85.06 Unternehmensführung
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COVID-19 hat die Art und Weise, wie Organisationen arbeiten und wie Individuen interagieren, grundlegend verändert. Insbesondere die interne Zusammenarbeit innerhalb von Unternehmen wurde durch abrupte und tiefgreifende Veränderungen in Arbeitsprozessen und Kommunikationsmethoden neu definiert. Innerhalb kürzester Zeit waren Unternehmen gezwungen, traditionelle Arbeitsmodelle durch flexible, digitale Alternativen zu ersetzen. Diese rasante Transformation, geprägt durch die Einführung von Remote Work und hybriden Arbeitsmodellen, wirft zentrale Fragen zur langfristigen Gestaltung von Arbeitsprozessen auf. Die Pandemie beschleunigte nicht nur die Einführung digitaler Technologien, sondern führte auch zu erheblichen Veränderungen in der Organisationskultur und den zwischenmenschlichen Arbeitsbeziehungen. Vertrauen, Kommunikation und soziale Bindungen innerhalb von Teams mussten unter neuen Bedingungen aufgebaut und gepflegt werden. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an die technologischen Kompetenzen der Beschäftigten, da digitale Werkzeuge und Plattformen eine entscheidende Rolle für die Aufrechterhaltung der Produktivität spielten. Dabei waren nicht alle Unternehmen gleichermaßen auf diese Herausforderungen vorbereitet. Die Anpassungsfähigkeit variierte sowohl zwischen Branchen als auch zwischen kleinen und großen Unternehmen. Diese Abschlussarbeit untersucht, wie sich kollaborative Prozesse innerhalb von Unternehmen durch die COVID-19-Pandemie verändert haben. Mithilfe einer Meta-Analyse bestehender empirischer Studien und Umfragen werden Trends und Muster identifiziert, welche die Transformation der Arbeitswelt kennzeichnen. Der Fokus liegt dabei auf den Heraus-forderungen und Chancen, die sich aus dem plötzlichen Übergang zu Remote- und Hybridarbeit ergeben haben. Die hier durchgeführte Studie liefert dadurch wertvolle Erkenntnisse für Unternehmen, um in einer zunehmend digitalen und dynamischen Arbeitswelt erfolgreich agieren zu können und schafft eine wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Forschungen zu diesem Thema. Zudem bietet sie Orientierung für mögliche weiterführende Untersuchungen.
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Auswirkungen der Medizinprodukteverordnung(MDR) 2017 auf die Medizinproduktehändler in der EU, insbesondere im DACH-Raum. Ziel dieser Untersuchung ist es, die Verantwortlichkeiten, Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Umsetzung der MDR ergeben, zu erfassen. Die MDR führt zu einer erheblichen Neustrukturierung der Geschäftsprozesse im Medizinproduktehandel, da Händler nun nicht nur für den Vertrieb, sondern auch für die Qualitätssicherung und Dokumentation verantwortlich sind. Die Arbeit verwendet qualitative Interviews mit Experten aus der Branche, welche die Herausforderungen der MDR, wie die Erhöhung der Betriebskosten, die Notwendigkeit intensiver Schulungen und die Umstellung auf neue IT-Systeme zur Rückverfolgbarkeit, beleuchten. Viele Händler berichten von einem hohen administrativen Aufwand und der Unsicherheit über die spezifischen Anforderungen der MDR. Dies wird durch unzureichende Unterstützung seitens der Behörden und eine unklare Kommunikation über die Händlerverantwortung verstärkt. Dennoch bietet die MDR auch Chancen, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, durchverbesserte Qualität und Transparenz eine stärkere Kundenbindung zu erreichen. Händler, die die regulatorischen Anforderungen proaktiv adressieren, können sich als vertrauenswürdige Partner positionieren. Die Arbeit zeigt, dass die Umsetzung der MDR sowohl eine Herausforderung als auch eine Gelegenheit zur Optimierung interner Prozesse und zur Stärkung der Marktposition darstellt. Abschließend wird festgestellt, dass eine strategische Neuausrichtung der Händler notwendig ist, um den Anforderungen der MDR gerecht zu werden. Unternehmen, die bereit sind, ihre Geschäftsmodelle und organisatorischen Strukturen anzupassen, können langfristig von einemverbesserten Vertrauen der Kunden und einer optimierten Qualität profitieren. Zukünftige Überarbeitungen und Anpassungen der gesetzlichen Regelungen sollten zusätzlich die Umsetzbarkeit dieser Gesetze im kleinstrukturierten Medizinproduktehandel in den Fokus nehmen. Es empfiehlt sich, begleitend dazu Leitfäden zu entwickeln, um den Handelsunternehmen eine ähnliche Hilfestellung zu bieten, wie sie bereits erfolgreich für die Hersteller bereitgestellt wurde.
Klein- und mittlere Betriebe in Österreich sind eine tragende Säule der österreichischen Wirtschaft. Knapp 600.000 Unternehmen beschäftigen rund 2,4 Millionen Menschen. Angesichts der volatilen wirtschaftlichen Lage und Komplexität der Anforderungen sind Führungskräfte in mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Thema Leadership zunehmend an Bedeutung, jedoch ist ein alleiniger Fokus darauf unzureichend. Daher benötigen Führungskräfte vor allem effektive Strategien des Self-Leaderships. Das Hauptziel dieser Masterarbeit war es, die Effekte von Self-Leadership-Strategien auf Führungskräfte in Klein- und mittleren Unternehmen in Österreich darzulegen, ebenso, welche Stressoren auf Führungskräfte am Arbeitsplatz einwirken und welche Methoden sie dagegen anwenden. Auch war es Absicht, Motivationsfaktoren und Self-Leadership-Strategien zu beschreiben, die die Effektivität von Führungskräften beeinflussen. Zielorientiert wurden diese theoretischen Konzepte, Strategien und Methoden mit der empirischen Untersuchung verknüpft. Dazu wurde eine umfassende Literaturrecherche im Internet, in Datenbanken und im Österreichischen Bibliothekenverbund durchgeführt. Die dabei verwendeten Keywords lauteten: Self-Leadership, Self-Leadership-Strategies, Manager, Small and Medium-Sized Enterprises (SMEs), Stress, Stressmanagement sowie Selbstführung, Selbstführungsstrategien, Stressfaktoren, Führungskraft und Klein- und mittlere Unternehmen (KMU). Zur Verknüpfung von Theorie und Empirie wurden folglich zehn Führungskräfte aus Klein- und mittleren Unternehmen in Österreich durch ein semistrukturiertes, leitfadengestütztes Interview befragt. Im Rahmen dieser Masterarbeit wird ersichtlich, dass Führungskräfte mit vielfältigen Belastungsfaktoren und Stressoren im Unternehmen konfrontiert sind und unterschiedliche multimodale Stressmanagementmethoden dagegen anwenden. Auch wird bestätigt, dass Führungskräfte in diesen Unternehmen eine hohe intrinsische Motivation zur Leistungserbringung aufweisen und sich demotivierender Faktoren bewusst sind. Schlussendlich zeigt sich auch, dass Self-Leadership-Strategien auf kognitiver, emotionaler und Verhaltensebene positive Effekte auf Führungskräfte, deren Mitarbeitende und das Unternehmen, in Form einer hohen Leistungsfähigkeit, Effektivität und gestiegenen Resilienz, haben.
Optimierung von IT-Projekten durch integriertes Change Management und Business Process Management
(2024)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie Change Management und Business Process Management integrativ genutzt werden können, um IT-Implementierungsprojekte im Rahmen der digitalen Transformation erfolgreicher zu gestalten. Digitale Transformation ist ein komplexer, fortlaufender Prozess, der technologische, organisatorische und kulturelle Veränderungen erfordert. Trotz erheblicher Investitionen scheitern viele Digitalisierungsinitiativen daran, dass die menschliche Dimension und die Optimierung der Geschäftsprozesse nicht aus-reichend berücksichtigt werden. Das zentrale Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines praxistauglichen Frameworks, das die Stärken von Change Management und Business Process Management kombiniert, um die Herausforderungen von IT-Implementierungsprojekten systematisch zu bewältigen. Der Fokus liegt dabei auf IT-Projekten, während strategische Unternehmensfragen und rein technische Lösungen ausgeklammert wurden. Zur Validierung des Frameworks wurden qualitative Experteninterviews mit sieben Fachpersonen aus unterschiedlichen Branchen durchgeführt, die umfangreiche Erfahrung in digitaler Transformation, IT-Projektmanagement und Prozessoptimierung aufweisen. Die Interviews wurden transkribiert, kodiert und analysiert. Dabei wurden zentrale Themen wie Stakeholder-Management, iterative Prozessmodellierung und agile Projektmethoden identifiziert und in das Framework integriert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kombination von Change Management und Business Process Management unerlässlich ist, um sowohl technische als auch menschliche Anforderungen zu adressieren. Das entwickelte Framework gliedert sich in die Phasen Pre-Implementierung, Implementierung und Post-Implementierung und bietet Unternehmen eine klare Struktur zur Gestaltung erfolgreicher Projekte. Limitationen der Arbeit liegen in der qualitativen Methodik und dem branchenfokussierten Ansatz. Zukünftige Forschung könnte das Framework quantitativ validieren und auf breitere Kontexte anwenden. Das Framework legt den Grundstein für eine verbesserte Projektumsetzung und zeigt Wege auf, die Anforderungen der digitalen Transformation nachhaltig zu bewältigen.
The information demands of external stakeholders of organizations concerning compliance management increased within the last years. Effective communication about implemented compliance processes has the potential to increase or maintain a positive image and a good reputation of a corporation. The aim of this master thesis is to develop an external compliance communication concept for Energie Steiermark AG, based in Austria, including recommendations for action for the implementation of the communication concept in the subsidiary STEFE SK which is located in Slovakia. For this purpose, a thorough analysis of existing literature about compliance management, external compliance communication, and the legal framework of compliance management and non-financial reporting of Austria and Slovakia has been conducted to identify the planning steps that have to be considered in the development of an external compliance communication concept. Based on the findings of the literature review, a theoretically valid external compliance communication concept has been crafted. Furthermore, a primary and secondary market research based on a qualitative approach have been conducted to investigate the current state of external compliance communication of stock-listed Austrian organizations with subsidiaries in Slovakia or other Central and Eastern European Countries. In the practical section of this master thesis, the external compliance communication concept for Energie Steiermark has been developed based on the findings of the literature review and the findings of the market research. The communication concept involves the following planning phases: situation analysis, communication objectives, target group segmentation, communication strategy, positioning, communication tactics and controlling. The last chapter provides recommendations for action for the implementation of the concept in the Slovakian subsidiary.
In dieser Masterarbeit wird der Einsatz von Gamification in österreichischen Familienunternehmen auf Basis qualitativer Fokusgruppendaten untersucht. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf der Anwendung von Spielelementen in Unternehmenskontexten, insbesondere bei Systemwechseln, z. B. des ERP-Systems. Es werden Zusammenhänge zwischen Familiendynamik, Unternehmenskultur und Generationsunterschieden aufgezeigt, da diese die Akzeptanz und Einführung von Gamification beeinflussen. Es wird eruiert, wie Badges, Ranglisten und Punkte die Motivation steigern und die Teamarbeit fördern können. Neben den Chancen werden die Herausforderungen bei der Einführung von Gamification erarbeitet, z. B. Widerstand gegen Veränderungen, begrenzte Ressourcen und die Bedeutung effektiver Kommunikationsstrategien. Die Ergebnisse bieten Erkenntnisse für Manager*innen und unterstreichen die Notwendigkeit kontextspezifischer Ansätze, um das Potenzial von Gamification in österreichischen Familienunternehmen zu maximieren.
This abstract provides a concise overview of the master's thesis titled "Gender Diversity in Sales Teams and Its Impact on Team Dynamics in the Industrial Sector." This research explores the pivotal role of gender diversity within sales teams, specifically focusing on the industrial sector, and how it influences team dynamics. Despite evidence suggesting that female sales representatives achieve their sales targets at a higher rate than their male counterparts, women remain significantly underrepresented in sales roles, especially in leadership positions. The study delves into the genderspecific distribution within B2B sales teams, highlighting a pronounced disparity that becomes more evident in higher leadership roles. By examining both the advantages brought by women in teams—such as increased sustainability, improved company performance, and innovative strategies—and the stark gender differences prevalent in the industrial sector, this thesis seeks to close a notable research gap. It employs a quantitative approach to evaluate how gender diversity affects non-monetary aspects of team dynamics, such as communication quality, conflict resolution capabilities, innovation, and overall team satisfaction. The findings aim to deepen the understanding of gender diversity's specific impacts on sales team dynamics and provide practical insights for optimizing team interactions in the industry. Through this analysis, thethesis contributes to the academic discourse on gender diversity and offers actionable recommendations for companies to harness the benefits of a diverse team composition, ultimately enhancing team effectiveness and achieving competitive advantages in theindustrial sector.
Die vorliegende Arbeit untersucht eingehend die Thematik des Wandels und des Change Managements in Unternehmen, insbesondere im Kontext von Logistikautomatisierungsunternehmen. Die Motivation für diese Forschung basiert auf der Notwendigkeit, die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei Veränderungsprozessen in dieser speziellen Branche zu verstehen und zu identifizieren. Die Arbeit beginnt mit einer umfassenden Darstellung des Wandels, definiert den Terminus und beleuchtet verschiedene Mo-delle wie das Wachstumsmodell von Greiner, das Unternehmensentwicklungsmodell von Bleicher und das Change-Modell von Hurst. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Change Management, wobei die Handlungsfelder und Verhaltensmuster eingehend betrachtet werden. Detailliert werden Modelle wie das 8-Stufen Modell nach Kotter, das ADKAR Modell und agile Change-Management-Ansätze untersucht. Erfolgsfaktoren im Change-Management werden herausgearbeitet und zusammengefasst. Ein weiteres zentrales Element der Untersuchung ist die Rolle der Führung als Einflussfaktor im Veränderungsprozess. Die Arbeit analysiert verschiedene Aspekte wie Aufgabenteilung, Zielsetzung, Informationsversorgung, Mitarbeitermotivation, Autorität, Führungsverhalten, Veränderungsbereitschaft, Change-Fähigkeiten und -Kompetenz. Die methodische Herangehensweise beinhaltet die Anwendung analytischer Statistik, die Auswahl der Forschungsmethode sowie die Anpassung und Durchführung von Befragungen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen das die wichtigsten Erfolgsfaktoren im Change Management die Kommunikation, die Führung und das Identifizieren und Verankern von Erfolgen sind.
In etablierten Branchen sehen sich Start-Ups großen Hindernissen gegenübergestellt, die oftmals auf eine hohe Konkurrenzstruktur und die mangelnden Erfahrungswerte des Unternehmens zurückzuführen sind. Im Zuge dessen basieren die Geschäftsmodelle auf Annahmen oder sind lückenhaft in ihren Bestandteilen. Insofern überrascht es nicht, dass acht von zehn Start-Ups scheitern. Insbesondere in der Vergleichsportalbranche herrscht eine hohe Konkurrenzdichte mit dominanten Playern, die den Erfolg von Start-Ups erschweren. Das Ziel dieser Arbeit ist die systematische Geschäftsmodellentwicklung am Vergleichsportalmarkt für die SmartC GmbH, einem Grazer Start-Up. Zu diesem Zweck wird ein Vorgehensmodell entwickelt, welches Start-Ups ermöglichen soll, die relevanten Stakeholder in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen und dabei ein holistisches Geschäftsmodell zu formen. Im Zuge dessen wird ein neues Geschäftsmodell-Canvas vorgestellt, welches die Lücken der bisherigen Modelle schließt und verschiedene Stakeholder-Perspektiven vereint. Im ersten Schritt wird der Geschäftsmodellbegriff beleuchtet, um die notwendigen Inhalte eines Geschäftsmodells herzuleiten. Anschließend folgt eine kritische Reflexion des Vergleichsportalmarkts, wodurch in Erfahrung gebracht wird, dass das marktübliche Affiliation-Marketing großen Kritiken unterliegt und ein solches Modell nicht nachhaltig ist. Daraufhin werden Vorgehensmodelle der Geschäftsmodellentwicklung analysiert und Bestandteile für ein Vorgehensmodell für Start-Ups abgeleitet. Der daraus resultierende Prozess wird mit Methoden bereichert und anschließend im empirischen Teil am Beispiel der SmartC GmbH angewandt. Im praktischen Abschnitt erfolgt ein zunehmender Erkenntnisgewinn für das Unternehmen. Dabei offenbart die Umgebungsanalyse treibende Faktoren für einen Vertragswechsel des Kunden. Darauf aufbauend werden in einem Unternehmensworkshop Ideen entwickelt, welche durch den Autor evaluiert werden, um Fragen für Experteninterviews abzuleiten. Mit Hilfe der Experten wird ein Geschäftsmodellprototyp geformt, welcher anschließend durch einen Kundenworkshop in ein holistisches und konkurrenzfähiges Geschäftsmodell überführt wird. Das Ergebnis der empirischen Ausarbeitung zeigt, dass das Vorgehensmodell eine geeignete Methode für die Geschäftsmodellentwicklung von Start-Ups ist. Gleichzeitig lassen sich Handlungsempfehlungen für die Strategie der SmartC GmbH ableiten. Das finale Geschäftsmodell umfasst ein umfangreiches Gesamtbild, welches in die Praxis überführt werden kann.
Die vorliegende Masterarbeit widmet sich intensiv dem Thema Risikomanagement und beleuchtet die vielschichtigen Auswirkungen, die aus der Identifikation und Bewertung von Risiken im Bereich der österreichischen Bauwirtschaft resultieren. In einer Branche, die von Unsicherheiten und unvorhersehbaren Ereignissen geprägt ist, ist ein effektives Risikomanagement von entscheidender Bedeutung. Die Datengenerierung für diese Arbeit erfolgte in enger Kooperation mit einem mittelständischen Bauunternehmen mit Sitz in Graz, das als praktisches Beispiel dient, um die theoretischen Konzepte des Risikomanagements in der realen Welt zu veranschaulichen. Im Verlauf eines Bauvorhabens stehen Entscheidungsträger vor der Herausforderung, eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen, die potenziell weitreichende Auswirkungen auf das Unternehmen haben können. Diese Entscheidungen sind nicht nur für den unmittelbaren Erfolg des Projekts von Bedeutung, sondern können auch langfristige Konsequenzen nach sich ziehen, die sich in Form von erheblichen finanziellen Schäden oder Reputationsverlusten äußern können. Daher ist es unerlässlich, dass die Beteiligten in der Lage sind, verschiedene Risiken sorgfältig abzuwägen, um das gelindere „Übel“ zu finden und somit die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Ein zentraler Aspekt, der in dieser Arbeit behandelt wird, ist die unterschiedliche
Wahrnehmung von Risiken innerhalb von Unternehmen. Es zeigt sich, dass die Risikowahrnehmung und die Risikobereitschaft stark variieren können und maßgeblich vom Charakter und der Einstellung der Führungskräfte abhängen. Während einige Unternehmen Risiken als Wahrscheinlichkeitskonzept betrachten, das auf einer fundierten Analyse basiert, sehen andere sie lediglich als potenzielle Schadenshöhe. Diese unterschiedlichen Perspektiven können erhebliche Auswirkungen auf die Risikostrategien und -entscheidungen der Unternehmen haben. Die gewonnenen Erkenntnisse dieser Masterarbeit bieten einen umfassenden Überblick über den aktuellen Umgang mit Risiken in Bezug auf Generalunternehmer-Projekte im Hochbau. Anhand der von unserem Kooperationspartner zur Verfügung gestellten Unterlagen werden die spezifischen Herausforderungen und Risiken, die in solchen Projekten auftreten können, detailliert analysiert. Darüber hinaus werden die Auswirkungen dieser Risiken auf die
Projektabwicklung und die Unternehmensstrategie untersucht. Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Arbeit sind die erarbeiteten Handlungsempfehlungen, die speziell auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten des Kooperationsbetriebs abgestimmt sind. Diese Empfehlungen zielen darauf ab, einen effektiven Umgang mit „relevanten“ Risiken zu fördern und die Resilienz des Unternehmens gegenüber unvorhergesehenen Ereignissen zu stärken. Durch die Implementierung dieser Strategien können Unternehmen nicht nur ihre Risiken besser managen, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld sichern. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die vorliegende Masterarbeit nicht nur einen theoretischen Rahmen für das Risikomanagement im Bauwesen bietet, sondern auch praktische Ansätze zur Verbesserung der Risikowahrnehmung und -bewältigung in der Bauwirtschaft aufzeigt. Die Erkenntnisse und Empfehlungen, die aus dieser Arbeit hervorgehen, sollen dazu beitragen, die Entscheidungsfindung in Bauprojekten zu optimieren und somit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Risikomanagements in der Branche zu leisten.
Optimierung der Einbringung eines Einzelunternehmens in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung
(2024)
In der Enzinger Steuerberatung GmbH gibt es derzeit keine einheitliche Vorgehensweise für die Einbringung eines Einzelunternehmens in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Dies führte zu hohem Zeitaufwand und Ineffizienzen in der Vorbereitung. Dem soll in Zukunft durch einen Leitfaden, welcher Schwellenwerte für die Vorteilhaftigkeit einer Einbringung sowie genaue Anweisungen zur Verwendung des erstellten Excel-Berechnungstools beinhaltet, entgegengewirkt werden. Im Berechnungstool sollen Vorteilhaftigkeitsvergleiche angestellt werden können und bei positiver Beurteilung dessen, die relevanten Vorbereitungen zur
Einbringung erfolgen.
Auf Basis dieser Ausgangssituation und des erforderlichen Outputs ist zu klären, unter welchen Voraussetzungen eine Einbringung als vorteilhaft zu beurteilen ist, welche klientenspezifischen Daten berücksichtigt werden müssen und welche Vorschriften im Rahmen des Um-gründungssteuergesetzes zu beachten sind. Um diese Fragestellung beantworten zu können, bedarf es einer Vielzahl an Analysen.
In der Arbeit wird mithilfe von Literatur und Erfahrungswerten aus der Kanzlei eine Prognoserechnung für die Variante des Einzelunternehmens und der GmbH erstellt, die mit Besonderheiten, wie der Einbringung von Immobilien, ausgestattet ist. Auf Basis dessen können Bar-wertvergleiche angestellt werden, um bei der Vorteilhaftigkeit den Zeitwert des Geldes zu berücksichtigen und aussagekräftige Ergebnisse zu liefern. Dabei wird auf die Auswirkung der Abschaffung der kalten Progression näher eingegangen. Für die Einbringung werden relevante Rechtsgrundlagen aufgedeckt, wie die Berechnung eines Übergangsgewinnes oder rückwirkender Korrekturen.
Die gesamten Berechnungen werden im Anschluss anhand eines Praxisfalles aus der Enzinger Steuerberatung GmbH erprobt. Dazu wird die Prognoserechnung mit anonymen Echtdaten erstellt und die Einbringungsbilanz für die Einbringung vorbereitet.
Das Berechnungstool samt Leitfaden stellt eine Erleichterung bei Einbringungen für die Enzinger Steuerberatung GmbH, insbesondere für Berufsanwärter*innen mit begrenztem Wissen über das Umgründungssteuergesetz, dar. Die Effizienz kann durch die Einsparung von Zeitaufwand und weniger Fehleraufdeckung bei Qualitätskontrollen sichergestellt werden und in Zukunft den Einbringungsprozess erleichtern.
Als Fazit kann gesagt werden, dass für eine Vorteilhaftigkeit der GmbH eine Gewinnschwelle von EUR 486.000,00 zu überschreiten ist. Diese Grenze gilt, sofern keine anderen Einkünfte vorliegen und von einer Vollausschüttung der GmbH-Gewinne ausgegangen wird. Sollten teilweise Gewinne thesauriert werden, kann der Gewinn in geringem Ausmaß unterschritten werden.
In der tieferen Analyse der Rechtsformen konnte festgestellt werden, dass die Höhe der Ausschüttung einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Beurteilung hat, wodurch in der Masterarbeit sowie in der Praxis unterschiedliche Szenarien notwendig sind. Ebenso sind im konkreten Fall Immobilieneinbringungen aus steuerlicher, aber auch rechtlicher Sicht genau zu analysieren.
This thesis aims to elaborate the topic internal compliance communication in a multicultural environment. The purpose of the thesis is to develop an internal compliance communication concept for the Austrian based company Energie Steiermark AG, as well as recommendations for action for the implementation of the concept in its foreign entities in Slovakia and the Czech Republic. The findings of an extensive literature research were challenged by an empirical study to provide the company with a concept based on a holistic set of data. Accordingly, the theoretical part of this thesis contains fundamental information regarding the sustainable integration of internal compliance communication in multinational corporations (MNC) operating business in Central and Eastern European (CEE) countries. Emphasis is placed on the recommendations of national (IDW PS 980) and international (ISO 19600) compliance management standards (CMS). In addition, the correlation of internal compliance communication and corporate culture has been elaborated to achieve internal commitment regarding compliance matters. Based on chapter 2 Compliance management and chapter 3 multicultural internal communication, a theoretically valid internal compliance communication concept has been developed in chapter 4 as a basis for the empiricism. In the practical part, the theoretical findings were amended by insights of experts of Austrian stock-listed industry companies and adapted to the requirements of Energie Steiermark AG. Based on the qualitative study, essential insights into the development and decision-making process of internal compliance communication have been gained and used to establish the concept. The developed framework consists of seven phases elaborated in chapter 8, namely situational analysis, objectives, target audience segmentation, strategy development, positioning, selection of operational measures and controlling. The chapter provides a detailed decision framework for each phase, and applies the concept in the case of Energie Steiermark AG. In chapter 9, the concept is adapted to the foreign entities situated in Slovakia and the Czech Republic. For that purpose, country and culture-specific recommendations for action that must be considered in each phase of the conception are provided.
Knapp ein Viertel der österreichischen Klein- und Mittelunternehmen wird im Zeitraum von 2020 bis 2029 mit der Regelung der Unternehmensnachfolge konfrontiert, wobei es durch eine erfolgreiche Umsetzung fast 700.000 Arbeitsplätze abzusichern gilt. Diese Unternehmensnachfolge-welle betrifft vor allem auch Familienunternehmen und wirft eine Vielzahl von Fragen zur Gestaltung und Finanzierung der Nachfolge auf. Angesichts des demografischen Wandels und sich ändernder Bedürfnisse ist die Suche nach Nachfolger*innen außerhalb der Familie für viele Unternehmer*innen unvermeidlich geworden. Insbesondere die Nachfolgeform des Management-Buy-outs hat sich als attraktive Option herauskristallisiert, bei dem das bestehende Management oder leitende Mitarbeiter*innen die Nachfolge antreten und das Unternehmen fortführen.
Im Rahmen der Umsetzung der Unternehmensnachfolge ergeben sich sowohl Herausforderungen für die Übergeber*innen als auch für die Nachfolger*innen. Ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensnachfolge und die Vermeidung von Konflikten liegt in der Gestaltung eines Übergabeprozesses, bei dem ausgehend von den Zielen und Erwartungen ein klarer Plan auszuarbeiten ist. Hierbei soll explizit auf die Regelung von Verantwortlichkeiten, Rechten und Kompetenzen eingegangen werden. Vor allem für die Nachfolger*innen ergeben sich zudem erhebliche finanzielle Hürden, da sie oft nicht über ausreichend Eigenkapital verfügen, um die Nachfolge eigenständig zu finanzieren.
Diese Masterarbeit untersucht daher die Möglichkeiten der Einbindung der Übergeber*innen in die Finanzierung von Management-Buy-outs in kleinen Familienunternehmen in Österreich. Die Ergebnisse bieten einen Einblick in die aktuellen Praktiken und Herausforderungen bei der Um-setzung von Management-Buy-outs, bilden gängige Finanzierungsstrukturen im Kontext der Unternehmensnachfolgen ab, zeigen die geringe Bedeutung alternativer Finanzierungsinstrumente im Segment der Unternehmensnachfolgen kleiner Unternehmen und verdeutlichen die Relevanz der Einbindung der Übergeber*innen in die Finanzierung, indem mögliche Lösungsansätze auf-gezeigt werden. Die abschließende Erörterung der Chancen und Risiken, welche sich durch die Einbindung der Übergeber*innen in die Finanzierung ergeben, bringt eine tendenziell stärkere Gewichtung der Chancen als Ergebnis hervor, wobei diese immer im Zusammenhang mit den spezifischen Herausforderungen individuell zu bewerten sind.
Die steigende Nachfrage nach Innovationen veranlasst immer mehr Unternehmen, ihre Innovationsprozesse für Ideen von externen Partnern zu öffnen. Darunter Unternehmen unterschiedlichster Branchen, die im Rahmen ihrer strategischen Überlegungen sich dieser Herausforderung anzunehmen haben. Die Erfolgsbilanz dieser Bestrebungen variiert jedoch je nach Branche und Unternehmen erheblich. Eine etablierte Betrachtung aus der Managementliteratur zur Integration von Stakeholder sprich externe Partner, bietet die Open Innovation-Methode, die sich im Rahmen des Innovationsmanagements auf die prozessuale Sichtweise und die damit verbundene Öffnung des Innovationsprozesses konzentriert. Dieser Ansatz ermöglicht eine frühe Integration von Kundinnen und Kunden, wodurch ihre Bedürfnisse und Ideen bereits in der Entwicklungsphase berücksichtigt werden. Die Auswahl und Integration geeigneter Kundinnen und Kunden sowie die Definition von gemeinsamen Zielen sind dabei entscheidende Erfolgsfaktoren. Die Herausforderungen liegen in der Bewältigung von firmenspezifischen Unterschieden, der Sicherung des geistigen Eigentums und der Anpassung etablierter Prozesse. Demnach zielt diese Arbeit auf die Gestaltung einer effizienten und wirksamen Integration von Kundinnen und Kunden am Front End des Innovationsprozesses eines Automobilherstellers ab und konzertiert sich verstärkt auf die Komponente der betrieblichen Praxis solcher Unternehmen. Die Notwendigkeit, sich im Rahmen des zugrunde liegenden Themas anzunehmen, resultiert aus der praktischen Gegebenheit, dass die Literatur reichlich mit Arbeiten zum Thema „Kundenintegration in Dienstleistungs- sowie Industriegüterunternehmen“ geschmückt ist, die sich allerdings auf Unternehmen stutzen, mit teils weniger komplexen Produkten wie die des Automobils. Dazu gehören auch automobile Zulieferer sowie Entwicklungsdienstleister, die die Kundinnen und Kunden im Entwicklungsprozess miteinbeziehen. Diese wurden bereits in diversen Studien behandelt. Mit einer Gegenüberstellung der Besonderheiten dieser Branche und einem Vergleich von Prozessablaufen renommierter Automobilhersteller wird aufgezeigt, dass die Integration der Kundinnen und Kunden im Rahmen von Open Innovation hinsichtlich des automobilen Produktentstehungsprozesses eines Automobilherstellers in der Praxis bisher kaum stattgefunden hat. Dafür werden grundlegende strategische Aspekte der frühen Kundenintegration betrachtet, bei denen Kundinnen und Kunden in den Innovationsprozess einbezogen werden. Die frühe Kundenintegration zeichnet sich insbesondere durch eine aktive Rolle der Kundinnen und Kunden als Wertschöpfungspartner im Innovationsprozess des beteiligten Unternehmens aus und lasst sich in drei Hauptphasen: Initiierungsphase, die Vorbereitungsphase und die Realisierungsphase eingliedern. Diese prozessorientierte Betrachtung ermöglicht eine Weiterentwicklung der identifizierten Gestaltungsfelder und dient im Rahmen dynamischer Fähigkeiten als fordernd für die Entwicklungs- und Innovationsfähigkeit der zu betrachtenden Unternehmen dieser Branche. Innerhalb dieses Modells werden konkrete operative Methoden zur effizienten Einbindung der frühen aktiven Kundenintegration entlang der verschiedenen Prozesselemente entwickelt. Diese Methoden werden in Folge zusammengefasst und zu abschließenden Handlungsempfehlungen verdichtet, um die gewonnenen Erkenntnisse prägnant darzustellen.
Weltweit ist die Digitalisierung sowie damit verbundene Chancen ein Thema. Vorwiegend in Deutschland finden jedoch immer noch verhältnismäßig wenige Firmen den Mut, den für das eigene Unternehmen richtigen Weg zur digitalen Transformation zielstrebig anzugehen und sicher zu meistern. Ein Grund für die zögerliche Haltung kann daran ausgemacht werden, dass zu viele unbeantwortete Fragen und unabschätzbare wirtschaftliche Risiken ein Hindernis darstellen.
Systemmodelle bieten eine gute Möglichkeit Transparenz zu schaffen und Fragen zu betrachteten Systemen zu beantworten. In dieser Masterarbeit wird anhand eines Fallbeispiels ein Weg aufgezeigt, wie diese Fragen ausschließlich mittels Methoden des „Model Based Systems Engineering (MBSE)“ beantwortet und damit Entscheidungsgrundlagen erarbeitet werden können. Dies beinhaltet insbesondere Vorschläge zur Analyse von Informationen beziehungsweise Daten direkt in einem Systemmodell. Im Kontext der „Industrie 4.0“ und der „Data Analytics“, bei denen es darauf ankommt, dass Informationspfade korrekt miteinander verknüpft sind, wird zugleich evaluiert, wie sich dessen Inhalte und Prinzipien auf Methoden des MBSE auswirken.
Startups stützen mit ihren innovativen Ideen die Wirtschaft und sorgen für Wettbewerb. Gerade um mit diesen Ideen in einem Unternehmen langfristig bestehen zu können, benötigt es ein valides Geschäftsmodell. Denn erst nach der wirtschaftlichen Verwertung kann von einer Innovation gesprochen werden. Damit es zu dieser entsprechenden Verwertung kommt, braucht es adäquates Kapital zur Unterstützung. Die vorliegende Arbeit greift ebendiese beiden Anknüpfungspunkte auf und untersucht den Zusammenhang zwischen dem Geschäftsmodell und der Finanzierungsform von Startups.
Im Kern geht es um die Untersuchung von externem Kapital in Form von Venture Capital, sowie organischem Wachstum durch „Bootstrapping“. Dabei werden unterschiedliche Blickwinkel beleuchtet, welche den Zusammenhang der beiden Themen besonders beeinflussen, wobei sowohl die Seite der Gründer: innen als auch jene der Kapitalgeber*innen betrachtet wird. Analysiert werden dabei zentrale Themen wie der Einfluss des Musters des Geschäftsmodells, die Risikobereitschaft der Gründer*innen sowie der Einfluss einer Beteiligung von Investor*innen am Startup. Auch der Einfluss der Finanzierung auf die Innovationsbereitschaft von Startups spielt eine zentrale Rolle.
Nach umfassenden theoretischen Erkenntnissen darüber, werden zielgerichtete Hypothesen aufgestellt um neben der allgemeinen Forschungsfrage auch über gewisse Themenbereiche ein tieferes Verständnis zu bekommen. Um die Aussagen entsprechend validieren zu können werden im empirischen Teil elf Expert*inneninterviews durchgeführt, durch welche die Forschungsfrage geeignet beantwortet werden kann. Damit wird ein Framework aufgestellt, um den Zusammenhang zwischen Geschäftsmodell und Finanzierungsform kompakt darzustellen und künftigen Gründer*innen einen Anhaltspunkt zu geben worauf zu achten ist.
Durch den demographischen Wandel werden Arbeitskräfte immer begehrter und es kommt zum sogenannten War for Talents. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, aus einem kleiner werdenden Pool an potenziellen Arbeitskräften ihre Stellen zu besetzen und diese Personen bestenfalls langjährig im Unternehmen zu halten. Speziell in der IT-Branche herrscht ein Mangel an Arbeitskräften. Aus diesem Grund befasst sich diese Arbeit mit den Bedürfnissen der aktuell jüngsten Generation in der Arbeitswelt – der Generation Z. Geboren zwischen 1995 und 2010 wird jener ein Wertesystem zugeschrieben, das sich von dem der vorherigen Generation unterscheidet. Unternehmen und insbesondere Führungskräfte müssen sich diesen neuen Bedürfnissen stellen und auf diese eingehen. Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Handlungsempfehlungen für Führungskräfte der Generation Z zu erstellen und geht auf folgende Frage ein „Welche Handlungen sind für Führungskräfte geeignet, um die Begeisterung und Zufriedenheit von Personen der Generation Z in einem österreichischen IT-Unternehmen zu steigern?“ Dazu wurde mithilfe einer Literaturrecherche zuerst eine Basis gebildet. Im ersten Teil der Arbeit wurde das Thema Führung behandelt. Darauf wurde ein Überblick über die Generationen geschaffen sowie das Thema der Mitarbeiterbindung untersucht. Anhand dieser theoretischen Basis wurde im empirischen Teil ein Fragebogen entwickelt. Die erhobenen Daten wurden schließlich analysiert, um daraus Erkenntnisse zu gewinnen. Anhand Letzterer konnten Handlungsempfehlungen für Führungskräfte abgeleitet werden. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass Führungskräfte teilweise den Stellenwert gewisser Aspekte in Bezug auf Arbeitszufriedenheit und Begeisterung für die Arbeit anders einschätzen als die Generation Z.
Family businesses contribute a significant part to the economy all over the world. Overall, 90% of Austrian businesses are family businesses, if the sole traders (about 60%) are included. However, a family business has to deal with many changes, problems or even crises, which can be caused through VUCA or also through the “Three-Circle-Model”. Therefore, a family business has to be resilient, which means that it has to be resistant and adaptable regarding certain occurrences and changes.
The aim of this master thesis is the assessment and display of organisational resilience in family businesses by developing an instrument to enable further measures for the improvement of organisational resilience in certain areas of the family business. Hence, eight interviews with experts regarding organisational resilience and eight interviews with experts regarding family businesses were executed in order to adapt and confirm the theoretical developed instrument. Furthermore, the adapted instrument was tested by four CEOs of family businesses in order to confirm the practical feasibility and ask for improvements.
The theory-based instrument had the following structure, which was retained for the adapted instrument, and was developed with Microsoft Excel: weighting of the dimension groups and factors, rating of the dimension groups and factors as well as transformation into adaptability and resistance.
Before, it consisted of three different dimension groups and sub-ordinated factors. In the course of the expert interviews, the three existing dimension groups were confirmed and many more were added. Two additional dimension groups were selected. The following dimension groups build the basis: product/ service excellence, process reliability, individual strengths, culture and leadership. Between four and six factors were sub-ordinated to these categories. The experts had to define the selected factors as well in order to generate a common understanding.
As it is listed above, the instrument consists of a weighting part. The experts had to weight the factors to define fixed weights. However, it is recommended to execute the weighting again because it could not be proportional calculated, which is caused by many different classifications with overlapping choices of the experts.
The last part of the interview was the allocation of the factors to the competences adaptability or/ and resistance. The primary market research revealed that the factors rather support the adaptability (62%).
Family businesses (FBs) are fascinating creations of the business world. And not only that - with a turnover of around 616 billion euros and more than 2.92 million employees, FBs are by close definition (without sole proprietors) extremely important for the Austrian economy. Also the developments on social and technological levels are fascinating. Flexible working arrangements, digitalization,
demographic change and much more bring fundamental changes to framework conditions, and especially in the field of leadership. In FBs, also endogenous factors have a major effect, which could constitute a challenge for the leaders.The present work focuses on the cooperative leadership style and the exogenous and endogenous factors that influence this leadership style, as it has been shown that cooperative leadership is best equipped to overcome the challenges of a changing market. Nevertheless, only 24.3% of leaders in Styrian FBs apply the cooperative leadership style. Consequently, a model that visualizes this leadership style and its influencing factors is developed. In the created model, these factors are illustrated with the aim to achieve awareness of their importance for cooperative
leadership exclusively. In addition, a tool that supports leaders by raising awareness of their applied leadership style and by giving recommendations for cooperative leadership is created.
The theoretical part of this thesis includes the characteristics of FBs, the leadership styles, especially the advantages and disadvantages of the cooperative leadership style and the exogenous and endogenous influencing factors. It eventually results
in the creation of the model of cooperative leadership and the development of the concept for a tool for leaders in FBs.
The practical part is based on a qualitative and quantitative survey to verify the influencing factors, determine the leadership styles in Styrian FBs and to evaluate the created model and the concept of the tool on their potential support for leaders in FBs. Based on the findings, the model and the concept of the tool are refined.
The results of this thesis are a model of cooperative leadership that creates awareness of this leadership style and its influencing factors and a tool that supports leaders by raising awareness of their actual leadership style and by giving recommendations on how to come to a cooperative leadership style. This can be immediately applied to capture the leadership style with one click.
Die vorliegende Masterarbeit beleuchtet den Einfluss von Demokratie und Partizipation als Leitmotiv der Unternehmenskultur auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen in einer sich wandelnden Welt. Angesichts eines Generationenwechsels und der steigenden Nachfrage nach neuen Arbeits-, Organisations- und Führungsformen gewinnen demokratische Prinzipien und partizipative Ansätze zunehmend an Bedeutung. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Erfolgsfaktoren für Innovationsfähigkeit, wobei der Unternehmenskultur eine Schlüsselrolle zukommt. Obwohl diese schwer zu entschlüsseln ist, lässt sie sich dennoch beeinflussen. Die Arbeit beleuchtet alternative Organisationsmodelle wie Holokratie und Heterarchie sowie Führungsmodelle wie New Work und Fair Process Leadership, die Grundlagen für die Umsetzung demokratischer Prinzipien bieten. Der Begriff der Unternehmensdemokratie ist weit gefasst und vielschichtig. In dieser Arbeit wird er auf kollektive und partizipative Entscheidungsprinzipien eingegrenzt, die als integraler Bestandteil der Unternehmenskultur verstanden werden müssen. Besondere Bedeutung kommt dabei der Informationstransparenz und der Kommunikation zu, die aktiv in die Unternehmenskultur integriert werden müssen. Die Forschungsfrage wurde empirisch durch qualitative Interviews überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass die Innovationsfähigkeit positiv von kollektiven und partizipativen Entscheidungsmethoden beeinflusst wird. Unternehmenskultur und Partizipation müssen als Prozess begriffen werden, und es zeigt sich, dass viele Unternehmen sich bereits im Wandel befinden und die Grundlagen für die Implementierung einer demokratischen Unternehmenskultur geschaffen haben. Demokratie und Partizipation in der Unternehmenskultur werden in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Innovation wird als entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg betrachtet, wobei Transparenz und Partizipation als wesentliche Erfolgsfaktoren identifiziert werden. Insgesamt bietet die Arbeit einen Beitrag zur Diskussion um zukunftsorientierte und innovative Unternehmenskulturen und bietet praxisnahe Einblicke und Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellen möchten.
Innovationen sind der Motor der Wirtschaft. Damit einhergehend ist Innovative Leadership. Darunter wird eine neue Art zu führen verstanden. Ihre Relevanz ist steigend, da sie in der Praxis zunehmende Anwendung erfährt. Sie konkurriert mit den klassischen Führungsstilen. Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit hebt Innovative Leadership hervor und untersucht den Führungsstil hinsichtlich Feedback und Motivation der Mitarbeitenden. Im Zentrum steht hierbei die Auswirkung von Feedback auf die Motivation der Mitarbeitenden. Untersuchungsfokus und Ziel der Arbeit sind die Eruierung der unterschiedlichen Auswirkungen von Feedback auf die Motivation der Untergebenen der Innovative Führungskraft. Es werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, welche von Innovative Leadern zur Steigerung der Mitarbeiter*innenzufriedenheit berücksichtigt werden können. Zur Erstellung dieser Empfehlungen wird eine umfassende Analyse der bereits existierenden Literatur vorgenommen. Im Mittelpunkt stehen die generelle Relevanz von Innovationen in der Wirtschaft, theoretische Definition und Eigenschaften von Innovative Leadership, die Definition und Erläuterung der Begrifflichkeiten Motivation und Feedback. In diesem Zusammenhang werden theoretische Korrelationen von Innovative Leadership, Motivation und Feedback hervorgehoben. Die Theorie erfährt eine zweistufige empirische Testung. Das geschieht durch einen Fragebogen, an welchem 143 Personen teilgenommen haben und acht Experteninterviews*Expertinneninterviews. Anschließend wird durch die Überprüfung der Hypothesen die Theorie der Empirie gegenübergestellt. Durch dieses Verfahren ist es möglich valide Handlungsempfehlungen aufzustellen, welche die Arbeit abschließen. So können Innovative Leader in Zukunft die Motivation der Mitarbeitenden durch die korrekte Anwendung von Feedback heben.
In einem von Unsicherheit und Dynamik geprägten Unternehmensumfeld ist die Fähigkeit zu Innovation und Lernen unerlässlich. Struktur, Strategie und Unternehmenskultur müssen daher kontinuierlich optimiert werden. Eine höhere Innovations- und Lernfähigkeit ist besonders im dynamischen Umfeld von Start-ups von großer Bedeutung, da sie es den Unternehmen ermöglicht, sich flexibel an veränderte Marktbedingungen anzupassen und somit wettbewerbsfähig zu bleiben. Lean Management ist ein effektives Instrument, um Start-ups bei dieser Herausforderung zu unterstützen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Lean Management in Start-ups zur Steigerung der Innovations- und Lernfähigkeit. Lean Management wurde in der Fertigungsindustrie entwickelt und ist ein Ansatz, um Verschwendung und ineffiziente Prozesse zu reduzieren. In den letzten Jahren wurde Lean Management jedoch auch auf andere Branchen und Start-ups angewandt, um die Effizienz zu steigern und die Flexibilität zu erhöhen. Dabei ist besonders interessant, welche Auswirkungen Lean Management auf die Innovations- und Lernfähigkeit von Start-ups hat. Lean Management erhöht die Fähigkeiten und Eigenschaften zu innovieren und lernen, indem es in strukturierter Weise ein Umfeld bietet, in dem Unternehmen bestehende Prozesse optimieren und innovative Ideen generieren können. Mit der entsprechenden Ausrichtung von Struktur, Strategie und Kultur eines Unternehmens ist ein nachhaltig erfolgreicher Einsatz von Lean Management möglich. Rahmenbedingungen wie Übertragung von Verantwortung, die Schaffung von Bewusstsein und Akzeptanz sowie eine passende Unternehmenskultur und Erfolgsfaktoren wie intrinsische Motivation der MitarbeiterInnen, Einbindung der MitarbeiterInnen und offene Kommunikation haben einen positiven Einfluss auf den Einsatz der Lean Management-Methoden. Das in dieser Arbeit entwickelte Modell bietet Start-ups die Möglichkeit, passende Lean ManagementMethoden entsprechend der Unternehmensphase und dem Unternehmensfokus auszuwählen. Je nach der Entwicklungsphase (Maturity Level), in welcher sich eine Organisation befindet, variiert die strategische Ausrichtung. Anhand dieser beiden Determinanten können Start-ups den individuell passenden Lean Management-Ansatz identifizieren. Trotz der unterschiedlichen Zugänge von Lean Management und Start-ups sind diese erfolgreich kombinierbar. Start-ups definieren sich vor allem durch ihre Agilität und Innovationsgenerierung, während Lean Management mit Struktur und Effizienz unterstützt. Die Kombination von Lean Management und Start-ups ist somit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für innovative Unternehmen. Durch die Ergebnisse der Arbeit sollen Start-ups dazu befähigt werden, ihre Innovations- und Lernfähigkeit durch den Einsatz von Lean Management zu optimieren. Insgesamt leistet diese Masterarbeit somit einen Beitrag zur Unterstützung von Start-ups bei der erfolgreichen Umsetzung von Lean Management und der Steigerung ihrer Innovations- und Lernfähigkeit.
Die Generation Z, geboren zwischen 1995 und 2010, ist die nächste Generation, die in unseren heimischen Klein- und Mittelunternehmen langsam, aber sicher Fuß fasst. Nach Ansicht einiger Generationenforscher müssen Unternehmen nach der Generation Y erneut umdenken, um mit ihrer Belegschaft einen nachhaltigen ökonomischen Erfolg sicherzustellen. Weiterhin getrieben durch die demografische Entwicklung und des anhaltenden Fachkräftemangels sind Unternehmen gezwungen, sich kontinuierlich an die Bedürfnisse der Arbeitnehmer anzupassen. Da die Innovationskultur maßgeblich mit dem Erfolg eines Unternehmens im Zusammenhang steht, besteht die Aufgabe dieser Masterarbeit, die bedeutendsten Merkmale einer Innovationskultur zu identifizieren. Auf Basis von Literaturrecherche werden für das erste theoretische Ergebnis mögliche Merkmale einer Innovationskultur identifiziert, die auf die Generation Z in einem Klein- und Mittelunternehmen attraktiv wirken. Durch Recherche anhand von relevanter Literatur konnten hierbei brauchbare und interessante Ergebnisse gefunden werden, die in Form eines Merkmalskatalogs mit zehn ausschlaggebenden Merkmalen dargestellt werden können. Um den Merkmalskatalog auf seine Richtigkeit hin zu überprüfen, wurde eine qualitative empirische Untersuchung mittels acht problemstrukturierten Interviews mit Anwärtern der Generation Z durchgeführt. Die Erstellung eines teilstrukturierten Interviewleitfadens diente hierbei als durchaus brauchbares, aber auch notwendiges Werkzeug. Das gesammelte Interviewmaterial wurde transkribiert und anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring analysiert und ausgewertet. Durch die Ergebnisse konnte am Ende dieser Arbeit ein ausführlicher und umfangreicher Merkmalskatalog erarbeitet werden. Die Merkmale wurden zum größten Teil, mit den anhand von Literatur identifizierten Merkmalen, überprüft und bestätigt. Lediglich ein Merkmal konnte anhand der Aussagen der Generation Z nicht bestätigt werden. Vor allem die Merkmale Weiterbildung, das Schaffen einer vertrauensvollen Umgebung und die Informationsverfügbarkeit sind der Generation Z äußerst wichtig, um sich letztendlich für ein Unternehmen zu entscheiden. Zusammengefasst kann behauptet werden, dass die Generation Z eine durchaus motivierte und kreative Kohorte darstellt, wenn man sie nicht in ihrem Sein hindert. Durch ihre Motivation, ihren Tatendrang und ihr Engagement sind sie in der Lage, die Innovationsfähigkeit in einem Unternehmen zu steigern und können dadurch einen wichtigen Mehrwert in einem Unternehmen schaffen.
Adaptable Leadership
(2023)
Sowohl Unternehmen, die in oder im Umfeld der Informationstechnologie-Branche (IT-Branche) und Softwareentwicklung tätig sind und die digitale Transformation als ihr Kerngeschäft sehen, als auch Unternehmen, die ihren Kernwertstrom aus anderen Bereichen ziehen, stehen zunehmend vor der Herausforderung gleichsam darauf zu achten, das Kerngeschäft zu optimieren und ihr Geschäftsmodell so weiterzuentwickeln, dass sie künftig als Unternehmen wertschöpfend tätig sein können. Um diese Herausforderungen in strukturierter und gerichteter Form tun zu können, braucht es Führungskräfte, die in der Lage sind, die strategischen Ausrichtungen mitzugestalten und in das Unternehmen zu tragen und durch ihre Mitarbeiter*innen ausführen zu lassen. Dabei kann festgehalten werden: Je anspruchsvoller die Ziele und je radikaler die Neuorientierung eines Unternehmens ist, desto höher sind die Anforderungen an eine unternehmerische Führung sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Sicht. Diese Masterarbeit hat als Ziel dies aufzulösen resultierend in ein Führungs- und Vorgehensmodell, welches als Unterstützungssystem für Führungskräfte in Unternehmen etabliert werden kann und dabei das Führungsdilemma zwischen Innovation und operativer Exzellenz versucht zu lösen. Die theoretischen Erkenntnisse der Masterarbeit münden in ein Führungs- und Vorgehensmodell, welches einerseits mittels Interviews von Experten analysiert und validiert wurde und andererseits tatsächlich in der Unternehmenspraxis auf Anwendbarkeit überprüft wurde. Durch die qualitative Inhaltsanalyse der Interviews und Diskussion der Workshop-Ergebnisse konnten die in der Theorie gewonnenen Erkenntnisse bestätigt und sinnvolle Adaptierungen des Modells durchgeführt sowie Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Das Modell hilft mittels Visualisierung, verstärkter Dokumentation und Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter*innen iterativ und situativ den richtigen Fokus zu legen, ohne dabei einen Bereich zu vernachlässigen. Stärken und Potenziale der Mitarbeiter*innen werden klar in Verbindung mit Business- und Innovationsstrategien gesetzt und Mitarbeiter*innen somit engagiert in Arbeit gesetzt.
Um die Vertriebsleistung durch die Weiterentwicklung der Sozialkompetenz und die Erhöhung der Motivation zu steigern, benötigt es ein Konzept, dass alle Einflussfaktoren und mögliche Herausforderungen darstellt. Die Entwicklung dieses Konzepts ist das übergeordnete Ziel dieser Masterarbeit. In den ersten Kapiteln dieser Arbeit wird auf die Vertriebsleistung, Familienunternehmen (FU), Mitarbeiterentwicklung, Sozialkompetenz und Motivation näher eingegangen bzw. werden die einzelnen Sachverhalte in späteren Kapiteln miteinander verknüpft, damit eine auf der Literatur aufbauende Basis geschaffen werden kann. Die Zusammenhänge über Einflüsse auf die Vertriebsleistung, Besonderheiten von FU, Weiterentwicklungsmethoden und dem Wissen über Sozialkompetenz und Motivation werden dann in ein theoretisches Konzept zur Weiterentwicklung von Vertriebsmitarbeiter/innen in FU zur Steigerung der Vertriebsleistung zusammengefasst. Dieses Konzept besteht aus acht Schritten: Beschreibung, Ziel-Definition, Einflussfaktoren und Schwachstellen, Bewertung der Weiterentwicklungsmethoden, Kosten- und Ressourcenplanung, Entscheidung, Umsetzung der Maßnahmen und laufende Kontrolle und die Ziel-Erreichung. Im Anschluss an das theoretische Konzept wurde eine Marktforschung mittels 16 Einzelexplorationen durchgeführt, in welcher die Theorie und auch das theoretische Weiterentwicklungskonzept untersucht wurden. Es hat sich gezeigt, dass FU durchaus einen Einfluss auf die Vertriebsleistung haben können, wenn ein familiäres Arbeitsumfeld besteht und die Arbeitssituation anders als in Nicht-FU ist. Auch die Sozialkompetenz und die Motivation haben hinsichtlich dem Umgang Kund/innen gegenüber einen Einfluss, da durch ihre Entwicklung bzw. Erhöhung leichter Verkaufsabschlüsse generiert werden können. Zur Weiterentwicklung bzw. Erhöhung der Sozialkompetenzen bzw. Motivation sollten am besten Mentoring, Coaching, Projektarbeiten oder auch Trainee-Programme herangezogen werden. Um vor einer möglichen Umsetzung von Maßnahmen den Ist-Zustand zu messen, sollten Beobachtungen und Befragungen durchgeführt werden, da diese sich am einfachsten und schnellsten umsetzen lassen und auch die aussagekräftigsten Ergebnisse liefern. Bei der Umsetzung des Konzepts sollte darauf geachtet werden, dass die Einflussfaktoren stets miteinbezogen werden, die richtige Weiterentwicklungsmethode ausgewählt wird und dass der Weiterentwicklungserfolg stets kontrolliert und ggf. adaptiert wird, da gerade ein Weiterentwicklungskonzept nie abgeschlossen, sondern wie ein Kreislauf ist.
Die vorliegende Arbeit, ausgeführt im Masterstudiengang „Sales Management“ an der Fachhochschule Campus 02 in Graz, behandelt das Thema „Markteintrittskonzept für den Online-Vertrieb von Wein in der Volksrepublik China am Beispiel von Vipava 1894“. Ziel dieser Thesis ist die Erstellung eines Konzeptes für den B2C Online-Vertrieb in der Volksrepublik China für das Unternehmen MIB Management GmbH, welche die Vipava 1894 Weine verkauft. Im theoretischen Teil dieser Masterarbeit werden zunächst die definitorischen und konzeptionellen Grundlagen beschrieben, welche die Rahmenbedingungen für die gesamte Arbeit darstellen. In weiterer Folge wird die Volksrepublik China näher analysiert, um die Besonderheiten des Landes an sich sowie jene des Marktes aufzuzeigen, und auch mögliche Ansätze für einen internationalen Markteintritt beschrieben. Hierbei wird ein praktischer, ein entscheidungsorientierte und ein systematischer Ansatz näher beleuchtet mit dem Ergebnis, dass für die vorliegenden Rahmbedingungen keiner dieser drei Ansätze übernommen werden kann. Daher muss ein eigenes Markteintrittskonzept erstellt werden, welches Bestandteile aller drei beschriebenen Ansätze aufweist. Auch mögliche Markteintrittsbarrieren und Erfolgsfaktoren für internationale Markteintritte werden zunächst noch näher beschrieben, bevor die fünf Schritte des Markteintrittskonzeptes für Vipava 1894 erläutert werden, welche als Grundlage für die darauffolgende praktische Abhandlung dienen. Der praktische Teil beginnt mit der Beschreibung, Durchführung und Auswertung der durchgeführten qualitativen Primärmarktforschung. Mit Hilfe dieser Marktforschung sollen Informationslücken geschlossen und neue Erkenntnisse gewonnen werden, die im Zusammenhang mit dem Online-Markteintritt in der Volksrepublik China wichtig sind. In weiterer Folge werden die fünf Schritte des im Theorieteil erstellen Markteintrittskonzeptes basierend auf den Erkenntnissen aus dem theoretischen und praktischen Teil genau ausgearbeitet und am Ende noch weitere Empfehlungen für den erfolgreichen Online-Weinvertrieb sowie ein kurzes Resümee abgegeben.
Die AT&S verfolgt als international agierender Leiterplattenproduzent das Ziel den Unternehmenserfolg zu sichern und auszubauen. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen im Rahmen des unternehmerischen Handelns Risiken eingegangen und Chancen genutzt werden. Dynamische Marktentwicklungen können den Erfolg des Unternehmens beeinflussen. Aufgrund dessen hat das Chancen- und Risikomanagement in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Um frühzeitig auf Abweichungen von den Unternehmenszielen reagieren und Maßnahmen ergreifen zu können, hat der Kooperationspartner ein konzernweites Risikomanagementsystem etabliert. Durch die Abgrenzung des Risikomanagements von anderen Steuerungsinstrumenten besteht die Gefahr, dass das Risikomanagement als Fremdkörper angesehen wird und somit Chancen und Risiken nicht optimal in der Unternehmensführung berücksichtigt werden. Die zentrale Aufgabe dieser Arbeit war daher aufzuzeigen, wie der Risikomanagementprozess optimal in die Unternehmenssteuerung integriert werden kann, um einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmensführung darzustellen und eine bestmögliche Berücksichtigung von Chancen und Risiken in Entscheidungen zu erzielen. Auf Grundlage einer Literaturrecherche wurden der idealtypische Risikomanagementprozess sowie die Maßnahmen zur Integration in die Unternehmenssteuerung erörtert. Für die Ermittlung der in der Unternehmenspraxis angewendeten integrativen Risikomanagementansätze wurde eine qualitative Erhebung in Form von Experteninterviews mit Risikomanagern aus Industrie- und Versorgungsbetrieben durchgeführt. Anschließend wurde der Ist-Prozess des Risikomanagements und der Unternehmenssteuerung beim Kooperationspartner analysiert. Basierend auf den durchgeführten Analysen konnten Stärken und Schwächen des Risikomanagements in der AT&S abgeleitet und Verbesserungsmaßnahmen definiert werden. Bei der Durchführung der Analysen wurde ersichtlich, dass in allen Bereichen des Risikomanagementprozesses Verbesserungsmaßnahmen möglich sind. Insbesondere die Verankerung des Risikobewusstseins im Unternehmen, die Modifikation der Risikobewertung sowie die Berücksichtigung von Risikoaspekten in der Strategiefindung tragen wesentlich zur Weiterentwicklung des Risikomanagements in der AT&S bei. Aufgrund von gesetzlichen Änderungen und rasanten Entwicklungen auf den Märkten wird auch in Zukunft der Fokus auf dem Risikomanagement liegen. Die Optimierung des Risikomanagementprozesses sowie die Integration in die Unternehmenssteuerung können zur langfristigen Sicherung und dem Ausbau des Unternehmenserfolgs der AT&S beitragen.
Seit der Corona-Pandemie ist die Remote Arbeit zu einem wichtigen und langfristigen Bestandteil in vielen Unternehmen der IT-Branche geworden. Dadurch wird es notwendig, dass auch die Führungskonzepte auf die neuen Arbeitsmodelle angepasst werden. Die jungen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gehören der Generation Z an und haben neue Bedürfnisse und Anforderungen an Unternehmen.
Im Zuge dieser Masterarbeit werden Arbeits- und Führungskonzepte im Bereich von Remote Work analysiert und mit den Anforderungen und Wünschen der Generation Z gegenübergestellt. Daraus ergeben sich Maßnahmen für Digital Leadership, die speziell den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen der Generation Z gerecht werden. Diese Maßnahmen werden in einem Maßnahmenkatalog gebündelt, der anschließend in einer quantitativen Umfrage mit Fokus auf die Zielgruppe der Generation Z überprüft wird. Weiters dient eine qualitative Befragung dazu, Maßnahmen und Ansätze für innovative Digital Leadership Konzepte aus der Praxis zu finden und den Maßnahmenkatalog damit zu ergänzen.
Ergebnis dieser Arbeit sind Maßnahmen für IT-Unternehmen in den Bereichen Führung, Kommunikation, Arbeitsmodelle und Kultur, die dazu dienen, Digital Leadership in einem Unternehmen zu etablieren und dabei besonders den Bedürfnissen und Anforderungen der Generation Z gerecht zu werden.
Many small and medium size rock and heavy metal bands and booking companies have been faced with serious economic challenges, even before the beginning of the COVID-19 pandemic. An ever-increasing number of bands ready to tour, in the limited European key markets, driven to off-set declining physical album sales and small revenue incomes by digital streaming providers, have resulted in a cannibalization of the live touring market, further fuelled by an aging customer segment unable or unwilling to attend live events. The main objective of this thesis is to present a plan of action, on how booking companies and bands can implement new technological opportunities to their current business set-up to enhance customer service and raise fan satisfaction.
The conducted literature analysis provides an insight of the current state of the music industry and the past touring business model including some actual band case studies. It further reports the current and future upcoming technological trends that could become relevant for small and medium size booking companies and bands.
The theoretical result identifies digital streaming and hybrid live events as the most realistic business venue to increase customer numbers and additional revenue streams; particularly during the COVID-19 pandemic and the years that will follow.
A customer survey and a customer focus group workshop were conducted, to identify the most important customer needs. They identified current and future customer obstacles, and hesitations to join a digital event and the success factors, that when applied, result in customer excitement.
The empirical research results provide an opportunity to booking companies and bands to implement various customer needs to increase ticketing and merchandising revenues, while attracting new customers and enhance customer loyalty.
Ob Innovationen erfolgreich sind und am Markt angenommen werden, hängt ausschließlich davon ab, ob sie den Ansprüchen der Kund*innen entsprechen und gerecht werden. In Zeiten der hohen Wettbewerbsintensivität ist es daher erfolgs- und überlebensentscheidend, dass B2C Unternehmen ihre Konsument*innen nicht nur kennen, sondern ganz genau herausfinden, was sie wollen. – Und das kann besonders gut funktionieren, wenn Unternehmen mit ihren Kund*innen gemeinsam innovieren.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Kund*innen-Integration der Generation Z und den dafür geeigneten Methoden. Die Kund*innen-Integration gehört zum Thema Open Innovation und verfolgt das Ziel, (potentielle) Kund*innen in den Innovationsprozess einer Organisation miteinzubeziehen, um bessere Innovationen zu entwickeln. Im Zuge dieser Arbeit wird die jüngste Konsument*innen-Gruppe betrachtet: die Generation Z. Zu ihr gehören die zwischen 1995 und 2010 Geborenen. Wie jede Generation hat auch diese Generation ihre Besonderheiten – einerseits allgemein und andererseits in ihrer Rolle als Konsumentin. Diese Arbeit erforscht die Merkmale und Charakteristika der Generation Z, um zu beurteilen, wie geeignet die betrachteten Methoden der Kund*innen-Integration sind, um Kund*innen dieser Generation in den Innovationsprozess miteinzubeziehen. Im Zuge der Arbeit werden zehn Kriterien abgeleitet, die für die Kund*innen-Integration der Generation Z relevant sind. Diesen Kriterien werden den folgenden vier Methoden der Kund*innen-Integration gegenübergestellt: Lead-User*in Methode, Innovationswettbewerbe, Toolkits und Open Innovation Communities & Plattform.
Der Output der Arbeit teilt sich in zwei Bereiche. Einerseits wird eine Einschätzung über die Kompatibilität der Methoden mit der Generation Z, als auch eine Bewertung bzw. ein Ranking nach Eignung dieser gegeben. Andererseits gibt diese Arbeit eine klare Empfehlung dafür ab, was bei der Kund*innen-Integration der Generation Z zu beachten ist. Um zu diesem Output zu gelangen, finden eine theoretische Literaturrecherche und eine empirische Forschung mittels Fragebogen statt.
Die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit sind die folgenden: Die Generation Z möchte mitbestimmen. – Und das im Idealfall ortsunabhängig. Laut der empirischen Forschung dieser Arbeit sind 94 % aller Konsument*innen daran interessiert, an Kund*innen-Integration teilzunehmen. Das zeigt ein enormes Potential für Unternehmen auf. Die Lead-User*in Methode scheint am kompatibelsten mit der Generation Z zu sein. Sie entspricht am stärksten den überprüften Kriterien. Weiters ist von den bewerteten zehn Kriterien das Kriterium „Erlebnis-Orientiert“ aus Sicht der Generation Z am relevantesten. Dieses Kriterium ist nicht nur am wichtigsten, es wird auch als expliziter Grund genannt, um überhaupt an Kund*innen-Integration mitzumachen.
Der Preisverfall einerseits und der zunehmende Kostendruck andererseits beschreiben die aktuellen Rahmenbedingungen in der Automobilzulieferbranche, in welcher der Kooperationspartner, die ThyssenKrupp Presta AG, tätig ist. Lean Management ist ein Ansatz, der Unternehmen dabei hilft, Werte ohne Verschwendung zu schaffen. Die vorliegende Arbeit befasst sich deshalb mit der Konzeption eines Lean Management Tools für die ThyssenKrupp Presta AG. Die Abläufe der direkten Unternehmensbereiche sind durch die Einführung von Lean Management bereits effizienter und schneller geworden, weshalb auch eine Umsetzung in den indirekten Bereichen des Unternehmens erfolgt. Der Kooperationspartner steht vor der Herausforderung, eine Effektivitätsbeurteilung der indirekten Leistungsbereiche im Sinne des Lean Managements durchzuführen und mithilfe dieser Bewertung konkrete Maßnahmen abzuleiten, mit denen das Unternehmen alle Bereiche entsprechend der Lean-Philosophie ausrichten kann. Dazu werden in dieser Arbeit zunächst die Grundzüge des Lean Managements betrachtet und die Nutzenpotentiale aus der Umsetzung desselben in einem Unternehmen abgeleitet. Des Weiteren zeigt die Arbeit den initialen Schritt auf dem Weg eines Unternehmens zur Lean Administration, die Analyse der Unternehmensbereiche, die für die Effektivitätsbeurteilung relevant sind. Die Auswahl der Kriterien, anhand denen die Effektivitätsbewertung durchgeführt wird, erfolgt in der Arbeit in drei Schritten. Zunächst werden mit der Präferenzmatrix die Anforderungen des Kooperationspartners an die Kriterien gewichtet. Dann erfolgt mittels Brainstorming im Unternehmen die Ideensammlung zu möglichen Kriterien, die im dritten Schritt in einer Nutzwertanalyse bewertet werden. Die optimalen Kriterien sind im Lean Management Tool dargestellt und werden beim Lean-Scan eines Standortes bewertet. Der Lean-Scan ergab für den Standort Eschen sieben Handlungsempfehlungen für verschiedene Bereiche des Unternehmens, welche in Form von konkreten Maßnahmen ausgestaltet sind. Deren Umsetzung hilft dem Kooperationspartner dabei, das Unternehmen nach den Prinzipien der Lean-Philosophie auszurichten und Werte ohne Verschwendung zu schaffen.
Angesichts wiederholt durchgeführter nationaler und internationaler Unternehmenserwerbe und -zusammenschlüsse ergibt sich bei der Kooperationspartnerin die Relevanz einer verbesserten Erkennung von Chancen und Risiken beim zu erwerbenden Unternehmen. Die Kooperationspartnerin ist ein weltweit tätiger Konzern in der Fahrzeugindustrie. Diese Chancen und Risiken werden durch die Due Diligence Prüfung erfasst und beeinflussen am Ende des Prozesses die Kaufpreisverhandlungen. Dabei besteht Handlungsbedarf in Bezug auf diese Prüfung, denn diese läuft aktuell wenig strukturiert ab. Die Herausforderung bei der Due Diligence besteht auch darin, sich auf die Umstände bei der Zielgesellschaft einzustellen. Aus der oben erwähnten Ausgangssituation lässt sich die Problemstellung ableiten, dass eine Analyse durchzuführen ist, welche Prozessschritte bei der zukünftigen Due Diligence Prüfung notwendig sind und welche Inhalte die Checkliste haben sollte. Daraus ergibt sich der Praxisoutput, denn die vorliegende Masterarbeit gestaltet eine Beschreibung sowie eine Checkliste für den zukünftigen Ablauf der Due Diligence Prüfung. Der Output wird durch einen Projektstrukturplan und einen Meilensteinplan ergänzt. Darin sind für die Anwender*innen die einzelnen Prüfungsschritte und wesentliche Ereignisse gekennzeichnet. Dafür wurden durch die Literatur zuerst der theoretische Kontext zu den Unternehmensakquisitionen und der Due Diligence Prüfung recherchiert. Die Datenerhebung für die Prozessbeschreibung und die Checkliste erfolgte mittels Expert*inneninterviews und für die Auswertung wurde die qualitative Inhaltsanalyse angewendet. Außerdem zeigten die Gespräche, wie sich der aktuelle Ablauf der Due Diligence darstellt und welche Verbesserungspotenziale vorhanden sind. Die Erstellung des Praxisoutputs geschah nach den Anforderungen und auf Basis der Ausgangssituation bei der Kooperationspartnerin. Da der Verlauf einer solchen Untersuchung von der Situation beim Zielunternehmen abhängt, sind gegebenenfalls Änderungen an der Checkliste vorzunehmen und der Prozessablauf entsprechend zu adaptieren. Die Ausführung einer Due Diligence Prüfung war nicht Teil dieser Masterarbeit. Die Literatur beinhaltet zusätzlich weitere Arten wie die Strategic Due Diligence, die in dieser Arbeit jedoch nicht behandelt wurden. Außerdem wird in dieser Arbeit davon ausgegangen, dass die Kooperationspartnerin im Due Diligence Prozess als Käuferin auftritt. Die Integrierung des Praxisoutputs obliegt der Kooperationspartnerin. Mit diesem Ergebnis ist für die Beschäftigten der Kooperationspartnerin ein strukturierteres Vorgehen bei der Due Diligence Prüfung möglich.
Änderungen von technischen Standards sowie gesetzlicher Regelungen haben immer Auswirkungen auf das Umfeld der davon betroffenen Unternehmen. Unter diesem Aspekt beleuchtet diese Arbeit die am 01.03.2023 in Kraft getretene Verordnung über brennbare Flüssigkeiten 2023 sowie deren erwartbaren Auswirkungen auf die jeweiligen Unternehmen. Es erfolgt eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der neuen Verordnung über brennbare Flüssigkeiten im Hinblick auf ihre Entstehung, auf die entscheidenden Auslöser für eine Überarbeitung sowie auf die grundlegenden Änderungen und Auswirkungen, bezogen auf die österreichische Tankstellenbranche. Des Weiteren wird das Konzept der strategischen Frühaufklärung als Instrument analysiert, da es die Möglichkeit bietet, auf solche Umfeldänderungen entsprechend zu reagieren. Aus der Aufarbeitung der Literatur ging hervor, dass umfassende gesetzliche Änderungen der internationalen Gesetzgebung, gerade hinsichtlich des Transportes und der Lagerung von Gefahrstoffen, eine Überarbeitung bzw. Neufassung der bisherigen Gesetzgebung unumgänglich machten. Infolgedessen kam es auch zu gravierenden technischen und rechtlichen Änderungen in Bezug auf Ausstattung und Sicherheitseinrichtungen für die österreichische Tankstellenbranche. Im empirischen Teil dieser Untersuchung wurden ExpertInneninterviews zur neuen Gesetzgebung geführt, um zu erheben, wie diese Gesetzgebung grundsätzlich beurteilt wird und mit welchen Maßnahmen bzw. Strategien die jeweiligen Unternehmen versuchen, den dadurch entstehenden Chancen und Risiken zu begegnen. Dabei wurde deutlich, dass die Betroffenen mit massiven Auswirkungen auf ihre bisherige Geschäftstätigkeit rechnen, weil das Inkrafttreten der Verordnung über brennbare Flüssigkeiten 2023 mit erheblichen Investitionen für die jeweiligen Betriebe verbunden sein wird. Allerdings ist auch erkennbar, dass sich viele Unternehmen, gerade private Anbieter, auf diese Entwicklung, obwohl schon lange absehbar, noch nicht oder nur zum Teil vorbereitet haben. Allerdings gibt es eine Vielzahl von strategischen Möglichkeiten, die es erlauben, auf diese Umfeldänderungen zu reagieren.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Diversifizierung von konventionellen Marktfruchtbetrieben im Weinviertel. Hintergrund sind generelle, aber auch gerade in dieser Region verstärkt wirksame problematische Entwicklungen, welche die Wirtschaftlichkeit derartiger Betriebe bedrohen. Ziel der Arbeit ist es zu ermitteln, welche Möglichkeiten den LandwirtInnen im Bereich der Diversifizierung zur Verfügung stehen und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. Weiters wird auf Erfolgs- und Hemmfaktoren Bezug genommen, welche den Einstieg in die jeweilige Diversifizierungsstrategie unterstützen bzw. erschweren können. Die Ergebnisse der Literaturforschung zeigen, dass es drei Bereiche gibt, welche für LandwirtInnen im Hinblick auf Diversifizierungsbestrebungen signifikante Relevanz aufweisen. Dabei handelt es sich um die Direktvermarktung, den Bereich Urlaub am Bauernhof sowie Green Care. Weiters wird im Rahmen des theoretischen Teils auf die Trendforschung eingegangen, wobei insbesondere Sinus-Milieus, Preisgestaltung sowie dem Nachhaltigkeitsaspekte im Fokus der Betrachtung stehen. Der empirische Teil der Arbeit beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken, welche LandwirtInnen hinsichtlich der Diversifizierung sehen und beruht auf leitfadengestützten ExpertInneninterviews sowie einer inhaltlich-strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz. Als Chancen werden vor allem wirtschaftliche Aspekte, wie etwa die Steigerung des Einkommens und eine erhöhte Stabilität bzw. Sicherheit, etwa durch Risikostreuung, wahrgenommen. Mögliche Risiken werden vor allem in der Tauglichkeit des Standorts, der Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Einzelhandel sowie den Belastungen durch hohe Investitionssummen verortet. Als Hauptfaktoren, die dem Einstieg in eine Diversifizierungsstrategie entgegenstehen, gelten die mangelnde persönliche Eignung, der Wunsch am aktuellen Kerngeschäft festzuhalten sowie eine generelle Risikoaversion.
Bereits seit vielen Jahren engagieren sich Frauen für die Gleichberechtigung und Chancengleichheit der zwei Geschlechter. Trotz einiger politischer, feministischer und wirtschaftlicher Bemühungen in der Vergangenheit, muss die bisherige Gleichstellung von Mann und Frau vor allem auf Ebene der Führungskräfte des in der Regel männerdominierten Berufsfelds Handwerk in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation infrage gestellt werden. Die vorliegende Masterthesis befasst sich mit den Gründen für die deutliche vorherrschende Unterrepräsentanz von Frauen in leitenden Positionen in Handwerksbetrieben sowie mit den geschlechtsspezifischen Herausforderungen auf gesellschaftlicher, innerbetrieblicher und persönlicher Ebene, die Einfluss auf ihre Karrierechancen und ihr Privatleben haben. Welche Rolle Unternehmen, die Politik, das eigene Selbstbild oder die Gesellschaft dabei spielen, wird umfangreich analysiert und erörtert. Nach der Darstellung möglicher Barrieren, werden Maßnahmen definiert, die zur Unterstützung und Förderung weiblicher Kräfte in den verschiedenen handwerklichen und technischen Bereichen gesetzt werden können. Im Zuge der empirischen Untersuchung werden für die Beantwortung der Forschungsfragen Interviews mit weiblichen Führungskräften aus österreichischen Handwerksbetrieben geführt, wobei es sich bei den Gesprächen um eine Reflexion des eigenen Karriereverlaufs sowie um die Beurteilung und Einschätzung der jeweiligen Karriere vor dem Hintergrund des „Frauseins“ handelte. Zusätzlich relevante Themen sind die persönliche Akzeptanz im Unternehmen sowie die Konfrontation mit geschlechtsspezifischen Vorurteilen und gängigen Klischees. Der Fokus der Befragungen liegt besonders auf der Klärung der Vereinbarkeit von Karriere und Kinderplanung. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Frauen in männerdominierten Branchen aufgrund gesellschaftlicher Normen und Rollenerwartungen auch heute noch mit diversen geschlechtsspezifischen Herausforderungen auf ihrem Karriereweg konfrontiert sind. Diese werden als Teil der Sozialisierung am Arbeitsplatz kontinuierlich reproduziert und führen zu Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen. Neben persönlichem Selbstzweifel und der Doppelbelastung durch Familie und Beruf spielt hierbei der Aspekt des Betriebs eine wesentliche Rolle und kann zu einer Benachteiligung von Frauen bei deren beruflichen Werdegang führen. Im empirischen Teil wird Bezug auf die Praxis genommen und untersucht, inwiefern ein Zusammenhang zwischen Theorie und Realität besteht.
Analyse der Erfolgsfaktoren von Digital Leadership vor dem Hintergrund des Generationenwandels
(2023)
Die Digitalisierung prägt die moderne Arbeitswelt mit neuen Technologien und Kommunikationsmitteln. Nicht zuletzt durch die Coronapandemie haben sich neue Arbeitskonzepte, wie zum Beispiel Homeoffice, durchgesetzt. Ein weiterer Aspekt, der die Arbeitswelt beschäftigt, sind verschiedene Generationen von MitarbeiterInnen mit ihren unterschiedlichen Prägungen und Bedürfnissen. Das wissenschaftliche Ziel dieser Arbeit ist es, die Erfolgsfaktoren von Digital Leadership unter Berücksichtigung der Führung verschiedener Generationen zu analysieren. Der Forschungsbedarf basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche. Neben der Analyse und Darlegung der Literatur im theoretischen Teil dieser Arbeit wurden im empirischen Teil qualitative ExpertInneninterviews durchgeführt und mittels einer inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass keine grundlegend neuen Führungsinstrumente vor dem Hintergrund der Digitalisierung und der Führung verschiedener Generationen notwendig sind. Besonders eine auf die individuellen Bedürfnisse der MitarbeiterInnen angepasste Kommunikation unter Anwendung neuer digitaler Kommunikationstechnologien stellt einen Erfolgsfaktor dar. Basierend auf Vertrauen und der Förderung von Selbstverwaltung und Selbstorganisation können MitarbeiterInnen auch bei der Anwendung neuer Arbeitskonzepte, wie z.B. Homeoffice, effizient geführt werden. Ein überwiegend demokratischer Führungsstil stellt dafür eine Voraussetzung dar und kommt besonders MitarbeiterInnen jüngerer Generationen entgegen. Die Führungskraft agiert dabei immer öfter als Coach. Kenntnisse der generationenspezifischen Eigenschaften sind bei der Anwendung der Führungsinstrumente hilfreich, jedoch nicht erfolgskritisch. Vielmehr ist die Führung von MitarbeiterInnen auf Basis ihrer individuellen Eigenschaften und Bedürfnissen ein Erfolgsfaktor. In Zukunft werden neue digitale Technologien und auch der Einsatz von Homeoffice Führungskräfte weiterhin bei der Ausübung ihrer Führungstätigkeit begleiten. Während ältere Generationen mit der Zeit vollständig in den Ruhestand wechseln, nehmen neue Generationen ihren Platz ein. Der längerfristige oder auch der ausschließliche Einsatz von Homeoffice und eine neue Generationenzusammensetzung in der Arbeitswelt könnte Gegenstand neuer Forschungen sein.
Die aktuellen Entwicklungen der Arbeitswelt treiben Veränderungsprozesse in Unternehmen voran. Insbesondere die technologischen Entwicklungen, Veränderungen in der Gesellschaft und der demografische Wandel sind Treiber für Veränderungen in Organisationen und in der MitarbeiterInnenführung. Die VUCA-Umwelt erfordert Schnelligkeit und Flexibilität in Arbeitsabläufen und Organisationsstrukturen. Wissenschaftlicher Nutzen dieser Masterthesis besteht darin, die Spannungsfelder in diesen Veränderungsprozessen in Steuerberatungskanzleien zu untersuchen. Für die Erstellung des Theorieteils erfolgte eine umfassende Literaturrecherche. Hier wurden die Gründe für Veränderungen im Führungsstil bzw. neue Führungsstilkonzepte und wesentliche Erfolgsfaktoren im Veränderungsmanagement aufgezeigt. Durch die veränderten Rahmenbedingungen ergeben sich Herausforderungen und Spannungsfelder für Führungskräfte. In der empirischen Forschung wurden zwölf FachexpertInnen zum Thema befragt. Sechs Interviews wurden mit Führungskräften aus Steuerberatungskanzleien durchgeführt. Um die Meinungen aus der Außenansicht zu erhalten, fanden Interviews mit sechs BeraterInnen statt. Es wurde hinterfragt, welche Herausforderungen für die Führungskräfte in diesen Veränderungsprozessen entstehen und welche Änderungen in Steuerberatungskanzleien vorzunehmen sind, um zukunftsfähig zu bleiben. Da die Implementierung von Veränderungen in traditionellen, starren Prozessen und Strukturen oftmals zu Problemen und Spannungen führt, wurde hier nach Strategien und Lösungswegen zur Bewältigung dieser Spannungsfelder gesucht. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass in Steuerberatungskanzleien, vor allem durch die Corona Pandemie, Digitalisierungsprozesse und organisationale Änderungen beschleunigt wurden. Spannungen entstehen größtenteils durch MitarbeiterInnendiversität, gegenseitiges Unverständnis in der Belegschaft, rasche Digitalisierungsprozesse und die geforderte Agilität vom Umfeld. Es geht deutlich hervor, dass Methoden des Veränderungsmanagements, die in der Literatur genannt wurden, positiv zu einem erfolgreichen Wandel beitragen. Ein weiteres Resultat ist, dass eine gute Kommunikation und die Ermächtigung der MitarbeiterInnen eine positive Unternehmenskultur fördern. Eine klar definierte strategische Zielsetzung trägt als weiterer bedeutender Erfolgsfaktor zu einem erfolgreichen Wandel bei.
Die Arbeitsbedingungen im 21. Jahrhundert unterliegen einem starken dynamischen Wandel, die Führungskräfte und MitarbeiterInnen mehr in Anspruch nimmt und somit vor neue Herausforderungen stellt. Organisationen unterliegen dem ständigen Fortschritt, Wirtschaftskrisen und gesetzliche Änderungen sowie der Fach- und Führungskräftemangel bringen große Anforderungen sowie Veränderungsprozesse mit sich. Früher waren Arbeitsrollen klar definiert und langfristig angelegt. Die Beziehung zwischen MitarbeiterInnen zu einem Unternehmen dauerte meist ein Leben lang. Die Anforderungen einer Führungskraft bestanden darin, Informationen aufzunehmen, aufzuarbeiten, zu kanalisieren und weiterzugeben. Die heutigen Arbeitsrollen unterliegen einer ständigen Veränderung. In weiterer Folge hat sich die Loyalität und Einstellung zur Arbeit der MitarbeiterInnen geändert. Der Eingriff in vorhandene Strukturen, die Veränderung in der Ablauforganisation und im sozialen Umfeld wirken sich auch auf das Arbeitsverhalten von ArbeitnehmerInnen aus. Führungskräfte sind in Zukunft gefordert mit ihren MitarbeiterInnen anders umzugehen, um Fluktuationen und Widerständen entgegenzuwirken. Eine klare Veränderungsvision für MitarbeiterInnen, sowie konkrete Zielvorgaben, Wertschätzung und transparente Kommunikation innerhalb der einzelnen Berufsgruppen können den bevorstehenden Unternehmenswandel bzw. den Change Prozess positiv beeinflussen. Flexibles, situationsgerechtes Handeln und Führen sowie ständiges Umstrukturieren im Unter nehmen unter dem Begriff Change Management wird uns in Zukunft im täglichen Arbeitsalltag begleiten. Wie sich Führungsverhalten auswirkt und ob es als Erfolgspotenzial im Change Management gesehen werden kann, soll in dieser Arbeit reflektiert werden. Weiters wird näher darauf eingegangen welcher Zusammenhang zwischen dem Führungsverhalten und der MitarbeiterInnenbindung besteht und ob Führungsstil als Erfolgsfaktor gesehen werden kann. Mittels Literaturstudium im theoretischen Teil und mit Hilfe einer empirischen Untersuchung im praktischen Teil dieser Arbeit werden die daraus resultierenden Erkenntnisse als Handlungsempfehlungen für Unternehmen abgegeben. Unter anderem könnte in weiterer Forschung der Frage nachgegangen werden, wie sich der Fachkräftemangel im mobilen Pflegedienst auswirken wird.
Die Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen hängt mittlerweile maßgeblich von ihrer Fähigkeit ab, wie schnell sie sich den geänderten Rahmenbedingungen ihrer Umwelt anpassen kann. Dieses Phänomen betrifft vor allem die IT-Branche, die aufgrund von immer stärker schwankenden Rahmenbedingungen bereits vor Jahren die Vorteile agiler Vorgehensmodelle für sich entdeckt haben. Agile Vorgehensmodelle zeichnen im Gegensatz zu ihren klassischen Vorgängern einen leichtgewichtigen Prozessrahmen, der es nicht nur erlaubt, sich schnell an neue und geänderte Anforderungen anzupassen, sondern auch eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse anstrebt. Wenig überraschend ist es daher, dass immer mehr Unternehmen versuchen, ihre Entwicklungsprozesse nach agilen Prinzipien zu gestalten und klassischen Projektmanagement-Methoden den Rücken kehren. Um die Vorteile von Agilität jedoch vollständig nutzen zu können, ist es nicht ausreichend, wenn allein die Produktentwicklungsprozesse neu definiert werden. Agilität fordert ein Umdenken auf allen Organisationsebenen und hat dadurch einen immensen Einfluss auf das Verständnis von Mitarbeiterführung. Da das Prinzip des Agile Leaderships noch weitestgehend unerforscht ist, existieren derzeit wenig Handlungsempfehlungen für die Praxis, inwieweit eine agile Organisation mit verschiedenen Führungsebenen und -hierarchien vereinbar ist. Daher soll mithilfe dieser Arbeit geklärt werden, wie Agilität die Mitarbeiterführung beeinflusst und wie sich das Aufgabenfeld von Führungskräften verändert. Dazu wird auf Basis theoretischer Vorüberlegungen eine praktische Untersuchung vorgestellt, welche am Ende zu einem allgemeinen Leadershipmodell zusammengefasst wird.
"Model-Trust" in MBSE-Teams
(2019)
Dynamik und Wettbewerb verlangen nach mehr Lösungen in kürzerer Zeit, was zu einer steigenden Anzahl an Produktvarianten und Modellen führt. Die disziplin- und lebensphasenübergreifende Zusammenarbeit nimmt dabei zu, Aufwände für Kommunikation und Abstimmung steigen. Modelle sollen helfen, Effizienz und Qualität dieser Entwicklungsprozesse zu fördern und den Bedarf an physischen Prototypen zu senken. Fehlt Akteuren das Vertrauen in Modelle, kann dies zu hohen Mehrkosten und redundanten Arbeitsaufwänden führen. Der Fokus dieser Arbeit lag auf der Frage, welche Faktoren das Modell-Vertrauen von Akteuren in MBSE-Kontexten beeinflussen. Das Zusammenspiel von modellbasierter Kollaboration, der Akzeptanz neuer Technologien und Arbeitsweisen sowie Vertrauensdynamiken in Teams wurden betrachtet. Auf Basis einer Literaturrecherche, semistrukturierten Experteninterviews und einer Auswertung mittels offener und axialer Kodierung wurde eine konzeptionelle Wirkungslogik entwickelt, dargestellt und beschrieben. Drei Faktoren für Modell-Vertrauen wurden identifiziert und beschrieben (1. Stillung des Informationsbedarfs durch das Modell, 2. Klarheit über Tragweite und Verwendung des Modells, 3. Genauigkeit der Modellierung). Vier Wirkungskreisläufe wurden identifiziert, welche für die Bildung von Modell-Vertrauen bedeutsam sind (1. Entstehen einer MBSE-Initiative, 2. Interne Vernetzung von Akteuren, 3. Akzeptanz von MBSE-Praktiken und –Werkzeugen, 4. Institutionalisierung bzw. Standardisierung von MBSE-Praktiken innerhalb einer Organisation).
Der Kooperationspartner dieser Arbeit, die Firma DMH Dichtungs- und Maschinenhandel GmbH, ist ein Familienunternehmen dessen Anteile 1997 von den Unternehmensgründern in eine Privatstiftung eingebracht wurden. Diese Privatstiftung ist Hauptuntersuchungsgegenstand dieser Arbeit. Das steuerliche und zivilrechtliche Umfeld hat sich seit Einführung dieser Rechtsform im Jahr 1993 wesentlich und zum Nachteil des Kooperationspartners geändert. Aus diesen Gründen stellt der Kooperationspartner ernstliche Überlegungen zu einem Alternativszenario zur Privatstiftung bzw. zu einer Exit-Option aus derselben an. Bis dato fehlte für diese Entscheidung jedoch eine fundierte Entscheidungsgrundlage. So war nicht bekannt, ob ein Ausstieg aus der Privatstiftung überhaupt möglich ist und vor allem mit welchen Konsequenzen dieser verbunden wäre. Darüber hinaus gab es keinen Plan wie eine Organisationsstruktur ohne Privatstiftung aussehen könnte. Um diese Fragen zu beantworten werden im ersten Teil der Arbeit mögliche Handlungsalternativen identifiziert. Dazu werden zunächst durch Analyse der vorliegenden Unterlagen zur Privatstiftung und Literaturrecherche mögliche Handlungsalternativen eingegrenzt. Diese werden in der Folge durch ein Experteninterview weiter konkretisiert. Um valide Ergebnisse zu erhalten wurde ein Interviewleitfaden erstellt und die Ergebnisse der Interviews anschließend mit einer Themenanalyse aufgearbeitet. Als Ergebnis dieser Untersuchungen konnten drei mögliche Handlungsalternativen identifiziert werden. Als erste Alternative konnte die Errichtung einer Stiftungszusatzurkunde identifiziert werden. Diese Option verursacht geringe Kosten und würde die Privatstiftung flexibilisieren und modernisieren. Als zweite Alternative konnte die Errichtung einer Substiftung identifiziert werden. Das könnte die Stifterrechte über das Ableben der ursprünglichen Stifter erhalten und stellt eine Kompromisslösung dar. Als dritte und vielversprechendste Alternative konnte die Auflösung der Privatstiftung und Einbringung des Vermögens in eine Holding-GmbH identifiziert werden. Um die Konsequenzen und Kosten dieser Alternativen zu ermitteln, wird im zweiten Teil der Arbeit die Umsetzung dieser simuliert. Hier liegt der Fokus auf der Ermittlung der steuerlichen Bemessungsgrundlage und der damit einhergehenden Steuerlast. Als Gesamtfazit dieser Arbeit wird festgestellt, dass dem Kooperationspartner nur die Errichtung einer Stiftungszusatzurkunde empfohlen werden kann. Das bringt einige Verbesserungen, löst die grundlegende Problematik jedoch nicht. Bei der Substiftungsalternative stehen die Kosten in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum Nutzen. Die Auflösung der Stiftung und Einbringung in eine GmbH würde die Probleme des Kooperationspartners vollständig lösen, die Simulation dieser Alternative ergibt jedoch eine Steuerlast, die zum derzeitigen Zeitpunkt nicht finanziert werden kann. Somit gibt es für den Kooperationspartner zur aktuellen Rechtslage keine realistische Alternative zur Privatstiftung. Auf Basis der vergangenen Entwicklungen und aus den Erkenntnissen dieser Arbeit ist für die Zukunft nicht mit einer, für den Kooperationspartner, positiven Entwicklung dieser Situation zu rechnen.
Heutzutage ist es auch für ein mittelständisches Unternehmen, wie die Ebner Gruppe, unerlässlich eine klare Strategie zu formulieren und diese anschließend im Unternehmen umzusetzen. Obwohl der Kooperationspartner eine grobe Vision für das Unternehmen hat, wurden in der Vergangenheit weder eine langfristige Strategie noch eine Mission für die Gruppe definiert. Dies ist jedoch Vorrausetzung für eine erfolgreiche Strategieimplementierung. In einem ersten Schritt gilt es daher, die Gruppenstrategie mittels geeignetem Strategiefindungsprozess zu konkretisieren. Dabei ist auf die Unternehmenskultur Rücksicht zu nehmen. Zunächst wird ein qualitatives Interview mit dem Geschäftsführer durchgeführt, welches anschließend mithilfe der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wird. Die Ergebnisse der Auswertung werden schließlich für die strategische Analyse herangezogen. Nachdem eine Unternehmens- sowie Umfeldanalyse durchgeführt wurden, werden SWOT-Strategien definiert. Die Ergebnisse der strategischen Analyse werden in einem Endgespräch dem Geschäftsführer vorgelegt und mit ihm gemeinsam werden die Hauptstoßrichtungen, messbaren Unternehmensziele sowie Schlüsselmaßnahmen als Teil des Strategiekonzepts erarbeitet. Um die Gruppenstrategie umzusetzen, hat sich das Management für die Balanced Scorecard als Implementierungstool entschieden. Zunächst werden die Eigenschaften eines solchen Tools beim Einsatz in mittelständischen Unternehmen im Rahmen einer Literaturrecherche untersucht. Die Recherche hat gezeigt, dass für einen erfolgreichen Einsatz der Balanced Scorecard in Klein- und Mittelunternehmen die Anzahl der strategischen Ziele sowie die dazugehörigen Kennzahlen signifikant zu reduzieren sind, um die Komplexität des Tools so gering wie möglich zu halten. Unter Einbezug der Besonderheiten, auf die bei der Erstellung einer Balanced Scorecard in der Ebner Gruppe Rücksicht zu nehmen ist, sind die Perspektiven und die strategischen Ziele auszuwählen. Anschließend müssen die Messgrößen, Zielwerte sowie Maßnahmen als Bestandteile der Scorecard definiert werden. Dazu werden zunächst die Bereichsleiter interviewt und aufgefordert, im Rahmen eines Scoring-Verfahrens jene Kennzahlen zu bewerten, welche die Literatur vorschlägt. In einem letzten Schritt werden die Ergebnisse des Scorings sowie die von den Bereichsleitern vorgeschlagenen Zielwerte und Maßnahmen dem Geschäftsführer zur Letztentscheidung für die Aufnahme in die Balanced Scorecard vorgelegt. Damit das Tool seinen nötigen Beitrag zur Strategieumsetzung leisten kann, muss es abhängig von den unternehmensspezifischen Bedingungen entwickelt werden. Der Erstellungsprozess kann folglich nicht ohne weitere Adaptierung in anderen Unternehmen angewendet werden.
Die Vermietung von Fahrzeugen stellt den bedeutendsten Kernprozess und somit einen kritischen Erfolgsfaktor für das Kooperationsunternehmen dar. Seit der Gründung im Jahr 2000 sind analoge und intransparente Prozesse bei der Verwaltung von rund 300 Fahrzeugen noch immer vorherrschend. Demnach nimmt die Optimierung des Mietfahrzeugmanagements eine wichtige Rolle ein, um dem wachsenden Geschäft mit den vorhandenen Ressourcen standhalten zu können. Ziel dieser Masterarbeit ist es, die Prozesslandschaft des Kooperationspartners zu untersuchen, daraus Schwachstellen sowie Verbesserungspotenziale abzuleiten und diese in ein optimiertes Soll-Konzept in Verbindung mit der bereits vorhandenen Standardsoftware zu transformieren. Für die Erreichung dieses Ziels wird der Prozess im ersten Schritt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Form von Einzelinterviews erhoben. Nach Beschreibung und Modellierung des Ist-Zustands werden durch nähere Analyse Defizite identifiziert und erste Optimierungspotenziale sichtbar. Das Ursachen-Wirkungs-Diagramm verdeutlicht, dass die zeitverzögerte und manuelle Datenerfassung sowie Datenweitergabe als Ursachen für die fehlerhafte Datenqualität sowie der langen Durchlaufzeit herangezogen werden können. Bei der Soll-Konzeptionierung wird, unter Einbezug der im Workshop erarbeiteten Anforderungen, ein verbesserter Ablauf entworfen, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Form einer Richtlinie zur Verfügung gestellt wird. Um die Effektivität und Effizienz des optimierten Prozesses deutlich zu machen, werden quantitative sowie qualitative Nutzenpotenziale ergründet. Die Durchlaufzeitanalyse zeigt, dass durch den verbesserten Mietfahrzeugmanagementprozess eine Zeitersparnis von 22,13 % erreicht werden kann. Werden die dadurch eingesparten Personalkosten in der Höhe von 18.685,43 € pro Jahr um die Kosten für die Ein- sowie Durchführung des Soll-Konzepts in Verbindung mit der Standardsoftware erweitert, so ergibt sich ein positiver Kapitalwert von 23.322,47 € in einem Betrachtungszeitraum von drei Jahren. Die qualitativen Nutzenpotenziale, die den Hauptauslöser für den Optimierungsbedarf darstellten, werden durch eine Multifaktorenanalyse bewertet. Die deutliche Erhöhung von 50 % ist dabei vor allem auf die verbesserte Datenverfügbarkeit und Prozesstransparenz sowie die Reduktion der Datenredundanzen zurückzuführen. Diese Überprüfung bestätigt, dass der konzipierte Prozess und dessen Implementierung als vorteilhaft anzusehen ist. Mit dieser Masterarbeit wurde der Grundstein zur Anpassung an die derzeitigen Markanforderungen gelegt. Trotzdem ist eine weiterhin kontinuierliche Prozessoptimierung notwendig, um den langfristigen Erfolg sowie das angestrebte Wachstum des Kooperationsunternehmens zu garantieren.
KMU fokussieren sich meist auf das operative Geschäft, wodurch die Entwicklung und Implementierung fundierter, kohärenter Strategien häufig vernachlässigt wird. Speziell bei Markteinführung einer Innovation stellen diese die Basis für den Erfolg dar. Das auf Kunstobjekte spezialisierte Unternehmen Idee & Design - The Art Factory GmbH in Stainz steht vor der Herausforderung, Markt- und Absatzpotenziale für den länderübergreifenden Markteintritt der Innovation Schallabsorber abzuleiten. Zu diesem Zweck wünscht sich die Geschäftsführung ein Prognosetool sowie die Konzeption einer Internationalisierungsstrategie für die DACH Region. Diese Arbeit hat das Ziel, ein Prognosetool für Markt- und Absatzpotenziale zu entwickeln sowie eine Handlungsempfehlung für den länderübergreifenden Markteintritt zu konzipieren. Aus diesem Grund wird zuerst untersucht, welche Methoden zur Ableitung von Markt- sowie Absatzpotenzialen bestehen und welches Potenzial Schallabsorber in der DACH Region haben. Basierend darauf wird geklärt, welche Organisationsformen zur Verfügung stehen und im Unternehmenskontext optimal sind. Schließlich wird erforscht, welche Strategien für Markteintrittszeitpunkte bestehen und welche zur Internationalisierung gewählt werden soll. Im Rahmen dieser Arbeit werden quantitative und qualitative Ansätze zur Ableitung von Markt- sowie Absatzpotenzialen gezeigt. Bei ersteren werden neben linearen oder geometrischen Trends auch komplexere Regressionsmodelle erläutert. Hierbei wird gezeigt, dass sich meist nur bestimmte eignen und Trendannahmen zu treffen sind. Bei den qualitativen Prognosen werden neben expertengestützten Verfahren, die Wahrnehmungsverzerrungen beinhalten, auch die Szenariotechnik, Analogiemethoden sowie Zielgruppen- und Kaufverhaltensprognosen behandelt. Zur Absatzprognose der Schallabsorber wird die Analogiemethode angewandt, welche die größten Potenziale in Deutschland und bei der Zielgruppe Private aufdeckt. Im Zuge der Organisationsformen werden bei inländischer Produktion direkte und indirekte Export-Ansätze, die schließlich auch für Schallabsorber gewählt werden, sowie andere Methoden wie Lizenzierung oder Joint-Ventures bei Fertigung im Ausland unterschieden. Als Timingstrategie werden die Sprinkler- und Wasserfall-Strategie beschrieben, während im Unternehmenskontext eine produktspezifische Kombination gewählt wird.
PIDAS Aktiengesellschaft (PIDAS AG) verwendet seit über zwei Jahren Robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) um die Produktivität ihrer Mitarbeiter zu steigern. Diese Arbeit ermittelt mit Hilfe einer Umfrage unter den Mitarbeitern der PIDAS AG die Akzeptanz von RPA. Die Umfrage basiert auf dem Technology Acceptance Model, welches der Autor um zwei zusätzliche Variablen erweitert hat. Diese beiden Variablen messen die Jobangst und das Bewusstsein in Bezug auf die Verwendung von RPA. Die Analyse der Umfrage bestätigt die Hypothese, dass erhöhte Jobangst zu einem geringeren Nutzungswillen führt. Die Daten bestätigen auch, dass vermehrte Nutzung von RPA die Bereitschaft zur Nutzung erhöht. Zudem zeigen die Daten, dass die Befragten eine umso höhere Meinung von RPA haben, je bewusster sie es nutzen. Obwohl die Akzeptanz der Mitarbeiter der PIDAS AG sich auf einem hohen Niveau bewegt, ließe sich diese noch weiter durch entsprechende Maßnahmen der Entwicklung und des Managements steigern.
Die steigende Komplexität von Geschäftsprozessen und IT-Services führt auch zu steigender Relevanz des Prozessmanagements. Die Verbesserung der Prozesse von einem IST-Zustand zu einem SOLL-Zustand, angepasst an die Bedürfnisse der Stakeholder und basierend auf aktuellen Standards, Best-Practices (z.B. ITIL) zu gestalten, stellt für viele Organisationen eine Herausforderung dar. Die Bewältigung dieser Herausforderung stellt den Hauptfokus dieser Arbeit dar. Dabei werden Ansätze zur Verbesserung zuerst theoretisch dargestellt und anschließend praktisch durchgeführt. Die Methoden bzw. Ansätze, welche auf Literaturrecherche basieren, werden aufgelistet und nach der Verifizierung im praktischen Teil der Arbeit in einem Grazer Software-Unternehmen am Incident- und Managementprozess exemplarisch angewandt. Die so erarbeiteten Ansätze sollen als Leitfaden beziehungsweise als Modell für die ganzheitliche Verbesserung von Prozessen in diesem Unternehmen dienen. Das entwickelte Modell soll als Best-Practice zur Verbesserung der Prozesse dienen und somit in das Prozessmanagement aktiv eingebaut werden.
Aufgrund der Covid-19-Krise im Jahr 2020 mussten erstmals praktisch alle steirischen Landesbediensteten von zu Hause aus arbeiten. Dieses Werk konzentriert sich auf das Home Office im öffentlichen Dienst und geht auf folgende Forschungsfrage ein: „Wie kann das Führen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst während der Remotetätigkeit effektiv und effizient gestaltet werden?“ Zur Beantwortung dieser Frage wurde eine tiefgehende Literaturrecherche durchgeführt und auf Basis der Forschungsergebnisse ein Interviewleitfaden erstellt. Anschließend wurden Interviews mit acht Führungskräften aus der IT-Abteilung der Steiermärkischen Landesregierung geführt, die entweder mit Softwareentwicklung oder organisatorischen Aufgaben befasst sind. Die Interviewergebnisse brachten wichtige Erkenntnisse zur Führung in Telearbeitssituationen zutage. Diese Erkenntnisse werden in sieben Kategorien (z.B. Kommunikation, Flexibilität) eingeteilt, wobei auch Tipps und Empfehlungen für das tägliche Handeln der Führungskräfte gegeben werden. Aufgrund der speziellen Zielgruppe ist die Anwendbarkeit der vorliegenden Ergebnisse möglicherweise auf diesen besonderen Rahmen beschränkt. Die Ergebnisse bilden jedoch eine Grundlage für zukünftige Studien, um ihre Anwendung in anderen Sektoren und Telearbeitssituationen zu untersuchen. In der Zwischenzeit legen die Ergebnisse nahe, dass die Vor- und Nachteile sowie die Erkenntnisse möglichst vielen Führungskräften vermittelt werden sollten (z.B. durch Workshops, Webinare oder Newsletter).
In den meisten österreichischen Haushalten wird ein sogenannter Ferraris-Zähler zur Messung der verbrauchten elektrischen Energie eingesetzt. Aufgrund der gesetzlichen Lage sind die österreichischen Netzbetreiber verpflichtet, 95 % der Ferraris-Zähler bis zum Ende des Jahres 2019 durch moderne Smart Meter zu ersetzen. Die Hauptaufgabe der Netzbetreiber ist die Versorgung seiner Kunden mit elektrischer Energie. Der bevorstehende Rollout stellt eine große Herausforderung an den Netzbetreiber im Bereich der Logistik dar. Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, ein Logistikkonzept zu erstellen, welches den Rollout von fast 200 000 Smart Meter im Netzgebiet der Stromnetz Graz GmbH & Co KG in einem Zeitraum von dreieinhalb Jahren sicherstellt. Zu Beginn werden die Rahmenbedingungen im Rollout definiert und drei mögliche Konzepte erstellt. Im theoretischen Teil der Arbeit werden relevante logistische Größen bestimmt und Planungsmethoden beschrieben. Im nächsten Schritt werden die Warenflüsse in den drei betrachteten Szenarien analysiert und quantifiziert. Darüber hinaus werden die logistischen Prozesse untersucht um die notwendigen Ressourcen bestimmen zu können. Am Ende erfolgt der Vergleich der gewonnen Ergebnisse. Diese werden anhand einer Nutzwertanalyse bewertet, um das beste Konzept hinsichtlich der Ressourcen, der Nachverfolgbarkeit der Zähler während des Rollouts sowie der strategischen Nutzung des Konzepts über den Rollout hinaus, zu bestimmen. Die Bewertung der drei Konzepte zeigt, dass das Konzept mit einem Zentrallager und zwei externen Servicestellen das am besten geeignetste Konzept darstellt, obwohl es sich dabei um jenes mit der größten Dezentralisierung handelt. Die gewonnen Ergebnisse werden in der weiteren Planung des Rollouts berücksichtigt.
Eine langfristige Veränderung in einem Unternehmen durchzuführen gestaltet sich oftmals sehr schwierig und dessen Erfolg ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Im landwirtschaftlichen Sektor werden Veränderungen häufig erst sehr spät umgesetzt, nämlich erst dann, wenn bereits eine wirtschaftliche bzw. finanzielle Krise am Betrieb vorherrscht. Landwirtschaftsbetriebe sind von einer traditionsbewussten Unternehmensführung geprägt, das heißt, dass konservative Einstellungen der Landwirte einen Veränderungsprozess zusätzlich erschweren. Doch Veränderung ist notwendig und zu dieser Erkenntnis gelangen mittlerweile schon immer mehr Landwirte. Diese sind nun auch bereit neue Wege zu gehen und Trends in ihrem Frühstadium zu erkennen und umzusetzen. Das Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines zukunftsorientiertem Geschäftsmodells für einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Rinderwirtschaft. Die erste Forschungsfrage dieser Arbeit lautet somit wie folgt: „Wie soll ein Vorgehensmodell aussehen, das eine effektive und einfache Erstellung eines Geschäftsmodells im Bereich der Landwirtschaft ermöglicht?“. Mithilfe der Literatur soll die Erstellung eines Vorgehensmodells erarbeitet werden, welches im empirischen Teil dieser Arbeit zur Anwendung kommt. Die zweite Forschungsfrage lautet:“ Wie sieht ein zukunftsorientiertes Geschäftsmodell für Rinderzüchter aus?“. Das erstellte Vorgehensmodell soll mithilfe eines Workshops an einem Betrieb für Rinderzucht angewendet werden. Ebenso werden Experteninterviews mit Personen durchgeführt, welche bereits neue Geschäftsmodelle an landwirtschaftlichen Betrieben umgesetzt haben. Die gewonnen Daten und Erfahrungen fließen in die abschließende Adaption des erstellten Vorgehensmodells und des erarbeiteten Geschäftsmodells ein. Am Ende soll dem Leser der Arbeit veranschaulicht werden, wie ein Rinderzuchtbetrieb in Zukunft aussehen kann, um den momentanen und noch folgenden Herausforderungen gewachsen zu sein. Ebenso soll am Ende der Arbeit ein Geschäftsmodell für den Betrieb erarbeitet werden, welches die Schritte von der Ermittlung der aktuellen Trends, zur darauffolgenden Ideengenerierung, bis hin zur Erstellung und Darstellung eines neuen Geschäftsmodells aufzeigt.
Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wächst rasant, wie in den Regalen der Supermärkte deutlich zu sehen ist. Immer mehr junge Unternehmen, sogenannte Start-ups, drängen mit neuen Ideen und Produkten auf den Markt und wollen erfolgreich sein. Doch nur eines von zehn dieser Start-ups ist erfolgreich. Ziel dieser Masterarbeit ist es daher, herauszufinden, ob es Erfolgsfaktoren für Start-ups in der Lebensmittelbranche gibt und welche diese sind. Zu diesem Zweck wurde im theoretischen Teil der Arbeit eine Literaturrecherche durchgeführt. Dabei wurden die Charakteristika der Lebensmittelindustrie und die relevantesten Lebensmitteltrends der Zukunft betrachtet. Des Weiteren wurden die Eigenschaften von Start-ups näher untersucht und es wurde auf die Methodik und Zielsetzung der Erfolgsfaktorenforschung eingegangen. Basierend auf bestehenden Erfolgsmodellen, Studien und Erfolgsgeschichten von Start-ups konnten sieben Erfolgsfaktoren aus der Theorie identifiziert werden. Diese sieben identifizierten Faktoren sind die folgenden: Produkt und Idee, Gründungsperson und Gründungsteam, Marktforschung/Produktfeedback, Netzwerk, Sprungbretter, soziale Medien und Trends/Timing. Diese sieben Erfolgsfaktoren bilden die Grundlage für die empirische Untersuchung. Diese basiert auf leitfadengestützten Expertiseinterviews, die mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden. Für die Interviews konnten Gründungspersonen von zehn verschiedenen Start-ups in der Lebensmittelbranche aus Österreich interviewt werden. Anhand der Ergebnisse wurden eine grafische Erfolgsfaktorenkarte, sowie Handlungsempfehlungen entworfen.
