalb der Determinanten beschrieben. Um das Wissen über geschlechterspezifische Unterschiede zu vertiefen, werden im Zuge der empirischen Forschung vier Fokusgruppen durchgeführt. Obwohl dabei keine eindeutig weiblichen oder männlichen Determinanten der Kundenbindung identifiziert werden können, zeigt die Untersuchung den unterschiedlichen Einfluss einzelner Determinanten auf die Bindung beider Geschlechter. So kann beispielsweise die theoretische Annahme der maßgeblichen Wichtigkeit des Verkaufspersonals für die Bindung von Frauen im Einzelhandel tendenziell widerlegt werden. Zudem können unterschiedliche Anforderungen in Bezug auf Kundenkarten erhoben werden, aus denen – gemeinsam mit dem zuvor generierten Wissen – Handlungsempfehlungen für die geschlechtergerechte Ausgestaltung der Kundenkarte abgeleitet werden. So wird den Einzelhandelsunternehmen im Rahmen des Kundenkartenprogramms beispielsweise zu unterschiedlichen Serviceleistungen für Frauen und Männer geraten, wobei für Frauen auszugsweise die Zusendung von Geschenken, für Männer hingegen das Angebot von Gratislieferungen nahegelegt wird. Überdies wird unter anderem auch ein für Frauen und Männer differenziertes Angebot in Bezug auf die Bonus- bzw. Rabattfunktion der Kundenkarte empfohlen.
Die Automobilbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der durchtechnologische Innovationen, verändertes Konsumentenverhalten und neue Vertriebsstrukturen geprägt ist. Besonders die Einführung des Agentursystems durchdiverse Hersteller verändert die Rollenverteilung zwischen Herstellern, Vertragshändlern und Kund*innen grundlegend. Während Händler im klassischen Vertragshandelssystem als eigenständige Wirtschaftsakteure fungieren, agieren sie im Agentursystem als Vermittler, wodurch das Eigentum an den Fahrzeugen beim Hersteller verbleibt. Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen des Agentursystems auf die Kundenbindung im österreichischen Automobilhandel aus der Perspektive der Vertragshändler. Dabei stehen die veränderten Machtverhältnisse zwischen Herstellern und Händlern, Herausforderungen in der Kundenbetreuung sowie mögliche Strategien zur langfristigen Sicherung der Kundenloyalität im Mittelpunkt. Basierend auf einer theoretischen Analyse von Vertriebsmodellen und Kundenbindungskonzepten werden zentrale Einflussfaktoren untersucht. Ergänzend dazu umfasst der empirische Teil der Arbeit qualitative Interviews mit Entscheidungsträgern aus österreichischen Autohäusern, um deren Wahrnehmung der Systemumstellung und deren Auswirkungen auf die Kundenbindung zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Agentursystem zwar Effizienzsteigerungen für Hersteller mit sich bringt, aber gleichzeitig die direkte Kundenbeziehung der Händlerverändert. Händler verlieren an Preissetzungsmacht, bleiben jedoch zentrale Ansprechpartner für den Kundenservice. Die Kundenbindung bleibt jedoch während der Servicephase beim Händler. Erfolgreiche Händler reagieren auf den Wandel, indem sie verstärkt auf Servicequalität, individuelle Betreuung und digitale Angebotesetzen. Die Arbeit schließt mit Handlungsempfehlungen für Händler und Hersteller, um die Kundenbindung im Agentursystem aktiv zu gestalten und langfristig zu sichern.
Die Bankenbranche sieht sich in der digitalisierten Welt mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Die wachsende Distanz zu den Kundinnen und Kunden durch zunehmende Online-Services, ein harter Wettbewerb und sinkende Loyalität gegenüber Banken führen dazu, dass es immer schwieriger wird, Kundinnen und Kunden zu binden. Außerdem ist es aus wirtschaftlicher Sicht essenziell, die „richtigen“ Kundinnen und Kunden zu adressieren, in die sich eine Ressourceninvestition in Form einer qualitativ hochwertigen Beratung und finanziellen Lebensbegleitung lohnt. Diese kundenzentrierte Ausgestaltung der persönlichen Beratung, die den wesentlichsten Touchpoint in der Bankenbranche darstellt, soll einerseits durch einen verstärkten Fokus auf besondere Momente im Leben der Kundinnen und Kunden, sog. Magic Moments, und anderseits durch den Einsatz unterstützender Online-Tools in der Beratung möglich werden. Diese Arbeit beleuchtet zu Beginn den persönlichen Vertrieb von Bankdienstleistungen. Dabei liegt der Fokus auf wesentlichen Änderungen des Bankvertriebs. Der zentrale Leitgedanke für die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG, die Kundenzentrierung, wird hier näher beschrieben. Nachdem das persönliche Beratungsgespräch als zentraler Erfolgsfaktor in Bezug auf die Kundenbindung identifiziert wird, beschreibt das nachfolgende Kapitel die Kundenbindung mit Fokus auf die Bankenbranche sowie das Touchpoint Management, das in weiterer Folge für die unterstützenden Online-Touchpoints relevant ist. Im anschließenden Kapitel werden die Dimensionen eines Kundenbindungskonzeptes behandelt, bevor das allgemeine Konzept für den Retailbereich der Bankenbranche dargestellt wird. Nach der Unternehmensvorstellung erfolgt im praktischen Teil dieser Arbeit zu-nächst die Untersuchung zur Entwicklung eines kundenzentrierten Kunden-bindungskonzeptes. Die Unternehmensanalyse, bei der u. a. Daten zu bereits vorhandenen Online-Tools und zum bestehenden Kundenbindungskonzept in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG erhoben werden, bildet die Basis für die zweiteilige empirische Untersuchung. Den ersten Teil dieser stellt eine Fokusgruppe mit Beraterinnen und Beratern der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG dar, wobei Erfahrungen und Meinungen rund um die Kundenbindung und speziell zu zwei Dimensionen des Kundenbindungskonzeptes diskutiert werden. Auf Basis dieser Ergebnisse wird eine Online-Umfrage unter Bankkundinnen und -kunden – der Großteil davon sind Kundinnen und Kunden der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG – durchgeführt, um die Kundenmeinung in der Konzeptentwicklung berücksichtigen zu können. Nach der Weiterentwicklung des bestehenden Kundenbindungskonzeptes unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Untersuchung sowie dem Leitgedanken der Kundenzentrierung, werden Handlungsempfehlungen formuliert, die die Implementierung des Konzeptes gewährleisten. Unterstützend dazu werden auch ein konkreter Maßnahmenplan und eine Kostenkalkulation angeführt.
Die Medienbranche hat in den letzten 25 Jahren eine fundamentale Transformation vollzogen. Während das lineare Fernsehen zuvor eine wichtige Rolle in der Unterhaltungsindustrie spielte, wird die Branche seitdem von digitalen Video-Streaming-Anbietern wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video und dem geänderten Konsumverhalten stark geprägt. Durch zahlreiche Faktoren wie die einfache Kündigung eines digitalen visuellen Unterhaltungsabonnements, einen hohen Wettbewerbsdruck in der Video-Streaming-Branche und die Preissensibilität der Kund*innen stellt die Kundenbindung eine zentrale Herausforderung für die Anbieter dar. Das Ziel ist eine langfristige Bindung an die Marke. Dafür werden verschiedene Ansätze wie der Fokus auf exklusive Produktionen oder Personalisierung gewählt. Eine weitere Möglichkeit ist die Bündelung der Abonnent*innen in ein mit Familienmitgliedern oder Freund*innen geteiltes Abonnement, um eine Hemmschwelle für den Wechsel zu kreieren. Diese Wechselkostenart ist als Einflussfaktor auf den Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung noch wenig erforscht. Aus diesem Grund ergab sich folgende Forschungsfrage: Inwiefern moderieren soziale Bindungen von Nutzer*innen den Zusammenhang der Kundenzufriedenheit und Kundenbindung bei geteilten Abos von Video-Streaming-Diensten? Für die Beantwortung wurde ein quantitativer Forschungszugang gewählt. In einer Onlinebefragung wurden Personen zur Zufriedenheit mit den verwendeten geteilten Video-Streaming-Abonnements, zur Wahrscheinlichkeit des Verbleibs bei einem Anbieter sowie zu den speziell in dieser Masterarbeit erforschten Kosten des Verlusts der sozialen Bindungen befragt. Am häufigsten wurden Abonnements von Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video geteilt. Die Ergebnisse zeigen, dass Zufriedenheit einen signifikanten Einfluss auf die Kundenbindung bei geteilten Video-Streaming Abonnements hat. Der direkte sowie moderierende Effekt der Wechselkosten, des Verlusts der sozialen Bindungen, zeigt sich als nicht signifikant.
In Österreich und allgemein in Europa hat sich die die letzten Jahre vermehrt ein Trend zur Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Geschäftsleben abgezeichnet. Angespornt durch einzelne große Erfolge wie das österreichische Unternehmen Runtastic, welches um 220 Millionen Euro an den deutschen Sportartikelhersteller Adidas verkauft wurde, wagen sich immer mehr Menschen in die Selbstständigkeit. Viele dieser Unternehmer oder Startups, haben aber außer einer Geschäftsidee keinen wirklichen Plan, wie daraus ein erfolgreiches Geschäftsmodell entstehen soll. In dieser Masterarbeit soll der Weg von der Idee bis hin zu einem funktionierenden Geschäftsmodell beschrieben, und daraus ein allgemeingültiges Vorgehensmodell abgeleitet, werden. Im ersten Teil dieser Arbeit wird das Thema Startup an sich bearbeitet. Es werden die Unterschiede zu klassischen Unternehmen, die heutige Bedeutung in der Wirtschaft, sowie auch die typischen Phasen, die ein Startup durchläuft, und die Motivation hinter den Gründern, aufgearbeitet. Weiters werden die Begriffe Markt und Branche voneinander angegrenzt und die charakteristischen Merkmale positiv, wie auch negativ, von mittelständischen Unternehmen aufgezählt. Im zweiten Teil, dem Kern der theoretischen Abhandlung dieser Masterarbeit, werden durch Literaturrecherche die wichtigsten und gängigsten Methoden bzw. Werkzeuge zur Branchen- und Unternehmensumweltanalyse recherchiert, vorgestellt und erklärt. Zu jeder vorgestellten Methode wird ebenfalls ein Fazit des Autors gezogen. Als Ergänzung zu den Methoden, der Branchen und Wettbewerbsanalyse werden auch Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung erörtert. Hier wird speziell auf das „Business Modell Canvas“ mit „Value Propositions“ und dem „St. Galler Business Model Navigator“ eingegangen. Denn diese zählen zu den gängigsten Anwendungen. Als Abschluss des theoretischen Teils, wird aus den Erkenntnissen, die durch die Literaturrecherche gewonnen wurden, ein theoretisches Vorgehensmodell zur Geschäftsmodellentwicklung entwickelt. Es wird versucht ein leicht verständliches und vor allem, so weit möglich, branchenunabhängiges Modell zu entwickeln. Im praktischen Teil der Masterarbeit wird das im theoretischen Teil aufgestellte Vorgehensmodell auf praktische Anwendungsfähigkeit geprüft. Hierfür werden zuerst Experten aus dem Bereich Unternehmensberatung und Startup-Förderung befragt. Weiters wird das Vorgehensmodell auch Unternehmern und Jungunternehmern vorgelegt. Das Feedback dieser Experten wird anschließend in das Vorgehensmodell eingearbeitet um so, ein praxistaugliches Vorgehensmodell zur Geschäftsmodellentwicklung für Startups zu erhalten. Als nächsten Schritt, wird nun das Modell unter realen Bedingungen zur Anwendung gebracht. Hierfür wird ein Workshop mit einem jungen Unternehmen abgehalten, um das Modell Schritt für Schritt durchzugehen, um mögliche Lücken und Schwächen zu erkennen. Zum Abschluss dieser Masterarbeit wird noch ein Resümee gezogen, und ein möglicher Ausblick gegeben.
Künstliche Intelligenz verändert den Geschäftsbereich Marketing maßgeblich. Diese Arbeit untersucht, wie sich der Einsatz der generativen KI, einer Kategorie der künstlichen Intelligenz, auf die Wertschöpfung in Full-Service-Agenturen auswirkt. Theoretische Grundlage bildet das Automation-Augmentation-Paradox, welches die Spannungsfelder zwischen Automation und Augmentation durch KI beschreibt. Während die Automation eine Effizienzveränderung durch das Übernehmen standardisierter Tätigkeiten beschreibt, zielt die Augmentation auf die Unterstützung des Fachpersonals ab. Für den empirischen Teil wurde ein qualitativer Ansatz gewählt. In explorativen Experteninterviews mit Fachkräften aus Full-Service-Agenturen wurden Einschätzungen zur aktuellen Nutzung, zu den erwarteten Änderungen und branchenspezifischen Hürden erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass generative KI vor allem bei Routineaufgaben ihre Automation-Potenziale entfaltet. Gleichzeitig eröffnet sie neue Möglichkeiten der Augmentation, durch Ideengenerierung oder Recherche. Die Studie verdeutlicht, dass die Paradoxie zwischen den beiden KI-Nutzungsformen im Agenturkontext, besonders als Ausgleich zwischen Effizienzgewinnen und der Sicherstellung kreativer Qualität, erscheinet. Menschliche Expertise bleibt tragend für komplexe, strategische und kundennahe Aufgaben. Die generative KI wird primär als ergänzendes Werkzeug verstanden, das Freiräume für höherwertige Tätigkeiten schafft, gleichzeitig aber Aufwand im Sinne von Qualitätssicherung, rechtlichen Rahmenbedingungen und neuen Kompetenzanforderungen kreiert. Die Arbeit trägt zur theoretischen Weiterentwicklung des Automation-Augmentation-Paradoxons im Bereich wissensintensiver Dienstleistungen bei und bietet praktische Implikationen für Full-Service-Agenturen, die den strategischen Einsatz von generativer KI gestalten wollen.
Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen von KI-gestützter Predictive Analytics auf die Leadgenerierung und zentrale Performance-Marketing-Kennzahlen am experimentellen Beispiel eines IT-Dienstleistungs-KMU. Die Problemstellung ergibt sich aus der zunehmenden Relevanz von datengetriebenen Entscheidungsprozessen im digitalen Marketing. Ziel der Arbeit war es, zu analysieren, inwiefern KI-basierte Predictive Analytics Methoden bei der Zielgruppen Segmentierung die Effizienz der Leadgenerierung verbessern, die Kosten pro Lead (CPL) senken, den Return on Investment (ROI) steigern und die Conversion-Rate beeinflussen. Basierend auf einer theoretischen Grundlage zu Performance-Marketing und Predictive Analytics wurde ein konzeptioneller Rahmen entwickelt, der die Integration von KI-basierter Predictive Analytics in datengetriebene Marketingstrategien abbildet. Die empirische Untersuchung erfolgte in Form eines Quasi-Experiments auf der Plattform LinkedIn, wobei eine Experimentalgruppe mit KI-gestützten Predictive Analytics einer Kontrollgruppe mit manuellen Marketingstrategien gegenübergestellt wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass Predictive Analytics eine signifikante Reduktion der Kosten pro Lead und eine Steigerung der Leadanzahl bewirkt. Allerdings wurde keine signifikante Verbesserung der Conversion-Rate festgestellt, was darauf hindeutet, dass ergänzende Maßnahmen erforderlich sind, um den gesamten Prozess zu optimieren und weitere Anpassungen vorzunehmen. Obwohl die Analyse vielversprechende Effekte aufzeigt, sind einige Limitationen zu berücksichtigen. Die Untersuchung erstreckte sich über einen Zeitraum von vier Wochen, wodurch keine langfristigen Effekte untersucht werden konnten. Zudem wurde ein einzelnes Unternehmen betrachtet, wodurch die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Branchen oder Unternehmensgrößen nur eingeschränkt möglich ist. Die Arbeit liefert sowohl wissenschaftliche als auch praxisrelevante Erkenntnisse für die Implementierung von Predictive Analytics im Performance-Marketing und legt den Grundstein für weiterführende Forschung zur langfristigen Wirkung von KI-gestützten Strategien in verschiedenen Branchen.
Der authentische Auftritt einer Tourismusmarke ist entscheidend für die Attraktivität einer Region, da dieser die Besuchsabsicht und die Bereitschaft zur Weiterempfehlung positiv beeinflusst. Der zunehmende Einsatz von KI-generierten Kommunikationsinhalten kann sich jedoch auf die wahrgenommene Markenauthentizität auswirken. Trotz der steigenden Integration von generativer KI in der Tourismusbranche wurde der Zusammenhang von KI-generierten Medien und der Authentizität von Tourismusmarken bisher nur unzureichend untersucht. Die vorliegende Arbeit hat somit das Ziel, die Veränderungen in der Authentizität von Tourismusmarken zu untersuchen, wenn diese KI-generierte Kommunikationsinhalte einsetzen. Für die empirische Untersuchung wurde eine quantitative Methode herangezogen, wobei dieselbe Gruppe an Personen die Authentizität einer österreichischen Tourismusmarke zunächst anhand von menschlich erstellten und anschließend anhand von KI-generierten Bildern bewertete. Die Markenauthentizität wird dabei durch ein Vier-Faktoren-Modell beschrieben, welches sich aus den Dimensionen Kontinuität, Originalität, Verlässlichkeit und Natürlichkeit zusammensetzt. Im Zuge eines Mittelwertvergleichs wurde festgestellt, dass signifikante Unterschiede in den Dimensionen der wahrgenommenen Markenauthentizität vorliegen, wenn die Marke menschlich erstellte oder KI-generierte Bilder einsetzt. Während der Einsatz von visuellen, KI-generierten Kommunikationsinhalten zu einer Verringerung der wahrgenommenen Kontinuität, Verlässlichkeit und Natürlichkeit einer Tourismusmarke führt, ist bei der wahrgenommenen Originalität eine Erhöhung festzustellen. Die erlangten Erkenntnisse bieten Tourismusmarken eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Einsatz von generativer künstlicher Intelligenz und ermöglichen ihnen die Implementierung von gezielten Maßnahmen zur Sicherung ihrer Markenauthentizität.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zu erarbeiten, welche Einsatzgebiete von Künstlicher Intelligenz entlang der Customer Journey (CJ) – im Speziellen in der Vorkauf- und Kaufphase – in der Branche der B2B-Transportlogistik Einzug finden können. Damit verbunden soll herausgearbeitet werden, welchen Nutzen Künstliche Intelligenz (KI) für die Kunden eines Transportdienstleisters stiften kann, dementsprechend wurde auch die Forschungsfrage formuliert. Im empirischen Teil soll auf die Frage eingegangen werden, welche Nutzenvorteile KI den Kunden an den Touchpoints in der Vorkauf- und Kaufphase der CJ stiften kann. Die Methodik zur Beantwortung war eine Literaturrecherche im theoretischen Teil und qualitative Interviews in der Empirie. Dort wurden Proband*innen befragt, die regelmäßig mit Transportdienstleistern zusammenarbeiten und im Versand oder in der Logistikabteilung angestellt sind. Die Ergebnisse der qualitativen Interviews zeigen, dass die Digitalisierung und darauf aufbauend der Einsatz von KI äußerst gering ist, somit ist das Potenzial für die Implementierung von KI-gestützten Anwendungen an den Touchpoints in der Vorkauf- und Kaufphase groß. In der Vorkaufphase kann dahingehend einerseits eine Szenarioanalyse implementiert werden, die es den Kunden ermöglicht, eine Abfrage von minutengenauen Laufzeiten, Routings oder Services zu tätigen, andererseits kann ein Chatbot eingesetzt werden, der für die sofortige Unterstützung bei Rückfragen – bspw. zum Thema Zoll – befragt werden kann. Die wesentlichen Nutzenvorteile, die aus diesen Anwendungen hervorgehen, sind eine Verkürzung der Vorkaufphase bzw. der gesamten und eine umgehende Beantwortung der offenen Fragen. Zudem bietet die Szenarioanalyse den Vorteil, dass interne Planungen besser getätigt werden können. In der Kaufphase bzw. am Schnittpunkt zwischen Vorkauf- und Kaufphase kann ein dynamisches Pricing-Tool die ebengleichen Vorteile liefern – eine Verkürzung der Phase und eine sofortige und genaue Abfrage von Transportkosten. Diese können dann unmittelbar für interne Kalkulationen oder eigene Angebote verwendet werden, ohne auf die Rückmeldungen von Arbeitskräften warten zu müssen. Ebenso ging hervor, dass eine Ansprechperson weiterhin gewünscht wird und eine Zusammenarbeit ohne menschliche Arbeitskräfte kaum vorstellbar ist.
Implementierung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im B2B-Vertrieb gewinnen zunehmend an Bedeutung, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Trotz bestehender Potenziale zur Effizienzsteigerung, Prozessautomatisierung und datengetriebener Entscheidungsfindung fehlt es vielen Unternehmen an einer systematischen Implementierungsstrategie. In dieser Arbeit wird der aktuelle Reifegrad Österreichischer KMU im B2B-Vertrieb in Kärnten und der Steiermark analysiert und der Zusammenhang zwischen den Implementierungsvoraussetzungen und der tatsächlichen Nutzung von KI untersucht. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurden zwei etablierte Reifegradmodelle – das SAIM-Modell nach Voß und die AI Maturity Map von Kreutzer & Sirrenberg – herangezogen und durch eine empirische Untersuchung validiert. Eine quantitative und qualitative Analyse ermöglicht es, zentrale Einflussfaktoren auf die KI-Adoption zu identifizieren. Zudem werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen entwickelt, um KI wertschaffend zu implementieren oder bestehende Anwendungen zu optimieren. Die Ergebnisse zeigen, dass österreichische KMU einen mittleren bis niedrigen Reifegrad in Bezug auf die KI-Implementierung aufweisen. Insbesondere mangelnde Datenqualität, unzureichende Schulungen und fehlende Prozessintegration stellen zentrale Hemmnisse dar. Die Untersuchung zeigt zudem, dass moderne KI-Tools wie Gong.io und Clari sowie KI-gestützte CRM-System wie HubSpot oder Salesforce erhebliche Potenziale bieten, um datengetriebene Vertriebsentscheidungen zu verbessern und die Genauigkeit von Umsatzprognosen zu erhöhen. Nach den Handlungsempfehlungen schließt die Arbeit mit einer kritischen Betrachtung der Ergebnisse und etwaiger Limitationen sowie einer Einführung in den AI Act der EU, der für Unternehmen neue Anforderungen im Bereich der KI-Compliance schafft. Diese Forschung liefert Einblicke für Wissenschaft und Praxis, indem ein strukturierter Ansatz zur KI-Implementierung im B2B-Vertrieb aufgezeigt wird und Unternehmen dabei unterstützt werden, den Mehrwert von KI strategisch zu nutzen.
Diese Masterarbeit untersucht die Rolle von Künstlicher Intelligenz im Content Marketing österreichischer Unternehmen aus den Bereichen Onlinehandel, Handel sowie der Werbe- und Kommunikationsbranche. Ziel ist es, die Motivationen und Barrieren für den Einsatz von KI zu analysieren und die Auswirkungen der Technologie zu beleuchten. Der Literaturteil behandelt die Grundlagen des Content Marketings und der KI. Content Marketing wird als ein zentrales Element beschrieben, das Unternehmen hilft, Zielgruppen mit relevanten Inhalten zu erreichen. KI wird zunehmend als Wettbewerbsvorteil wahrgenommen, insbesondere durch Personalisierung und Automatisierung. Tools wie ChatGPT und Midjourney unterstützen bereits viele Unternehmen bei der Content-Erstellung. Die empirische Untersuchung basiert auf qualitativen Experteninterviews und zeigt, dass KI vor allem als unterstützendes Werkzeug zur Effizienzsteigerung genutzt wird. Allerdings wird sie nicht als Ersatz für menschliche Kreativität betrachtet. Viele Unternehmen befinden sich noch in der Erprobungsphase und nutzen einen „Learning by Doing“-Ansatz. Die Daten lassen den Schluss zu, dass die Herausforderungen im Mangel an technischem Wissen und in der Unsicherheit im Umgang mit KI-Tools sowie in der Wahrung der Qualität und Authentizität von KI-generierten Inhalten bestehen. Trotz dieser Herausforderungen scheinen die Unternehmen die Chancen von KI zu erkennen, besonders in der Personalisierung von Inhalten und der Optimierung von Marketingstrategien. Der erfolgreiche Einsatz von KI im Content Marketing hängt möglicherweise von kontinuierlicher Auseinandersetzung, Offenheit und regelmäßigen Investitionen in Schulungen und Kompetenzen ab. Zukünftige Entwicklungen könnten KI ermöglichen, spezifischere Marketingstrategien zu unterstützen, ohne die menschliche Kreativität dabei zu gefährden.
KI im B2B-Marketing
(2025)
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Automatisierung im digitalen B2B-Marketing,insbesondere dem Account-Based-Marketing unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz. Das erste Kapitel umfasst die theoretischen Grundlagen, einschließlich einer Einführung in die Materie der Künstlichen Intelligenz und der Beschreibung der Analytischen und Generativen KI samt ihrer Anwendung im B2B-Marketing und Account-Based-Marketing. Das zweite Kapitel analysiert die Rolle der Künstlichen Intelligenz im Marketing. Es wird analysiert, wie Analytische Künstliche Intelligenz zur Datenverarbeitung, Vorhersage und Optimierung von Marketingstrategien beiträgt, während Generative Künstliche Intelligenz die automatisierte Erstellung von Inhalten und personalisierter Kund*innenkommunikation ermöglicht. Darüber hinaus werden die zentralen Herausforderungen aufgezeigt, denen Unternehmen bei der Implementierung und Nutzung dieser Technologien gegenüberstehen. Das dritte Kapitel widmet sich der Automatisierung des kontobasierten Marketingprozesses durch den gezielten Einsatz Analytischer und Generativer Künstlicher Intelligenz. Es wird untersucht, wie Künstliche Intelligenz in die verschiedenen Phasen des Account-Based-Marketings, von der Zielkund*innenidentifikation über die Personalisierung bishin zur Leistungsmessung, integriert werden kann, um Marketingstrategien effizienter und datengesteuert zu gestalten. Daran schließt sich die empirische Arbeit an, die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführt wird. Ziel dieser Empirie ist es zu analysieren, wie Unternehmen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Account-Based-Marketingeinschätzen, welche Chancen und Herausforderungen sie sehen und inwieweit Künstliche Intelligenz in der Praxis bereits zur Automatisierung von Prozessen eingesetzt wird. Abschließend werden praktische Ansätze für die Implementierung von Künstlicher Intelligenz in Marketing-Prozesse vorgestellt, gefolgt von einem Fazit, dasdie Bedeutung von Automatisierungen im B2B-Marketing und den strategischen Einsatz von KI kritisch reflektiert.
Die voranschreitende Entwicklung von Social Media als Marketinginstrument und Kommunikationskanal zwischen Community und Marke bewirkt, dass seit einigen Jahren auch auf digitaler Ebene das Phänomen der Shirtstorms immer frequentierter auftritt. Besonders für Unternehmen kann diese Welle an öffentlicher Empörung zu einem starken Image- und Reputationsschaden führen, welcher wesentliche Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg nehmen kann. Grund dafür ist eine mögliche negative Veränderung der Wahrnehmung der Zielgruppe. Diese Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit dem Zusammenhang zwischen den Faktoren Tonalität (Tonfall), Zeit (Antwortgeschwindigkeit) und der Kund*innenwahrnehmung während Online-Shitstorms. Im Zuge dessen wird aufgezeigt, dass Reputation, als vertrauensaufbauende Basis, einen maßgeblichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben kann und somit der Schutz dieser eine hohe Priorität in der Unternehmensstrategie haben sollte. Auch das Online-Communitymanagement erhält durch die wachsende Durchdringung von Online-Plattformen zunehmend Relevanz und kann wichtiger Indikator bei der Identifikation und Vorhersage von Krisen sein. Der Schwerpunkt dieser Abhandlung liegt jedoch auf der Untersuchung der Zusammenhänge zwischen den Faktoren Tonalität (Tonfall), Zeit (Reaktionsgeschwindigkeit) und der Wahrnehmung der Kund*innen. Diese ergibt sich aus den Kapiteln, die online-Shitstorms und deren Verbreitungsmechanismen und Auswirkungen behandeln. Weiters werden die Image Repair Theory nach Benoit, das Social-Mediated Crisis Communication Model sowie das spieletheoretische Entscheidungsmodell näher erläutert. Die empirische Erhebung selbst ergibt einen positiven Zusammenhang zwischen den beiden Faktoren und einer positiven Wahrnehmung der Kund*innen. Wichtig zu erwähnen ist dennoch, dass basierend auf der durchgeführten Untersuchung nur Tendenzen angenommen, jedoch keine kausalen Beweise interpretiert werden können.
Um in der digitalen Zeit wettbewerbsfähig zu bleiben und sich gegen große Konzerne zu behaupten, müssen sich Handwerksbetriebe laufend verbessern und ihre Abläufe innovieren. Die vorliegende Masterarbeit widmet sich der Fragestellung, welche Erfolgsfaktoren und Hindernisse sich aus operativen Marketingstrategien für produzierende Kleinst- und Kleinbetriebe in den steirischen NUTS-3-Regionen ergeben. Der Fokus liegt dabei auf dem Handwerkssektor, dessen Betriebe durch begrenzte personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen vor besonderen Herausforderungen in der Umsetzung von Marketingmaßnahmen stehen. Ziel der Arbeit ist es, theoretische Grundlagen mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen, um konkrete Handlungsempfehlungen für die betriebliche Praxis abzuleiten. Aufbauend auf einer fundierten Literaturrecherche werden zentrale Aspekte wie Digitalisierung, Kundenbindung, Positionierung, operative Umsetzung und der Einfluss moderner Technologien in Kleinst- und kleinen Betrieben beleuchtet. Ergänzend werden qualitative Experteninterviews mit elf steirischen Handwerksbetrieben durchgeführt, um tiefere Einblicke in reale Umsetzungsprozesse und Herausforderungen im täglichen Arbeitsalltag von Führungspositionen zu gewinnen. Ausgehend von dieser Problemstellung zeigt sich, dass operatives Marketing in Kleinst- und Kleinbetrieben häufig nicht strategisch geplant, sondern neben dem Tagesgeschäft intuitiv betrieben wird. Dennoch können Erfolgsfaktoren wie eine klare Positionierung, kontinuierliche Kundenkommunikation so-wie der gezielte Einsatz digitaler Medien identifiziert werden. Betriebe, die frühzeitig in ihre Außenwirkung investieren und intern Strukturen für Marketing schaffen, profitieren langfristig durch stärkere Kundenbindung und eine höhere Sichtbarkeit. Die Arbeit macht deutlich, dass operatives Marketing kein Großbetriebsthema ist, sondern auch im kleinen Rahmen wirkungsvoll eingesetzt werden kann. Sie zeigt zudem, dass die Betriebsgröße oder der Standort (ländlich oder städtisch) keinen entscheidenden Einfluss auf die Umsetzung haben. Vielmehr sind Offenheit für Innovation, ausreichend zeitliche Ressourcen und die Bereitschaft zur Selbstreflexion – insbesondere auf Führungsebene – entscheidende Erfolgsfaktoren. Abschließend liefert die Arbeit praxisnahe Empfehlungen und verweist auf künftige Forschungsfelder, etwa zur branchenspezifischen Wirksamkeit einzelner Marketingmaßnahmen oder zur Rolle digitaler Kompetenzentwicklung im Handwerk.
NXP is a globally operating semiconductor company. MIFARE is NXP‘s leading brand for contactless solutions, augmented by a service offering with MIFARE 2GO, and AppXplorer. In the transit sector, MIFARE is used in over 750 cities worldwide, serving the majority of the market. The market for fare ticketing sees disruptions and changes in customer behavior. While NXP has acted on these trends by bringing MIFARE 2GO, it has not (re)positioned it’s brand accordingly yet – at least, not purposefully. This thesis develops a variety of positioning concepts for MIFARE and presents one that will allow MIFARE to remain the leading brand for fare ticketing solutions.The first part of the master thesis focusses on the theory of international B2B marketing in high-tech markets, and that of brand repositioning and communication (of brand repositioning) in international B2B markets. In these chapters, the first followed definitions are provided, followed by the imperatives, aims, models, and strategies. The findings of this theoretical section provide the basis for the empirical implications.The secondary and primary market research follows. An in-depth market analysis is conducted and sixteen, of which eight internally at NXP, one-hour interviews are conducted and analyzed. Based on the findings from the literature in combination with the market analysis and expert interviews, five repositioning alternatives are developed, of which, via a scoring model, one is selected. The recommended repositioning alternative and concept is that of leading the market with the complete portfolio.The implementation of this repositioning alternative is done via integrated marketing communication. In the last part of this work, all the considerations, challenges, and other factors required for success – including an in-depth analysis of the communication tools – are provided. The entire communication plan is supported by event-specific activities, a proposed budget, and control measures.The entire work is further summarized in a ‘one-pager’ displaying the repositioning concept in a visually appealing way. Lastly, some further conclusions and recommendations are provided based on the completion of this work.
In der vorliegenden Masterarbeit wird zunächst das Unternehmen Agfa HealthCare sowie der Geschäftsbereich TIP HCe und die Unternehmensleistungen kurz vorgestellt. Es wird anschließend die Ausgangssituation sowie die sich daraus ergebende Herausforderung für das Unternehmen beschrieben. Weiters werden im einleitenden Teil die Ziele des Unternehmens als auch das Ziel dieser Masterarbeit sowie die Nicht-Ziele definiert. Den Abschluss der Einleitungsphase bildet die grafische Darstellung der Vorgehensweise der Masterarbeit. Da das Unternehmen im B2B-Projektgeschäft tätig ist, wird im Theorieteil bzw. Literaturteil eingangs diese Thematik erläutert. Hier liegt der Fokus auf den Spezifika für Softwareanbieter als auch auf den vertrieblichen Herausforderungen. Die Besonderheiten dieser Art des Geschäfts haben Einfluss auf das kundenseitige Kaufverhalten, daher wird anschließend dieses näher beschrieben. Hier liegt der Fokus auf der Analyse der komplexen Verkaufssituationen sowie der Eruierung kaufentscheidender Kriterien für Kunden. Das anschließende Kapitel Kundenbewertung verdeutlicht die Notwendigkeit dieser und stellt unterschiedliche Methoden zur Bewertung und Klassifizierung von Kunden vor. Hier zeigt sich, dass speziell mehrdimensionale Modelle zunehmend von Bedeutung sind und die Relevanz qualitativer Bewertungskriterien stetig steigt. Fokus beim Thema Kundenzufriedenheit war die Entstehung dieser sowie die Beschreibung differenter Messmethoden. Im Zuge der Kundenbindung werden einerseits klassische/traditionelle als auch zunehmend notwendige digitalisierte und innovative Methoden zur Kundenbindung vorgestellt. Hier wird das Customer Experience Management sowie die zusätzlich geforderten vertrieblichen Kompetenzen näher beschrieben. Das abschließende Kapitel des Literaturteils bilden die theoretischen Grundlagen zur Erstellung eines Betreuungskonzeptes sowie ein kurzes Zwischenfazit. Im praktischen Analyseteil wurde zunächst eine umfassende Situationsanalyse durchgeführt. Hier wird im Zuge der Analyse der Umwelteinflüsse vor allem der politische Einfluss auf das Unternehmen und Kunden deutlich. Zudem zeigt sich die hohe Wettbewerbsintensität der Branche und Differenzierungsmöglichkeiten durch Produktinnovationen zum Mitbewerb. Der vorhandene Informationsbedarf, welcher sich aus den Analysen ergab, wurde mittels quantitativer Primärmarktforschung erhoben. Dazu wurde eine Vollerhebung von ca. 350 Kunden mittels Online-Umfrage durchgeführt. Die relevantesten Ergebnisse flossen in die anschließende Unternehmensanalyse als auch Erstellung des Betreuungsplans, welcher als operativ umzusetzender Teil des Konzeptes angesehen werden kann, mit ein. Da eine Betreuung adäquat der Kundenwertigkeit forciert wird, wurde zunächst eine Kundenbewertung anhand der Scoring-Methode durchgeführt. Es wird ebenso ein qualitatives Anforderungsprofil für Mitarbeiter vorgestellt, welches auf die jeweiligen Kundensegmente ausgestaltet ist. Es folgt die operative Planung sowie Kontrolle der definierten Umsetzungsmaßnahmen. Den Abschluss der Arbeit bilden die Handlungsempfehlungen für das Unternehmen sowie ein Ausblick in die Zukunft und kurzes Resümee.
Wever & Ducré BVBA was founded in Belgium in 1984 and was acquired by XAL Holding GmbH in 2011. The company’s product range focuses on indoor, outdoor, and decorative (architectural) lighting. Wever & Ducré is currently only active in the B2B lighting industry but strives to enter the B2C market in Belgium and Northern Germany by 2021. The main objective of the present master’s thesis is to elaborate an online marketing concept for the regions Belgium and Northern Germany, with the subsequent implementation of which B2C customers can be generated for a company currently only active in the B2B industry.The present thesis is divided into two main parts: Part I aims to provide a theoretical basis by defining terms, techniques, and constructs used in the course of an online marketing concept creation process. The result of the comprehensive literature research is a seven-step concept structure that serves as the starting point for part II of the elaboration. Part II of the thesis deals with the company-specific development of an online marketing concept that should contribute to achieving the predefined company objective to tap a new customer group. The starting point for the empirical concept creation is the definition of a B2C customer group: For this purpose, a mixed-method approach is used to define personas, in which both secondary and primary research are combined: A market segmentation (secondary research) was carried out for Belgium and Northern Germany. By defining knock-out and attractiveness criteria, one promising segment could be identified for each market. With the help of 10 qualitative interviews from Belgium and 5 from Northern Germany, two personas could be defined. Persona characteristics served as the basis for selecting marketing strategies.Literature sources indicate that it is not expedient to exchange online marketing strategies with each other, but that they should be used in parallel – however, prioritised in order. The following priorities were determined based on the research results, industry experience, and a cost-utility-analysis (incl. preference analysis) for weighting: SEO, content marketing, SMM, affiliate marketing, EMM. A two-year budget plan, as well as a dynamic action plan, were drawn up with the resources available.
Die voestalpine Turnout Technology Zeltweg GmbH agiert als Teil der voestalpine Railway Systems GmbH auf internationalen Märkten und bietet ein umfassendes Leistungsspektrum im Bereich des Schienenverkehrs. Zur Bewältigung wirtschaftlicher Volatilitäten und zur Sicherstellung der langfristigen Profitabilität setzt das Unternehmen in mehrjährigen Rahmenverträgen auf standardisierte, indexbasierte Preisgleitformeln. Das zentrale Problem besteht in der Unsicherheit darüber, welche der verfügbaren Preisgleitformeln im Kontext langfristiger Rahmenverträge die höchste wirtschaftliche Rentabilität gewährleistet. Ihre häufig starre Umsetzung verhindert eine flexible Anpassung an dynamische Veränderungen. Die Herausforderung besteht in der Vielzahl externer Einflussgrößen. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie unternehmensspezifische Standardformeln durch simulationsgestützte Modelle optimiert und bewertet werden können. Zur Bearbeitung wurden Literaturrecherche, Korrelationsanalyse, Sensitivitätsanalyse, Interviews und datenbasierte Auswertungen herangezogen. Diese Methoden bilden die Grundlage für ein Excel-basiertes Simulationsmodell, das die Preisdynamik auf Basis realer Indizes und deren Gewichtungen analysiert. Die Korrelationsanalyse identifiziert stark wirkende Indizes mit stabilen Zusammenhängen, etwa zwischen Kokskohle und Schrott. Die Sensitivitätsanalyse bewertet den Einfluss einzelner Indizes auf die Zielgröße und stellt fest, dass vor allem Energie- und Lohnkosten starke Preistreiber sind. Eine Fallstudie belegt, dass kundenseitige Formeln mit irrelevanter Indexkopplung – beispielsweise einem Gaspreisanteil trotz fehlender Relevanz – die Preisentwicklung verzerren und damit Risiken verursachen. Das entwickelte Excel-Simulationsmodell erlaubt es, verschiedene Formelkombinationen dynamisch zu testen, deren Wirkung auf Preisänderungen zu analysieren und auftragsbezogene Szenarien abzubilden. Ergänzend wurde ein standardisiertes, englischsprachiges Template für den konzernweiten Einsatz entwickelt, das die Modelllogik übertragbar macht und internationale Anwendungen erleichtert. Die Untersuchung zeigt, dass die Optimierung von Preisgleitformeln einen signifikanten Beitrag zur Reduktion der Preiskostenschere leisten kann. Durch die datenbasierte Ableitung geeigneter Formeln lässt sich die Preisanpassung objektiver gestalten und das Risiko finanzwirtschaftlicher Fehlsteuerung reduzieren. Die Kombination aus analytischer Bewertung, Modellintegration und simulierbarer Szenarien ermöglicht eine evidenzbasierte Entscheidung über die Eignung bestimmter Preisformeln im Vertragskontext. Zur Weiterentwicklung sind qualitative Vertragsparameter und branchenspezifische Besonderheiten stärker in die Bewertung einzubeziehen, um Preisgleitformeln rechnerisch und strategisch zu optimieren. Langfristig sollte ein konzernweites, datenbankgestütztes Preisgleitmodell mit Excel-Frontend etabliert werden, das zentral gepflegt, dezentral anpassbar und durch Audits sowie Echtkostendaten validiert wird.
The volume of trade on the Internet has increased steadily in recent years. It is becoming increasingly easier to order products or services from around the world with just a few clicks of the mouse, but also to offer them to customers. This development brings with it a number of opportunities but also risks for small companies that already sell electronics products in a niche via the Internet.This thesis explores the development of a process model that can be used by companies that already sell electronics products in a niche via the Internet to further develop the existing business model or, if necessary, to realign it completely. The existing literature on business models, business model development processes and design patterns is reviewed and the current developments and trends in online trade and the electronics sector on the business model of companies trading with niche product is analysed. The business model development process derived from a theoretical perspective is put to practical use by applying the model on a reference company. This implementation includes a multi-stage process with an in-house workshop, gathering and evaluation of lots of data and interviews with experts. Twelve business model variants are found, of which six are checked by experts for practical suitability after pre-selection. The results are two detailed business model designs. The first business model "Multilingual Offerings" is to be seen as an extension of the existing business model and deals with the enlargement of the customer base of the existing business through multilingual product offerings. The second business model "Fever Screening Thermal Solution" represents a completely new business model and describes the development of a system for the exact contactless measurement of body temperature with the help of thermal imaging cameras.
Die Welt des B2B-Vertriebs befindet sich im Umbruch – nicht nur durch COVID-19, sondern auch durch den Generationswechsel. Daher ist es wichtig, sich anzupassen, um im Maschinen- und Anlagenbau erfolgreich zu sein. Um Unternehmen darauf vorzubereiten, beschäftigt sich diese Masterarbeit mit einem Modell zur Kund*innengewinnung im B2B-Vertrieb des Maschinen- und Anlagenbaus. Dabei handelt es sich um ein Modell im Sinne des Sales Cycle, das alle Phasen von der Kund*innenplannung bis hin zur After-Sales-Betreuung umfasst. Weiters werden die Voraussetzungen für das Modell definiert, darunter digitale Tools, künstliche Intelligenz, Customer Journey, Hybrid Sales sowie der verstärkte Einsatz von Inside Sales. Diese Masterarbeit basiert auf dem Benchmarking von Modellen, Prozessen und Methoden aus dem Innovationsmanagement, um daraus zu lernen, neue innovative Ansätze für Unternehmen zu entwickeln und eine Prozessinnovation für den Vertrieb zu erarbeiten. Das Modell wird durch die empirische Methode der Expert*inneneninterviews validiert und mit Hilfe der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet, um abschließend eine Handlungsempfehlung sowie ein grafisches Modell darzustellen.
Die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) verändert nachhaltig die Vertriebsarbeit, insbesondere im Key Account Management (KAM) von Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) in Österreich. Diese Masterarbeit beleuchtet die Relevanz und die konkreten Auswirkungen von KI auf strategische und operative Vertriebsprozesse. Ziel war es, durch eine Kombination aus theoretischer Fundierung und qualitativer empirischer Forschung zu ermitteln, wie KI bestehende Rollenbilder, Methoden und Kundenbeziehungen im B2B-Vertrieb transformiert. Im theoretischen Teil wurden zunächst die Potenziale sowie die Risiken der Digitalisierung und KI-Nutzung im Vertrieb anhand aktueller wissenschaftlicher Literatur systematisch dargestellt. Es zeigte sich, dass KI besonders durch Automatisierung, Datenanalyse und Personalisierung vielfältige Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Individualisierung bietet. Gleichzeitig bestehen Unsicherheiten hinsichtlich Datenschutz, Transparenz und ethischer Implikationen. Die Analyse basiert auf qualitativen Experteninterviews mit Entscheidungsträgern der Branche. Die Ergebnisse zeigen, dass KI aktuell vor allem zur Automatisierung administrativer Tätigkeiten, zur datenbasierten Entscheidungsfindung und zur individuellen Kundenansprache eingesetzt wird. Dabei entwickelt sich die Rolle der Key Account Manager zunehmend in Richtung strategischer Prozessgestalter mit digitalen und analytischen Kompetenzen. Gleichzeitig wurden Herausforderungen identifiziert, etwa unzureichende Datenqualität, fehlende Prozessintegration und Unsicherheiten im Umgang mit neuen Technologien. Deutlich wird, dass der Erfolg von KI im Vertrieb nicht nur von technischen, sondern insbesondere von kulturellen und organisatorischen Faktoren abhängt. Die Arbeit liefert praxisnahe Handlungsempfehlungen für Unternehmen und unterstreicht, dass KI den Vertrieb nicht ersetzt, sondern gezielt unterstützt. Zukünftige Forschung sollte die Auswirkungen des KI-Einsatzes auf die Qualität von Kundenbeziehungen sowie auf ethische und rechtliche Aspekte vertiefend untersuchen, um ein ganzheitliches Verständnis der KI-Integration im B2B-Vertrieb zu gewinnen.
Künstliche Intelligenz ist in einer zunehmend digitalen Welt zu einem Thema geworden, dem man nicht ausweichen kann. Sie birgt ein massives Potenzial, wenn man weiß, wie man sie gezielt einsetzt. Vor allem in der Software-as-a-Service-Branche stellt sich dabei die Frage, ob und wie KI in der Bestandskundenbetreuung von B2B-Kund*innen unterstützen kann. Ziel dieser Masterarbeit ist es daher, herauszufinden, welche Einsatzmöglichkeiten generative KI im Customer Success Management bietet und welchen konkreten Nutzen sie für SaaS-Unternehmen im B2B-Bereich haben kann. Dazu wird zunächst erläutert, was generative KI auszeichnet und welche Besonderheiten das Customer Success Management aufweist. Anschließend folgt eine Analyse der bestehenden Forschung und ein erstes Modell, das die Theorie zu KI und CSM miteinander verknüpft. Die praktische Sicht wird durch Expert*inneninterviews gewonnen, deren Auswertung mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring erfolgt. Aus den Erkenntnissen der empirischen Untersuchung und den Erkenntnissen aus dem Theorieteilsoll dann ein Modell für den Einsatz von KI im CSM entwickelt werden. Damit soll die Arbeit einen Beitrag dazu leisten, die Potenziale von KI in der Kundenbetreuung zu verdeutlichen und SaaS-Unternehmen bei einem sinnvollen Einsatz von KI in ihren CSM-Alltag unterstützen.
Kennzahlengestützte B2B-Vertriebssteuerung in der Energiewirtschaft am Beispiel der Energie Graz
(2018)
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Konzeptes zur kennzahlengestützten B2B-Vertriebssteuerung der Energie Graz GmbH & Co KG. Das Kennzahlensystem soll zur Entscheidungsverbesserung und zur Effizienzsteigerung im B2B-Vertrieb des Unternehmens beitragen.
Zu Beginn der Arbeit wird auf die Besonderheiten des B2B-Vertriebes in der Energiebranche eingegangen. Dabei liegt der Fokus auf der österreichischen Energiewirtschaft und den Spezifika der Produkte Strom und Erdgas. In einem weiteren Schritt wird die B2B-Vertriebssteuerung in der Energiebranche behandelt, um Einflussfaktoren für die Entwicklung eines Kennzahlensystems zu identifizieren. Darüber hinaus werden die Arten und die Bildung von Kennzahlen sowie konkrete Gütekriterien zur Auswahl von Kennzahlen behandelt. Zur Erreichung des Masterarbeitsziels wer-den im Zuge der Arbeit die generellen Anforderungen an Kennzahlensysteme erarbeitet. Möglichkeiten des Aufbaues und der Darstellung von Kennzahlsystemen werden ebenso behandelt. Des Weiteren werden drei mögliche Konzepte zur Vertriebssteuerung in der Energiewirtschaft beschrieben und kritisch reflektiert. Die Erkenntnisse aus dem Theorieteil der Arbeit dienen als Grundlage für die Entwicklung eines Vertriebssteuerungskonzeptes für die Energie Graz GmbH & Co KG.
Im Praxisteil der Arbeit wird allem voran eine Unternehmensanalyse zur Informationsgewinnung betreffend die Organisationsform, die aktuelle Vertriebsstrategie und das momentane Vertriebscontrolling durchgeführt. Weiterführend werden die möglichen Kennzahlensysteme zur Vertriebssteuerung bewertet und es wird eine geeignete Auswahl für den B2B-Vertrieb der Energie Graz GmbH & Co KG getroffen. Nach Bearbeitung der strategischen Ziele werden die Perspektiven für das Kenn-zahlensystem festgelegt. Im Anschluss werden je Perspektive Kennzahlen zur Zielerreichung definiert und ein Kennzahlenkatalog erstellt. Abschließend werden Handlungsempfehlungen für die weitere Vorgehensweise definiert und die Implementierung grob geplant und bud-getiert. Die Ergebnisse der Arbeit sollen als Grundlage für die Implementierung eines Konzeptes zur kennzahlengestützten B2B-Ver-triebssteuerung in der Energie Graz GmbH & Co KG dienen.
Hintergrund: Das Bedürfnis, einen wesentlichen Beitrag zu einer effizienteren Nutzung der Ressourcen zu leisten, besteht innerhalb der Gesellschaft bereits seit geraumer Zeit. Dies hängt mit der Veränderung der Denkmuster sowie dem Auftauchen diverser Trends zusammen, welche am Markt herrschen. Mithilfe von zugangsbasierten Services wird der übermäßigen Verschwendung entgegengewirkt und die Lebenszeit der Produkte verlängert. Dabei handelt es sich jedoch um kein neues Phänomen, denn neu daran ist nur das Medium, nämlich das Internet. Ziel: Im Rahmen dieser Studie sollen die Treiber (Nachhaltigkeit, ökonomische Vorteile) sowie die Barrieren (Leistungsrisiko, Bedürfnis nach Besitz und Vertrauen) zugangsbasierte Services in Bereich der Mietmöbel in Anspruch zu nehmen. Methode: Um dieses Ziel zu erreichen, wurde eine quantitative Untersuchung durchgeführt. Mithilfe eines Online-Fragebogens wurden die Primärdaten erhoben. Das Resultat waren 387 bereinigte Fragebögen, welche in weiterer Folge mithilfe einer multiplen Regressionsanalyse untersucht und weiters die abgeleiteten Hypothesen überprüft werden konnten.Conclusio: Folglich konnten die ökonomischen Vorteile als Motivator und das Vertrauen gegenüber Anbietenden und Produkten als Barriere identifiziert werden, welche einen signifikanten Einfluss auf die Verhaltensabsicht der Gesellschaft haben.
This master thesis is written in cooperation with the startup studio trive from Vienna. Startup studios produce startups systematically with a core team, to gain startup equity in exchange for time, effort, and experience.In order to increase the profitability and survival rate of the startups they produce, startup studios want to standardize as many processes related to the creation of startups as possible.A crucial point in the development of a startup is to show traction for the venture after a certain period of time, which means that quantitative evidence for the success of a venture is available. If this is the case, a startup has found product-market fit. If this does not happen after 12-18 months, doubts about the success of the venture arise and it is at increased risk of failing. To avoid this, the goal of this master thesis was to develop a model that allows trive to achieve product-market fit regardless of the industry the startup is in.The work includes a detailed discussion of the term product-market fit, which indicates that a certain product satisfies the needs of a market that can be served in a profitable way. In addition, the two main components of the term were each elaborated before discussing methods of creating the "fit" between them. Startup studios can use plan-driven methods or agile methods, whereby agile methods are particularly suitable in the face of uncertainty.From the approaches described in the literature a model was then developed, which was then subjected to a review by expert interviews. Through the interviews, the model could be examined from a practical point of view, and standardizable and non-standardizable process steps could be identified. Through this, a first draft of a model for achieving product-market fit for startup studio-born startups could be elaborated. This first draft of the elaborated model comprises an iterative, customer-centric, and hypothesis-driven approach including all relevant process steps and tasks, which could meet the requirements of a startup studio by basing the model operatively on a Scrum-like procedure.
The achievement and sustainable maintenance of a competitive advantage is one ofthe most important strategic objectives of companies. Especially, in the Software-as-a-Service industry where global becomes local, the internationalization of companies is indispensible in order to obtain a competitive advantage. The Intact GmbH is an Austrian based software company founded in 2001 by four friends with a shared vision to increase quality in the food safety industry. The offered software solution is a modular based Enterprise Resource Planning system with a full solution approach. Since the acquisition of its first customer outside of Europe in 2005,the Intact GmbH operates internationally.Today the company has built up a large international customer base with customers allaround the globe. Furthermore, the company focused in the recent years predominantly on a growth strategy and in 2018 sold 51% of their shares to the investment group named IMCAP GmbH. Therefore, the Intact GmbH strives to enter new markets and continue to grow its international customer base.In this respect, the master thesis aims to develop a market entry concept for Croatia and Slovenia to enter the new markets between July 2022 and May 2023. The concept serves to support the Intact GmbH in the market entry process.The main aspects of the theoretical section focus on the market entry in the Softwareas-a-Service industry for companies operating in a niche market. First, the terminology of is clarified in detail for the reader to understand the environment. Furthermore,marketing strategies for internationalization are provided with a strong focus on the digital toolset available for marketers such as lead management and Search EngineOptimization. Based on this the different modes of entry for SaaS companies are discussed and aligned with the prior theoretical input. The conclusion of the theoretical section is an overview of the market entry concept with the recommended market entrymode suitable for an Austrian software vendor entering new international markets with a strong focus on digital marketing activities.For further insights and information retrieval, secondary and primary market research is conducted in the practical section of this master thesis. Within the primary market research, fifteen experts have been interviewed with expertise in the Testing,Inspection and Certification market of Croatia, Slovenia and Austria. To gain further insights into the differences and similarities of the markets and the market view, additionally three experts from Austria have been interviewed. Lastly the conclusion, findings and results of the primary market research are combined for the development of the market entry concept for the Intact GmbH consisting the market entry mode, action plan and recommendations for digital marketing activities. The last part of this master thesis provides further recommendations of action for the Intact GmbH on the adaption of the SaaS marketing mix.
Understanding user behaviors and preferences is crucial in today’s digital landscape, driving the need for automated persona generation. This thesis explores the potential of topic modeling and sentiment analysis to enhance data-driven persona creation. Analyzing a corpus of 676,000 tweets from 6,760 Twitter users (now x.com1), the study applies BERTopic for topic modeling and VADER for sentiment analysis to identify distinct themes and emotional tendencies in usergenerated content. A key finding is the significant impact of pre-processing, which improves topic coherence andinterpretability, contradicting claims that BERTopic performs equally well on raw data. The results indicate that bots predominantly generate neutral, task-oriented content, while humanusers – particularly female users – express more varied and emotionally rich sentiment.Integrating topic modeling and sentiment analysis enables multidimensional persona creationby combining thematic interests with emotional characteristics, emphasizing the value of author profiling in data-driven persona generation.This thesis highlights the potential of text mining techniques in persona creation while acknowledging challenges such as sentiment misclassification and the differentiation between bots and humans. Moreover, the findings highlight the need for structured datasets to enhance large language model-based persona descriptions, ensuring greater accuracy and coherence.Future research should explore alternative machine learning models, refine clustering methods, and assess cross-platform applicability. The combination of topic modeling and sentiment analysis offers promising opportunities for automating persona generation, enhancing e.g.,targeted marketing, and improving social media analysis.
Die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel Evaluierung der Einsatzmöglichkeiten von E-Learning-Systemen im B2B Vertrieb“ untersucht die Identifizierung und Gewichtung von Kriterien zur Bewertung von E-Learning-Systemen im Business-to-Business (B2B)-Vertriebsumfeld. Angesichts der wachsenden Bedeutung digitalen Lernens im Corporate Learning trägt diese Studie dazu bei, eine bestehende Forschungslücke in der Bewertung von E-Learning-Systemen für das Vertriebsumfeld und Performance-Steigerungen in der Branche zu adressieren. Die Untersuchung basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz, welcher eine KI-gestützte Literaturrecherche sowie Befragungen von Personen mit Fachexpertise nach dem Kano-Modell umfasst. Branchenspezifische Bewertungskriterien wurden aus der Fachliteratur abgeleitet und anhand der Einschätzungen erfahrener B2B-Vertriebsexpertinnen und -experten gewichtet. Der Funktionsumfang von zehn E-Learning-Systemen wurde mit einer dreistufigen Skala bewertet, um Objektivität und Vergleichbarkeit sicherzustellen. Die Ergebnisse zeigen, dass Absorb LMS den umfangreichsten ungewichteten Funktionsumfang bietet. Nach der fachspezifischen Gewichtung deutet die Analyse darauf hin, dass führende E-Learning-Systeme Funktionen priorisieren, die von Experten und Expertinnen aus dem B2B-Vertrieb geschätzt werden. Diese Arbeit identifi-ziert19 fundierte, branchenspezifisch gewichtete Kriterien zur Bewertung von E-Learning-Systemen imB2B-Vertrieb. Die Ergebnisse legen nahe, dass aktuelle Plattformen grundsätzlich für den Einsatz in diesem Bereich geeignet sind. Gleichzeitig wird weitere empirische Forschung empfohlen, um die praktische Anwendbarkeit der Kriterien zu validieren und bestehende Auswahlprozesse weiter zu optimieren.
Nowadays, companies find themselves in a rapidly changing environment. Especially the emergence of e-commerce has changed businesses significantly. While retailers have started to take advantage of those developments, also consumers have adapted their shopping behaviour. They want to benefit from the advantages of e-commerce. However, they still do not want to miss the social aspects and entertainment of shopping. Customer experience therefore became an im-portant topic in e-business. With online customer journey management, companies try to find the right set of communication touchpoints including an appropriate content strategy for each of them. This set is then put into customer communication journey maps, which build the base for a holistic communication strategy. The elaboration of such communication journey maps is also highly relevant for the online retailer TOPPERZ. For this reason, the main objective of this master thesis is to elaborate customer communication journey maps for the e-commerce company. The theoretical part of the thesis is based on literature research and focuses on e-commerce in the B2C fashion industry including relevant trends for communication purposes. Furthermore, online customer ex-perience management and online consumer behaviour are discussed. The focus of the theoretical section is put on customer journey management. This includes the definition of customer journeys and the presentation of three relevant customer journey models. Furthermore, criteria for the selection of the most appropriate model are given, followed by the introduction of possible touchpoints within the digital communication journey. Also, supporting tools for customer journey management as well as its limitations are outlined. Finally, a process for the elaboration of customer communication journey maps is presented. The practical part of the thesis consists of a company presentation and the analysis of its external and internal environment based on secondary research. The primary research mainly aims at the identification of TOPPERZ’ potential customers’ shopping behaviour, channel preferences and related content preferences. Based on the results of the research, customer communication journey maps were elaborated for the company’s two most relevant user personas.
Voraussetzungen einer Immobilienwert-Analyse App für die erfolgreiche Vermarktung über Social-Media
(2024)
Diese Masterarbeit widmet sich der Analyse der technischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermarktung von Immobilien über Social Media mithilfe einer Immobilienwert-Analyse-App. Ziel ist es, die Einflussfaktoren zu identifizieren, die den Erfolg solcher Apps beeinflussen und Empfehlungen für ihre optimale Nutzung abzuleiten und anschließend herauszufinden, wie und auf welchen Plattformen eine solche App bestmöglich vermarktet werden kann. Die Forschung stützt sich auf eine Literaturrecherche zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Immobilienvermarktung und diversen Aspekten von Social Media. Zudem werden Experten zu ihrem Nutzungsverhalten und -präferenzen in Bezug auf Immobilienwertanalyse-Apps sowie zu digitalen Plattformen befragt, um ein umfassendes Verständnis für die Erwartungen potenzieller Nutzer*innen zu entwickeln. Die methodische Herangehensweise umfasst Zielgruppeninterviews mit Experten aus dem Immobilienbereich, um ihre Perspektiven auf die Chancen sowie Herausforderungen einer Immobilienwert-Analyse-App und ihre Vermarktung über Social Media zu erfassen. Abschließend werden die Befragungen analysiert, um statistische Muster im Nutzerverhalten und der Performance solcher Apps zu identifizieren, um eine Vermarktungsstrategie zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen nicht nur dazu beitragen, die Voraussetzungen für den Erfolg einer Immobilienwert-Analyse-App herauszufinden, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen für Entwickler*innen und Anbieter*innen solcher Apps bieten. Die Erkenntnisse dieser Masterarbeit tragen somit dazu bei, innovative Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen des modernen Immobilienmarkts gerecht werden und eine effektive Verbindung zwischen sozialen Medien sowie digitalen Technologien schaffen.
Diese Masterarbeit untersucht die Rolle von Kernkompetenzen bei der erfolgreichen Realisierung von Produktinnovationen in der Spezialchemikalienindustrie, wobei die Treibacher Industrie AG als Fallstudie dient. Die theoretische Grundlage der Untersuchung bildet die Ressourcen-basierte Sichtweise (RBV), welche die Bedeutung einzigartiger Ressourcen und Fähigkeiten hervorhebt. Im Rahmen der Studie wurden spezifische Kernkompetenzen wie beispielsweise Rohstoffbeschaffung, Prozessentwicklung und Analytik analysiert und ihr Einfluss auf die verschiedenen Phasen des Produktinnovationsprozesses untersucht. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Erkenntnis, dass der Auslöser einer erfolgreichen Produktinnovation die Befriedigung eines Kundenbedürfnisses ist. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die gezielte Identifikation und Nutzung von Kernkompetenzen entscheidend für die Bewältigung der Herausforderungen einer Produktinnovation sind. Darüber hinaus tragen diese Kompetenzen wesentlich zur Optimierung der Innovationsprozesse und zur Sicherung langfristiger Wettbewerbsvorteile bei. Die Arbeit liefert praxisrelevante Handlungsempfehlungen für Unternehmen der Spezialchemikalienindustrie, um ihre Innovationsfähigkeit durch ein systematisches Kompetenzmanagement zu steigern. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Impulse für die strategische Ausrichtung und operative Umsetzung von Innovationsstrategien in der Branche.
Innovative Produkteinführung
(2024)
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Problematiken bei der Markteinführung innovativer Produkte, speziell MEMS (Mikro-Elektro-Mechanische Systeme) Lautsprecher. Das Hauptproblem besteht darin, eine effektive Markteinführungsstrategie zu entwickeln, die sich in einem wettbewerbsintensiven Umfeld behaupten kann. Die Schwierigkeiten liegen in der präzisen Marktsegmentierung, der Definition der Zielgruppe, der Schaffung eines einzigartigen Wertversprechens und der Positionierung im Markt. Zur Lösung dieses Problems wurde eine umfassende Analyse der Markteinführungsstrategie durchgeführt. Dies umfasste die Untersuchung verschiedener Segmentierungsansätze wie verhaltensbezogene, demografische, geografische und psychografische Methoden sowie die internationale Marktsegmentierung. Die Wirksamkeit von Zielgruppenstrategien wurde evaluiert, um die geeignetste Verbrauchergruppe zu identifizieren. Differenzierungsstrategien wurden analysiert, um ein starkes Wertversprechen und Wettbewerbsvorteile zu etablieren. Außerdem wurden Wettbewerbs- und Risikoanalysen durchgeführt, um mögliche Herausforderungen zu erkennen und zu bewältigen. Die praktische Umsetzung der Strategien wurde durch qualitative Inhaltsanalyse-Methodik, einschließlich Experteninterviews und Analysen, unterstützt. Die Studie liefert handlungsorientierte Erkenntnisse für die erfolgreiche Einführung innovativer Produkte wie MEMS-Lautsprecher. Das Ergebnis umfasst einen detaillierten 5-Stufen-Plan, der Methoden zur Identifizierung der Zielkunden und zur Entwicklung der Markteinführungsstrategie enthält. Dieser Plan bietet einen strukturierten Ansatz zur effektiven Marktpositionierung und zur Überwindung von Herausforderungen in der Markteinführungsphase.
Collaborative Consumption
(2024)
This thesis investigates the driving factors that influence consumer adoption of collaborative consumption models, specifically product rental and secondhand purchase of consumer durables. It aims to identify the differences and similarities between the two concepts, and to gain further insight into the factors that influence consumers' intentions to engage in secondhand purchasing and rental of consumer durables. Using the Theory of Planned Behavior, the thesis contributes to the understanding of how the importance of ownership, trend affinity and the desire for flexibility influence consumers' attitudes and subsequently their intention to buy secondhand or rent. This was done by conducting a comparative analysis of the two concepts by using linear and multiple regression models. In addition, a repeated measures ANOVA assesses the variance in consumer attitudes towards secondhand purchase and renting across different categories of consumer durables.This research confirms that attitudes towards product rental and secondhand purchase significantly impact consumer intentions. Trend affinity plays a contrasting role, positively influencing attitudes towards renting but not towards buying secondhand. Furthermore, product category acts as a moderating factor, influencing the relationship between trend affinity, ownership importance and consumer attitudes in product rental but not in buying secondhand. The findings suggest that secondhand purchase is already widely adopted, while there is still potential to increase the adoption of rental options for consumer durables. Therefore, the thesis not only provides information on the role of the identified influencing factors on consumer adoption, but also provides insights for marketers to tailor strategies that promote the adoption of collaborative consumption models.
Diese Studie untersucht den Einfluss von elektronischem Word-of-Mouth (eWOM) auf die Hotel-Buchungsabsicht von österreichischen Reisenden und die dazugehörigen Determinanten, die zu dieser Beeinflussung beitragen. Dazu wird das Information Acceptance Model als konzeptioneller Rahmen eingesetzt, welches sowohl Eigenschaften der eWOM-Information als auch Verhaltenseigenschaften der eWOM-Leser*innen miteinbezieht. Die Analyse stützt sich auf eine umfassende Literaturübersicht zu eWOM und dessen Bedeutung als Informationsquelle für Verbraucher*innen. Forschungsergebnisse zeigen, dass eWOM und insbesondere Online-Bewertungen, einen erheblichen Einfluss auf die Buchungsabsicht haben. Die Studie zielt darauf ab, bestehende Einschränkungen in der Forschung in Hinblick auf geografische und kulturelle Unterschiede zu überwinden. Während bisherige Studien hauptsächlich auf Regionen mit niedriger Unsicherheitsvermeidung fokussiert waren, widmet sich diese Arbeit Österreich, das durch eine hohe Unsicherheitsvermeidung geprägt ist. Die empirische Analyse stützt sich auf eine quantitative Online-Befragung von 1396 österreichischen Einwohner*innen und anschließende lineare Regressionen, um die aufgestellten Hypothesen zu überprüfen. Die Ergebnisse bestätigen den signifikanten positiven Einfluss von Online-Bewertungen auf die Hotel-Buchungsabsicht und verdeutlichen die Bedeutung von Informationsqualität, -glaubwürdigkeit, -bedarf, -nützlichkeit und -annahme für die österreichische Bevölkerung. Weiters kann bestätigt werden, dass die Testung des eingesetzten Modells in einem differierenden Kontext neue wissenschaftliche Erkenntnisse gebracht hat und somit zur weiteren Validierung des Information Acceptance Models beiträgt.
Einfluss von sozialem Kapital auf die Effektivität von Social Selling im B2B-Dienstleistungsvertrieb
(2024)
Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss des sozialen Kapitals auf die Effektivität von Social Selling im B2B-Dienstleistungsvertrieb – ein Bereich, der durch die rapide digitale Transformation und die steigende Bedeutung sozialer Netzwerke für geschäftliche Interaktionen zunehmend an Relevanz gewinnt. Basierend auf den theoretischen Konzepten von sozialem Kapital, insbesondere den Arbeiten von Robert D. Putnam und Nahapiet und Ghoshal, sowie den Praktiken des Social Selling, zielt diese Arbeit darauf ab, ein tieferes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen individuellem sozialem Kapital von Vertriebsmitarbeiter*innen und der Effektivität ihrer Social Selling Strategien im B2B-Kontext zu entwickeln. Durch eine umfassende Literaturrecherche und die anschließende empirische Untersuchung mittels einer quantitativen Umfrage wurden Daten zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen gesammelt. Diese bezogen sich auf die strukturelle, relationale und kognitive Dimension des sozialen Kapitals und deren Einfluss auf Social Selling. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das soziale Kapital, insbesondere in seinen relationalen und kognitiven Dimensionen, eine signifikante Rolle für den Erfolg von Social Selling Strategien spielt, indem es den Aufbau und die Pflege von Kundenbeziehungen fördert und somit zu verbesserten Vertriebsergebnissen führt. Trotz der erzielten Erkenntnisse unterliegt diese Forschung gewissen Limitationen, insbesondere bezüglich der Stichprobengröße und Generalisierbarkeit der Ergebnisse auf andere Sektoren oder den B2C-Bereich. Zudem weisen die schnelle Evolution digitaler Marketingstrategien und die dynamische Natur sozialer Netzwerke auf die Notwendigkeit hin, die Forschung kontinuierlich anzupassen und weiterzuführen. Diese Arbeit schließt mit der Empfehlung, zukünftige Forschungen zu erweitern, um ein noch umfassenderes Verständnis der Zusammenhänge zwischen sozialem Kapital und Social Selling zu erlangen und die Praktiken des Social Selling im Licht neuer technologischer Entwicklungen und Marktbedingungen weiter zu optimieren.
Podcast-Werbung
(2024)
Der Aufstieg des Podcasts als Medium für Kommunikation und Unterhaltung hat in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erregt und wird weiterhin stark von einem breiten Publikum genutzt. Unternehmen erkennen zunehmend die Chance, durch Podcast-Werbung neue Zielgruppen zu erreichen und ihr Geschäftswachstum zu fordern. Podcasts bieten nicht nur eine breite Reichweite, sondern ermöglichen es auch, Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen, insbesondere durch die einzigartige Beziehung, die Hörer*innen oft zu Moderator*innen aufbauen. Diese Verbindungeröffnet neue Möglichkeiten für Werbetreibende, ihre Botschaften auf eine authentische und engagierte Weise zu präsentieren. Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss von Host-Read Ads, also Werbebotschaften, die von Moderator*innen persönlich präsentiert werden, auf die Kaufabsicht von Hörer*innen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese spezifische Form der Podcast-Werbung die Bereitschaft der Hörer*innen zum Kauf beeinflusst. Durch eine umfassende Analyse und empirische Untersuchung dieses Themas wird angestrebt, neue Erkenntnisse zu generieren, die nicht nur für die akademische Forschung, sondern auch für die Praxis der Podcast-Werbung von Bedeutung sind. Die Ergebnisse dieser Arbeit liefern Einblicke, wie Werbetreibende die einzigartigen Merkmale von Podcasts, insbesondere die Rolle der Hosts, nutzen können, um die Kaufabsicht potenzieller Kund*innen zu steigern.
Subscription services are a fundamental way of shopping nowadays, primarily through well-known service providers such as Netflix or Spotify. In recent years, many companies have implemented this revenue model in their way of doing business. The cosmetics industry is one of many that offer a great variety of products through such services. The goal for this study was to find out what drives or hinders people from adopting such services for cosmetic products. Therefore, several hypotheses were stated which could be researched through this study. A quantitative approach was used, along with an online questionnaire, to carry out this study. With this method, 506 respondents participated in the study. The data was then analyzed through a multiple regression analysis. The results reveal several factors that influence consumers’ intention to adopt such services in the cosmetics industry. Consumer Innovativeness, Convenience, and Value for money positively influence people's intention to adopt such services. At the same time, Tradition barrier and Perceived risk negatively influence people's intention to adopt subscription services.
Einflussfaktoren von Digital Content auf die positive Markenwahrnehmung von FinTech-Unternehmen
(2024)
Die wachsende Bedeutung der FinTech-Branche verstärkt die Wettbewerbsintensität und erfordert differenzierte Marketingstrategien. Charakteristisch für diese Branche ist die Wichtigkeit von Vertrauensbildung und damit verbunden, die Markenwahrnehmung von FinTech-Unternehmen. Ein bewährtes Tool, um das Vertrauen der Zielgruppe zu gewinnen, ist das Digital Content Marketing, welches sich hauptsächlich durch die Erstellung und Verbreitung von Digital Content kennzeichnet. Dabei fehlt die wissenschaftliche Betrachtung von einzelnen Branchen, wie der FinTech-Industrie, und die Sicht der Kund*innen. Daraus ergibt sich folgende Forschungsfrage: Welche Faktoren von Digital Content beeinflussen die Markenwahrnehmung von FinTech-Unternehmen aus Kund*innen-Sicht positiv? Um diese zu beantworten, wurde eine quantitative Online-Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse bestätigen den signifikanten und positiven Einfluss des wahrgenommenen informativen, unterhaltsamen und sozialen Wertes sowie der empfundenen Authentizität und Einzigartigkeit von digitalen Inhalten auf die Markenwahrnehmung von FinTech-Unternehmen. Darüber hinaus konnte ein positiver Zusammenhang zwischen der gesteigerten Markenwahrnehmung und einer erhöhten Nutzungsabsicht von FinTech-Services festgestellt werden, welcher die Relevanz von Digital Content Marketingmaßnahmen aus monetärer Sicht bestätigt. Aus diesen Erkenntnissen erschließen sich für FinTech-Unternehmen wichtige Faktoren, die sie bei der Erstellung zukünftiger Inhalte berücksichtigen sollten, um ihre Markenwahrnehmung zu verbessern.
Im Zeitalter der digitalen Transformation und der zunehmenden Automatisierung hat die Integration von Chatbots in den Kund*innenservice von Unternehmen erheblich an Bedeutung gewonnen. Die vorliegende Masterarbeit untersucht den strategischen Einsatz von Chatbots in Unternehmen zur Verbesserung der Kund*innenerfahrung, wobei ein besonderer Fokus auf der Steigerung der Kundenzufriedenheit liegt. Chatbots werden bereits von einer Vielzahl an Unternehmen in der Kund*innenkommunikation eingesetzt. Daher ist es relevant, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ziele sowie die mit dem Einsatz von Chatbots verbundenen Chancen und Herausforderungen zu betrachten. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen gegeben. Die zentrale Frage ist, wie Unternehmen Chatbots geschickt einsetzen können, um die Kund*innenzufriedenheit steigern zu können. In Anbetracht der Neuheit der künstlichen Intelligenz in der Gesellschaft, adressiert diese Forschung die bedeutende Lücke im Verständnis der Dynamik der Chatbot-Implementierung zur Steigerung der Kund*innenerfahrung. Die Forschungsfrage wird mit zwei Ansätzen beantwortet. Der erste ist die Literaturrecherche, die sich auf das Grundwissen über Chatbots, Chatbot-Technologie, Big Data und Kund*innenzufriedenheit konzentriert. Im zweiten Teil dieser Masterarbeit wird ein semi-strukturiertes Interview mit Chatbot-Nutzer*innen durchgeführt. Aus den Antworten der Interviewpartner*innen ergeben sich interessante Einblicke in die Kund*innenzufriedenheit und wichtige Aspekte, die bei der Chatbot-Implementierung in einem Unternehmen von Bedeutung sind.
Die zunehmende Relevanz von Online Werbung, vor allem im mobilen Bereich, wirft Fragen zur Optimierung der Wirksamkeit von Anzeigen im Google Displaynetzwerk auf. Angesichts der Tatsache, dass ein großer Anteil der Klicks unbeabsichtigt erfolgt, lenkt diese Arbeit ihr Augenmerk auf folgende Forschungsfrage: Welche Faktoren beeinflussen die Klickintention von mobilen Google Displayanzeigen positiv? Mittels einer quantitativen Online-Befragung mit 420 Teilnehmer*innen wurden verschiedene aus der Literatur herausgearbeitete Einflussfaktoren auf die Klickintention untersucht, wobei die Einstellung als möglicher Mediator betrachtet wurde. Zusätzlich wurden Einflussfaktoren für die Nützlichkeit miteinbezogen. In diesem Kontext muss auch kurz die Aufmerksamkeit als Voraussetzung für alle Marketingbemühungen genannt werden. Signifikante Zusammenhänge bestätigen die Annahmen aus der Literatur, dass wahrgenommene Unterhaltsamkeit, Relevanz / Nützlichkeit, Glaubwürdigkeit und emotionale Ansprache Einflussfaktoren auf die Klickintention darstellen. Die Einstellung trägt als Mediator zum Einfluss auf die Klickintention bei. Besonders hervorzuheben ist der starke Zusammenhang zwischen Relevanz / Nützlichkeit und Klickintention. Die Klickintention wird durch eine Steigerung der wahrgenommenen Relevanz / Nützlichkeit signifikant erhöht, was die Bedeutung maßgeschneiderter und nützlicher Werbebotschaften unterstreicht. Des Weiteren wurde bestätigt, dass Rabatte als nützlich wahrgenommen werden. Personalisierung, Lokalisierung und Zeitpunkt wurden von den befragten Personen hingegen nicht als nützlich empfunden. Die Ergebnisse bieten eine Grundlage für zukünftige Forschungsarbeiten und gewähren wertvolle Einblicke für Werbetreibende, um effektive Strategien zur Steigerung der Klickintention zu entwickeln.
Die Andritz AG hat ihren Firmensitz im Norden von Graz und ist mit etwa 29.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das größte Unternehmen in der Steiermark. Der global agierende Konzern produziert und serviciert Anlagen für Kundinnen und Kunden in verschiedensten Industrien und Branchen im Firmenkundenbereich. Gegenstand dieser Arbeit ist die Erstellung eines Konzeptes zur Neukundinnen- und Neukunden Akquise im Servicemanagement für Fließbetttrockner-Anlagen. Diese Anlagen trocknen verschiedenste Stoffe in einem industriellen Produktionsprozess. Um einen klaren Fokus zu setzen, liegt dieser ausschließlich in der chemischen Industrie in Deutschland. Ausgehend von der Ausgangssituation dieses Forschungsunterfangens, ergab sich ein Potential am Markt, welches von der Andritz AG aus Mangel an Marktwissen und internen Prozessen, nicht genutzt werden kann. Somit steht die Servicierung bestehender Anlagen am Markt im Mittelpunkt und nicht der Vertrieb neuer Anlagen. Zu Beginn der Arbeit wird das relevante theoretische Wissen über die Teilbereiche des Systemgütervertriebes, das Servicemanagement sowie die Neukundinnen- und Neukundenakquise erarbeitet, um dieses im Zuge einer Marktforschung anwenden zu können. Es wurden insgesamt 16 Expertinnen- und Experteninterviews durchgeführt, um die Meinungen und Präferenzen zum Servicemanagement von Fließbett-trocknern und deren Akquise zu erheben. Das herausgearbeitete Wissen durch die Marktforschung wird mit den Erkenntnissen der Situationsanalyse zusammengeführt, um im letzten Schritt das konkrete Konzept zur Neukundinnen- und Neukundenakquise entwickeln zu können. Hier wird ein bestehendes Konzept aus der Literatur auf den konkreten Fall der Andritz AG angewandt. Im Rahmen dessen, konnten spezifische Ziele, Strategien, Maß-nahmen, ein Kostenvoranschlag, sowie passende Schritte zur Kontrolle des Erfolges entwickelt werden. Abschließend werden weitere Handlungsempfehlungen für die Andritz AG, auf Basis der im Rahmen dieser Arbeit gewonnen Erkenntnisse, bereitgestellt.
Das Einkaufsverhalten im B2C Fashion Sektor hat sich in den letzten Jahren in einem dynamischen Tempo gewandelt, was maßgeblich durch verschiedene externe Faktoren beeinflusst wurde. Besonders prägend war die Corona Pandemie, die nicht nur die Art und Weise, wie Verbraucher*innen Kleidung kaufen, drastisch veränderte, sondern auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den Kopf stellte. In dieser Zeit haben viele Kund*innen den Komfort des Online-Shoppings entdeckt, während stationäre Geschäfte mit erheblichen Umsatzrückgängen konfrontiert waren. Gleichzeitig haben wirtschaftliche Veränderungen, wie Inflation und sich verändernde Konsumgewohnheiten, die Anforderungen der Verbraucher*innen an Produkte und Dienstleistungen weiterentwickelt. In diesem Kontext stehen Fashion-Anbieter*innen vor der Herausforderung, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen und ihre Geschäftsmodelle zu überdenken. Mit diesem Hintergrund entwickelt diese Arbeit ein Geschäftsmodell für B2C Fashion Anbieter*innen, dass die Integration einer Omnichannel-Strategie in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist es, ein theoretisch fundiertes und gleichzeitig praxisnahes Modell zu erstellen, das die aktuellen Anforderungen und Trends der Branche berücksichtigt. Eine Omnichannel-Strategie ermöglicht es Unternehmen, ihre Kund*innen über verschiedene Vertriebskanäle hinweg anzusprechen und ein nahtloses Einkaufserlebnis zu bieten. Dies ist besonders wichtig in einer Zeit, in der Konsumenten erwarten, jederzeit und überall auf Produkte zugreifen zu können, ohne dabei an Qualität oder Benutzerfreundlichkeit einzubüßen. Zur Sicherstellung der Praxistauglichkeit dieses Modells wurden umfangreiche Umfragen unter Endkund*innen durchgeführt, um deren Erwartungen, Wünsche und Verhaltensweisen zu analysieren. Diese quantitativen Daten wurden durch qualitative Gespräche mit Experten*innen der Modebranche und des E-Commerce ergänzt. Diese Fachleute brachten wertvolle Einblicke und Erfahrungswerte ein, die es ermöglichten, die Dynamiken und Herausforderungen des Marktes besser zu verstehen. Die Kombination aus Kundenfeedback und Expertenmeinungen führte zu einer gründlichen Überarbeitung und Verfeinerung des ursprünglichen Modells, sodass es den realen Gegebenheiten und Bedürfnissen der Branche gerecht wird. Das Ergebnis dieser umfassenden Analyse und Entwicklung ist ein praxisorientiertes Geschäftsmodell für B2C Fashion Anbieter*innen, das konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Stärkung der langfristigen Kundenbindung bietet. Dieses Modell präsentiert klar strukturierte Wege, wie Modeunternehmen in einem zunehmend komplexen und digitalen Marktumfeld erfolgreich agieren können. Es umfasst Ansätze zur Optimierung der Marketingstrategien, zur Effizienzsteigerung in der Logistik und zum Aufbau einer effektiven Omnichannel-Präsenz, die alle darauf abzielen, die Kundenerfahrung zu maximieren und die Marke nachhaltig zu stärken. Darüber hinaus berücksichtigt das entwickelte Modell die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anpassung an Marktveränderungen. Es bietet Handlungsempfehlungen für Unternehmen, um ihre Strategien regelmäßig zu überprüfen und anzupassen, was in der schnelllebigen Modebranche unerlässlich ist. Die Implementierung dieser Maßnahmen ermöglicht es den Unternehmen, nicht nur kurzfristige Erfolge zu erzielen, sondern auch eine stabile Basis für langfristiges Wachstum und eine starke Markenbindung zu schaffen. In einer Zeit, in der die Konkurrenz ständig wächst und die Verbraucher*innen immer anspruchsvoller werden, ist dieses Geschäftsmodell eine wertvolle Ressource für B2C Fashion Anbieter*innen*innen, die im digitalen Zeitalter erfolgreich sein wollen.
This study intends to examine the impact of mobile marketing and content marketing – specifically user generated content (UGC) – on the consumer buying intention on young social media users in Austria. The goal of this study is to understand the role of user generated content during the customer journey, particularly during the purchasing process. Employing a quantitative approach data was collected from a sample of 389 young social media users aged between 16 and 44 in Austria through an online questionnaire. Multiple linear regression analysis was conducted to examine the impact of trustworthiness, valence, information richness and quality on the purchase intention. The findings reveal that all four variables have a statistically significant positive impact on the purchase intention. Information richness and quality exert the greatest influence on the purchase intention, followed by valence and trustworthiness, which have comparatively lesser impact in that order.
Der Einfluss von User-generated Content und Firm-generated Content auf die digitale Kaufabsicht
(2023)
Die sozialen Medien haben sich zu einem elementaren Bestandteil jeder Kommunikationsstrategie entwickelt und die Interaktion und Vernetzung mit und zwischen Nutzer*innen neu definiert. User-generated Content spiegelt den Kerngedanken der sozialen Netzwerke wider und gewinnt gegenüber Firmgenerated Content zunehmend an Relevanz. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage wie sich der Content-Typ (User-generated Content versus Firm-generated Content) auf die digitale Kaufabsicht von Naturkosmetikartikeln in der Altersgruppe Millennials (25 – 34 Jahre) auswirkt. Hierzu wird eine experimentelle Studie am Beispiel der Social-Media-Plattform Instagram durchgeführt. Potenzielle Einflussfaktoren wurden mittels Einbeziehung der Mediatoren Informationsgehalt, Vertrauenswürdigkeit, Objektivität,Risikominimierung und Absicht zur Informationsweitergabe in die Messung mit aufgenommen. Die Ergebnisse der Studie führten zu einer Annahme der H0-Hypothese. Es konnte kein Einfluss des Content-Typs auf die digitale Kaufabsicht nachgewiesen werden.
Fast fashion is an industry that contributes to overconsumption and a throwaway culture. This not only creates social problems, such as worrying working conditions in the pro-duction phase. The excessive consumption of textiles and fashion in particular also contributes significantly to environmental concerns. One possible countermeasure to this trend is access-based consumption. Here, items of clothing are rented out for use for a certain period of time, increasing the utility rate and lifespan of the clothing compared to clothing owned by consumers. This conserves resources, reduces waste, and reduces emissions. Purpose: This study examines the influence of consumer values and consumer perceived readiness on consumers’ use intentions regarding access-based consumption. Furthermore, attitude and subjective norm are included in the analysis. This adds significant insights to the existing literature on the motivations for this consumer behavior. Method: A quantitative research approach was chosen for this study. An online questionnaire was used to collect the needed data. After the data cleaning process was completed, a total of 366 questionnaires could be used for the analysis. Multiple linear regression was used to test the impact. Conclusion: The results of the study show that consumer values have an impact on attitude and subjective norm. Attitude, in turn, has an influence on consumer perceived readiness and use in-tention. The influence of subjective norm on the intention to use these services was also con-firmed. An influence of subjective norm on consumer perceived readiness and of readiness on use intention could not be confirmed.
Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen zeigt sich besonders im Bereich zugangsbasierter Nutzungsmodelle – sogenannten Access-based Services (ABS). Konsument*innen erhalten Zugang zu diversen Gütern und Dienstleistungen, ohne diese zu besitzen, und tragen somit zur übergeordneten Sharing Economy bei. Nachhaltiges Konsumbewusstsein lässt sich seit einigen Jahren vor allem durch die vermehrte Nutzung von Secondhand-Mode und einem bewussteren Kaufverhalten besonders in der Textilbranche, erkennen. Die Textilbranche, als Unterkategorie der Textilindustrie, zählt zu den größten Umweltverschmutzern weltweit und trägt durch diverse unethische Geschäftspraktiken maßgeblich zu den negativen Auswirkungen auf Umwelt und Mensch bei. Durch das allgemein zunehmende Bewusstsein für Nachhaltigkeitsthemen steigt die Anzahl an Anbietern von Access-based Services in der Textilbranche kontinuierlich, aber schleichend. Die Fast-Fashion-Industrie, die immer schneller und billiger Mode produziert, wirkt dem nachhaltigen Modell erheblich entgegen. Konsument*innen greifen stets auf die in Massen und zu menschenunwürdigen Bedingungen produzierten Mode- und Bekleidungsartikel zurück. Günstige Preise, schnelle Verfügbarkeit, eine große Auswahl und vor allem häufig wechselnde Kollektionen sowohl stationär als auch online gehören dabei zu den Hauptgründen. Um eine konsument*innenseitige Adoption von Access-based Services in der Textilbranche für die breite Masse umzusetzen und das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus zu rücken, beleuchtet diese Arbeit relevante Faktoren im Zuge der potenziellen Adoption. Es gilt herauszufinden, welche Nachhaltigkeitsaspekte für Konsument*innen bei der Nutzung von Access-based Services im Textilbereich eine Rolle spielen. Die Ergebnisse dieser qualitativen Studie bieten eine fundierte Basis für zukünftige Veränderungen, speziell für ABS-Anbieter.
Aufgrund der großen Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen, den stetig steigenden Alter der Bevölkerung und dem zunehmenden Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil sowie dem Wachstum der Angebote durch Ambulatorien und niedergelassene Physiotherapeut*innen beleuchtet diese Arbeit die strategischen Möglichkeiten in Hinblick auf die Kundenbindung in diesem Bereich.
Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, welchen Stellenwert die Kundenbindung in der Branche der Gesundheitsdienstleistungen einnimmt und mit welchen Maßnahmen diese erreichbar ist. Diese Arbeit soll als Orientierungshilfe für Unternehmen in diesem Marktsegment dienen und die jetzige Situation beleuchten sowie eine Zukunftsvision geben, welche Herausforderungen auf die in dieser Branche arbeitenden Menschen zukommen.
Im Rahmen des theoretischen Teils dieser Arbeit wird dem Phänomen der Kundenbindung auf den Grund gegangen und etwaige Einflussfaktoren näher beleuchtet. Ebenso werden strategische Maßnahmen geschildert, welche positiven Einfluss auf die Zufriedenheit sowie die Bindung von Kund*innen haben. Die empirischen Daten sind auf zehn geführte Experteninterviews zurückzuführen und können in vier Themenblöcke aufgeteilt werden: Die strategische Ausrichtung der Unternehmen, die Dienstleistungsqualität und dessen Einfluss auf die Zufriedenheit sowie Bindung der Kund*innen, die aktuell eingesetzten Maßnahmen für Kundenbindung sowie eine Zukunftsaussicht der Branche.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Kundenbindung in der Physiotherapie nur über Zufriedenheit der Kund*innen erreichbar ist. Diese wiederum entsteht vor allem durch die Aufklärungsarbeit der Therapeut*innen, wobei die Kommunikation zwischen Dienstleister*in und Kund*in eine primäre Rolle einnimmt. Dennoch darf das Grundziel der Physiotherapie nicht außer Acht gelassen werden, die Genesung der Patient*innen. Aus diesem Grund hat die rein wirtschaftliche Kundenbindung nicht die oberste Priorität in dieser Branche.
Eine höhere Priorität wird den Empfehlungen der Kund*innen bzw. der Mund-zu-Mund-Propaganda zugeschrieben. Zu diesem Thema besteht weiterer Forschungsbedarf.
RETTER Sports is a Graz-based travel agency specialized in selling active andadventure vacations. The travel agency on Conrad-von-Hötzendorf-Straße hasbeen existing since 2002 and was not only renamed during a complete restructuringin 2021, but also expanded to include additional types of sports and thus, new targetgroups. This undertaking is a challenge, because it is necessary to reposition thecompany and establish the new brand RETTER Sports in the niche of active andadventure travel. In order to achieve this goal, a strategic and target group-orientedcommunication is required, that reaches the target group exactly then, when theyare looking for vacation inspiration. One communication tool that has become as animportant platform for travel content in recent years is social media. Hence, this thesis focuses on the development of a social media communication concept to increase the brand awareness of RETTER Sports in the active and adventure travel niche.The first part of this thesis provides a theoretical basis. After giving insight into the niche and the target group, theoretical definitions of social media platforms, their interaction with tourism, social media marketing, as well as opportunities and risks for companies are presented. Subsequently, the concept of brand awareness is discussed in more detail. The theoretical part of this thesis concludes with a chapter on the development of communication concepts, which includes the strategic and operational content of the concept as well as areas of application.The second, practical part opens with an analysis of the RETTER Sports company, which not only evaluates its current social media presence, but also takes a closer look at its strengths, weaknesses, opportunities and current challenges. The primary study shows that the target group has a strong preference towards active and adventure vacations, but also harbors prejudices against travel agencies, which the company must counteract through the right communication in order to achieve sustainable brand awareness. After developing the strategy for the concept, further measures, content and budget planning as well as key figures for controlling are proposed. The concluding chapter provides recommendations for the company.
Saturated markets, especially in the food industry with a large number of competitorsand big players make it a highly competitive environment, particularly for start-ups. In order to be able to settle within the market and gain strength, it is necessary to have a unique selling proposition and competitive advantages to differentiate. Ingredient Branding offers this kind of advantage and is defined as the targeted marketing of aparticular component/ingredient of an end product. The aim of this thesis is to provide a guideline for the food start-up Spirulix to use ingredient branding to their advantage together with the already existing branding strategy. It should therefore identify success factors, possible risks, and general effects of the concept on the brand image. To answer the research questions qualitative research was carried out, interviewing food start-ups already using ingredient branding as a strategy. In total eleven interviews have been conducted with persons in charge of ingredient branding resulting in the position of either head of marketing, CEO, or founder. The research results revealed the following success factors: choice of partners, quality, competitive advantages, communication, and brand orientation. Furthermore, the risks for the ingredient brand described in the literature have been confirmed throughout the interviews, namely loss of control and negative spillover effects. Anyways, theinterviews could not prove the effects on the brand, as nearly no start-up made a market research or panel survey due to low budgets and a lack in personnel resources. In summary the literature research and the interviews point out the potential of ingredient branding for food start-ups and highlighted the positive impact it offers for start-ups in a highly competitive market.
SMEs are the backbone of the Austrian economy, and most startups are SMEs. The European Commission strives to support SMEs to establish and do business cross-borders since it generates a direct impact on the GDP, value chain, and economic growth. Likewise, important Austrian players in the business ecosystem, such as the Science Park Graz, endeavor with the shared goal of supporting the national companies to grow and thrive. However, the SPG does not have a defined model for supporting the incubated startups to grow into foreign markets, which justifies this master’s thesis objective: to develop a model for a high-technology incubator company to adopt and provide consulting services to startups aiming to do business abroad. First, is executed intense theoretical research to obtain a literature basis and to de-velop a theoretical service design model based on the key factors raised. Second, the theoretical model proposed and the key factors found are utilized as guides to the practical research, in which 14 semi-structured individual interviews were real-ised. The information requirement was to analyse the needs of Austrian startups growing cross-borders that could be addressed by the SPG’s service model, and this outcome is reached through the qualitative research, in addition to understand-ing the services provided by each one of the four main institutions in Austrian eco-system, along the international market development process studied. In conclusion, the service design model proposed is appropriate and covers the main facts that emerged from literature research and the needs of startups inter-viewed. Moreover, it is emphasised the proposal that SPG should be positioning itself as the expert in startups development, supporting the incubated startups to find and validate product-market fit into foreign markets. Besides this, it is recom-mended to invest in the internal and external network, to be able to provide services related to Legal, Talent hiring, and lessons learned from Austrian startups doing business abroad.
Internationally integrated omnichannel communications concept for B&R Industrial Automation GmbH
(2020)
The Austrian company B&R Industrial Automation GmbH, which is internationally doing business in the industrial goods sector, faces the problem that lead generation and qualification do not follow a strategically predefined process. In order to solve this challenge, an internationally integrated mar-keting communications concept for improving qualified lead generation was created within the framework of this master thesis. Firstly, an extensive literature review was conducted, focussing on gathering state-of-the-art information about the theme areas connected to that overall topic. Complementing the findings and insights from the current literature status quo, the implementation by comparable companies in reality was reviewed by conducting expert interviews in terms of the field research. With experienced employees from the marketing department in international industrial goods companies being the target group, insights indicated that integrated omnichannel communications and optimized lead management are considered to very different degrees in the sector. Ranging from best case companies to late developer firms, the sector is still rather conservative, which underlines the relevance of this topic for generating competitive advantages on the market. Based on the findings, the concept was then developed. Starting off with a secondary analysis of the marketing communications channels of B&R and three main competitors, improving the qualification of generated leads was defined as the main goal. With the target groups being clustered by subsector and position in the buying centre, campaigning as the central strategy for the channel deployment was selected. As research indicated the importance of trade fairs, the approach is putting these events in the centre of the campaign arrangement. By intensifying the usage of already existing channels as well as introducing new instruments and measures, all being aligned and coordinated through the integrated omnichannel approach, existing potential may be exploited profoundly. Against this backdrop, marketing automation builds the connection between communications and lead management. Additionally, a mixture of lead grading and scoring was planned in order to track the position of the generated leads in the funnel and highlight the perfect handover point. With KPIs being defined for each channel and measure specifically, comprehensive success monitoring was established. In the first phase, the concept focusses on the main fairs for B&R throughout the year due to the time horizon for adop-tion and set up of alterations, but after an amortisation phase, the concept may be implemented full-scale and for each international fair.
This study dives into the communication strategies and cultural adaptation processes of medium-sized and large companies in Austria operating on the American market. Acknowledging the significance of cultural sensitivity in global business, this study examines how Austrian companies navigate the challenges in intercultural communication to ensure a successful market entry and sustainable growth in the United States.Using a mixed-method approach, the study combines qualitative interviews with quantitative surveys to give a comprehensive analysis of the challenges and strategies employed by companies in Austria which operate on the American market. The adoption of communication methods and the influence of cultural factors on company practices are the main topic of the survey, which was completed by 31 participants from a variety of business sectors. The qualitative interviews with 6 participants explore personal experiences, obstacles, and success factors in cross-cultural encounters in greater depth. The findings underscore the significance of cultural awareness and the implementation of customized communication challenges and overcoming potential obstacles within the American market. To effectively manage the complexities of market entry, Austrian companies place a strong emphasis on the need for adaptability, open-mindedness, and a detailed understanding of American business culture. The research highlights the role of effective cross-cultural communication in building trust, credibility, and longterm relationships with American business partners and customers. By providing valuable insights and recommendations for Austrian businesses seeking to enter the American market, this study contributes to the existing literature on international business and cross-cultural communication. It further emphasizes the necessity of cultural adaptation and the strategic alignment of communication practices with the cultural nuances of the target market to achieve success in a global environment.
Die voranschreitende Digitalisierung im E-Commerce bietet Unternehmen innovative Möglichkeiten, die Kundeninteraktion zu gestalten und zu intensivieren. In diesem dynamischen Umfeld hat sich Augmented Reality (AR) als Schlüsseltechnologie in der Vorkaufphase der Online Customer Journey im Fashion E-Commerce etabliert. Diese Masterarbeit widmet sich der Erforschung des Einflusses von AR auf das Konsumentenverhalten und deren Erfolgsfaktoren und legt dar, wie AR die Vorkaufphase durch immersive Produkterlebnisse bereichert. Der Einsatz von AR ermöglicht es den Kund*innen, Produkte in einem personalisierten Kontext zu visualisieren, was zu einer verbesserten Produktwahrnehmung und einer gesteigerten emotionalen Bindung fuhren kann. Diese Technologie adressiert nicht nur die visuellen und informativen Bedürfnisse der Kund*innen, sondern bietet auch eine innovative Plattform, um Interaktion und Engagement zu steigern. Unternehmen können durch AR eine differenzierte Customer Experience schaffen, welche die Kaufentscheidung positiv beeinflussen und die Conversion Rate, die Relation zwischen Adressat*innen einer Aktion und einem Abschluss der Aktion durch die Handlung der Nutzer*innen, erhöhen kann (Deges, 2020, S. 211).Das zentrale Ziel dieser Arbeit ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie AR die Kundenbindung und die Markenwahrnehmung in den frühen Phasen der Customer Journey beeinflusst und zu weiterem Erfolg führt. Dieses Verständnis ist entscheidend für Unternehmen, die eine Strategie zur Integration von AR in ihre Online-Plattformen entwickeln mochten. Durch die Analyse von Konsumentendaten und -verhalten soll herausgestellt werden, welche Aspekte von AR am effektivsten zur Steigerung der Benutzerfreundlichkeit und somit zur Verbesserung der gesamten Kundenerfahrung beitragen. Die Erkenntnisse dieser Arbeit bieten praktische Einblicke für Unternehmen, um gezielte Investitionen in Technologien vorzunehmen, die nicht nur die Customer Experience optimieren, sondern auch einen Wettbewerbsvorteil im schnelllebigen Sektor des Fashion E-Commerce sichern.
Die vorliegende Masterarbeit adressiert eine Forschungslücke im Bereich der genderspezifischen Unterschiede bezüglich treibender Kaufentscheidungsfaktoren auf E-Commerce-Websites. Bisherige Studien konzentrierten sich primär auf allgemeine Einflussfaktoren ohne spezifischen Gender-Fokus und vernachlässigten zudem einen Schwerpunkt auf limitierte und extensive Kaufentscheidungen. Ziel dieser Arbeit ist es daher, unter Berücksichtigung von limitiertem und extensivem Kaufverhalten, entscheidende Faktoren zu identifizieren, die Männer und Frauen auf E-Commerce-Websites bei ihren Kaufentscheidungen beeinflussen. Die zentrale Forschungsfrage dieser Masterarbeit lautet demnach: „Welche Faktoren beeinflussen Männer und Frauen bei E-Commerce-Kaufentscheidungen, die einem limitierten und extensiven Kaufverhalten zugrunde liegen?“. Um dieser Frage nachzugehen, wurde ein quantitatives Untersuchungsdesign in Form einer Online-Befragung angewandt, die sich gezielt an 18- bis 34-jährige in Österreich wohnhafter Personen richtete. Die Ergebnisse der quantitativen Studie zeigen teilweise Gemeinsamkeiten in den Kaufentscheidungsfaktoren, insbesondere in Bezug auf Vertrauen und Sicherheit sowie den Preis. Jedoch lassen sich auch Unterschiede in den Präferenzen bestimmter Faktoren, wie Bewertungen und Rezensionen sowie dem Contentformat Multimedia, feststellen. Diese Erkenntnisse bieten einen Einblick in die komplexen Dynamiken, die die Kaufentscheidungen von Männern und Frauen im E-Commerce beeinflussen. Die vorliegende Arbeit trägt somit nicht nur zur Schließung der Forschungslücke bei, sondern liefert auch relevante Erkenntnisse für Unternehmen, die ihre Marketing-Strategien und -Maßnahmen auf genderspezifische Präferenzen abstimmen möchten, insbesondere, wenn es sich dabei um einen Online-Kontext handelt.
Die vorliegende Masterarbeit untersuchte die Bedeutung von Corporate Social Responsibility (CSR) für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und ihren Geschäftspartnern im B2B-Bereich. Die Daten wurden mittels einer Online-Umfrage und eines vordefinierten Fragebogens gesammelt und anschließend durch Reliabilitätsanalysen, Korrelationsanalysen und lineare Regressionen statistisch ausgewertet. Die Analyse zeigt, dass CSR einen maßgeblichen Einfluss auf Einstellungen und Verhaltensweisen hat, insbesondere in Bezug auf Umweltschutz, soziale Verantwortung und ethische Ziele. Unterschiede in der Wahrnehmung von CSR basierend auf Geschlecht und Alter zeigen die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen. CSR-Maßnahmen stärken die Zufriedenheit der Geschäftspartner und fördern die langfristige Zusammenarbeit. Die Ergebnisse bestätigen den positiven Einfluss von CSR auf Kund*innenbindung, -zufriedenheit, -vertrauen und Unternehmensreputation. Unternehmen sollten CSR als integralen Bestandteil ihrer Strategie betrachten, transparent kommunizieren und zielgruppenspezifische Ansätze verfolgen. Die Studie liefert theoretische Erkenntnisse sowie praktische Anleitungen für nachhaltige und sozial verantwortliche Geschäftsstrategien im B2B-Bereich, insbesondere im DACH-Raum.
B2B-Unternehmen erkennen die Potenziale von sozialen Medien, stehen jedoch vor Herausforderungen bei der effektiven Anwendung. Aufgrund von Veränderungen in der Kommunikation und des bevorstehenden Generationswechsels in der Berufswelt ist eine sinnvolle Implementierung im B2B Bau- und Konstruktionsbereich unerlässlich. Diese Arbeit untersucht die Potenziale einer Social Media Implementierung für die Kundenkommunikation durch Literaturrecherche und Interviews. Zukünftige Chancen bestehen darin, sich als attraktiver Betrieb im Wettbewerb um qualifizierte Lehrlinge und Mitarbeiter*innen zu positionieren. Die Nutzung von B2C-Kanälen wie Instagram und TikTok wird zunehmend wichtiger, um die Jüngeren zu erreichen und den Fachkräftemangel auszugleichen. Die Künstliche Intelligenz im Kontext von Social Media weist Potenziale auf. Die Ergebnisse dieser Masterarbeit liefern B2B-Unternehmen relevante Erkenntnisse für die künftige Nutzung sozialer Medien.
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in Marketingprozesse und deren Auswirkungen auf die Arbeitsweise in österreichischen Unternehmen. Qualitative Interviews mit Marketingführungskräften und operativtätigen Marketeers lieferten umfassende Einblicke in die Nutzung und Implementierung von KI-Technologien. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass künstliche Intelligenz bereits weitreichend in Marketingprozesse integriert ist und signifikante Effizienzsteigerungen bewirkt. Marketingführungskräfte legen besonderen Wert auf die strategische und langfristige Implementierung von KI. Sie betonen den zunehmenden Einsatz von KI in Bereichen wie Datenanalyse, Kampagnenmanagement und Preisgestaltung und weisen auf die Notwendigkeit neuer Arbeitsrollen hin. Im Gegensatz dazu konzentrieren sich Marketingangestellte auf den operativen Nutzen von KI-Tools wie ChatGPT oder AdCreative sowie auf die Ausweitung der Fähigkeiten im Umgang mit diesen Tools. Die Untersuchung zeigt Unterschiede in den Perspektiven der beiden Gruppen: Führungskräfte verfolgen eine strategische Sichtweise, während Angestellte die praktischen Vorteile betonen. Beide Gruppen erkennen jedoch das Potenzial von KI zur Effizienzsteigerung und zur Automatisierung repetitiver Aufgaben. Die Integration von KI führt zu einer Veränderung der Berufsbilder im Marketing, indem sie die Anforderungen verändert und neue Fähigkeiten verlangt. Des Weiteren zeigt sich, dass trotz der Automatisierung die menschliche Expertise unerlässlich bleibt.
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Personalisierung im Onlinehandel durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Sie untersucht dabei den Einfluss der Einstellung von Kund*innen gegenüber datengetriebener Personalisierung auf die Customer Experience. Die Customer Experience wird aufgrund ihrer Mehrdimensionalität anhand von sieben Faktoren, die sich auch in bestehender Literatur als relevant zeigen, genauer betrachtet. In der Empirie werden diese Einflüsse weiter untersucht, weshalb in der Methodik eine quantitative Forschung gewählt wird. Ein konzeptionelles Modell stellt die vermuteten Einflüsse der Einstellung gegenüber KI-gestützter Personalisierung und den sieben Dimensionen der Customer Experience grafisch dar. Anhand einer Regressionsanalyse konnten statistisch signifikante Ergebnisse erzielt werden. Die Ergebnisse aus der durchgeführten Studie verdeutlichen, dass die Einstellung gegenüber KI-gestützter Personalisierung einen signifikanten Einfluss auf die wahrgenommene Sicherheit, Einzigartigkeit des Angebots und kognitive Freude hat. Ein Einfluss auf die empfundene Kontrolle und die wahrgenommene Convenience kann ebenso nachgewiesen werden, jedoch zeigt sich jener eher als moderat. Die gesamte Untersuchung richtet sich an Betreiber*innen von Onlineshops und Marketing-Manager*innen im E-Commerce, die zunehmend in die Personalisierung und in KI-Anwendungen investieren möchten. Durch die Verknüpfung von Theorie und Empirie zeigt sich, dass sich neben den Chancen für Unternehmen und Kund*innen, wie individuelleren Angeboten, beschleunigten Einkaufsprozessen und durchgehend erreichbaren Kundenservices, ebenso Herausforderungen verbergen. Potenzielle Risiken, wie Bedenken rund um die Sicherheit beim Onlineshoppen und die empfundene Kontrolle, sollten in der Entscheidung über Personalisierungsmaßnahmen jedoch betrachtet werden.
Einfluss von künstlicher Intelligenz-Systeme auf die Qualität von suchmaschinenoptimierten Texten
(2024)
In der sich schnell wandelnden Welt des digitalen Marketings spielt Künstliche Intelligenz (KI) eine zunehmend größere Rolle, auch in der Erstellung von Texten. Obwohl bisherige Studien bereits den Einsatz von KI im Marketing beleuchtet haben, bleibt folgende Frage offen: Welche generative KI bietet die optimalen Voraussetzungen für den Einsatz im spezifischen Kontext der Suchmaschinenoptimierung (SEO)? Diese Arbeit widmet sich der Betrachtung verschiedener KI-Modelle hinsichtlich ihrer Qualität für die Erstellung von suchmaschinenoptimierten Texten, mit einem speziellen Blick die Modelle GPT-4, Jasper.ai und Gemini. In Interviews mit Experten und Expertinnen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung wird besprochen, welcher dieser generativen Chatbots in der Lage ist, den qualitativ hochwertigsten Text zu produzieren. Diese Interviews werden anschließend mithilfe einer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wahl von Gemini zum aktuellen Zeitpunkt die beste ist. Trotzdem wird die die Wichtigkeit der Kombination aus KI-generierten Inhalten und menschlicher Expertise, um die höchste Qualität und Relevanz der Inhalte sicherzustellen, betont.
Appropriately addressing qualified graduates and young professionals of Generation Z and retaining them is a vital competitive advantage of personnel intensive organizations. Due to demographic change and the declining attractiveness of the financial sector, it is becoming increasingly difficult for financial institutions to attract these urgently needed young professionals. This thesis therefore addresses the composition of an employer branding concept for Steiermärkische Bank und Sparkassen AG. The concept focuses in particular on social media communication for Generation Z. The theory part discusses the generations, with a special focus on external employer branding communication for Generation Z. This is followed by a presentation of social media employer branding communication for Generation Z, and a discussion of the general fundamentals of an employer branding concept. Various arguments for a digitally based social media employer branding concept for Generation Z are outlined. In addition, Generation Z is specifically addressed as workforce in the banking sector. In the practical part, social media communication measures of Steiermärkische Bank und Sparkassen AG are analyzed. Moreover, a primary scientific study delivered valuable insights into the employer preferences, the perception, as well as the communication behavior of Generation Z. The findings from literature and the individual analyses have formed the basis for a unified communication concept. Besides concrete measures, the concept also contains recommendations for implementation and monitoring. Ultimately, the concept is intended to support Steiermärkische Bank und Sparkassen AG in presenting itself as an attractive employer for Generation Z on social media.
Angesichts der Erwartungen der Öffentlichkeit an Unternehmen, sich zu gesellschaftlichen Problemstellungen zu positionieren, engagieren sich Unternehmen zunehmend aktiv für soziale Anliegen. Insbesondere die Thematiken der LGBTQAI+ Gemeinschaft haben in den letzten Jahren verstärkt an Aufmerksamkeit gewonnen. Aus diesem Grund betonen Marken ihr Engagement für die Gemeinschaft durch gezielte LGBTQAI+ Brand Activism Kampagnen. Die vermehrte Verwendung solcher Kommunikationsmaßnahmen hat jedoch zu wachsender Skepsis unter den Konsument*innen geführt. Dabei wurde der Brand-Cause Fit als ein Schlüsselfaktor für die Glaubwürdigkeit von Brand Activism-Kampagnen identifiziert. Brand-Cause Fit beschreibt die Stärke der Verbindung zwischen den Kernaktivitäten der Marke und dem in der Kampagne angesprochenem sozialem Anliegen. Bisher war unklar, wie ein Unternehmen einen solchen Fit vermitteln kann, um dadurch die Glaubwürdigkeit seines Engagements zu erhöhen. Das Ziel dieser Arbeit ist es daher Kriterien zu identifizieren, anhand derer Konsument*innen den Brand-Cause Fit bei LGBTQAI+ Brand Activism-Kampagnen beurteilen. Dadurch soll ein besseres Verständnis dafür geschaffen werden, wie Fit aus Sicht der Konsument*innen wahrgenommen wird. Um diese Kriterien zu identifizieren, werden zwei Fokusgruppeninterviews durchgeführt. Während sich die erste Gruppe aus Mitgliedern der LGBTQAI+ Gemeinschaft zusammensetzt, besteht die zweite Gruppe aus Unterstützer*innen der Gemeinschaft. Als Ergebnis haben sich folgende Kriterien herauskristallisiert: Markenführung, wirtschaftliches Umfeld, Zielgruppe, Sorgfalt bei der Umsetzung der Kampagnen, Art der Kampagnengestaltung, Darstellung von Personen sowie der geschaffene Mehrwert für die Gemeinschaft. Diese Erkenntnisse können Manager*innen dabei helfen einzuschätzen, inwiefern bereits eine Übereinstimmung mit den Anliegen der LGBTQAI+ Gemeinschaft besteht und auf welchen Ebenen ein solcher Fit möglicherweise noch etabliert werden muss. Auf Basis der Kriterien können Unternehmen glaubwürdig ein Engagement für die Gemeinschaft aufbauen und das Risiko einer negativen Wahrnehmung oder gar eines Boykotts reduzieren. Zusätzlich zeigen die Ergebnisse, dass ein Brand-Cause Fit im Laufe der Zeit durch die konsequente Einhaltung der identifizierten Kriterien etabliert werden kann.
Bislang wurde keine Studie durchgeführt, um herauszufinden wie sich die drei Aspekte Attraktivität, Vertrauenswürdigkeit und Expertise von physischen und virtuellen Influencer*innen auf das Brand Image von Unternehmen der Kosmetikbranche in Österreich auswirken. Die Forschungsfrage dazu lautet wie folgt: „Kann das Brand Image eines Unternehmens in der Kosmetikbranche in Österreich durch die Nutzung von virtuellen und/oder physischen Influencer*innen gesteigert werden und welche sind die Gründe hierfür?“. Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine quantitative Studie mithilfe einer Online-Umfrage durchgeführt. Für die Analysen der Ergebnisse wurden die Daten von 200 Umfrage-Teilnehmer*innen herangezogen. Diese zeigen, dass ein moderat positiver Zusammenhang zwischen der Attraktivität, Vertrauenswürdigkeit und Expertise von physischen und virtuellen Influencer*innen und dem Brand Image von Unternehmen der Kosmetikbranche in Österreich besteht. Wird somit einer der Aspekte positiver von Nutzer*innen wahrgenommen, so wird auch das Brand Image des Unternehmens in der Kosmetikbranche von den Österreicher*innen positiver wahrgenommen.
Despite the increasing interest in brand hate in academic literature, there remains anotable gap in understanding why social media users express brand hate throughnegative electronic word-of-mouth (eWOM). Drawing upon existing research on brandhate and eWOM, this study investigates the underlying factors that drive individuals toengage in negative eWOM about brands on social media platforms. While brand hatemay contribute to negative eWOM, its origins are multifaceted, stemming from variousfactors that influence consumers' perceptions and emotions.This study identifies and categorises a diverse range of brand hate factors through semi-structured interviews conducted with 11 social media managers and 5 social media users, who have previously shared a hateful comment towards a brand on social media. These factors are classified into four main categories: product—and servicerelated factors, consumer-brand-relationship factors, brand-related factors, and individual-related factors. By adopting a first and second-person perspective, this study offers valuable insights into consumers' intentions behind negative eWOM, thereby contributing to the limited literature on brand hate on social media. The findings not only shed light on the factors driving brand-hate but also have implications for brand management strategies on social media.
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss von Brand Love auf das wahrgenommene Verratsgefühl (Brand Betrayal) sowie aktiven und passiven Brand Hate nachdem eine Marke einen Verstoß (Brand Transgression) begangen hat. Die theoretische und praktische Relevanz des Themas wird hervorgehoben, indem gezeigt wird, dass eine starke bestehende Beziehung nicht immer vor negativen Konsequenzen schützt. Die zu Beginn formulierte Forschungsfrage „Wie beeinflusst Brand Love das Gefühl des wahrgenommenen Verrats (Brand Betrayal) und führt nach einer negativen Erfahrung mit der Marke (Brand Transgression) zu Brand Hate?“ zielt darauf ab, die Beziehung von Brand Love, Brand Betrayal und aktivem sowie passivem Brand Hate zu erläutern. Durch ein entwickeltes konzeptionelles Modell wurden die Zusammenhänge zwischen den Konstrukten grafisch dargestellt. Die empirische Forschung basiert auf einer quantitativen Methode. Die Datenerhebung erfolgt mittels einer Online-Befragung, die 414 Teilnehmer*innen erreichte. Anhand eines Spearman-Korrelationskoeffizienten werden Ergebnisse ermittelt, die zeigen, dass Brand Love zu einem intensiveren Verratsempfinden führt und dieses wiederum die Entwicklung von Brand Hate (aktiv und passiv) beeinflusst. Die Hauptergebnisse zeigen einen positiven Zusammenhang zwischen Brand Love und Brand Betrayal sowie zwischen Brand Betrayal und aktivem sowie passivem Brand Hate. Diese Arbeit trägt dazu bei, das Verständnis der komplexen Konstrukte Brand Love, Brand Betrayal und Brand Hate zu vertiefen und zeigt die Notwendigkeit weiterer Forschungen auf diesem Gebiet auf. Durch die Integration von theoretischen Grundlagen, einer empirischen Forschung und Handlungsempfehlungen bietet diese Arbeit einen umfassenden Überblick über die untersuchten Konstrukte und liefert Erkenntnisse für Forschung und Praxis im Bereich von negativen und positiven Konsumenten-Marken-Beziehungen.
Kund*innen emotional anzusprechen, gilt im Marketing als Schlüsselstrategie zur Kund*innenbindung und schafft tiefe Verbindungen zwischen Konsument*innen und Marken, wodurch eine langfristig positive Markenwahrnehmung entsteht. Besonders in der Reisebranche erweist sich dieser Ansatz als effektiv, um sich von der Konkurrenz abzuheben und emotionale Bindungen mit potenziellen Kund*innen zu etablieren. Hierbei ist Storytelling eine effektive Methode, um emotionale Erlebnisse zu kreieren. Zugleich spielt User-generated content (UGC), wie Bewertungen, Blogs oder Social Media Beiträge, eine zentrale Rolle, indem er durch authentische Einblicke Reiseentscheidungen beeinflusst. In der heutigen digitalen Ära ist Social Media eine wesentliche Informationsquelle, wobei Instagram-Reels besonders populär sind. Trotz umfassender Literaturrecherche wurde bislang keine Studie identifiziert, die die fünf Schlüsselkomponenten – Emotionen, Reisebranche, UGC, Storytelling und Instagram-Reels – in Beziehung setzt und deren Auswirkungen analysiert. Die vorliegende Studie zielt darauf ab, die Bedeutung von UG-Reels im Kontext von Storytelling und Urlaubserlebnissen sowie die darauf folgenden emotionalen Reaktionen zu ergründen. Es wird untersucht, welche spezifischen Faktoren emotionale Reaktionen bei Instagram-Nutzer*innen auf User-generated Storytelling (UGS)-Reels im Urlaubskontext auslösen. Mittels eines qualitativen Forschungsansatzes bestehend aus einer Fokusgruppe und ergänzenden semi-strukturierten Interviews, wurden acht zentrale Faktoren identifiziert, die entscheidend für die emotionale Resonanz auf diese Art von Content sind. Diese Faktoren unterliegen komplexen Bewertungsprozessen, die schlussendlich zur Entstehung von Emotionen führen. Die Ergebnisse dieser Studie bieten eine fundierte Basis für weiterführende Untersuchungen und dienen Reiseunternehmen, Hotels und Destinationen als wertvolle Ressource, um UGS-Reels strategisch in ihre Marketingaktivitäten zu integrieren und so eine emotional resonante und authentische Verbindung zu ihrer Zielgruppe aufzubauen.
Seit jeher spielt die persönliche Begegnung in Geschäftsbeziehungen eine zentrale Rolle. Die persönliche Interaktion von Vertriebsmitarbeiter*innen mit Kund*innen sowie der Aufbau von Vertrauen und stabilen, langfristigen Beziehungen tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg bei. Unterdessen fordert die Digitalisierung als Megatrend Unternehmen aller Branchen, ihre Geschäftsprozesse zu optimieren, um ihre Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und sich so nachhaltig erfolgreich am Markt zu positionieren. Die Implementierung digitaler Technologien nimmt gravierenden Einfluss auf den B2B-Vertrieb und dennoch bleibt das Bedürfnis nach Interaktionen von Mensch zu Mensch aufrecht. Diese Masterarbeit widmet sich dem Ziel, aufzuzeigen, wie diese digitalen Eingriffe die menschliche Interaktion zwischen Vertriebsmitarbeitenden und Geschäftskund*innen in der Customer Journey in österreichischen Industrieunternehmen verändern und wie sich dies in der Gestaltung und im Stellenwert persönlicher Touchpoints sowie in der Arbeit des Vertriebs im Zusammenspiel mit der Digitalisierung auswirkt. Die Relevanz der persönlichen Touchpoints in B2B-Customer Journeys im Kontext der Digitalisierung ist im Industriesektor in Österreich bisher kaum erforscht. Um zu dieser Thematik neue Erkenntnisse zu generieren, wird im ersten Schritt eine Sekundärforschung durchgeführt, die als Grundlage für die empirische Forschung sowie für das Ableiten der deduktiven Hauptkategorien herangezogen wird. Mittels qualitativer, semi-strukturierter Expert*inneninterviews mit im Vertrieb tätigen, fachkundigen und erfahrenen Personen aus österreichischen Industrieunternehmen werden Kenntnisse über den Forschungsgegenstand erlangt. Die Interviews werden in Anlehnung an Kuckartz und Rädiker (2022) systematisch ausgewertet und geben Aufschluss über den nach wie vor zentralen Stellenwert von (physisch) persönlichen Touchpoints in B2B-Customer Journeys im Industriesektor, der von komplexen und erklärungsbedürftigen Leistungsangeboten dominiert wird.
Über den Tourismus, Tourist*innen und deren Verhalten und Kaufentscheidungen mit Einbezug der Digitalisierung gibt es ausreichende Berichte in der Literatur. Wird dieses Thema jedoch in der steirischen Tourismusbranche behandelt, speziell im steirischen Thermenland hinsichtlich Online-Buchungen, liegen weniger ausführliche Analysen vor. Aus diesem Grund hat sich diese Masterarbeit zum Ziel gesetzt, das Online-Buchungsverhalten am Beispiel des steirischen Thermenlandes rund um das Thermenresort Loipersdorf darzustellen. Dazu stellt sich folgende Forschungsfrage: „Welche Einflüsse hat die Digitalisierung auf das Online-Buchungsverhalten in den Tourismusbetrieben des steirischen Thermenlands rund um das Thermenresort Loipersdorf?“ Die Ergebnisse zeigen, dass Tourist*innen im steirischen Thermenland mit Fokus rund um das Thermenresort Loipersdorf vermehrt Online-Buchungen vornehmen. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass jüngere Tourist*innen eher dazu neigen, online zu buchen als ältere Tourist*innen. Außerdem kristallisiert sich heraus, dass größere Nächtigungsbetriebe wie Hotels digitale Prozesse in ihren Systemen integrieren und Online-Buchungsmöglichkeiten vorhanden sind. Die drei Größen Alter, Typ der Tourist*innen und die Größe des Nächtigungsbetriebes sind dabei einfließende Faktoren, die zu einer Online-Buchung führen.
Marken setzen durch die voranschreitende Digitalisierung und den Wandel der Gesellschaft vermehrt auf den Einsatz von Storytelling auf Social-Media-Kanälen, um ihre Werbebotschaften effektiv an ihre Zielgruppe zu verbreiten. Dabei werden oft Charaktere und Personen genutzt, um der Geschichte eine Persönlichkeit zu geben und der Zielgruppe zu ermöglichen, sich in sie hineinzuversetzen. Dies spielt vor allem bei visuellem Storytelling eine bedeutende Rolle, da durch die Präsenz von Charakteren Emotionen besser transportiert und somit Authentizität und Vertrauen vermittelt werden können. Basierend auf diesen Faktoren ergab sich für die vorliegende Masterarbeit folgende Forschungsfrage: Wie wirkt sich die Präsenz von Charakteren im visuellen Storytelling auf das Social Media Engagement auf Instagram aus? Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine quantitative Studie durchgeführt, bei der Storytelling-Inhalte von Kosmetikmarken mit klassischen, verkaufsorientieren Inhalten auf Instagram verglichen und deren Auswirkungen auf das Engagement der Nutzer*innen untersucht wurden. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Inhalte mit Storytelling-Kontext bei den Nutzer*innen zu mehr Social Media Engagement in Form von Likes, Kommentaren, Shares und Weiterempfehlungen fuhren als Inhalte, die rationale Fakten wie das Produkt, dessen Eigenschaften und den Preis in den Fokusstellen. Zudem trägt der Einsatz von Storytelling mit Charakteren auf Instagram dazu bei, dass die Nutzer*innen eine positive Einstellung gegenüber der Marke haben, was zu einem positiven Image des Unternehmens führt.
Aufgrund der ausgeprägten Wettbewerbssituation im E-Commerce widmet sich diese Arbeit der Optimierung von Websites bzw. Webshops. Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Maßnahmen zur Steigerung der Website-Qualität zu analysieren und insbesondere den zielgerichteten Einsatz für Webshop-Betreiber zu untersuchen. Dabei lautet die zugrunde liegende Forschungsfrage wie folgt: Welche Möglichkeiten der Website-Optimierung tragen zur Verbesserung der Qualität einer Website bzw. eines Webshops bei und wie können diese Maßnahmen zielgerichtet eingesetzt werden? Bisherige Forschungen haben sich bereits intensiv mit den Einflussfaktoren auf die empfundene Website-Qualität auseinandergesetzt. Daher konnte die durchgeführte Literaturrecherche eine umfassende Bandbreite an möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Qualität von Websites bzw. Webshops identifizieren. Damit jedoch die Umsetzbarkeit und der zielgerichtete Einsatz näher beleuchtet werden konnten, wurde ein qualitatives Forschungsdesign umgesetzt. Im Rahmen des Forschungsprozesses wurden teil-strukturierte Interviews mit Expert*innen aus den Bereichen des Webshop- Designs, der -Entwicklung und des -Managements durchgeführt. Die Erkenntnisse aus den erhobenen Daten lassen den Schluss zu, dass die konkrete Auswahl und der zielgerichtete Einsatz der Optimierungsmaßnahmen von mehreren Faktoren abhängig sind: Bevor die einzelnen Bereiche zur Optimierung festgelegt werden, sollen die Rahmenbedingungen des Unternehmens und des Webshops analysiert werden. Weiters sollen eine Priorisierung der Optimierungsmaßnahmen sowie eine anschließende Evaluierung des Erfolges die bestmögliche Umsetzung unterstützten. Dieser Ablauf fungiert als Orientierungshilfe und kann dazu beitragen, Maßnahmen zur Steigerung der Webshop-Qualität effizient zu planen, umzusetzen und zu bewerten. Die Berücksichtigung dieser Vorgehensweise ermöglicht, neben einer Optimierung des Benutzererlebnisses, auch eine Verbesserung der Webshop-Performance. In Summe kann dadurch die Zufriedenheit der User*innen positiv beeinflusst werden, was ausschlaggebend für die Einschätzung der Qualität einer Website bzw. eines Webshops ist.
The landscape of consumer buying behaviour has been transformed by the advent of social media, which now plays an integral role in influencing consumer buying decisions. Companies have increasingly recognised the huge economic potential of social media and are attempting to persuade consumers to make purchases through attractive marketing stimuli. This master's thesis examines the influence of social media on online impulse buying behaviour, with a special focus on Instagram, a channel with a substantial user base in Austria. Therefore, the main objective of the research is to systematically investigate and understand the factors that influence the online buying behaviour of Instagram users. The thesis provides a comprehensive analysis of impulse buying, exploring various determinants and their effects within the context of Instagram's online environment. The empirical basis of this study is a survey conducted among Austrian Instagram users aged between 18 and 34, which investigates the interplay of social media advertising, social electronic word-of-mouth, influencer marketing, and online impulse buying intention. The theoretical framework is based on the Stimulus-Organism-Response model, which provides insights into consumer behaviour in an online environment. The thesis employs quantitative research methods and analyses data using descriptive and inferential statistics. It highlights the importance of social media stimuli in creating an environment that encourages impulse buying behaviour. The study's findings indicate that social media advertising on Instagram has a significant impact on online impulse buying intentions. Additionally, social electronic word-of-mouth and influencer marketing also show a positive correlation with online impulse buying intentions, even though to a lesser degree. Furthermore, the study establishes online impulse buying intention as a statistically significant influence on online impulse buying behaviour.
Diese Studie untersucht die Korrelation der Klickintention von personalisierten, gamifizierten Werbebannern und den psychografischen Merkmalen der Nutzer:innen basierend auf der HEXAD-Typologie. Unter Verwendung eines quantitativen Forschungsansatzes mit experimentellem Charakter wurden Daten von 324 Teilnehmer:innen ausgewertet. Es wurde die Beziehung zwischen den spezifischen HEXAD-Typen (Erfolgsorientierte- „Achiever“, Philanthrop:innen- „Philanthropists“, Sozialisierer:innen- „Socialiser“, Freigeister- „Free Spirit“, Spieler:innen- „Player“ und Disruptor:innen- „Disruptor“) und ihrer Neigung, auf entsprechend angepasste Werbebanner zu klicken, untersucht. Die Analyse zeigt, dass die Personalisierung von Werbebannern für die Typen der Spieler:innen und der Sozialisierer:innen signifikant positive Effekte hat. Dabei wurde dem Typus der Spieler:innen eine generell höhere Neigung der Klickintention auf alle Werbebannerkonfigurationen nachgewiesen, was für zukünftige Forschungen, wie auch für die Zielgruppensegmentierung zukünftiger Werbekampagnen, besonders interessant sein kann. Für die übrigen vier Typen konnten keine signifikanten Zusammenhänge festgestellt werden. Diese Erkenntnisse unterstreichen, dass weitere Mechaniken der Gamification in diesem Kontext erforscht werden sollten und andererseits, dass die Bedeutung einer zielgerichteten Personalisierung von Werbeinhalten basierend auf speziellen psychografischen Profilen der Nutzer:innen, um die Werbeeffektivität zu maximieren, bedacht werden sollte. Die Forschungsergebnisse zeigen mögliche Ansätze für die Gestaltung effektiverer Werbestrategien auf, die besonders an dem Typ „Player“ zu Tragen kommen. Die Studie weist auf bestimmte Limitationen hin, die mit der Stichprobe und dem Experiment einhergehen. Daher sollte sich die zukünftige Forschung auf die Untersuchung potenzieller Moderatoren oder Mediatoren konzentrieren, die differenziertere Gamification-Mechanismen in Werbebannern berücksichtigen und zudem auch kulturelle sowie demografische Faktoren einbeziehen.
Social media is no longer a novel phenomenon. Whilst both individuals and companies around the world have been utilising and employing it for over a decade, the intriguing question to ask ourselves is: Does the city or location in which the user resides have a cultural impact on how they use and interact with different social media platforms, particularly from a marketing perspective? This master thesis deals with the question as to whether the socio-cultural sphere of Graz has an influence on the social media marketing consumption of its residents by inquiring into the dynamics and interactions of its generational demographics (i.e. focusing on generations X, Y, and Z). This is effectuated by inquiring particularly on their interactions with the four most popular social media platforms in Austria, namely, Facebook, Instagram, YouTube, and TikTok. This thesis begins with providing definitions for generations X, Y, and Z, followed by depictions and explanations of the selected social media platforms, including an explanation of the social media phenomenon, as well as social media usage among the aforementioned generations, as per supported by the statistics. Subsequently, an attempt was made to define the culture of Austria as well as of Graz, in order to set the scene. Furthermore, greater underlying context was provided with respect to consumer behaviour and the impact of culture on consumption and marketing. The methodology chosen for this master thesis incorporated qualitative research methods, which included focus group discussion and semi-structured interviews, followed in the chapter by a detailed explanation on the data collection and data analysis process. The findings of the qualitative research demonstrated that the socio-cultural sphere of Graz itself can have an impact on the generational usage of social media and their interactions with social media-based marketing practices according to most participants. Further influencing factors are additionally explained in extensive detail. This study further indicated the most used social media platform among all included generations is Instagram as well as several other noteworthy findings.
Einer der herausforderndsten Aspekte bei der Website-Gestaltung liegt darin, die Inhalte so darzustellen, dass sie für die Nutzer*innen angemessen präsentiert werden. Beim Besuch einer Website werden die Inhalte innerhalb weniger Sekunden von den Benutzer*innen gescannt, wobei sie sich eine Meinung darüber bilden, ob sie weiterlesen oder die Seite verlassen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Inhalte so zu präsentieren, dass sie von Besucher*innen innerhalb kürzester Zeit erfasst werden können. Mit diesem Thema beschäftigt sich die vorliegende Masterarbeit, wobei der Fokus hauptsachlich auf der Möbelbranche liegt. Diese Branche zeichnet sich vor allem durch ein dynamisches Marktumfeld aus, weshalb die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in diesem Bereich von großer Bedeutung ist. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Frage zu beantworten, welche digitalen Content-Formate besonders für den B2B-Webbereich relevant sind. In diesem Zusammenhang wurde folgende Forschungsfrage untersucht: „Wie kann das KANO-Modell angewandt werden, um zu identifizieren, welche digitalen Content-Formate auf Websites von B2B-Nutzer*innen als Basis-, Leistungs- und Begeisterungsmerkmale wahrgenommen werden?“. Für die Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine quantitative Studie durchgeführt, um die Gestaltungsanforderungen an B2B-Websites zu identifizieren. Konkret wurden hierbei digitale Content-Formate analysiert und nach der KANO-Methode klassifiziert. Anhand eines standardisierten Fragebogens wurden die Teilnehmer*innen mittels, funktionaler und dysfunktionaler Fragen, zu ihrer Wahrnehmung über die Präsenz dieser Formate auf einer B2B-Mobelwebsite befragt. An der Befragung nahmen 124Personen aus Osterreich und Deutschland teil, welche in der untersuchten Branchetätig sind. Die Ergebnisse zeigen, dass sieben der analysierten Content-Formate nach der KANO-Methode als unerhebliche Merkmale eingestuft werden. Lediglich das Content-Format Interaktiver-Content konnte als Begeisterungsmerkmal klassifiziert werden. Weitere vertiefende Analysen zeigen jedoch deutlichere Unterschiede in der Wahrnehmung der Formate auf. Auf Basis der gewonnenen Einblicke kann die Gestaltung von Websites in der Möbelbranche zukünftig verbessert werden.
In den letzten Jahren hat sich der Handel stark gewandelt, insbesondere im Bereich des Sporthandels, wo Omnichannel-Konzepte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Um eine nahtlose Shopping Experience zu gewährleisten, stehen Sporthändler vor der Herausforderung, ihre Kund*innen auf allen Verkaufskanälen optimal zu erreichen und zu betreuen. Diese Masterarbeit befasst sich mit der Entwicklung einer App als Instrument am Point of Sale (POS), um die Customer Experience im Sporthandel zu verbessern. Durch die digitale Unterstützung am POS können Sporthändler ihre Kund*innen personalisiert ansprechen und gezielt informieren. Die Entscheidung für eine App als Lösung basiert auf der Tatsache, dass mittlerweile die Mehrheit der Bevölkerung im Besitz eines Smartphones ist und dieses ständig bei sich trägt. Durch eine App entsteht die Möglichkeit personalisierter, standortbezogener Push-Benachrichtigungen zu versenden, die es den Kund*innen ermöglichen, relevante Informationen über Produkte und Angebote in Echtzeit zu erhalten. Zudem können Kund*innen mithilfe der App detaillierte Produktinformationen abrufen und die Warenverfügbarkeit überprüfen, was zu einer verbesserten Customer Experience führt. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Implementierung einer solchen App die Customer Experience im Sporthandel erheblich verbessern könnte. Kund*innen fühlen sich besser betreut, da sie gezielt über für sie interessante Produkte informiert werden und gleichzeitig die Flexibilität haben, ihren Einkauf individuell zu gestalten. Dies führt zu einer gesteigerten Kundenbindung und -zufriedenheit, was für Sporthändler in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt von entscheidender Bedeutung ist. Die vorliegende Masterarbeit liefert wertvolle Erkenntnisse für Sporthändler, die ihre Kundenbeziehungen verbessern und die Customer Experience auf ein neues Level heben wollen. Eine App mit Verbindung zur Geschäftsfläche bietet eine vielversprechende Lösung, um den Herausforderungen des modernen Sporthandels gerecht zu werden und eine konkurrenzfähige Positionierung im Markt zu erlangen.
This master’s thesis deals with the development of a social media marketing concept for Vossen in order to increase Vossen’s brand awareness and online-turnover in the United Kingdom. The first chapter describes the characteristics of the home-textile industry by giving insights into the market size and trends.Afterwards, the customer journey is at the centre of the focus. Within this chapter,the term is defined, several customer journey models are presented, and theprocess of customer journey mapping is described. Subsequently, social media marketing is explained in detail. The chapter starts with the definition of social media and social media marketing, provides an overview of the most important objectives that can be achieved with social media marketing and clarifies the importance of content marketing within social media. Afterwards, the different kinds of social media channels such as social networks, media sharing platforms and blogs are explained, and channel selection criteria are presented. The chapter also provides a few insights into social media marketing in the UK and highlights the role of social media within the customer journey. Finally, the challenges and limitations and the controlling of social media activities conclude this chapter.The final chapter within the theoretical part of this thesis is the basis for the socialmedia marketing concept. It explains the most important elements of the analysisof the initial situation, deepens the understanding of social media objectives andexplains the analysis of the target group. Based on this knowledge, strategicdecisions are made, and the action plan is created. The required budget iscalculated based on the measures defined in the action plan and finally, controllingmeasures are implemented to control the success of the company’s social mediaactivities. The practical part starts with the analysis of the initial situation and a qualitative research where the author conducted interviews with 15 experts. Based on these insights and the author’s theoretical knowledge, the social media marketingconcept for Vossen was created.
The world is constantly changing. Companies are forced to be innovative in order to keep up with this continuous evolution and to satisfy customers. AVL List GmbH recognized their customer’s needs and developed a radical innovation. The core business of the company, which operates within the B2B automotive industry, are engine test beds. In order to support the sales of those test beds, AVL invented AVL VR Technology™. It is a radical innovation which allows former 2D plans of a product to be shown in a virtual world. However, the technology as well as the related process is new to this market. Thus, the company does not know how much the customers are willing to pay for the added value of virtual reality. From AVL’s point of view, the project should at least finance itself. Therefore, the aim of the master thesis is the assessment of the customers’ willingness to pay for AVL VR Technology™. This process involves several steps including the measurement of preferences. The result is a customer value map. It depicts the offers of the three main competitors, as well as AVL’s own offer with and without AVL VR Technology™. By means of this map it is possible to identify how much more the customers are willing to pay for the added value of virtual reality. The results of the customer survey indicate a relative quality difference of around 10 percent to the benefit of AVL VR Technology™. Thus, customers perceive a better quality due to the added value of virtual reality. This has an impact on the pricing as well. By means of customer value map it is clearly recognizable that the customers’ willingness to pay for the offer with AVL VR Technology™ increases around 30 percent compared to AVL’s basic offer. Based on those results, three possible price options are determined and discussed. Due to the recommended price structure the company goals can be achieved, and are compliant with the price framework. Furthermore, it is suggested to monitor the three stated KPIs in order to observe the success of AVL VR Technology™ closely.
Contentpepper was founded in 2013 in Germany. Initially, it was dedicated to the digital transformation of publishing houses; however, their focus changed in 2016 when they developed the Contentpepper software as a multi-channel publishing platform. This software evolved into a digital experience platform, and currently, Contentpepper is implementing a Software as a Service (SaaS) realization of this application. Until now, Contentpepper has been operating exclusively in German-speaking countries, but now they are looking to expand their market. This master thesis presents the first steps for Contentpepper’s entry into the English-speaking market by elaborating a market entry concept for the United Kingdom (UK), planned for 2021. This thesis is divided into two parts: theoretical fundamentals and their practical application. The first part offers a theoretical basis for the internationalization of a business-to-business (B2B) service company, the main characteristics of the SaaS industry, and the different elements that build a market entry concept. This last part includes the theoretical context for the internal and external analysis, selection of the market entry mode, and international marketing strategy. The practical part represents an empirical application based on the outcome of the theoretical part, a primary market research and a detailed market entry concept, with a focus on the promotion strategy. The market research is of qualitative nature; fifteen interviews were conducted to understand the British SaaS industry and to gain insights from experts and professionals of this industry about how to enter this market. The information obtained from this research, in combination with an analysis of the industry, the firm and its capabilities, build the basis for the development of the market entry concept. The practical application includes a detailed selection process for the market entry mode, recommended actions for entering the market, a promotion strategy and a full action plan from December 2020 to December 2021. Additionally, this thesis presents a budget for the described market entry, and recommendations to control the process and to measure the success of the market entry.
Brand identity concept with focus on external implementation using the example Commend International
(2019)
The present Master Thesis deals with the development of a brand identity concept and a guideline for the external brand identity implementation for the market-leading telecommunication company Commend International GmbH, based in Salzburg, Austria. The aim of the company is to get a clearly stated brand identity based on the perception of the strongest corporate markets Austria, Germany and United Kingdom. A sub goal is to anchor this brand identity in the minds of existing and new customers. The aim of the Master Thesis is to develop this brand identity as well as an external implementation guideline. The present work is divided into three segments. The first segment presents the initial situation, the problems and challenges, the goals and the literary frame of reference of the work. The second segment is the theoretical background of the work. It provides the basis for the third, practical part and focuses on brand management, brand identity and external communication. Here, the terminology is defined, the high-tech sector is presented, and the effects and challenges of international identity-based brand management are presented. The third chapter deals with the presentation of relevant brand identity approaches, the critical comparison of these and the decision for the most suitable concept for the further course of the present work. External communications and brand controlling are presented and discussed in the last chapters of the theoretical part. After a detailed analysis of the global intercom market and the initial situation, the conducted market research is presented in the practical section. Taking the re-search results into account, an identity-based brand steering wheel was developed in a joint workshop with the company management and the author of the present work. The way in which this developed brand identity can be implemented and controlled across selected communication channels, is finally presented in the external communication guideline as practical recommendations for Commend International’s management.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Key Account Management (KAM)in der Investitionsgüterbranche. Ihr Ziel ist es, ein KAM-Konzept mit dem Fokus Organisation für Bruker Alicona zu erarbeiten. Das zentrale Problem besteht darin, dass Bruker Alicona derzeit weder über eine einheitliche Struktur noch über die geeigneten Prozesse verfügt, um Key Accounts (KA) einheitlich und systematisch betreuen zu können. Im Theorieteil werden Grundlagen der Investitionsgüterbranche und des Key Account Managements erläutert. Das individuelle KAM-Konzept legt zu Beginn fest,wie die KA-Auswahl erfolgen soll. Diese wird mittels einer Vor- und Endauswahlbewerkstelligt, ehe verschiedene Bearbeitungsstrategien beschrieben werden. Des Weiteren gilt es, geeignete KA-Leistungen zu erarbeiten. Im zentralen Teil dieses KAM-Konzepts wird anfangs besonderer Wert auf die Organisationsgestaltung im KAM gelegt. Anschließend wird detailliert auf die Rolle des KAM-Teams eingegangen, ehe die Prozesse im KAM den Abschluss des Fokuskapitels bilden. Einen großen Beitrag zum Erfolg im Umgang mit KAs leistet der KA-Plan. Er stellt ein Instrument dar, wodurch eine maßgeschneiderte KA-Betreuung sichergestellt werden kann. Das Kapitel zur Steuerung im KAM beschreibt verschiedene Controlling-Instrumente bevor abschließend das theoretisch erarbeitete KAM-Konzept dargestellt wird. Im Praxisteil wird in einem ersten Schritt die aktuelle Situation Bruker Aliconas bezüglich KAM erläutert, worauf eine Wettbewerbsanalyse folgt. Darauf aufbauend, erfolgen 15 Tiefeninterviews, woraus eine Auswertung abgeleitet wird, die schließlich in einen SWOT-Katalog mündet, der konkrete Ziele formuliert. Diese bilden die Basis für das individuelle KAM-Konzept Bruker Aliconas. Es beinhaltet die KA-Selektion sowie einen KA-Plan. Nachdem verschiedene strategische KA-Stoßrichtungen in einer Strategy Map dargestellt wurden, erfolgt die Fokussierung auf die Organisation im KAM. Dort erfährt zuerst die Wahl der KAM-Organisationsform eine intensive Betrachtung, bevor Empfehlungen zur Kommunikationsweise innerhalb des KAMs bzw. KAM-Teams gegeben werden. Die KA-Leistungen sind mithilfe eines Leistungspakets veranschaulicht, danach erfolgt eine KA-Steuerung durch ein Kennzahlen-Cockpit. Abschließend sind sämtliche Maßnahmen sowie das dazugehörige Budget zusammengefasst und in einer Kosten-Nutzenmatrix dargestellt, um Bruker Alicona die Implementierung eines strukturierten und professionellen KAMs zu erleichtern.
