Cyber-Resilienz in Gesundheitsunternehmen

  • Die vorliegende Masterarbeit geht der Fragestellung nach, wie ein Change-Prozess gestaltet werden kann, um die Cyber-Resilienz von Gesundheitsunternehmen zu verbessern. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitswesen und der steigenden Anzahl von Cyberangriffen ist dieses Thema von hoher Aktualität und Relevanz. Methodisch wurde zunächst ein Prozess auf Basis einer umfangreichen Literaturrecherche entwickelt. Dieser Prozess wurde anschließend mittels Experteninterviews auf Stärken und Schwächen geprüft, wodurch ein qualitativer Einblick in die Erfahrungen und Wahrnehmungen von Fachleuten aus dem Gesundheitswesen gewonnen werden konnte. Die darauffolgende Inhaltsanalyse nach Mayring ermöglichte eine genaue Untersuchung der Interviews. Im Anschluss wurde ein angepasstes Prozessmodell auf Grundlage der Literaturrecherche und der Expertenmeinungen erstellt. Die Ergebnisse der Masterarbeit führten zur Entwicklung eines optimierten Change-Prozesses, der insgesamt mehrere zentrale Anpassungen umfasst. Dazu zählen unter anderem die Flexibilisierung von Prozessschritten durch optionale Gestaltung abhängig von Risikobewertung und Dringlichkeit, die Anpassung von Implementierungsmethoden und Sprint-Längen an die spezifischen Ressourcen und Kapazitäten im Gesundheitswesen sowie ein effizientes Backlog-Management mit regelmäßiger Aktualisierung und klarer Verantwortlichkeit. Ein weiterer Aspekt, der ursprünglich in Erwägung gezogen wurde, war die umfassende Entwicklung einer Kommunikationsstrategie vor jeder Implementierung. Da jedoch festgestellt wurde, dass in dringenden Fällen nicht immer Zeit für eine ausführliche Kommunikationsplanung bleibt, wurde dieser Punkt im angepassten Prozess als optional gekennzeichnet. Es wurde dennoch empfohlen, die Kommunikationsstrategie im Gesundheitswesen weiterhin zu berücksichtigen, insbesondere für geplante Änderungen. Insgesamt zeigt die Masterarbeit, dass eine gezielte Anpassung von Change-Management-Prozessen an die spezifischen Bedingungen und Herausforderungen des Gesundheitswesens einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Cyber-Resilienz leisten kann. Vor dem Hintergrund einer zunehmend digitalen und vernetzten Arbeitswelt ist diese Erkenntnis von hoher Relevanz für die langfristige Sicherheit und Stabilität von Gesundheitsunternehmen.
  • This Master’s thesis investigates how a change process can be designed to improve the cyber resilience of healthcare organizations. Given the increasing digitalization in healthcare and the rising number of cyberattacks, this topic is highly timely and relevant. Methodologically, a process was initially developed based on extensive literature review. This process was then examined for strengths and weaknesses through expert interviews, providing qualitative insights into the experiences and perceptions of professionals in the healthcare sector. The subsequent content analysis according to Mayring allowed for a detailed examination of the interviews. An adapted process model was then created based on the literature review and expert opinions.The findings of the thesis led to the development of an optimized change process that in-cludes several key adjustments. These include, among others, the flexibilization of processsteps through optional design depending on risk assessment and urgency; the adaptation of implementation methods and sprint lengths to the specific resources and capacities inhealthcare; and efficient backlog management with regular updates and clear accountability. Another aspect originally considered was the comprehensive development of a communication strategy prior to each implementation. However, it was found that in urgent cases thereis not always time for extensive communication planning, so this point was marked as optional in the adapted process. Nevertheless, it was recommended to continue considering the communication strategy in healthcare, especially for planned changes. Overall, the Master’s thesis demonstrates that targeted adaptation of change management processes to the specific conditions and challenges of the healthcare sector can make a significant contribution to enhancing cyber resilience. In the context of an increasingly digital and interconnected working environment, this finding is highly relevant for the long-term security and stability of healthcare organizations.

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Metadaten
Author(s):Ewald Hartmann
DOI:https://doi.org/10.58023/1128
Subtitle (German):Entwicklung eines Change-Management-Prozesses zur Steigerung der Cyber-Resilienz
Document Type:Master's Thesis
Language:German
Year of Publication:2024
Publishing Institution:FH CAMPUS 02 (CAMPUS 02 Fachhochschule der Wirtschaft)
Granting Institution:FH CAMPUS 02 (CAMPUS 02 Fachhochschule der Wirtschaft)
Release Date:2025/06/30
GND Keyword:ComputersicherheitGND
Page Number:viii, 187
Institutes:Informationstechnologien & Wirtschaftsinformatik
Dewey Decimal Classification:6 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 65 Management, Öffentlichkeitsarbeit / 658 Allgemeines Management
BKL-Classification:54 Informatik / 54.38 Computersicherheit
Open Access:ja
Licence (German):License LogoBundesgesetz über das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Kunst und über verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz)

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