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Angesichts der Erwartungen der Öffentlichkeit an Unternehmen, sich zu gesellschaftlichen Problemstellungen zu positionieren, engagieren sich Unternehmen zunehmend aktiv für soziale Anliegen. Insbesondere die Thematiken der LGBTQAI+ Gemeinschaft haben in den letzten Jahren verstärkt an Aufmerksamkeit gewonnen. Aus diesem Grund betonen Marken ihr Engagement für die Gemeinschaft durch gezielte LGBTQAI+ Brand Activism Kampagnen. Die vermehrte Verwendung solcher Kommunikationsmaßnahmen hat jedoch zu wachsender Skepsis unter den Konsument*innen geführt. Dabei wurde der Brand-Cause Fit als ein Schlüsselfaktor für die Glaubwürdigkeit von Brand Activism-Kampagnen identifiziert. Brand-Cause Fit beschreibt die Stärke der Verbindung zwischen den Kernaktivitäten der Marke und dem in der Kampagne angesprochenem sozialem Anliegen. Bisher war unklar, wie ein Unternehmen einen solchen Fit vermitteln kann, um dadurch die Glaubwürdigkeit seines Engagements zu erhöhen. Das Ziel dieser Arbeit ist es daher Kriterien zu identifizieren, anhand derer Konsument*innen den Brand-Cause Fit bei LGBTQAI+ Brand Activism-Kampagnen beurteilen. Dadurch soll ein besseres Verständnis dafür geschaffen werden, wie Fit aus Sicht der Konsument*innen wahrgenommen wird. Um diese Kriterien zu identifizieren, werden zwei Fokusgruppeninterviews durchgeführt. Während sich die erste Gruppe aus Mitgliedern der LGBTQAI+ Gemeinschaft zusammensetzt, besteht die zweite Gruppe aus Unterstützer*innen der Gemeinschaft. Als Ergebnis haben sich folgende Kriterien herauskristallisiert: Markenführung, wirtschaftliches Umfeld, Zielgruppe, Sorgfalt bei der Umsetzung der Kampagnen, Art der Kampagnengestaltung, Darstellung von Personen sowie der geschaffene Mehrwert für die Gemeinschaft. Diese Erkenntnisse können Manager*innen dabei helfen einzuschätzen, inwiefern bereits eine Übereinstimmung mit den Anliegen der LGBTQAI+ Gemeinschaft besteht und auf welchen Ebenen ein solcher Fit möglicherweise noch etabliert werden muss. Auf Basis der Kriterien können Unternehmen glaubwürdig ein Engagement für die Gemeinschaft aufbauen und das Risiko einer negativen Wahrnehmung oder gar eines Boykotts reduzieren. Zusätzlich zeigen die Ergebnisse, dass ein Brand-Cause Fit im Laufe der Zeit durch die konsequente Einhaltung der identifizierten Kriterien etabliert werden kann.
