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Die Unternehmensberatung beschäftigt sich aktuell vermehrt damit, wie sie ihre Kunden in Zeiten der Digitalisierung neu aufstellen und für die Zukunft rüsten kann. Die gesamte Beratungsbranche erfuhr in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum. Dies wird getrieben durch den hohen Bedarf an der Begleitung und Umsetzung von IT-Projekten. Das eigene Geschäftsmodell blieb dabei jedoch in vielen Fällen unberührt und die Branche hat mit 2019 noch veraltete Methoden und Strukturen im Einsatz. Betroffen sind hier in erster Linie kleine und mittlere Unternehmen (KMU), welche nicht die notwendigen Ressourcen haben, binnen kürzester Zeit ihr Portfolio zukunftssicher auf die Bedürfnisse der immer anspruchsvolleren Kundenanfragen zu adaptieren. Insbesondere sind mit diesen ressourcenintensiven Erweiterungen Zukäufe von IT-Unternehmen und Beteiligungen an solchen, Investitionen in zukunftsträchtige IT-Infrastrukturen oder ein intensiver interner Kompetenzaufbau in Hinblick auf digitale Technologien gemeint. Die KMU-Betriebe stellen wichtige Säulen der österreichischen und deutschen Wirtschaft dar und müssen deshalb gefördert und unterstützt werden. Der Markt erfordert Kompetenzen im Rahmen der Implementierung innovativer und umsetzbarer Lösungen. Zusätzlich ist der Bedarf an Schnittstellen-Spezialisten besonders groß. Berater und Begleiter zu sein, reicht in vielen Fällen nicht mehr aus. Außerdem fordern Kunden schnellere Ergebnisse und gewähren weniger Zeit für umfangreiche IST-Analysen. Denn in der Vergangenheit war vor allem das Kapital für einen gelungen Markteintritt entscheidend. Jetzt sind es viel mehr das Wissen per se und die Innovationsfähigkeit der Unternehmen, dieses Wissen auch in Tools und Software zu verpacken. Die Beschäftigung mit der digitalen Transformation und die Adaptierung des eigenen Portfolios von Beratern ist essenziell, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Aufgrund dieser Bedeutung wurde in dieser Arbeit ein gesamtheitliches Vorgehensmodell entwickelt, welches bei einer systematischen digitalen Transformation von Dienstleistungsbetrieben mit Schwerpunkt Unternehmensberatung im KMU-Umfeld für Orientierung, Fortschritt und Veränderung sorgen soll. Als vorgelagerter Prozess wurden zusätzlich Trends und Einflussfaktoren innerhalb der Unternehmensberatung analysiert. Damit werden die Anforderungen und Bedürfnisse der digitalen Zukunft innerhalb eines unsicheren und komplexen Kundenumfelds greifbarer. Die theoretisch erarbeiteten Ergebnisse wurden durch die Durchführung eines Praxis-Workshops unter Anwendung des Vorgehensmodells innerhalb einer Unternehmensberatung im KMU-Umfeld in Österreich und zusätzlichen Experteninterviews auf Tauglichkeit überprüft. Besonders herausfordernd ist in diesem Zusammenhang die Bewertung des IST-Reifegrades der Organisation. Durch die Erarbeitung von Potenzialen innerhalb der für den Dienstleistungssektor zugeschnittenen Geschäftsdimensionen, können Chancen zur zielgerichteten digitalen Transformation in den Maßnahmenplan übergeführt werden. Zusammenfassend ist es Dienstleistern mit dem Schwerpunkt Unternehmensberatung im KMU-Umfeld nun möglich, sich auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse, trotz eingeschränkter wirtschaftlicher Möglichkeiten, schrittweise digital zu transformieren.
