85.06 Unternehmensführung
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The semiconductor industry is a dynamic, fast-moving branch with the overall aim to facilitate people’s lives. Therefore many inventions and innovations have arisen by this industry. After proving a technology’s efficacy in one market, additional markets and applications are identified. Hence, managers of semiconductor companies have to think about an appropriate market-entry strategy. Regularly, marketentries fail because of missing structures or defined procedures. The current master’s thesis deals with designing a procedure model regarding market-entry strategies for the semiconductor industry. Firstly, the conceptual basis is outlined to define important topics within the thesis. After that, an intense literature review covers the semiconductor industry with its characteristics and generic market-entry strategies. With the insights and results of the literature review, a theoretical procedure model for market-entry strategies is designed. The model is validated and proved through a workshop of NXP Semiconductors on a real targeted market. Moreover, an in-depth study incorporating interviews with experts on NXP Semiconductors and other semiconductor companies verifies and requests feedback with respect to the newly designed procedure model. Finally, the model is adapted and recommendations for implementing it are made. The semiconductor industry is a complex and very dynamic branch with specific characteristics and requirements, properties which a procedure model for market-entry strategies must consider. This thesis develops and designs a procedure model to offer an approach to that effect, with final recommendations for an implementation at NXP Semiconductors.
Aufgrund der Bedrohungen des Klimawandels wurde in den letzten Jahren weltweit nach Lösungen für umweltfreundlichere Energie gesucht. Mit der Entwicklung erneuerbarer Energiequellen scheint ein guter Ansatz gefunden worden zu sein, um Elektrizität zu erzeugen. Die damit einhergehenden Herausforderungen sind die dezentrale Positionierung und die Volatilität der zukünftig hohen Anzahl von Wind- und Solarerzeugungsanlagen. Eine Folge dessen ist eine hohe Beanspruchung der Verteilnetze und damit auch die Notwendigkeit effizienterer Energienutzung. Im Jahr 2009 wurde daher auf europäischer Ebene beschlossen intelligente Stromnetze, sogenannte „Smart Grids“ und intelligente Stromzähler, sogenannte „Smart Meter“ einzusetzen, um die Energieversorgung durch die Nutzung von Internet- und Kommunikationstechnologien zu unterstützen. In Österreich wurde in Folge dessen im Jahr 2010 das Elektrizitätswirtschafts- und -Organisationsgesetz entworfen, welches gemeinsam mit weiteren Beschlüssen der Gesetzgebung den österreichischen Weg für effizientere und transparentere Energieversorgung vorgibt. Heute, im Jahr 2019, stehen die österreichischen Netzbetreiber mitten in der Umbauphase in der das Netz für die Verwendung der Smart Meter vorbereitet und die bisher eingesetzten mechanischen Zähler durch die neuen intelligenten Messgeräte ersetzt werden. Durch den fortgeschrittenen Status des Smart Meter-Rollout konnten Netzbetreiber und Energielieferanten bereits Erfahrungen sammeln, die Aufschluss über die tatsächlichen Auswirkungen auf den Energiemarkt geben können. Die vorliegende Arbeit zeigt die wirtschaftlichen Auswirkungen von Smart Metering auf und analysiert diese. Das Ziel ist es herauszufinden welche Kosten durch die Einführung von Smart Metering für Energieversorgungsunternehmen, und damit in weiterer Folge für Konsumenten, entstehen und mit welchen marktrelevanten Änderungen aus heutiger Sicht aufgrund des Betriebes von Smart Metering zu rechnen ist.
Die heutige Welt ist geprägt von wirtschaftlichen Zielen, die meist mit monetären Gewinnvorstellungen verbunden sind. Um diese zu erreichen, ist es wichtig die Kosten- und Budgetplanungen so exakt wie möglich durchzuführen. Dies gilt auch für das Gebiet des Service Level Management. Bei der Erstellung einer Leistungsbeschreibung zwischen Kunden und Lieferanten, einem sogenannten Service Level Agreement, muss oftmals ein Fixpreis vom Dienstleister für eine gewisse Laufzeit festgelegt werden. Da vorab meist wenige Informationen über den zu erwarteten Aufwand zur Verfügung stehen, ist ein gewisses Maß an Ungewissheit vorhanden. Aus diesem Grund ist es notwendig, durchdachte Kostenschätzungen durchzuführen. Diese können mittels verschiedenster Methoden aus unterschiedlichen Gebieten, wie Projektmanagement oder Softwareentwicklung, kommen. Jede dieser Schätzmethoden hat zum Ziel eine möglichst genaue Aussage zu liefern, welche Kosten oder Aufwände durch ein Arbeitspaket oder ein Projekt entstehen können. In dieser Arbeit werden unterschiedliche Schätzmethoden begutachtet. Dabei wird ein bestehendes Schätzmodell eines Unternehmens unter die Lupe genommen und mit der Planning Poker Methode, der Zielkostenrechnung und der Drei-Punkt Schätzung gegenübergestellt. Zusätzlich wird dieses Modell im Zusammenhang mit Service Level Agreements für Operations and Support Service Abteilungen in der IT auf Genauigkeit und Zuverlässigkeit geprüft. Dabei werden nicht nur Testversuche von verschiedenen Schätzmethoden durchgeführt, sondern auch Einflüsse und berücksichtigungswürdige Aspekte des Schätzens aufgezeigt und präsentiert.
Informationstechnologien sind heutzutage auch in kleinen und mittleren Unternehmen ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg. Demzufolge ist eine strategische Planung auch in diesem Bereich von Nöten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. (Mangiapane & Büchler, 2014) Zu diesem Zweck nimmt es sich die vorliegende Arbeit als Ziel ein Vorgehensmodell zu erstellen, das es auch den kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht eine IT-Strategie zu entwickeln. Um ein gemeinsames Verständnis für die relevanten Begrifflichkeiten zu haben wird zunächst die theoretische Basis in den Bereichen der Informationstechnologien und des IT-BusinessAlignment aufgearbeitet. Im Anschluss daran werden die bestehenden Modelle zur ITStrategieentwicklung von Johanning (2014), Mangiapane und Büchler (2014) und Tiemeyer (2011) kurz beschrieben. Da diese Modelle teilweise unterschiedliche Schritte aufweisen wurden die unterschiedlichen Ansätze anschließend in die Schritte des allgemein gültigen Strategie Entwicklungsprozesses nach Kaplan und Norton (2009) eingegliedert. Durch diese Einordnung ergab sich eine gewisse Vergleichbarkeit. Dieser Vergleich erfolgte in Form einer Nutzwertanalyse. Die Kriterien für diese Analyse wurden anhand der Literaturforschung im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen ermittelt. Die Gewichtung der Kriterien erfolgte anhand des Paarvergleiches. Dieser Paarvergleich wurde von 44 Unternehmen unabhängig voneinander durchgeführt. Dadurch ergab sich in Summe ein aussagekräftiges Ergebnis für KMU. Durch diese Analyse wurden die für kleine und mittlere Unternehmen relevanten Schritte pro Modell herausgefiltert und somit ein neues Vorgehensmodell ermittelt. Dieses Modell wurde anschließend in einem Musterunternehmen angewandt. Im Anschluss daran wurden Tiefeninterviews mit den Beteiligten des Prozesses aus dem Musterunternehmen durchgeführt und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2010) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Modell für das betrachtete Unternehmen sehr gut eignet. Es ist jedoch unklar, ob das Modell in kleineren Unternehmen ähnliche Ergebnisse erzielen kann, da es teilweise hohes theoretisches Wissen erfordert. Dies muss mit weiteren Musterumsetzungen ermittelt werden.
Durch die stetig steigenden Anforderungen an die Industrie werden Unternehmen gefordert, ihre bestehenden Geschäftsmodelle ständig in Frage zu stellen. Vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen können aufgrund ihrer begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen dem ständigen Wandel nicht standhalten. Auch die Sondermaschinenbaubranche ist vor derartigen Herausforderungen nicht gefeit. Im Rahmen dieser Arbeit wird ein Vorgehensmodell entwickelt, welches es kleinen und mittleren Unternehmen in der Sondermaschinenbaubranche ermöglichen soll, Schritt für Schritt das eigene Geschäftsmodell weiterzuentwickeln oder gegebenenfalls völlig neu zu entwerfen. Im Theorieteil werden hierzu im ersten Schritt die Charakteristika der Sondermaschinenbaubranche sowie die Technologie des Rührreibschweißens, welche als konkretes Beispiel für den Praxisteil herangezogen wird, näher erläutert. Durch das Analysieren bestehender literarischer Geschäftsmodellansätze und Vorgehensmodelle zur Geschäftsmodellentwicklung wird in Erfahrung gebracht, welche Elemente für ein Vorgehensmodell im Sondermaschinenbau essentiell sind. Zur Abarbeitung der einzelnen Phasen des Vorgehensmodells wird eine Auswahl an effektiven Methoden und Aktivitäten vorgeschlagen. Der Praxisteil beinhaltet die Durchführung des theoretischen Vorgehensmodells anhand des konkreten Beispiels des steirischen Familienunternehmens HAGE Sondermaschinenbau GmbH & Co KG. Ziel hierbei ist es, das derzeitige Geschäftsmodell von HAGE im Bereich des Rührreibschweißens weiterzuentwickeln und somit die Marktposition des Unternehmens für die Zukunft zu sichern. Die praktische Anwendung des Vorgehensmodells erfolgt dabei mittels firmeninterner Workshops, qualitativer Kunden- und Experteninterviews sowie zahlreicher Recherchen. Die daraus gewonnenen Daten finden sich im Anschluss in drei vorgeschlagenen Geschäftsmodellvarianten wieder. Um eine konkrete Handlungsempfehlung abgeben zu können, erfolgt in der letzten Phase die Auswahl einer Variante anhand zuvor definierter Rahmenbedingungen. Das Ergebnis des empirischen Teils zeigt, dass das im theoretischen Teil entwickelte Vorgehensmodell eine geeignete Methode der Geschäftsmodellentwicklung für Sondermaschinenhersteller darstellt. Die finale Geschäftsmodellvariante umfasst ein klar definiertes und strukturiertes Gebilde aus unterschiedlichen Geschäftsmodellelementen, welche speziell auf die Anforderungen der Kunden abgestimmt sind.
Erstellung eines Praxisleitfadens für Umgründungen unter Einbezug eines konkreten Praxisfalles
(2022)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit den Umgründungsarten gemäß Umgründungssteuergesetz (UmgrStG). Demnach werden Verschmelzung, Umwandlung, Spaltung, Einbringung, Zusammenschluss und Realteilung von Gesellschaften bearbeitet. Dabei werden die Umgründungsarten danach kategorisiert, ob sie für Kapitalgesellschaften oder Personengesellschaften bzw. Einzelunternehmen anzuwenden sind. Weiters wird eine Unterscheidung dahingehend getroffen, ob es sich um eine Einzel- oder Gesamtrechtsnachfolge handelt. Anwendungsvoraussetzungen und Auswirkungen der Umgründung werden für die verschiedenen Möglichkeiten erarbeitet und genauer beschrieben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den steuerlichen Auswirkungen.
Ziel der Arbeit ist es, eine Richtlinie für Umgründungen für den Kooperationspartner zu erarbeiten, um diese an einem konkreten Praxisfall, der Umgründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR) in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), anwenden zu können. Somit gilt es, die umgründungssteuerrechtlichen Bestimmungen, die eine steuerschonende Umstrukturierung von Unternehmen ermöglichen, zu analysieren, um Punkte erarbeiten zu können, die in die Richtlinie aufgenommen werden sollen.
Unternehmen haben aufgrund der unübersichtlichen gesetzlichen Vorgaben Hemmungen davor, einen Rechtsformwechsel durchzuführen. Problemstellung dieser Arbeit ist daher, die Erhebung und Analyse der umgründungssteuerrechtlichen Bestimmungen, die eine steuerschonende Umstrukturierung von Unternehmen ermöglichen, um in weiterer Folge den Rechtsformwechsel des untersuchten Praxisfalles unter Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse zu lösen.
Um die Ziele dieser Arbeit zu erreichen, wurde auf die Methode der Literaturrecherche zurückgegriffen, Gespräche mit dem Kooperationspartner wurden geführt und die vom Kooperationspartner zur Verfügung gestellten Unterlagen wurden analysiert.
Den Hauptteil der Arbeit bilden zum einen die Erläuterungen zu den Umgründungsarten gemäß UmgrStG, zum anderen die Ausführungen zur Erarbeitung des Praxisfalles anhand der erstellten Richtlinie.
Im Rahmen der Arbeit wurde erkannt, dass es zahlreiche Aspekte zu beachten gilt, wenn eine Umgründung von Unternehmen vorgenommen wird. Jeder Fall muss individuell betrachtet werden und bedarf spezifischer Recherchen.
Das dynamische Umfeld von Bauunternehmen befindet sich stets im Wandel. Die hohe Wettbewerbsintensität in der Baubranche sowie die zahlreichen Risikoquellen, die über sämtliche Phasen des Bauprozesses bestehen, stellen Bauunternehmen in der Abwicklung von Kundenprojekten täglich vor Herausforderungen. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und rechtzeitig sowie angemessen reagieren zu können, ist die Durchführung eines adäquaten Risikomanagements zur Minimierung des wirtschaftlichen Risikos von zentraler Bedeutung.
Die hohe Komplexität und Individualität der Projekte erschweren dem Kooperationspartner die standardisierte Beurteilung kaufmännischer Risiken neu akquirierter Projekte im gegenwärtigen Risikomanagement. Die Unzulänglichkeit eines standardisierten Bewertungsverfahrens sowie die subjektiven Einflüsse der MitarbeiterInnen führen dazu, dass Projekte falsch evaluiert werden. Unangemessene Risikosteuerungsmaßnahmen und der Eintritt von Liquiditätsrisiken sind die Folgen falsch evaluierter Projekte. Aufgrund dieser Ausgangssituation resultiert die zentrale Fragestellung der Arbeit, wie das bestehende Risikomanagement weiterentwickelt und wie ein adäquates Risikomanagementkonzept gestaltet werden kann, damit eine praktisch umsetzbare sowie standardisierte Risikobeurteilung für neu akquirierte Projekte von jedem/r MitarbeiterIn objektiv vorgenommen werden kann. Um diese Problemstellung zu lösen, wurde in der vorliegenden Arbeit das gegenwärtige Risikomanagement des Kooperationspartners anhand eines unstrukturierten Prozessinterviews erhoben und Optimierungspotenziale definiert. Darüber hinaus wurden die Phasen des Risikomanagementprozesses anhand von Literaturrecherche mit Fokus auf projektorientierte Unternehmen erarbeitet und anschließend in Hinblick auf die Entwicklung des Risikomanagementsystems praktisch umgesetzt.
Als Praxisoutput dieser Arbeit ging die Konzeptionierung eines umfassenden standardisierten Risikomanagementsystems zur Beurteilung der kaufmännischen Risiken auf Einzelprojektebene in Form eines MS Excel-Tools hervor. Im konzeptionierten Risikomanagementsystem durchläuft das jeweilige Projekt den Risikomanagementprozess, welcher die Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikosteuerung sowie Risikoüberwachung beinhaltet.
Die Einführung des standardisierten Risikomanagementsystems schafft Transparenz, gewährt einen Einblick in die Risikostruktur des jeweiligen Projekts und beseitigt eine Verzerrung der Risikobeurteilung durch subjektive Einflüsse. Anlässlich einer konsequenten Anwendung von Risikomanagement können potenzielle Risiken frühzeitig erkannt und Überschreitungen von Projektlaufzeiten und -kosten vermieden werden. Der Einsatz von Risikomanagement führt zu einer erkennbaren Verbesserung der Wirksamkeit und Effizienz der Organisation sowie zu einer nachhaltigeren Entwicklung und folglich zu einer Steigerung des Unternehmenswertes.
Insbesondere bei Dienstleistungsbetrieben stehen Erfolg und Misserfolg in kausalem Zusammenhang mit der Leistungsbereitschaft der MitarbeiterInnen. Ausgelöst von subjektiv erlebter Unzufriedenheit sind ungenutzte Leistungspotenziale und emotionale Distanzierung von ArbeitnehmerInnen gegenüber der Unternehmung oftmals Auswirkungen der inneren Kündigung.
Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, die auslösenden Determinanten, die Verlaufsstrukturen sowie die Auswirkungen der inneren Kündigung zu identifizieren, um daraus intentionale Präventivstrategien zur Steigerung der emotionalen Bindung abzuleiten.
Die empirische Forschung erfolgt anhand problemzentrierter Experteninterviews und fokussiert dabei sowohl die Meinungen und Sichtweisen Betroffener der inneren Kündigung, als auch die von Personalverantwortlichen.
Aus den Ergebnissen der empirischen Untersuchung lässt sich schließen, dass die Schaffung zusätzlicher Identifikationsmöglichkeiten mit der Gesamtunternehmung durch Anpassung der Unternehmens- und Führungskultur von großer Bedeutung ist. In Kontext der Mitarbeitermotivation wird jedoch insbesondere der Führungskraft eine zentrale Rolle zugesprochen, sowohl als auslösende Determinante der inneren Kündigung, als auch für eine Verantwortlichkeit zur Prävention. Eine entsprechende Sensibilisierung zur Thematik der inneren Kündigung, sowie eine Adaptierung der (Führungs-) Kompetenzen ist für ein zufriedenstellendes Führungsverhalten unentbehrlich. Für eine Stabilisierung der zwischenmenschlichen Basis zwischen Führungskraft und MitarbeiterInnen und eine Identifizierung möglicher Fehlbelastungen gilt die Intensivierung der interpersonellen Kommunikation durch reziproken Informationsaustausch als besonders relevant. Zudem stärkt individuelle Mitarbeiterförderung durch Partizipation und Autonomie die organisationale Identifikation.
Die komplexe Thematik der inneren Kündigung verdeutlicht somit, dass der Faktor Mensch neben einer bedeutenden Ressource, ebenso eine unbeständige Variable für unternehmerischen Erfolg darstellt. In diesem Sinne müssen, für eine allseits zufriedenstellende Gesamtsituation, zielgerichtete organisationale und personalentwicklungsspezifische Maßnahmen für alle beteiligten Elemente auf allen beteiligten Ebenen eingesetzt werden.
PERMA Lead
(2022)
Bereits seit einigen Jahren unterliegt die Führungsforschung den Herausforderungen der sich auch durch die Digitalisierung entwickelnden Veränderungen, jedoch hat die aufkommende Covid-19 Pandemie im März 2020 sowohl die Weltwirtschaft als auch Führungskräfte vor eine unerwartete Krise gestellt.
Weder Unternehmen noch Regierungen waren auf diese Krise vorbereitet. Die Auswirkungen der nach wie vor nicht überstandenen Pandemie waren branchenabhängig sehr unterschiedlich. Durch die besonderen Herausforderungen an Führungskräfte während der Krise und einem relativ jungen Führungsmodell namens PERMA-Lead, sollen in der vorliegenden Arbeit hilfreiche Bewältigungsstrategien für Organisationen und Führungskräfte aufgezeigt werden.
Durch die Beleuchtung der Entwicklung der Führungsforschung im Wandel der Zeit wird die notwendige Adaptierung von Führungsverhalten beleuchtet. Konkretes Führungsverhalten zu identifizieren ist jedoch auch in der Vergangenheit durch Positive Leadership Ansätze nicht vollends gelungen.
Daher untersucht die vorliegende Forschungsarbeit den Einsatz im Zusammenhang mit der Bedeutung des PERMA-Lead Modells während der Covid-19 Pandemie. Die Vorteile in Krisen von Positive Leadership Herangehensweisen und die bisherige Wirksamkeit des Modells werden theoretisch dargestellt und folglich mit der empirischen Untersuchung durch qualitative ExpertInneninterviews hilfreicher PERMA-Lead Strategien und dem Krisenbewältigungsbeitrag des Modells verknüpft. Konkretes Führungsverhalten wird bereits durch das theoretische Modell vorgeschlagen und durch die empirische Untersuchung der qualitativen Forschung ergänzt.
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass PERMA-Lead während der Krise durchaus als hilf-reiches Instrument anzusehen ist und bestätigen die Wirksamkeit im Rahmen der vorliegenden Arbeit, beschränken die Wirkungsbreite jedoch auf Grund der Notwendigkeit einer prozesshaften zeit- und ressourcenintensiven Implementierung bereits vor Krisenausbruch. Der Vorteil durch das PERMA-Lead ergibt sich nämlich vorwiegend durch eine bereits vor der Krise erarbeitete Position, die das Unternehmen und die MitarbeiterInnen für die Krise stärkt.
Ständig und sich immer rascher verändernde Rahmenbedingungen im Tourismus können negative wie auch positive Auswirkungen auf eine Region haben. In welche Richtung sich eine Region entwickelt, ist von vielen Faktoren abhängig. Sind es soziale Einflussfaktoren, wie der demografische Wandel, technologische Entwicklungen, die alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche verändern, der Klimawandel oder unvorhersehbare Faktoren, Krisen oder Risiken.
Destinationen, beispielsweise alpine Regionen, sowie die jeweiligen VerantwortungsträgerInnen sind gefordert, den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Das Bewusstsein für die Bedeutsamkeit, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und auf sie bestmöglich vorbereitet zu sein, hat zugenommen. Der Begriff ,Resilienz‘ hat sich in dieser Hinsicht zu einem häufig verwendeten Ausdruck entwickelt und beschreibt die Fähigkeit, mit Veränderungen und Störungen umzugehen, sowie die Aufrechterhaltung von Funktionen innerhalb des Systems sowie deren Systembeziehungen zu gewährleisten.
Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist es, zukünftige Maßnahmen und wesentliche Inputfaktoren, unter Berücksichtigung der Wertschöpfungskette im Tourismus, darzustellen, die für eine resiliente Ausgestaltung notwendig sind, um die ökonomischen Unternehmensziele in turbulenten Zeiten zu sichern. Dabei wird der Fokus im empirischen qualitativen Teil der Masterarbeit auf die Tourismusregion Schladming-Dachstein gelegt. Die Erkenntnisse der geführten ExpertInneninterviews zeigen, inwieweit die ExpertInnen resiliente Maßnahmen in deren Wirkungsbereichen bereits implementieren, um Auswirkungen aus Veränderungen der touristischen Wertschöpfungskette entgegenwirken zu können.
Die Ergebnisse sowie Erkenntnisse der Untersuchung zeigen, dass ein Grundverständnis für die resiliente Ausgestaltung der touristischen Wertschöpfungskette vorhanden ist. Großer Handlungsbedarf besteht jedoch in der Bewusstseinsstärkung aller beteiligten AkteurInnen sowie bei der effizienten Umsetzung der definierten Maßnahmen. Dies lässt deutlich erkennen, dass noch viel Forschungsbedarf in der Weiterentwicklung von Resilienzansätzen und präzisen Konzepten im Tourismus besteht.
