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Der anhaltende Fachkräftemangel stellt viele Branchen vor große Herausforderungen, unter anderem auch die Abfallwirtschaft, die oft mit einem geringen Bekanntheitsgrad und negativen Assoziationen verbunden ist. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Employer Branding zunehmend an Bedeutung, um Unternehmen als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Ein zentraler Aspekt sind hierbei Stellenausschreibungen, die als erster Touchpoint zwischen Interessent*innen bzw. potenziellen Bewerber*innen und Unternehmen fungieren. Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Stellenausschreibungen auf die Wahrnehmung eines Unternehmens als Employer of Choice und deren Beitrag zur Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität in der Abfallwirtschaft. Die Untersuchung basiert auf einer qualitativen Forschungsstrategie, bei der leitfadengestützte Interviews mit relevanten Akteur*innen der Branche geführt wurden. Die erhobenen Daten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass bestimmte Faktoren in Stellenausschreibungen maßgeblich die Bewerbungsintention beeinflussen. Nebenklassischen Faktoren wie Vergütung und Arbeitsbedingungen spielen auch authentische Einblicke in das Unternehmen sowie eine transparente Kommunikation der Employer Value Proposition eine entscheidende Rolle. Die vorliegende Arbeit liefert praxisnahe Erkenntnisse für Unternehmen der Abfallwirtschaft, um ihre Stellenausschreibungen gezielt zu optimieren und sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Die gewonnenen Erkenntnisse bieten zudem Impulse für die Weiterentwicklung strategischer Employer-Branding-Maßnahmen in herausfordernden Branchen, die mit einem negativen Image assoziiert werden.
