85.06 Unternehmensführung
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In etablierten Branchen sehen sich Start-Ups großen Hindernissen gegenübergestellt, die oftmals auf eine hohe Konkurrenzstruktur und die mangelnden Erfahrungswerte des Unternehmens zurückzuführen sind. Im Zuge dessen basieren die Geschäftsmodelle auf Annahmen oder sind lückenhaft in ihren Bestandteilen. Insofern überrascht es nicht, dass acht von zehn Start-Ups scheitern. Insbesondere in der Vergleichsportalbranche herrscht eine hohe Konkurrenzdichte mit dominanten Playern, die den Erfolg von Start-Ups erschweren. Das Ziel dieser Arbeit ist die systematische Geschäftsmodellentwicklung am Vergleichsportalmarkt für die SmartC GmbH, einem Grazer Start-Up. Zu diesem Zweck wird ein Vorgehensmodell entwickelt, welches Start-Ups ermöglichen soll, die relevanten Stakeholder in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen und dabei ein holistisches Geschäftsmodell zu formen. Im Zuge dessen wird ein neues Geschäftsmodell-Canvas vorgestellt, welches die Lücken der bisherigen Modelle schließt und verschiedene Stakeholder-Perspektiven vereint. Im ersten Schritt wird der Geschäftsmodellbegriff beleuchtet, um die notwendigen Inhalte eines Geschäftsmodells herzuleiten. Anschließend folgt eine kritische Reflexion des Vergleichsportalmarkts, wodurch in Erfahrung gebracht wird, dass das marktübliche Affiliation-Marketing großen Kritiken unterliegt und ein solches Modell nicht nachhaltig ist. Daraufhin werden Vorgehensmodelle der Geschäftsmodellentwicklung analysiert und Bestandteile für ein Vorgehensmodell für Start-Ups abgeleitet. Der daraus resultierende Prozess wird mit Methoden bereichert und anschließend im empirischen Teil am Beispiel der SmartC GmbH angewandt. Im praktischen Abschnitt erfolgt ein zunehmender Erkenntnisgewinn für das Unternehmen. Dabei offenbart die Umgebungsanalyse treibende Faktoren für einen Vertragswechsel des Kunden. Darauf aufbauend werden in einem Unternehmensworkshop Ideen entwickelt, welche durch den Autor evaluiert werden, um Fragen für Experteninterviews abzuleiten. Mit Hilfe der Experten wird ein Geschäftsmodellprototyp geformt, welcher anschließend durch einen Kundenworkshop in ein holistisches und konkurrenzfähiges Geschäftsmodell überführt wird. Das Ergebnis der empirischen Ausarbeitung zeigt, dass das Vorgehensmodell eine geeignete Methode für die Geschäftsmodellentwicklung von Start-Ups ist. Gleichzeitig lassen sich Handlungsempfehlungen für die Strategie der SmartC GmbH ableiten. Das finale Geschäftsmodell umfasst ein umfangreiches Gesamtbild, welches in die Praxis überführt werden kann.
Die vorliegende Masterarbeit widmet sich intensiv dem Thema Risikomanagement und beleuchtet die vielschichtigen Auswirkungen, die aus der Identifikation und Bewertung von Risiken im Bereich der österreichischen Bauwirtschaft resultieren. In einer Branche, die von Unsicherheiten und unvorhersehbaren Ereignissen geprägt ist, ist ein effektives Risikomanagement von entscheidender Bedeutung. Die Datengenerierung für diese Arbeit erfolgte in enger Kooperation mit einem mittelständischen Bauunternehmen mit Sitz in Graz, das als praktisches Beispiel dient, um die theoretischen Konzepte des Risikomanagements in der realen Welt zu veranschaulichen. Im Verlauf eines Bauvorhabens stehen Entscheidungsträger vor der Herausforderung, eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen, die potenziell weitreichende Auswirkungen auf das Unternehmen haben können. Diese Entscheidungen sind nicht nur für den unmittelbaren Erfolg des Projekts von Bedeutung, sondern können auch langfristige Konsequenzen nach sich ziehen, die sich in Form von erheblichen finanziellen Schäden oder Reputationsverlusten äußern können. Daher ist es unerlässlich, dass die Beteiligten in der Lage sind, verschiedene Risiken sorgfältig abzuwägen, um das gelindere „Übel“ zu finden und somit die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Ein zentraler Aspekt, der in dieser Arbeit behandelt wird, ist die unterschiedliche
Wahrnehmung von Risiken innerhalb von Unternehmen. Es zeigt sich, dass die Risikowahrnehmung und die Risikobereitschaft stark variieren können und maßgeblich vom Charakter und der Einstellung der Führungskräfte abhängen. Während einige Unternehmen Risiken als Wahrscheinlichkeitskonzept betrachten, das auf einer fundierten Analyse basiert, sehen andere sie lediglich als potenzielle Schadenshöhe. Diese unterschiedlichen Perspektiven können erhebliche Auswirkungen auf die Risikostrategien und -entscheidungen der Unternehmen haben. Die gewonnenen Erkenntnisse dieser Masterarbeit bieten einen umfassenden Überblick über den aktuellen Umgang mit Risiken in Bezug auf Generalunternehmer-Projekte im Hochbau. Anhand der von unserem Kooperationspartner zur Verfügung gestellten Unterlagen werden die spezifischen Herausforderungen und Risiken, die in solchen Projekten auftreten können, detailliert analysiert. Darüber hinaus werden die Auswirkungen dieser Risiken auf die
Projektabwicklung und die Unternehmensstrategie untersucht. Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Arbeit sind die erarbeiteten Handlungsempfehlungen, die speziell auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten des Kooperationsbetriebs abgestimmt sind. Diese Empfehlungen zielen darauf ab, einen effektiven Umgang mit „relevanten“ Risiken zu fördern und die Resilienz des Unternehmens gegenüber unvorhergesehenen Ereignissen zu stärken. Durch die Implementierung dieser Strategien können Unternehmen nicht nur ihre Risiken besser managen, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld sichern. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die vorliegende Masterarbeit nicht nur einen theoretischen Rahmen für das Risikomanagement im Bauwesen bietet, sondern auch praktische Ansätze zur Verbesserung der Risikowahrnehmung und -bewältigung in der Bauwirtschaft aufzeigt. Die Erkenntnisse und Empfehlungen, die aus dieser Arbeit hervorgehen, sollen dazu beitragen, die Entscheidungsfindung in Bauprojekten zu optimieren und somit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Risikomanagements in der Branche zu leisten.
Optimierung der Einbringung eines Einzelunternehmens in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung
(2024)
In der Enzinger Steuerberatung GmbH gibt es derzeit keine einheitliche Vorgehensweise für die Einbringung eines Einzelunternehmens in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Dies führte zu hohem Zeitaufwand und Ineffizienzen in der Vorbereitung. Dem soll in Zukunft durch einen Leitfaden, welcher Schwellenwerte für die Vorteilhaftigkeit einer Einbringung sowie genaue Anweisungen zur Verwendung des erstellten Excel-Berechnungstools beinhaltet, entgegengewirkt werden. Im Berechnungstool sollen Vorteilhaftigkeitsvergleiche angestellt werden können und bei positiver Beurteilung dessen, die relevanten Vorbereitungen zur
Einbringung erfolgen.
Auf Basis dieser Ausgangssituation und des erforderlichen Outputs ist zu klären, unter welchen Voraussetzungen eine Einbringung als vorteilhaft zu beurteilen ist, welche klientenspezifischen Daten berücksichtigt werden müssen und welche Vorschriften im Rahmen des Um-gründungssteuergesetzes zu beachten sind. Um diese Fragestellung beantworten zu können, bedarf es einer Vielzahl an Analysen.
In der Arbeit wird mithilfe von Literatur und Erfahrungswerten aus der Kanzlei eine Prognoserechnung für die Variante des Einzelunternehmens und der GmbH erstellt, die mit Besonderheiten, wie der Einbringung von Immobilien, ausgestattet ist. Auf Basis dessen können Bar-wertvergleiche angestellt werden, um bei der Vorteilhaftigkeit den Zeitwert des Geldes zu berücksichtigen und aussagekräftige Ergebnisse zu liefern. Dabei wird auf die Auswirkung der Abschaffung der kalten Progression näher eingegangen. Für die Einbringung werden relevante Rechtsgrundlagen aufgedeckt, wie die Berechnung eines Übergangsgewinnes oder rückwirkender Korrekturen.
Die gesamten Berechnungen werden im Anschluss anhand eines Praxisfalles aus der Enzinger Steuerberatung GmbH erprobt. Dazu wird die Prognoserechnung mit anonymen Echtdaten erstellt und die Einbringungsbilanz für die Einbringung vorbereitet.
Das Berechnungstool samt Leitfaden stellt eine Erleichterung bei Einbringungen für die Enzinger Steuerberatung GmbH, insbesondere für Berufsanwärter*innen mit begrenztem Wissen über das Umgründungssteuergesetz, dar. Die Effizienz kann durch die Einsparung von Zeitaufwand und weniger Fehleraufdeckung bei Qualitätskontrollen sichergestellt werden und in Zukunft den Einbringungsprozess erleichtern.
Als Fazit kann gesagt werden, dass für eine Vorteilhaftigkeit der GmbH eine Gewinnschwelle von EUR 486.000,00 zu überschreiten ist. Diese Grenze gilt, sofern keine anderen Einkünfte vorliegen und von einer Vollausschüttung der GmbH-Gewinne ausgegangen wird. Sollten teilweise Gewinne thesauriert werden, kann der Gewinn in geringem Ausmaß unterschritten werden.
In der tieferen Analyse der Rechtsformen konnte festgestellt werden, dass die Höhe der Ausschüttung einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Beurteilung hat, wodurch in der Masterarbeit sowie in der Praxis unterschiedliche Szenarien notwendig sind. Ebenso sind im konkreten Fall Immobilieneinbringungen aus steuerlicher, aber auch rechtlicher Sicht genau zu analysieren.
This thesis aims to elaborate the topic internal compliance communication in a multicultural environment. The purpose of the thesis is to develop an internal compliance communication concept for the Austrian based company Energie Steiermark AG, as well as recommendations for action for the implementation of the concept in its foreign entities in Slovakia and the Czech Republic. The findings of an extensive literature research were challenged by an empirical study to provide the company with a concept based on a holistic set of data. Accordingly, the theoretical part of this thesis contains fundamental information regarding the sustainable integration of internal compliance communication in multinational corporations (MNC) operating business in Central and Eastern European (CEE) countries. Emphasis is placed on the recommendations of national (IDW PS 980) and international (ISO 19600) compliance management standards (CMS). In addition, the correlation of internal compliance communication and corporate culture has been elaborated to achieve internal commitment regarding compliance matters. Based on chapter 2 Compliance management and chapter 3 multicultural internal communication, a theoretically valid internal compliance communication concept has been developed in chapter 4 as a basis for the empiricism. In the practical part, the theoretical findings were amended by insights of experts of Austrian stock-listed industry companies and adapted to the requirements of Energie Steiermark AG. Based on the qualitative study, essential insights into the development and decision-making process of internal compliance communication have been gained and used to establish the concept. The developed framework consists of seven phases elaborated in chapter 8, namely situational analysis, objectives, target audience segmentation, strategy development, positioning, selection of operational measures and controlling. The chapter provides a detailed decision framework for each phase, and applies the concept in the case of Energie Steiermark AG. In chapter 9, the concept is adapted to the foreign entities situated in Slovakia and the Czech Republic. For that purpose, country and culture-specific recommendations for action that must be considered in each phase of the conception are provided.
Knapp ein Viertel der österreichischen Klein- und Mittelunternehmen wird im Zeitraum von 2020 bis 2029 mit der Regelung der Unternehmensnachfolge konfrontiert, wobei es durch eine erfolgreiche Umsetzung fast 700.000 Arbeitsplätze abzusichern gilt. Diese Unternehmensnachfolge-welle betrifft vor allem auch Familienunternehmen und wirft eine Vielzahl von Fragen zur Gestaltung und Finanzierung der Nachfolge auf. Angesichts des demografischen Wandels und sich ändernder Bedürfnisse ist die Suche nach Nachfolger*innen außerhalb der Familie für viele Unternehmer*innen unvermeidlich geworden. Insbesondere die Nachfolgeform des Management-Buy-outs hat sich als attraktive Option herauskristallisiert, bei dem das bestehende Management oder leitende Mitarbeiter*innen die Nachfolge antreten und das Unternehmen fortführen.
Im Rahmen der Umsetzung der Unternehmensnachfolge ergeben sich sowohl Herausforderungen für die Übergeber*innen als auch für die Nachfolger*innen. Ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensnachfolge und die Vermeidung von Konflikten liegt in der Gestaltung eines Übergabeprozesses, bei dem ausgehend von den Zielen und Erwartungen ein klarer Plan auszuarbeiten ist. Hierbei soll explizit auf die Regelung von Verantwortlichkeiten, Rechten und Kompetenzen eingegangen werden. Vor allem für die Nachfolger*innen ergeben sich zudem erhebliche finanzielle Hürden, da sie oft nicht über ausreichend Eigenkapital verfügen, um die Nachfolge eigenständig zu finanzieren.
Diese Masterarbeit untersucht daher die Möglichkeiten der Einbindung der Übergeber*innen in die Finanzierung von Management-Buy-outs in kleinen Familienunternehmen in Österreich. Die Ergebnisse bieten einen Einblick in die aktuellen Praktiken und Herausforderungen bei der Um-setzung von Management-Buy-outs, bilden gängige Finanzierungsstrukturen im Kontext der Unternehmensnachfolgen ab, zeigen die geringe Bedeutung alternativer Finanzierungsinstrumente im Segment der Unternehmensnachfolgen kleiner Unternehmen und verdeutlichen die Relevanz der Einbindung der Übergeber*innen in die Finanzierung, indem mögliche Lösungsansätze auf-gezeigt werden. Die abschließende Erörterung der Chancen und Risiken, welche sich durch die Einbindung der Übergeber*innen in die Finanzierung ergeben, bringt eine tendenziell stärkere Gewichtung der Chancen als Ergebnis hervor, wobei diese immer im Zusammenhang mit den spezifischen Herausforderungen individuell zu bewerten sind.
Die steigende Nachfrage nach Innovationen veranlasst immer mehr Unternehmen, ihre Innovationsprozesse für Ideen von externen Partnern zu öffnen. Darunter Unternehmen unterschiedlichster Branchen, die im Rahmen ihrer strategischen Überlegungen sich dieser Herausforderung anzunehmen haben. Die Erfolgsbilanz dieser Bestrebungen variiert jedoch je nach Branche und Unternehmen erheblich. Eine etablierte Betrachtung aus der Managementliteratur zur Integration von Stakeholder sprich externe Partner, bietet die Open Innovation-Methode, die sich im Rahmen des Innovationsmanagements auf die prozessuale Sichtweise und die damit verbundene Öffnung des Innovationsprozesses konzentriert. Dieser Ansatz ermöglicht eine frühe Integration von Kundinnen und Kunden, wodurch ihre Bedürfnisse und Ideen bereits in der Entwicklungsphase berücksichtigt werden. Die Auswahl und Integration geeigneter Kundinnen und Kunden sowie die Definition von gemeinsamen Zielen sind dabei entscheidende Erfolgsfaktoren. Die Herausforderungen liegen in der Bewältigung von firmenspezifischen Unterschieden, der Sicherung des geistigen Eigentums und der Anpassung etablierter Prozesse. Demnach zielt diese Arbeit auf die Gestaltung einer effizienten und wirksamen Integration von Kundinnen und Kunden am Front End des Innovationsprozesses eines Automobilherstellers ab und konzertiert sich verstärkt auf die Komponente der betrieblichen Praxis solcher Unternehmen. Die Notwendigkeit, sich im Rahmen des zugrunde liegenden Themas anzunehmen, resultiert aus der praktischen Gegebenheit, dass die Literatur reichlich mit Arbeiten zum Thema „Kundenintegration in Dienstleistungs- sowie Industriegüterunternehmen“ geschmückt ist, die sich allerdings auf Unternehmen stutzen, mit teils weniger komplexen Produkten wie die des Automobils. Dazu gehören auch automobile Zulieferer sowie Entwicklungsdienstleister, die die Kundinnen und Kunden im Entwicklungsprozess miteinbeziehen. Diese wurden bereits in diversen Studien behandelt. Mit einer Gegenüberstellung der Besonderheiten dieser Branche und einem Vergleich von Prozessablaufen renommierter Automobilhersteller wird aufgezeigt, dass die Integration der Kundinnen und Kunden im Rahmen von Open Innovation hinsichtlich des automobilen Produktentstehungsprozesses eines Automobilherstellers in der Praxis bisher kaum stattgefunden hat. Dafür werden grundlegende strategische Aspekte der frühen Kundenintegration betrachtet, bei denen Kundinnen und Kunden in den Innovationsprozess einbezogen werden. Die frühe Kundenintegration zeichnet sich insbesondere durch eine aktive Rolle der Kundinnen und Kunden als Wertschöpfungspartner im Innovationsprozess des beteiligten Unternehmens aus und lasst sich in drei Hauptphasen: Initiierungsphase, die Vorbereitungsphase und die Realisierungsphase eingliedern. Diese prozessorientierte Betrachtung ermöglicht eine Weiterentwicklung der identifizierten Gestaltungsfelder und dient im Rahmen dynamischer Fähigkeiten als fordernd für die Entwicklungs- und Innovationsfähigkeit der zu betrachtenden Unternehmen dieser Branche. Innerhalb dieses Modells werden konkrete operative Methoden zur effizienten Einbindung der frühen aktiven Kundenintegration entlang der verschiedenen Prozesselemente entwickelt. Diese Methoden werden in Folge zusammengefasst und zu abschließenden Handlungsempfehlungen verdichtet, um die gewonnenen Erkenntnisse prägnant darzustellen.
Weltweit ist die Digitalisierung sowie damit verbundene Chancen ein Thema. Vorwiegend in Deutschland finden jedoch immer noch verhältnismäßig wenige Firmen den Mut, den für das eigene Unternehmen richtigen Weg zur digitalen Transformation zielstrebig anzugehen und sicher zu meistern. Ein Grund für die zögerliche Haltung kann daran ausgemacht werden, dass zu viele unbeantwortete Fragen und unabschätzbare wirtschaftliche Risiken ein Hindernis darstellen.
Systemmodelle bieten eine gute Möglichkeit Transparenz zu schaffen und Fragen zu betrachteten Systemen zu beantworten. In dieser Masterarbeit wird anhand eines Fallbeispiels ein Weg aufgezeigt, wie diese Fragen ausschließlich mittels Methoden des „Model Based Systems Engineering (MBSE)“ beantwortet und damit Entscheidungsgrundlagen erarbeitet werden können. Dies beinhaltet insbesondere Vorschläge zur Analyse von Informationen beziehungsweise Daten direkt in einem Systemmodell. Im Kontext der „Industrie 4.0“ und der „Data Analytics“, bei denen es darauf ankommt, dass Informationspfade korrekt miteinander verknüpft sind, wird zugleich evaluiert, wie sich dessen Inhalte und Prinzipien auf Methoden des MBSE auswirken.
Startups stützen mit ihren innovativen Ideen die Wirtschaft und sorgen für Wettbewerb. Gerade um mit diesen Ideen in einem Unternehmen langfristig bestehen zu können, benötigt es ein valides Geschäftsmodell. Denn erst nach der wirtschaftlichen Verwertung kann von einer Innovation gesprochen werden. Damit es zu dieser entsprechenden Verwertung kommt, braucht es adäquates Kapital zur Unterstützung. Die vorliegende Arbeit greift ebendiese beiden Anknüpfungspunkte auf und untersucht den Zusammenhang zwischen dem Geschäftsmodell und der Finanzierungsform von Startups.
Im Kern geht es um die Untersuchung von externem Kapital in Form von Venture Capital, sowie organischem Wachstum durch „Bootstrapping“. Dabei werden unterschiedliche Blickwinkel beleuchtet, welche den Zusammenhang der beiden Themen besonders beeinflussen, wobei sowohl die Seite der Gründer: innen als auch jene der Kapitalgeber*innen betrachtet wird. Analysiert werden dabei zentrale Themen wie der Einfluss des Musters des Geschäftsmodells, die Risikobereitschaft der Gründer*innen sowie der Einfluss einer Beteiligung von Investor*innen am Startup. Auch der Einfluss der Finanzierung auf die Innovationsbereitschaft von Startups spielt eine zentrale Rolle.
Nach umfassenden theoretischen Erkenntnissen darüber, werden zielgerichtete Hypothesen aufgestellt um neben der allgemeinen Forschungsfrage auch über gewisse Themenbereiche ein tieferes Verständnis zu bekommen. Um die Aussagen entsprechend validieren zu können werden im empirischen Teil elf Expert*inneninterviews durchgeführt, durch welche die Forschungsfrage geeignet beantwortet werden kann. Damit wird ein Framework aufgestellt, um den Zusammenhang zwischen Geschäftsmodell und Finanzierungsform kompakt darzustellen und künftigen Gründer*innen einen Anhaltspunkt zu geben worauf zu achten ist.
Durch den demographischen Wandel werden Arbeitskräfte immer begehrter und es kommt zum sogenannten War for Talents. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, aus einem kleiner werdenden Pool an potenziellen Arbeitskräften ihre Stellen zu besetzen und diese Personen bestenfalls langjährig im Unternehmen zu halten. Speziell in der IT-Branche herrscht ein Mangel an Arbeitskräften. Aus diesem Grund befasst sich diese Arbeit mit den Bedürfnissen der aktuell jüngsten Generation in der Arbeitswelt – der Generation Z. Geboren zwischen 1995 und 2010 wird jener ein Wertesystem zugeschrieben, das sich von dem der vorherigen Generation unterscheidet. Unternehmen und insbesondere Führungskräfte müssen sich diesen neuen Bedürfnissen stellen und auf diese eingehen. Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Handlungsempfehlungen für Führungskräfte der Generation Z zu erstellen und geht auf folgende Frage ein „Welche Handlungen sind für Führungskräfte geeignet, um die Begeisterung und Zufriedenheit von Personen der Generation Z in einem österreichischen IT-Unternehmen zu steigern?“ Dazu wurde mithilfe einer Literaturrecherche zuerst eine Basis gebildet. Im ersten Teil der Arbeit wurde das Thema Führung behandelt. Darauf wurde ein Überblick über die Generationen geschaffen sowie das Thema der Mitarbeiterbindung untersucht. Anhand dieser theoretischen Basis wurde im empirischen Teil ein Fragebogen entwickelt. Die erhobenen Daten wurden schließlich analysiert, um daraus Erkenntnisse zu gewinnen. Anhand Letzterer konnten Handlungsempfehlungen für Führungskräfte abgeleitet werden. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass Führungskräfte teilweise den Stellenwert gewisser Aspekte in Bezug auf Arbeitszufriedenheit und Begeisterung für die Arbeit anders einschätzen als die Generation Z.
Family businesses contribute a significant part to the economy all over the world. Overall, 90% of Austrian businesses are family businesses, if the sole traders (about 60%) are included. However, a family business has to deal with many changes, problems or even crises, which can be caused through VUCA or also through the “Three-Circle-Model”. Therefore, a family business has to be resilient, which means that it has to be resistant and adaptable regarding certain occurrences and changes.
The aim of this master thesis is the assessment and display of organisational resilience in family businesses by developing an instrument to enable further measures for the improvement of organisational resilience in certain areas of the family business. Hence, eight interviews with experts regarding organisational resilience and eight interviews with experts regarding family businesses were executed in order to adapt and confirm the theoretical developed instrument. Furthermore, the adapted instrument was tested by four CEOs of family businesses in order to confirm the practical feasibility and ask for improvements.
The theory-based instrument had the following structure, which was retained for the adapted instrument, and was developed with Microsoft Excel: weighting of the dimension groups and factors, rating of the dimension groups and factors as well as transformation into adaptability and resistance.
Before, it consisted of three different dimension groups and sub-ordinated factors. In the course of the expert interviews, the three existing dimension groups were confirmed and many more were added. Two additional dimension groups were selected. The following dimension groups build the basis: product/ service excellence, process reliability, individual strengths, culture and leadership. Between four and six factors were sub-ordinated to these categories. The experts had to define the selected factors as well in order to generate a common understanding.
As it is listed above, the instrument consists of a weighting part. The experts had to weight the factors to define fixed weights. However, it is recommended to execute the weighting again because it could not be proportional calculated, which is caused by many different classifications with overlapping choices of the experts.
The last part of the interview was the allocation of the factors to the competences adaptability or/ and resistance. The primary market research revealed that the factors rather support the adaptability (62%).
Family businesses (FBs) are fascinating creations of the business world. And not only that - with a turnover of around 616 billion euros and more than 2.92 million employees, FBs are by close definition (without sole proprietors) extremely important for the Austrian economy. Also the developments on social and technological levels are fascinating. Flexible working arrangements, digitalization,
demographic change and much more bring fundamental changes to framework conditions, and especially in the field of leadership. In FBs, also endogenous factors have a major effect, which could constitute a challenge for the leaders.The present work focuses on the cooperative leadership style and the exogenous and endogenous factors that influence this leadership style, as it has been shown that cooperative leadership is best equipped to overcome the challenges of a changing market. Nevertheless, only 24.3% of leaders in Styrian FBs apply the cooperative leadership style. Consequently, a model that visualizes this leadership style and its influencing factors is developed. In the created model, these factors are illustrated with the aim to achieve awareness of their importance for cooperative
leadership exclusively. In addition, a tool that supports leaders by raising awareness of their applied leadership style and by giving recommendations for cooperative leadership is created.
The theoretical part of this thesis includes the characteristics of FBs, the leadership styles, especially the advantages and disadvantages of the cooperative leadership style and the exogenous and endogenous influencing factors. It eventually results
in the creation of the model of cooperative leadership and the development of the concept for a tool for leaders in FBs.
The practical part is based on a qualitative and quantitative survey to verify the influencing factors, determine the leadership styles in Styrian FBs and to evaluate the created model and the concept of the tool on their potential support for leaders in FBs. Based on the findings, the model and the concept of the tool are refined.
The results of this thesis are a model of cooperative leadership that creates awareness of this leadership style and its influencing factors and a tool that supports leaders by raising awareness of their actual leadership style and by giving recommendations on how to come to a cooperative leadership style. This can be immediately applied to capture the leadership style with one click.
Die vorliegende Masterarbeit beleuchtet den Einfluss von Demokratie und Partizipation als Leitmotiv der Unternehmenskultur auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen in einer sich wandelnden Welt. Angesichts eines Generationenwechsels und der steigenden Nachfrage nach neuen Arbeits-, Organisations- und Führungsformen gewinnen demokratische Prinzipien und partizipative Ansätze zunehmend an Bedeutung. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Erfolgsfaktoren für Innovationsfähigkeit, wobei der Unternehmenskultur eine Schlüsselrolle zukommt. Obwohl diese schwer zu entschlüsseln ist, lässt sie sich dennoch beeinflussen. Die Arbeit beleuchtet alternative Organisationsmodelle wie Holokratie und Heterarchie sowie Führungsmodelle wie New Work und Fair Process Leadership, die Grundlagen für die Umsetzung demokratischer Prinzipien bieten. Der Begriff der Unternehmensdemokratie ist weit gefasst und vielschichtig. In dieser Arbeit wird er auf kollektive und partizipative Entscheidungsprinzipien eingegrenzt, die als integraler Bestandteil der Unternehmenskultur verstanden werden müssen. Besondere Bedeutung kommt dabei der Informationstransparenz und der Kommunikation zu, die aktiv in die Unternehmenskultur integriert werden müssen. Die Forschungsfrage wurde empirisch durch qualitative Interviews überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass die Innovationsfähigkeit positiv von kollektiven und partizipativen Entscheidungsmethoden beeinflusst wird. Unternehmenskultur und Partizipation müssen als Prozess begriffen werden, und es zeigt sich, dass viele Unternehmen sich bereits im Wandel befinden und die Grundlagen für die Implementierung einer demokratischen Unternehmenskultur geschaffen haben. Demokratie und Partizipation in der Unternehmenskultur werden in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Innovation wird als entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg betrachtet, wobei Transparenz und Partizipation als wesentliche Erfolgsfaktoren identifiziert werden. Insgesamt bietet die Arbeit einen Beitrag zur Diskussion um zukunftsorientierte und innovative Unternehmenskulturen und bietet praxisnahe Einblicke und Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellen möchten.
Innovationen sind der Motor der Wirtschaft. Damit einhergehend ist Innovative Leadership. Darunter wird eine neue Art zu führen verstanden. Ihre Relevanz ist steigend, da sie in der Praxis zunehmende Anwendung erfährt. Sie konkurriert mit den klassischen Führungsstilen. Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit hebt Innovative Leadership hervor und untersucht den Führungsstil hinsichtlich Feedback und Motivation der Mitarbeitenden. Im Zentrum steht hierbei die Auswirkung von Feedback auf die Motivation der Mitarbeitenden. Untersuchungsfokus und Ziel der Arbeit sind die Eruierung der unterschiedlichen Auswirkungen von Feedback auf die Motivation der Untergebenen der Innovative Führungskraft. Es werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, welche von Innovative Leadern zur Steigerung der Mitarbeiter*innenzufriedenheit berücksichtigt werden können. Zur Erstellung dieser Empfehlungen wird eine umfassende Analyse der bereits existierenden Literatur vorgenommen. Im Mittelpunkt stehen die generelle Relevanz von Innovationen in der Wirtschaft, theoretische Definition und Eigenschaften von Innovative Leadership, die Definition und Erläuterung der Begrifflichkeiten Motivation und Feedback. In diesem Zusammenhang werden theoretische Korrelationen von Innovative Leadership, Motivation und Feedback hervorgehoben. Die Theorie erfährt eine zweistufige empirische Testung. Das geschieht durch einen Fragebogen, an welchem 143 Personen teilgenommen haben und acht Experteninterviews*Expertinneninterviews. Anschließend wird durch die Überprüfung der Hypothesen die Theorie der Empirie gegenübergestellt. Durch dieses Verfahren ist es möglich valide Handlungsempfehlungen aufzustellen, welche die Arbeit abschließen. So können Innovative Leader in Zukunft die Motivation der Mitarbeitenden durch die korrekte Anwendung von Feedback heben.
In einem von Unsicherheit und Dynamik geprägten Unternehmensumfeld ist die Fähigkeit zu Innovation und Lernen unerlässlich. Struktur, Strategie und Unternehmenskultur müssen daher kontinuierlich optimiert werden. Eine höhere Innovations- und Lernfähigkeit ist besonders im dynamischen Umfeld von Start-ups von großer Bedeutung, da sie es den Unternehmen ermöglicht, sich flexibel an veränderte Marktbedingungen anzupassen und somit wettbewerbsfähig zu bleiben. Lean Management ist ein effektives Instrument, um Start-ups bei dieser Herausforderung zu unterstützen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Lean Management in Start-ups zur Steigerung der Innovations- und Lernfähigkeit. Lean Management wurde in der Fertigungsindustrie entwickelt und ist ein Ansatz, um Verschwendung und ineffiziente Prozesse zu reduzieren. In den letzten Jahren wurde Lean Management jedoch auch auf andere Branchen und Start-ups angewandt, um die Effizienz zu steigern und die Flexibilität zu erhöhen. Dabei ist besonders interessant, welche Auswirkungen Lean Management auf die Innovations- und Lernfähigkeit von Start-ups hat. Lean Management erhöht die Fähigkeiten und Eigenschaften zu innovieren und lernen, indem es in strukturierter Weise ein Umfeld bietet, in dem Unternehmen bestehende Prozesse optimieren und innovative Ideen generieren können. Mit der entsprechenden Ausrichtung von Struktur, Strategie und Kultur eines Unternehmens ist ein nachhaltig erfolgreicher Einsatz von Lean Management möglich. Rahmenbedingungen wie Übertragung von Verantwortung, die Schaffung von Bewusstsein und Akzeptanz sowie eine passende Unternehmenskultur und Erfolgsfaktoren wie intrinsische Motivation der MitarbeiterInnen, Einbindung der MitarbeiterInnen und offene Kommunikation haben einen positiven Einfluss auf den Einsatz der Lean Management-Methoden. Das in dieser Arbeit entwickelte Modell bietet Start-ups die Möglichkeit, passende Lean ManagementMethoden entsprechend der Unternehmensphase und dem Unternehmensfokus auszuwählen. Je nach der Entwicklungsphase (Maturity Level), in welcher sich eine Organisation befindet, variiert die strategische Ausrichtung. Anhand dieser beiden Determinanten können Start-ups den individuell passenden Lean Management-Ansatz identifizieren. Trotz der unterschiedlichen Zugänge von Lean Management und Start-ups sind diese erfolgreich kombinierbar. Start-ups definieren sich vor allem durch ihre Agilität und Innovationsgenerierung, während Lean Management mit Struktur und Effizienz unterstützt. Die Kombination von Lean Management und Start-ups ist somit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für innovative Unternehmen. Durch die Ergebnisse der Arbeit sollen Start-ups dazu befähigt werden, ihre Innovations- und Lernfähigkeit durch den Einsatz von Lean Management zu optimieren. Insgesamt leistet diese Masterarbeit somit einen Beitrag zur Unterstützung von Start-ups bei der erfolgreichen Umsetzung von Lean Management und der Steigerung ihrer Innovations- und Lernfähigkeit.
Die Generation Z, geboren zwischen 1995 und 2010, ist die nächste Generation, die in unseren heimischen Klein- und Mittelunternehmen langsam, aber sicher Fuß fasst. Nach Ansicht einiger Generationenforscher müssen Unternehmen nach der Generation Y erneut umdenken, um mit ihrer Belegschaft einen nachhaltigen ökonomischen Erfolg sicherzustellen. Weiterhin getrieben durch die demografische Entwicklung und des anhaltenden Fachkräftemangels sind Unternehmen gezwungen, sich kontinuierlich an die Bedürfnisse der Arbeitnehmer anzupassen. Da die Innovationskultur maßgeblich mit dem Erfolg eines Unternehmens im Zusammenhang steht, besteht die Aufgabe dieser Masterarbeit, die bedeutendsten Merkmale einer Innovationskultur zu identifizieren. Auf Basis von Literaturrecherche werden für das erste theoretische Ergebnis mögliche Merkmale einer Innovationskultur identifiziert, die auf die Generation Z in einem Klein- und Mittelunternehmen attraktiv wirken. Durch Recherche anhand von relevanter Literatur konnten hierbei brauchbare und interessante Ergebnisse gefunden werden, die in Form eines Merkmalskatalogs mit zehn ausschlaggebenden Merkmalen dargestellt werden können. Um den Merkmalskatalog auf seine Richtigkeit hin zu überprüfen, wurde eine qualitative empirische Untersuchung mittels acht problemstrukturierten Interviews mit Anwärtern der Generation Z durchgeführt. Die Erstellung eines teilstrukturierten Interviewleitfadens diente hierbei als durchaus brauchbares, aber auch notwendiges Werkzeug. Das gesammelte Interviewmaterial wurde transkribiert und anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring analysiert und ausgewertet. Durch die Ergebnisse konnte am Ende dieser Arbeit ein ausführlicher und umfangreicher Merkmalskatalog erarbeitet werden. Die Merkmale wurden zum größten Teil, mit den anhand von Literatur identifizierten Merkmalen, überprüft und bestätigt. Lediglich ein Merkmal konnte anhand der Aussagen der Generation Z nicht bestätigt werden. Vor allem die Merkmale Weiterbildung, das Schaffen einer vertrauensvollen Umgebung und die Informationsverfügbarkeit sind der Generation Z äußerst wichtig, um sich letztendlich für ein Unternehmen zu entscheiden. Zusammengefasst kann behauptet werden, dass die Generation Z eine durchaus motivierte und kreative Kohorte darstellt, wenn man sie nicht in ihrem Sein hindert. Durch ihre Motivation, ihren Tatendrang und ihr Engagement sind sie in der Lage, die Innovationsfähigkeit in einem Unternehmen zu steigern und können dadurch einen wichtigen Mehrwert in einem Unternehmen schaffen.
Adaptable Leadership
(2023)
Sowohl Unternehmen, die in oder im Umfeld der Informationstechnologie-Branche (IT-Branche) und Softwareentwicklung tätig sind und die digitale Transformation als ihr Kerngeschäft sehen, als auch Unternehmen, die ihren Kernwertstrom aus anderen Bereichen ziehen, stehen zunehmend vor der Herausforderung gleichsam darauf zu achten, das Kerngeschäft zu optimieren und ihr Geschäftsmodell so weiterzuentwickeln, dass sie künftig als Unternehmen wertschöpfend tätig sein können. Um diese Herausforderungen in strukturierter und gerichteter Form tun zu können, braucht es Führungskräfte, die in der Lage sind, die strategischen Ausrichtungen mitzugestalten und in das Unternehmen zu tragen und durch ihre Mitarbeiter*innen ausführen zu lassen. Dabei kann festgehalten werden: Je anspruchsvoller die Ziele und je radikaler die Neuorientierung eines Unternehmens ist, desto höher sind die Anforderungen an eine unternehmerische Führung sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Sicht. Diese Masterarbeit hat als Ziel dies aufzulösen resultierend in ein Führungs- und Vorgehensmodell, welches als Unterstützungssystem für Führungskräfte in Unternehmen etabliert werden kann und dabei das Führungsdilemma zwischen Innovation und operativer Exzellenz versucht zu lösen. Die theoretischen Erkenntnisse der Masterarbeit münden in ein Führungs- und Vorgehensmodell, welches einerseits mittels Interviews von Experten analysiert und validiert wurde und andererseits tatsächlich in der Unternehmenspraxis auf Anwendbarkeit überprüft wurde. Durch die qualitative Inhaltsanalyse der Interviews und Diskussion der Workshop-Ergebnisse konnten die in der Theorie gewonnenen Erkenntnisse bestätigt und sinnvolle Adaptierungen des Modells durchgeführt sowie Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Das Modell hilft mittels Visualisierung, verstärkter Dokumentation und Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter*innen iterativ und situativ den richtigen Fokus zu legen, ohne dabei einen Bereich zu vernachlässigen. Stärken und Potenziale der Mitarbeiter*innen werden klar in Verbindung mit Business- und Innovationsstrategien gesetzt und Mitarbeiter*innen somit engagiert in Arbeit gesetzt.
Um die Vertriebsleistung durch die Weiterentwicklung der Sozialkompetenz und die Erhöhung der Motivation zu steigern, benötigt es ein Konzept, dass alle Einflussfaktoren und mögliche Herausforderungen darstellt. Die Entwicklung dieses Konzepts ist das übergeordnete Ziel dieser Masterarbeit. In den ersten Kapiteln dieser Arbeit wird auf die Vertriebsleistung, Familienunternehmen (FU), Mitarbeiterentwicklung, Sozialkompetenz und Motivation näher eingegangen bzw. werden die einzelnen Sachverhalte in späteren Kapiteln miteinander verknüpft, damit eine auf der Literatur aufbauende Basis geschaffen werden kann. Die Zusammenhänge über Einflüsse auf die Vertriebsleistung, Besonderheiten von FU, Weiterentwicklungsmethoden und dem Wissen über Sozialkompetenz und Motivation werden dann in ein theoretisches Konzept zur Weiterentwicklung von Vertriebsmitarbeiter/innen in FU zur Steigerung der Vertriebsleistung zusammengefasst. Dieses Konzept besteht aus acht Schritten: Beschreibung, Ziel-Definition, Einflussfaktoren und Schwachstellen, Bewertung der Weiterentwicklungsmethoden, Kosten- und Ressourcenplanung, Entscheidung, Umsetzung der Maßnahmen und laufende Kontrolle und die Ziel-Erreichung. Im Anschluss an das theoretische Konzept wurde eine Marktforschung mittels 16 Einzelexplorationen durchgeführt, in welcher die Theorie und auch das theoretische Weiterentwicklungskonzept untersucht wurden. Es hat sich gezeigt, dass FU durchaus einen Einfluss auf die Vertriebsleistung haben können, wenn ein familiäres Arbeitsumfeld besteht und die Arbeitssituation anders als in Nicht-FU ist. Auch die Sozialkompetenz und die Motivation haben hinsichtlich dem Umgang Kund/innen gegenüber einen Einfluss, da durch ihre Entwicklung bzw. Erhöhung leichter Verkaufsabschlüsse generiert werden können. Zur Weiterentwicklung bzw. Erhöhung der Sozialkompetenzen bzw. Motivation sollten am besten Mentoring, Coaching, Projektarbeiten oder auch Trainee-Programme herangezogen werden. Um vor einer möglichen Umsetzung von Maßnahmen den Ist-Zustand zu messen, sollten Beobachtungen und Befragungen durchgeführt werden, da diese sich am einfachsten und schnellsten umsetzen lassen und auch die aussagekräftigsten Ergebnisse liefern. Bei der Umsetzung des Konzepts sollte darauf geachtet werden, dass die Einflussfaktoren stets miteinbezogen werden, die richtige Weiterentwicklungsmethode ausgewählt wird und dass der Weiterentwicklungserfolg stets kontrolliert und ggf. adaptiert wird, da gerade ein Weiterentwicklungskonzept nie abgeschlossen, sondern wie ein Kreislauf ist.
Die vorliegende Arbeit, ausgeführt im Masterstudiengang „Sales Management“ an der Fachhochschule Campus 02 in Graz, behandelt das Thema „Markteintrittskonzept für den Online-Vertrieb von Wein in der Volksrepublik China am Beispiel von Vipava 1894“. Ziel dieser Thesis ist die Erstellung eines Konzeptes für den B2C Online-Vertrieb in der Volksrepublik China für das Unternehmen MIB Management GmbH, welche die Vipava 1894 Weine verkauft. Im theoretischen Teil dieser Masterarbeit werden zunächst die definitorischen und konzeptionellen Grundlagen beschrieben, welche die Rahmenbedingungen für die gesamte Arbeit darstellen. In weiterer Folge wird die Volksrepublik China näher analysiert, um die Besonderheiten des Landes an sich sowie jene des Marktes aufzuzeigen, und auch mögliche Ansätze für einen internationalen Markteintritt beschrieben. Hierbei wird ein praktischer, ein entscheidungsorientierte und ein systematischer Ansatz näher beleuchtet mit dem Ergebnis, dass für die vorliegenden Rahmbedingungen keiner dieser drei Ansätze übernommen werden kann. Daher muss ein eigenes Markteintrittskonzept erstellt werden, welches Bestandteile aller drei beschriebenen Ansätze aufweist. Auch mögliche Markteintrittsbarrieren und Erfolgsfaktoren für internationale Markteintritte werden zunächst noch näher beschrieben, bevor die fünf Schritte des Markteintrittskonzeptes für Vipava 1894 erläutert werden, welche als Grundlage für die darauffolgende praktische Abhandlung dienen. Der praktische Teil beginnt mit der Beschreibung, Durchführung und Auswertung der durchgeführten qualitativen Primärmarktforschung. Mit Hilfe dieser Marktforschung sollen Informationslücken geschlossen und neue Erkenntnisse gewonnen werden, die im Zusammenhang mit dem Online-Markteintritt in der Volksrepublik China wichtig sind. In weiterer Folge werden die fünf Schritte des im Theorieteil erstellen Markteintrittskonzeptes basierend auf den Erkenntnissen aus dem theoretischen und praktischen Teil genau ausgearbeitet und am Ende noch weitere Empfehlungen für den erfolgreichen Online-Weinvertrieb sowie ein kurzes Resümee abgegeben.
Die AT&S verfolgt als international agierender Leiterplattenproduzent das Ziel den Unternehmenserfolg zu sichern und auszubauen. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen im Rahmen des unternehmerischen Handelns Risiken eingegangen und Chancen genutzt werden. Dynamische Marktentwicklungen können den Erfolg des Unternehmens beeinflussen. Aufgrund dessen hat das Chancen- und Risikomanagement in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Um frühzeitig auf Abweichungen von den Unternehmenszielen reagieren und Maßnahmen ergreifen zu können, hat der Kooperationspartner ein konzernweites Risikomanagementsystem etabliert. Durch die Abgrenzung des Risikomanagements von anderen Steuerungsinstrumenten besteht die Gefahr, dass das Risikomanagement als Fremdkörper angesehen wird und somit Chancen und Risiken nicht optimal in der Unternehmensführung berücksichtigt werden. Die zentrale Aufgabe dieser Arbeit war daher aufzuzeigen, wie der Risikomanagementprozess optimal in die Unternehmenssteuerung integriert werden kann, um einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmensführung darzustellen und eine bestmögliche Berücksichtigung von Chancen und Risiken in Entscheidungen zu erzielen. Auf Grundlage einer Literaturrecherche wurden der idealtypische Risikomanagementprozess sowie die Maßnahmen zur Integration in die Unternehmenssteuerung erörtert. Für die Ermittlung der in der Unternehmenspraxis angewendeten integrativen Risikomanagementansätze wurde eine qualitative Erhebung in Form von Experteninterviews mit Risikomanagern aus Industrie- und Versorgungsbetrieben durchgeführt. Anschließend wurde der Ist-Prozess des Risikomanagements und der Unternehmenssteuerung beim Kooperationspartner analysiert. Basierend auf den durchgeführten Analysen konnten Stärken und Schwächen des Risikomanagements in der AT&S abgeleitet und Verbesserungsmaßnahmen definiert werden. Bei der Durchführung der Analysen wurde ersichtlich, dass in allen Bereichen des Risikomanagementprozesses Verbesserungsmaßnahmen möglich sind. Insbesondere die Verankerung des Risikobewusstseins im Unternehmen, die Modifikation der Risikobewertung sowie die Berücksichtigung von Risikoaspekten in der Strategiefindung tragen wesentlich zur Weiterentwicklung des Risikomanagements in der AT&S bei. Aufgrund von gesetzlichen Änderungen und rasanten Entwicklungen auf den Märkten wird auch in Zukunft der Fokus auf dem Risikomanagement liegen. Die Optimierung des Risikomanagementprozesses sowie die Integration in die Unternehmenssteuerung können zur langfristigen Sicherung und dem Ausbau des Unternehmenserfolgs der AT&S beitragen.
Seit der Corona-Pandemie ist die Remote Arbeit zu einem wichtigen und langfristigen Bestandteil in vielen Unternehmen der IT-Branche geworden. Dadurch wird es notwendig, dass auch die Führungskonzepte auf die neuen Arbeitsmodelle angepasst werden. Die jungen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gehören der Generation Z an und haben neue Bedürfnisse und Anforderungen an Unternehmen.
Im Zuge dieser Masterarbeit werden Arbeits- und Führungskonzepte im Bereich von Remote Work analysiert und mit den Anforderungen und Wünschen der Generation Z gegenübergestellt. Daraus ergeben sich Maßnahmen für Digital Leadership, die speziell den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen der Generation Z gerecht werden. Diese Maßnahmen werden in einem Maßnahmenkatalog gebündelt, der anschließend in einer quantitativen Umfrage mit Fokus auf die Zielgruppe der Generation Z überprüft wird. Weiters dient eine qualitative Befragung dazu, Maßnahmen und Ansätze für innovative Digital Leadership Konzepte aus der Praxis zu finden und den Maßnahmenkatalog damit zu ergänzen.
Ergebnis dieser Arbeit sind Maßnahmen für IT-Unternehmen in den Bereichen Führung, Kommunikation, Arbeitsmodelle und Kultur, die dazu dienen, Digital Leadership in einem Unternehmen zu etablieren und dabei besonders den Bedürfnissen und Anforderungen der Generation Z gerecht zu werden.
