85.06 Unternehmensführung
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COVID-19 hat die Art und Weise, wie Organisationen arbeiten und wie Individuen interagieren, grundlegend verändert. Insbesondere die interne Zusammenarbeit innerhalb von Unternehmen wurde durch abrupte und tiefgreifende Veränderungen in Arbeitsprozessen und Kommunikationsmethoden neu definiert. Innerhalb kürzester Zeit waren Unternehmen gezwungen, traditionelle Arbeitsmodelle durch flexible, digitale Alternativen zu ersetzen. Diese rasante Transformation, geprägt durch die Einführung von Remote Work und hybriden Arbeitsmodellen, wirft zentrale Fragen zur langfristigen Gestaltung von Arbeitsprozessen auf. Die Pandemie beschleunigte nicht nur die Einführung digitaler Technologien, sondern führte auch zu erheblichen Veränderungen in der Organisationskultur und den zwischenmenschlichen Arbeitsbeziehungen. Vertrauen, Kommunikation und soziale Bindungen innerhalb von Teams mussten unter neuen Bedingungen aufgebaut und gepflegt werden. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an die technologischen Kompetenzen der Beschäftigten, da digitale Werkzeuge und Plattformen eine entscheidende Rolle für die Aufrechterhaltung der Produktivität spielten. Dabei waren nicht alle Unternehmen gleichermaßen auf diese Herausforderungen vorbereitet. Die Anpassungsfähigkeit variierte sowohl zwischen Branchen als auch zwischen kleinen und großen Unternehmen. Diese Abschlussarbeit untersucht, wie sich kollaborative Prozesse innerhalb von Unternehmen durch die COVID-19-Pandemie verändert haben. Mithilfe einer Meta-Analyse bestehender empirischer Studien und Umfragen werden Trends und Muster identifiziert, welche die Transformation der Arbeitswelt kennzeichnen. Der Fokus liegt dabei auf den Heraus-forderungen und Chancen, die sich aus dem plötzlichen Übergang zu Remote- und Hybridarbeit ergeben haben. Die hier durchgeführte Studie liefert dadurch wertvolle Erkenntnisse für Unternehmen, um in einer zunehmend digitalen und dynamischen Arbeitswelt erfolgreich agieren zu können und schafft eine wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Forschungen zu diesem Thema. Zudem bietet sie Orientierung für mögliche weiterführende Untersuchungen.
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Auswirkungen der Medizinprodukteverordnung(MDR) 2017 auf die Medizinproduktehändler in der EU, insbesondere im DACH-Raum. Ziel dieser Untersuchung ist es, die Verantwortlichkeiten, Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Umsetzung der MDR ergeben, zu erfassen. Die MDR führt zu einer erheblichen Neustrukturierung der Geschäftsprozesse im Medizinproduktehandel, da Händler nun nicht nur für den Vertrieb, sondern auch für die Qualitätssicherung und Dokumentation verantwortlich sind. Die Arbeit verwendet qualitative Interviews mit Experten aus der Branche, welche die Herausforderungen der MDR, wie die Erhöhung der Betriebskosten, die Notwendigkeit intensiver Schulungen und die Umstellung auf neue IT-Systeme zur Rückverfolgbarkeit, beleuchten. Viele Händler berichten von einem hohen administrativen Aufwand und der Unsicherheit über die spezifischen Anforderungen der MDR. Dies wird durch unzureichende Unterstützung seitens der Behörden und eine unklare Kommunikation über die Händlerverantwortung verstärkt. Dennoch bietet die MDR auch Chancen, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, durchverbesserte Qualität und Transparenz eine stärkere Kundenbindung zu erreichen. Händler, die die regulatorischen Anforderungen proaktiv adressieren, können sich als vertrauenswürdige Partner positionieren. Die Arbeit zeigt, dass die Umsetzung der MDR sowohl eine Herausforderung als auch eine Gelegenheit zur Optimierung interner Prozesse und zur Stärkung der Marktposition darstellt. Abschließend wird festgestellt, dass eine strategische Neuausrichtung der Händler notwendig ist, um den Anforderungen der MDR gerecht zu werden. Unternehmen, die bereit sind, ihre Geschäftsmodelle und organisatorischen Strukturen anzupassen, können langfristig von einemverbesserten Vertrauen der Kunden und einer optimierten Qualität profitieren. Zukünftige Überarbeitungen und Anpassungen der gesetzlichen Regelungen sollten zusätzlich die Umsetzbarkeit dieser Gesetze im kleinstrukturierten Medizinproduktehandel in den Fokus nehmen. Es empfiehlt sich, begleitend dazu Leitfäden zu entwickeln, um den Handelsunternehmen eine ähnliche Hilfestellung zu bieten, wie sie bereits erfolgreich für die Hersteller bereitgestellt wurde.
Klein- und mittlere Betriebe in Österreich sind eine tragende Säule der österreichischen Wirtschaft. Knapp 600.000 Unternehmen beschäftigen rund 2,4 Millionen Menschen. Angesichts der volatilen wirtschaftlichen Lage und Komplexität der Anforderungen sind Führungskräfte in mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Thema Leadership zunehmend an Bedeutung, jedoch ist ein alleiniger Fokus darauf unzureichend. Daher benötigen Führungskräfte vor allem effektive Strategien des Self-Leaderships. Das Hauptziel dieser Masterarbeit war es, die Effekte von Self-Leadership-Strategien auf Führungskräfte in Klein- und mittleren Unternehmen in Österreich darzulegen, ebenso, welche Stressoren auf Führungskräfte am Arbeitsplatz einwirken und welche Methoden sie dagegen anwenden. Auch war es Absicht, Motivationsfaktoren und Self-Leadership-Strategien zu beschreiben, die die Effektivität von Führungskräften beeinflussen. Zielorientiert wurden diese theoretischen Konzepte, Strategien und Methoden mit der empirischen Untersuchung verknüpft. Dazu wurde eine umfassende Literaturrecherche im Internet, in Datenbanken und im Österreichischen Bibliothekenverbund durchgeführt. Die dabei verwendeten Keywords lauteten: Self-Leadership, Self-Leadership-Strategies, Manager, Small and Medium-Sized Enterprises (SMEs), Stress, Stressmanagement sowie Selbstführung, Selbstführungsstrategien, Stressfaktoren, Führungskraft und Klein- und mittlere Unternehmen (KMU). Zur Verknüpfung von Theorie und Empirie wurden folglich zehn Führungskräfte aus Klein- und mittleren Unternehmen in Österreich durch ein semistrukturiertes, leitfadengestütztes Interview befragt. Im Rahmen dieser Masterarbeit wird ersichtlich, dass Führungskräfte mit vielfältigen Belastungsfaktoren und Stressoren im Unternehmen konfrontiert sind und unterschiedliche multimodale Stressmanagementmethoden dagegen anwenden. Auch wird bestätigt, dass Führungskräfte in diesen Unternehmen eine hohe intrinsische Motivation zur Leistungserbringung aufweisen und sich demotivierender Faktoren bewusst sind. Schlussendlich zeigt sich auch, dass Self-Leadership-Strategien auf kognitiver, emotionaler und Verhaltensebene positive Effekte auf Führungskräfte, deren Mitarbeitende und das Unternehmen, in Form einer hohen Leistungsfähigkeit, Effektivität und gestiegenen Resilienz, haben.
Optimierung von IT-Projekten durch integriertes Change Management und Business Process Management
(2024)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie Change Management und Business Process Management integrativ genutzt werden können, um IT-Implementierungsprojekte im Rahmen der digitalen Transformation erfolgreicher zu gestalten. Digitale Transformation ist ein komplexer, fortlaufender Prozess, der technologische, organisatorische und kulturelle Veränderungen erfordert. Trotz erheblicher Investitionen scheitern viele Digitalisierungsinitiativen daran, dass die menschliche Dimension und die Optimierung der Geschäftsprozesse nicht aus-reichend berücksichtigt werden. Das zentrale Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines praxistauglichen Frameworks, das die Stärken von Change Management und Business Process Management kombiniert, um die Herausforderungen von IT-Implementierungsprojekten systematisch zu bewältigen. Der Fokus liegt dabei auf IT-Projekten, während strategische Unternehmensfragen und rein technische Lösungen ausgeklammert wurden. Zur Validierung des Frameworks wurden qualitative Experteninterviews mit sieben Fachpersonen aus unterschiedlichen Branchen durchgeführt, die umfangreiche Erfahrung in digitaler Transformation, IT-Projektmanagement und Prozessoptimierung aufweisen. Die Interviews wurden transkribiert, kodiert und analysiert. Dabei wurden zentrale Themen wie Stakeholder-Management, iterative Prozessmodellierung und agile Projektmethoden identifiziert und in das Framework integriert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kombination von Change Management und Business Process Management unerlässlich ist, um sowohl technische als auch menschliche Anforderungen zu adressieren. Das entwickelte Framework gliedert sich in die Phasen Pre-Implementierung, Implementierung und Post-Implementierung und bietet Unternehmen eine klare Struktur zur Gestaltung erfolgreicher Projekte. Limitationen der Arbeit liegen in der qualitativen Methodik und dem branchenfokussierten Ansatz. Zukünftige Forschung könnte das Framework quantitativ validieren und auf breitere Kontexte anwenden. Das Framework legt den Grundstein für eine verbesserte Projektumsetzung und zeigt Wege auf, die Anforderungen der digitalen Transformation nachhaltig zu bewältigen.
The information demands of external stakeholders of organizations concerning compliance management increased within the last years. Effective communication about implemented compliance processes has the potential to increase or maintain a positive image and a good reputation of a corporation. The aim of this master thesis is to develop an external compliance communication concept for Energie Steiermark AG, based in Austria, including recommendations for action for the implementation of the communication concept in the subsidiary STEFE SK which is located in Slovakia. For this purpose, a thorough analysis of existing literature about compliance management, external compliance communication, and the legal framework of compliance management and non-financial reporting of Austria and Slovakia has been conducted to identify the planning steps that have to be considered in the development of an external compliance communication concept. Based on the findings of the literature review, a theoretically valid external compliance communication concept has been crafted. Furthermore, a primary and secondary market research based on a qualitative approach have been conducted to investigate the current state of external compliance communication of stock-listed Austrian organizations with subsidiaries in Slovakia or other Central and Eastern European Countries. In the practical section of this master thesis, the external compliance communication concept for Energie Steiermark has been developed based on the findings of the literature review and the findings of the market research. The communication concept involves the following planning phases: situation analysis, communication objectives, target group segmentation, communication strategy, positioning, communication tactics and controlling. The last chapter provides recommendations for action for the implementation of the concept in the Slovakian subsidiary.
In dieser Masterarbeit wird der Einsatz von Gamification in österreichischen Familienunternehmen auf Basis qualitativer Fokusgruppendaten untersucht. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf der Anwendung von Spielelementen in Unternehmenskontexten, insbesondere bei Systemwechseln, z. B. des ERP-Systems. Es werden Zusammenhänge zwischen Familiendynamik, Unternehmenskultur und Generationsunterschieden aufgezeigt, da diese die Akzeptanz und Einführung von Gamification beeinflussen. Es wird eruiert, wie Badges, Ranglisten und Punkte die Motivation steigern und die Teamarbeit fördern können. Neben den Chancen werden die Herausforderungen bei der Einführung von Gamification erarbeitet, z. B. Widerstand gegen Veränderungen, begrenzte Ressourcen und die Bedeutung effektiver Kommunikationsstrategien. Die Ergebnisse bieten Erkenntnisse für Manager*innen und unterstreichen die Notwendigkeit kontextspezifischer Ansätze, um das Potenzial von Gamification in österreichischen Familienunternehmen zu maximieren.
This abstract provides a concise overview of the master's thesis titled "Gender Diversity in Sales Teams and Its Impact on Team Dynamics in the Industrial Sector." This research explores the pivotal role of gender diversity within sales teams, specifically focusing on the industrial sector, and how it influences team dynamics. Despite evidence suggesting that female sales representatives achieve their sales targets at a higher rate than their male counterparts, women remain significantly underrepresented in sales roles, especially in leadership positions. The study delves into the genderspecific distribution within B2B sales teams, highlighting a pronounced disparity that becomes more evident in higher leadership roles. By examining both the advantages brought by women in teams—such as increased sustainability, improved company performance, and innovative strategies—and the stark gender differences prevalent in the industrial sector, this thesis seeks to close a notable research gap. It employs a quantitative approach to evaluate how gender diversity affects non-monetary aspects of team dynamics, such as communication quality, conflict resolution capabilities, innovation, and overall team satisfaction. The findings aim to deepen the understanding of gender diversity's specific impacts on sales team dynamics and provide practical insights for optimizing team interactions in the industry. Through this analysis, thethesis contributes to the academic discourse on gender diversity and offers actionable recommendations for companies to harness the benefits of a diverse team composition, ultimately enhancing team effectiveness and achieving competitive advantages in theindustrial sector.
Die vorliegende Arbeit untersucht eingehend die Thematik des Wandels und des Change Managements in Unternehmen, insbesondere im Kontext von Logistikautomatisierungsunternehmen. Die Motivation für diese Forschung basiert auf der Notwendigkeit, die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei Veränderungsprozessen in dieser speziellen Branche zu verstehen und zu identifizieren. Die Arbeit beginnt mit einer umfassenden Darstellung des Wandels, definiert den Terminus und beleuchtet verschiedene Mo-delle wie das Wachstumsmodell von Greiner, das Unternehmensentwicklungsmodell von Bleicher und das Change-Modell von Hurst. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Change Management, wobei die Handlungsfelder und Verhaltensmuster eingehend betrachtet werden. Detailliert werden Modelle wie das 8-Stufen Modell nach Kotter, das ADKAR Modell und agile Change-Management-Ansätze untersucht. Erfolgsfaktoren im Change-Management werden herausgearbeitet und zusammengefasst. Ein weiteres zentrales Element der Untersuchung ist die Rolle der Führung als Einflussfaktor im Veränderungsprozess. Die Arbeit analysiert verschiedene Aspekte wie Aufgabenteilung, Zielsetzung, Informationsversorgung, Mitarbeitermotivation, Autorität, Führungsverhalten, Veränderungsbereitschaft, Change-Fähigkeiten und -Kompetenz. Die methodische Herangehensweise beinhaltet die Anwendung analytischer Statistik, die Auswahl der Forschungsmethode sowie die Anpassung und Durchführung von Befragungen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen das die wichtigsten Erfolgsfaktoren im Change Management die Kommunikation, die Führung und das Identifizieren und Verankern von Erfolgen sind.
In etablierten Branchen sehen sich Start-Ups großen Hindernissen gegenübergestellt, die oftmals auf eine hohe Konkurrenzstruktur und die mangelnden Erfahrungswerte des Unternehmens zurückzuführen sind. Im Zuge dessen basieren die Geschäftsmodelle auf Annahmen oder sind lückenhaft in ihren Bestandteilen. Insofern überrascht es nicht, dass acht von zehn Start-Ups scheitern. Insbesondere in der Vergleichsportalbranche herrscht eine hohe Konkurrenzdichte mit dominanten Playern, die den Erfolg von Start-Ups erschweren. Das Ziel dieser Arbeit ist die systematische Geschäftsmodellentwicklung am Vergleichsportalmarkt für die SmartC GmbH, einem Grazer Start-Up. Zu diesem Zweck wird ein Vorgehensmodell entwickelt, welches Start-Ups ermöglichen soll, die relevanten Stakeholder in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen und dabei ein holistisches Geschäftsmodell zu formen. Im Zuge dessen wird ein neues Geschäftsmodell-Canvas vorgestellt, welches die Lücken der bisherigen Modelle schließt und verschiedene Stakeholder-Perspektiven vereint. Im ersten Schritt wird der Geschäftsmodellbegriff beleuchtet, um die notwendigen Inhalte eines Geschäftsmodells herzuleiten. Anschließend folgt eine kritische Reflexion des Vergleichsportalmarkts, wodurch in Erfahrung gebracht wird, dass das marktübliche Affiliation-Marketing großen Kritiken unterliegt und ein solches Modell nicht nachhaltig ist. Daraufhin werden Vorgehensmodelle der Geschäftsmodellentwicklung analysiert und Bestandteile für ein Vorgehensmodell für Start-Ups abgeleitet. Der daraus resultierende Prozess wird mit Methoden bereichert und anschließend im empirischen Teil am Beispiel der SmartC GmbH angewandt. Im praktischen Abschnitt erfolgt ein zunehmender Erkenntnisgewinn für das Unternehmen. Dabei offenbart die Umgebungsanalyse treibende Faktoren für einen Vertragswechsel des Kunden. Darauf aufbauend werden in einem Unternehmensworkshop Ideen entwickelt, welche durch den Autor evaluiert werden, um Fragen für Experteninterviews abzuleiten. Mit Hilfe der Experten wird ein Geschäftsmodellprototyp geformt, welcher anschließend durch einen Kundenworkshop in ein holistisches und konkurrenzfähiges Geschäftsmodell überführt wird. Das Ergebnis der empirischen Ausarbeitung zeigt, dass das Vorgehensmodell eine geeignete Methode für die Geschäftsmodellentwicklung von Start-Ups ist. Gleichzeitig lassen sich Handlungsempfehlungen für die Strategie der SmartC GmbH ableiten. Das finale Geschäftsmodell umfasst ein umfangreiches Gesamtbild, welches in die Praxis überführt werden kann.
Die vorliegende Masterarbeit widmet sich intensiv dem Thema Risikomanagement und beleuchtet die vielschichtigen Auswirkungen, die aus der Identifikation und Bewertung von Risiken im Bereich der österreichischen Bauwirtschaft resultieren. In einer Branche, die von Unsicherheiten und unvorhersehbaren Ereignissen geprägt ist, ist ein effektives Risikomanagement von entscheidender Bedeutung. Die Datengenerierung für diese Arbeit erfolgte in enger Kooperation mit einem mittelständischen Bauunternehmen mit Sitz in Graz, das als praktisches Beispiel dient, um die theoretischen Konzepte des Risikomanagements in der realen Welt zu veranschaulichen. Im Verlauf eines Bauvorhabens stehen Entscheidungsträger vor der Herausforderung, eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen, die potenziell weitreichende Auswirkungen auf das Unternehmen haben können. Diese Entscheidungen sind nicht nur für den unmittelbaren Erfolg des Projekts von Bedeutung, sondern können auch langfristige Konsequenzen nach sich ziehen, die sich in Form von erheblichen finanziellen Schäden oder Reputationsverlusten äußern können. Daher ist es unerlässlich, dass die Beteiligten in der Lage sind, verschiedene Risiken sorgfältig abzuwägen, um das gelindere „Übel“ zu finden und somit die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Ein zentraler Aspekt, der in dieser Arbeit behandelt wird, ist die unterschiedliche
Wahrnehmung von Risiken innerhalb von Unternehmen. Es zeigt sich, dass die Risikowahrnehmung und die Risikobereitschaft stark variieren können und maßgeblich vom Charakter und der Einstellung der Führungskräfte abhängen. Während einige Unternehmen Risiken als Wahrscheinlichkeitskonzept betrachten, das auf einer fundierten Analyse basiert, sehen andere sie lediglich als potenzielle Schadenshöhe. Diese unterschiedlichen Perspektiven können erhebliche Auswirkungen auf die Risikostrategien und -entscheidungen der Unternehmen haben. Die gewonnenen Erkenntnisse dieser Masterarbeit bieten einen umfassenden Überblick über den aktuellen Umgang mit Risiken in Bezug auf Generalunternehmer-Projekte im Hochbau. Anhand der von unserem Kooperationspartner zur Verfügung gestellten Unterlagen werden die spezifischen Herausforderungen und Risiken, die in solchen Projekten auftreten können, detailliert analysiert. Darüber hinaus werden die Auswirkungen dieser Risiken auf die
Projektabwicklung und die Unternehmensstrategie untersucht. Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Arbeit sind die erarbeiteten Handlungsempfehlungen, die speziell auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten des Kooperationsbetriebs abgestimmt sind. Diese Empfehlungen zielen darauf ab, einen effektiven Umgang mit „relevanten“ Risiken zu fördern und die Resilienz des Unternehmens gegenüber unvorhergesehenen Ereignissen zu stärken. Durch die Implementierung dieser Strategien können Unternehmen nicht nur ihre Risiken besser managen, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld sichern. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die vorliegende Masterarbeit nicht nur einen theoretischen Rahmen für das Risikomanagement im Bauwesen bietet, sondern auch praktische Ansätze zur Verbesserung der Risikowahrnehmung und -bewältigung in der Bauwirtschaft aufzeigt. Die Erkenntnisse und Empfehlungen, die aus dieser Arbeit hervorgehen, sollen dazu beitragen, die Entscheidungsfindung in Bauprojekten zu optimieren und somit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Risikomanagements in der Branche zu leisten.
Optimierung der Einbringung eines Einzelunternehmens in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung
(2024)
In der Enzinger Steuerberatung GmbH gibt es derzeit keine einheitliche Vorgehensweise für die Einbringung eines Einzelunternehmens in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Dies führte zu hohem Zeitaufwand und Ineffizienzen in der Vorbereitung. Dem soll in Zukunft durch einen Leitfaden, welcher Schwellenwerte für die Vorteilhaftigkeit einer Einbringung sowie genaue Anweisungen zur Verwendung des erstellten Excel-Berechnungstools beinhaltet, entgegengewirkt werden. Im Berechnungstool sollen Vorteilhaftigkeitsvergleiche angestellt werden können und bei positiver Beurteilung dessen, die relevanten Vorbereitungen zur
Einbringung erfolgen.
Auf Basis dieser Ausgangssituation und des erforderlichen Outputs ist zu klären, unter welchen Voraussetzungen eine Einbringung als vorteilhaft zu beurteilen ist, welche klientenspezifischen Daten berücksichtigt werden müssen und welche Vorschriften im Rahmen des Um-gründungssteuergesetzes zu beachten sind. Um diese Fragestellung beantworten zu können, bedarf es einer Vielzahl an Analysen.
In der Arbeit wird mithilfe von Literatur und Erfahrungswerten aus der Kanzlei eine Prognoserechnung für die Variante des Einzelunternehmens und der GmbH erstellt, die mit Besonderheiten, wie der Einbringung von Immobilien, ausgestattet ist. Auf Basis dessen können Bar-wertvergleiche angestellt werden, um bei der Vorteilhaftigkeit den Zeitwert des Geldes zu berücksichtigen und aussagekräftige Ergebnisse zu liefern. Dabei wird auf die Auswirkung der Abschaffung der kalten Progression näher eingegangen. Für die Einbringung werden relevante Rechtsgrundlagen aufgedeckt, wie die Berechnung eines Übergangsgewinnes oder rückwirkender Korrekturen.
Die gesamten Berechnungen werden im Anschluss anhand eines Praxisfalles aus der Enzinger Steuerberatung GmbH erprobt. Dazu wird die Prognoserechnung mit anonymen Echtdaten erstellt und die Einbringungsbilanz für die Einbringung vorbereitet.
Das Berechnungstool samt Leitfaden stellt eine Erleichterung bei Einbringungen für die Enzinger Steuerberatung GmbH, insbesondere für Berufsanwärter*innen mit begrenztem Wissen über das Umgründungssteuergesetz, dar. Die Effizienz kann durch die Einsparung von Zeitaufwand und weniger Fehleraufdeckung bei Qualitätskontrollen sichergestellt werden und in Zukunft den Einbringungsprozess erleichtern.
Als Fazit kann gesagt werden, dass für eine Vorteilhaftigkeit der GmbH eine Gewinnschwelle von EUR 486.000,00 zu überschreiten ist. Diese Grenze gilt, sofern keine anderen Einkünfte vorliegen und von einer Vollausschüttung der GmbH-Gewinne ausgegangen wird. Sollten teilweise Gewinne thesauriert werden, kann der Gewinn in geringem Ausmaß unterschritten werden.
In der tieferen Analyse der Rechtsformen konnte festgestellt werden, dass die Höhe der Ausschüttung einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Beurteilung hat, wodurch in der Masterarbeit sowie in der Praxis unterschiedliche Szenarien notwendig sind. Ebenso sind im konkreten Fall Immobilieneinbringungen aus steuerlicher, aber auch rechtlicher Sicht genau zu analysieren.
This thesis aims to elaborate the topic internal compliance communication in a multicultural environment. The purpose of the thesis is to develop an internal compliance communication concept for the Austrian based company Energie Steiermark AG, as well as recommendations for action for the implementation of the concept in its foreign entities in Slovakia and the Czech Republic. The findings of an extensive literature research were challenged by an empirical study to provide the company with a concept based on a holistic set of data. Accordingly, the theoretical part of this thesis contains fundamental information regarding the sustainable integration of internal compliance communication in multinational corporations (MNC) operating business in Central and Eastern European (CEE) countries. Emphasis is placed on the recommendations of national (IDW PS 980) and international (ISO 19600) compliance management standards (CMS). In addition, the correlation of internal compliance communication and corporate culture has been elaborated to achieve internal commitment regarding compliance matters. Based on chapter 2 Compliance management and chapter 3 multicultural internal communication, a theoretically valid internal compliance communication concept has been developed in chapter 4 as a basis for the empiricism. In the practical part, the theoretical findings were amended by insights of experts of Austrian stock-listed industry companies and adapted to the requirements of Energie Steiermark AG. Based on the qualitative study, essential insights into the development and decision-making process of internal compliance communication have been gained and used to establish the concept. The developed framework consists of seven phases elaborated in chapter 8, namely situational analysis, objectives, target audience segmentation, strategy development, positioning, selection of operational measures and controlling. The chapter provides a detailed decision framework for each phase, and applies the concept in the case of Energie Steiermark AG. In chapter 9, the concept is adapted to the foreign entities situated in Slovakia and the Czech Republic. For that purpose, country and culture-specific recommendations for action that must be considered in each phase of the conception are provided.
Knapp ein Viertel der österreichischen Klein- und Mittelunternehmen wird im Zeitraum von 2020 bis 2029 mit der Regelung der Unternehmensnachfolge konfrontiert, wobei es durch eine erfolgreiche Umsetzung fast 700.000 Arbeitsplätze abzusichern gilt. Diese Unternehmensnachfolge-welle betrifft vor allem auch Familienunternehmen und wirft eine Vielzahl von Fragen zur Gestaltung und Finanzierung der Nachfolge auf. Angesichts des demografischen Wandels und sich ändernder Bedürfnisse ist die Suche nach Nachfolger*innen außerhalb der Familie für viele Unternehmer*innen unvermeidlich geworden. Insbesondere die Nachfolgeform des Management-Buy-outs hat sich als attraktive Option herauskristallisiert, bei dem das bestehende Management oder leitende Mitarbeiter*innen die Nachfolge antreten und das Unternehmen fortführen.
Im Rahmen der Umsetzung der Unternehmensnachfolge ergeben sich sowohl Herausforderungen für die Übergeber*innen als auch für die Nachfolger*innen. Ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensnachfolge und die Vermeidung von Konflikten liegt in der Gestaltung eines Übergabeprozesses, bei dem ausgehend von den Zielen und Erwartungen ein klarer Plan auszuarbeiten ist. Hierbei soll explizit auf die Regelung von Verantwortlichkeiten, Rechten und Kompetenzen eingegangen werden. Vor allem für die Nachfolger*innen ergeben sich zudem erhebliche finanzielle Hürden, da sie oft nicht über ausreichend Eigenkapital verfügen, um die Nachfolge eigenständig zu finanzieren.
Diese Masterarbeit untersucht daher die Möglichkeiten der Einbindung der Übergeber*innen in die Finanzierung von Management-Buy-outs in kleinen Familienunternehmen in Österreich. Die Ergebnisse bieten einen Einblick in die aktuellen Praktiken und Herausforderungen bei der Um-setzung von Management-Buy-outs, bilden gängige Finanzierungsstrukturen im Kontext der Unternehmensnachfolgen ab, zeigen die geringe Bedeutung alternativer Finanzierungsinstrumente im Segment der Unternehmensnachfolgen kleiner Unternehmen und verdeutlichen die Relevanz der Einbindung der Übergeber*innen in die Finanzierung, indem mögliche Lösungsansätze auf-gezeigt werden. Die abschließende Erörterung der Chancen und Risiken, welche sich durch die Einbindung der Übergeber*innen in die Finanzierung ergeben, bringt eine tendenziell stärkere Gewichtung der Chancen als Ergebnis hervor, wobei diese immer im Zusammenhang mit den spezifischen Herausforderungen individuell zu bewerten sind.
Die steigende Nachfrage nach Innovationen veranlasst immer mehr Unternehmen, ihre Innovationsprozesse für Ideen von externen Partnern zu öffnen. Darunter Unternehmen unterschiedlichster Branchen, die im Rahmen ihrer strategischen Überlegungen sich dieser Herausforderung anzunehmen haben. Die Erfolgsbilanz dieser Bestrebungen variiert jedoch je nach Branche und Unternehmen erheblich. Eine etablierte Betrachtung aus der Managementliteratur zur Integration von Stakeholder sprich externe Partner, bietet die Open Innovation-Methode, die sich im Rahmen des Innovationsmanagements auf die prozessuale Sichtweise und die damit verbundene Öffnung des Innovationsprozesses konzentriert. Dieser Ansatz ermöglicht eine frühe Integration von Kundinnen und Kunden, wodurch ihre Bedürfnisse und Ideen bereits in der Entwicklungsphase berücksichtigt werden. Die Auswahl und Integration geeigneter Kundinnen und Kunden sowie die Definition von gemeinsamen Zielen sind dabei entscheidende Erfolgsfaktoren. Die Herausforderungen liegen in der Bewältigung von firmenspezifischen Unterschieden, der Sicherung des geistigen Eigentums und der Anpassung etablierter Prozesse. Demnach zielt diese Arbeit auf die Gestaltung einer effizienten und wirksamen Integration von Kundinnen und Kunden am Front End des Innovationsprozesses eines Automobilherstellers ab und konzertiert sich verstärkt auf die Komponente der betrieblichen Praxis solcher Unternehmen. Die Notwendigkeit, sich im Rahmen des zugrunde liegenden Themas anzunehmen, resultiert aus der praktischen Gegebenheit, dass die Literatur reichlich mit Arbeiten zum Thema „Kundenintegration in Dienstleistungs- sowie Industriegüterunternehmen“ geschmückt ist, die sich allerdings auf Unternehmen stutzen, mit teils weniger komplexen Produkten wie die des Automobils. Dazu gehören auch automobile Zulieferer sowie Entwicklungsdienstleister, die die Kundinnen und Kunden im Entwicklungsprozess miteinbeziehen. Diese wurden bereits in diversen Studien behandelt. Mit einer Gegenüberstellung der Besonderheiten dieser Branche und einem Vergleich von Prozessablaufen renommierter Automobilhersteller wird aufgezeigt, dass die Integration der Kundinnen und Kunden im Rahmen von Open Innovation hinsichtlich des automobilen Produktentstehungsprozesses eines Automobilherstellers in der Praxis bisher kaum stattgefunden hat. Dafür werden grundlegende strategische Aspekte der frühen Kundenintegration betrachtet, bei denen Kundinnen und Kunden in den Innovationsprozess einbezogen werden. Die frühe Kundenintegration zeichnet sich insbesondere durch eine aktive Rolle der Kundinnen und Kunden als Wertschöpfungspartner im Innovationsprozess des beteiligten Unternehmens aus und lasst sich in drei Hauptphasen: Initiierungsphase, die Vorbereitungsphase und die Realisierungsphase eingliedern. Diese prozessorientierte Betrachtung ermöglicht eine Weiterentwicklung der identifizierten Gestaltungsfelder und dient im Rahmen dynamischer Fähigkeiten als fordernd für die Entwicklungs- und Innovationsfähigkeit der zu betrachtenden Unternehmen dieser Branche. Innerhalb dieses Modells werden konkrete operative Methoden zur effizienten Einbindung der frühen aktiven Kundenintegration entlang der verschiedenen Prozesselemente entwickelt. Diese Methoden werden in Folge zusammengefasst und zu abschließenden Handlungsempfehlungen verdichtet, um die gewonnenen Erkenntnisse prägnant darzustellen.
Weltweit ist die Digitalisierung sowie damit verbundene Chancen ein Thema. Vorwiegend in Deutschland finden jedoch immer noch verhältnismäßig wenige Firmen den Mut, den für das eigene Unternehmen richtigen Weg zur digitalen Transformation zielstrebig anzugehen und sicher zu meistern. Ein Grund für die zögerliche Haltung kann daran ausgemacht werden, dass zu viele unbeantwortete Fragen und unabschätzbare wirtschaftliche Risiken ein Hindernis darstellen.
Systemmodelle bieten eine gute Möglichkeit Transparenz zu schaffen und Fragen zu betrachteten Systemen zu beantworten. In dieser Masterarbeit wird anhand eines Fallbeispiels ein Weg aufgezeigt, wie diese Fragen ausschließlich mittels Methoden des „Model Based Systems Engineering (MBSE)“ beantwortet und damit Entscheidungsgrundlagen erarbeitet werden können. Dies beinhaltet insbesondere Vorschläge zur Analyse von Informationen beziehungsweise Daten direkt in einem Systemmodell. Im Kontext der „Industrie 4.0“ und der „Data Analytics“, bei denen es darauf ankommt, dass Informationspfade korrekt miteinander verknüpft sind, wird zugleich evaluiert, wie sich dessen Inhalte und Prinzipien auf Methoden des MBSE auswirken.
Startups stützen mit ihren innovativen Ideen die Wirtschaft und sorgen für Wettbewerb. Gerade um mit diesen Ideen in einem Unternehmen langfristig bestehen zu können, benötigt es ein valides Geschäftsmodell. Denn erst nach der wirtschaftlichen Verwertung kann von einer Innovation gesprochen werden. Damit es zu dieser entsprechenden Verwertung kommt, braucht es adäquates Kapital zur Unterstützung. Die vorliegende Arbeit greift ebendiese beiden Anknüpfungspunkte auf und untersucht den Zusammenhang zwischen dem Geschäftsmodell und der Finanzierungsform von Startups.
Im Kern geht es um die Untersuchung von externem Kapital in Form von Venture Capital, sowie organischem Wachstum durch „Bootstrapping“. Dabei werden unterschiedliche Blickwinkel beleuchtet, welche den Zusammenhang der beiden Themen besonders beeinflussen, wobei sowohl die Seite der Gründer: innen als auch jene der Kapitalgeber*innen betrachtet wird. Analysiert werden dabei zentrale Themen wie der Einfluss des Musters des Geschäftsmodells, die Risikobereitschaft der Gründer*innen sowie der Einfluss einer Beteiligung von Investor*innen am Startup. Auch der Einfluss der Finanzierung auf die Innovationsbereitschaft von Startups spielt eine zentrale Rolle.
Nach umfassenden theoretischen Erkenntnissen darüber, werden zielgerichtete Hypothesen aufgestellt um neben der allgemeinen Forschungsfrage auch über gewisse Themenbereiche ein tieferes Verständnis zu bekommen. Um die Aussagen entsprechend validieren zu können werden im empirischen Teil elf Expert*inneninterviews durchgeführt, durch welche die Forschungsfrage geeignet beantwortet werden kann. Damit wird ein Framework aufgestellt, um den Zusammenhang zwischen Geschäftsmodell und Finanzierungsform kompakt darzustellen und künftigen Gründer*innen einen Anhaltspunkt zu geben worauf zu achten ist.
Durch den demographischen Wandel werden Arbeitskräfte immer begehrter und es kommt zum sogenannten War for Talents. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, aus einem kleiner werdenden Pool an potenziellen Arbeitskräften ihre Stellen zu besetzen und diese Personen bestenfalls langjährig im Unternehmen zu halten. Speziell in der IT-Branche herrscht ein Mangel an Arbeitskräften. Aus diesem Grund befasst sich diese Arbeit mit den Bedürfnissen der aktuell jüngsten Generation in der Arbeitswelt – der Generation Z. Geboren zwischen 1995 und 2010 wird jener ein Wertesystem zugeschrieben, das sich von dem der vorherigen Generation unterscheidet. Unternehmen und insbesondere Führungskräfte müssen sich diesen neuen Bedürfnissen stellen und auf diese eingehen. Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Handlungsempfehlungen für Führungskräfte der Generation Z zu erstellen und geht auf folgende Frage ein „Welche Handlungen sind für Führungskräfte geeignet, um die Begeisterung und Zufriedenheit von Personen der Generation Z in einem österreichischen IT-Unternehmen zu steigern?“ Dazu wurde mithilfe einer Literaturrecherche zuerst eine Basis gebildet. Im ersten Teil der Arbeit wurde das Thema Führung behandelt. Darauf wurde ein Überblick über die Generationen geschaffen sowie das Thema der Mitarbeiterbindung untersucht. Anhand dieser theoretischen Basis wurde im empirischen Teil ein Fragebogen entwickelt. Die erhobenen Daten wurden schließlich analysiert, um daraus Erkenntnisse zu gewinnen. Anhand Letzterer konnten Handlungsempfehlungen für Führungskräfte abgeleitet werden. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass Führungskräfte teilweise den Stellenwert gewisser Aspekte in Bezug auf Arbeitszufriedenheit und Begeisterung für die Arbeit anders einschätzen als die Generation Z.
Family businesses contribute a significant part to the economy all over the world. Overall, 90% of Austrian businesses are family businesses, if the sole traders (about 60%) are included. However, a family business has to deal with many changes, problems or even crises, which can be caused through VUCA or also through the “Three-Circle-Model”. Therefore, a family business has to be resilient, which means that it has to be resistant and adaptable regarding certain occurrences and changes.
The aim of this master thesis is the assessment and display of organisational resilience in family businesses by developing an instrument to enable further measures for the improvement of organisational resilience in certain areas of the family business. Hence, eight interviews with experts regarding organisational resilience and eight interviews with experts regarding family businesses were executed in order to adapt and confirm the theoretical developed instrument. Furthermore, the adapted instrument was tested by four CEOs of family businesses in order to confirm the practical feasibility and ask for improvements.
The theory-based instrument had the following structure, which was retained for the adapted instrument, and was developed with Microsoft Excel: weighting of the dimension groups and factors, rating of the dimension groups and factors as well as transformation into adaptability and resistance.
Before, it consisted of three different dimension groups and sub-ordinated factors. In the course of the expert interviews, the three existing dimension groups were confirmed and many more were added. Two additional dimension groups were selected. The following dimension groups build the basis: product/ service excellence, process reliability, individual strengths, culture and leadership. Between four and six factors were sub-ordinated to these categories. The experts had to define the selected factors as well in order to generate a common understanding.
As it is listed above, the instrument consists of a weighting part. The experts had to weight the factors to define fixed weights. However, it is recommended to execute the weighting again because it could not be proportional calculated, which is caused by many different classifications with overlapping choices of the experts.
The last part of the interview was the allocation of the factors to the competences adaptability or/ and resistance. The primary market research revealed that the factors rather support the adaptability (62%).
Family businesses (FBs) are fascinating creations of the business world. And not only that - with a turnover of around 616 billion euros and more than 2.92 million employees, FBs are by close definition (without sole proprietors) extremely important for the Austrian economy. Also the developments on social and technological levels are fascinating. Flexible working arrangements, digitalization,
demographic change and much more bring fundamental changes to framework conditions, and especially in the field of leadership. In FBs, also endogenous factors have a major effect, which could constitute a challenge for the leaders.The present work focuses on the cooperative leadership style and the exogenous and endogenous factors that influence this leadership style, as it has been shown that cooperative leadership is best equipped to overcome the challenges of a changing market. Nevertheless, only 24.3% of leaders in Styrian FBs apply the cooperative leadership style. Consequently, a model that visualizes this leadership style and its influencing factors is developed. In the created model, these factors are illustrated with the aim to achieve awareness of their importance for cooperative
leadership exclusively. In addition, a tool that supports leaders by raising awareness of their applied leadership style and by giving recommendations for cooperative leadership is created.
The theoretical part of this thesis includes the characteristics of FBs, the leadership styles, especially the advantages and disadvantages of the cooperative leadership style and the exogenous and endogenous influencing factors. It eventually results
in the creation of the model of cooperative leadership and the development of the concept for a tool for leaders in FBs.
The practical part is based on a qualitative and quantitative survey to verify the influencing factors, determine the leadership styles in Styrian FBs and to evaluate the created model and the concept of the tool on their potential support for leaders in FBs. Based on the findings, the model and the concept of the tool are refined.
The results of this thesis are a model of cooperative leadership that creates awareness of this leadership style and its influencing factors and a tool that supports leaders by raising awareness of their actual leadership style and by giving recommendations on how to come to a cooperative leadership style. This can be immediately applied to capture the leadership style with one click.
Die vorliegende Masterarbeit beleuchtet den Einfluss von Demokratie und Partizipation als Leitmotiv der Unternehmenskultur auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen in einer sich wandelnden Welt. Angesichts eines Generationenwechsels und der steigenden Nachfrage nach neuen Arbeits-, Organisations- und Führungsformen gewinnen demokratische Prinzipien und partizipative Ansätze zunehmend an Bedeutung. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Erfolgsfaktoren für Innovationsfähigkeit, wobei der Unternehmenskultur eine Schlüsselrolle zukommt. Obwohl diese schwer zu entschlüsseln ist, lässt sie sich dennoch beeinflussen. Die Arbeit beleuchtet alternative Organisationsmodelle wie Holokratie und Heterarchie sowie Führungsmodelle wie New Work und Fair Process Leadership, die Grundlagen für die Umsetzung demokratischer Prinzipien bieten. Der Begriff der Unternehmensdemokratie ist weit gefasst und vielschichtig. In dieser Arbeit wird er auf kollektive und partizipative Entscheidungsprinzipien eingegrenzt, die als integraler Bestandteil der Unternehmenskultur verstanden werden müssen. Besondere Bedeutung kommt dabei der Informationstransparenz und der Kommunikation zu, die aktiv in die Unternehmenskultur integriert werden müssen. Die Forschungsfrage wurde empirisch durch qualitative Interviews überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass die Innovationsfähigkeit positiv von kollektiven und partizipativen Entscheidungsmethoden beeinflusst wird. Unternehmenskultur und Partizipation müssen als Prozess begriffen werden, und es zeigt sich, dass viele Unternehmen sich bereits im Wandel befinden und die Grundlagen für die Implementierung einer demokratischen Unternehmenskultur geschaffen haben. Demokratie und Partizipation in der Unternehmenskultur werden in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Innovation wird als entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg betrachtet, wobei Transparenz und Partizipation als wesentliche Erfolgsfaktoren identifiziert werden. Insgesamt bietet die Arbeit einen Beitrag zur Diskussion um zukunftsorientierte und innovative Unternehmenskulturen und bietet praxisnahe Einblicke und Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellen möchten.
