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Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Erfolgsfaktoren für bilaterale Kooperationen in der Wasserstoffwirtschaft und untersucht die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen zwischen Deutschland und potenziellen Partnerländern. Angesichts der zentralen Rolle von Wasserstoff in der Energiewende und der Notwendigkeit seiner Nutzung in schwer dekarbonisierbaren Industrien betrachtet die Arbeit die Herausforderungen und Chancen des internationalen Handels sowie die strategische Gestaltung globaler Partnerschaften. Die Forschungsarbeit folgt einem zweistufigen Ansatz, der theoretische und empirische Methoden kombiniert. Im ersten Teil werden die Chancen, Barrieren und Herausforderungen für eine europäische Wasserstoffwirtschaft identifiziert, mit besonderem Fokus auf den Import von grünem Wasserstoff für Deutschland. Dazu werden bestehende Handelsmodelle, regulatorische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche sowie technologische Entwicklungen systematisch analysiert. Der zweite Teil umfasst eine empirische Untersuchung, die sich aus einer quantitativen und einer qualitativen Analyse zusammensetzt. Die quantitative Analyse erfolgt durch eine Szenarienentwicklung für die europäische Wasserstoffwirtschaft bis 2040. Dabei werden unterschiedliche Entwicklungspfade simuliert, die von einem optimistischen Wachstumsszenario mit dynamischer Technologieentwicklung und internationaler Kooperation bis hin zu einem pessimistisch geprägten Stagnationsszenario mit wirtschaftlichen und regulatorischen Hemmnissen reichen. Ergänzend dazu werden qualitative Expert*inneninterviews durchgeführt, um die Einflussfaktoren für erfolgreiche Wasserstoffpartnerschaften zu identifizieren. Die qualitative Inhaltsanalyse dieser Interviews zeigt, dass stabile politische Rahmenbedingungen, langfristige Investitionssicherheit und technologischer Fortschritt entscheidend für die Marktintegration von Wasserstoff sind. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Erfolg internationaler Wasserstoffpartnerschaften maßgeblich von politischen Entscheidungen, wirtschaftlichen Anreizen und technologischen Entwicklungen abhängt. Ein effizientes Marktdesign erfordert harmonisierte Regulierungen, transparente Handelsmechanismen und verlässliche Zertifizierungssysteme für grünen Wasserstoff. Zudem zeigt die Arbeit, dass eine strategische Auswahl von Partnerländern unter Berücksichtigung von Standortvorteilen, regulatorischer Kompatibilität und ökologischer Nachhaltigkeit notwendig ist. Abschließend werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung internationaler Wasserstoffpartnerschaften formuliert. Dazu gehören die Implementierung einheitlicher Nachhaltigkeitsstandards, die Förderung innovationsgetriebener Infrastrukturentwicklung sowie die Schaffung stabiler Marktmechanismen zur Absicherung langfristiger Handelsbeziehungen. Die Arbeit leistet damit einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur strategischen Planung und politischen Gestaltung einer global vernetzten Wasserstoffwirtschaft.
